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Mittwoch, 30. März 2011, 09:13

Außerdem wurde beispielsweise eine Folge der großen TV-Serie House auf der 5D gedreht.

Ist das jetzt wirklich so ein Qualitätsmerkmal?

Ich habe eine 550D, weil ich einen Kompromiss zwischen Fotoapparat und Camcorder gesucht habe, und weil die 550D preislich am besten war und Gimmicks wie wählbare fps-Raten erlaubt. Ich habe damals auch mit einer GH1 und einer NEX5 geliebäugelt. Für mich als Privatperson mag das alles in Ordnung sein. Ich hatte vorher einen alten Digital8-Camcorder, der für meine Zwecke eine gute Bildqualität bot. Inzwischen sind 1920x1080 das aktuelle Ende der (bezahlbaren) Fahnenstange im Heimvideobereich. Ich habe nicht den Wunsch, meine alten PAL-Videos künstlich hochzurechnen. Die bleiben wie sie sind, und ich bin zufrieden damit. Und neues Material entsteht mit der Canon.
In ein oder zwei Jahren rüste ich möglicherweise wieder auf den dann aktuellen Stand der Technik. Das mag immer noch Full HD sein. Aber dann sprechen wir vielleicht über Sensoren und Chips, die Bildraten von 120fps oder mehr erlauben. Oder vielleicht hat sich dann tatsächlich das 4K-Format im Heimbereich durchgesetzt.


Aber im professionellen Umfeld halte ich vom angesprochenen Mischmasch nicht viel, gerade bei TV-Serien wie HOUSE. Es klingt zwar toll, wenn man liest, dass eine professionelle TV-Serie (bzw. eine Episode oder Teile von ihr) mit einer Kamera gedreht wurde, die im Prinzip jeder im nächsten Elektromarkt kaufen kann. Aber schau dir den Vorteil von Serien an, die noch auf 35mm gedreht werden. Das kannst du mit 4K oder gar 8K scannen. Du erhältst also Material, das noch höher auflöst als Full HD. Teile der gleichen TV-Show bzw. Teile der selben Episode sind also technisch betrachtet qualitativ besser als andere. Die Episode wird also immer bei max. 1920x1080 bleiben. Oder du brauchst einen guten Scaler, der u.U. sogar Einzelbild für Einzelbild hochrechnen muss.


Für einen Privatmann mag das nicht relevant sein. Für abgeschlossene Projekte (Doku, Filme, usw.) auch nicht. Aber für eine TV-Show, die noch produziert wird und die in der Zukunft vielleicht sogar in einem möglichen Nachfolgeformat der Blu-Ray wiederveröffentlicht wird, spielt das schon eine Rolle. Entweder das Studio verzichtet auf die mögliche Geldquelle :whistling:, oder man nimmt die geringere Auflösung bei Serienteilen in Kauf... oder man hat die bewussten Szenen zusätzlich und zur Sicherheit auch noch mal mit der herkömmlichen Ausrüstung gedreht.

Kalle

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22

Mittwoch, 30. März 2011, 09:54

Außerdem wurde beispielsweise eine Folge der großen TV-Serie House auf der 5D gedreht.

Ist das jetzt wirklich so ein Qualitätsmerkmal?

Ich habe eine 550D, weil ich einen Kompromiss zwischen Fotoapparat und Camcorder gesucht habe, und weil die 550D preislich am besten war und Gimmicks wie wählbare fps-Raten erlaubt. Ich habe damals auch mit einer GH1 und einer NEX5 geliebäugelt. Für mich als Privatperson mag das alles in Ordnung sein. Ich hatte vorher einen alten Digital8-Camcorder, der für meine Zwecke eine gute Bildqualität bot. Inzwischen sind 1920x1080 das aktuelle Ende der (bezahlbaren) Fahnenstange im Heimvideobereich. Ich habe nicht den Wunsch, meine alten PAL-Videos künstlich hochzurechnen. Die bleiben wie sie sind, und ich bin zufrieden damit. Und neues Material entsteht mit der Canon.
In ein oder zwei Jahren rüste ich möglicherweise wieder auf den dann aktuellen Stand der Technik. Das mag immer noch Full HD sein. Aber dann sprechen wir vielleicht über Sensoren und Chips, die Bildraten von 120fps oder mehr erlauben. Oder vielleicht hat sich dann tatsächlich das 4K-Format im Heimbereich durchgesetzt.


Aber im professionellen Umfeld halte ich vom angesprochenen Mischmasch nicht viel, gerade bei TV-Serien wie HOUSE. Es klingt zwar toll, wenn man liest, dass eine professionelle TV-Serie (bzw. eine Episode oder Teile von ihr) mit einer Kamera gedreht wurde, die im Prinzip jeder im nächsten Elektromarkt kaufen kann. Aber schau dir den Vorteil von Serien an, die noch auf 35mm gedreht werden. Das kannst du mit 4K oder gar 8K scannen. Du erhältst also Material, das noch höher auflöst als Full HD. Teile der gleichen TV-Show bzw. Teile der selben Episode sind also technisch betrachtet qualitativ besser als andere. Die Episode wird also immer bei max. 1920x1080 bleiben. Oder du brauchst einen guten Scaler, der u.U. sogar Einzelbild für Einzelbild hochrechnen muss.


Für einen Privatmann mag das nicht relevant sein. Für abgeschlossene Projekte (Doku, Filme, usw.) auch nicht. Aber für eine TV-Show, die noch produziert wird und die in der Zukunft vielleicht sogar in einem möglichen Nachfolgeformat der Blu-Ray wiederveröffentlicht wird, spielt das schon eine Rolle. Entweder das Studio verzichtet auf die mögliche Geldquelle :whistling:, oder man nimmt die geringere Auflösung bei Serienteilen in Kauf... oder man hat die bewussten Szenen zusätzlich und zur Sicherheit auch noch mal mit der herkömmlichen Ausrüstung gedreht.

Ob die Unterschiede im TV erkennbar sind, ist die Frage. Die Auflösung der modernern Bildschirme beträgt 1920x1080, also 2K. "Unsere" Kameras schaffen ebenfalls 2K. Wie gesendet wird, ist wieder eine andere Frage. Soweit ich weiß meistens in 1280x720. Da bleibt von den vermeintlich erkennbaren Unterschieden nicht mehr viel übrig.
Im Kino sieht es sicherlich anders aus: Da machen sich die immer noch hervorragenden Eigenschaften von 35mm-Film bemerkbar,(dessen Auflösung wird allgemein als ca. 4K eingestuft), bzw., da kann man diese Feinheiten überhaupt darstellen.(Könnte man, sofern überhaupt noch 35mm verwendet wird).
Bei einer TV-Produktion, wie Dr.House dürfte es nicht weiter auffallen, ob das nun 2K ist,(7D), oder 4K,(RED oder 35mm).
Wo mir übrigens die Bildqualität immer als ausgezeichnet ins Auge sticht sind diese Folgen von "Inspector Barnaby". Würde mich interessieren, womit die gedreht sind. Da stimmt alles: Beleuchtung, Kamera, Bildgüte usw. Die Jungs haben es drauf.

HareMadeFilms

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23

Mittwoch, 30. März 2011, 13:44

@ Borgory: Wenn Dein Kartenleser die schnelle SD-Karte nicht erkennt, heißt das nicht, dass Du den "Hack" nicht aufspielen kannst. Du kannst doch die Karte auch, wenn Du die Kamera per USB an den Rechner anschließt, mit Daten bespielen wie jeden anderen USB-Datenträger. Der Hack wird dann nach dem nächsten Ein- und Ausschalten aktiv, dabei sollte es egal sein, auf welche Weise er auf die Karte aufgespielt wurde.

@MacMave: Danke für den Tip und die Links hinsichtlich der "flachen" Aufnahme. Davon hatte ich bisher noch nie gehört.

Borgory

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24

Mittwoch, 30. März 2011, 13:53

Du kannst doch die Karte auch, wenn Du die Kamera per USB an den Rechner anschließt, mit Daten bespielen wie jeden anderen USB-Datenträger. Der Hack wird dann nach dem nächsten Ein- und Ausschalten aktiv, dabei sollte es egal sein, auf welche Weise er auf die Karte aufgespielt wurde.



Das habe ich auch schon versucht aber wenn ich etwas draufziehen möchte kommt immer dieses Stop-Zeichen^^ Mach ich da etwas falsch?

H_P

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25

Mittwoch, 30. März 2011, 16:43

Bei einer TV-Produktion, wie Dr.House dürfte es nicht weiter auffallen, ob das nun 2K ist,(7D), oder 4K,(RED oder 35mm).
Seit wann kann die 7d 2k ? 2k ist doch nicht gleich Full HD oder lieg ich da falsch?

Kalle

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26

Mittwoch, 30. März 2011, 17:16

Bei einer TV-Produktion, wie Dr.House dürfte es nicht weiter auffallen, ob das nun 2K ist,(7D), oder 4K,(RED oder 35mm).
Seit wann kann die 7d 2k ? 2k ist doch nicht gleich Full HD oder lieg ich da falsch?

Ich dachte immer 1920x1080=2073600 Bildpunkte, also 2K. Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?

Thom 98

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27

Mittwoch, 30. März 2011, 17:32

Soweit ich weiß beziehen sich die 2k i.d.R. auf die 2048 Pixel in der Breite (und dann je nach Bildformat 1152 oder 872 in der Höhe). 4k hat dann 4096 in der Breite, da k=kilo=Tausend.

joey23

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28

Mittwoch, 30. März 2011, 18:55

Zitat

Ist das jetzt wirklich so ein Qualitätsmerkmal?


Qualitätsmerkmal vll nicht unbedingt, aber es beweist, dass mit diesen Kameras professionelles Arbeiten möglich ist, und das man Probleme wie AA, PixelShift und Rolling Shutter in den Griff bekommen kann, wenn man weiß was man tut und die Macken der Kameras kennt. Der Hauptgrund bei Dr. House auf die 5D zu setzen (bzw auf mehrere gleichzeitig) war die Größe. Die entsprechende Folge spielt fast vollständig unter/in einem eingestürzten Haus. Viel Platz für Kameramann & Assi und große ARRI oder ähnliches war da nicht.

Zitat

Im Kino sieht es sicherlich anders aus: Da machen sich die immer noch hervorragenden Eigenschaften von 35mm-Film bemerkbar,(dessen Auflösung wird allgemein als ca. 4K eingestuft), bzw., da kann man diese Feinheiten überhaupt darstellen.(Könnte man, sofern überhaupt noch 35mm verwendet wird).


Wobei man nicht vergessen darf, das 90% der Filme eh nur in 2K abgetastet werden. Nur wenn viel Effektspielerei bvenötigt wird, wird höher abgetastet. Die Kopien die wir hier im Cinemaxx oder ähnlichen Kinos bekommen sind oft so runtergenudelt, dass das kaum noch 720p sind. Der Unterschied fällt dann deutlich auf, wenn man einen 3D-Film schaut, der digital in 2K projeziert wird. Alles scharf, knackig und ohne Bildfehler.

Zitat

Soweit ich weiß beziehen sich die 2k i.d.R. auf die 2048 Pixel in der Breite (und dann je nach Bildformat 1152 oder 872 in der Höhe). 4k hat dann 4096 in der Breite, da k=kilo=Tausend.


Korrekt. Full HD = 1920 Pixel Breite, 2K = 2048 Pixel breite.

EorlBruder

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29

Mittwoch, 30. März 2011, 19:39

Ist eigentlich jeder Thread zu DSLR-Filmern zum Streit um den Sinn dieser Kameras verdammt???
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30

Mittwoch, 30. März 2011, 21:05

Nun, wollen wir mehr wie Full HD 1920x1080 ? Und wenn ja, kann man es auch in der Quali vorführen ?

Ich meine, mit Full HD ist mal voll dabei. Also mir reicht Full HD mit meiner Canon 55D, warum mehr.

31

Mittwoch, 30. März 2011, 22:15

Ist eigentlich jeder Thread zu DSLR-Filmern zum Streit um den Sinn dieser Kameras verdammt???

Wenn ständig diese HOUSE-Episode als Quasi-Referenz erwähnt wird, kann das aber auch irgendwann nerven. ;)
Ich finde die PR-Arbeit von Canon ja durchaus bewundernswert; immerhin haben sie es geschafft, eins ihrer Topmodelle in professionellem Umfeld unterzubringen und so auch für Filmemacher interessant zu machen. Aber was sagt das jetzt aus? Für mich unterwirft sich das Studio damit einer technischen Beschränkung auf 1920x1080 ohne reale Chance, später höheraufgelöstes Material zu bekommen. Nicht dass es mich als Verbraucher freut, wenn mir die Studios mit ihren ständigen Wiederverwertungen das Geld aus der Tasche ziehen wollen... :D

Mac Mave

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32

Mittwoch, 30. März 2011, 22:29

Da hat MP-Digital recht. Mag sein das die Leute irgendwann Fernseher mit der doppelten Auflösung als nur FullHD zu Hause stehen haben, das hat Zeit und mehr als 1080p halte ich momentan für die "nicht-Kino" Sparte vollkommen ausreichend. Das wird auch noch die nächsten Jahre reichen.

Ist ja aber auch alles Off-Topic und ich frage mal den Borgory was er denn für ein "Stop" Zeichen sieht wenn er die Firmware via USB auf die Karte zieht?

Zitat

Aber was sagt das jetzt aus? Für mich unterwirft sich das Studio damit einer technischen Beschränkung auf 1920x1080 ohne reale Chance, später höheraufgelöstes Material zu bekommen.


Für eine TV Serie ist das doch vollkommen irrelevant - genug Mist wird da immer noch 4:3 gedreht und ich glaub auch nicht das die House nochmal im Kino aufführen wollen. 1080p ist für TV keine Beschränkung der Camera oder der mangelnden Weitsicht sondern des Sendeformates und der TV Übertragung, warum sollten sie eine bekackte TV Serie mit 4K drehen? Weils einfach nicht nötig ist!

Und zum Thema Filmlook: Digital hin oder her - wenn im Kino auch teilweise auf 1080p gedreht wurde und das auch noch reicht (Crank2) frag ich mich eigentlich warum du dir über sowas gedanken machst. Da sitzen Leute die sich weitaus mehr in der Materie auskennen und verdammt auch wissen was sie in Zukunft damit anstellen wollen.

Ich bin mit dem Filmlook (damit meine ich den rein Cam-technischen Look) der Eos mehr als zufrieden und wenn man ordentlich damit arbeitet (House ist einfach die beste Refferenz was das angeht, auch wenns dich nervt) bekommt man auch die passenden Bilder.

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niGGo

33

Mittwoch, 30. März 2011, 22:54

1080p ist für TV keine Beschränkung der Camera oder der mangelnden Weitsicht sondern des Sendeformates und der TV Übertragung, warum sollten sie eine bekackte TV Serie mit 4K drehen? Weils einfach nicht nötig ist!

Ich habe nicht über die Ausstrahlung im TV gesprochen. Ich sprach über das Material an sich. Wenn HOUSE grundsätzlich mit der 5DMkII gedreht wird, dann ist das völlig in Ordnung. Wenn die Serie jedoch hauptsächlich auf 35mm entsteht (und damit die technische Möglichkeit einer 4K-Abtastung besteht; die übrigens bei anderen Serien auch durchgeführt wird), dann mischt man (technisch!) qualitativ unterschiedliches Ausgangsmaterial, von dem man die DSLR-Shots nicht ohne weiteres auf höhere Auflösungen bringen kann. Das ist sicher eine rein theoretische Erörterung, aber:

Zitat

frag ich mich eigentlich warum du dir über sowas gedanken machst.

Weil ich mich für solche Fragen interessiere.

Zitat

Ich bin mit dem Filmlook (damit meine ich den rein Cam-technischen Look) der Eos mehr als zufrieden und wenn man ordentlich damit arbeitet (House ist einfach die beste Refferenz was das angeht, auch wenns dich nervt) bekommt man auch die passenden Bilder.

Na, dann ist doch alles gut. Ich habe ja auch eine. ;)

freezer

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34

Donnerstag, 31. März 2011, 09:10

Aber im professionellen Umfeld halte ich vom angesprochenen Mischmasch nicht viel, gerade bei TV-Serien wie HOUSE. Es klingt zwar toll, wenn man liest, dass eine professionelle TV-Serie (bzw. eine Episode oder Teile von ihr) mit einer Kamera gedreht wurde, die im Prinzip jeder im nächsten Elektromarkt kaufen kann. Aber schau dir den Vorteil von Serien an, die noch auf 35mm gedreht werden. Das kannst du mit 4K oder gar 8K scannen. Du erhältst also Material, das noch höher auflöst als Full HD. Teile der gleichen TV-Show bzw. Teile der selben Episode sind also technisch betrachtet qualitativ besser als andere. Die Episode wird also immer bei max. 1920x1080 bleiben. Oder du brauchst einen guten Scaler, der u.U. sogar Einzelbild für Einzelbild hochrechnen muss.


Da heutzutage (die besseren) Serien einer immensen Nachbearbeitung unterzogen werden, würde ein Neuscan gar nichts bringen - denn man müsste sämtliche Postpro erneut durchführen. Ökonomischerweise wird also eine Serie zB auf 35mm gedreht, in Full-HD abgetastet und bearbeitet und das wars.

Bei alten Serien aus der Vordigitalzeit sieht es auch nicht anders aus: Effekte wurden meist auf 16mm gedreht oder unterlagen starken Generationsverluste durch das optische Umkopieren. Ein gutes Beispiel dafür sie die Star Trek TOS. Die HD Version sieht ganz ok aus, allerdings sind sämtliche VFX Szenen von tw. erbärmlicher Qualität - daher wurden diese für das HD Release neu am Computer nachgebaut.

Viele Nicht-Highend-Serien wurden auch aus Kostengründen auf 16mm gedreht - das reicht gerade für eine HD Version (und die ist oft schon sehr verkörnt).

Was den 8k Scan von 35mm betrifft: kannst Du vergessen. Bringt nichts - da ist einfach keine zusätzliche Qualität drin, weil dafür das Korn einfach zu grob ist. Dazu kommt, dass bei alten Filmen nicht mal vom Original-Filmnegativ gescannt werden kann, sondern erst von der übernächsten Generation mit entsprechenden Kopierverlusten dazwischen.

35mm Film ist zweifelsohne eine tolle Sache, aber wird von vielen Liebhabern ein wenig verklärt gesehen und ihm Eigenschaften angedichtet, die einfach nicht der Realität entsprechen. Wenn Du 8k nutzen willst, dann musst Du schon auf einem größeren Format als Super35mm drehen.

Für einen Privatmann mag das nicht relevant sein. Für abgeschlossene Projekte (Doku, Filme, usw.) auch nicht. Aber für eine TV-Show, die noch produziert wird und die in der Zukunft vielleicht sogar in einem möglichen Nachfolgeformat der Blu-Ray wiederveröffentlicht wird, spielt das schon eine Rolle. Entweder das Studio verzichtet auf die mögliche Geldquelle , oder man nimmt die geringere Auflösung bei Serienteilen in Kauf... oder man hat die bewussten Szenen zusätzlich und zur Sicherheit auch noch mal mit der herkömmlichen Ausrüstung gedreht.


Ähm - Du hast aber noch nie in der Branche gearbeitet, oder?
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Kalle

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Donnerstag, 31. März 2011, 11:03

Jetzt sind wir schon bei 8K gelandet! Wird ja immer doller! :D
Also, ich muß sagen, daß auf meinem Full-HD-Monitor so manches gut gemachte "Amateurfilmchen", wo soweit alles stimmt und das in 720p gedreht ist,(bei vimeo, oder so), derart gut rüberkommt, daß ich z.T. nachschauen muß, ob das jetzt Full-HD war, oder 720p. Manchmal echt erstaunlich...Da wird man dann wieder wachgerüttelt und merkt erstmal, wie nebensächlich eigentlich die Auflösung ist.
Robert Rodriguez würde uns alle auslachen, wenn er uns zuhören könnte,(mich eingeschlossen wohlgemerkt). :D

Mal so nebenbei: hatte vergangenes Wochenende bißchen Zeit und habe an 2 aufeinanderfolgenden Tagen ähnliche Naturszenen um ein Dorf in einer Flußniederung usw. gedreht, einfach so planlos. Einmal mit meiner heißgeliebten HF100 und einmal (natürlich) mit der EOS550D+Kit+55-250.
Also ich kann mir nicht helfen,(schlagt mich jetzt bitte nicht), aber ich komme immer wieder zurück zur HF100. Traue es mich ja hier kaum zu sagen, aber ich fühle mich einfach wohler mit der HF und eines ist sicher und da kann ich völlig beruhigt und blind losziehen: Habe ich die Hf dabei, dann habe ich nacher in jedem Falle,(das unterschreibe ich), gutes, brauchbares Material im Kasten.Schöne, filmische Szenen.
Das wirklich einzige, was ich damit nicht in diesem Maße verwirklichen kann, ist natürlich eine selektive Tiefenschärfe in diesem ausgeprägten Maße, wie sie die EOS liefern kann.

Was will ich jetzt damit sagen? Nun, wir sollten gaaaaanz kurz mal innehalten und uns sagen: Haaaalt,halt,halt,halt, es gibt auch neben den DSLR´s immer noch ganz normale schicke kleine Camcorder, jaaaa in Full-HD, erste Sahne, vom Feinsten, die Aufnahmen machen, wo und allen noch vor 2 Jährchen die Spucke wegblieb---Wie, diese Qualität kann ein Amateur filmen? Geil!

Wie gesagt: Ich fasse mich da selbst an der eigenen (technikverliebten) Nase und will damit auch keinesfalls sagen, die DSLR´s seien unsinnig,(habe ja schließlich selbt eine). Was ich damit vielleicht sagen möchte ist: Leute, laßt eure guten Camcorder nicht im Schrank verstauben! Die haben auch mal Geld gekostet und machen tolle Aufnahmen! :thumbsup:

NO!R

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36

Donnerstag, 31. März 2011, 12:37

warum sollten sie eine bekackte TV Serie mit 4K drehen?

Das hab ich mich auch gefragt als ich mein praktikum bei einer (kleinen) fernsehserie gemacht haben. Aber genau das haben wir gemacht und soweit ich weiß werden einige Serien die mit ner Red gedreht werden in 4k produziert. Warum auch immer ;)

freezer

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37

Donnerstag, 31. März 2011, 12:50

Das hab ich mich auch gefragt als ich mein praktikum bei einer (kleinen) fernsehserie gemacht haben. Aber genau das haben wir gemacht und soweit ich weiß werden einige Serien die mit ner Red gedreht werden in 4k produziert. Warum auch immer ;)


Zwischen "in 4k drehen" und in "4k fertigstellen" liegt aber doch ein Unterschied. Wobei das ein großer Vorteil des RED Workflow ist - solange ich außer Schnitt und Betitelung keine weitere Postpro habe, kann ich das Material in 2k bearbeiten und ausgeben und bei Bedarf auch eine 4k Version erstellen, ohne weiteren Arbeitsaufwand. Sobald VFX ins Spiel kommen, sieht die Sache anders aus.
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joey23

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38

Donnerstag, 31. März 2011, 13:37

Ist eigentlich jeder Thread zu DSLR-Filmern zum Streit um den Sinn dieser Kameras verdammt???


Ich kann hier keinen Streit finden. Nur sachliche Diskussion.

Kalle

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39

Donnerstag, 31. März 2011, 15:28

Weil Ihr gerade diverse Soap-Serien auf´s Korn nehmt: Diesen "Inspector Barnaby" finde ich z.B. qualitativ sehr hochwertig gedreht. Oder kennt Ihr "die Küstenwache", auch ein Positiv-Beispiel, wo nicht alles billig und gestellt aussieht. a´la GZSZ. Keine Ahnung womit Barnaby gedreht ist, aber da ist mir die Quali in letzter Zeit besonders angenehm aufgefallen.

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40

Donnerstag, 31. März 2011, 16:41

Mal so nebenbei: hatte vergangenes Wochenende bißchen Zeit und habe an 2 aufeinanderfolgenden Tagen ähnliche Naturszenen um ein Dorf in einer Flußniederung usw. gedreht, einfach so planlos. Einmal mit meiner heißgeliebten HF100 und einmal (natürlich) mit der EOS550D+Kit+55-250.
Also ich kann mir nicht helfen,(schlagt mich jetzt bitte nicht), aber ich komme immer wieder zurück zur HF100. (....)
Das wirklich einzige, was ich damit nicht in diesem Maße verwirklichen kann, ist natürlich eine selektive Tiefenschärfe in diesem ausgeprägten Maße, wie sie die EOS liefern kann.

Ja genau das ist der Punkt die selektive Tiefenschärfe und das gute Lowlight Verhalten sind ja auch die einzigsten Sachen die richtig für eine Dslr sprechen.
In allen anderen szenen ,wenn man z.B einmal alles scharf haben will, ist ein Camcorder der Dslr 1000000mal überlegen. Das liegt hauptsächlich daran, dass die 550d halt doch kein echtes Full Hd bietet und das durch den riesen Chip ,der nur jede xte-Zeile aufnimmt,halt viele informationen verloren gehen .Ist ja auch logisch ,wenn man z.B nur jede 4te linie aufzeichnet ,dass dann wichtige Informationen fehlen.

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