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filepointer42

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1

Mittwoch, 16. September 2015, 13:51

Erklärungs-Video drehen: Camcorder? DSLR? iPhone6s?

Hallo zusammen,

ich bin im Rahmen meiner aktuellen Recherchen auf euer Forum gestoßen und ich würde mich
sehr freuen, wenn ihr mir vielleicht zu folgender Thematik weiterhelfen
könntet.

Ich möchte gerne einige Sport-Erklärungsvideos drehen. Dabei wird die
Kamera auf einem Stativ stehen und der "Vorturner" ;-) und der Erklärer
(2 Personen) werden (ziemlich) fix auf einem Punkt sein. Daher würde ich
gerne den Raum an sich recht stark abdunkeln, den Spot mit dem
Vorturner und dem Erklärer halbwegs gut ausleuchten und das ganze dann
mit einer Kamera filmen. Der Bereich mit den Personen soll stark im
fokus sein, der rest relativ unscharf. Alles in HD.

Dazu kommen wir folgende Fragen:

1. Welche Kamera bietet sich für soetwas an? Natürlich ist das Budget
recht klein (Amateur-Produktion) und wir kennen uns nicht besonders gut
aus. Muss es ein Camcorder sein? Geht auch eine Video-fähige digitale
Spiegelreflex-Kamera? Oder ggf. sogar das neue iPhione 6s (das ja auch
4K Aufnahmen können soll)?

2. Wie schaut es mit dem Ton aus. Ich würde den Ton gerne direkt mit
aufnehmen. Die Halle ist ca. 15x22x4 Meter und könnte potentiell daher
etwas schallen. Braucht man dann ein besonderes Mikrofon an der Kamera?

ich freue mich sehr auf eure Meinungen und Vorschläge.

Danke :)

filepointer42

wabu

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2

Mittwoch, 16. September 2015, 14:02

Du brauchst wegen der Beleuchtung ein Gerät mit der Möglichkeit der manuellen Einstellung für die Belichtung.

Geht auch eine Video-fähige digitale Spiegelreflex-Kamera?

Macht sicher mehr Sinn als ein Eifone. Der Sensor ist größer (auch größer als beim Camcorder)

das ist wichtig für

Der Bereich mit den Personen soll stark im fokus sein, der rest relativ unscharf

Mikrofon sollte immer so nah wie möglich am Sprecher sein. Eine relativ preisgünstige Lösung wäre ein Handyrecorder mit einem Krawattenmikro (Lavalier) direkt am Mann

joey23

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3

Mittwoch, 16. September 2015, 15:02

Sowohl Camcorder als auch DSLR haben jeweils vor und Nachteile. Der Camcorder hat Autofokus und besseren Ton, die DSLR ist dafür lichtstärker.

Für einen ersten Überblick empfehle ich einen Blick in meine Signatur.

Wenn es "gut" werden soll, würde ich mir eher einen Camcorder leihen, mit XLR, plus 2 Funkstrecken dazu.

Danielleinad

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4

Mittwoch, 16. September 2015, 16:45

Mit Hintergund möglichst unscharf zu halten wird schwierig, wenn ihr beide aufgrund der Turnens mehrere Meter von der Kamera wegstehen müsst. Dafür ist auch die Halle schon zu klein. Daher kann ich eine DSLR nicht wirklich empfehlen.

Wenn du möglichst auf den Preis achten möchtest und du sowieso demnächst mal ein neues Handy anlegen wolltest, empfehle ich dir das iPhone 6S, das für diesen Zweck kaum schlechter als ein Camcorder ist. Mit unscharfer Hintergrund ist da nix, aber das habe ich ja schon im ersten Satz erklärt. Ob du 4K brauchst oder nicht, bleibt dir überlassen. Natürlich klasse wenn man es hat, für deinen Zweck aber bestimmt kein Auswahlkriterium. Wenn du aber sonst noch andere Sachen in deiner Freizeit filmst, empfehle ich dir schon zukunftsfähriges 4K. Es muss aber nicht ein iPhone 6S sein. Ein iPhone 5S oder 6 macht seinen Job auch ganz gut (nur ohne 4K). Wenn es nicht Apple sein soll, bist du auch mit einem Samsung Galaxy S5 oder S6 gut bedient (alle 4K). Brauchst du beim Filmen einen großen Bildschirm, eignen sich auch Samsung Galaxy Note 4 und 5 (alle 4K). Auch sehr gut ist die Kamera von dem LG G4 (4K).

Wichtig ist, dass es in der Halle genug Licht gibt. Je dunkler, umso schlechter das Bild. Aushilfe schafft eine Videobeleuchtungsset: Neewer 160 LED Studio-Beleuchtungsset. Vorteil: Der Turner und Erklärer werden aufgehellt, während der Hintergrund automatisch abgedunkelt wird. So habt ihr zwar nicht unbedingt einen unscharfen, aber einen dunkleren Hintergrund. Probiert vorher aber erst mal aus, ob das Hallenlicht ausreicht, bevor ihr sie kauft. Vielleicht ist es auch gar nicht nötig.

Für guten Ton sorgt für 95 Euro ein Zoom H1. Wenn es sehr preiswert sein soll, geht für 19 Euro sogar dieses Diktiergerät: GHB 8GB Digital Diktiergerät Voice Recorder. Für Musikaufnahmen defintiv zu schlecht, für Sprachaufnahmen aber ganz gut geeignet. Ich benutze manchmal bei Interviews selber und bin zufrieden. Wie sich das anhört, siehst du in diesem Video, wo das Diktiergerät benutzt wurde:


In beiden Fällen brauchst du aber noch ein Ansteckmikrofon, wenn du das Mikro nicht die ganze Zeit in der Hand halten magst. Dafür gibt es das 4 Euro günstige König Ansteckmikrofon, das für den Preis richtig was taugt. Ein Beispiel hier mit dem Zoom H1:

filepointer42

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5

Donnerstag, 17. September 2015, 09:06

Hey, danke für die Antworten.

Also als Kamera kommt laut euren Antworten und soweit ich recherchieren konnte bisher am ehesten eine EOS 5D MKIII in Frage, die kann man sich für 19 EUR am Tag leihen. In drei Tagen sollten wir durch sein, dann passt das. Dann können wir den fokus gut auf den entsprechenden Bereich legen und können dort ja wahrscheinlich auch ein entsprechendes Mikro anschließen. Passt das aus eurer Sicht?

Beim Mikro bin ich mir unsicher. Wenn es ein Lavalier-Mikro sein muss, dann kommt eigentlich nur eins mit Funk in Frage. Die sind aber unglaublich teuer, soweit ich gesehen habe. Zudem muss die Tonspur unbedingt in einem Rutsch aufgenommen werden. Zwar müssen die Videos ohnehin nachbearbeitet werden - da wir aber Zeitdruck haben, können wir nicht auch noch die Audio-spuren einzeln da drauf friemeln. Die sollten in der Audio-Datei bereits mit dabei sein.

Folgen drei Varianten, die man sich auch leihen kann - was haltet ihr davon?

Ton-Angel / 8 EUR am Tag: http://www.dv-kameraverleih.de/tonangelset.htm
Funk-Mikro / 5 EUR am Tag: http://www.dv-kameraverleih.de/Funkmikro-Koffer.htm
Richt-Mikro / 4 EUR am Tag: http://www.dv-kameraverleih.de/Sennheiser.htm

joey23

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6

Donnerstag, 17. September 2015, 09:32

Tondatei "drauffriemeln" dauert 1 Minute.

Von einem Handy kann ich nur abraten, das ist in jeder Beziehung die schlechteste Wahl. Kein sinnvoller Ton, lichtschwach, umständlich bis gar nicht manuell zu bedienen und obendrein auch schlechte Bildqualität im Vergleich zu einem gleichpreisigen Camcorder. Im Ergebnis passieren dann so Sachen wie im ersten Video von Danielleinad: Unscharf und Ton asynchron.

Die 5D3 funktioniert, braucht aber ein wenig Übung, sowie Verständnis für Blende, ISO, Belichtungszeit. Eine Klinken-Mikro-Buchse hat es, an die man zB eine Sennheiser G3 Strecken hängen kann. Extern aufzeichnen und nachher syncen ist aber nicht wild, wenn man strukturiert dreht, beide Geräte jeweils parallel Startet und Stoppt, zu beginn klatscht (als Peak nachher zu sehen in den Spuren) und eine Clipnummer ansagt. Mit entsprechender Optik sollte das auch mit dem Unscharfen Hintergrund halbwegs gehen. Du kannst ja mal einen DOF-Rechner anwerfen und mit deinen Daten füttern.

tevauloser

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7

Donnerstag, 17. September 2015, 13:04

joey, was meintest du oben mit dem AF bei der Videocam, und nicht bei der DSLR?
Wenn ich an die Canon 7D Mark II denke mit einem der besten AF. Die 5D wird diesbezüglich ja wohl nicht weit entfernt sein. Also AF pur.

joey23

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8

Donnerstag, 17. September 2015, 14:55

Doch, die 5D3 ist von der 7D2 was den AF angeht Meilen entfernt. Das 7D2 hat nämlich schon das STM-System, die 5D3 noch nicht. Außerdem brauchts dazu auch noch das passende STM-Objektiv.

Unabhängig davon: Autofokus ist meiner Meinung nur was für ganz spezielle Situationen. Ein AF kann immer nur auf das reagieren, was schon passiert ist, nicht aber auf was was noch passieren wird. Das kann ich als Kameramann aber durchaus.
Bisher waren meine eigenen Tests mit den neueren DSLRs, also Canon mit STM, die GH4 und so weiter ziemlich ernüchternd. Ja, die Kameras haben jetzt einen Autofokus. Und ja, er ist wirklich deutlich besser als bei anderen DSLRs, alla 600D, die erste 7D, die 5D3, die 6D etc. Aber mit dem Autofokus eines richtigen Camcorders ist das nach wie vor nicht zu vergleichen, schon allein wegen des großen Sensors. Der Fokus muss ja viel präziser nachgeführt werden, weil die Schärfeebene viel kleiner ist. Außerdem gibts auch noch keine richtig interessanten STM-Objektive mit netter Blende.

Danielleinad

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Donnerstag, 17. September 2015, 16:21

Tondatei drauffriemeln ist tatsächlich in 1-2 Minuten erledigt. Am besten ist es, wenn du gut sichtbar und hörbar ein mal laut klatscht oder eben gut sichtbar irgend einen kurzen lauten Ton anschlägst. Dann siehst du in der Tonspur dann den Ausschlag sowie im Bild den Anschlag und kannst die Dateien ruckzug übereinanderlegen.

Wenn du dir was leihen kannst, ist das natürlich ideal. Allerdings habe ich Zweifel, dass du auf Anhieb bei einer 5D Mark III die richtigen manuellen Einstellungen triffst, wenn du nicht vorher gut eingewiesen wurdest. Selbst wenn es eine DSLR sein sollte, es gibt noch etliche weitere DSLRs, die sich für den Videodreh eignen würden. Eine gute Kamera macht kein gutes Bild, wenn sie nicht gut bedient wird.

Kennt ihr nicht einen Hobbyfilmer oder Hobbyfotografen, der das für euch für einen kleinen Obolus erledigen möchte? Dann wäret ihr auf der sicheren Seite.

Was Handys betrifft, muss ich Joey widersprechen. Tatsächlich sind die Handys im Schnitt relativ zum Preis etwas "schlechter" in der Bildqualität. Manche Handys sind aber mittlerweile so gut in der Qualität, dass der Unterschied marginal ist, wenn diese die von Camcordern nicht sogar übertreffen. Größter Vorteil von Camcordern gegenüber Handys: sie können zoomen.

Manch günstiges Handy lässt sich tatsächlich nicht manuell bedienen, die teureren aber schon. Und so schwer ist die Bedienung auch wieder nicht. Mein Samsung Galaxy S5 beherrscht Belichtungszeit, ISO, Weißabgleich, Belichtungskorrektur, manueller Fokus - also eigentlich das wichtigste, was man braucht.

Das Handy sehe ich aber nur als eine preiswerte Alternative, wenn man sich sowieso ein gutes Smartphone anlegen wollte oder man gerne unterwegs viel spontan filmt - dafür ist es ideal.

Von den drei Mikros ist definitiv das Funkmikro zu empfehlen.

@joey, was das erste Video betrifft: es wurde mit einem Camcorder aufgenommen. Die Asynchronität liegt an dem zu eiligen Zusammenfriemeln des Tons.

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joey23

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Freitag, 18. September 2015, 20:01

Nun, vielleicht haben wir da dann unterschiedliche Ansprüche. Ich habe aktuell ein Note 4. Die Bildqualität ist okay, macht auf dem Papier ja sogar 4K, aber mit einem 650€ teuren Camcorder, was der Preisregion des Note 4 entsprechend würde, kommt es nicht mit. In der Bedienung schon gleich gar nicht. Das beginnt schon mit so Sachen, dass ich bei praller Sonne keinen ND aufschrauben kann, und das Note dann die Belichtungszeit auf 1/4000tel dreht, was fürchterlich aussieht.

Aber ist auch wurscht, der TO muss sein Tool finden, nicht ich ;)

Danielleinad

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Freitag, 18. September 2015, 21:46

Ja, die Super-Smartphones über 600 Euro stehen natürlich im Schatten von etwa gleich teuren Camcordern mit 4K-Auflösung. Wer für wenig Geld in 4K filmen möchte, kann aber auch auf günstigere 4K-Handys zwischen 300 und 400 Euro zurückgeben, in diesem Preissegment gibt es in 4K maximal die GoPro als Handyalternative. Die Empfehlung zum Kauf eines Handys zum Filmen bestand nur, wenn es um Geld sparen ging in dem Falle, dass man sich sowieso ein neues Smartphone anlegen möchte. Dann kann manchmal der Kauf einer weiteren Kamera überflüssig werden.

Einen ND-Filter kannst du dir auch an dein Handy anklemmen: http://www.aliexpress.com/store/product/…2340353400.html

joey23

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12

Montag, 21. September 2015, 09:36

Nur schaut das 4K dann letztlich aus wie ordentliches FullHD ;)

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