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Bryan

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1

Sonntag, 22. Juni 2014, 12:22

Camcorder oder DSLR für kurzfilme

Hallo,

ich mache seit einigen Jahren Filme für verschiedene Filmwettbewerbe. Mir ist aufgefallen, dass fast alle Teilnehmer eine Spiegelreflexkamera für ihre Filme verwenden. Wir benutzen die "Panasonic hc-x909". Haben die Spiegelreflexkameras ein besseres Bild oder warum benutzen die meisten sie für ihre Filme eine?
Ich habe gestern ein gutes Angebot für die Canon Eos 700D gefunden. Lohnt es sich diese zu kaufen, wenn ich die Kamera fast ausschließlich für Video aufnahmen benutze?

7River

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2

Sonntag, 22. Juni 2014, 12:43

Das Filmchen fand ich ganz gut gemacht:



Der Film stammt übrigens von diesem User hier: http://www.amateurfilm-forum.de/user/11445-jackyjake/

ToXic pictures

TeeTrinker

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3

Sonntag, 22. Juni 2014, 13:30

DSLR oder Camcorder...

... also der Kollege im Video spricht ja schon einige Dinge an, die ganz klar für die DSLR sprechen, er verschweigt aber leider auch ein paar wesentliche Nachteile der Spiegelreflexen.

Um es auf einen Punkt zu bringen - wer einen filmischen / cineastischen Look haben will und sich keine Profikameras leisten kann, der bekommt mit der Spiegelreflex ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis - aber Achtung... auch nicht mit jeder DSLR!!!

Die DSLR's haben (wie im Video angesprochen) sehr große Sensoren. Die Folge ist, dass man idR. mit ihnen sehr lichtempfindliche Kameras hat, man kann die Tiefenschärfe als Gestaltungsmittel nutzen, die Sensoren sind bei den meisten DSLR's bis zu einer Empfindlichkeit von etwa 800ASA sehr rauscharm. Weitere klare Vorteile - ich habe die Möglichkeit mit Wechselobjektiven zu arbeiten, wobei da aber schon wieder der Teufel im Detail steckt - einfach deswegen, weil gute Objektive meist teurer sind als die Kamera selbst.
Den Vorteil der vielen Einstellungsmöglichkeiten an der DSLR würde ich nur bedingt zählen, weil ich das bei den halbwegs vernünftigen Camcordern auch habe. Klar ist, ich kann eine Empfindlichkeit (ISO) einstellen. Blende und manuelle Schärfe hängt dann bereits vom Objektiv ab, leider haben viele günstige Optiken keine Blendenringe mehr. Belichtungszeit / Shutter ist bei den meisten DSLR's quatsch, du kannst höchstens zwischen Aufnahmevorlagen wählen.
Die Nachteile der DSLR... es sind und bleiben erstmal Fotoapparate. Das geht los mit dem Handling. Ein Camcorder ist für das Filmen ausgewogen, eine DSLR soll aber bitteschön Hoch- und Querformat können und das kann beim Drehen sehr lästig sein. Das heißt da geht es schon los, dass man also mindestens ein Stativ oder Schulterrig braucht. Nächstes Problem - es gibt (so gut wie) keine DSLR, die ein vernünftiges Videosignal liefert. Alle mir bekannten DSLR's komprimieren intern das Signal so schlecht, dass man am Ende keine brauchbaren Daten rausliest. Das heißt im Prinzip, dass man immer mit einem externen Recorder den Sensor auslesen müsste. Da braucht man dann aber wieder eine DSLR, die einen cleanen Videoausgang hat. Das Tonproblem wurde ja auch schon angesprochen, aber das sehe ich weniger kritisch, weil das beim szenischen arbeiten eigentlich Standart ist den Ton extern mitzunehmen.

Nur noch zu der Frage: Warum gibt es immer noch Camcorder...
Also mal davon abgesehen, dass es immer noch Leute gibt und immer geben wird, die so ein Ding mit in den Urlaub nehmen um Tante Erna am Strand aufzunehmen und das wars ... Camcorder bringen, wenn man es ersthaft betrachtet, einen sehr aufwendigen Workflow mit sich und das macht sie für gewisse Zwecke unbrauchbar. Außerdem gibt es auch sehr gute Camcorder - ich erinnere nur mal an die Kameras, die so in den Fernsehanstalten verwendet werden - und letztendlich sind einige Kameras die fürs Kino produzieren auch Camcorder.

Fazit meinerseits... Ich empfehle ganz klar die DSLR, wenn man sich über die Pro's und Con's im klaren ist und wenn man auch einen Überblick hat, welche DSLR was kann, denn da gibt es sehr große Unterschiede.

http://video-dslr.slashcam.de

Der Link führt zu einer Site, wo man verschiedene DSLR's vergleichen kann... sehr hilfreich!!!

Jackyjake

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4

Sonntag, 22. Juni 2014, 21:51

Da mein Video schon oben verlinkt wurde und Toxic so gut wie alles schon gesagt hat ergänze ich das Fazit von ihm noch einmal:

Da du offensichtlich szenisch drehen willst (Bei der Verwendung des Wortes Kurzfilm gehe ich einfach mal davon aus) kann ich klar eine DSLR empfehlen. Im Low-Budget Bereich sind diese Dinger im Vergleich zu Camcordern unschlagbar. Wenn du dort kreativ so wenig wie möglich eingeschränkt werden willst bist du mit deinem Geld bei den Fotoapparaten besser beraten.

Alle mir bekannten DSLR's komprimieren intern das Signal so schlecht, dass man am Ende keine brauchbaren Daten rausliest.
Keine brauchbaren ist übertrieben. Vielleicht nicht für eine Kinoleinwand.

Nur noch zu der Frage: Warum gibt es immer noch Camcorder...
Also mal davon abgesehen, dass es immer noch Leute gibt und immer geben wird, die so ein Ding mit in den Urlaub nehmen um Tante Erna am Strand aufzunehmen und das wars
Zu Zeiten von Smartphones eher weniger relevant
Camcorder bringen, wenn man es ersthaft betrachtet, einen sehr aufwendigen Workflow mit sich und das macht sie für gewisse Zwecke unbrauchbar.
Ich glaube du meinst DSLR's

Außerdem gibt es auch sehr gute Camcorder - ich erinnere nur mal an die Kameras, die so in den Fernsehanstalten verwendet werden
Jap, das stimmt, ich habe nicht wirklich zwischen Profi- und Amateurausrüstung differenziert :)

lg jackyjake

ToXic pictures

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5

Montag, 23. Juni 2014, 12:04

Alle mir bekannten DSLR's komprimieren intern das Signal so schlecht, dass man am Ende keine brauchbaren Daten rausliest.
Keine brauchbaren ist übertrieben. Vielleicht nicht für eine Kinoleinwand.

Jo... genau das meinte ich... Für das Internet oder einen TV-Bildschirm kann man damit getrost leben. Und wie gesagt, es gibt ja immer noch die Chance mit externen Recordern was zu machen und da sind die Teile super!
Nur noch zu der Frage: Warum gibt es immer noch Camcorder...
Also mal davon abgesehen, dass es immer noch Leute gibt und immer geben wird, die so ein Ding mit in den Urlaub nehmen um Tante Erna am Strand aufzunehmen und das wars
Zu Zeiten von Smartphones eher weniger relevant

;-) denk doch mal an die älteren Herrschaften... Glaub sowas Ü60 / Ü70 greift da schon noch drauf zurück ;-)
Außerdem gibt es auch sehr gute Camcorder - ich erinnere nur mal an die Kameras, die so in den Fernsehanstalten verwendet werden
Jap, das stimmt, ich habe nicht wirklich zwischen Profi- und Amateurausrüstung differenziert :)


Jo, das macht aber einen Himmelweiten Unterschied, wo man dann auch auf jeden Fall versteht, warum es eben KEINE DSLR ist. Letztendlich sind die großen digitalen Kinokameras (Alexa, RED Epic / One, die neue Amira, die neue Blackmagic - die alten sind nicht mein Fall, mit denen würde ich nicht arbeiten, die Sony F55) ja zum Großteil auch Camcorder im wortwörtlichen Sinne. Aber bei denen ist ein Vergleich ja unsinnig, interessanter ist es dann bei den kleineren Camcordern, die eben vor allem für den Dok-Film sehr gut sind, zT. aber auch szenisch Interessant werden können, wenn man da ein paar Tricks und Kniffe kennt. Auch um da mal ein paar Modelle zu nennen - ausgenommen die EB-Kameras - sowas wie JVC GY-HM790E, Sony PMW 200 / PMW 300, Sony PMW EX3 / EX1, Sony FS700 usw. Da gibt es schon gute Gründe bei den guten semi- / professionellen Camcordern einen Camcorder zu nehmen und keine DSLR.
Aber wie gesagt, hier spielt ja dann auch der Einsatzzweck und der Geldbeutel eine gewisse Rolle und da ist die DSLR schon klar im Vorteil.
Camcorder bringen, wenn man es ersthaft betrachtet, einen sehr aufwendigen Workflow mit sich und das macht sie für gewisse Zwecke unbrauchbar.
Ich glaube du meinst DSLR's


Danke! Ja natürlich hast du Recht, ich meine die DSLR!!!


Eines ist mir noch eingefallen, was man erwähnen sollte. Jede Kamera, die einen S-35 / 35er Sensor oder etwas kleiner hat - und bei den DSLR's sprechen wir ja von größeren Sensoren als S-35..., kühlt den Sensor, weil der wird sehr heiß... Das macht die DSLR nicht. Also besteht evtl. die Gefahr, dass der Sensor mal aussteigt, weil er überhitzt. Mir ist das noch nie passiert, weder mit der DSLR ungekühlt, noch mit der RED gekühlt, aber die Teile werden schon warm.

:-)

Verwendete Tags

Camcorder, canon eos 700d, DSLR, Kurzfilm

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