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stanman

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1

Montag, 1. August 2005, 16:58

Beleuchtung

moin,

ich habe mal ne allgemeine Verständnisfrage zur Beleuchtung. Letztens habe ich das making of von Mr. And Ms. Smith gesehen. Da konnte man wieder sehr gut erkennen, wie stark die Szenen ausgeleuchtet werden. Auch Nachtszenen. meine Frage: Machen die das, damit auf jeden Fall alle Details perfekt beleuchtet sind? Also damit es überhaupt die Möglichkeit gibt, die Szenen im Nachhinein dunkler zu machen? Bzw. andere Farbkorrekturen vornehmen zu können?`Mich hat das nur etwas gewundert, da einige Szenen echt verdammt grell beleuchtet werden.
Vielen Dank schon mal

MichaMedia

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2

Montag, 1. August 2005, 17:04

Um so mehr Licht, um so besser.
Nehm deine Videocam und filme bei schlechter Beleuchtung, Bildrauschen ist die folge.
Nimm eine starke Beleuchtung und dreh die Blende runter, so daß das Bild dunkler wird, aber kein Bildrauschen, da genug Licht vorhanden.

gruß Micha

freezer

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3

Freitag, 5. August 2005, 11:29

Es gibt viele Gründe, warum eine Szene sehr stark ausgeleuchtet wird.
Zum einen, wenn auf weniger lichtempfindlichem Filmmaterial (feineres Filmkorn = weniger Rauschen) gedreht wird, benötigt man naturgemäß mehr Licht.
Auf der anderen Seite haben Filmkameras eine viel geringere Tiefenschärfe als Videokameras, bei wenig Licht muß dann die Blende weit geöffnet werden und damit wird der Tiefenschärfebereich starkt eingeschränkt. Leuchtet man jedoch sehr stark aus, kann die Blende weiter geschlossen werden, der Bereich der Tiefenschärfe steigt.

Bei Nachtaufnahmen im Freien hat man oft das Problem, daß der Hintergrund einfach im Dunkeln absäuft, daher wird mit extrem starken Lampen der Hintergrund gezielt ausgleuchtet (HMIs = Lichtbogenlampen, mit 10.000 Watt und mehr).
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
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Bavarijan

HTS_HetH

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Freitag, 5. August 2005, 11:32

Wo du das gerade ansprichst. Ist jetzt nicht direkt on-topic, aber ich will mich bald mal an einen kleinen Aufbau ranwagen zum Thema "35mm-Adapter" sprich Fotooptiken nutzen, um damit künstlich bei meiner DV Cam eine geringe Tiefenschärfe zu erzwingen, das dann in Verbindung mit ordentlich viel Ausleuchtung usw. um mla zu sehen was ich da noch an Optik rausholen kann. Mich reizt dieser typische Filmlook, sprich gerunge Tiefenschärfe usw. Das will ich gerne mal in zukünftigen Projekten zum Einsatz bringen.

Cambridge

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5

Freitag, 5. August 2005, 11:48

Das wünsche ich mir auch immer öfter von meiner DV- bzw. Digi-Cam.
Die krasse Tiefenschärfe lässt einfach jede Szene bzw. jedes Bild nach "Urlaubsvideo" aussehen und es ist schwer, die Aufmerksamkeit auf das Obejekt zu lenken.

freezer

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6

Freitag, 5. August 2005, 12:04

Im Zoombereich und mit weit offener Blende lässt sich auch mit miniDV-Cams ein bißchen Tiefenunschärfe zaubern. Ein ND-Filter hilft dabei, die Blende weiter öffnen zu können. Das geht halt wiederum nur mit den teureren Cams, wo Blende manuell eingestellt werden kann und ein ND Filter existiert, bzw. einer vor die Optik geschraubt werden kann.

Eine weitere Möglichkeit für Close-Ups: eine diffuse Scheibe (Glas oder Kunststoff) hinter die Person/Objekt stellen, dadurch wird der Hintergrund künstlich diffus.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
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Cambridge

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7

Freitag, 5. August 2005, 13:22

Also, bei meiner miniDV Cam kann ich das getrost vergessen ... da ist alles vollautomatisch - keine Chance. :(

Das mit der Scheibe ist keine schlechte Idee ... allerdings wohl doch recht schwer zu realisieren. Um die Scheibe unsichtbar zu machen, muss man sich mit der Ausleuchtung schon enorme Mühe geben, denke ich. Wenn da was spiegelt, schaut's schlecht aus.

HTS_HetH

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8

Freitag, 5. August 2005, 13:38

Jo die kleinen Tricks hab ich auch schon mehrmals gelesen, aber das ist nun mal alles kein echter Ersatz für richtige Tiefenschärfe bzw. Unschärfe in diesem Fall. Ich hoffe das wir da mal so nen Versuchsaufbau nachempfinden können... Werde mir in kürze mal ein oder zwei alte Spiegelreflexkameras gebraucht zu legen, um damit dann mal zu testen.

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