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OliWe

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1

Samstag, 31. Januar 2015, 20:53

Panasonic Lumix GH4 - Erfahrungsbericht

Hallo liebe Amateurfilm-Gemeinde,


im Sommer 2014 habe ich mir die Panasonic Lumix GH4 gekauft und bin wirklich beeindruckt. Ich habe viel rumprobiert, viel getestet, viel recherchiert und ich habe das Gefühl, ich habe verstanden wie die Videofunktionen der Kamera funktionieren.
Deswegen wollte ich euch meine Erkenntnisse mitteilen und probieren so tief wie möglich in die Materie einzugehen.




Was zeichnet diese Kamera aus?
Wie wohl jedem bekannt sein dürfte; Sie kann 4K intern aufnehmen.
Ich muss ehrlich sagen, dass war nicht der ausschlaggebende Punkt, warum ich sie mir gekauft habe. Ich bin stets nicht von der Ausgabe-Auflösung von 4K nicht überzeugt. Einfach auch, weil ich keine Wiedergabegeräte habe. Das interne 4K ist dennoch genial!
Machen wir mal ein wenig Mathematik. Wir nehmen mit der GH4 ein internes 4K 4:2:0 8-Bit Signal auf.
4K beinhaltet 4x mal so viele Informationen, wie ein FullHD Signal. Wenn man das 4K Signal also runterkonvertiert, hat man theoretisch ein FullHD 4:4:4 10-Bit Signal.
Ich habe das Thema, mir einen externen Recorder zuzulegen, komplett abgehakt.

Wer gerade nichts verstanden habe, dem lege ich den Wikipedia Artikel zur "Farbunterabtastung" (engl.: Chroma-Subsampling) ans Herz.

Die SlowMotion-Funktion ist zwar sehr nützlich, allerdings muss einem bei dem Nutzen davon bewusst sein, dass man die Clips in der Nachbearbeitung keineswegs so treten und ziehen kann, wie man es mit den 4K Clips kann.



Das MFT-Format ist genial!
Die GH4 hat einen MicroFourThirds-Anschluss und Sensor. Das hat ein paar Beeinträchtigungen; Ein Weitwinkliges Objektiv zu finden ist schwer. Tiefenunschärfe ist wesentlich geringer. Lichtempfindlichkeit ist geringer.
Ich habe mir einen EF-MFT Speedbooster von Metabones dazu gekauft. Damit werden fast alle der eben genannten Probleme eleminiert. Ich habe mein 18-55mm EFS Objektiv ein wenig behandelt, sodass es auf den Speedbooster passt und ich war beeindruck, wie viel eine Blende ausmachen. Mit dem Adapter ist man ebenfalls fast genau so WW wie auf einer APS-C Kamera.
Aber was ist nun mit der Tiefenunschärfe. Zu Beginn meiner Beziehung mit den DSLR-Kamera, war die Tiefenschärfe genial. Die Bilder sahen direkt besser aus. Mit der Zeit habe ich allerdings 2 Sachen bemerkt. In Kinofilmen, wird die Tiefenunschärfe selten so krass genutzt, wie es von den meisten DSLR-Filmern getan wird. Zweitens ist mir aufgefallen, dass die Tiefenunschärfe ein einfaches Mittel ist um Bilder gut aussehen zu lassen. Als anstrebender Kameramann reicht mir das natürlich nicht aus.

Für kleine Nerds ist es außerdem noch sehr spaßig, sich auf eBay "C-Mount" Objektive o.ä. für wenig Geld zu ersteigern und dann mit solchen Objektiven rumzuspielen :D
Das funktioniert beim MFT-Format so gut, das es ein sehr geringes Auflagemaß hat (Der Abstand zwischen Objektiv und Sensor) - Man kann diesen also einfach vergrößern.






Jetzt möchte ich ein wenig mehr ins Detail gehen. Das ist wahrscheinlich nur für die Leute interessant, die eine GH4 besitzen oder vorhaben sich eine zu kaufen.

Dynamic Range (Kontrastumfang)
Auf den ersten Blick scheint die GH4 einen wirklich beeindruckenden Kontrastumfang zu haben. Man kann in den Bildstilmodus "Cinelike-D" (Dynamik) wechseln und hat ein ziemlich flaches Bild. Es gibt sogar Funktionen wie iDynamik, die die Dynamik noch weiter vergrößern sollen.
Dieser Dynamikumfang ist eher erstunken und erlogen als wirklich vorhanden. Ich weiß nicht genau, wie es funktioniert, allerdings wird in den Helligkeitsbereichen von 0-20% und von 80-100% recht viel getrickst. Die Informationen die man in diesen Bereichen hat, sind nicht sonderlich stabil.
Schaut euch dafür am besten mal dieses Video an:


 Hier klicken für weitere Informationen
Shian, der Videoautor von "Expose in the Zone", hat beispielsweise seine RED verkauft, weil er der Ansicht ist, das er vergleichbar gute Bilder aus der GH4 (ohne externen Recorder) bekommt. Falls RAW von nöten sei, leiht er sich eine RED.

Ich habe zu dem "Expose in the Zone" ein paar Tests gemacht und ich war wirklich beeindruckt!
Andere Testberichte der GH4 haben empfohlen nur in den nötigsten Fällen den ISO höher als 800 zu setzen.
Natürlich kann man die Low-Light Fähigkeit der GH4 keineswegs mit einer A7s vergleichen. Ich habe aber bemerkt, dass man, um das Bild in "the Zone" zu bekommen, sich nicht scheuen muss, den ISO dafür ein wenig höher zu drehen.

Ich habe hier den ISO auf 4000 gehabt. Natürlich ist es ein wenig matschig, aber ich denke, mit ein wenig Rauschentfernung, kann man das durchaus verwenden!

Das Video wurde in Cinelike-D gefilmt. Ich bevorzuge nun allerdings Cinelike-V

Wer noch mehr Informationen zu dem "Expose in the Zone"-Thema hat (ist ja nicht nur für GH4-Nutzer Interessant) kann sich hier mal ein wenig reinlesen! Shian erklärt wirklich sehr viel!
http://www.personal-view.com/talks/discu…for-grading./p1


Was sind also die "perfekten" Videoeinstellungen für die GH4:
Ich denke, man muss einen guten Mittelweg zwischen Dynamik und Informationen suchen.

Meine Einstellungen sind:
Cinelike-V
Kontrast: -5
Schärfe: -2
NR: -5
Sättigung: -2
Farbton: 0

Helligkeitsverteilung: +2/-2
iDynamik: OFF
iAuflösung: OFF
Schwarzpegel: 0
Luminanzbereich: 0-255

Cinelike-V scheint auf mich einen akkurateren Umgang mit Farben zu haben.



Wer mehr in Bezug auf die besten Video Einstellungen wissen möchte, dem Empfehle ich dieses Video:







Ich bin wirklich verliebt in diese Kamera. Für ihren Preis und die Möglichkeiten die sie einem bietet: unschlagbar.

Was sind eure Video-Einstellungen? Welche Erfahrungen habt ihr mit der GH4 gemacht?

"Eine Differenzierung zwischen Sound Effekten, Musik und Dialog ist Falsch. Es gibt nur eine Tonspur! Das zählt"

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Senner, Danielleinad

G&M Media-Design

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2

Samstag, 31. Januar 2015, 22:03

Seeehr gut :D
Ich hab zwar noch keine Erfahrungen damit gesammelt, aber ich werde mir die denk ich in Kürze selbst zulegen.

Danielleinad

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Donnerstag, 26. März 2015, 00:56

Ist es empfehlenswert, an die Kamera einen Adapter anzubringen, an dem man auch Objektive mit Canon-Bajonett anbringen kann wegen der teuren Preise von Panasonic Objektiven?

Clueddo

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Donnerstag, 26. März 2015, 03:33

Mit der Zeit habe ich allerdings 2 Sachen bemerkt. In Kinofilmen, wird die Tiefenunschärfe selten so krass genutzt, wie es von den meisten DSLR-Filmern getan wird. Zweitens ist mir aufgefallen, dass die Tiefenunschärfe ein einfaches Mittel ist um Bilder gut aussehen zu lassen. Als anstrebender Kameramann reicht mir das natürlich nicht aus.


Geiler Typ!!! :thumbsup:

Da Sting

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Donnerstag, 26. März 2015, 07:28

Ist es empfehlenswert, an die Kamera einen Adapter anzubringen, an dem man auch Objektive mit Canon-Bajonett anbringen kann wegen der teuren Preise von Panasonic Objektiven?

Nicht aus diesem Grund, aber ja. An die GH4 passen MFT-Linsen, nicht nur die von Panasonic. Per Adapter passt wegen des kurzen Auflagemaßes so ziemlich alles andere. Am meisten Sinn macht der Speedbooster.
LG, DS

Danielleinad

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Donnerstag, 26. März 2015, 20:07

Aus Kostengründen und Anforderungen kann ich mir weder ein MFT-Objektiv noch ein Speedboster leisten. Gibt es einen anderen Adapter, den man mir an einer GH4 leisten kann? Bringt der Adapter irgendwelche Nachteile? Wegen der Brennweite z.B.? Ich liebäugle die GH4 mit dem Tamron 18-200 zu verwenden und würde vielleicht den Adapter kaufen: http://www.amazon.de/Canon-Adapter-Micro…c+canon+adapter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Danielleinad« (26. März 2015, 20:52)


OliWe

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Freitag, 27. März 2015, 02:49

Also ich habe einen Metabones Speedbooster und habe mein Canon EOS 18-55mm Kit Objektiv ein wenig gemoddet, sodass es angeschlossen werden kann. Ich bin mit dem Objektiv so super zufrieden fürs erste. Ich spare zwar eines mit einer Konstanten Blende, aber ein 18-55 mit ner offenblende bei 18mm von 2,5 ist ansehnlich :)
Kit Objektive kriegt man auf Ebay hinterher geschmissen


Gruß, Oli!

"Eine Differenzierung zwischen Sound Effekten, Musik und Dialog ist Falsch. Es gibt nur eine Tonspur! Das zählt"

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