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Rambaldi

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Montag, 5. Dezember 2011, 00:59

maskenbildnerische Frage

Hallo Forum!

Hat hier jemand Erfahrung mit Nasenkitt (Nose wax)? Ich hab das bei amazon bestellt, in der Hoffnung plastische Wunden im Gesicht damit herstellen zu können, aber das Zeug ist einfach nur extrem klebrig, brüchig und nicht verarbeitbar. Ist das Zeug zu alt, oder gibt es da vielleicht bei der Verarbeitung etwas zu beachten? Erwärmen bringt auch nicht viel.

Und gibt es eventuell eine Alternative dazu, etwas das man vielleicht selbst machen kann? Ebenso bei Mastix, kann man da auf die Schnelle etwas vergleichbaren verwenden?

Es ist wirklich dringend und ernst gemeint! Würde mich sehr über Antworten freuen!

Grüße

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (5. Dezember 2011, 15:17)


ForgottenStreams

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2

Dienstag, 6. Dezember 2011, 13:32

Hi

bin auch neu hier im Forum, habe aber Erfahrung mit Maskenbildnerei aus dem Theater.

Persönlich habe ich noch keine Erfahrungen mit Nasenkit gemacht. Unsere Wunden u.ä. Applikationen machen wir aus Latex(milch). Das geht auf zwei Arten:

1) Du modelierst mit Plastilin die Wunde, erstellst einen negativ-Abdruck mit Gips und gießt die so entstandene Form mit Latexmilch aus. Danach bemalst du sie. Vorteil: Die so entstandene Applikation ist wiederverwertbar und kann auf den jeweiligen Darsteller individuell hergestellt werden.

2) Du modellierst die Wunde wie oben und trägst mit einem Schwamm mehrere Schichten der Milch auf die modellierte Wunde auf. Am besten vorher aber mit Vaseline einfetten, dann geht das Latex wieder besser runter. Vorteil: Die Applikation ist in der Herstellung schneller, da Du dir einen Schritt sparst. Außerdem kann die Wunde durch das Auftragen schöne Texturen bekommen. Nachteil: Das Latex wird bei dieser Methode sehr dünn. Es muss in mehreren Schichten aufgetragen werden und muss dazwischen (vollständig) trocknen.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen.

Grüße

R.C.

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3

Dienstag, 6. Dezember 2011, 14:16

hey ForgottenStreams!
genau wie von dir beschrieben mache ich das auch.
aber ich habe große probleme damit die übergänge von latex auf haut zu überschminken.
vllt hast du ja ein paar gute tipps?


ich habe auch einen ;)
für kleine wunden wie einstiche/einschüsse eignen sich wunderbar diese "pappedosen" in denen zB cappucino oder tabak verkauft wird.
man gießt zuerst eine schicht gips (2-3 cm) ein. die unterseite hat dann eine kleine wölbung, was auf jeden fall vorteile haut, da die stelle,
auf die das latexteil dann platziert wird, auch leicht gewölbt ist normalerweise.
dann das posivitv auf der gewölbten seite der scheibe modellieren und wieder ab in die "pappdose", das positiv mit vaseline o.ä. einpinseln und wieder 2-3 cm gips drauf.
lässt sich mit schaumstoff oder tüchern dazwischen auch prima lagern :)

/edit:
vllt noch ein tipp:
ich habe zum modellieren einfach kinder-soft-knetmasse genommen, die kann man indem man speisestärke einknetet, härter und trockener machen.
nach dem negativabdruck ist sie aber flüssig geworden und kann einfach aus dem negativ "ausgespült" werden.
die unreinheiten die durch die vaseline entstanden sind, kann man mit schleifpapier abschleifen, und mit etwas geschick dadurch sogar hautstrukturen zaubern.
achja das latex kann man auch gut mit gefärbtem industrielatex (flüssiger) anmalen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »R.C.« (6. Dezember 2011, 14:22)


ForgottenStreams

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Dienstag, 6. Dezember 2011, 15:36

Deine Tipps sind nicht schlecht;)

Bei den Übergängen machen es die Profis am Theater so, dass die Übergänge irgendwie ganz dünn modelliert und beim Auftragen erhitzt werden. Dadurch wird der Übergang fast unsichtbar. So hat es mir zumindest ein Freund erklärt. Der Nachteil daran is aber, dass eine Maske/Applikation nur einmal verwendet werden kann, da die Ränder nach dem Abnehmen hinüber sind. Dann muss wieder eine neue her.

R.C.

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5

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 10:34

latex erhitzen? bist du sicher das du das nicht mit gelatine verwechselst?
gelatine schmilzt wenn es erwärmt wird, latex aber trocknet.

gelatine wäre auch insgesamt eine besser lösung glaube ich, aber schwieriger teile herzustellen und zu verarbeiten.
ausserdem sind die teile nicht wiederverwendbar, aber evlt kann das material wieder eingeschmolzen werden.
zb aus gipsformen, lässt es sich nicht ohne es zu zerstören lösen, da die gelatine in den gips einzieht.
man müsste den gips irgendwie versiegeln oder für das negativ ein ganz anderes material nehmen.

leider hab ich für experimente gerade nicht die finanziellen mittel...

Purzel

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Mittwoch, 7. Dezember 2011, 14:18

Das Wachs muss warm sein (nicht das Latex!), dann kriegt man das wunderbar hin..
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

ForgottenStreams

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Donnerstag, 8. Dezember 2011, 17:54

Mit Gelatine kann man ganz prima Hautverbrennungen darstellen.

Bei den Übergängen bin ich mir doch nicht mehr so sicher. Kann sein, dass die Übergänge auch mit flüssiger Latexmilch direkt auf der Haut gemacht werden...

Rambaldi

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Samstag, 10. Dezember 2011, 02:56

Danke für die Antworten! :)

Was ich bräuchte, sind einmal so viele kleine Pusteln im Gesicht, wie auf diesem Bild. Dafür hatte ich dieses Nose Wax bestellt.

Und dann eine komplette Gesichtsmaske mit Verformungen, etwa wie hier. Da es jeweils nur eine kurze Szene ist, dachte ich, dass ich das mit einer entsprechenden Masse gleich direkt auf das Gesicht aufbringen kann, ohne eine mehrmals verwendbare Latexmaske zu erstellen. Eignet sich den Salzteig für soetwas?

Purzel

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Samstag, 10. Dezember 2011, 13:25

Salzteig eignet sich hier nicht.
Der wird irgendwann trocken und bröselt dann an den Rändern.
Gerade im Gesicht, wo noch erschwerend die Mimik dazu kommt.
Salzteig eignet sich für Wunden an mimikfreien Körperstellen.
Im Gesicht nur, wenn der Dreh nicht zu lange dauert und der Salzteig klebrig ist und gut haftet.
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

Rambaldi

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Sonntag, 11. Dezember 2011, 00:41

Okay. Per Mail hab ich noch einen guten Hinweis bekommen:


FX-Gelatine:

2 EL Glycerin (Apotheke)
2 Packungen gemahlene Gelatine
2 EL Wasser

Das Ganze verrühren und für ca. 20 sek. in die Mikrowelle geben.
Dann zum Einfärben mit ein bisschen Foundation (Kosmetikabteilung im Supermarkt) mischen.
Bisschen abkühlen lassen und dann mit nem Stäbchen aufs Gesicht modelieren.

Für Pusteln zB dünne Schicht übers gesamte Gesicht auftragen und an einigen Stellen kreisförmig einreißen. Wenn die Masse zu zäh wird, einfach nochmal in die Mikro geben.

Dann am besten abpudern (glänzt sonst ein wenig, kommt aber eig. auch ganz cool) und mit entsprechenden Schminkfarben schminken - fertig.

Das Tutorial beschreibt zB recht gut den Umgang mit FX-Gelatine.

Alternativ kannst du das auch mit Flüssiglatex und Klopapier machen. Dafür gibt es hunderte Tutorials bei Youtube, einfach mal suchen.

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