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Karottenmedia

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Montag, 22. Juni 2015, 22:33

Anamorpher Adapter - Nur welcher?

Hallo,

mir wurde in einem Thread ein anamorpher Adapter vorgeschlagen, um bei einer 6D entsprechend eine höhere Auflösung zu erzielen. Nun habe ich mich etwas in die Sache eingelesen, bin mir aber nicht sicher, welchen Adapter ich nehmen soll. Ich habe nur gebrauchte auf eBay gesehen, werden keine neuen produziert? Und gibt es irgendeine Empfehlung von euch für einen Adpater bis max. 250€?

Grüße

Tobi

Marc Herrmann

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Montag, 22. Juni 2015, 22:57

Du erzielst damit keine Höhere Bildauflösung sondern das Bild wird nur vertikal gestreckt du kannst es dann in der der Nachbearbeitung wieder entstrecken und hast damit aber die selbe Auflösung nur in einem Anderen Verhältnis, das heißt deine Pixel sind nicht mehr quadratisch. Man kauft sich so einen Adapter eher wegen dem anamorphischen Bokeh (vertikal gestreckt) und den Lens Flares wie man sie aus bekannten Filmen kennt. Mit max. 250€ kommst du leider gar nicht weit... Meine Empfehlung wäre der SLR Magic Anamorphot, kostet aber ca. 1000€.

Uhl

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Mittwoch, 24. Juni 2015, 23:06

Du erzielst damit keine Höhere Bildauflösung sondern das Bild wird nur vertikal gestreckt
Das stimmt so nur halb. Man kann zwar keine zusätzlichen Pixel erzeugen, die es vorher nicht gab, allerdings verliert man nicht die Pixel, die bei dem "croppen" auf Cinemascope einfach verwerfen würde.

Nicht anamorph, also mit normalen quadratischen Pixel:
16:9 Full HD: 1920x1080 = 2 073 600 Pixel
gecroppt auf 1:2.35: 1920 x 817 = 1 568 640
man verliert also 504 960 Pixel (also rund ein Viertel der ursprünglichen Pixelanzahl!)

Wenn man aber anamorph gefilmt hat, kann man aus den 2 073 600 quadratischen Pixel 2 073 600 "gestreckte" Pixel machen und hat ein Cinemascope-Bild mit 504 960 Pixel mehr als sonst.

Man hat also insgesamt eine höhere Auflösung.

Marc Herrmann

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 14:28

Man hat also insgesamt eine höhere Auflösung.
Nein, da man wie du bereits sagtes man immer noch 2 073 600 Pixel hat nur in einem anderen Verhältnis.

LennO

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:12

Man hat also insgesamt eine höhere Auflösung.
Nein, da man wie du bereits sagtes man immer noch 2 073 600 Pixel hat nur in einem anderen Verhältnis.
Irgendwie hast du dir aber nur selektiv die Hälfte von Uhls Beitrag durchgelesen, oder? Er hat schon vollkommen recht – davon ab, anamorphes widescreen auf Filmmaterial wurde aus genau dem selben Grund benützt: Um die volle vertikale Auflösung des 35mm Materials zu nutzen. Und das selbe funktioniert auch digital. Uhl hat, ganz offensichtlich, die Pixelananzahl nach crop auf cinescope bei einem Standard HD Frame, mit der Pixelanzahl anamorph für 1:2,35 aufgenommen verglichen. Und ja, das anamorphe Bild hat eine höhere vertikale Auflösung als eben jener. Ist nunmal so ;) Das kann Vorteile haben, allerdings je nach Qualität der Kamera, sieht ein auf die korrekte Aspect Ratio gestrecktes Bild auch wieder nicht so geil aus. Will man garkein scope, bringt das wiederum natürlich aber alles nix.

KalleHH

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:38

Ein Anamorph macht eigentlich nur dann Sinn, wenn du die Bilder oder Videos wieder über einen Beamer
ansehen willst, damit sie mit dem Anamorph wieder ins richtige Format entzerrt werden.

LennO

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:56

Ein Anamorph macht eigentlich nur dann Sinn, wenn du die Bilder oder Videos wieder über einen Beamer
ansehen willst, damit sie mit dem Anamorph wieder ins richtige Format entzerrt werden.
Das wäre eine Möglichkeit. Aber wenn du auf Scope rauswillst bekommst du von einer DSLR durchaus ein etwas knackigeres Bild als Normal. DSLRs sind weich – alle. Ja da kann man jetzt lange diskutieren aber das Bild ist einfach nicht vergleichbar mit Filmmaterial oder "größeren" Kameras. In aller Regel muss das Bild durch etwas Post erstmal in die Richtung gebracht werden. Ob du 820 Pixel in der Höhe oder 1080 hast macht da schon einen Unterschied – einen nicht allzugroßen, aber einen Unterschied, genauso natürlich der von Marc auch schon angesprochene anamorphe Bokeh Look, und es soll ja Menschen geben die darauf sehr abfahren ;) Hat ja auch was.

Postaufgaben wie Rotoscoping etc sind mit der höheren vertikalen Auflösung auch durchaus angenehmer. Um meinetwegen auf 2k oder HD rauszugehen macht es so oder so immer Sinn von vornherein ein wenig "größer" zu arbeiten (hierbei dann nur vertikal, was durchaus der entscheidendere Faktor ist bei unser subjektiven Wahrnehmung von "Bildschärfe"), plus das Bild wird wie gesagt ein wenig weniger unter den typisches Artefakten einer DSLR oder günstigerer Camcorder leiden. Ob einem der Workflow was bringt, es Wert ist, oder im spezifischen Fall Sinn macht, muss man dann selber entscheiden. Die Frage ist auch, wie oft will man als "durschnittlicher" User überhaupt auf Scope raus.

Marc Herrmann

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8

Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:00

Doch ich habe seinen Beitrag gelesen, darum geht es hier aber gar nicht. Die ursprüngliche Aussage war "um bei einer 6D entsprechend eine höhere Auflösung zu erzielen.". Meine Antwort darauf war das es in der Kamera nicht möglich ist eine höhere Auflösung zu erzielen, da du egal ob du einen anamorphen Adapter vor dein Objektiv schraubst mit max. 1920 x 1080 Pixeln aufnimmst. Wenn du von der Original Footage oben und unten wegschneidest ist es doch klar das du eine geringere Auflösung bekommst?!

Uhl

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:07

Wenn du von der Original Footage oben und unten wegschneidest ist es doch klar das du eine geringere Auflösung bekommst?!
Eben, und was kann man tun um diesen Verlust zu vermeiden? Genau, man filmt anamorph!

Marc Herrmann

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10

Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:10

Es ging aber darum in der Kamera in eine höhere native Auflösung zu bekommen, was nicht möglich ist!

Uhl

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11

Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:18

Nativ in der Kamera nicht, deshalb habe ich ja auch geschrieben

Zitat

Das stimmt so nur halb. Man kann zwar keine zusätzlichen Pixel erzeugen, die es vorher nicht gab, allerdings verliert man nicht die Pixel, die bei dem "croppen" auf Cinemascope einfach verwerfen würde.

Aber das Endprodukt hat definitiv eine höhere Auflösung. 1920x1080 mit anamorphen Pixel hat einfach eine höhere Auflösung als 1920x817 mit quadratischen Pixel!
2 073 600 ist einfach mehr als 1 568 640, tut mir Leid!

Marc Herrmann

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:21

Stimmt ja auch, aber es ging gar nicht um das cropen.

LennO

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13

Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:22

Es ging aber darum in der Kamera in eine höhere native Auflösung zu bekommen, was nicht möglich ist!

Doch, für spezifische Endformate schon. Die Kamera macht natürlich die exakt selbe Auflösung, aber wie gesagt wenn scope das Endformat ist hast du anamorph mehr Pixel in deinem Endbild.
Deine Argumentation kommt jetzt drauf an wie man das Ganze lesen will.

Sagen wir es einfach so: Will man auf Scope raus macht anamorph durchaus aus diversen dargelegten Gründen Sinn, allen vorran gewinnt man vertikale Auflösung, was einer "höheren nativen Auflösung" für das Endformat entspricht. Will man es nicht, macht eine anamorphe Linse sehr wenig Sinn, es sei denn man möchte das entsprechende Bokeh. Dann verliert man allerdings horzizontale Auflösung.

Zu Anfang ging es nicht ums croppen, da hast du auch recht. Aber Uhl hat ja exakt und spezifisch darauf Bezug genommen.
Aber auch was das betrifft: Irgendwie geht man ja auch davon aus, dass jemandem, der nach anamorphen Adaptern fragt, bewusst ist, dass das Ganze nur Sinn macht wenn er auf ein widescreen Format rauswill ;)

Marc Herrmann

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14

Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:28

Das ist alles klar nur leider hier im falschen Thread.

LennO

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:37

Das ist alles klar nur leider hier im falschen Thread.
Also der Eingangspost lautete

"mir wurde in einem Thread ein anamorpher Adapter vorgeschlagen, um bei einer 6D entsprechend eine höhere Auflösung zu erzielen."


Für mich bezieht sich das "entsprechend eine höhere Auflösung zu erzielen" auf "entsprechende dem dadurch produzierten 2:1, o.ä. je nach Adapter, Bild" – sprich Widescreen. Und deshalb wage ich mal zu behaupten das Uhl und ich durchaus richtig argumentieren. Aber warten wir einfach was der Threadersteller dazu sagt. Es kann natürlich sein dass jemandem nicht bewusst ist dass er dadurch nur was gewinnt wenn er auch Breitbild schiesst aber davon gehe ich, wie gesagt, aus, wenn jemand nach Anamorphoten fragt.

Uhl

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Freitag, 26. Juni 2015, 01:09

Stimmt ja auch, aber es ging gar nicht um das cropen.
Wieso denn nicht? Wenn von anamorphen Aufnahmen die Rede ist, ist ja wohl anzunehmen, dass man ein Endergebnis in Cinemascope erzielen will, dafür ist dieses Verfahren nun mal gemacht. Und um normalerweise ein Endergebnis in Cinemascope zu erzielen hat man keine andere Wahl als zu croppen.
Und ich verstehe nicht ganz, warum man das anamorphe 1080 mit dem quadratischen 1080 vergleichen will? Klar sind das die gleichen Auflösungen, aber es gibt eben einen Unterschied zwischen 16:9 und 1:2,35 und wegen diesem Unterschied muss man das anamorphe 1080 mit dem einzigen anderen möglichen Ergebnis vergleichen, dass das selbe Seitenverhältnis hat (1:2,35), und das ist eben 1920x817.
1920x1080 anamorph mit 1920x1080 quadratisch zu vergleichen macht einfach keinen Sinn wenn man wissen will, ob durch dieses Verfahren ein höher Auflösendes gleiches Bild (gleich hoch und gleich breit) erzielt werden kann.

Und im falschen Thread ist das nicht, ich finde der TO sollte schon wissen warum er anamorph filmt. Wenn diese Diskussion hier nicht stattgefunden hätte könnte er jetzt vielleicht glauben er hat doch keinen Auflösungsvorteil dadurch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Uhl« (26. Juni 2015, 01:15)


HerosProductions

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Freitag, 26. Juni 2015, 01:40

Ich möchte mich gar nicht groß an Diskussion beteiligen, aber ich habe selber ein anamorphisches Objektiv und dazu zwei Test-Videos erstellt, vielleicht hilft das ja jemandem weiter. :)


Marc Herrmann

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Freitag, 26. Juni 2015, 15:54

Gut wenn du anamorph zu anamorph mit Linse und ohne Vergleichst dann hast du eine höhere Auflösung, die aber praktisch nichts bringt, da fast alle Endgeräte nicht fähig sind diese darzustellen.

joey23

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Freitag, 26. Juni 2015, 16:06

Genau das ist der Punkt. Erst wenn auch das Endgerät das nicht wieder runterskaliert auf 1920x1080, und damit oben und unten schwarze Streifen anzeigt, und das Bild dann vll noch 816px hoch ist, ist mit dem Adapter tatsächlich beim Betrachter eine höhere Auflösung angekommen.

Für die Nachbearbeitung kann es aber unabhängig davon trotzdem hilfreich sein, mehr Pixel zu haben. Und schließlich ist der Bildeindruck eben auch ein anderer.

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