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Lord Denn

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1

Montag, 31. Oktober 2011, 14:59

Gibt es das Allrounderobjektiv für DSLRs? Rechtfertigt sich ein extrem teures Teleobjektiv?

Hallo zusammen,

Ich stehe momentan vor der schwierigen Aufgabe, herauszufinden, ob sich ein sehr teures Teleobjektiv von Canon in der Anschaffung gegenüber einem günstigen Canon-Objektiv wirklich lohnt.

Das günstige ist das Canon EF-S 55-250mm 4,0-5,6 IS II
http://www.amazon.de/Canon-EF-S-55-250mm…19791045&sr=8-1

Das teure ist das Canon EF 28-300mm/1:3,5-5,6 L IS USM
http://www.amazon.de/Canon-EF-28-300mm-F…19808247&sr=1-4


Wir brauchen ein Objektiv für den flexiblen Gebrauch, sprich vor allem für Berichterstattung, Messen, Events, Schnittbilder und Interviews.
Wir würden damit auch Einstellungen für Imagefilme aufnehmen, diese stehen aber nicht primär im Vordergrund.
Hierfür wäre ich gerne nicht darauf angewiesen, ständig Objektive für unterschiedliche Bereiche auszuwechseln, sondern mit ein und demselben Objektiv eine Menge Situationen anzudecken.

Kann man also sagen, dass bei dieser Preisklasse, das eine Objektiv annähernd den Einsatz von mehreren unterschiedlichen Objektiven niedrigerer Preisklasse überflüssig machen kann?

Mir ist bewusst, dass diese Objektive keine besonders großen Weitwinkel sind und wahrscheinlich auch nicht für besonders lichtschwache Situationen in der Nacht von Vorteil sind, aber irgendwie muss dieser doch erhebliche Preisunterschied ja auch zu rechtfertigen sein.

Ich schätze mal das teurere Objektiv ist vor allem robuster, schärfer, kontraststärker, hat sattere Farben und ein insgesamt qualitativeres Bild. Aber macht sich das für den Ottonormalzuschauer da draußen überhaupt bemerkbar? Zu den eingebauten Bildstabilisatoren kann ich nicht viel sagen, kennt sich da einer mit aus?
Zudem möchten wir mit dem Objektiv hauptsächlich Videos machen und nur zusätzliche Fotos. Spielt das Objektiv seine Vorteile also eher für Fotografen aus?

Liebe Grüße
Lord Denn

hjkoenig

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Montag, 31. Oktober 2011, 16:29

Hallo,
ein erheblicher Teil des Preisunterschieds geht auf das Konto Brennweitenbereich. Wenn vom größeren Weitwinkel- bis in den stärkeren Telebereich die gleiche Abbildungsqualität wie bei dem "kleineren" Objektiv erreicht werden soll, muss der Hersteller deutlich mehr und deutlich teureren Aufwand treiben (vor allem, wenn dann auch noch die Anfangsöffnung etwas größer ist). Das wird sich auch im Ergebnis bemerkbar machen (geringere Abbildungsfehler im Weitwinkelbereich, besseres Kontrastverhalten in der Teleieinstellung z.B.).

Wenn man es sich leisten kann, sollten die einzelnen Stufen der Bildverarbeitung von guter Qualtität sein, denn bis die Aufnahmen vorführfertig sind, gibt es auf jeder Stufe ein gewisses Maß an Qualitätsverlusten. Was aber das Objektiv gar nicht erst abliefert, kann auch die Bildverarbeitung in der Kamera oder im Computer nicht verbessern.

Je nach wirksamer Diagonale des Bildsensors ("Voll"format oder aber kleiner) kommt man bei den beschriebenen Aufgaben wohl trotzdem um einen zusätzlichen Weitwinkelzoom nicht herum. Aber das ist natürlich eine andere Entscheidung.
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

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Lord Denn

alconamediastudios

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Montag, 31. Oktober 2011, 20:29

also es kommt darauf an was du willst...
wenn du schnell und flexibel sein willst(messen,events..) und es dafür in kauf nimmst das du eine etwas schlechtere qualität hast und dein objektiv nicht besonders lichtstark ist,dann nimm das teurere.
wenn du platz hast, nicht extrem spontan sein musst, dann würde ich dir eher empfehlen mehrere festbrennweiten zukaufen,die deutlich lichtstärker sind und eine bessere abbildungsleistung haben

Blubberfisch

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4

Dienstag, 1. November 2011, 09:32

Warum in diesem Fall denn kein normaler Camcorder? Interviews, Messe, Event, das sind eigentlich genau die einsatzgebiete, für die eine DSLR nicht so geeignet ist.
Ansonsten gilt generell, dass bei Video andere Kriterien gelten, als bei Foto. Gerade dir L-Objektive erreichen durch ihre Vergütung eine extrem hohe Schärfe. Die kannst du dir als Filmer aber an den Hut stecken, bei der mickrigen HD-Auflösung. Sowas wie Farbtreue und Kontras sind natürlich schon wichtiger. meine Empfehlung: Die DSLR-Klassiker. Tamron 17 bis 55 und Sigma 50 bis 150. Beide lichtstark und bezahlbar.

CaaOss.TV

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5

Dienstag, 1. November 2011, 10:01

In der Fotowelt bezeichnet man beide gerne als "Suppenhühner" in Anlehnung an Superzoom (Supertelezoom).

Die Welt des Films tickt anders und dort haben solche Objektive eine größere Berechtigung, welches Du Dir zulegst hängt vom Einsatzzweck und Geldbeutel ab, optisch sind beide nicht so dolle, das mit dem kleinerem Zoombereich aber trotzdem schon aus physikalischen Gründen in manchen Brennweitenbereichen besser, aber das ist nicht das einzige Kriterium, weil beim Filmen einiges nun mal in Echtzeit ablaufen muss.

Lord Denn

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6

Dienstag, 1. November 2011, 10:21

Es geht uns wirklich darum, ob wir dieses teure Objektiv kaufen können, um damit alles qualitativ abzudecken oder ob sich das dann doch eher rentiert mehrere Objektive mit geringeren Brennweitumfang zu nehmen.

@Blubberfisch
Warum eine DSLR und kein Camcorder für die Events? Wir haben auch andere Kameras im Einsatz, die 7D nutzen wir, um dem ganzen mehr "Glanz" zu verleihen. Da wir gerne auch mal trockenere Themen behandeln müssen, sind wir auf eine umso schönere und interessantere Darstellung angewiesen. Nicht umsonst suchen wir uns Schnittmaterial dazu, was dann gerne auch mal ein wenig cinematischer daher kommen darf.
Mit unseren anderen Kameras hast du einfach nicht die Tiefenunschärfe oder Details. Wenn du da eine günstigere Alternativkamera unter 3000 Euro empfehlen kannst, dann nur raus damit.

Ich vermute dann mal, dass es sich wegen den Kleinigkeiten wirklich nicht lohnt ein dermaßen teures Objektiv zu kaufen, wenn man damit dann doch nicht alles abdecken kann.

Danke für die Meinungen.
Lord Denn

CaaOss.TV

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7

Dienstag, 1. November 2011, 10:53

Es geht uns wirklich darum, ob wir dieses teure Objektiv kaufen können, um damit alles qualitativ abzudecken oder ob sich das dann doch eher rentiert mehrere Objektive mit geringeren Brennweitumfang zu nehmen.


Wenn es um Fotos ginge für die man Zeit für Objektivwechsel hat auf jeden Fall mehrere Objektive, für das Filmen stellt sich halt die Frage, ob man den kompletten Brennweitenbereich ohne Objektivwechsel benötigt, sei es aus Zeitgründen oder weil man ihn für Zooms ausnutzen möchte.

joey23

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Dienstag, 1. November 2011, 15:11

Das erste Objektiv wird dir optisch vermutlich fürs Filmen reichen. Das Problem an dem Objektiv wird eher der Fokusring sein, der einfach nicht zum manuellen fokussieren taugt. Er ist klapprig, ungedämpft, und der Weg von Nah bis Fern ist sehr kurz. Wer so ein Objektiv kauft, fokussiert in der Regel wohl eh automatisch, oder hat genug Zeit, um mit dem kurzen Weg den Punkt genau zu treffen. Bei den L-Objektiven ist der Fokusweg deutlich weiter, der Ring ist gedämpft, läuft schön sanft und gleichmäßig von Nah bis Fern.

Ich würde mir wohl eher das 70-200 2.8 und das 24-70 2.8 kaufen, um über den ganzen Brennweitenbereich die gleiche Blende nutzen zu können. 3,5 - 5,6 wäre mir gerade für den Eventbereich zu Lichtschwach.

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