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Kalle

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1

Montag, 7. Februar 2011, 10:54

"Wackelkamera"

Leute, vielleicht werde ich langsam alt, ich weiß nicht woran es liegt, aber in letzter Zeit fällt mir im Fernsehen immer öfter dieses z.T. recht nervige Kameragewackel auf. Der Klassiker ist wahrscheinlich die Omaha-Beach-Szene aus James Ryan, wo man ja auch nicht erwarten kann, daß da harmonische Schwenks ablaufen. Das würde ja so garnicht passen.Da gehört ganz klar ne Wackelkamera a´la Kriegsberichterstatter hin!
So weit, so gut...
Dann viel mir das wieder bei der Bourne-Trilogie auf und ging mir speziell im 3. Teil auf den Kecks. Das war irgendwie "zuviel des Guten".

Gestern-Abend "stolperte" ich bei dem Hindenburg Luftschiffdrama dann wieder über so merkwürdig künstlich wirkende Wackelbilder und frage mich so langsam, ob diese neue Modeerscheinung immer so paßt, bzw., man hat hier und da den Eindruck, daß das Motto wäre: Wackeln ist schick und untratrendy, also wackeln wir mit der Kamera um jeden Preis, nur, daß es nicht heißt, wir seien nicht auf dem neuesten Stand.
Tja, hmmm, das mußte ich nun mal loswerden, auch, wenn es da schon einen Beitrag von 2008 gab.
Ich kann ja soweit auch nachvollziehen, daß man damit wahrscheinlich Authentizität,(blub-Zungenbrecher) suggerieren möchte, bzw., daß es wirkt, wie heimlich mitgefilmt und dadurch spannender erscheint.(Meine Theorie).

Was haltet ihr so von der "Wackelkamera"? Und, was viel wichtiger ist: Soll ich mir nun das Stativ in Zukunft sparen, um up to date zu sein? Oder ist das eine ganz bestimmte Wackel-Technik?

Gruß,

Kalle

SR-Pictures

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2

Montag, 7. Februar 2011, 11:14

Geb dir Recht, bei Bourne 3 war's schrecklich. Auch bei Miami Vice fand ich sie sehr störend und zuletzt bei Fair Game. Auch die bei Black Swan fand ich teilweise fragwürdig.

Aber bei Hindenburg gestern wäre es mir gar nciht aufgefallen :P





Knabbel himself

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3

Montag, 7. Februar 2011, 11:40

schön dass es nicht nur mir so geht. mit dem dritten bourne teil hast du schon das musterbeispiel gebracht. Da stört es halt vor allem deswegen weil es permanent zum Einsatz kommt. Ganz darauf zu verzichten wäre aber auch völliger quatsch. In bestimmten Szenen macht das (wie du ja auch schon erwähnt hast) ja durchaus Sinn. In Private Ryan wars ne gute Wahl, da soll das Bild ja rau und roh wirken, als wäre man in Mitten der Schlacht. Das schafft Dynamik.
Außerdem kann man es einsetzen um den Film etwas "amateurhafter" (der Ausdruck ist zu entschuldigen :) ) aussehen zu lassen. Wie in Blair Witch Project etwa.

Für mich persönlich macht es auch einen Unterschied ob der Film fürs Fernsehen oder fürs Kino produziert würde. Auf dem verhältnismäßig kleinen Bild des TVs finde ich das weniger störend und anstrengend. Auf einer 20 Meter Kinoleinwand eine permanente "Wackelkamera" gepaart mit schnellen Schnitten, das strengt dann doch ziemlich schnell an.

Ein Grund warum das mitunter zur Zeit häufiger auftritt könnte auch noch die doch in den letzten Jahren rasch voranschreitende Entwicklung von kleineren brauchbaren Kameras sein. Früher war das nicht so einfach möglich (klar auch). Mittlerweile kommen ja mitunter sogar handelsübliche Camcorder im Consumer bereich in Kino-Produktionen zum Einsatz (bestes Beispiel vllt. Crank (gedreht auf Video, nicht Film, Xh-A1 und Teile des Films mit der 500 $ cam Canon HF 10); In dem Film fande ich es z.B. auch nicht störend.

Es musst halt immer zu Situation passen, und sollte nicht übermäßig oft zum Einsatz kommen. Mir scheint es auch so als würde das Stilmittel z.Zt des öfteren einfach nur zum Selbstzweck eingesetzt werden. Trends kommen und gehen :) Bleibt also zu hoffen^^
Cheers

Mac Mave

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4

Montag, 7. Februar 2011, 11:46

Wenn es zum Thema passt, dann gern: Ryan oder Gloverfield, da erwartet man das.

Schlimm wird es wenn man damit die mangelnde Dynamik der Bilder ausgleichen will, da wird es dann schon nervig. Da man eben nichts anderes vorgesetzt bekommt schaut man den Film halt dann doch, ich hasse das Pseudo-Gewackel. Und das Gerede von "näher dran" oder "eindringlich" stimmt nur bei den o.g. Beispielen, alles andere ist einfach nur Geld und Zeit gepart. Hab gerade ein US-Interview mit den Regisseur von Battle Los Angeles gelesen, da sagt er einfach das man mit den Dolly oder Kran Bewegungen einfach zu teuer wird oder "look at us, we got the money" Aufnahmen macht.

Film ist für mich nicht nur dummes draufhalten mit Wackel-Cam sondern eben auch das Beherrschen der Kamera. Und wenn man sich "James Ryan" nochmal ansieht: Die Einstellungen sind gar nicht so verwackelt wie man meinen mag und die Shots sind auch lange genug und vor allem Steady genug um alle Details sehen zu können.
Zu Gloverfield sei gesagt: klar, der Camcorder wackelt, das ist klar. Aber im Zeitalter von Bildstabi etc glaub ich auch nicht das jeder Filmer so wackelt als hätte er die Parkinson Krankheit. Das gefällt mir zB bei Paranormal Activity 2 - da hat die Tochter der Familie öfters die Camera und macht sehr schöne weiche Aufnahmen die ich einfach realistischer Finde.

Purzel

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5

Montag, 7. Februar 2011, 12:44

Mir fällt es halt auch auf bei diesen ganzen Pseudo-Dokus wie "Verdachtsfälle" etc.
(also im Prinzip den "scripted reality"-Sendungen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als "Hartz-4-TV" bezeichnet werden...)
Nicht dass ich sowas schaue, aber wenn man mal hinzappt, fällt es sofort auf!
Es nervt und ich würde mich hüten, nen Film zu drehen, wo ich sowas dauerhaft einsetze.
"Wackelkamera" vor Ort ist ja schön und gut, weil man selbst ja weiß, dass man gerade wackelt.
Aber der Zuschauer am Fernseher kriegt diese Info von seinem Gehirn/Innenohr (Innenohr => Gleichgewichtsorgan) ja nicht gestellt,
sondern starrt auf einen feststehenden Fernseher, deswegen wirkt es für ihn ja auch störend.
Und ich möchte keinen Zuschauer verstören.

Wackeln geht (für meinen Geschmack) nur bei Verfolgungen oder temporär bei z.B. Explosionen, um die Wucht der Druckwelle darzustellen.
Sowas wird aber auch vom Zuschauer toleriert, weil ja so ein Ereignis im richtigen Leben eine verstörende Stimmung erzeugen würde.
Und der Zuschauer soll sich ja im Film in die Stimmung hineinversetzen.
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

Kalle

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Dienstag, 8. Februar 2011, 09:37

Ihr sprecht mir alle aus der Seele! Bin da also nicht alleine.

Nein, SR-Pictures, in Teil 2 war das sinniger eingesetzt. Was ich allerdings nicht verstanden habe in einer 10-Millionen-Produktion: Requisiten klasse, Heli- und Kranfahrten vom feinsten und dann am Anfang in Teil-1 eine "Mitfahrt" einer laufenden Personengruppe,(die Szene mit dem Segler am Anfang), wie ich sie mit meinem Camcorder eben aus der Tasche kaum mieser hinbekommen hätte, also, so, daß man die Schritte des Kameramannes sehen kann---hmmm...ich weiß nicht...das paßt nicht zusammen.
Purzel, Knabbel, Mac Mave, ja, da, wo es hingehört bin ich absolut kein Gegner davon: Mal sagen: Ein Verbrechen heimlich beobachtet z.B.: Der Beobachter ist erstens erschüttert und aufgeregt, hat außerdem nicht viel Zeit und auch noch Angst entdeckt zu werden! Da gehört eine Wackelkamera ran, bzw., sie unterstreicht wahrscheinlich noch die Spannung. Aber im Büro des FBI zwischen Schreibtischen und PC´s zu wackeln a´la Bourne-3 ist einfach albern. Beim FBI sitzt keiner in der Ecke zwischen Wollmäusen hinter dem PC und filmt heimlich mit...ähm, glaube ich zumindest ;) .
Man wäre ja sonst leicht geneigt zu sagen: Was mache ich eigentlich Verrenkungen mit Stativ, Stabi, Schulterstativen, um möglichst ruhige Aufnahmen hinzubekommen, wenn das Wackeln ja ach so schick ist. Ich glaube, dieser Trend wird wieder nachlassen.
Knabbel himself: "Crank" kenne ich nicht. Muß ich mir unbedingt mal anschauen, angesichts der Tatsache, daß er u.a. mit meiner Lieblingskamera gedreht ist,(Canon HF10/100). Schon erstaunlich. (Gleich mal googeln)

Schönen Gruß an Euch alle,

Kalle

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Dienstag, 8. Februar 2011, 17:55

Wer Wackelcam nicht mag, dem kann ich Stargate Universe nur empfehlen! :D Vor allem wird da versucht, dass in so gut wie jeder Szene noch ein unscharfes Objekt in einer Bildhälfte ist. Soll vermutlich zur Klaustrophobie im engen Schiff beitragen.

Kalle

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Dienstag, 8. Februar 2011, 20:23

schön dass es nicht nur mir so geht. mit dem dritten bourne teil hast du schon das musterbeispiel gebracht. Da stört es halt vor allem deswegen weil es permanent zum Einsatz kommt. Ganz darauf zu verzichten wäre aber auch völliger quatsch. In bestimmten Szenen macht das (wie du ja auch schon erwähnt hast) ja durchaus Sinn. In Private Ryan wars ne gute Wahl, da soll das Bild ja rau und roh wirken, als wäre man in Mitten der Schlacht. Das schafft Dynamik.
Außerdem kann man es einsetzen um den Film etwas "amateurhafter" (der Ausdruck ist zu entschuldigen :) ) aussehen zu lassen. Wie in Blair Witch Project etwa.

Für mich persönlich macht es auch einen Unterschied ob der Film fürs Fernsehen oder fürs Kino produziert würde. Auf dem verhältnismäßig kleinen Bild des TVs finde ich das weniger störend und anstrengend. Auf einer 20 Meter Kinoleinwand eine permanente "Wackelkamera" gepaart mit schnellen Schnitten, das strengt dann doch ziemlich schnell an.

Ein Grund warum das mitunter zur Zeit häufiger auftritt könnte auch noch die doch in den letzten Jahren rasch voranschreitende Entwicklung von kleineren brauchbaren Kameras sein. Früher war das nicht so einfach möglich (klar auch). Mittlerweile kommen ja mitunter sogar handelsübliche Camcorder im Consumer bereich in Kino-Produktionen zum Einsatz (bestes Beispiel vllt. Crank (gedreht auf Video, nicht Film, Xh-A1 und Teile des Films mit der 500 $ cam Canon HF 10); In dem Film fande ich es z.B. auch nicht störend.

Es musst halt immer zu Situation passen, und sollte nicht übermäßig oft zum Einsatz kommen. Mir scheint es auch so als würde das Stilmittel z.Zt des öfteren einfach nur zum Selbstzweck eingesetzt werden. Trends kommen und gehen :) Bleibt also zu hoffen^^
Cheers

würde mich übrigens interessieren, ob es noch mehr Kinofilme gibt, die aus low budget- oder sonstigen Gründen mit Camcordern, wie einer Canon XH-A1, oder ähnlichen, gedreht wurden. Finde den Gedanken faszinierend, daß die Zuschauer ein riesiges Kinobild gezeigt bekommen und keiner ahnt, daß die Aufnahmen, die sie gerade sehen, mit einem Camcorder gemacht wurden, den sie selber zu Hause in der Schublade liegen haben. ;)

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Mittwoch, 9. Februar 2011, 18:50

Stimmt in letzer Zeit wird der Wackeleffekt etwas übertrieben. In Bourne allerdings find ich das Wackeln Kunst. Ich fand das total genial und kam auch gut mit. Ich fand es auch nicht störend dass es in ruhigen Dialogszenen gewackelt hat. Mir hat das total Gefallen. Allerdings bisher nur bei Bourne 3 so arg.
Und ein Aufwand und eine Technik steckt da schon auch dahinter.



Hier bei 01:26 zum Beispiel. Im Film wirkt das dann einfach so echt.
Bei 01:59 sieht man die Kamera an der Schiene langfahren. Mit einem Seil wird sie nochmal extra zum Wackeln gebracht.
Bei 02:25 sieht man die Kampfszene. Die Bewegungen vom Kameramann sind zeitgleich mit der Kampfszene und total einstudiert. Das wirkt im Film finde ich sehr geil. Es ist ja nicht so dass da einfach nur gewackelt wird. Das ist schon ne besondere Wackeltechnik.
Ich hab Hindenburg nicht gesehen aber bei ner RTL Produktion denke ich nicht dass die das so gut drauf haben :D

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Freitag, 11. Februar 2011, 00:41

Wackelkamera ist nicht das Allheilmittel der dynamischen Bildsprache. Ich sehe es eher als ein Stilmittel, dass man nur dann einsetzt, wenn man mit anderen Stilmitteln nicht den gewünschten Effekt erziehlen kann. In Bourne 3 hätte ich mich nach jeder Actionszene am liebsten übergeben, weil es einfach so übertrieben war.

In diesem Zusammenhang möchte ich mal die Kameraarbeit von "Der Herr der Ringe" ansprechen, die ich noch immer für revolutionär und wegweisend empfinde. Andrew Lesnie hat Dynamik und Dramatik mit dem vollen Einsatz von Steadycam, Seilcam, Kamerakran etc. eingesetzt, sprich er hat mit seinen Schwenks und seinen Einstellungen uns ein Gefühl von Räumlichkeit gegeben. Das bedeutet, dass man sich als Zuschauer in die Welt von Mittelerde sehr leicht eintauchen kann. Ich habe noch heute vor allem die langen Kamerafahrten von Isengard im Kopf, oder im Prolog der grandiose Schwenk über das Schlachtfeld am Fuße des Schicksalsberges oder auch die kleinen dynamischen Schwenks in den Minen von Moria, wenn sich die Orks mit Trommeln ankündigen, dass erzeugt Spannung und Dramatik. Aber das größte Highlight von Lesnies Bildgestaltung sind die Leuchtfeuer von Amon Din.

Aber ich schwenke ab: Jedoch sieht man doch schon, dass das Stilmittel der Wackelkamera nicht so sehr im Gedächtnis bleibt. Deshalb sollte man diesen "Doku-Stil" nicht übertreiben, es bleiben dadurch einfach keine Bilder hängen, von denen man noch nach gut zehn Jahren begeistert ist (2001 lief der erste Herr der Ringe Film ;) ). Man spricht darüber, aber ich finde das reicht einfach nicht.
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Freitag, 11. Februar 2011, 10:36

Über die Kamera bei LotR hab ich mal eine Bewerbungsarbeit geschrieben. Hab sie aber am anderen PC. War zum Teil ähnlich zu deiner Meinung. Ich finde Lesnies Kameraarbeit auch sehr gut und nicht nur in Herr der Ringe. Der Kampf zwischen KingKong und dem T-Rex ist auch wahnsinnig gut gefilmt. Was ich aber dabei immer etwas schwer finde, ist zu beurteilen, was wirklich seine Leistung ist (auch in Bezug auf die Leuchtfeuer). Denn was ist den real gefilmt und was entstand am PC?
Avatar war für den Kamera-Oscar nominiert, aber das sind doch meistens Fake-Kamera-Fahrten aus dem Rechner?

Wo wir schon bei Oscars aus dem letzten Jahr sind: Hurt Locker hatte ja mal eine schlimme Kameraführung. Auch ein viel zu übertriebener Wackelkameralook. Das weiße Band dagegen war viel zu ruhig. Da waren ja kaum Perspektivenwechsel. Trotzdem wurden alle meines Wissens nach nominiert. Tja, es Kameraarbeit hat viel mit dem Inhalt des Films zu tun und hilft beim Geschichtenerzählen. Auch wenn sie manchmal optisch dann eher stören ;)





Chicken Joe

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12

Freitag, 11. Februar 2011, 10:53

Und wenn man sich "James Ryan" nochmal ansieht: Die Einstellungen sind gar nicht so verwackelt wie man meinen mag und die Shots sind auch lange genug und vor allem Steady genug um alle Details sehen zu können.
Zu Gloverfield sei gesagt: klar, der Camcorder wackelt, das ist klar. Aber im Zeitalter von Bildstabi etc glaub ich auch nicht das jeder Filmer so wackelt als hätte er die Parkinson Krankheit.
Bei "Private Ryan" fiel mir das auch gar nicht so auf, ist aber schon ne Ecke her, dass ich den zuletzt gesehen habe. Man muss da wirklich unterscheiden; ist die Kamera dynamisch oder einfach nur verwackelt? Ersteres kann gut bei Actionszenen eingesetzt werden, letzteres sieht meiner Meinung nach nur amateurhaft aus.

Mittlerweile wird sogar bei Dialogen oft ein bisschen "Wackeln" eingesetzt. Also so leichte, natürliche Bewegungen, als würde der Kameramann mit einem Camcorder in der Hand dort stehen. Ich finde das nervig, dieses "Mittendrin-Gefühl" zerstört für mich die Atmosphäre.

Bei Cloverfield fand ich bemerkenswert, in welchen Situationen der Typ noch die Cam in der Hand hielt. "Ich kletter mal eben mit nur einer Hand zu dem anderen Gebäude rüber, ist doch egal ob ich abkratze, Hauptsache wir habens auf Video!". :pinch:

@SR-Pictures: Stimmt, Hurt Locker war ziemlich anstrengend. Fand den allgemein sehr enttäuschend, der wurde dem Hype nicht gerecht.

Off-Topic: Bin ich der einzige, der den ersten Bourne derbe langweilig fand? Naja, ich hasse aber auch Matt Damon... 8|
"Sie können nicht einfach ein riesiges Monster einbauen, nur weil Ihnen kein gutes Ende einfällt, das ist schwach!"

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13

Freitag, 11. Februar 2011, 13:33

Über die Kamera bei LotR hab ich mal eine Bewerbungsarbeit geschrieben. Hab sie aber am anderen PC. War zum Teil ähnlich zu deiner Meinung. Ich finde Lesnies Kameraarbeit auch sehr gut und nicht nur in Herr der Ringe. Der Kampf zwischen KingKong und dem T-Rex ist auch wahnsinnig gut gefilmt. Was ich aber dabei immer etwas schwer finde, ist zu beurteilen, was wirklich seine Leistung ist (auch in Bezug auf die Leuchtfeuer). Denn was ist den real gefilmt und was entstand am PC?Avatar war für den Kamera-Oscar nominiert, aber das sind doch meistens Fake-Kamera-Fahrten aus dem Rechner?
Das ist natürlich bei einem Fantasyprojekt wie LotR schwer zu beurteilen. Aber gerade bei den Leuchtfeuern bin ich mir ziemlich sicher, dass alles außer die Leuchtfeuerstellen selbst, real abgedreht worden ist. Man kann schon verdammt viel mit CGI kreieren, aber der dritte Teil von HdR erschien ja 2003 und damals eine gesamte Berglandschaft so real zu kreieren halte ich für damilige Verhältnisse als unmöglich.
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Samstag, 12. Februar 2011, 20:24

halte ich für damilige Verhältnisse als unmöglich.

Ne Berglandschaft ist unmöglich aber n Troll oder n paar Olifanten nicht? Oder Mordor überhaupt. Das muss ja am PC entstanden sein, denn wo gibts so ne Gegend?
Oder wie siehts mit den ganzen Truppen bei Minas Tirith aus? :D

Aber egal. Das hat ja auch nichts mehr mit Wackelkamera zu tun... ^^

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Montag, 14. Februar 2011, 00:13

halte ich für damilige Verhältnisse als unmöglich.

Ne Berglandschaft ist unmöglich aber n Troll oder n paar Olifanten nicht? Oder Mordor überhaupt. Das muss ja am PC entstanden sein, denn wo gibts so ne Gegend?
Oder wie siehts mit den ganzen Truppen bei Minas Tirith aus? :D

Aber egal. Das hat ja auch nichts mehr mit Wackelkamera zu tun... ^^

Menschen am PC zu multiplizieren halte ich für einfacher.
Peter Jacksons Effektfirma hat die Schauplätze wie Mordor / Helms Clamm im Model nachgebaut
Und die Trolle bzw. Orks sind eine Kombination aus Kostüm und CGI.
Aber ich empfehle gerne die Making Ofs der HDR Filme, da wird alles noch mal ausführlich erklärt ;)

Aber nun Back To Topic :D
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Montag, 14. Februar 2011, 19:19

Ja, hab das ganze mal auf der Spezial-Edition angeguckt und da hat man gesehen, wie die einen kompletten Olifant in nem Programm gemacht haben und auch insgesammt ganz Minas Tirith mit den ganzen Orks und Trollen und so, als mehrere Kamerafahrten da durch gingen. Und auch die ganzen Belagerungstürme, die zerfetzen. Das sieht richtig geil aus. Kannst ja auch mal das Zeug angucken. War bei mir in der Spezial-Edition vom 3. :D

So, JETZT "Back to Topic!" ;)

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