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Sonderzeichen

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Mittwoch, 4. April 2012, 15:05

Beratung Musikaufnahme

Hallo zusammen!

Zuerst vorab, den Leitfaden habe ich gelesen und konnte einige interessante Erkenntnisse daraus ziehen. Da mein Anliegen aber etwas komplexer ist, wollte ich nochmals nachfragen.

Ich bin seit einigen Jahren Hobbyfotograf, von Event bis Portrait habe ich verschiedenste Aufträge abgearbeitet. Von einem ehemaligen Kunden der ein Musikprojekt führt, wurde ich nun um einen Filmauftrag angefragt, den ich sehr gerne annehmen würde. Dazu fehlt mir bislang leider noch das genauere Knowhow.

Zur Sache:
Ich soll bei diesem Projekt junge Gesangstalente bei Musikdarbietungen Filmen (Falls relevant: Indiepop, Acousticrock, eher die leisen Töne). Das ganze ist unplugged, also mit einer Livebegleitung von entweder Gitarre oder Klavier, als zweites Instrument evtl. jeweils noch eine Geige bzw. Cello.

Meine DSLR ist eine Nikon D5100, die einen Mikroanschluss hat. In einiges Forumsbeiträgen wird vom direkten Tonaufnehmen abgeraten, und auf separate/externe Tonaufnahmen verwiesen. (Kann man dann ja im Premiere Pro zusammenfügen, nicht?)

Da ich mich mit Audioequipment nicht im geringsten auskenne, wüsste ich gerne welches die kosteneffizienteste Lösung wäre. Ein Mikro für den Sänger und eins vor die Band/das Insturment? Welches würde sich da eignen?

Wäre superfroh wenn mir jemand eine Lösung empfehlen könnte und bin offen für alle Arten von Tipps zu dem Projekt.

Vielen Dank! :!: :)

joey23

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Mittwoch, 4. April 2012, 15:14

Schwieriger Fall.

Zunächst mal: (Ton-)Aufnahme in der D5100 würde ich nicht machen. Dir fehlt erstens ein Anständiger XLR-Eingang (PFLICHT!) und außerdem hast du keinerlei Chance das Signal während der Aufnahme mit einem Kopfhörer zu kontrollieren. Blindflug ist ziemlich riskant. Und für das Bild musst du dir darüber im Klaren sein, dass du nur wenige Minuten am Stück aufzeichnen kannst und die Aufnahme dann automatisch abbricht. Außerdem neigen DSLRs bei Dauereinsatz zum Überhitzen, gerade in einer vollen Bar oder Kneipe, in der es eh schon warm ist. Mit einem Comcorder wäre man hier auf jeden Fall besser beraten.

Ist es wirklich "unpluged" im Wortsinn, also wird ohne jede technische Verstärkung gespielt? Dann wirst du nicht drum rum kommen Sänger, Gitarre und Klavir mit Mikrofonen auszustatten, die Signale in einem Mischpult zusammenzuführen und dann entweder im PC oder besser mit einem XLR-Recorder aufzuzeichnen. Schau dir zum Beispiel mal dieses Gerät an: http://www.thomann.de/de/zoom_r16.htm Damit kannst du alle Mikrofone als getrennte Kanäle aufzeichnen, und nachher am PC noch einmal in Ruhe sauber abmischen, eventuell einen ganz leichten Hall darunterlegen und so weiter.

Konkete Mikrofonempfehlungen findest du zB in den Online-Ratgebern von Thomann.

Insgesamt ist das eine aufwändige Angelegenheit, die nicht ganz einfach ist, wenn man von Audio keine Ahnung hat. Mein Tipp wäre: Such dir einen kompetenten Partner der die Audioaufzeichnung für dich erledigt und konzentrier dich auf das Bild. Als Fotograf hast du mit Video schon genug zu tun. Das notwendige Equipment zu kaufen ist ohnehin deutlich teurer als für ein paar Stunden einen Fachmann kommen zu lassen, der das in sauberer Qualität und mit besserer Technik als du sie kaufen würdest für dich übernimmt. Und wie gesagt: Mit dem Bild allein ist eine Person schon mehr als genug beschäftigt, wenn es anständig werden soll.

Sonderzeichen

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Donnerstag, 5. April 2012, 07:59

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

In der Tat habe ich mit den Ausgaben im Bereich Audio gerechnet, und bin bereit in das Equipment zu investieren. Deshalb vielen Dank für die Kauf-Empfehlung! Gibt es vielleicht noch einen günstigeren Konkurrenten aus? Mein Gesamtbuget für das ganze Projekt ist so bei 200-300 EUR Euro. Ansonsten halte ich ausschau nach Gerbauchtgeräten :)

Gleich für einen Camcorder und Audio-Fachpersonal reicht es dabei wohl nicht, denn das ganze ist eben ein Nachwuchsprojekt (Studis&Gymnasiasten) und meine Entlöhnung ist auch mehr symbolisch als angemessen. Trotzdem möchte ich (aus grossem Interesse und Glaube in die Sache :-) bei dem Ganzen mitwirken.

Mit dem Filmen am Stück sollte das kein Problem sein, die D5100 hat auch schon 15minuten ohne Unterrbruch geschafft. :D

Gespielt wird absolut unplugged ohne verstärkung, allerdings nicht in einer lärmigen Bar oder Kneipe, sondern in (akustisch geeigneten) Räumen des Musikkonservatoriums. (Evtl. bei Windstille auch die eine oder andere Aufnahme draussen...). Verändert das was?

pikk

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Donnerstag, 5. April 2012, 11:30

Der Rat von joey23 ist schon ganz richtig. Wenn du vernünftiges Equipment willst, wirst du mit 300 Euro nicht weit kommen. Wenn du aber (erhebliche) Qualitätseinbußen in Kauf nehmen würdest, könntest du versuchen, ein günstiges Mikrofon mit guter Richtwirkung und Miniklinke (z.B. RODE Videomic) auf die jeweilige Hauptstimme zu richten und zu hoffen, dass die musikalische Begleitung in nem akzeptablen Verhältnis dadurch abgedämpft wird. Das Ergebnis würde dich aber sicher nicht vom Hocker reißen.

Guitar_TT

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Donnerstag, 12. April 2012, 20:59

Ich seh da zwei Möglichkeiten:
Ton-Equipment leihen oder jemanden in deiner Umgebung suchen, der für dich die Tonaufnahme macht.
Zudem kommt bei der Nikon noch dazu, dass sie nach spätestens 29min abbricht, aufzunehmen - also das was joey schon angesprochen hat. Wenn dich das nicht stört, dann kannst du die natürlich verwenden, wenn die Aufnahme aber durchgehend sein muss/soll, dann bist du da wirklich an der falschen Stelle....

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Donnerstag, 12. April 2012, 22:36

Ich würde dir davon abraten, dir teures equipment zuzulegen, du solltest dir wirklich fachkundige Hilfe suchen. Gerade weil du von "Kunden" sprichst, gehe ich davon aus, dass du das ganze mindestens auf semiprofessioneller Ebene betreibst. Wenn dem so ist, solltest du lieber sichergehen, dass du ein gutes Ergebnis abliefern kannst.

Das wird als Anfänger in Tonproduktion sehr schwierig, gerade wenn du auch noch gleichzeitig für die Bildaufnahme verantwortlich bist. Je nachdem wie qualitativ hochwertig das ganze werden soll, solltest du dir eher jemanden heranziehen, der etwas davon versteht, equipment mitbringt und unabhängig vom Video währenddessen die Tonaufnahmen macht.
Wirklich billige Mikrofone bringen es (meiner erfahrung nach) hier nicht wirklich und grade das abnehmen von Klavier oder Violine erfordert auch ein gewisses Know-How das du einfach nicht haben kannst, man kann nicht alles selbst machen.

Schau dich in deiner Umgebung mal um, ob es da Leute gibt die etwas in der Art anbieten (vielleicht auch ambitionierte Hobbymusiker/techniker die was davon verstehen und equipment haben, kostet weniger). Mit 200€ wird da sicherlich jemand zu finden sein.
Gibt auch verschiedene Internetcommunities, vielleicht findest du z.B. auf www.recording.de jemanden in deiner Nähe.

Alleine wird das auf jedenfalls verdammt schwierig zu stemmen - und wenn es irgendwie funktioniert wird dich das Ergebnis vermutlich eher enttäuschen.

Guitar_TT

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Freitag, 13. April 2012, 19:28

Um das noch zu präzisieren: Anmelden und diesem Link folgen: http://recording.de/Community/Forum/Comm…64/Thema_1.html - dort einen Nutzer in deiner Nähe suchen und mal anschreiben. Ebenso in diesem Unterforum:http://recording.de/Community/Forum/Such…nden/index.html

Viel Erfolg und wir sehen uns drüben ;)

R.C.

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8

Freitag, 13. April 2012, 22:36

Ich weiss ja nicht in wie weit dir das schon klar war, aber ich sags lieber mal,
da ich froh gewesen wäre, wenn mich jemand vor meinem ersten Mal darauf hingewiesen hätte.

Mach vor/nach den Auftritten soviele Aufnahmen von relevanten Sachen wie möglich um mögliche Wackler oder Aussetzer der Kamera "überschneiden" zu können. Ich hatte immer das Gefühl meine Kamera im Griff und die Situation beim Drehen unter Kontrolle zu haben.
Doch es kann soviel schief gehen womit man nie gerechnet hätte.
Am besten wäre es, auch abgesehen davon, eine 2. Kamera zu verwenden.

DundSMedia

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9

Freitag, 13. April 2012, 22:39

Ich weiß nicht ob das schon angesprochen wurde aber wegen der Überhitzung der Kamera musst du aufpassen, meine tm700 fängt bei längerer Aufnahmezeit fast an zu kochen...

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