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L Lawliet

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1

Mittwoch, 5. August 2015, 04:56

L Lawliet verreißt eure Filme

Worum gehts?
Hier kann mir jeder seinen Film posten, um ihn von mir verreißen zu lassen, was im Showroom natürlich nicht geht (man kann selbstverständlich einfach seinen entsprechenden Beitrag verlinken). Seid euch bewusst, dass ich nicht mit meiner Meinung hinterm Berg halten werde und erwartet kein konstruktives Feedback, ich gebe hier nur Kritiken ab, die mitunter sehr hart ausfallen können und weder empathisch noch diplomatisch geschrieben sind. Allen die glauben, Kritik müsse Verbesserungsvorschläge enthalten, empfehle ich, die Definition des Wortes nachzuschlagen.
Ich bewerte nur den Film als solchen, mir ist egal wer bei dem Projekt mitgemacht hat oder was die Umstände waren. In diesem Rahmen bleibe ich so objektiv wie es mir möglich ist, am Ende bleibt es aber natürlich immer meine Meinung.
Für Erstlinge werde ich vielleicht doch eine Ausnahme machen (oder sie gar nicht erst kommentieren), da Filmemachen etwas wirklich Tolles ist und ich niemandem den Spaß daran nehmen möchte.
Was qualifiziert mich als Filmkritiker?
Nichts Besonderes, ich schaue nur viele Filme und lästere gerne. Ich mache auch eigene Filme, die noch lange fernab jeglicher Perfektion sind, für diverse internationale Nominierungen und Auszeichnungen auf irgendwelchen Festivals hats gereicht.
Wieso solltet ihr eure Filme von mir bewerten lassen?
Keine Ahnung, vielleicht seid ihr Masochisten oder wollt mal was anderes hören als "ja noch einige Schwächen aber super dass du was gemacht hast =)" oder wollt meine Zeit verschwenden oder ...

Ich glaub zwar nicht daran, dass hier auch nur ein einziger einen Film posten wird, aber hey, angeboten hab ichs jetzt immerhin. :thumbsup:
Und eigentlich bin ich auch gar nicht so schlimm wie ich rüberkomme. ;)

Falls der Thread hier nicht hinpasst tuts mir leid, ich denke aber mal dass es so besser ist als wenn ich im Showroom rumnörgele, zumal die Leute zumindest hier wissen, worauf sie sich freiwillig einlassen.
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

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2

Mittwoch, 5. August 2015, 12:07

Also.....Masochist bin ich nicht, aber um mal kurz auf meinen videografischen Werdegang einzugehen: Ich bin beruflich nicht unbedingt auf wohlschmeichelne Kritik angewiesen, weil ich beruflich anderweitig orientiert bin und das Filmen vor einigen Jahren als Hobby entdeckt habe.
Zwar möchte ich, wie andere Forumsmitglieder auch, meine Fähigkeiten und Filme verbessern, werde aber schon mangels Profiausrüstung, falls nicht ein Wunder geschieht, nicht in die professionelle Liga aufsteigen können.
Meine Kenntnisse habe ich autodidaktisch erarbeitet, möchte aber so langsam die Qualität steigern, und neben Clips auch Kurzfilme drehen.
Der Clip "Herbstimpressionen" beeinhaltet keine Handlung sondern soll die Stimmung des Herbstes in der Zeit des Laubfalles wiedergeben.
Ich würde es heute als Fingerübung beschreiben.

Ich habe ihn von 3 Jahren gedreht, von daher ist die emotionale Bindung nicht so hoch wie an ein frisch erstelltes Werk.....falls der Verriss zu arg ausfällt.

Kamera: Sony Hdr xr 500
aufgenommen ohne Stativ
Schnitt damals Sony Movie Studio

So, Herr Reich-Ranicki des Amateurfilmforums......se können loslegen! :rolleyes:
Wir wollen alle sehen wie so ein professioneller Verriss aussieht......


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3

Mittwoch, 5. August 2015, 14:08

Klingt interessant.

Ich hätte hier auch was für dich.
Mich würde hauptsächlich deine Meinung zu Kameraführung, Schnitt, Bearbeitung und Sounddesign interessieren ;)



MFG,
Finn

L Lawliet

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4

Donnerstag, 6. August 2015, 01:37

Da haben sich ja tatsächlich Furchtlose gefunden. :D
Da es mir in meinem Eingangspost selbst nicht klar genug rauskam, möchte ich noch mal betonen, dass ich lediglich die Filme bewerte. Das sind keine Angriffe auf eure Person und auch wenn ich vielleicht einen Film scheiße finde, werde ich deshalb nicht euch scheiße finden (außer ihr seid scheiße). Auch wenn ich keine konstruktive Kritik garantiere, kann man aus meinen Texten einiges ziehen, wenn man sich damit befasst. Ich selbst bin Autodidakt und hatte auch niemanden, der mich mit konstruktiven Feedback vollgemüllt hat.
Jetzt aber los.

Hi rico,

als Autodidaktenbruder im Geiste bist du mir direkt sympathisch, auch wenn ich recht schnell die Erfahrung gemacht habe, dass die meisten darunter etwas anderen verstehen als ich. Während ich mich mit der Materie auseinandersetze, sie hinterfrage und mich weiterentwickele, nehmen andere eine Kamera in die Hand, filmen irgendeinen Rotz und nennen das dann autodidaktisch. Aber das nur am Rande, dein Clip sieht mir nicht danach aus, als fielest du in zweitere Kategorie.

Zitat

werde aber schon mangels Profiausrüstung, falls nicht ein Wunder geschieht, nicht in die professionelle Liga aufsteigen können

Lös dich direkt mal von dieser Vorstellung. Wenn du mit einer Webcam einen Film mit geiler Handlung machst und beweist, dass du Ahnung von Kameraführung und Schnitt hast, ist das eine bessere Referenz als wenn du mit drei ARRI Alexas einen Haufen Scheiße filmst. Dann findest du auch eher Leute, die es draufhaben und was mit dir machen wollen.

Zitat

Wir wollen alle sehen wie so ein professioneller Verriss aussieht......

Ich mache keine professionellen Verrisse. Ich sage, was ich über einen Film denke, wie unqualifiziert das auch immer sein mag. Ich erhebe keinen Anspruch auf die objektive Richtigkeit meiner Aussagen und achte dabei nicht allzusehr auf die Wortwahl, da mir Inhalt wichtiger ist als Form, was besser ist als umgekehrt wie wir aus der Vergangenheit wissen (mehr darf ich aufgrund von Godwin's Law nicht sagen). "Verriss" impliziert zwar (unangebracht) negative Kritik, aber genau so sage ich auch wenn mir etwas gefallen hat. Der Titel ist natürlich nur ein eyecatcher, vielleicht auch ein ironischer Seitenhieb.

Zitat

Der Clip "Herbstimpressionen" beeinhaltet keine Handlung sondern soll die Stimmung des Herbstes in der Zeit des Laubfalles wiedergeben.

Das macht es für mich schwierig, den Clip zu bewerten. So was ist halt Kunst, da kannst du die Schnitte und Bilder setzen wie du willst. Ich bin da auch zwiegespalten bei dem Ding.
Einerseits finde ichs zu lang, repetitiv und die Bilder uninteressant, andererseits kann ich mir das sehr gut zur Entspannung vorstellen, vor allem dank der Musik. Selbstkomponiert, komponieren lassen, freesound oder geklaut?
Zoom und Tilt am Anfang hätte ich rausgelassen, diese sanften Kamerabewegungen im restlichen Clip passen viel besser zu dem Gezeigten.

Ich glaube, wenn man sich darauf einlässt und ihn sich in Ruhe anschaut, ist das ein sehr schöner Clip geworden. Man muss allerdings offen dafür sein. Als Fingerübung ist das auf jeden Fall super. Ich bin auf deine weiteren Werke gespannt.


Hallo Finn,

Teaser interessieren mich nicht, ich will fertige Filme sehen. Ich mach mal eine Ausnahme, weil noch alles so neu ist hier. ;)
Von Soundbearbeitung habe ich so gut wie keine Ahnung, dazu kann ich also kaum was sagen. Mein Hauptaugenmerk bei einem Film liegt auf der Story, die technischen Aspekte gehören selbstredend dazu, sind für mich aber (notwendiges!) Beiwerk und stehen normalerweise nicht im Vordergrund.

Bei einer Laufzeit von 1:46 Minuten solltest du mich als Zuschauer nicht mit 25 Sekunden Logoeinblendungen vergraulen. Das ist fast ein Viertel des gesamten Teasers! Zumal mich die Musik bei "Rising Sun" derbe nervt.

Ansonsten joa wow, Setting im Wald, Typ mit Gasmaske, Wackelhandkamera, das hab ich ja noch nie gesehen.
Woher zum Teufel weiß er, an welcher Stelle er graben muss?
Das scheint ja Endzeitkrempel sein zu sollen, dafür sieht aber alles zu gut in Schuss aus, seine Kleidung ist zu sauber, die Gegend sieht normal aus and so on. Bildbearbeitung sieht amateurish aus, was mich aus dem Filmerlebnis reißt. Wenn ich einen Film sehe, achte ich intuitiv auf das was passiert, wenn ich Privataufnahmen/Amateurstuff/raw footage sehe, achte ich intuitiv auf die Kamera.
Das scheiß Atmen nervt so hart! Klingt wie einfach drübergelegt und passt oft nicht zum Bild, was soll das da überhaupt? Entweder hört er sich atmen, dann kann er die anderen Geräusche nicht so klar hören oder er hört sich halt nicht atmen und meine Ohren haben Ruhe.
Warum um Himmels willen gibt es bei ca. 1:15 diesen Wackler, der zu allem Überfluss auch noch nach einem unglücklichen Schnitt kommt? Das sieht richtig scheiße aus, änder das lieber, zur Not nachdrehen. Sein Gang kommt mir auch so unnatürlich/abgehackt vor, liegt das an meinem Internet oder tatsächlich am Bild?
Gib dir mal selbst nen Boxer dafür, dieses dreckige Inceptionhorn (eigentlich District9horn, aber who cares) zu benutzen.
Der Teaser teast mich 0%, für mich sieht das wie ein 08/15-Endzeitgammelfilm aus. Würde mich aber natürlich freuen, falls du mich da überraschst und eines Besseren belehrst. Ich hab, glaube ich, mal irgendnen Drecksfilm von dir gesehen, dagegen ist das hier schon eine solide Weiterentwicklung. Weiterentwicklung ist überhaupt eines der wichtigsten Dinge beim Filmemachen. Jeder Film ist das Training für den nächsten.
Wann ist der Film fertig?

So schlimm wars jetzt gar nicht, oder? :D
Bin gespannt, ob noch was kommt.
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5

Donnerstag, 6. August 2015, 01:42

Danke. Endlich mal einer der die Scheisse auf den Tisch legt, egal wie sehr es stinkt.
Hast ein paar Sachen erwäht, die mir (und anderen Befragten) nicht aufgefallen sind, bzw die uns nicht gestört haben.
Wann das fertig wird? Keine Ahnung. Irgendwann :D

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Donnerstag, 6. August 2015, 08:30

Also......Verriss sieht anders aus. Aber es ist eine wunderbare konstruktive Kritik geworden. Auch Finn hat eine Menge Hinweise und Anregungen bekommen wie er den nächsten Film verbessern kann.
Mit dem nächsten Video, dann im regulären Showroom, werde ich versuchen eine schlüssige Story zu entwickeln die nicht so langweilig ist........das kann aber unter Umständen erst nächstes Jahr sein. Ich würde mich freuen wenn du bei der Beurteilung wieder dabei bist! :)

viele Grüße aus dem Raum Göttingen

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MagnoliaDriver

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Donnerstag, 6. August 2015, 15:42

Hier ist meiner. Gerade frisch hochgeladen.


L Lawliet

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8

Freitag, 7. August 2015, 02:11

Hallo rico,

Zitat

Verriss sieht anders aus. Aber es ist eine wunderbare konstruktive Kritik geworden.

Danke, aber das ist Ansichtssache. Ich habe meinen Beitrag wie meine sonstigen Rezensionen geschrieben, aber da ich die Forenregeln respektiere und anderswo nun mal mit Verwarnungen dafür rechnen muss und daher nicht so offen schreiben könnte wie ich möchte, gehe ich eben lieber auf Nummer sicher und bleibe hier.

Zitat

Ich würde mich freuen wenn du bei der Beurteilung wieder dabei bist!

Kommt natürlich auf den Film an, prinzipiell aber gerne; schreib mir zu gegebener Zeit einfach den Link zu deinem Thread bzw. dem Film hier rein.


Hallo MagnoliaDriver,

dann wollen wir mal. Wenn du fundiertes Feedback, andere Meinungen und Austausch darüber hören möchtest, solltest du den Film allerdings noch im Showroom posten, dieser Thread ist ja nur für meine endgültigen (aber nicht zwingend vollständigen) Kritiken und ich gebe hier nur meine unqualifizierten Gedanken wieder.

Mit Voiceover zu starten ist meistens eklig, gerade bei einem Kurzfilm und vor allem wenn der Sprecher es nicht so richtig draufhat. Als die Hand zu Ende streichelte, hab ich auch schon wieder vergessen was für generisches Zeug der Typ gefaselt hatte. Dann kommt erst mal Expositionstext, was mich noch mehr abfuckt als Voiceover (vor allem da er Zeichensetzungsfehler enthält). Das ist ein Film, kein Buch (gibt natürlich genügend Beispiele, in denen Text gut eingesetzt ist, aber man sollte das nur aus gewichtigem Grund (Priorität 1) und passend umgesetzt nutzen). Zumal der Typ ja auch noch wartet, bis die Schrift verschwindet und das wirklich nur dafür macht, man sieht richtig wie der Schauspieler - nicht der Charakter - einfach wartet. Danach kommt noch mehr Exposition durch das Gespräch da. Boooooooooring. Ja, bei einem Kurzfilm hat man keine Zeit und ja, Exposition muss man oft reincheaten, aber come on.
Mach mal ne Schnittversion, die mit Blackframe einsetzt, "Wollen wir beginnen?" - "Ja.", dann Titeleinblendung und weiter wie gehabt. Und dann schau mal ob wirklich was Essenzielles fehlt.
Es werden zwei Szenen gezeigt und die Maschine sagt "das waren nur einige der verschiedenen Beispielsimulationen". Wieso "nur einige"? Sag doch einfach "zwei", unter "nur einige" stelle ich mir etwas Imposanteres vor. "nur einige" impliziert, dass jemand etwas bereits für das Ganze oder den Großteil halten könnte und sukzessiv durch ein "nur einige" schockiert wird.
Und natürlich will die Frau ans Meer. Der Angstraum Meer übt zwar schon seit dem Mittelalter eine gewisse Faszinazion aus, aber wieso will jeder in jedem gottverdammten deutschen Film ans Meer. Knockin' on heaven's door, Vincent will Meer, Bis zum Ellenbogen usw. :D

Wie erlebt er diese Szenen? Er ist an nichts angeschlossen, das sein Gehirn manipulieren könnte, um ihn die Szenarios für real halten zu lassen. Außer, er ist gar nicht wirklich in dem Raum, der selbst nur eine Illusion ist, während er in der echten Welt an eine Maschine angeschlossen ist, die das Ganze simuliert. Das ist aber weit hergeholt und der Film liefert keinerlei Anhaltspunkte für diese Theorie.
Schaut er sich die Sachen an einem Bildschirm an? Das fänd ich ziemlich idiotisch (der Protagonist (oder sein Avatar oder was auch immer) denkt ja jedes Mal, er sei selbst in dieser Situation), aber dann zeig mir wenigstens in einem Reverseshot, wie er auf den Bildschirm schaut.
Ich mag Filme, die mir nicht alle Antworten in die Fresse wichsen, aber ein Film muss Anhaltspunkte bieten, aufgrund derer man gut begründete Theorien aufstellen kann, die einer kritischen Überprüfung standhalten. Also ja, muss er auch nicht, aber dann wirkt er halt undurchdacht und als wüsste der Regisseur nicht was er tut. Ich glaub schon, dass du dir was dabei gedacht hast, nur merkt man davon halt überhaupt nichts. Und damit komm ich zum größten Kritikpunkt am Film.

Das ganze Ding ist pointless as fuck.

Wieso ist das Setting irgendein Hochhaus in einer weit entfernten Zukunft, wenn das für den Film nicht die geringste Rolle spielt und wir das nicht sehen? Weils cool klingt? Man hätte jeden Scheiß dafür nehmen können. Natürlich kann man jetzt einwenden "wenns egal ist, kann es auch genau das sein", und das stimmt auf den ersten Blick auch, aber jede Entscheidung bei einem Film sollte ihn voranbringen. Lass doch die Rahmenbedingungen lieber ganz weg, statt uns so was Halbgares zu geben. Ja, da ist so ein Hochhaus und die Leute nennen es "Die letzte Stadt". Und jetzt? Who cares, es ist nicht im Geringsten relevant für die Zuschauer und schon gar nicht für die Charaktere.

Der Film wirkt auf mich als ob er sich für edgy und clever hält (weshalb ich auch glaube, dass du damit bei einigen deutschen Festivals Erfolg haben könntest), aber im Grunde ist er total belanglos. Diese Skits, die haben nichts miteinander zu tun. Natürlich müssen die naturgemäß zeitlich und vom Setting her nicht zusammenpassen, aber es wirkt einfach als ob man random irgendwelche Szenen genommen hätte. Es fehlt ein roter Faden, es fehlt etwas, das den Film zusammenhält, denn die dürftige Rahmenstory tut das nicht. Klar, das am Ende gehört schon zusammen, aber zu dem Zeitpunkt im Film interessiert es mich halt auch nicht mehr. Ich hätte mir den Film nicht zu Ende angesehen, wenn ich ihn als Zuschauer und nicht als Kritiker gesehen hätte.

Die Kameraführung ist solide (aber was soll das Gewackel als er über die Häuser schaut; der Shot sollte am besten auch ganz raus, da es als einzige Referenz auf "Die letzte Stadt" viel zu schwach ist), das Schauspiel ist okay (abgesehn vom Overacting wenn der Protagonist sich verwundert in einer neuen Situation umschaut). Der Gesprächspartner auf der Bank ist zusammen mit dem "Raucher" der beste, aber insgesamt wirkt es, als würden die Darsteller die Worte nur sagen, weil sie im Drehbuch stehen. Ich hab die Leute jetzt nicht recherchiert, aber wenn das echte Schauspieler sind, hätte man als Regisseur mehr aus ihnen rausholen müssen. Regie ist nun mal Schauspielerführung. Der Schnitt ist gut, zwischen 1:44 und 1:50 hätte ich vielleicht noch 1-2 Sekunden rausgenommen. Der Ton ist oft unsauber. Die Musik und größtenteils die Soundeffekte fand ich gut.

Die Ausgangssituation, der Beschreibungstext - das klingt interessant. Du hast hier eine ziemlich gute Idee, aus der man einen spannenden 15-Minüter hätte machen können. Unterm Strich bleibt viel verschenktes Potenzial und fünf Minuten Langeweile.

3/10
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MagnoliaDriver

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9

Freitag, 7. August 2015, 11:20

Hallo L,

Ouch, schade dass der Film dir nicht so gefallen hat.

Vielleicht etwas zum Hintergrund des Filmes. Das Drehbuch des Filmes hatte ca. 12 Seiten, wovon ich auch alles gedreht habe. Den Film habe ich als Bewerbungsfilm für die DFFB gedreht, weshalb ich den Film auf 5 Minuten kürzen musste. Viele Szenen sind in diesem Cut nicht enthalten. Ich habe durch Beteiligung und Arbeit an anderen Projekten leider noch nicht die Zeit gefunden den "richtigen" Cut zu schneiden.

Der Film spielt in einer Welt für die ich ein Drehbuch geschrieben habe, dass natürlich den Titel "Die letzte Stadt" trägt. Ich möchte später diesen Langfilm verwirklichen. "Zetro" könnte man also als eine Art Spin-Off sehen, dessen Handlung und Charaktere, aber keinen Einfluss auf die spätere Hauptstory haben.

Lierov

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10

Freitag, 7. August 2015, 19:54

Einen Film, von dem man selbst nicht überzeugt ist, hier von "L Lawliet" bewerten zu lassen ist doch schon einigermaßen masochistisch...
Kritik ist die höchste Form der Zuneigung

L Lawliet

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11

Samstag, 8. August 2015, 03:33

Hallo MagnoliaDriver,

das ist mir für meine Kritik alles egal, ich bewerte das was mir vorgelegt wird.

Zitat

Ich bewerte nur den Film als solchen, mir ist egal wer bei dem Projekt mitgemacht hat oder was die Umstände waren.

Stell dir mal vor, das Ding würde weltweit in den Kinos laufen. Willst du dich da bei jeder Vorführung hinstellen und alles erklären? Nah, ein Film muss immer für sich selbst stehen.
Hat es mit der Aufnahme an der DFFB geklappt?

Hallo Lierov,

Zitat

Einen Film, von dem man selbst nicht überzeugt ist, hier von "L Lawliet" bewerten zu lassen ist doch schon einigermaßen masochistisch...

:thumbsup:
Habe ja im Eingangspost explizit auch diese Klientel eingeladen. ;)


Also bisher machts mir eigentlich mehr Spaß als ich dachte, vielleicht finden sich ja noch ein paar Unerschrockene.
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12

Freitag, 4. September 2015, 22:40

Hier mal was neues für dich ^^

Gerade heute frisch fertig geworden.
Diesmal ist nur die Kameraarbeit von mir,
Regie, Schnitt und Farbkorrektur kommen von
@FilmBeats

Hier gehts zum Film:


Hau raus ;)

L Lawliet

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13

Samstag, 5. September 2015, 19:24

Oho, ein todesmutiger Wiederholungstäter.
Du hast auch so ein spezielles Händchen dafür, hier alles Mögliche einzureichen außer einen richtigen Film. :D

Humor ist Geschmacksache. Ich persönlich finde einen Sketch voller vorhersehbarer, flacher Witze nicht lustig. Besonders problematisch wird es, wenn der Zuschauer nicht weiß ob etwas als Witz gemeint war oder wirklich ein Filmfehler ist - vor allem, wenn es sowohl als Witz als auch als Filmfehler idiotisch ist. Das ist so ein unfassbar schlechter YT-Sketch, dass ich mir den nicht mal oft genug anschauen konnte um mir eine fundierte Meinung zu bilden. Hier also nur meine Eindrücke nach zweimaligem Sehen.

In medias res ist bei einem Kurzfilm sehr begrüßenswert, aber die schnellen Schnitte während der Anfangsszene, die keinerlei Hintergrund für uns hat, führen nur dazu, dass man sich fragt was da passiert - aber eben nicht im guten "ich will wissen wie es weitergeht"-Sinne.
Dann sagt der Typ allen Ernstes "what the fuck", als wäre er das Publikum. Zu dem Zeitpunkt könnte man noch spekulieren, dass das Ganze im englischsprachigen Raum spielen sollte, aber nein, bereits im nächsten Shot bekommen wir ein deutsches Kennzeichen zu sehen und hören den total unverbrauchten russischen Akzent eines Klischeehenchmans.
Bei 0:48 ist die erste Stelle, bei der man nicht weiß ob es ein Witz sein sollte oder ein Filmfehler war. Auf die Frage des Blonden erfolgt keine Antwort und er sagt sofort "Falsche Antwort!". Was. Jeder mögliche Erklärungsversuch dafür wirkt wie eine Zeitverschwendung, diese Szene entzieht sich jeglicher Rechtfertigung.
Kurz darauf sagt er "Ich frage noch einmal" und fragt dann direkt zweimal. Soll das witzig sein? Ist das ein Schnittfehler? I don't even.
"Nun die entscheidende Frage, hast du das Geld dabei" - are you fucking serious? Die entführen ihn als er ohne Tasche oder sonst was auf der Straße rumgammelt und dann fragt der Blonde, ob der Kerl das Geld dabei hätte?! Das ist so unwahrscheinlich dämlich, ich hab nicht die geringste Ahnung wie jemand so was lustig finden kann (falls es ein Witz sein sollte) bzw. wieso es niemandem auffällt (falls es ein Skriptfehler war).
Die Stelle ab 1:13 ist auch richtig danebengegangen. Dass er seinen Kopf mehrmals auf den Tisch haut obwohl der andere schon weg ist, kann ich immerhin noch als witzig gemeint erkennen (auch wenns das nicht ist), aber dass der Kopf gar nicht so weit runtergeht dass er die Tischplatteberühren könnte... ich weiß wirklich nicht was ich von dem Ganzen halten soll.
Zu der Sprachcomputerszene spar ich mir mal einen Kommentar.
Beim Ende kann ich zumindest verstehen, wenn das jemand lustig findet, es ist auch einigermaßen charmant umgesetzt.

Das Schauspiel ist furchtbar. Der Blonde ist der bessere und auch wenns bei ihm paar cringeworthy Szenen gibt, ist er über weite Teile recht gut, auch wenn sein Alter natürlich nicht zur Rolle passt. Der Dunkelhaarige ist angefangen damit dass er brav wartet bis ihm im Auto das Tape über den Mund geklebt wird durchgehend unglaubwürdig (mit Ausnahme der Szene als ihm das erste Mal Schmerzen zugefügt werden). Ich referenziere extra auf niemanden mit dem Charakter, da ich nur Darsteller sehe. Natürlich kann man von einem Laien nichts erwarten, doch schlechtes Skript und mangelnde Regie lassen selbst guten Schauspielern wenig Spielraum.
Kamera und Schnitt sind okay, der einzige unsaubere Schnitt der mir auffiel war bei 1:56 (oben erwähnte ausgenommen), habe den Film aber wie gesagt nicht oft gesehen.
Beleuchtung und/oder Nachbearbeitung find ich weird, das Bild ist generell am Rand zu dunkel, es wirkt als hätte man nachträglich ne Vignette eingefügt, die aber einfach nur da ist ohne zielgerichtet den Blick zu führen, was eben entweder auf schlechte Beleuchtung oder sinnlose Vignette hindeutet. Bei einer GH4 hätte man auch mehr rausholen müssen.

Was sich trotz allem positiv hervorheben lässt, ist dass es zumindest so wirkt als hätte euch der Dreh Spaß gemacht. Wenn ihr die Energie und den Spaß in ein gutes Skript investiert, kann sicher ein annehmbarer Film dabei herauskommen.

2/10
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Samstag, 5. September 2015, 20:23

Jaja, ich immer mit meinen 0815 Sketchen ohne vernünftige Handlung :D
Ging uns dieses Mal darum, mal die Zusammenarbeit zwischen mir und dem Drehbuchschreiber/Regisseur/Cutter (der das Opfer spielt) auszuprobieren.
Rechtfertigt zwar nicht wirklich die platte Handlung, aber wir hatten Spaß ^^

Mit dem Bild bin ich selber noch nicht ganz zufrieden, mit mehr Licht hätte man da wohl noch ne Menge mehr rausholen können.
Ist fürs nächste Mal notiert. Der Blonde ist tatsächlich auch der einzige "richtige" Schauspieler (studiert jetzt Schauspiel). Alle anderen
findet man gewöhnlich eher hinter der Kamera.

Ich persönlich sehe den Film auf jeden Fall als Verbesserung zu dem Post-Apokalyptischen Ding von neulich, sowohl von der Technik als auch vom Inhalt (mehr oder weniger).

Aber, Übung macht den Meister.
Da wir nun herausgefunden haben, dass die Zusammenarbeit funktioniert, wird es wohl noch öfter was von uns zu sehen geben.
Dann aber auch mit ner anständigen Story, und keinem 30-Minunten Script xD

Danke, dass du dir immer die Zeit nimmst, unsere Filmchen zu bewerten.
Der Umgangston ist gewöhnungsbedürftig, aber du weist ja eingangs drauf hin ;)

Birkholz

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Sonntag, 6. September 2015, 11:35


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Majestic

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Montag, 7. September 2015, 00:35

Man kann diesen Film als Klamauk abtun, wird ihm damit meiner Meinung nach aber nicht gerecht.

Obwohl der Film fünf Jahre alt ist, ist er angesichts der Flüchtlingsdebatte hochaktuell.
In den ersten Sekunden des Films bekommen wir erzählt, dass ein fremdes Wesen aus dem Weltall auf die Erde kam und diese ausbeuten wollte; kurz darauf stellt sich heraus, dass es sich hierbei um einen Spanier handelt. Das englische Wort "Alien" bedeutet "Ausländer". Die Angst vor dem Unbekannten und homo homini lupus führen zu voreiligen Schlussfolgerungen und zur ablehnenden Haltung so genannter "besorgter Bürger" gegenüber den Einwanderern.

Wir bekommen den Spanier fast nur in Closeups zu sehen - der Eindringling wird kritisch beäugt und unter permanenter Beobachtung gehalten. Das einzige Mal, dass wir ihn im Ganzen sehen, ist bei der "Grenzüberschreitung" von Treppe auf Rasen, nach der er das Land annektiert und als erobert mit seiner Flagge markiert.
Seine Forderungen (1000 Jungfrauen und 1500 Kartoffeln) erscheinen lächerlich und überzogen, wie auch die Ängste der "besorgten Bürger" lächerlich und überzogen sind. Sein "Todeslaser" entpuppt sich als harmloses Spielzeug. Des Weiteren verkündet der Spanier, mit seinen 9000 Kampfninjas die deutsche Burg besetzen zu wollen - auch hier spiegelt sich die Angst vor der Invasion durch die Flüchtlinge wider.
Der Deutsche Andi Waffelbackgerät, der symbolisch für die "besorgten Bürger" steht und den Spanier aufhalten möchte, fühlt sich letzterem dadurch überlegen, fließend deutsch sprechen zu können. Wer sonst nichts vorzuweisen hat, brüstet sich eben mit haltlosem Nationalstolz.
Letzten Endes wird der Spanier jedoch perfekt integriert, er schaut spießbürgerlich-brav das deutsche Fernsehangebot. Der Deutsche weint über den Verlust der potenziell bereichernden Kulturvielfalt, wird sein Verhalten aber vermutlich nicht ändern (können).

Die Umsetzung wirkt nur auf den ersten Blick ungewollt fehlerhaft. Der Film ist sich darüber bewusst, dass er ein Film ist, und zeigt es auch. Fallen die Skripte, von denen abgelesen wird, anfangs nur dem aufmerksamen Zuschauer auf, werden sie im Verlauf des Films immer bewusster in Szene gesetzt. Wir sehen sie immer deutlicher in der Spiegelung der Sonnenbrillen, einmal wird eines sogar in die Kamera gehalten und am Ende wird die Sonnenbrille durch eine normale ersetzt, sodass wir das Ablesen direkt an den Augen erkennen. Untermauert wird das Ganze durch einen unzuverlässigen Erzähler, der am inkonsistenten Voiceover als solcher (und darüber hinaus als der Spanier) zu entlarven ist; so soll sich die Geschichte vor vielen, vielen Jahren ereignet haben, spielt aber deutlich erkennbar in der Gegenwart.
Dennoch wirkt alles noch recht zurückhaltend, inhaltlich wie auch bei der Umsetzung wäre vielleicht mehr Übertreibung angebracht gewesen; so trägt sich das Konzept nicht ganz über die Länge des Films.
Einzig der zu späte Schnitt bei 5:07 fällt negativ auf. Um ihn als Stilmittel anzuerkennen wäre das wiederkehrende Auftreten solcher filmillusionszerstörender Schnitte nötig.
Die Tippfehler bei den Untertiteln erscheinen mir unbeabsichtigt zu sein, hier hätte man Korrekturlesen (lassen) sollen.

Unterm Strich bleibt ein Kurzfilm, der hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, aber sowohl als gesellschaftskritischer Kommentar als auch als sinnlose Alberei funktioniert.

6/10
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

Drehbuchkritik nach Absprache per PN.

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Birkholz

Birkholz

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17

Montag, 7. September 2015, 23:17

6/10


Bist wohl neidisch? Vielleicht erst mal selbst besser machen!

tevauloser

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18

Montag, 7. September 2015, 23:30

Diesem überflüssigen Klamauk gebe ich 2/10. Bin ich nun oberneidisch?
Alles was recht ist nocheinmal.

Birkholz

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19

Montag, 7. September 2015, 23:58

Diesem überflüssigen Klamauk gebe ich 2/10. Bin ich nun oberneidisch?


SCHLIMM! SO MENSCHEN WIE DU!

Selon Fischer

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20

Dienstag, 8. September 2015, 00:10

@Birkholz bitte respektiere die Wertung von L Lawliet und finde dich damit ab! Ich hätte dem Werk vielleicht einen Punkt mehr gegeben, wegen der Tiefenunschärfe.

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