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ToXic pictures

TeeTrinker

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 13:35

SCHEINWERFER - Kleiner Leitfaden

Der Folgende Beitrag ist mein zweiter kleiner Leitfaden für euch und beschäftigt sich ergänzend zu den Leuchtmitteln nun mit den verschiedenen Scheinwerfertypen, die man im Filmbereich (aber genauso im Theater- / Veranstaltungsbereich) verwendet. Hauptaugenmerk wird sein, wie ist der Scheinwerfer aufgebaut, was bedeutet das für das austretende Licht und wofür verwende ich den am besten.
Wir werfen einen Blick auf:


- Stufenlinsen (Fresnel)
- Plan-Konvex Scheinwerfer (PC-Scheinwerfer)
- Profil-Scheinwerfer und die Sondergruppe der Verfolger
- Parabolspiegel-Scheinwerfer (PAR)
- ARRI MAX (als Sonderform der PAR)
- Symmetrische Flächen-Scheinwerfer
- Asymmetrische Flächen-Scheinwerfer
- Leuchtstofflampen
- Dino's (als Sonderform der Flächenscheinwerfer)



Was ich nicht betrachten werde sind zum einen die Moving-Lights, zum anderen Sonderformen wie Kopflichter, Ringlichter oder Ballons ect.


Klassifizierung


Wenn man einen Dreh als Oberbeleuchter plant, dann begegnet einem ein ganzer Zoo von unterschiedlichen Scheinwerfern. Kunstlicht, Tageslicht, Scheinwerfer mit Linse, ohne Linse, welche mit kleiner Leistung, welche mit hoher Leistung... Wofür nun also welchen Scheinwerfer am klügsten einsetzen.
Eines noch vorweg - weil mir das hier um Forum öfters mal begegnet - beim Film wird Licht (fast) NIE direkt gesetzt. Ausnahmen sind da Flächenleuchten wie KinoFlo's, ansonsten wird idR. zwischen Scheinwerfer und zu beleuchtendem Objekt ein oder mehrere Diffusoren gestellt - also zB. Folien, die das Licht streuen und damit das Licht weicher machen. Oft ist es sogar so, dass man das Licht "bounced", dh. man schickt das Licht indirekt auf das Objekt. Dazu verwendet man große weiße Flächen (Styros, Butterflys oder ähnliches). Aber das nur am Rande - zurück zu den Scheinwerfern.

Die drei wichtigsten Unterscheidungsmerkmale die in der Praxis relevant sind:
- die Bauform & damit die Frage, wie das Licht den Scheinwerfer verlässt
- die Leistung in Watt und die Frage wie viel Licht kommt am Ende da raus
- die Lichtfarbe (Kunstlicht oder Tageslicht)


Der Stufenlinsenscheinwerfer


Die Stufenlinse (kurz Stufe) ist einer der verbreitetsten Scheinwerfer im Film- und Studiobereich. Auch im Theater werden diese Scheinwerfer sehr gern und oft verwendet. Man findet die Stufe in einem Leistungsspektrum von wenigen 100W bis hinaus zu 24.000W - ebenso gibt es die Stufenlinsen als Kunstlichtscheinwerfer mit Halogenbrenner oder als Tageslichtscheinwerfer mit HMI-Brenner. Inzwischen findet man auch Stufen, die mit LED arbeiten.



ARRI T5 - Stufenlinsen Scheinwerfer (Fresnel) - 5000W
(Bildquelle: arrirental.de)


Das optisch interessante System des Stufenlinsenscheinwerfers besteht aus den 4 wichtigen Bestandteilen der Fresnel- oder Stufenlinse, dem Brenner, einem kreisförmigen Reflektor sowie einer Verschiebeeinheit.
Die Stufenlinse ist eine Sonderform der Sammellinsen. Im Prinzip könnte man den Aufbau einer Stufenlinse so beschreiben - Man schneidet eine klassische Sammellinse in Ringe mit der gleichen Dicke und bringt diese dann wieder zusammen. Somit erreicht man ähnliche - sogar bessere optische Eigenschaften als bei einer großen, schweren Sammellinse und man erreicht eine enorme Gewichtseinsparung, weil die Linse viel dünner ist.
Der Brenner des Scheinwerfers sitzt direkt im Brennpunkt eines kreisförmigen Spiegels, sodass das Licht, welches nach hinten gestrahlt wird, wieder nach vorne und dann durch die Linse nach außen wandert. Problematisch ist, dass das Licht welches den Brenner nach den Seiten verlässt, verloren geht, weswegen Stufenlinsen im Vergleich zu anderen Bauformen eine vergleichsweise geringe Lichtstärke aufweist.
Das System Brenner & Spiegel sitzt auf einem verschiebbaren Schlitten, der ermöglicht, den Brenner mit Spiegel nah an die Linse heran oder weiter weg zu bewegen. Somit kann man den Scheinwerfer spotten und fluten, dh. eine kleinere bzw. größere Fläche ausleuchten.
Wenn der Scheinwerfer gespottet ist, dann erzeugt er einen schmalen, etwas weicheren Lichtkegel mit relativ hoher Lichtintensität. In dieser Einstellung bilden sich Schatten mit etwas weicheren Kanten und der Scheinwerfer lässt sich schlechter mit Toren begrenzen. Der Grund dafür - in dieser Einstellung sitzt der Brenner weit weg von der Linse und diese leuchtet als ganze Fläche. In der Einstellung Spot erreichen Stufenlinsen idR. einen Abstrahlwinkel von ca. 8°.
Wenn der Scheinwerfer geflutet leuchtet in der Linse nahezu nur ein Punkt. Der Brenner steht direkt hinter der Linse. Das hat zur Folge, dass es sehr harte klar definierte Schatten gibt und man dem Lichtkegel sehr gut mit Toren abshuttern kann. Der Lichtkegel hat einen Abstrahlwinkel von ca. 60° und die Lichtintensität nimmt im Vergleich zum Spot stark ab.


Bei Stufenlinsen bildet sich ein Lichtkegel, dessen Intensität im mittleren Bereich am stärksten ist und zu den Rändern hin langsam schwächer wird. Somit entsteht ein weicher Übergang.


Die Stufenlinse eignet sich besonders gut für gerichtete, flächige Ausleuchtung, besonders, wenn man klar definierte Schatten haben möchte.
Bei Personen oder Gegenständen führen Stufenlinsen zu starker Schattenbildung mit hohem Kontrastumfang. Für den Einsatz beim Film ist daher eine Aufhellung unabdingbar.




1. Fresnel- / Stufenlinse
2. Plankonvexlinse mit selber Brennweite
(Bildquelle: wikipedia.org)


Plan-Konvex-Scheinwerfer (PC-Scheinwerfer)


PC-Scheinwerfer findet man sehr oft in Theatern. Ihr großer Vorteil - sie bilden kein Streulicht.




zwei PC-Scheinwerfer für den Bühneneinsatz
(Bildquelle: seleconlight.com)


Der PC-Scheinwerfer ist nahezu baugleich mit der Stufenlinse, einziger Unterschied ist die Sammellinse, durch die das Licht den Scheinwerfer verlässt. PC's verwenden Plan-Konvex-Linsen und sind somit deutlich schwerer als Stufenlinsen. Die Lichtkegel haben eine deutlichere Randzeichnung - oft auch mit Farbverschiebungen in den Blau- und Rotbereich - und einen Lichtverlust direkt in der Mitte des Kegels. Somit ist eine gleichmäßige flächige Ausleuchtung mit mehreren PC's schwieriger zu erreichen als mit Stufenlinsen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Scheinwerfer in der Spot-Position die Glühwendel projizieren. Somit muss man hier mit leichten Streufolien gegenarbeiten.

Ein großer Vorteil zu den Stufenlinsen ist, dass die PC-Scheinwerfer kein störendes Streulicht produzieren. Somit werden sie häufig für die Beleuchtung über größere Distanzen - oder, wegen der härteren Randzeichnung, für die Beleuchtung von Details.



ein Blick in das Innere eines PC-Scheinwerfers
- in der Mitte der Halogenbrenner vor dem Spiegel
(Bildquelle: seleconlight.com)


Profilscheinwerfer & Verfolger


Sowohl Profilscheinwerfer als auch Verfolger findet man beim Film nur in ganz seltenen Fällen. Sie sind eher in Bühnenhäusern zu Hause.



typischer Profilscheinwerfer "Robert-Juliat"
(Bildquelle: ziogiorgio.de)


Der Profilscheinwerfer erzeugt einen hart abgegrenzten Lichtstrahl. Dabei wird das Licht von der Lampe über ein kompliziertes System aus mehreren Linsen, vom Lampenhaus durch den Tubus auf aus dem Scheinwerfer geleitet.
Das System hat sogenannte Schieber (idR. 4 Stück) mit denen man den Lichtstrahl begrenzen kann, meist eine Irisblende, mit der man den Lichtkegel nochmals verkleinern kann, sowie 2 Linsen im Tubus, die man so gegeneinander verschieben kann, dass der Lichtkegel größer oder kleiner (idR. 5° - 50°), bzw. scharf oder unscharf wird. Meist kommt es bei Profilscheinwerfern - wie von den PC's schon bekannt - zu Farbsäumen an den Rändern eines scharfen Lichtkegels. Wieder dienen hier leichte Streufolien zum gegenkorrigieren.
Bei den meisten Profilscheinwerfern können sog. Gobos verwendet werden. Dies sind Lichtschablonen, die zB. Laubmuster oder ähnliches Projizieren.


Es gibt verschiedene Bauformen von Profilern, auf die ich allerdings nicht weiter eingehen will, weil der Profilscheinwerfer für den Einsatz beim Film eine eher unwichtige Rolle spielt.


Eingesetzt werden diese Scheinwerfern zur Beleuchtung von Objekten oder Personen - in der Regel, wenn man den Lichtkegel klar abschieben (so nennt man das Begrenzen des Lichtes beim Profilscheinwerfer) muss. Auch hier kommt es wieder zu sehr harten Schatten und sehr hohem Kontrastumfang, der wiederum eine Aufhellung beim Filmeinsatz erfordert.


Der etwas komplizierte Aufbau eines ENIZooms

(Bildquelle: grundlicht.de)


Der Verfolger ist ein Profilscheinwerfer, der einen noch viel schmaleren Austrittswinkel hat - idR. sind das nur wenige Grad. Meist haben sie auch eine wesentlich höhere Leistung als Profilscheinwerfer. Vom Aufbau sind die Verfolger den Profilscheinwerfern sehr ähnlich. Hinzu kommen aber Jalousien oder Irisblenden, die es ermöglichen den Scheinwerfer direkt am Gerät in der Intensität zu regulieren, ohne dabei die Farbtemperatur zu verändern.
Verfolger dienen dazu (meist) Personen über weite Distanzen auszuleuchten und deren Bewegungen mit dem Lichtstrahl zu verfolgen.




Parabolspiegel-Scheinwerfer


Die Parabolspiegelscheinwerfer kurz PAR genannt, finden sehr häufig beim Film ihren Einsatz. Der PAR wird oft mit den PAR-Kannen in Verbindung gebracht, hat aber mit denen nur gemeinsam, dass beide sich die Technik des Parabolspiegels zu Nutzen machen. Ansonsten handelt es sich bei der PAR und der PAR-Kanne um unterschiedliche Scheinwerfertypen.



klassischer PAR-Scheinwerfer ARRI-Sun 1200W
(Bildquelle: adorama.com)




der PAR64 - oft verwechselt mit dem PAR-Scheinwerfer
hier basiert das Leuchtmittel auf der Technologie des Parabolspiegels
(Bildquelle: thomann.de)


Die PAR besteht aus einem Lampenkopf, indem ein asphärischer (unrunder), symmetrischer Parabolspiegel verbaut ist, in dessen Brennpunkt sich das Leuchtmittel befindet. Fast immer handelt es sich dabei um Tageslicht (HMI).
PAR's erzeugen einen sehr intensiven, gebündelten, nahezu parallelen Lichtkegel mit sehr hoher Intensität. Fokussieren kann man den Lichtstrahl kaum - eine leichte Fokussierung erreicht man durch das Bewegen des Leuchtmittels im Spiegel. Die Abstrahlwinken liegen bei PAR's üblicherweise zwischen 4° und 8°.
Die PAR's verwendet man (fast) ausschließlich mit Vorsatzlinsen (ähnlich wie man das von den PAR-Kannen kennt). Durch unterschiedliche Linsen auf den Vorsatzscheiben erreicht man verschiedene Abstrahlcharakteristika mit denen man Winkel zwischen 9° und 70° erreicht.


PAR's erreichen über hohe Distanzen sehr hohe Beleuchtungsintensitäten. Sie eignen sich daher besonders gut als Filmlicht. IdR. verwendet man sie aber nur im Zusammenspiel mit Reflektoren und Diffuseren.
Bei PAR's besteht durch die starke Bündelung akute Brandgefahr, deswegen niemals ohne Vorsatzlinse zünden, wenn sich im Lichtstrahl Hindernisse befinden. Auch bei wenig streuenden Vorsatzlinsen besteht höhe Brandgefahr!


ARRI Max


Die von ARRI vorgestellte Serie der ARRI Max - Scheinwerfer ist eine Sonderform der PAR, die die klassischen PAR's im Film mehr und mehr ersetzt.




ArriMax - 12KW ARRI Max mit speziellem PAR-Reflektor
(Bildquelle: arrirental.de)


Die ARRI Max basieren auf dem selben Prinzip wie der PAR's, nur ist der Reflektor der MAX mit einem speziellen lamellenartigen Muster versehen. Dies erzeugt einen weniger parallelen Lichtstrahl, der sich wesentlich besser fokussieren / streuen lässt.
Durch diesen speziellen Reflektor werden quasi die Vorsatzlinsen der PAR ersetzt. Jedoch erreicht man mit der MAX keine Winkel unter 18° und keine Winkel über 52°.


Im Vergleich zu den Stufenlinsen, die ja für den Film die einzige Alternative zu den PAR's darstellen, wenn es um Punktlichtquellen geht, haben die PAR's eine wesentlich höhere Beleuchtungsstärke und sind somit viel effizienter. Dafür eignen sie sich weniger gut für klare Schatten und haben ihre Schwächen in der großflächigen Ausleuchtung. Die PAR ist im vergleich zur Stufe etwa doppelt so lichtstark wie die Stufe, bei gleichem Brenner - die MAX ist im Vergleich zur PAR ebenfalls noch mal doppelt so lichtstark.
Im Vergleich zur PAR gibt es bei der MAX keinen Brennpunkt vor dem Scheinwerfern, dennoch ist gerade bei größeren Einheiten die Hitze in einem engen Bereich gebündelt, was zT. Probleme beim Folieren mit sich bringt.




Symmetrische Flächen


Wir verlassen den Bereich der Punktlichtquellen und wenden uns nun den Flächen bzw. Flutern zu. Hier geht es besonders um eine gleichmäßige, großflächige Ausleuchtung.




symmetrischer Fluter
(Bildquelle: hbernstaedt.de)


Fluter sind immer wie Wannen aufgebaut. Ein großer parabolisch geformter Reflektor steht hinter einem Brenner, der meistens als Stabbrenner ausgeführt ist. Der Brenner beleuchtet den Reflektor gleichmäßig und die Lampe gibt dann das direkte und das reflektierte Licht mit einem sehr breiten Abstrahlwinken ab. Bei den symmetrischen Flächen steht der Brenner in der Mitte der Wanne und das Licht wird nach vorn gleichmäßig auf eine große Fläche verteilt.
Das Licht ist ungerrichtet und lässt sich kaum kontrollieren. Es entstehen in der vertikalen Ebene weichere Schatten als in der Horizontalen, was auf die längliche Bauform der Leuchte zurückzuführen ist.


Symmetrische Flächen dienen zur Ausleuchtung sehr großer Flächen. Finden aber beim Film kaum Einsatz - evtl. findet man sie in Studios als Deckenfluter oder Aufheller.


Weil ja hier immer mal wieder mit Baustrahlern gearbeitet wird - diese sind klassische symmetrische Flächen.



Asymmetrische Flächen-Scheinwerfer


Die zweite Gruppe der Flächenscheinwerfer sind die asymmetrischen Flächen.



asymmetrischer Fluter - Abstrahlrichtung nach unten
(Bildquelle: production-partner.de)


Asymmetrische Flächen unterscheiden sich von der Funktionsweise nicht von den symmetrischen Flächen. Einzig und allein die Lage des Brenners ist eine andere. Bei den asymmetrischen Flächen liegt der Brenner nicht zentral in der Leuchte, sondern er liegt auf einer Seite. Somit ergibt sich eine asymmetrisch geformte reflektierende Wanne.
Für das austretende Licht bedeutet das, dass es eine Abstrahlrichtung gibt, die jeweils gegenüber des Brenners liegt. Auf der Seite des Brenners entsteht eine relativ harte Kante.

Asymmetrische Flächen eignen sich besonders für das gleichmäßige Ausleuchten von Hintergründen bzw. Horizonten, da sie an der Decke hängend oder am Boden stehend eingesetzt werden können.

Bei asymmetrischen Flächen verwendet man gern gefrostete Brenner, da sich bei klaren Brennern die Halterungen der Glühwendel als Schatten auf der beleuchteten Fläche abbilden können.



Leuchtstofflampen


Besonders für Aufhellungen oder Verlängerungen verwendet man im Film gern Leuchtstofflampen. Die wohl bekannteste Leuchte ist dabei die KinoFlo.



KinoFlos als 4Bank long - DoubleBank long und SingleBank long - jede Röhre der langen Flo hat 80W
(Bildquelle: hurlbutvisuals.com)


Leuchtstofflampen erzeugen ein vollkommen ungerichtetes Licht. Damit eignen sie sich zur nahezu schattenfreien Ausleuchtung von Objekten und Personen. Dabei darf die Leuchte keinen zu großen Abstand zum Objekt haben. Da die Leuchtstoffröhre faktisch keine Wärme erzeugt kann sie sehr dicht oder sogar direkt in Kulissenteile eingebaut werden.
Bereits durch die Bauform der Röhre festgelegt ist, dass man Leuchtstofflampen nur als Flächenleuchten verwenden kann. Eine Begrenzung des Lichtes ist ebenfalls nur schwer bis gar nicht möglich.


Leuchtstofflampen gibt es nicht nur in unterschiedlichen Weißtönen, sondern ach in den 3 Grundfarben Rot / Grün / Blau. Durch Vorschaltgeräte lassen sich die Leuchten Dimmen und somit via additiver Farbmischung alle Farben aus den 3 Grundfarben + Weiß mischen.


Leuchtstofflampen finden ihren Einsatz nicht nur als Aufheller oder zum Verlängern bzw. flächigen Ausleuchten am Set, sondern auch im Studio als LHGL's. Unter LHGL's versteht man Leuchtstoff-Hintergrundleuchten zum ausleuchten von Studiohintergründen.




Dino's


Dino-Lights und Brutes sind Kunstlichtfluter die sich aus Brennergruppen zusammensetzen. Dabei sind die einselten Gruppen - teilweise sogar die einzelnen Brenner schwenkbar.




Dino mit 6 Gruppen á 4 Brennern
(Bildquelle: hurlbutvisuals.com)


Dino's bzw. Brutes sind eine Sonderform der Flächenleuchten, da sie sich aus gekoppelten Einzelbrennern zusammensetzen. Die Brenner sind meistens PAR64-Brenner.


Dino's verwendet man beim Film sehr gern um zB. Sonnenlicht zu simulieren.




Noch ein paar Fotos...




ARRIMax 18/12 im Einsatz am Set
(Bildquelle: arri.de)




ARRI Daylight - 12KW / 18KW Stufenlinse im Einsatz - indirekt über ein 12x12 Butterfly mit SilverLame
(Bildquelle: abpg.com)



ein kleiner Zoo von Halogen-Stufenlinsenscheinwerfern
(Bildquelle: arri.de)




Filmset mit Scheinwerfern - man erkennt deutlich mehrere Ringlinsen (zwei im Hintergrund mit Chimerazelt) und an der oberen
Bildkante vermutlich eine symmetrische Fläche
(Bildquelle: piqs.de)




Auch hier hoffe ich Euch ein wenig die Unterschiede und die Einsatzmöglichkeiten von Scheinwerfertypen näher gebracht zu haben.


__________


Nur noch als kleine Quellenangabe: Meine Ausführungen fußen zu großen Teilen auf dem "Handbuch der Lichttechnik" und zum anderen großen Teil auf eigenen praktischen Erfahrungen.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »ToXic pictures« (14. August 2016, 13:44) aus folgendem Grund: Aktualisiert


wabu

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 18:49

joey: bitte nochmal - deine pdf ist schöner!



Als ausgebildeter Fotograf auch wenn es sehr lange her ist) hat man ja mit Licht zu tun. Und vieles ist hier nicht sehr neu für mich - aber diese Zusammenstellung ist einfach Klasse und lohnt sich gerade zum Nachschlagen.

Deswegen vielen Dank für beide Beiträge dazu!

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Musashi

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Sonntag, 6. September 2015, 08:45

Danke für den Beitrag. Sehr gute Zusammenstellung.

tevauloser

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4

Sonntag, 6. September 2015, 11:18

Auch von mir ein grosses "Danke". Man kann nie genug dieser erhellenden Techniken erlesen.

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