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Lierov

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Sonntag, 25. Oktober 2015, 16:17

3D Kinofilme

Ich hatte vorhin mit einem Freund mal wieder ein Gespräch über die Unnötigkeit von 3D-Filmen. Ich persönlich kann damit leider immer noch nichts anfangen und ärgere mich immer, wenn ein Film, den ich gerne im Kino anschauen möchte ausschließlich in 3D angeboten wird. Dass ich gezwungen werde einen höheren Eintrittspreis zu bezahlen ist ja schon schlimm genug. Viel zu häufig nerven mich aber irgendwelche Totaleinstellungen wo ein 3D Effekt irgendwo kilometerweit entfernt zu sehen ist und damit Gebäude/Hubschrauber/Raumschiffe o.ä. wie Spielzeug aussehen lässt... wieso merkt niemand von den Machern, dass so etwas kontraproduktiv ist, wenn man eine Illusion erzeugen möchte!? :D

Es gibt aber eine Sache, die ich interessant finde. Und vielleicht können unsere "Profi" hier im Forum etwas dazu sagen:
Einer der ersten 3D Filme, die ich im Kino gesehen habe (nachdem dieser Hype aufkam) war "G-Force" also dieser animierte Hamster-Agentenfilm aus 2009. Ich erinnere mich daran, dass der Film letterboxed war und bestimmte Gegenstände über diese schwarze Grenze (oben und unten) hinausragten - und das war keine Illusion! Ich weiß noch, dass ich extra die Brille abgenommen habe um das zu überprüfen. Ich fand das ziemlich cool, weil es die Illusion des 3D extrem verstärkt hat. Ich hab das in keinem anderen 3D Film danach jemals wieder gesehen. Hat das Verfahren einen Namen? Weiß jemand wieso das nicht mehr praktiziert wird? Und wie sieht der Film auf DVD und speziell 3D Bluray aus? Wurde das dort beibehalten? Kenne leider niemanden der den Film als 3D Bluray hat. Wer weiß bescheid? :)
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wabu

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2

Sonntag, 25. Oktober 2015, 16:30

Ich habe da nicht die richtige Terminologie drauf.

Bei 3D ist der Screen wie eine Fensterscheibe hinter der sich alles abspielt. Diese Ebene wird definiert aus dem Abstand der Objektive.

Wenn du den unterschreitest hast du den Effekt.

Ich hatte mir eine SDT750 von Panasonic gekauft, die hat einen 3D Aufsatz und habe für eine private Demo Geräte vor "das Fenster" gehalten.

Leider ist eine Seite mit fundiertem Wissen aus dem Netz geflogen....

Habe ich gerade gefunden:

http://www.weir3d.de/film/node/11

Jumperman

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3

Sonntag, 25. Oktober 2015, 19:13

Dass nahe Objekte beim 3D-Film über die Letterbox hinausgehen hatte man z.B. auch bei "Life of Pi". Glaube nicht, dass das eine bestimmte Bezeichnung hat. Ich find sowas gut, wenns durchgezogen ist im ganzen Film. Bei "Life of Pi" wars leider, dass bei manchen Einstellungen, wo dieser Effekt angewandt wurde, nach dem Schnitt plötzlich eine dickere Letterbox dazukam. Mir zumindest fällt das immer auf und mich nervts. Fands schon bei "Dark Knight" störend, wenn zwischen dem IMAX- und dem normalen Seitenverhältnis hin und hergeschnitten wurde.

Was mir zu dem Thema häufig auffällt, es gibt zwei Meinungen zu den 3D-Effekten. Manche sagen, 3D lohnt sich nur, wenn einem Sachen ins Gesicht fliegen und der 3D-Effekt so wirklich ausgenutzt wird. Andere halten das für Jahrmarkts-Spielereien und wollen eher, dass die stereoskopische Bildtiefe für sich steht. So als wäre die Kinoleinwand ein Fenster.
Also egal wie mans als Filmemacher bei einem 3D-Film anpackt, die Hälfte der Leute wird meckern.
Ich persönlich mag 3D und halte es für eine sehr interessante Technik. Es muss natürlich zum Film passen. Aber wenns gut gemacht ist, zahl ich gern den 3D-Aufschlag.

rick

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4

Sonntag, 25. Oktober 2015, 22:54

Glaube nicht, dass das eine bestimmte Bezeichnung hat.

Nennt sich in der Fotografie "Scheinfesnterverletzung". Alles was sich vor dem Scheinfenster befindet (also Dir ins Gesicht springt), ist in der klassisch stereoskopischen Fotografie gar nicht erwünscht. Hollywood sieht das lockerer.

Zitat

Viel zu häufig nerven mich aber irgendwelche Totaleinstellungen wo ein 3D Effekt irgendwo kilometerweit entfernt zu sehen ist und damit Gebäude/Hubschrauber/Raumschiffe o.ä. wie Spielzeug aussehen lässt.

Ich glaube Du meinst das Phänomen "Lilliputismus". Es ensteht dann, wenn man im Falle der Totalen, eine extrem weite Stereobasis wählt (mehre Meter), damit z.B. auch eine Gebirkskette im Hintergrund noch dreidimensional erscheint.
Gigantismus ist das Gegenteil (z.B. im Macrobereich), wenn die Stereobasis stark verkleinert wird (deutlich weniger als 6cm), dann wirken kleine Dinge von den Proportionen extrem groß.

Jumperman

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5

Sonntag, 25. Oktober 2015, 23:36

Nennt sich in der Fotografie "Scheinfesnterverletzung". Alles was sich vor dem Scheinfenster befindet (also Dir ins Gesicht springt), ist in der klassisch stereoskopischen Fotografie gar nicht erwünscht. Hollywood sieht das lockerer.


Sehe ich anders. Die Scheinfensterverletzung ist ja eigentlich ein Fehler, bei dem der 3D-Effekt nicht mehr funktioniert, da Objekte, die visuell vor der Leinwand sind durch dessen Begrenzung abgeschnitten werden.
Bei Lierov's Frage gings aber darum, dass Objekte tatsächlich über die Letterbox des Films hinausragen. Das ist wie gesagt bei "G-Force" und "Life of Pi" der Fall.

Hier ein Beispiel aus "Oz":


Hier wird das als "Breaking Frame" bezeichnet.

Und hier entsprechende Szene aus "Life of Pi", mit dem für mich nervenden Seitenverhältnis-Wechsel:

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Lierov

Lierov

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Montag, 26. Oktober 2015, 09:48

Cool! Danke Jumperman! Das war genau das, was ich meinte. :D
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Rockstar2

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Montag, 26. Oktober 2015, 13:41

Zu diesem "speziellen" 3D-Effekt kann ich leider nichts produktives beitragen, nur dass es mir ab und zu auch aufgefallen ist, wenn ich 3D-Filme geschaut habe und ich den Effekt eigentlich ganz erfrischend fand. Ich glaube bei den kurzen Minions-Clips, die nach dem Erfolg von Ich, einfach unverbesserlich im Netz landeten, wurde der Effekt auch genutzt. Egal. Wozu ich was beitragen wollte, war zum ersten Absatz im Startpost:

Ich persönlich empfinde die Entscheidung der Kinos Filme auschließlich nur in 3D zu zeigen, als Geldmacherei. Ich möchte mich als Kunde (Zuschauer) entscheiden können ob ich den Film in 3D oder in 2D schauen möchte und dazu auch die Gelegenheit bekommen. Wenn er mir Wert ist, dass ich ihn mir in 3D anschauen will, bin ich auch gerne bereit dafür den Aufschlag zu zahlen. Was ich aber nicht verstehen kann, ist wenn ein Film NUR im iSense-Kinoraum gezeigt wird. Weil dann zahle ich drauf für 3D, Digital Atmos (Ton), generell weil iSense und wenn der Film dann noch Überlänge hat, bist du gut 20 Euro für den Film los. Wenn du dann noch Online die Karten vorbestellst, darfst du weitere 50Cent Bearbeitungsgebühr bezahlen. Wofür? Sitzt da einer und designt die Karten live für mich?

Generell finde ich 3D aber auch nicht schlecht. Es gibt einige Filme da macht 3D echt Sinn und ich würde mich bewusst dafür entscheiden ihn in 3D zu gucken. Gravity war so ein Film wo ich dachte, JA, volles Potenzial ausgenutzt. Und dann denke ich wieder es gibt Filme wo man es auch hätte lassen können ihn in 3D zu produzieren.
Und was wirklich bezeichnend ist für die derzeitige Entwicklung des 3D-Trends war die Hobbit Trilogie. Den ersten Hobbit haben wir in 3D und in diesem HFS (hieß das so?) geschaut? Boar fand ich das nach den ersten Sekunden schon scheiße. Mein bester Freund, der im Grunde von der ganzen Filmerei überhaupt keine Ahnung hat und Filme nur konsumiert, lehnte sich zu mir rüber und meinte, das sieht aber komisch aus. Einige finden den Effekt den dieses HFS erzeugt ja richtig cool, die sagen es sieht besser aus, natürlicher. Ich fand dass das HFS den gesamten Film nach Hochglanz-Nachmittagssoap aussehen hat lassen. Am schlimmsten war es, als die Hobbitgruppe vor einigen Gegner fliehen musste und mitten auf einem Feld in einer Höhle zuflucht suchte und große Steinbrocken neben ihnen herunterfielen, als sie schnell in die Höhle hinabrutschten. Man hat voll gesehen, dass das Styroporsteine waren. Das ganze HFS macht die Illiusion kaputt, in die mich ein Film hineinziehen soll.
Den zweiten Teil haben wir dann nur noch in 3D geschaut und den dritten wieder ganz normal in 2D.

Zum anderen muss ich sagen, dass der Großteil der Leute unterhalten werden will. Denen ist das egal ob 3D, HFS, iSense und was es sonst noch so gibt. Meine Eltern z.B.: bestes Beispiel, was ich immer wieder gerne anführe: Wenn ich dann mal nach einiger Zeit wieder zu Hause vorbeischaue und meine Eltern die Tagesschau anmachen, wundere ich mich, dass der Fernseher auf 4:3 geschaltet ist. Irgendwann muss irgendeiner von den zweien auf die Taste für das Seitenverhältnis gekommen sein und die haben dann die ganze Zeit alles in 4:3 geschaut. Ich habe die beiden darauf angesprochen, warum sie denn 4:3 schauen und nicht in 16:9, weil der HD-Fernseher ist ja vorhanden. Meine Eltern antworteten, dass ihnen schon aufgefallen ist, dass es irgenwie anders als sonst aussah, es ihnen dann aber egal war, weil es ja trotzdem funktionierte.

Was ich im Endeffekt sagen will: Es gibt einen Großteil der Zuschauer, die einfach nur ins Kino gehen, weil sie gerne diese Art von Unterhaltung konsumieren möchten. Denen ist es egal, ob ein Film besser in 2D oder 3D produziert ist. Denen ist es egal, ob die Handlung nicht ganz schlüssig ist, weil sie das Genre mögen.
Und dann gibt es die Leute die wie wir ticken, die Ahnung von der Materie haben, die auf solche Dinge achten, denen soetwas wichtig ist.

Ich hoffe nur, dass uns das 2D noch lange erhalten bleibt und mir, wenn ich ins Kino gehen will, die Auswahl ermöglicht wird, selbst zu entscheiden ob ich den Film in 2D, 3D, in HFS oder im iSense schauen will.

LG Rockstar

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