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Dr_Allcome

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Donnerstag, 11. September 2014, 21:12

Bezahlbarer Belichtungsmesser

Ich würde mir gerne einen Belichtungsmesser zulegen um Kontraste besser ausmessen zu können. Leider scheinen die meisten brauchbaren Geräte bei 300€ aufwärts zu liegen. Ich verstehe gar nicht was diese Geräte so dermaßen teuer macht.

Hat einer von euch irgendwelche Vorschläge für ein möglichst bezahlbares und vor allem auch brauchbares Modell? Ich wollte eigentlich, wenn möglich, nicht mehr als 150€ ausgeben. Gibt es da was vernünftiges in der Preisklasse?

starend

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2

Donnerstag, 11. September 2014, 21:35

Hi,
das mit Abstand am weitesten verbreitete Gerät ist der Sekonic L398A. Es ist ein Selenzellen - Beli und kommt daher ohne Batterien aus. Er kostet knapp über 200 Euro. Der lichtsetzende Kameramann beim Aufbau von "Wetten das" meinte das es zur Kontrolle des Kontrastes nichts besseres gäbe. Der Mann muss es wissen, er macht das bestimmt nicht erst seit gestern und er hätte bestimmt noch aufwändigere Geräte wenn er wollte. Natürlich kann man aber auch jeden anderen Belichtungsmesser nehmen der für Lichtmessung eingerichtet ist und über einen flachen Diffusor verfügt.
»starend« hat folgendes Bild angehängt:
  • kontrast.jpg

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Dr_Allcome

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3

Donnerstag, 11. September 2014, 22:13


Hi,
das mit Abstand am weitesten verbreitete Gerät ist der Sekonic L398A. Es ist ein Selenzellen - Beli und kommt daher ohne Batterien aus. Er kostet knapp über 200 Euro.


Hmm, erstmal Danke. Ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen mir ein analoges Gerät zu kaufen. Hat aber durchaus seine Vorteile, besonders weil es keine Batterien benötigt. Ist aber halt auch mehr Geschiss, weil man jedes mal den footcandle Wert per Hand einstellen muss.

200€ sind außerdem immer noch recht happig, weil Filmen für mich eben nur ein Hobby ist. Hast du vielleicht noch von billigeren Alternativen gehört? Vom gleichen Hersteller gibt es z.B. auch ein Gerät für 150€, das auf den ersten Blick auch ganz gute Rezensionen bekommen hat: http://www.amazon.de/gp/product/B000BTCJ…=A3JWKAKR8XB7XF

wabu

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Freitag, 12. September 2014, 08:28

Das was ich auf dem Bild sehe ist eine Lichtmessung, keine Kontrastmessung.

Lichtmessung macht Sinn weil es die Helligkeit eines Aufbaues misst - unabhängig von der Art des Motives. Das ist z.B. wichtig wenn du einen Mann im schwarzenAnzug filmst und unter gleichen Lichtverhältnissen ein weissgekleidete Braut. Die übliche Belichtungsmessung würde sich zu sehr am reflektierten Licht ausrichten.

Für eine Kontrastmessung brauchst du einen Spotmeter(aufsatz) it dem die jeweils bildwichtige hellste und dunkelste Stelle angemesen wird. Je nach dem wie der Kontrast ist kann dann eine Gammaanpassung gemacht werden.

Die Lichtmessung ist aber die einfachste um eine optimale Aufzeichnung zu erreichen.

starend

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Freitag, 12. September 2014, 13:50

Hi,
nee, das ist eine Messung des Lichtkontrastes beim Einrichten der Scheinwerfer. Bei der normalen Lichtmessung wird eine sphärischer Diffusor eingesetzt. Ein analoges Gerät mit einer Nadel bedeutet gar keine Einstellung irgendwelcher Werte. Schon gar nicht die von "footcandles" oder misst Du die Größe Deiner Wohnung in Quadratfüßen? Bei einem analogen Gerät wird die Abweichung nur durch den Ausschlag eines Zeigers angezeigt. Ganz einfach. Wenn es aber nur um die allgemeine Beurteilung des Kontrastes einer Szene geht, dann würde ich ein einfaches Kontrastglas nehmen. Damit kann man zu dunkle Motivteile sofort und auf einem Blick beurteilen. Achim Dunker zeigt auf youtube wie das geht. Von der Fa. Frame24 gibts die Dinger für unter 30 Euro.

Dr_Allcome

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Samstag, 13. September 2014, 00:42

Das was ich auf dem Bild sehe ist eine Lichtmessung, keine Kontrastmessung.



nee, das ist eine Messung des Lichtkontrastes beim Einrichten der Scheinwerfer.


Also ich habe das Gefühl das wir hier von unterschiedlichen Dingen reden. Als Laie drücke ich mich vermutlich nur falsch aus.

Folgendes will ich machen: Beim Einrichten der Beleuchtung will ich die Belichtung von Key-Light und Fill-Light messen und daraus den Kontrast errechnen, so dass ich immer gleich beleuchten kann.

Nehmen wir mal an der Belichtungsmesser gibt, bei einem Close-Up auf einen Interviewpartner, für das Key-Light eine Blende von 2.8 vor und für das Fill-Light 4.0 vor. Dann habe ich einen Kontrast von 1:2, da ich einen Full-Stop Unterschied habe, also halb so viel Licht auf der Schattenseite (Fill-Light) ist, wie auf der direkt beleuchteten Seite (Key-Light) des Gesichts. Wenn ich z.B. mehrere Interview schieße, dann kann ich jetzt darauf achten, dass nicht nur die Blende, sondern auch der Kontrast bei der Ausleuchtung gleichmäßig über alle Gesprächspartner hinweg ist. Nichts anderes will ich erreichen.


Bei der normalen Lichtmessung wird eine sphärischer Diffusor eingesetzt. Ein analoges Gerät mit einer Nadel bedeutet gar keine Einstellung irgendwelcher Werte. Schon gar nicht die von "footcandles" oder misst Du die Größe Deiner Wohnung in Quadratfüßen?


Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung was "footcandles" sind, ich habe mir nur das Handbuch des Belichtungsmessers runtergeladen und durchgelesen. Da steht eben, dass man nach einer Messung den gemessenen footcandle Wert einstellen muss und sich daraus dann die Blende in Abhängigkeit von ISO und Belichtungszeit ergibt. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass der Footcandle Wert eben umgerechnet wird, je nachdem was ich unten an ISO und Belichtungszeit eingestellt habe.

Wenn es aber nur um die allgemeine Beurteilung des Kontrastes einer Szene geht, dann würde ich ein einfaches Kontrastglas nehmen. Damit kann man zu dunkle Motivteile sofort und auf einem Blick beurteilen.


Nein, ich würde eben gerne immer die gleiche Beleuchtung erreichen, so dass Blende und Kontrast zwischen Key- und Fill-Light gleich bleibt. Also schon etwas mehr als eine einfache Kontrastbewertung.

Für eine Kontrastmessung brauchst du einen Spotmeter(aufsatz) it dem die jeweils bildwichtige hellste und dunkelste Stelle angemesen wird.

Ich glaube wir reden vom gleichen hier. Dafür suche ich ein möglichst günstiges Gerät.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dr_Allcome« (13. September 2014, 00:50)


wabu

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Samstag, 13. September 2014, 10:24

Selbst in der analogen Zeit waren solche Beli-messer nicht gerade wie Sand am Meer.

Ich habe mal in der Bucht geschaut:

http://www.ebay.de/sch/Belichtungsmesser-/88668/i.html

Der von Minolta sieht da ganz gut aus oder der Gossen Spotmeter weiter unten.

Ansonsten schau mal ob deine DSLR auch eine Punktmessung für die Belichtung hat - das wäre die billigste Lösung

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8

Samstag, 13. September 2014, 13:01

Selbst in der analogen Zeit waren solche Beli-messer nicht gerade wie Sand am Meer.


Was meinst du mit "solche Belichtungsmesser"? Ist das nicht einfach ein ganz normaler Belichtungsmesser den ich da suche?


Ich habe mal in der Bucht geschaut:

http://www.ebay.de/sch/Belichtungsmesser-/88668/i.html

Der von Minolta sieht da ganz gut aus oder der Gossen Spotmeter weiter unten.


100 Euro wäre durchaus ein Preis den ich gerne bereit bin zu zahlen. Von den ganzen Variationen und vor allem von den Preisunterschieden bin ich jetzt aber doch etwas verunsichert. Wo liegt denn der Unterschied zwischen den 30€ und den 500€ Geräten? Das kann doch nicht nur die Software sein. Auch würde ich erwarten, dass Lichtmessung eine jahrzehntelang erprobte Technologie ist, die mittlerweile ausgereift und sehr genau sein sollte.


Ansonsten schau mal ob deine DSLR auch eine Punktmessung für die Belichtung hat - das wäre die billigste Lösung


Ja hat sie, aber da gibt es ein paar Probleme. Zum einen habe ich festgestellt, dass die empfohlene Belichtung oftmals doch nicht optimal ist (Messung ungenau?) und zum anderen ist es so, dass man auf dem LCD den Kontrast schlecht bewerten kann. Vor allem wenn man ein flaches Farbprofil, wie z.B. Cinestyle verwendet. Mit einem Belichtungsmesser hat man halt die Sicherheit, dass wenn man die empfohlene Blende einstellt auch ein korrektes Ergebnis erhält - zumindest in dem Bereich wo man gemessen hat.

wabu

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Samstag, 13. September 2014, 22:08

Da kann ich dir in deiner Arbeitsweise kaum folgen.

Wenn ich die DSLR nehme und messe z.B. eine Person an und erhalte dann eine Blende 11 und bei der anderen Person erhalte ich Blende 5,6 - dann weiss ich doch das zwischen diesen beiden zwei Blenden Differenz sind. Was anderes machen die Spotbelichtungsmesser auch nicht. Si heissen Spotmeter weil sie in der Lage sind einen kleinen Punkt (Spot) anzumessen. Was man mit den erzielten Werten macht ist ein anderer Schuh

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Samstag, 13. September 2014, 23:49

Also ich glaube hier muss man erstmal ein bisschen grundlegend Aufräumen!

Es gibt zwei Arten von Belichtungsmessern, die ich für zwei verschiedene Arten der Lichtmessung einsetze um verschiedene Sachen herauszufinden. Das sollte man wissen, bevor man sich einen Belichtungsmesser kauft!


Folgende Szene... Ich habe eine Kamera mit einer Empfindlichkeit von 400ISO, vor der Kamera ist eine Person, die bekommt von links ein Führungslicht und von rechts eine Aufhellung, im Hintergrund ist ein kleiner Raum, darin liegt rechts ein Stück schwarzer Samt und links steht eine Lampe, die leuchtet. Wichtig ist auch, dass du weißt, dass deine Kamera einen Kontrastumfang von 9 Blenden verarbeiten kann.

So nun kannst du den Belichtungsmesser mit der weißen Halbkugel hernehmen, den man Kalotte nennt. Mit dem misst du das direkte Licht, was auf das Objekt fällt. Du macht also eine Lichtmessung. Du stellst also 400ISO ein, dann stellst du 25Bilder ein und dann misst du die helle Gesichtshälfte und bekommst da eine Blende 5.6 1/3 und du misst die dunkle Gesichtshälfte und bekommst da eine 2.8. Das heißt du hast im Gesicht einen Kontrastumfang von 2 1/3 Blenden.
Wenn du nun aber den Kontrastumfang des ganzen Motives ausmessen willst, dann nützt dir die Kalotte nicht so viel, dann ist das Spotmeter sinnvoller. Das misst nicht das Licht was auf das Objekt fällt, sondern das reflektierte Licht. Dh. du schaust durch das Spotmeter und peilst Punkte in deinem Motiv an. Das nennt man dann Objektmessung. Du bekommst auf dem Gesicht wieder die Werte von der Kalotte (evtl. unterscheiden die sich auch leicht), interessant ist aber nun zum Beispiel das schwarze Samt zu messen oder die Lampe, die im Bild steht um zu erfahren, ob die Kamera das noch verarbeiten kann, oder ob es zu einem Weiß-clipping oder einem Schwarz-clipping kommt. Angenommen du stellst eine Blende 5.6 an der Kamera ein und weißt, dass du in die Lichter 3 Blenden und in die Schwärzen 5 Blenden Platz hast, dann wüsstest du durch das Spotmeter, wenn du auf dem schwarzen Samt eine Blende 1.8 misst, dass das noch Zeichnung hat. Wenn du aber zB. auf der Lampe eine Blende 22 misst dann weißt du, dass du die dimmen musst, weil die sonst ausfrisst. Das sagt dir aber die Kalotte nicht.

Was die Preisunterschiede betrifft... Das ist ganz einfach. Billige Belichtungsmesser arbeiten nicht genau, was man aber beim Lichtmessen nicht gebrauchen kann. Ein guter Belichtungsmesser muss mir zuverlässige Werte liefern.

Zitat

für das Key-Light eine Blende von 2.8 vor und für das Fill-Light 4.0 vor. Dann habe ich einen Kontrast von 1:2, da ich einen Full-Stop Unterschied habe, also halb so viel Licht auf der Schattenseite (Fill-Light) ist, wie auf der direkt beleuchteten Seite (Key-Light) des Gesichts.
Da hat sich auch ein Fehler eingeschlichen... Wenn du auf der hellen Seite (Key-Light oder Führungslicht) eine Blende 2.8 misst und auf der Schattenseite eine Blende 4.0, dann stimmt bei der Lichtsetzung etwas überhaupt nicht, weil die Schattenseite heller ist als die Führung! Bei der Blende 4.0 hast du auf dem Gesicht doppelt so viel Licht wie bei der 2.8!

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11

Sonntag, 14. September 2014, 00:18

Da kann ich dir in deiner Arbeitsweise kaum folgen.

Wenn ich die DSLR nehme und messe z.B. eine Person an und erhalte dann eine Blende 11 und bei der anderen Person erhalte ich Blende 5,6 - dann weiss ich doch das zwischen diesen beiden zwei Blenden Differenz sind.


Wenn deine Spotmessung exakt ist, dann ja. Ist sie aber meiner Erfahrung nach nicht. Das fällt bei großen Szenen mit mehreren Personen nicht auf, in Interviews bzw. Close Ups aber schon. Da ist dann die helle Seite des Gesichts leicht überbelichtet und auf der dunkleren Seite kommen die Schatten nicht richtig raus. Die Spotmessung ist eben nicht wirklich ein Spot, sondern unterm Strich dann doch nur ein Mittelwert über einen Bereich des Bildes. Beim Dreh fällt das leider nicht wirklich auf, weil das LCD das nicht gut genug wiedergeben kann, ganz besonders wenn man Farbprofile benutzt.


Was anderes machen die Spotbelichtungsmesser auch nicht. Si heissen Spotmeter weil sie in der Lage sind einen kleinen Punkt (Spot) anzumessen. Was man mit den erzielten Werten macht ist ein anderer Schuh


Der Unterschied ist der, dass die Kamera ihre Entscheidung anhand des reflektierten Lichts trifft und der Belichtungsmesser anhand der direkten Einstrahlung des Lichts. Ich denke daher kommt die Ungenauigkeit, die ich bei Spotmessungen mit der Kamera festgestellt habe. Weiß es aber nicht, denn dafür bin ich zu sehr Laie. Es wird aber einen Grund geben warum auch viele Profis auf Belichtungsmesser schwören.

Ich will einfach nur eine einheitliche Beleuchtung zwischen unterschiedlichen Interviewpartnern. Mir ist einfach beim Schneiden aufgefallen, dass die Belichtung nicht sauber passt und das will ich wegbekommen. Teilweise war ein wenig unterschiedlich belichtet und teilweise hat der Kontrast nicht richtig gepasst. Mein Spotmeter scheint einfach zu ungenau zu sein. Da lag es für mich nahe einen Belichtungsmesser anzuschaffen, woraus dann dieser ganze Thread hier entstanden ist.


EDIT:
Danke ToXic pictures für die ausführliche Erklärung. Und du hast natürlich recht, dass ich in der obigen Beschreibung die Werte verdreht habe.

Da ich das Problem speziell bei Close Ups festgestellt habe, denke ich, dass mir eine Kalotte hier weiterhelfen würde. Oder was meinst du?

Trotzdem will es mir nicht in den Sinn, das ein Belichtungsmesser mit jahrzehntelang erprobter Technologie soviel kosten muss. Ich nehme an du kannst mir auch kein günstigeres Modell empfehlen, oder? :-)

Naja, werde mich nochmal auf E-Bay umschauen. Vielleicht finde ich da ja was gebrauchtes günstig.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr_Allcome« (14. September 2014, 00:24)


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Sonntag, 14. September 2014, 00:45

Da ich das Problem speziell bei Close Ups festgestellt habe, denke ich, dass mir eine Kalotte hier weiterhelfen würde. Oder was meinst du?

Trotzdem will es mir nicht in den Sinn, das ein Belichtungsmesser mit jahrzehntelang erprobter Technologie soviel kosten muss. Ich nehme an du kannst mir auch kein günstigeres Modell empfehlen, oder? :-)

Naja, werde mich nochmal auf E-Bay umschauen. Vielleicht finde ich da ja was gebrauchtes günstig.
Ja, also die Kalotte ist auf jeden Fall erstmal ein sehr gutes Hilfsmittel und für den Fall auch absolut passend. Wenn du deine Arbeitsblende nach dem Belichtungsmesser einstellst, dann immer dran denken, dass der auf 18% Grau geeicht ist und nicht auf den Hautton - der liegt eine Blende über Grau!

Naja, mit dem Preis ist das ja so eine Sache. Warum kostet ein Smartphone über 500€ oder ein ARRI-Scheinwerfer mehrere Tausend... und eine Alexa 40000 bis 60000... das ist doch überall ähnlich, ausgereifte Technik hin oder her. Qualität hat ihren Preis und Belichtungsmesser sind ja nun auch nicht was für jeden Max Mustermann... Ich würde aber tatsächlich eher mal schauen, dass du keinen 0-8-15 Belichtungsmesser nimmst, denn wie gesagt, die billigen Teile taugen nichts.
Schau mal hier... http://www.mbfshop.de/de/Zubehoer/Belich…tanzmessgeraete

https://www.mbfshop.de/de/Belichtungsmes…r-KFM-1100.html

--> der ist ganz gut für den Einstieg

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13

Sonntag, 14. September 2014, 18:18

Ja, also die Kalotte ist auf jeden Fall erstmal ein sehr gutes Hilfsmittel und für den Fall auch absolut passend. Wenn du deine Arbeitsblende nach dem Belichtungsmesser einstellst, dann immer dran denken, dass der auf 18% Grau geeicht ist und nicht auf den Hautton - der liegt eine Blende über Grau!


Was willst du mir damit sagen? Das ich eine Blende hoch muss wenn ich Personen im CloseUp filme?


Naja, mit dem Preis ist das ja so eine Sache. Warum kostet ein Smartphone über 500€

Weil die jedes Jahr doppelt so viel Technik wie im Vorjahr reinstopfen.


oder ein ARRI-Scheinwerfer mehrere Tausend...

Ja das habe ich mich auch schon immer gefragt :D


In dem Shop gibt es das Gerät das starend empohlen hat für 170€. Schon mal 30€ billiger als bei Amazon. Hmm, werde ich mir mal überlegen.


https://www.mbfshop.de/de/Belichtungsmes…r-KFM-1100.html

--> der ist ganz gut für den Einstieg

Da bin ich mir sicher, nur 280€ gebe ich für so ein Gerät bestimmt nicht aus. Für mich ist das alles nur ein Hobby und ich suche ein Gerät was "gut genug" für meine Ansprüche ist. Eine Vollformat Kamera ist auch besser als meine popelige 600D. Die 600D ist aber gut genug für meine Zwecke. Sowas suche ich auch in Form eines Belichtungsmessers :)

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Sonntag, 14. September 2014, 22:26

Ja, also die Kalotte ist auf jeden Fall erstmal ein sehr gutes Hilfsmittel und für den Fall auch absolut passend. Wenn du deine Arbeitsblende nach dem Belichtungsmesser einstellst, dann immer dran denken, dass der auf 18% Grau geeicht ist und nicht auf den Hautton - der liegt eine Blende über Grau!


Was willst du mir damit sagen? Das ich eine Blende hoch muss wenn ich Personen im CloseUp filme?


Wenn ich genau drüber nachdenke betrifft dich das mit der Kalotte nicht. Das ist immer ein Fehler, der beim Spotmeter auftritt. Da ist es so, dass du, wenn du auf der Haut eine Blende 8 misst, dass du dann zum richtigen belichten eine 5.6 blenden musst, weil die Mitteleuropäischen Hauttöne eine Blende über 18% Grau liegen. Da du aber mit der Kalotte keine Reflektion misst ist das nicht relevant. Da ist eher wichtig, dass du für die Arbeitsblende ein sinnvolles Verhältnis aus Führung und Aufhellung blendest, zB. bei einer 5.6 als Führung und einer 2.8 als Aufhellung eine 4 am Objektiv.

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Sonntag, 14. September 2014, 23:05

Das Problem beim Messen ist ganz einfach die Frage ob man weiss was man misst.

Das hat Toxic Pic schon angerissen. Die Spotmessung hat einen engen Messwinkel. Damit kann man Unterschiede ausmessen - wenn man das will. Man kann auch den bildwichtigsten hellen und dunklen Punkt anmessen und damit u.a. den Kontrast ermitteln. Unverzichtbar ist eine Abstimmung der Messmethode mit der eigenen Arbeitsweise. Genauso nützlich kann die Kalottenmessung sein weil sie eben das Licht misst und nicht die Reflexion von den Objekten her.

Aber man muss auch hier den Workflow einstimmen - sonst gilt der alte Satz"wer viel misst, misst Mist"

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16

Montag, 15. September 2014, 11:12

Hi,

das Sekonic Gerät kostet beim MBF Shop nur 170,- weil dort der Nettopreis angegeben wird. Wenn Du es kaufst musst Du selbstverständlich die Mehrwertsteuer in Höhe von 19% des Warenwertes zusätzlich bezahlen. Willkommen im Club der Milchmädchen!

Und wenn Du immer wieder betonst das Du eigentlich nur wenig Geld ausgeben möchtest, weil das ja alles nur ein Hobby wäre, dann wäre es besser wenn Du Dich erst einmal damit auseinander setzen würdest was Dir die Histogrammanzeige an der Kamera sagen möchte. Da hast Du doch die Helligkeitsverteilung (Kontraste) auf einem Blick! Vielleicht wäre es auch besser einen kleinen, vernünftigen Monitor anzuschaffen mit dem Du das Kamerabild sicher zu beurteilen lernst. Ein Belichtungsmesser erfordert ein sicheres Wissen über Belichtungsrelevante Bilddetails und kann einen Anfänger schon mal leicht aufs Glatteis führen.

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Montag, 15. September 2014, 18:57

das Sekonic Gerät kostet beim MBF Shop nur 170,- weil dort der Nettopreis angegeben wird. Wenn Du es kaufst musst Du selbstverständlich die Mehrwertsteuer in Höhe von 19% des Warenwertes zusätzlich bezahlen. Willkommen im Club der Milchmädchen!


Ja habe ich auch gesehen, völlig alberner Versuch den Eindruck von günstigen Preisen zu erwecken. So ein Shop ist bei mir direkt gestorben. In einem Shop für Endkunden ist es in Deutschland einfach üblich den Preis mit Mehrwertsteuer anzugeben. Selbst im internationalen Internet.



Und wenn Du immer wieder betonst das Du eigentlich nur wenig Geld ausgeben möchtest, weil das ja alles nur ein Hobby wäre, dann wäre es besser wenn Du Dich erst einmal damit auseinander setzen würdest was Dir die Histogrammanzeige an der Kamera sagen möchte. Da hast Du doch die Helligkeitsverteilung (Kontraste) auf einem Blick! Vielleicht wäre es auch besser einen kleinen, vernünftigen Monitor anzuschaffen mit dem Du das Kamerabild sicher zu beurteilen lernst. Ein Belichtungsmesser erfordert ein sicheres Wissen über Belichtungsrelevante Bilddetails und kann einen Anfänger schon mal leicht aufs Glatteis führen.


Was soll diese passiv aggressive Art auf einmal. Schlechten Tag gehabt? Das Histogramm hilft mir in meinem Fall nur bedingt weiter, weil es mir darum geht, dass die Beleuchtung zwischen verschiedenen Schnitten möglichst gleichmäßig ausschaut, also genau in den bildrelevanten Bereichen. Ob Randbreiche absacken oder überbelichtet sind ist zweitrangig. Ein sauberer Abgleich zweier Shots rein auf Basis einer Helligkeitsverteilung ist einfach schwer möglich.



Wenn ich genau drüber nachdenke betrifft dich das mit der Kalotte nicht. Das ist immer ein Fehler, der beim Spotmeter auftritt. Da ist es so, dass du, wenn du auf der Haut eine Blende 8 misst, dass du dann zum richtigen belichten eine 5.6 blenden musst, weil die Mitteleuropäischen Hauttöne eine Blende über 18% Grau liegen. Da du aber mit der Kalotte keine Reflektion misst ist das nicht relevant. Da ist eher wichtig, dass du für die Arbeitsblende ein sinnvolles Verhältnis aus Führung und Aufhellung blendest, zB. bei einer 5.6 als Führung und einer 2.8 als Aufhellung eine 4 am Objektiv.


Ok, danke ich werde mal sehen was rauskommt. Jetzt muss ich mich erstmal für ein Gerät entscheiden.

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Montag, 15. September 2014, 21:39

Hi, der MBf - Shop ist schon in Ordnung. Er richtet sich einfach an gewerbliche Kunden und die holen sich die gezahlte Mehrwertsteuer vom Finanzamt wieder. Daher die Netto - Preisangabe.
Vielleicht wäre es auch eine gute Idee wenn Du Dir den Belichtungsmesser erst einmal leihen würdest. Es gibt bestimmt auch in Deiner Nähe Fotoclubs wo Du mal nachfragen kannst. Dann kannst Du ohne Geld ausgeben zu müssen einmal damit üben und sehen ob die Arbeitsweise so funktioniert wie Du dir das vorstellst. Was für Scheinwerfer hast Du? Ich habe nämlich Belichtungsmesser die mit manchen Lichtarten nicht so gut klarkommen.

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