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a.k.87

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Montag, 17. Februar 2014, 09:38

Tonequipment für diverse Eventaufnahmen

Hallo,

ein Freund und ich filmen des Öffteren Eventaufnahmen, wovon die meisten Hochzeiten sind. Da der Ton dabei eine große Rolle spielt, wollen wir demnächst aufrüsten. Leider kenne ich mich im Audio-Bereich zu wenig aus und bräuchte ein wenig Rat. Einige von euch werden sicherlich auch schon mal die ein oder andere Hochzeiten gefilmt haben und da würde es mich interessieren, wie ihr das gelöst habt.

Damit ihr euch ein Bild machen könnt wie und mit was wir arbeiten, schreib ich mal ein wenig über uns.

Wir filmen jeweils mit einer Canon 6D und tontechnisch sind wir mit einem Rode NTG-2 und einem Zoom H4n ausgestattet. Mein Freund hat die Kamera und den Ton "aufgerigt" und filmt hauptsächlich close ups, wobei er sich nicht allzu viel bewegt. Bei Reden und anderen statischen Bildern switched er auch mal auf ein Stativ.
Ich bin mit einem Weitwinkel und einer Glidecam unterwegs und mache die bewegten Aufnahmen (vor allem bei Tanzaufnahmen), switche aber auch mal hin und wieder auf ein Rig.

Da die Verstärkung des Zoom H4n nicht ausreichend ist, sind die Aufnahmen des Rode meist viel zu leise. Außerdem nimmt die Synchronisation auch eine Menge Zeit in Anspruch, weshalb wir das Rode mittels Adapter direkt an die Kamera angeschlossen haben (damals noch an einer GH2). Da auch das oftmal zu leise war, haben wir den Ton direkt mit den GH2´s aufgenommen, was natürlich ein absolutes no go ist.

Darum soll jetzt endlich mal in den Ton investiert werden. Geplannt sind ca. 500 Euro (ich lasse mich aber auch eines besseren belehren).
Da wir uns in der post so wenig Arbeit wie möglich machen wollen, schließe ich eine externe Tonaufnahme aus (vielleicht auch nur das Zoom als backup Ton, was den ganzen Tag einfach mitläuft). Schön wäre auch ein äquivalenter Ton an beiden Kameras.

Ich hab mir folgendes Gedacht:

1. Jeweils ein Rode NTG-2 an beiden Kameras, verstärkt mit jeweils einem Fethead.

Ob ein Richtmikrofon (Superniere) die richtige Wahl ist, ist auch fraglich, da sich das Klangbild bei Bewegung verändert.

2. Jeweils ein Rode Stereo Videomic (Niere).

Hier besteht die Gefahr, das seitliches Gerede in den Vordergrund tritt. Was für eine Richtcharakteristik wäre wohl am besten geeignet?

3. Richtmikro bzw. Stereomic mittels externen Audio-DSLR Verstärkern direkt in die Kamera. Bei shlascam werden die Modelle von Beachtek und juiced Link getestet. Hat jemand Erfahrung mit diesen oder kann ein Modell für unsere Anforderungen empfehlen?

Oder hat jemand noch einen ganz anderen Lösungsansatz? Mich würde wirklich interessieren, wie ihr das handhabt und wie das Ergebnis aussieht. Ich hoffe, nicht zu viele Fragen gestellt zu haben und das mir vielleicht jemand helfen kann. Danke fürs Lesen und ein Danke im Voraus für jede Antwort.

Gruß

Anton

starend

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Montag, 17. Februar 2014, 10:51

Hi,

der Fethead Vorverstärker wird an Euren Kondensatormikrofonen nicht funktionieren: "FetHead is a high quality, phantom powered in-line preamplifier providing improved sound for ribbon and dynamic microphones". Also nur für Bändchen und Dynamische Mikrofone!



(Richt-) Mikrofone auf der Kamera in Innenräumen sind suboptimal. Sie nehmen auch gern den Ton auf der von der Wand hinter dem Redner reflektiert wird. Dazu dann auch noch gern das Schnaufen des Kameramannes, die Mikrofone sind auch nach hinten empfindlich. Um mittels Richtmikro einen klaren Ton zu bekommen sollte der Redner nicht weiter als 1,5 Meter entfernt sein, richtig gut wird es darunter. Der Einsatz einer Tonangel ist dabei sehr hilfreich.


Um wirklich einen guten Ton zu bekommen und auf jeden Fall nichts von dem so wichtigen "Ja" bei einer Hochzeit zu verpassen werdet Ihr kaum umhin kommen die Leute mit Lavaliermikrofonen auszustatten und und den Ton mittels Funkstrecke zur Kamera zu übertragen. Dabei empfiehlt sich dann der Einsatz eines kleinen Mischers. Das alles kostet zwar Geld, ist aber die einzige praktikable Möglichkeit einen wirklich sauberen Ton aufzuzeichnen.


Gruß Stefan

a.k.87

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Montag, 17. Februar 2014, 14:34

Hi,

erstmal danke für deine Antwort.
Zum Fethead hatte ich jetzt in mehreren Forendiskussionen eine Empfehlung, zur Nutzung mit dem NTG-2, gelesen. Dieses soll mit der Phantomspeisung aus der Batterie (Wenn auch nicht optimal) genutzt werden können. Eine wahrscheinlich bessere Lösung ist der Fethead Phantom.

Okay gegen die Verwendung eines Richtmikrofons, hast du mich überzeugt. Für szenisches Arbeiten mit externem Ton und jemandem der ihn angelt, ist die Kombination Zoom H4n, Fethead Phantom und Rode NTG-2 wahrscheinlich geeignet, nicht aber für dokumentarisches Arbeiten.

Das mit den Lavaliermikrofonen ist auch eine Überlegung wert. Probleme sehe ich da jetzt in der Flexibilität. In der Kirche ist es ja eher Leise, weswegen der Ton dort nicht so problematisch ist. Nach der Kirche geht es ja meist direkt weiter. Es werden spiele gemacht, Trauzeugen & Eltern halten Ansprachen und so weiter. Auf manchen Hochzeiten gibt es sogar Moderatoren. Die Lavaliermikrofone müssten dann ständig gewechselt werden, was Meiner Meinung nach unvorteilhaft ist. Ich lass es mir aber mal durch den Kopf gehen. Hast du da vielleicht eine Empfehlung?

Gruß

Anton

starend

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4

Montag, 17. Februar 2014, 21:48

Hi,
ich würde mich von der Idee der FetHead - Vorverstärker verabschieden. Mikrofone gehören an einen Mixer. Mit dem ist die Rate der Verstärkung in allen Aspekten regelbar. Darüber hinaus gibt er dem Mikrofon an Strom was es braucht (Phantom, Tonaderspeisung), ein oft hilfreicher Tiefpassfilter ist immer auch noch dabei. Das Zoom Aufnahmegerät hat nicht so gute Mikrofon - Vorverstärker, sie rauschen einfach mehr. Daher ist es sinnvoll sie so weit runter zu drehen das die Mikrofonverstärker nichts zu tun haben ausser das Signal vom Mixer durchzulassen.

Die Idee mit den Lavaliermikrofonen folgt einfach der Überlegung den Schall nah dort abzunehmen wo er entsteht. Schau Dir mal an wie das die Anderen machen: Egal ob in der Doku Soap, in der Talk Show oder bei Live Events, die Leute haben alle ein Mikrofon am Kragen und den Sender dazu in der Tasche. Es gibt besonders von Shure erschwingliche Ausrüstung dazu. Bekannt ist auch von Sennheiser die G3 Serie. Wichtig ist dabei das man Gerät erwirbt dessen Betrieb in D lange legal bleibt und das von den Mobiltelefonen der Leute nicht gestört wird. Ich würde einfach mal mit zwei Lavalieren und Funkstrecken für die wichtigsten Leute anfangen, daneben aber die Richtmikrofone weiterhin benutzen. Du brauchst dann ohnehin einen Mischer weil die Kamera nicht so viele Anschlüsse wie Mikrofone da sind bietet.

Gruß Stefan

a.k.87

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Dienstag, 18. Februar 2014, 09:08

Hi,

ich glaub wenigstens mal bestellen und ausprobieren werde ich den Fethead schon. Das dies nicht das beste Ergebniss liefert ist mir klar, aber wahrscheinlich ein viel besseres als der onboard Ton der Kamera :) .
Meinst du mit Mixern auch die Audio DSLR verstärker von Beachtek und juiced link (von tascam gibt es auch noch einen)?
Das man mit Lavaliermikrofonen das beste Ergebnis erzielt (nicht unbedingt die beste Klangqualität, aber immer am Ort des Geschehens) ist mir klar. Aber wie du schon sagst:

Zitat

Egal ob in der Doku Soap, in der Talk Show oder bei Live Events, die
Leute haben alle ein Mikrofon am Kragen und den Sender dazu in der
Tasche.
Man sieht die Dinger oftmals/meistens. Bei einer Hochzeit ist das ein no go. Außerdem versuchen wir dezent im Hintergrund zu bleiben. Wenn wir anfangen den Leuten verkabelungen aufzuzwingen, werden wir wohl eher als störend empfunden. Außerdem filmen wir ja auch Events wie Kampfsportveranstaltungen oder Konzerte, wo man nicht immer die Möglichkeit hat die Hauptredner/Akteure zu verkabeln. Eine allgemein gültige Lösung, die nicht unbedingt das beste Klangergebniss liefert, aber vielseitig einsetzbar ist und einen annehmbaren Sound liefert (alles ist besser als der Kamer-Ton :D ), wäre am sinnvollsten.

Was hälst du denn von Stereo Mikrofonen. Die Nierencharakteristik sollte doch gut geeignet sein um einen gleichbleibenden Klang zu erzeugen? Das Pegeln könnte man dann ja über einen DSLR Audio Vorverstärker regeln.

Gruß

Anton

starend

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Dienstag, 18. Februar 2014, 11:07

Hi,

bei Konzerten ist es am besten ein Summensignal direkt aus dem Mischer des Tontechnikers zu bekommen. Bei Konzerten mit Akustikinstrumenten, Chor usw. ist die Mikrofonierung eine Wissenschaft für sich. Mit einem Stereomikrofon habe ich noch nie gearbeitet. Wie sind denn da die Kapseln angeordnet? Ich kann mir nur vorstellen das man mit einem M/S Stereomikrofon zu guten Ergebnissen kommen kann weil während der Nachbearbeitung die Stereobasis verstellt werden kann. Es fällt mir da aber auch nur das Sennheiser 418S ein. Das ist nicht billig und es leuchtet mir auch nicht der Sinn ein.

Mit Mixern meinte ich die üblichen Dinger von SD, SQN, Wendt usw. Ob der BeachTek oder JuicedLink auch gehen weiss ich nicht. Mir scheinen sie aber etwas überteuert für das was sie bieten. Den Ton kontrollierst Du dann am besten über das Kopfhörersignal aus der Kamera oder per Hinterbandkabel am Mischer. Als Kopfhörer kann ich als Brillenträger den Sony 7506 empfehlen, damit kann man längere Zeit einigermaßen schmerzfrei arbeiten.

Bei Kampfsportveranstaltungen hat der Moderator meistens ein Mikrofon für die Saalanlage in der Hand, an das Signal kann man rankommen. Ansonsten ist es einfach ein Richtmikro neben der Matte in Richtung der Akteure aufzustellen. Das Signal kann dann per Funkstrecke zur Kamera übertragen werden.

Wenn Du die Hochzeitsleute nicht mit Funkstrecken ausrüsten möchtst (obwohl das am besten wäre und auch allgemein akzeptiert wird) kannst Du ja versuchen ein Mikrofon etwas näher an den Ort des Geschehens zu bringen und so den Ton zu isolieren.

Rede doch einfach mal mit einem Tontechniker von einem Fernsehsender und frage wie die das machen. Das solltest Du dir in den Grundzügen aneignen. Die Leute für die Du filmst schauen bestimmt Fernsehen und sind den dortigen Standard gewohnt. Der gute Ton ist auf jeden Fall etwas mit dem man sich von der Konkurrenz gut abheben kann.

Gruß Stefan

jk86

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Dienstag, 18. Februar 2014, 11:47

Der Geheimtipp für Indoor heißt Kleinmembran mit Niere.
Wenn es mehr Mikros sein dürfen, ruhig mal mit Großmembran experimentieren.
Wenn der Raum präpariert werden kann, mit Grenzflächenmikrofonen.

Jan_

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Dienstag, 18. Februar 2014, 22:59

Die Fetheads werden mit Phantomspannung betrieben, sie liefern sie nicht.
Beim Fethead Phantom wird die ankommende Phantomspannung auf den Eingang durchgeschliffen, beim normalen nicht.

Die Batterie im NTG-2 dient der Versorgung des Mikrofons, sie liegt am Ausgang nicht an.

Wenn man sich vor Augen führt, dass die Phantomspannung den invertierten Signalweg nimmt, sieht die Signalkette also so aus:
Beliebiges Gerät welches Phantomspannung liefert (Mixer, Audiointerface, Fieldrecorder, ...) --> Fethead --> NTG-2 (mit Batterie)
oder
Beliebiges Gerät welches Phantomspannung liefert (Mixer,
Audiointerface, Fieldrecorder, ...) --> Fethead Phantom --> NTG-2 (ohne
Batterie)

Statt des Fethead brauchst du also einen Batteriebetriebenen Vorverstärker, wie z.b. einen ART Dual Pre USB (der keine Empfehlung sondern nur ein Beispiel ist).


Klar sollte sein, dass Atmo und Sprache über ein Mikro (auch Stereomikro oder Streopaar) immer einen Kompromiss darstellt.

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