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JanH

Jan

  • »JanH« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 27. Mai 2016, 23:07

Wie ist die Chance, Idealisten/Optimisten zu finden?

Moin!

Also das soll jetzt kein formales Gesuch nach Filmern werden, eher so ein Austausch darüber, wie man Leute findet, weil ein Kumpel und ich (beide 19, gerade zwischen "Gap Year" und Studium) etwas deprimiert sind, dass wir die einzigen beiden sind, die wirklich den Elan & Zeit haben für unsere Projekte. Wir haben eine kleine Filmgruppe (neuerdings auch YT-Kanal) und bisher haben wir uns einfach ab und zu getroffen, um ein bisschen herumzufilmen, meistens spontan, aber wirklich viel haben wir bisher nicht auf die Reihe bekommen. Nun jedoch geht alles etwas besser voran und wir drehen gerade für unsere Mockumentary-Serie "Klippe greift ein". Die anderen sind auch motiviert, bitte nicht falsch verstehen, das kann man halt nicht so einfach formulieren in einem knappen Forums-Thread; es ist nur so, dass sie dann eher mal eine andere Sache dem Filmtreffen vorschieben. Häufig wird das dann ja sehr "positivistisch" betrachtet, also die Erkenntnis geht von dem aus, was sich beobachten lässt und nicht etwa von "unbeobachteten Dingen", womit ich i.d.F. ein stärkeres Bewusstsein vom Ich meine. (Vielleicht ist meine Art zu formulieren etwas ungewöhnlich, aber das hat einen guten Grund, weil es sonst so anklagend rüberkommt, was ich ganz bestimmt nicht meine!)

Filmemachen ist ja etwas sehr Idealistisches und so viele Leute legen einem Steine in den Weg, weil die Projekte "unrealistisch" sind. Beispiel: Wir wollen mit unserem 2KW-Stadionfluter & Generator nachts in den Wald und filmen. Natürlich gibt es da Hürden; Genehmigung, Kosten für Fahrzeuge (keiner von uns ist 21, bzgl. Miete) etc. … aber ich denke mir immer, wo ein Wille ist, muss doch auch ein Weg sein. Sind hier viele Leute unterwegs, die bei sowas trotzdem mitmachen würden, ohne gleich pragmatisch zu denken?

Die Geisteshaltung ist sehr wichtig, denke ich, denn wer gleich pragmatisch denkt, bleibt auch, vermute ich, im Pragmatismus, also in einer "realistischen Betrachtung", was ich eher "pessimistisch" nennen würde. Sprich: Es ist also auch irgendwie wichtig, dass die potentiellen Filmer meinen Text gut nachvollziehen können, der ja diese Geisteshaltung voraussetzt. :) (Sowohl frei von einer verdammenden Geisteshaltung sowohl Menschen als auch dem Idealismus gegenüber.)

LG,
Jan

  • »M&B Studios« ist männlich

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Freitag, 27. Mai 2016, 23:18

Möglich ist so gut wie alles - die Frage ist nur wieviel Arbeit und Zeit es benötigt. Wenn man dann so hobbymäßig und in der Freizeit Videos zusammen macht klingt das wenn man "Genehmigung" und "Mieten" usw. hört schon ernst - und ernst machen will man aber nicht. Besonders beim Filmemachen trennt sich da Erfolg von "Ich habs ja versucht", nur für viele ist "es mal versucht zu haben" offensichtlich genug.

JanH

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3

Freitag, 27. Mai 2016, 23:29

Jo… wenn klar ist, wo wir während dem Studium wohnen werden, möchte ich noch mal eine Anfrage starten, wer Bock hat mitzumachen, denn unsere aktuelle Gruppe wäre dann ja quasi über ganz Nord- bis Mitteldeutschland verteilt. Ließe sich diese Gruppe in diesem Fall noch beibehalten? Hast Du schon einmal so eine Erfahrung gemacht? (Ist natürlich auch sehr individuell, aber ich meine die Frage eher hinsichtlich der Schwierigkeiten, die dann auftreten bzw. wie machbar es für eine Gruppe von Optimisten wäre.)

Meinst Du, ich sollte betonen, wie wichtig uns der Optimismus/Idealismus ist, oder ist das selbstverständlich unter den Leuten hier? Oder kann man das nicht so pauschal sagen?

7River

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Freitag, 27. Mai 2016, 23:54

In Zeiten von Facebook, Twitter und Co. sollten die Chancen doch gar nicht so schlecht sein.

JanH

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Samstag, 28. Mai 2016, 00:08

Ja, und an der Uni lernt man ja auch viele neue Leute kennen. Die müssen ja nicht zwangsläufig Filmerfahrung haben. Hauptsache es sind korrekte Leute. :)

tevauloser

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Samstag, 28. Mai 2016, 00:49

Das beste Doping für solche Vorhaben ist eine Bezahlung in Geldscheinen. Dazu muss man halt die Prioritäten setzen. Kann also bedeuten, sein E-Bike oder ein spezielles Objektiv, eine seltene Briefmarke oder seine uralte geerbte Märklinlok zu verhökern.
Dann kann man auch plötzlich Bedingungen stellen, die im Gegensatz zum schüchternen geldfernen Hinweis auf grössere Projekte, auf einen Schlag nicht mehr der verstehenden Lächerlichkeit anheim fallen.
Die Beträge sind vorsichtig von unten hinauf auszuloten. Man kommt ins Staunen, was sich da für Horizonte eröffnen. 8-)

JanH

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7

Samstag, 28. Mai 2016, 01:03

Echt jetzt? Klar, mit Geld kann man viel erreichen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das für unsereins bezahlbar ist. Kannst Du einen ungefähren Betrag nennen, damit ich 'ne Vorstellung kriege?

MaxMotives

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Samstag, 28. Mai 2016, 03:02

Echt jetzt? Klar, mit Geld kann man viel erreichen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das für unsereins bezahlbar ist. Kannst Du einen ungefähren Betrag nennen, damit ich 'ne Vorstellung kriege?
Selbst wenn du nur 50 Euro/Tag + Spesen und Verpflegung bezahlst, kann man damit schon gute Leute überzeugen. Auch mit solchen Beträgen kommt man schon seriöser rüber als jemand, der immer auf die Zukunft und irgendwelche Fantastereien verweist. Ich spreche aus Erfahrung.

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JanH

joey23

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Samstag, 28. Mai 2016, 08:38

Meiner Erfahrung nach, ist es schwer die Leute vor allem langfristig zu motivieren. Und das kann ich auch gut verstehen. Ein Wochenende kann ich mir auch immer mal frei machen oder frei halten. Projekte die über ein halbes Jahr laufen sind dagegen deutlich schwieriger/unattraktiver.

Ich würde also schauen, dass die Filme von der Story, Kostüme, Drehorte, Schauspielerbedarf etc möglichst Realistisch sind. Und damit meine ich nicht unbedingt Kompromisse, sondern einfach eine realistische Planung. Wenn du 10 Leute für ein Wochenende begeistern kannst, die dann Spaß haben, sich nicht großartig um Vorbereitung und Postpro kümmern müssen, und 6-8 Wochen nach dem Drehwochenende einen geilen Film zu sehen bekommen, wirst du das nächste mal leichter Leute finden, die vielleicht auch 2-3 Wochenenden reservieren. Erfolg motiviert bei sowas ungemein! Wenn man erstmal ein halbes Jahr mit Planen muss, demotiviert das dagegen ungemein.

Also: Kümmer du dich um die Vorberetung, starte ein realistisches Projekt, auf das die Beteiligten stolz sein können, und schau dann weiter.

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JanH, knallkoppen

JanH

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Samstag, 28. Mai 2016, 09:24

Okay, Dankeschön für Eure Erfahrungsberichte! Das wird uns die Sache noch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten lassen. :)

Alina P.

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Dienstag, 7. Juni 2016, 23:14

Hi Jan!

In welchem Großraum seid ihr denn so? Bin grade in die Nähe von Berlin gezogen, selbst grade vorm Studium, und fände es eben auch cool irgendwelche Leute hier zu kennen die so interessiert am Film sind wie ich auch...Finde das auch ziemlich interessant was du so sagst zum Idealismus im Film und so! klar, manchmal muss man bestimmt auch in dem Feld ein bisschen "realist" sein...aber eben auch nur manchmal. das ist doch das schöne am Film dass man seiner Kreativität und dem Idealismus freien lauf lassen kann :)

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JanH

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12

Mittwoch, 8. Juni 2016, 12:30

Hi Alina! Wir sind zur Zeit noch in Hamburg, danach wahrscheinlich geografisch getrennt, da der eine von uns in Leipzig studiert, die anderen wohl noch in Hamburg bleiben (aber deren Motivation bin ich nicht ganz sicher) und ich weiß noch nicht, wo ich studieren werde, habe mich aber bisher bei der Uni Oldenburg, Hamburg und Leipzig beworben. Finde Deine eher lockere Haltung gut :) vielleicht trifft man sich ja noch mal! Wir werden sehen. Du wirst aber in Berlin studieren?

Alina P.

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13

Mittwoch, 8. Juni 2016, 12:47

Ah ok!
Ja, ich werd ziemlich sicher in Berlin studieren :) Ich bin aber sowieso relativ häufig in Deutschland unterwegs, von daher ist die Chance, dass man sich mal trifft, gar nicht mal so klein! :)

Stoecky

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Freitag, 10. Juni 2016, 10:34

Erfolg und Motivation ist Ansteckend.

Ich sehe das mit dem Geld absolut nicht so. Mir ist egal, ob ich 50€ bekomme oder nicht, meine Brötchen verdiene ich eh woanders. Wenn ich von etwas übezeugt bin, oder(!) Spaß an etwas habe, oder(!) es einfach ein geiles Team ist, dann bin ich auch dabei. Egal ob das nun ne Woche, nen Monat oder nen Jahr ist.

Ich finde, es gibt genug Leute beim Film, die auch längerfristig dabei sind. Denn jeder der mal Film gemacht hat weis, dass Film viel Arbeit ist, unzählige Leute braucht und einfach dauert. Das sollte einen Filmer nicht abschrecken. Wenn sowas abschreckt, sit es auch kein Filmer ^^

Allerdings darf man nicht immer und zu jeder Zeit erwarten, dass das gesamte Team immer und gleichzeitig mit 100% Leistung dabei ist. Man muß einer gewissen Dynamik einer Gruppe auch ein bißchen Raum geben (ausser an den Drehtagen), damit man das in sein Privatleben einflechten kann. Heißt also, dass den Drahtziehern eines Projektes klar sein muss, dass sie vorne an der Spitze fast immer alleine sein werden mit der gesamtheitlichen Planung. Das ist aber ok. Sie müssen Aufgaben deligieren und prüfen. So können Temamitglieder Teile übernehmen und eigenverantwortlich durchführen. Man muß eine gewisse Orga-Hirachie bilden. Hohe Ziele sind völlig ok, aber sie dürfen nicht absolut utopisch sein.

Kurz gesagt: Wer sich über mangelnde Beteiligung von Mitstreitern beklagt, sollte unbedint mal seine eigene Außenwirkung und Teamführungsfähig anschauen (das meine ich jetzt nicht böse!). Warum ist ein Projekt nicht interessant? Wie bekomme ich Spaß und gute Laune ins Team? Ist ein Projekt realistisch? (Wenn es utopisch ist, glaubt einem keiner und keiner macht mit).

Wichtig ist auch: Netzwerken! Erstmal ein paar kleine Projekte machen, damit man miteinander gearbeitet hat. Dann gehen sehr schnell auch große und aufwändige Dinge.

Ein sehr schönes Beispiel durfte ich im Mai als DOP bzw stv Aufnahmeleiter mitmachen .... "FREEDOM 2016 Tanzprojekt", rein privat organisiert, NO-Budget ... ca 50 Mann am Set, über ein halbes Jahr Planung. -> https://www.facebook.com/freedomtanzvideo/

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JanH, Selon Fischer

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Freitag, 10. Juni 2016, 17:28

Pessimisten und Bedenkenträger findet man sofort, auch wenn man sie nicht gesucht hat (zumindest in Deutschland). Euphoriker lassen sich hin und wieder finden. Doch wenn es ans Eingemachte geht, kneifen sie oft ab. Was, so viel Arbeit? So viel Zeit? So viel Mühe? Zumindest solange keine Knete fließt.

Andererseits muß man auch sehen, dass man als Initiator eines Projekts sein Freiwilligentrupp nicht wie Angestellte behandeln darf. Leider bleibt man dann oft allein und kann seine Filmideen mangels Teams nicht umsetzen. Nicht selten gibt es zudem Streit darüber, wer welche Ideen hatte und letztlich der Urheber eines gelungenen Projekts ist.

Es bleibt einem oft nur der eigene Idealismus. Doch wer nährt den? Ich denke, dass dieses Forum in jedem eine enorme motivatorische Schubkraft freisetzen kann. Hier sind viele Leute, die keine Mühe scheuen und sich engagiert in Projekte und Probleme reindenken und einen weiterhelfen. Besonders fällt es mir bei Stellungnahmen zu Drehbüchern und eingestellten Filmen auf.

Ich selbst bin ja noch nicht lange hier, kenne aber kein anderes Forum, wo so viele Mitglieder noch richtige Sätze, richtiges Deutsch schreiben und so fundierte Gedanken abgeben. Auch das motiviert. Und begünstigt vielleicht irgendwann das Kennenlernen anderer Idealisten und Optimisten, die besessen sind von der Idee, Filme zu machen.

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