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joey23

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Donnerstag, 5. Januar 2012, 18:47

Kleiner Tontechnik-Leitfaden für Einsteiger

Guter Ton gehört einfach zum guten Ton!

Immer wieder stehen Hobby- und Amateurfilmer vor dem gleichen Problem. Die Kamera ist gekauft, die ersten Versuche mit der Kamera sind erfolgreich im Kasten, die Aufnahmen von Oma , dem letzten Urlaub oder dem ersten kleinen Kurzfilm sind im Schnittprogramm und können bearbeitet werden. Und dann folgt die Ernüchterung. Omas Erzählungen gehen im Gewimmel der restlichen Familie unter, man sieht zwar, dass Töchterchen die Lippen bewegt, aber die Wellen sind so laut , dass man auch hier nichts versteht, und ob der derNachwuchs-James Bond tatsächlich das richtige Getränk bestellt hat ist ebenfalls nicht zu verstehen.


Tontechnik muss her!

Grundsätzlich erfordern unterschiedliche Aufnahmesituationen unterschiedliche Lösungen. Mit den richtigen Geräten kommt man hier aber recht weit, auch ohne ein komplettes Tonstudio kaufen zu müssen. Verschaffen wir uns zu erst einen Überblick, welche Geräte wir überhaupt brauchen: Los geht es mit einem passenden Mikrofon, dass wir so dicht wie möglich an den Darsteller heranbringen müssen. Je weiter das Mikrofon entfernt ist, desto mehr zeichnet man die Reflektion des Schalls an Wänden und andere Störgeräusche mir auf. Am besten geht das mit einer Tonangel. Via Kabel gelangt das Tonsignal nun in unser Aufnahmegerät, das entweder die Videokamera selbst sein kann, oder ein getrennter Audiorecorder.


Das Mikrofon

Die Frage nach dem richtigen Mikrofon ist eine kleine Wissenschaft. Für den normalen Amateurfilmeinsatz sollte es in der Regel ein Richtmikrofon sein. Von der Form ähneln sie einer übergroßen Zigarre. Ihre Besonderheit: Sie zeichnen nur den Ton auf, der von vorne kommt. Stellt man sich das Mikrofon als Laserpointer vor, würde man also mit dem Lichtpunkt immer auf den Kopf des sprechenden Darstellers zeigen müssen. Allerdings ist der Aufnahmebereich des Mirkfons natürlich größer als der Lichtpunkt eines Laserpointers. In welchem Winkel die Mikrofone aufnehmen, lässt sich meist auf der Webseite des Herstellers nachlesen In der Regel liegt dieser bei etwa 20 Grad. Aber auch ein Richtmikrofon vollbringt keine Wunder, weswegen man mit dem Mikrofon so dicht wie möglich an den Darsteller herangehen muss. Am besten gelingt dies mit einer Angel. An ihrer Spitze wird das Mikrofon befestigt und kann so direkt über den Kopf des Darstellers gehalten werden. Prinzipiell ist es auch möglich von unten zu Angeln, was meist für den Angler entspannter ist, jedoch besteht die Gefahr beispielsweise auch Flugzeuge am Himmel mit aufzuzeichnen.


Typisches Richtmikrofon (Røde NTG2) in Zigarrenbauform mit Klemme zur Befestigung an der Angel.

Mikrofone haben normalerweise einen Anschluss für ein XLR-Kabel. Diese dreiadrigen Stecker sind robuster als Klinkenstecker und sind, sofern auch das Aufzeichnungsgerät über XLR-Buchsen verfügt, störungsunempfindlich gegen Handys, Funkgeräte und DECT-Telefone. Hobbyfilmer-Mikrofone (zB das Røde Videomic Pro), die sich mittels Fotozubehörschuh direkt auf die Kamera stecken lassen, haben oft ein kurzes Kabel mit einem Klinkenstecker. Prinzipiell lässt sich dies zwar mit einem entsprechenden Kabel verlängern, mit zunehmender Kabellänge steigt hier jedoch auch das Risiko sich Störgeräusche einzufangen. Länger als 3 Meter sollte das Kabel hier nicht sein und Handys sollten während des Drehs ausgeschaltet werden. Ein auf die Kamera gestecktes Mikrofon sollte für sprechende Darsteller vermieden werden, da es in der Regel zu weit vom Darsteller entfernt ist und so zu viel der oben bereits erwähnten Reflektionen von Wänden oder andere Störgeräusche mit aufgezeichnet werden. Außerdem ändern sich der Abstand von Kamera zu Darsteller von Einstellung zu Einstellung, was nachher auch auf im Ton hörbar ist.

Richtmikrofone benötigen in der Regel eine Stromversorgung. Diese sogenannte Phantomspannung kann entweder über eine Batterie erfolgen, die direkt in das Mikrofon eingelegt wird oder vom Aufnahmegerät per XLR-Kabel bereitgestellt werden. Über Klinkekabel kann keine Phantomspannung bereitgestellt werden, man braucht also ein Mikrofon, in das man eine Batterie einsetzen kann. Phantomspeisung können also nur Geräte bereitstellen, die XLR-Anschlüsse haben. Aber auch hier ist vom XLR-Anschluss nicht zwingend auf eine mögliche Phantomspeisung zu schließen. Bitte im Handbuch nachschauen!

Sinnvolles Zubehör ist außerdem ein Windschutz. Im Lieferumfang von Richtmikrofonen ist meist ein Schaumstoffüberzug, der gegen leichten Wind und Schmutz hilft. Wird es windiger braucht man einen Windschutz aus Fell. Soll der Wettermensch im Orkan aufgenommen werden, braucht man einen richtigen Windkorb. Diese Systeme sind allerdings relativ teuer und für den normalen Amateurfilmeinsatz nicht notwendig (ab 250€).


Einfacher Fellwindschutz, von Profis "Dead Cat" genannt.


Das Aufnahmegerät

Sofern die Kamera einen entsprechenden Mikrofoneingang hat, kann man das Mikrofon direkt an die Kamera anschließen, allerdings gibt es hier unterschiedliche Steckersysteme. Consumergeräte haben in der Regel eine 3,5mm Klinkenbuchse, professionellere Kameras haben XLR-Buchsen und stellen meist die benötigte Phantomspeichung bereit. Einfache Videoskameras haben allerdings oft gar keine Möglichkeit ein externes Mikrofon anzuschließen. Dann hilft nur ein zusätzlicher Recorder mit entsprechenden Eingängen. Auch hier gibt es Modelle die nur über einen Klinkeneingang verfügen, teurere Geräte verfügen dagegen über XLR-Buchsen und Phantomspannung.
In jedem Fall sollte sich der Mikrofonpegel manuell kontrollieren lassen. Bei getrennten Recordern ist das die Regel, bei einfacheren Videokameras und videofähigen DSLRs lohnt sich der Blick ins Handbuch. Außerdem ist es hilfreich einen Kopfhörer anschließen zu können, um während der Aufnahme Störgeräusche aufzuspüren und entfernen zu können.


Mobiler Audiorecorder (Zoom H4N) mit XLR-Anschlüssen. Der eingebaute Akku ermöglicht Steckdosenunabhängiges Arbeiten.
Über die eingebauten Mikrofone kann parallel der Raumton aufgezeichnet werden, also 4 Spuren gleichzeitig!

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joey23

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Donnerstag, 5. Januar 2012, 18:47

Sonderfall Spiegelreflexkamera


Viele videofähige Spiegelreflexkameras haben einen Mikrofonanschluss. Wirklich gut nutzbar ist dieser aber nicht. Vielen DSLRs fehlt die Möglichkeit den Tonpegel manuell aussteuern zu können komplett und auf die Automatik sollte man sich lieber nicht verlassen. Gerade bei DSLRs ist diese nicht besonders gut. Bleibt ein Darsteller für einige Sekunden stumm, erkennt die Kamera das niedrige Signal und dreht den Pegel hoch. Das verstärkt allerdings das Grundrauschen, was bei DSLRs durch recht billige Wandler ohnehin schon stärker ausfällt als bei den meisten Camcordern. Außerdem haben DSLRs grundsätzlich keine Möglichkeit den Ton mittels Kopfhörer schon während der Aufnahme abzuhören. Zubehörhersteller bieten hier zwar unterschiedliche Lösungswege, für den geforderten Preis lässt sich aber auch ein anständiger externer Audiorecorder anschaffen, der in jedem Fall eine bessere Aufnahmequaliät bietet.

Um mit einer DSLR zu einem sauberen Ton zu kommen, sollte man die Kosten für einen externen Audiorecorder also direkt bei DSLR-Kauf mit einplanen.




DSLR mit aufgesetztem Røde Videomic Pro. In den seltensten Fällen reicht diese Lösung aus.
Mit einem externen Recorder und einem Mikrofon über dem Kopf des Darstellers
lässt sich die Tonquallität deutlich steigern.





Klappe, und: BITTE! Der Drehablauf

Um zu sauberem Ton zu kommen, kümmern sich am besten 2 Personen (zumindest bei externer Aufnahme) am Set um dessen Aufzeichnung, die sonst keine weiteren Aufgaben haben. Die idealen Tonmänner (aus Kameramannsicht) sind unsichtbar, können fliegen, werfen keine Schatten und sprechen nicht. Tonmann 1 bedient die Angel, Tonmann 2 kümmert sich um die Aufzeichnung und Archivierung/Backup der Daten.

Hat der Kameramann sein Bild eingerichtet, hält der Tonmann 1 seine Angel von oben über die Darsteller. Er senkt die Angel nun langsam ab, bis der Kameramann das Zeichen gibt, dass das Mikrofon im Bild ist. Diese stelle merkt sich der Tonmann 1, und hebt das Mikrofon um ca 20cm wieder an, so dass das Mikrofon auch bei leichtem Wackeln der Kamera nicht ins Bild rutscht. Inzwischen bringt sich ein Assistent mit der Filmklappe in Position, so dass er von der Kamera gesehen und vom Ton gehört werden kann. Nun starten Kameramann und Tonmann 2 die Aufnahme und geben dies durch kurzes "Bild läuft", "Ton läuft" bekannt. Der Filmklappenassistent ließt nun die auf der Klappe vermerkte Szenennummer, Einstellungsnummer und Takenummer laut vor, schlägt dann die klappe und verschwindet aus dem Bild. Nun gibt der Regisseur das Zeichen für die Schauspieler mit der Szene zu beginnen. Ist es vor der Aufnahme nicht möglich die Klappe zu schlagen (zB weil die Kamera an einem Kran hängt und so die Klappe nicht ins Bild zu bringen wäre) kann die Klappe auch am Ende der Aufnahme geschlagen werden.

Absolut wichtig ist es, die Klappe wirklich für jeden Take neu zu beschriften, sowie Kamera und Tonrecoder nach jedem Take zu stoppen.
Lässt man die Geräte einfach weiterlaufen und startet den nächsten Versuch, hat ein Take keine eigene Nummer. Richtig kompliziert wird es, wenn nur Ton oder Kamera die Aufnahme gestoppt haben, das jeweils andere Gerät aber weiter gelaufen ist. Durch eine straffe Organisation erspart man sich in der Postproduktion viel Sucherei nach den richtigen Dateien.





Professionelle Filmklappe , beschriftet mit Szene, Einstellung und Take.

PS: Wird eine Szene komplett ohne Ton aufgezeichnet, notiert man auf der Klappe "MOS" für "Mit ohne Sound", oder richtiger "Motion only Shot". So erkennt man nachher im Schnitt, dass man nicht nach einer passenden Tonaufnahme suchen braucht. Viele Filmklappen haben "MOS" auch bereits als fertige markierung zum Einkreisen, Unterstreichen etc.


Die Sache mit dem Pegel

Jedes Aufnahmegerät stellt eine gewisse Dynamik zur Verfügung, in der sich die Lautstärke des eingehenden Signals bewegen darf. Nehmen wir der Einfachheit einen Bereich von 0-100 an. Ab 101 verzerrt das Signal bei der digitalen Aufzeichnung irreperabel. Nun gilt es also den Recorder so einzustellen, dass das lauteste Signal 100 nicht übersteigt, aber möglichst dicht an 100 heranreicht. Selbstverständlich kann man das Signal später im Schnitt verstärken. Allerdings hat jeder Recorder ein gewisses Eigenrauschen, das unabhängig vom eingestellten Pegel zB den Wert 5 hat. Stellen wir den Pegel des Recorders nun so ein, dass der lauteste Punkt der Aufnahme später bei 50 liegt, und verstärken nachher die Lautstärke im Schnitt auf das doppelte um möglichst dicht an die 100 zu kommen, verstärken wir damit auch das Rauschen auf das doppelte, also 10. Eine leichte Verstärkung im Schnitt ist meist problemlos, und auch ein geringes Rauschen lässt sich mit viel Mühe rausfiltern. Je genauer man aber hier schon bei der Aufnahme gearbeitet hat, desto leichter wird es aber anschließend.

Fast alle Aufnahmegeräte bieten eine Automatik zur Pegelsteuerung. Bei manchen Geräten funktioniert diese auch sehr gut. Allerdings kann sie eben immer nur auf das einkommende Signal reagieren, und ist nicht "intelligent". Plötzliche laute Geräusche wie ein Schuss liegen dann schnell über 100, und in leisen Momenten verstärkt die Automatik das Signal unnötig. Besser ist es, wenn Tonmann 2 bei einem Trockendurchgang der Szene den Pegel manuell so einstellt, dass der lauteste Moment einer Szene bei etwa -6db liegt. (Das 0-100-System diente nur der besseren Verständlichkeit, eigentlich wird Lautstärke an den Recordern logarithmisch eingestellt um einen großen Dynamikbereich mit linearer Verstellung abzudecken. Die Skala reicht von -59db bis 0db, wobei 0db am lautesten aufzeichnet. -59db entspricht einem stummgeschalteten Eingangssignal. Auch Schnittprogramme geben diese Werte an, und auch hier sollte der fertige Mix möglichst dicht an 0db reichen, aber auf keinen Fall drüber! Ideal sind auch hier -6db.)


Die Postproduktion

Zeichnet man den Ton des Mikrofons direkt in der Kamera auf, ist die Nachbearbeitung relativ simpel. Richtmikrofone sind in der Regel mono. Ob der Camcorder nun auf beide Stereokanäle das gleiche Monosignal des Mikrofons legt oder ein Kanal einfach stumm bleibt ist von Camcorder zu Camcorder unterschiedlich. Bleibt ein Kanal stumm, muss man diesen im Schnittprogramm wieder mit dem Ton des Richtmikrofons befüllen.

Hat man jeden Take sauber auf der Klappe beschriftet und deutlich angesagt, lassen sich nachher die Tondateien des Audiorecorders und die Filmdateien der Videokamera stressfrei zuordnen. Im Schnittprogramm müssen die Tonaufnahmen dann synchron zum Film unter den Schnitt gelegt werden. Manche Schnittprogramme bieten hierfür Automatisierungen. Aber auch per Hand ist das in der Regel schnell erledigt. Die sogenannte Waveform-Anzeige hilft hier weiter, wenn man das interne Mikrofon der Videokamera einfach mitlaufen lässt. Das Schlagen der Klappe ist als markanter Punkt schnell gefunden und der entsprechende Clip des Audiorecorders schnell an die richtige Stelle geschoben.





Waveform-Anzeige des Schnittprogramms Final Cut Pro. Je höher der Ausschlag, desto lauter das Signal.


Zum Schluss sei noch angemerkt, dass die beste Tonaufnahme wenig nützt, wenn man am Schnittplatz nicht in der Lage ist seine Aufnahmen vernünftig anzuhören. HiFi-Boxen sind hier nicht besonders gut geeignet. 15€-Supermarkt-PC-Lautsprecher erst recht nicht. Brauchbare, für Amateurfilmschnitt völlig ausreichende Monitorlautsprecher gibt es schon ab ca 100€. Eine Investition die sich lohnt!


Produktempfehlungen

Richtmikrofon:
Røde NTG2 (ca 180€, guter Klang, Preis-Leistung TOP!), alternativ das T.Bone EM960 (ca 50€, klanglich deutlich schlechter, etwas blechern, aber trotzdem besser als das Kamerainterne Mirkofon). Dazu jeweils den Windschutz Røde Deadcat (ca 30€, braucht man garantiert irgendwann! Wirklich!)

Angel:
K&M 23760 (ca 80€, leicht, ausreichend lang, stabil) und dazu am besten eine passende Spinne, zB Røde SM3 (ca 40€). Eine einfache Klemme ist aber auch im Lieferumfang des Richtmikrofons.

Aufnahmegerät:
Geräte der "Zoom"-Reihe sind sehr beliebt. Klanglich sind die kleinen Kisten top, das Zoom H4N verfügt über XLR, die kleineren Geräte nur über Klinke. Preislich etwas günstiger ist zB der Tascam Dr40 , der ebenfalls über XLR-Eingänge verfügt (die dank Firmwareupdate seit Anfang März 2012 auch endlich getrennt geregelt werden können!).

Kabel:
Bei XLR-Kabeln sind Neutrik-Stecker wünschenswert. Rein funktional reichen aber einfache XLR-Kabel in der nötigen Länge aus.
Hat die Kamera oder der Recorder nur einen 3,5-Klinke-Anschluss, das Mikrofon aber XLR, hilft dieses Kabel weiter: Klick mich.


Nützliches Zubehör

- Kopfhörer, möglichst geschlossene Bauform, muss kein HiEnd sein, sollte aber an keinem Set fehlen
- Windschutz, hat man immer dann nicht, wenn man ihn dringend braucht. Einfach kaufen. Irgendwann kommt der Tag. Versprochen!
- Angel, im Grunde geht auch ein Selbstbau. Ist allerdings schwerer und meist auch kürzer.
- Spinne, wird an der Spitze der Angel befestigt. Das Mikrofon wird in der Spinne von Gummibändern gehalten, die gegen Griffgeräusche an der Angel isolieren.
- XLR-Kabel, Klinke-Kabel etc. Je nach Kamera.
- Filmklappe + Kreide/Stifte



Wenn du in diesem Beitrag etwas gelernt hast würde ich mich über einen Klick auf den "Hilfreich"-Button freuen.


Weiterführende Links

Tonstudio für 300€: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,806339,00.html


PS: Ich stehe mit keinem der genannten Hersteller oder Händler in geschäftlicher Beziehung, außer dass ich selbst gern bei Thomann einkaufe.

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Donnerstag, 5. Januar 2012, 18:51

Vielen Dank für die sehr gute Info. :thumbsup:

hjkoenig

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Donnerstag, 5. Januar 2012, 20:20

Hallo,
sehr schön! Wie wär´s mit einem festgepinnten Streifen, so ähnlich wie bei den Kaufhilfen für die DSLRs?
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

joey23

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Donnerstag, 5. Januar 2012, 20:56

Habs schon gemeldet und um Anpinnung gebeten.

Falls euch spontan Ergänzungen oder Fehler auffallen schreibt mir bitte eine PN. Danke :)

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Donnerstag, 5. Januar 2012, 22:51

Das ist ja mal eine echt Super Info bei der du dir wirklich Mühe gemacht hast.
Danke dafür. :thumbup:

Es ist zwar nett das einer meiner Filme als Beispiel genant wird aber als schlechtes ;( .
Naja der Ton meiner Billig Cam ist wirklich grauenhaft zusammen mit meinem Genuschel :D

joey23

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Freitag, 6. Januar 2012, 10:50

Es war einfach zu verlockend .. ;)

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Freitag, 6. Januar 2012, 11:49

Das ist ja alles schön und gut und insgesamt richtig, auf das Product Placement will ich auch nicht weiter eingehen um den Forenfrieden nicht zu stören.

Aber, im Grunde sagt der Beitrag nur aus, kauf Dir halt professionelles bzw. semiprofessionelles Equipment und dann klappt das auch mit dem Ton.

Gerade für den Amateur wäre aber interessant zu erfahren, wie man auch mit "Hausmitteln" und Basteleien klarkommt, vielleicht kann dieser Thread daher noch darum erweitert werden, dann ergibt sich gerade für dieses Forum und seine User ein größerer Nutzen.

Grüße
CaaOss

joey23

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Freitag, 6. Januar 2012, 11:58

Tja, mit dem Product-Placement ist das so eine Sache. Der Beitrag ist sicherlich Røde- und Zoom-lastig, allerdings halte ich deren Produkte in dieser Preiskategorie für unschlagbar. Da bin ich aber für Vorschläge offen und ergänze gerne, falls du Erfahrungen mit anderen Produkten hast und diese empfehlen kannst. Für Anfänger ist eine konkrete Produktemüfehlung meist hilfreich, und wenn es nur als Googlegrundlage dient.

Das gleiche gilt für Hausmittelchen. Wenn du da konkrete Vorschläge hast, immer her damit. Ich bin da eher zurückhaltend und investiere lieber in anständige Technik, da ich eben beim Dreh oft auch vom Kunden gesehen werde und Bastellösungen da immer etwas komisch wirken. ZB bei der Angel oder beim Windschutz lässt sich durch Selbstbau sicherlich sparen.

Insgesamt kann man so ab 300€ zu wirklich gutem Ton kommen. Das halte ich bei den hier oft aufgebrachten Budgets für die Kamera noch für realistisch.

Ich habe eben noch einen Absatz zum Drehablauf hinzugefügt, der sich an meiner Arbeitsweise orientiert. Auch da bin ich gerne für Ergänzungen offen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joey23« (6. Januar 2012, 12:05)


alconamediastudios

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Freitag, 6. Januar 2012, 13:19

Du könntest vielleicht noch etwas zu USB-Audiointerfaces hinzufügen. Find ich eigentlich nämlich recht interessant, da diese ja recht wenig kosten (wenieger als z.B. Zoom h4n) und trotzdem xlr und phantomspeisung haben (mann brauch halt noch einen Laptop oder Standgerät...). Ich kann mir auch vorstellen das sie ein besseres oder gleiches Ergebnis haben wie ein Audiorecorder, kann dazu aber nicht viel sagen weil ich da noch keinen irekten Vergleich gemacht habe. Ich kann mich nur erinnern, dass du mal erwähnt hast das du mal eins benutzt hast.?
Ansonsten sehr guter Leitfaden der bestimmt eineige übliche Fragen vermeiden und gut beantworten wird.:thumbsup:

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Freitag, 6. Januar 2012, 14:03

Hey,

erstmal klasse Beitrag, tolle Tipps für EInsteiger.

Du greifst das Thema Studiomonitore auf.. wenn man sich Studiomonitore für den Schnitt zulegt, braucht man auch eine vernünftige Soundkarte, keine Chinaonboard 1€ Soundkarte sondern was vernünftiges mit einem gutem Rauschverhalten.

Und naja für 100€ bekommt man noch nichts brauchbares :D

Für ca. 200€ bekommt man Esi near 05 experience, diese bieten dir ein relativ lineares Frequentspektrum. Alles was dadrunter ist, also diese Behringer etc. kann man in die Tonne kloppen, entweder sind sie schon fast wieder wie Hifi Boxen oder sie sind im Frequenzspektrum so "verunstaltet".

Und wenn man zu viel Geld hat uns sich so riesen Trümmer an Boxen kauft hat man das nächste Problem -> der Raum, überbetonungen der Bässe, stehende Wellen etc. :D

Ich würde jedem Amateuerfilmer empfehlen sich gute Kopfhörer zuzulegen s. Akg für 150 € bekommt man geöffnete Kopfhörer die sehr brauchbar sind.

Lg,

Leitwerk :D
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Freitag, 6. Januar 2012, 14:24

Ich habe eben noch einen Absatz zum Drehablauf hinzugefügt, der sich an meiner Arbeitsweise orientiert.

Super, mich hatte vor allem der Workflow am Set mit einem externen Aufnahmegerät interessiert. Eigentlich bin ich mit dem Ziel hier hergekommen, danach zu fragen, aber das hat sich ja nun erledigt. Dickes Danke! :)

Edit: Ein, zwei Sachen hätte ich dann doch.

1) Wie versorge ich das Zoom H-4N z.B. beim Außendreh mit Strom?

2) Ich bin beim Googlen auf dieses Kabel gestoßen. Kann mich jemand aufklären? Heißt das, ich gehe mit dem Mikrofon in das Zoom H4-N, und darüber in die Kamera? Sprich, ich brauche nicht mehr Bild und Ton am Ende zu synchen?


SONNENFLECKEN - SciFi-Kurzfilm von Cold Entertainment

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Freitag, 6. Januar 2012, 17:06

Super Beitrag Joey :thumbup:
Wenn Du noch einen kurzen Satz zum Auspegeln selber rein bringen könntest. Da gibt es Angaben von -6db bis -12db.

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Samstag, 7. Januar 2012, 10:34

Ich kann mir auch vorstellen das sie ein besseres oder gleiches Ergebnis haben wie ein Audiorecorder, kann dazu aber nicht viel sagen weil ich da noch keinen irekten Vergleich gemacht habe. Ich kann mich nur erinnern, dass du mal erwähnt hast das du mal eins benutzt hast.?

Das kann so sein, aber nicht unbedingt bei Geräten die weitaus weniger kosten als ein H4n o.ä. Wenn man immer ein Notebook mitschleppen will (welches dann natürlich relativ schnell leer wird), hat man aber auch extreme Vorteile: man kann direkt in einer geeigneten Software aufnehmen etc. Ich würde Geräte ab dem Focusrite Scarlett 2i2 "empfehlen".

1) Wie versorge ich das Zoom H-4N z.B. beim Außendreh mit Strom?

Der läuft mit Batterien/Akkus.

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Samstag, 7. Januar 2012, 12:45

Ich werde noch einen Absatz zu Audiointerfaces für den Laptop mit aufnehmen, das kann in der Tat eine ziemlich günstige Alternative sein, wenn ein Laptop bereits vorhanden ist.

Auch zum Thema auspegeln werde ich noch einen Absatz ergänzen, das stand eigentlich auch mit auf meiner Liste, aber irgendwie hab ichs vergessen.

Edit: Netten Absatz über den richtigen Pegel verfasst, und festgestellt, dass man mit einem Beitrag auf 15.000 Zeichen begrenzt ist .. Absatz eingefügt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »joey23« (7. Januar 2012, 14:08)


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Samstag, 7. Januar 2012, 21:44



Edit: Ein, zwei Sachen hätte ich dann doch.

1) Wie versorge ich das Zoom H-4N z.B. beim Außendreh mit Strom?

2) Ich bin beim Googlen auf dieses Kabel gestoßen. Kann mich jemand aufklären? Heißt das, ich gehe mit dem Mikrofon in das Zoom H4-N, und darüber in die Kamera? Sprich, ich brauche nicht mehr Bild und Ton am Ende zu synchen?


1.) Sie haben einen Akku, der je nach Temperatur für 1-4 Stunden reicht.

2.) Du kannst damit das Kopfhörersignal des Zoom an den Mikrofonanschluss deiner DSLR weiterleiten. Das hat den Vorteil, dass die DSLR einen besseren Ton bekommen. Der ist zwar nachher nicht als Master zu gebrauchen, stammt aber immerhin vom vernünftigen Mikrofon, statt vom Onboard-Mic der DSLR. Das erleichtert nachher das sychrone Anlegen des Tons, vor allem in lauten Umgebungen.

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Samstag, 7. Januar 2012, 22:38

Vielleicht noch den Beachtek-Adapter erwähnen... ;)
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

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Sonntag, 8. Januar 2012, 14:00

Der Vorgänger des Zoom H4N (sprich das Zoom H4) läuft mit normalen AA Batterien, die zwar schnell alle sind (1-2 Stunden - zumindest wenn man ein Senheiser ME66 dran hat), aber man kann sich ja ein paar Wechselakkus mitnehmen.

Um auch mal auf die Billigvariante für Tonangeln einzugehen: Für Amateure ist wohl eine Teleskopstange aus dem Baumarkt eine Praktische Lösung. Ich habe mir für 10€ einen Obstpflücker aus Alu gekauft, den Korb abgeschraubt und ein Loch gebohrt um die Mikrophon-Spinne zu befestigen. Das Teil wiegt kein halbes Kilogramm und lässt sich auf dreieinhalb Meter ausfahren. Der Hauptnachteil solcher Eigenbau-Angeln ist natürlich, dass man echt jedes Griffgeräusch hört und die Spinne davon nicht alles ausfedert... Aber mit etwas Übung ist das kein Problem - Solange der Angler nicht ständig mit feuchten Händen an der Stange reibt :D

Für die Filmklappe gilt natürlich auch wieder, dass man die Klappe als Amateur auch durch ein simples Händeklatschen ersetzen kann. Nur sollte man die Takes wirklich allesamt "anmoderieren". Ich suche mich jedes Mal aufs neue zu Tode, weil es halt doch immer wieder passiert, dass mal einer die Aufnahme laufen lässt, während der andere weiterdreht. Wenn du dann noch durch Unachtsamkeit auf dem PC die Dateien alle in der falschen Reihenfolge benennst (mein umbenennungsprogramm hat die Dateien einfach mal verkehrt herum einsortiert und zack), dann sitzt du stunden nur an der Suche deiner Dateien.
Aktueller Film: "Zwei Donuts schlagen zurück" Filmthread

The movie-goofs - Die Amateurfilmer aus dem Erzgebirge www.movie-goofs.de

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Donnerstag, 1. März 2012, 15:53

Es gibt ein kleines Update zum Thema "mobiler Audiorekorder":

Der Tascam DR-40 hat ein Firmwareupdate bekommen, und kann jetzt die beiden XLR-Eingänge getrennt aussteuern. Das ist wichtig, wenn man zB ein Ansteck- und ein Richtmikrofon einsetzt. Der Tascam DR-40 ist ab 219€ zu bekommen , und damit der günstigste Einstieg in sauberes XLR-Recording. Klarer Kauftipp!

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simi, Guitar_TT

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Donnerstag, 12. Juli 2012, 18:35

Hallo! Vielen Dank für diesen Super-Beitrag! Ich bin neu hier und weiß nicht, ob der Thread noch aktiv ist, aber ich versuche es mal: eine kurze Nachfrage:
Wenn ich das Rode-Mikrofon mit meiner Kamera (nur Klinkenstecker-Eingang) direkt verbinden will, brauche ich ja das Kabel XLR auf Klinke - allerdings wird das Angeln
bei dem verlinkten Kabel mit 1,5 Metern wohl eher schwierig. Es gibt auch ein längeres Kabel (3m), habe jetzt anderswo gelesen, das sei ohnehin so das Limit.
Reicht das in der Regel? Falls nicht: hast Du einen Tipp, wie man das hinkriegt? Vielen Dank! Liebe Grüße! Ralf

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