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Space_Marine

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1

Montag, 30. Mai 2011, 17:38

Die Filmbranche in 100 Jahren

Hi Leute,

und zwar beschäftigt mich diese Thematik schon seit einiger Zeit.

Wir, d.h. alle Zuschauer, sprich die Arbeitgeber der Filmbranche, haben uns im Laufe der Jahre, seit dem Anfang der Computergestützten Filmproduktion, ziemlich an die Effekte, an den Look sowie an die Story solcher Filme gewöhnt, unsere Ansprüche sind mit denen aus der Zeit, wo die ersten Starwars-Streifen premiert wurden, nun nicht mehr vergleichbar. Ich denke es ist Fakt, dass dies eine große Herausforderung, wenn nicht sogar ein großes Problem, für die heutige Filmbranche darstellt bzw. geworden ist. Wir wollen immer was neues sehen, immer noch aufwändigere Effekte, und das größte Problem: wir wollen immer neuere Stories/Themen. Wieviele Alien-Invasionsfilme sind seit Emmerichs "Independence Day" entstanden? "Krieg der Welten", "Sign", "Battle Los Angeles", nur um paar zu nennen. Sind die Nachfolger technisch weniger aufwändig? Genau das Gegenteil. Verdienen sie hinsichtlich des Produktionsaufwands nicht genau soviel Anerkennung wie "Independence Day"? Aber spätestens beim 3. Film solcher Art fragen sich alle ernsthaft: "was soll das? Das Thema ist doch schon ausgelutscht ohne Ende, wir brauchen was neues".

Nun zu meinem zentralen Statement: abgesehen von der rasanten Entwicklung im CG-Bereich, bin ich der Meinung, dass der Filmbrance allmählich der Erzähl-Stoff ausgeht, ohne neuen Stoff - keine Filme, da kann man noch soviel CG betreiben wie man will. Das Thema Mensch-Maschinen-Konflikt, was durchaus spannend ist, wurde in Matrix und Terminator hinreichend behandelt, noch ein Film darüber wird sicherlich nach hinten losgehen; Thema Fantasy-Abenteuer: da sind der Fantasie zwar keine Grenzen gesetzt, aber irgendwann sind alle mytischen Wesen mal irgendwo aufgetreten, sodass man sich auch schon an denen sattgesehen hat, wenn es nicht sogar schon jetzt, nach "Herr der Ringe", "Eragon", "Harry Potter" und unzähligen Fantasyfilmen, der Fall ist; Die erfolgreichen Marvel-Verfilmungen: in ein paar Jahren sind auch die Geschichten alle durchgefilmt worden, sodass uns da die Ressourcen auch langsam ausgehen; Und irgendwann kommen wir zu einem Punkt, wo es einfach nichts mehr neues gibt, worüber man ein 200 Millionen-Projekt starten könnte, weil die Zuschauer schon alles gesehen haben.

Die einzige Hoffnung sehe ich persönlich in der ERFOLGREICHEN Spielverfilmung, speziell die Blizzard-Klassiker: Warcraft, Diablo und Starcraft. Der Dreh von Warcraft ist glaub ich sogar bereits angekündigt. Selbst diese sind thematisch nichts wirklich neues, jedoch finde ich, dass besonders Diablo und Starcraft durchaus Potential liefern, um daraus noch nie zuvor gesehenes Filmepos zu machen. Aber, selbst diese Geschichten sind in paar Jahren oder Jahrzehnten abgedreht, und die Liste der bereits gefilmten Themen sind wieder ein Stück länger geworden, das Pool von neuen Themen schwindet und schwindet... Daran sind in gewisser Maßen auch die Zuschauer Schuld, denn sie wollen immer was neues sehen, was wiederum selbstverständlich ist, denn Filmbranche ist und bleibt Entertainment, und gute Entertainment bedeutet Abwechslung.

Eure Meinung? Wo seht ihr die Filmbranche in 100 Jahren?

Grüße.

SG Trooper Productions

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2

Montag, 30. Mai 2011, 20:04

Wieso machst du dir da noch Gedanken? Die Welt geht doch eh nächstes Jahr unter! :D Ok Spass beiseite. In 100 Jahren werden wir glaube ich auch wenn ich da jetzt den Pessimisten raushängen lasse, andere Probleme haben wie was jetzt der nächste Hollywood Blockbuster wird. Aber beleuchten wir mal die derzeitige Film und Fernseh Landschaft. Da gibt es leider wenige Lichtblicke finde ich. Und wenn es sie gibt muss ich sie mir aus England importieren (Dr. Who). Der Spinnoff Torchwood hat zum Glück eine 4. Staffel bekommen. Aber dann kommt auch lange nix.

Filme: Der letzte Videotheken Besuch war bezeichnend. Man hat irgendwie sich bei alten Filmen bedient, die Neuheiten blieben links liegen. Es kommt zur Zeit echt nix interesantes raus. Ausser vielleicht Thor. Wobei dort dann wieder der 3 D Hype an mir vorbeiläuft weil ich einen Augenfehler habe und bei 3D Filmen nix mitbekomme.
Aber um mal wieder auf deine Frage zurückzukommen. In Hundert Jahren wird es wenn die Technische Entwicklung weiter so voranschreitet so was wie Kino gar nicht mehr geben. Dann hat jeder ein Mini Holodeck zuhause. Wozu braucht man da noch ein Kino??

Schattenlord

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Montag, 30. Mai 2011, 20:25

wir wollen immer neuere Stories/Themen.

Sicher? Glaub ich nicht. Im Gegenteil, die Story rutscht ja langsam auf den zweiten Platz ab. WIR sehen das vielleicht anders. Bei uns steht der Inhalt im Vordergrund, zumindest bei den Meisten. Aber in der Industrie gilt mittlerweile: Je hohler, je mehr Effekte, desto erfolgreicher. Zwar vielleicht nicht unbedingt so erfolgreich wie die Top 10 der erfolgreichsten Filme, aber zumindest so, das mehr als das doppelte der Produktionskosten eingespielt werden. Und genau aus diesem Grund werden ja Filme wie Transformers und Co produziert: Die Leute stehen drauf. (Ich nicht btw. ^^)
Thema Fantasy-Abenteuer: da sind der Fantasie zwar keine Grenzen gesetzt, aber irgendwann sind alle mytischen Wesen mal irgendwo aufgetreten, sodass man sich auch schon an denen sattgesehen hat, wenn es nicht sogar schon jetzt, nach "Herr der Ringe", "Eragon", "Harry Potter" und unzähligen Fantasyfilmen, der Fall ist;

Dann kennst du dich im Fantasy Bereich aber nicht wirklich aus. :) Alleine Filme wie Avatar beweisen, dass man durchaus noch Kreativität und Neuerungen im Fantasy Genre erwarten darf. Davon abgesehen gibt es so viele Fantasy-Romane, die eben nicht in Mittelerde und Co spielen, keine Orks, Elfen, Drachen oder Kobolde beinhalten - leider fallen die meist unter den Tisch, weil sie kaum jemand kennt. Um ein Beispiel zu nennen: Meine Lieblingsbuchreihe, die Abhorsen Trillogie von Garth Nix beinhaltet nicht ein einziges der oben aufgeführten Fabelwesen. Die Bücher glänzen mit einem Einfallsreichtum, wie ich ihn noch nie beim Lesen gemerkt hat. Da sind übrigens alle Bücher von Nix zu empfehlen. Da gibt es NICHTS drin, was ich je schonmal irgendwo anders gelesen hätte. Leider weigert sich Nix wehement dagegen, dass sie verfilmt werden, um die Illusion des Einzigartigen nicht zu zerstören. Naja, zumindest, bis ich groß bin und ihn überzeugen werde. :D
Im Fantasy Bereich wurde filmmäßig jedenfalls grade Mal an der Oberfläche gekratzt. Da kann noch sehr sehr viel kommen.
Die einzige Hoffnung sehe ich persönlich in der ERFOLGREICHEN Spielverfilmung, speziell die Blizzard-Klassiker:

Also wieder Orks und Elfen? Meintest du nicht grade, das hatten wir schon genug? ^^ Egal. Es gibt tatsächlich momentan einige Spiele, zu denen ich gerne mal eine GUTE Verfilmung gesehen hätte. Prince of Persia zum Beispiel. NEIN, die blöde Disney Umsetzung ist bei weitem nicht gut. Da war sogar die Story im Spiel besser! Und wo ist bitte der metzelnde Prinz, wo das Blut, wo der Charakter? Sie hätten den Prinzen (Namenlos btw!) nicht mit so einem Milchbubi besetzen dürfen. However.
das Pool von neuen Themen schwindet und schwindet... Daran sind in gewisser Maßen auch die Zuschauer Schuld, denn sie wollen immer was neues sehen, was wiederum selbstverständlich ist, denn Filmbranche ist und bleibt Entertainment, und gute Entertainment bedeutet Abwechslung.

Du sagtest doch vorhin, das der FIlmbranche der Stoff ausgeht und man alles schon gesehen hat. ^^
Nein, ich finde eben gerade dies überhaupt nicht. Es wird nur leider immer wieder das Gleiche neu verfilmt, wenn es erfolgreich war, weil es Geld bringt - allein das ist der springende Punkt. Sobald was neues auf dem Markt ist, wird die Kuh gemolken, bis sie keine Milch mehr gibt. Das ist leider sehr traurig, aber nicht zu ändern. So wird es auch noch in 100 Jahren sein. Das bedeutet aber nicht, dass niemand mehr kreativ genug wäre, etwas wirklich neues zu schaffen. Denn da sind noch wirklich viele Möglichkeiten offen. (Mal abgesehen vom eigentlichen Erzählmuster, denn da hat man insgesamt nicht viele Möglichkeiten)
Es kommt zur Zeit echt nix interesantes raus. Ausser vielleicht Thor.

Echt? Du findest Thor interessant? ^^ Dabei ist es doch echt nicht mehr, als alles andere was aus Hollywood kommt: Action pur, Innovation: Nein. Das sieht man schon im Trailer.
Der einzig wirklich richtig interessante Film ist, abgesehen vom HP Finale, Terrence Malick's neues Werk "Tree of life". Der sicher auch was neues bieten wird.
Wozu braucht man da noch ein Kino??

Allein der Atmosphäre und der großen Leinwand wegen wird das Kino auch in hundert Jahren noch nicht aussterben. Das glaub ich nicht. Ein Mini-Holo-Deck ist halt was anderes, wie eine große Leinwand und ein super Soundsystem. :)

Schattenlord


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Montag, 30. Mai 2011, 20:30

In Hundert Jahren wird es wenn die Technische Entwicklung weiter so voranschreitet so was wie Kino gar nicht mehr geben. Dann hat jeder ein Mini Holodeck zuhause. Wozu braucht man da noch ein Kino??



Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Der Ort "Kino" ist nicht nur ein reiner Konsumort, sondern auch ein Ort der sozialen Kontakte. Der durchschnittliche Kino-Gänger geht ja nicht alleine, sondern um mit Freunden und den Anderen im Kino einen Film zu erleben. Eine Komödie macht doch am meisten Spaß, wenn man mit mehreren Lachen kann. Vermutlich werden kleinere Kinos aussterben, aber das Kino selbst nicht.
Es gibt ja heute immer noch Theater, und das schon seit Jahrtausenden.

Über die endliche Kreativität habe ich mir auch bereits viele Gedanken gemacht, doch bin ich eigentlich zu dem Schluss gekommen, dass den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt sind. Unoriginelle Filme gab es damals wie heute, nur erinnert man sich natürlich nur an die Guten. Jede Generation liefert Gutes wie Schlechtes, deswegen finde ich es schwer zu sagen, heute käme nur noch Altbekanntes heraus. Das selbe gilt eigentlich für jede Kunstform und in ihrer reinsten Form sind die meisten Erfolge nach den selben Mustern gestrickt, eben die Zutaten in einer anderen Mixtur (siehe dazu auch: Odyssee des Drehbuchschreibers).

Ich sehe jedenfalls die Filmkunst, sowie das Kino und generell die Kunst, in 100 Jahren zwar anders, aber in ihrer Essenz immer noch in ihrer Reinform.

Birkholz

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Montag, 30. Mai 2011, 21:09

Zur Innovation und Ideenmangel: Wer Abseits des Mainstreams schaut, wird so einige Perlen finden, die eben nicht so bekannt sind!

Auch wenn es keine Filme sind, möchte ich hier noch mal drei Serien hervorheben, die auf wirklich innovative Weise zwar altbekannte Dinge aufgreifen, sie jedoch in einem völlig neuen Licht darstellen und sie mit tollen Ideen ausstatten. Das wären (damals) Lost, Chuck und ganz besonders Fringe!

Space_Marine

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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:15

@Schattenlord: erstmal danke für deine ausführliche Stellungnahme. Es beruhigt mich zu hören, dass nicht alle so pessimistisch gestimmt sind wie ich :) Dass es abseits der großen Filme ein sehr breites Spektrum an Fantasy-Erzählungen gibt, ist mir schon bewusst, allerdings, wie du schon sagtest: die kennt kaum jemand, es wäre ein riesiger Werbeaufwand, um die Masse erstmal davon zu überzeugen, dass es dabei um interessante Geschichten handelt, dann ist immernoch nicht gesagt, dass sie ankommen. Und was CG angeht, da bin ich sehr der Auffassung: Grafik vor Story (!!!), deswegen fahre ich so auf Transformers u.co. ab, aber das ändert nichts daran, dass das Thema "Transformers" bzw. "Krieg zwischen Robotern und Menschen" nun mit dem dritten Teil der Trilogie auch abgedreht wurde, später ist es nicht mehr so leicht, auf selbiges Thema zurückzugreifen, auch mit besseren Effekten etc., weil es eben nicht mehr die Zuschauer reizt, ins Kino zu gehen. Das ist eben mein Problem, was gedreht wurde, ist im Prinzip verloren gegangen und kommt auch nicht mehr ins "Innovationspool" zurück. Die Filmbranche ist dazu gezwungen, ständig sich was neues einfallen zu lassen, und meiner Meinung nach kann man das nicht ewig betreiben, irgendwann gibt es nichts mehr, womit man Profit machen kann. Dass es durchaus immer Dinge geben, die noch nie auf die Leinwand gekommen sind, ist zwar klar, jedoch werden diese Dinge nicht die Produktionskosten decken...
Zu Warcraft: wie ich schon meinte, das ist nichts wirklich neues, deswegen hab ich auch gemeint, dass eher Diablo (da gehts neben den epischen Schlachten auch viel um Religion und ist in der Hinsicht durchaus anziehend) und Starcraft (intergalaktischer Kriegsabenteuer mit Superlativen von Geschossen, Effekten und auch durchdachter Story, und bitte nicht mit Starwars vergleichen, ist schon ein ganzes Stück anders...).

@Alexxx11: seh ich genauso mit Kino als Erlebnisort, der sich fest in der Gesellschaft etabliert hat sehr lange noch bleiben wird.

@SG: ja, das ist so ungefähr die Manifestation von dem was ich befürchte: die Neuheiten bleiben links liegen, ohne dass sie wurden - warum? Weil man eben von vorne rein desinteressiert ist, da man glaubt, man würde nichts neues sehen.

@Birkholz: vergiss bitte Supernatural nicht ^^

Birkholz

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Dienstag, 31. Mai 2011, 00:37

@Birkholz: vergiss bitte Supernatural nicht ^^


Davon habe ich die Pilotfolge gesehen und sie hat mir nicht gefallen! :) :P

Schattenlord

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Dienstag, 31. Mai 2011, 07:45

wie du schon sagtest: die kennt kaum jemand, es wäre ein riesiger Werbeaufwand, um die Masse erstmal davon zu überzeugen, dass es dabei um interessante Geschichten handelt, dann ist immernoch nicht gesagt, dass sie ankommen.

Werbeaufwand? Wenn die Geschichten und die dazugehörigen Filme gut sind, brauch es nicht deeen großen Werbeaufwand. ^^ Klar, es ist NIE gesagt, ob ein Film den Zuschauer auch erreichen wird. Deshalb wird auch so oft das bereits erfolgreich umgesetzte Prinzip in Endlosschleife wiederholt, halt nur mit mehr Effekten, mehr Knall, mehr Bums. Letztlich ist es aber alles genau das gleiche.
Wer was wirklich neues schafft steht also vor einer schwierigen Schwelle: Entweder, der Film hat Erfolg, oder er floppt. Und wenn er floppt muss das manchmal gar nicht daran liegen, das die Geschichte schlecht ist. Es gibt auch gute Storys, die einfach nur schlecht verfilmt worden sind. Eragon ist ein Beispiel. Gute Vorlage - schlecht verfilmt. Haben einfach mal einige der Hauptpersonen, die im zweiten Teil wichtig sind, vorzeitig gekillt. Ganz klar, dass es da auch keine Fortsetzung gegeben hat. ^.^
Und was CG angeht, da bin ich sehr der Auffassung: Grafik vor Story (!!!)

Ich hoffe mal, du machst selber keine Filme. Denn ansonsten hast du das eigentliche Grundprinzip nicht verstanden.
Die Filmbranche ist dazu gezwungen, ständig sich was neues einfallen zu lassen, und meiner Meinung nach kann man das nicht ewig betreiben, irgendwann gibt es nichts mehr, womit man Profit machen kann.

Wieso nicht? Reden wir hier von neuen Geschichten, oder von Erzählmustern? Erzählmuster zum Beispiel sind begrenzt, gibts nicht so viele, deshalb wiederholt sich der Grundlegende Aufbau einer Geschichte sehr oft. Nehmen wir mal ganz einfaches Beispiel: Kampf Gut gegen Böse, Böses ist erst stärker, zum Schluss gewinnt das Gute in einer epischen Schlacht. Dieses Erzählmuster (also wirklich seeehr vereinfacht ^^) kannst du auf verdammt viele Filme anwenden. Star Wars, Herr der Ringe, ja sogar Transformers.
Der Unterschied vom Erzählmuster zur eigentlichen Geschichte ist aber, das die Geschichte durchaus neu sein kann und innovationen bieten kann. Und da wird der Gesprächsstoff auch in 100 Jahren, nicht mal in 500 Jahren ausgegangen sein.

Wenn ich mal eine Frage stellen darf: Welcher Film hat für dich zuletzt etwas wirklich neues geboten?

Schattenlord


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Dienstag, 31. Mai 2011, 10:12

Es gibt seit den alten Griechen 17 Plots, die alle schon erzählt wurden - es kommt nichts neues mehr.
Selbst Avatar war ja im Prinzip nur die alte Pocahontas-Geschichte.

Die Frage ist nur noch, wer findet eine geschickte Verpackung für den nächsten Plot.
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

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Space_Marine

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Dienstag, 31. Mai 2011, 18:45

@Schattenlord: puh da muss ich schon ziemlich lange zurückblicken... das muss Jurassic Park gewesen sein, 10 years ago... Aber die Frage ist auch nicht so leicht zu beantworten :)

Gegenfrage: hat Micheal Bay in deinen Augen auch nicht verstanden, worum es beim Filme machen geht?

Gruß

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Dienstag, 31. Mai 2011, 20:08

Zitat von »Space_Marine«
Und was CG angeht, da bin ich sehr der Auffassung: Grafik vor Story (!!!)


Ich hoffe mal, du machst selber keine Filme. Denn ansonsten hast du das eigentliche Grundprinzip nicht verstanden.

Wieso? Spricht doch nix dagegen. Gibt ja einige (und nicht mal schlechte) Regisseure die mehr Augenmerk auf das Visuelle als auf die Story legen. So eine schnelle Verurteilung find ich übrigens nicht richtig. Noch dazu wenn du es mit dem "eigentlichen Grundprinzip" begründest. Was wäre das denn?

@ Space_Marine: Michael Bay als positiv Beispiel zu wählen ist unklug ;)

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Dienstag, 31. Mai 2011, 23:51

Gegenfrage: hat Micheal Bay in deinen Augen auch nicht verstanden, worum es beim Filme machen geht?
Nein, er hat verstanden, worum es beim Geld machen geht. Er selbst hat garnicht den Anspruch an sich, ein ernstzunehmender Filmemacher zu sein. Er ist ein Geschäftsmann mit einem Explosions-Fetisch. Nicht mehr und nicht weniger.

Also Erzählstoff wird niemals ausgehen, das sehe ich wie Schattenlord. Es ist doch so, dass viele Filme sich in einer bestimmten Form oder einem bestimmten Genre mit der aktuellen weltpolitischen und/oder gesellschaftlichen Situationen ausseinandersetzen. Und solange sich die Geschichte verändern wird, wird es auch genug Erzählstoff geben, der in Filmen mal besser und mal schlechter verarbeitet bzw. interpretiert wird.

Greetz,

Movie Visions

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Birkholz

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Mittwoch, 1. Juni 2011, 00:01

Nein, er hat verstanden, worum es beim Geld machen geht. Er selbst hat garnicht den Anspruch an sich, ein ernstzunehmender Filmemacher zu sein. Er ist ein Geschäftsmann mit einem Explosions-Fetisch. Nicht mehr und nicht weniger.


Das du mal eben Michael Bay den Status als ernstzunehmender Filmemacher absprechen willst!?! Woher kommt dieser Hass auf Leute, die Spaßkino machen? Es gibt Filmer die sich auf die Story konzentrieren und versuchen eine interessante, innovative Geschichte zu erzählen und es gibt die Filmer, die einfach nur ein fettes, bombastisches Spektakel auf die Beine Stellen wollen. Womit man mehr Geld verdienen kann, liegt wohl auf der Hand. Dem anderen seine Seriösität abzuerkennen finde ich aber nicht ok. Ich kann mir beides geben und finde dort ein gutes Gleichgewicht meines Konsums. Andere scheinen jedoch wirklich einen Hass gegen das Popcornkino zu hegen...

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Mittwoch, 1. Juni 2011, 00:13

Kerle, ich schaue auch liebend gerne stupidestes Blockbusterkino und ich hasse Michael Bay nicht. Im Gegenteil, ich liebe Bad Boys und find The Island auch garnicht übel. Aber er spielt meiner Meinung nach einfach in einer ganz anderen Liga und auch in der Filmindustrie sollte man da kategorisieren.
Wikipedia legt ihm selbst soetwas in den Mund: „Ich mache Filme für Jungs im Teenageralter. Oh je, was für ein Verbrechen.“ - MICHAEL BAY
Er ist in meinen Augen ein seriöser Geschäftsmann, der sein Blockbusterhandwerk bestens versteht, aber kein seriöser Filmemacher, zumindest kein Filmemacher, zu dem ich hinauf schauen und sagen kann: Deshalb fasziniert mich das Medium Film.

Birkholz

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15

Mittwoch, 1. Juni 2011, 00:27

Er ist in meinen Augen ein seriöser Geschäftsmann, der sein Blockbusterhandwerk bestens versteht, aber kein seriöser Filmemacher, zumindest kein Filmemacher, zu dem ich hinauf schauen und sagen kann: Deshalb fasziniert mich das Medium Film.


Das kann ich schon sagen, jedoch nur auf visueller Ebene! :D Ich bin auch eher der Storyfreund und kann dann bei solchen Orgien auch mal gut abschalten. :D

Purzel

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16

Mittwoch, 1. Juni 2011, 00:35

Niveau ist keine Hautcreme...
Es bleibt jedem überlassen, wie hoch er für sich die Messlatte legt...
Schlimm ist, wenn man aufrecht drunter durchlaufen kann... ;)
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

Schattenlord

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17

Mittwoch, 1. Juni 2011, 07:52

Zitat von »"NO!R"«

Wieso? Spricht doch nix dagegen. Gibt ja einige (und nicht mal schlechte) Regisseure die mehr Augenmerk auf das Visuelle als auf die Story legen. So eine schnelle Verurteilung find ich übrigens nicht richtig. Noch dazu wenn du es mit dem "eigentlichen Grundprinzip" begründest. Was wäre das denn?

Naja, halt Story vor VFX. Andersrum geht es nicht. Ich sag nicht, dass Filme, die MEHR Augenmerk auf VFX legen gleich damit schlecht sind, da würde ich mir selbst die Axt ins Bein hieben. Aber Filme machen ist Geschichten erzählen. Man will etwas erzählen und anderen zeigen, auf visueller Ebene. Wenn ich aber nichts zu erzählen habe, was soll ich dann zeigen? ^.^

Zitat von »Space_Marine«

Gegenfrage: hat Micheal Bay in deinen Augen auch nicht verstanden, worum es beim Filme machen geht?

Äh, gute Frage. Michael Bay hat mit seinen Filmen Erfolg, das ist das einzige, was ihn trägt. Aber sonst bieten sie nichts. Movie Visions hat das recht gut zusammengefasst.
Ich wette, seine Filme werden in 100 Jahren, darum geht es ja in diesem Thema, nicht mal mehr erwähnt werden. Sie werden vergessen sein und nur die Filme, die wirklich geprägt haben, auch von der Geschichte her, werden überleben. Deshalb ist Michael Bay für mich zwar ein ernstzunehmender Filmemacher, aber keiner, der mich je prägen würde. Sozusagen ein Mainstream-Regisseur, der nur in seiner Epoche auch Erfolg haben wird. Und dann nicht mehr. ^^

Zitat von »Space_Marine«

@Schattenlord: puh da muss ich schon ziemlich lange zurückblicken... das muss Jurassic Park gewesen sein, 10 years ago...

Dann kennst du aber wirklich nicht viele Filme. ^.^ Oh je.
Es gibt Filmer die sich auf die Story konzentrieren und versuchen eine interessante, innovative Geschichte zu erzählen und es gibt die Filmer, die einfach nur ein fettes, bombastisches Spektakel auf die Beine Stellen wollen. Womit man mehr Geld verdienen kann, liegt wohl auf der Hand.

Du vergisst die Filmer, die BEIDES kombinieren können! Storykino und Popcorn-Spektakel schließen sich doch nicht aus! Herr der Ringe? :)

Schattenlord


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Mittwoch, 1. Juni 2011, 09:44

@Schattenlord: das mit Jurassic Park war natürlich grandioser Schwachsinn, weiß ich auch nicht was ich da gedacht hab ^^ Ich kenne schon paar Filme mehr, aber die Frage ist schon schwer zu beantworten, zumal definitionsmäßig schwer festzulegen ist, was "neu" bedeutet...

Frederik Braun

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Mittwoch, 1. Juni 2011, 15:34

@Schattenlord: das mit Jurassic Park war natürlich grandioser Schwachsinn, weiß ich auch nicht was ich da gedacht hab ^^


Naja Moment mal. "Jurassic Park" hat imho das Tierhorror-Genre komplett neu erfunden und das Blockbusterkino revolutioniert. Also so weit hergeholt finde ich den Vorschlag jetzt nicht. "Wirklich neu" ist dagegen sehr sehr wenig in der heutigen Zeit.

NO!R

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Mittwoch, 1. Juni 2011, 16:28

@Schattenlord: das mit Jurassic Park war natürlich grandioser Schwachsinn, weiß ich auch nicht was ich da gedacht hab ^^


Naja Moment mal. "Jurassic Park" hat imho das Tierhorror-Genre komplett neu erfunden und das Blockbusterkino revolutioniert.
Also neu erfunden hat Jurassic Park das Genre nicht. Es hat es auf ein neues Level gebracht und neue Maßstäbe gesetzt. So viel anders wie Hitchcocks Vögel ist es aber gar nicht. Und das Blockbuster Kino revolutioniert hat denke ich schon etwas früher, der Weiße Hai

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