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xxTronyxx

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Sonntag, 12. April 2015, 12:13

Praktische Erfahrungen zur Mediengestalterin in Bild und Ton

Hallo,
schon seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken den Beruf der Mediengestalterin in Bild und Ton aufzugreifen, um mich dann später auf die Kamera zu spezialisieren. Ich bin 17 Jahre alt und werde nächstes Jahr mein Abitur machen. Mir ist aufgefallen, dass man ohne praktische Erfahrungen kaum Chancen auf eine Ausbildung oder sogar ein Praktikum in einem Betrieb hat. Meine Frage: Wie sammelt man denn solche Erfahrungen ? Ich fotografiere und filme sehr gerne, nur leider mit wenig qualitativen Digitalkameras oder meiner Handykamera und dann auch nur keine richtigen Filme sondern nur kleinere Videos (z.B. Konzerte). Ich habe mir überlegt mal eine Dokumentation über meinen Landkreis zu drehen doch dafür brauche ich die Ausrüstung und ich hab wenig Geld, um mir überhaupt eine anständige Videokamera zu leisten. Ab und zu schneide ich Youtube Videos für Bekannte, doch das Filmen und das Gefühl eine Kamera in der Hand zu halten mag ich viel mehr. Habe ich überhaupt Chancen? Ich würde ja gerne ein freiwilliges Praktikum in einer Film- Fernsehproduktion absolvieren, doch bin ich mir nicht sicher ob man mich nimmt, da ich ja kaum praktische Erfahrungen habe. Ist es mit meinem Alter vielleicht schon zu spät? Was kann ich nach dem Abitur machen? Ich freue mich sehr über Tipps, da ich momentan alles dafür tun würde, um mein Ziel zu erreichen!

ToXic pictures

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Sonntag, 12. April 2015, 13:20

Eine Pauschalantwort für deine Fragen gibt es sicherlich nicht, ich kann aber mal versuchen eine Mischung aus meinen Erfahrungen und meiner Meinung wiederzugeben.
Damit du das Ganze einordnen kannst... ich studiere Film / Kamera in Köln an der KHM und hatte ähnliche Probleme und Gedanken als ich das Ende meiner Schulzeit vor mir hatte.

Erstmal das Wichtigste vorweg: Wenn der Beruf dein Traum ist & du dir sicher bist, dass du das und nichts anderes machen willst, dann verfolge diesen Traum und lass dich nicht davon abbringen, auch wenn das Umwege bedeutet.

Die erste Frage, die du dir stellen solltest ist, ob du Kamera für den Dokumentarfilm / für das Fernsehen machen willst, oder ob du für den szenischen Film arbeiten willst. Szenisch macht ein Studium an einer Filmhochschule viel mehr Sinn als der MGBT / eine Ausbildung beim Fernsehen und dokumentarisch ist es genau umgekehrt, da ist es sinnvoller beim Fernsehen eine Ausbildung zu machen. Mit dem Abi wären ja beide Wege möglich.

Wie sammelt man praktische Erfahrungen?
Fotografieren ist schon mal ganz wichtig. Ansonsten ganz viel Filme anschauen und für dich selbst analysieren. Eigene Projekte drehen kann auch nicht schaden. Für den Einblick in die professionelle Arbeit kannst du dich als Langzeitpraktikant bewerben - wenn du dafür nicht bezahlt werden willst, dann sind die Fernsehsender idR. ganz offen für sowas (ich war damals 4 Wochen beim BR). Eine weitere Anlaufstelle sind die Hochschulen selber. Ich weiß, dass wir ab und zu Setrunner / Helping Hands haben, die als Praktikanten dabei sind und einfach mit helfen & zuschauen. Das ist an den anderen Hochschulen genauso. Als letzten Tipp kann ich dir noch https://www.crew-united.com geben. Unter der Rubrik "Jobs" findest du regelmäßig Praktikumsangebote.
Was die Qualität der Kamera angeht mit der du im Moment arbeitest... Ich denke, dass Hochschulen schon einen Blick darauf werfen, mit was die Bewerber so ankommen, nicht zuletzt, weil du da gegen Profis antrittst, das ist leider so. Aber was die Prüfer sehen wollen ist, dass du ein Auge hast und dass das Bild und der Inhalt eine Einheit bilden. Dass du mit der Kamera erzählen kannst. Und wenn das überzeugt, dann hast du da auch mit einer kleinen Kamera Chancen. Ich kenne den Konflikt und hab das alles selber durch, nicht zuletzt, weil ich jemand bin, der großes technisches Interesse hat und lieber mit nem LKW mit Licht ans Set fährt, als mit 2 / 3 kleinen Lämpchen, selbst wenn die reichen. Aber bei allem darf man die Geschichte nicht vergessen.

Was das Vorhaben "Doku über den Landkreis" betrifft / schneiden für YT...
Schneiden ist für Kameraleute sehr wichtig. Das merke ich immer wieder. Wenn du Erfahrung im Schnitt hast, dann profitierst du sehr davon, weil du schon am Set weißt, wie sich Bilder montieren lassen. Das spart Zeit und Material.
Die Doku über den Landkreis... also wenn du in Richtung Dokfilm willst, dann ok, aber auch da würde ich mir einfach ein spannenderes Thema suchen. Wenn dich der Landkreis interessiert, dann mach das. Wichtig ist dein Interesse an einer Geschichte, aber das muss vorhanden sein. Wenn du ins Szenische willst, dann dreh szenische Kurzfilme, keine Dokus.
Was Technik & Geld betrifft... das ist immer ein Problem, aber da gibts auch immer Mittel und Wege diese Probleme entweder zu umgehen oder zu lösen. Aus Scheiße Gold zu machen ist nicht selten unsere Aufgabe.

Hast du überhaupt Chancen?
Ich will ehrlich sein... ich weiß das nicht! Dazu muss man Arbeiten sehen, die du bisher gemacht hast. Aber ich wiederhole mich nochmal... Wenn du einen Traum hast, dann verfolge ihn! Sammle Erfahrungen, sprich mit Leuten, zeige Leuten die Ahnung haben deine Arbeiten (Filme / Fotos), damit die dir sagen können, was du verbessern musst.

Ist es zu spät in deinem Alter?
Nein, ganz im Gegenteil. Auch wenn momentan an den Filmhochschulen & bei vermutlich bei den MGBT's das Einstiegsalter ziemlich eingebrochen ist, so ist es dennoch so, dass die Qualität und die Vorerfahrungen wichtiger sind als das Alter. Du kannst getrost mit 25 oder 28 noch anfangen das zu lernen. Ich habe zB. mit 22 angefangen und da gab es einige die wesentlich älter waren.

Fakt ist, jeder fängt klein an & jeder muss irgendwie irgendwo anfangen! Ich hatte (auch wenn das vielleicht kitschig ist) ein Motto / ein Zitat aus einem der "Harry Potter" Filme, welches mich immer aufgemuntert hat weiter zu machen: Jeder große Zauberer hat einmal angefangen so wie wir... als Schüler...

In diesem Sinne

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xxTronyxx

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Sonntag, 12. April 2015, 14:44

Danke für die Antwort!
Ich würde am liebsten auch in den szenischen Dreh, aber meine "Werke" falls man die so nennen kann, beschränken sich bis jetzt wirklich eher auf Fotografie als auf Filmen. Wobei ich für das Filmen in meiner Umgebung keine Leute finde die das selbe Interesse haben..

Ich habe gehört, dass manche auch die MGBT Ausbildung machen und dann studieren. Eigentlich keine schlechte Idee, weil man durch die Ausbildung bereits Erfahrungen sammelt oder? Andererseits braucht man ja wiederum für die Ausbildung Erfahrungen..Das ist alles etwas verwirrend.. Und bei der Studium Bewerbung muss man ja auch Arbeitsproben einreichen.

ToXic pictures

TeeTrinker

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Sonntag, 12. April 2015, 15:37

Ich würde am liebsten auch in den szenischen Dreh, aber meine "Werke" falls man die so nennen kann, beschränken sich bis jetzt wirklich eher auf Fotografie als auf Filmen. Wobei ich für das Filmen in meiner Umgebung keine Leute finde die das selbe Interesse haben..
Leute finden sich schon. Aus welcher Ecke kommst du denn? Ist denn da nicht in der Nähe eine größere Stadt?

Wie gesagt, Fotografie ist eine sehr gute Übung und das wollen die Filmhochschulen sehen! Die filmischen Arbeitsproben spielen da eine etwa gleichwertige Rolle.

Im Sommer hast du ja sicherlich große Sommerferien und ich weiß zB. jetzt schon, dass ich im Sommer mindestens ein größeres Projekt drehen werde. Wenn die Vorproduktion gut und schnell läuft, dann ist da evtl. sogar ein Projekt auf 35mm dabei. Wenn das zeitlich und räumlich passt, dann bin ich der Letzte, der was dagegen hat, dass da ein oder zwei Setrunner dabei sind und hospitieren. Bei 35mm ist auch ein Kamerapraktikant nicht schlecht.


Ich habe gehört, dass manche auch die MGBT Ausbildung machen und dann studieren. Eigentlich keine schlechte Idee, weil man durch die Ausbildung bereits Erfahrungen sammelt oder? Andererseits braucht man ja wiederum für die Ausbildung Erfahrungen..Das ist alles etwas verwirrend.. Und bei der Studium Bewerbung muss man ja auch Arbeitsproben einreichen.
Ich kann zur MGBT Ausbildung nicht viel sagen. Ich denke das ist ein möglicher Weg, aber da muss man auch schauen, wo man die Ausbildung macht. Bei den Fernsehsendern sind die Aufnahmebedingungen recht hart. Was ich denke, was man gut nach dem Abi machen kann, ist sich mit Praktika und kleinen Jobs an größeren Sets ein Basiswissen aufzubauen. Da lernt man Leute kennen, bekommt einen Überblick, wie ein professionelles Set arbeitet ect.
Bei den Arbeitsproben hast du dann schnell ein Team zusammen und Leute mit Technik, die dir helfen können.
Leider ist das alles immer eine finanzielle Sache, denn Praktika, die unheimlich wichtig sein, werden schlecht oder gar nicht bezahlt und Arbeitsproben kosten auch einen Haufen Geld. Ich erinnere mich an meine Bewerbungen für die 3 großen Filmschulen in DE, die mich zusammen damals fast 1000€ gekostet haben.

Jumperman

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Sonntag, 12. April 2015, 15:41

Hab Toxics Post nur überflogen, also sorry, falls ich wiederhole.

Du musst dir nur klar drüber sein, dass es nicht DEN EINEN richtigen Weg gibt. Jeder Mensch ist anders und jedes Unternehmen ist anders.

Ich hab vor einigen Jahren die MGBT-Ausbildung gemacht (Hab angefangen als ich 20 war und war einer der jüngsten). Die meisten - sowie ich auch - haben vorher Praktika bei kleinen Produktionsfirmen gemacht. Lief bei allen etwas anders ab. Der eine war nur Laufbursche, der andere durfte direkt schon an Kamera/Ton und wurde produktiv eingesetzt. Aber hauptsächlich gehts drum, einen Einblick in die Medienwelt zu kriegen, damit man bei der Ausbildung nicht komplett von 0 anfängt.
Die Personalabteilungen der Ausbildungsfirmen sind auch ganz unterschiedlich. Die einen schauen nur auf die Zeugnisnoten (weil sie nicht wissen, woran sie sich sonst orientieren sollen), den anderen ist nur wichtig, was man praktisch schon geleistet hat. Die wollen mit den wenigen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, eben in erster Linie schauen, ob der Bewerber zu ihnen passt und auch weiß, was er will. Gab auch schon Fälle, wo Leute nach nur wenigen Wochen die Ausbildung abgebrochen haben, weil sie merkten, dass es nichts für sie ist. Ist natürlich schade für die Bewerber, die vorher für die Stelle abgelehnt wurden. Sowas kommt bei jemandem, der schon ein halbes Jahr oder mehr in einer Produktionsfirma gearbeitet hat, seltener vor. Der weiß, was ihn erwartet.

Einige, die mit mir die Ausbildung gemacht haben, studieren jetzt Regie oder Kamera. Ich zum Beispiel bin direkt nach der Ausbildung im Bereich Postproduktion in den Beruf eingestiegen.

Erfahrung ist natürlich vorher wichtig, aber du musst kein Profi sein. Darum machst du ja die Ausbildung / das Studium, damit zu zum Profi wirst. Hatte auch schon mal mit jemanden aus einer Personalabteilung gesprochen. Der meinte, teils werden Ausbildungs-Bewerber abgelehnt, weil sie schon ZU viel Erfahrung haben. Wer bereits 5 Jahre als professioneller Kameramann arbeitet, was soll der mit einer Ausbildung?

Ich an deiner Stelle würde schauen, nach der Schule einen Praktikumsplatz oder ähnliches zu kriegen und so ein wenig in die Branche reinschnuppern. So lernst du die Grundlagen kennen. Was wird bei professionellen Produktionen alles eingesetzt, wie läufts ab, was unterscheidet Profi- von Consumer-Equipment usw. Dabei ists relativ egal, obs jetzt ein Unternehmen für Kinoproduktionen oder nur für "kleine" Imagefilme ist. Musst eben schauen, was es bei dir in der Nähe gibt und wo Praktika angeboten werden.
Nebenbei arbeitest du noch etwas an deinen eigenen Projekten und dann steht einer erfolgsversprechenden Bewerbung zu einer Ausbildung nichts mehr im Weg.

HornkleeTV

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Sonntag, 12. April 2015, 17:29

Was einen Praktikumsplatz angeht muss ich leider aus eigenen Erfahrungen sagen:
Wenn du keine großartigen Vorkenntnisse hast ist es dank Mindestlohngesetz inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit geworden an ein Praktikum zu kommen, da haben z.T. bereits Studenten im Praxissemester Probleme. Der Mindestlohn ist daher ein Problem, da man in der Branche kein Praktikum unter 3 Monaten bekommt - und damit kostest du die Firma einfach nur Geld ohne zumeist wirklich nützlich zu sein und das können sich viele Firmen leider nicht leisten. Times are changing, nur leider nicht immer zu besseren.
"Zeit ist Geld." - "Warum bin ich dann immer pleite?"
Quelle: Lyrialia (Werk: Er, Ich und das Irgendwann)

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7

Sonntag, 12. April 2015, 19:14



Leute finden sich schon. Aus welcher Ecke kommst du denn? Ist denn da nicht in der Nähe eine größere Stadt?


Ich komme aus der Nähe von Hamburg. Könnte da vielleicht schon Leute finden, die vielleicht ebenfalls Anfänger sind.. Weil ich hab ja wirklich kaum Erfahrung im Umgang mit "guten Kameras" oder der richtigen Technik. Sollte ich einfach anfangen draußen irgendwas drauf los zufilmen? Wie fängt man denn richtig alleine an?


Was einen Praktikumsplatz angeht muss ich leider aus eigenen Erfahrungen sagen:
Wenn du keine großartigen Vorkenntnisse hast ist es dank Mindestlohngesetz inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit geworden an ein Praktikum zu kommen, da haben z.T. bereits Studenten im Praxissemester Probleme. Der Mindestlohn ist daher ein Problem, da man in der Branche kein Praktikum unter 3 Monaten bekommt - und damit kostest du die Firma einfach nur Geld ohne zumeist wirklich nützlich zu sein und das können sich viele Firmen leider nicht leisten.

Hm..Wenn das so ausschaut, bringen dann auch 4 wöchige Praktika etwas? Zum Beispiel beim NDR? Aber selbst da hab ich das Gefühl, dass sie schon etwas an Vorwisse von den Praktikanten erwarten..

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Sonntag, 12. April 2015, 19:58

Leute finden sich schon. Aus welcher Ecke kommst du denn? Ist denn da nicht in der Nähe eine größere Stadt?
Ich komme aus der Nähe von Hamburg. Könnte da vielleicht schon Leute finden, die vielleicht ebenfalls Anfänger sind.. Weil ich hab ja wirklich kaum Erfahrung im Umgang mit "guten Kameras" oder der richtigen Technik. Sollte ich einfach anfangen draußen irgendwas drauf los zufilmen? Wie fängt man denn richtig alleine an?
Naja Hamburg, also bitte! Da gibts die Kunsthochschule mit einem recht starken Kamerastudiengang & soweit ich weiß auch die HamburgMediaSchool, die auch hochwertig produzieren, um nur mal die Ausbildungsstätten zu nennen. Da laufen doch n Haufen Leute rum, die Filmverrückt sind!

Dich ebenfalls mit Anfängern zu umgeben, würde ich zB. jetzt nicht für so klug halten, weil da lernst du nichts bei. Schau lieber, dass du bei Leuten mitmachen kannst, die bereits Erfahrung haben. Da geht es erstmal nicht darum, selbst die Kamera zu schwenken, sondern darum zu sehen, wie da wer mit wem arbeitet, wie der Kameramann / die Kamerafrau die Bilder gestaltet, wie ein Set eingeleuchtet wird, was der 1. & der 2. Kameraassistent macht ect. Das ist wirklich wichtig! Und wenn du da bei ein paar Drehs dabei warst, dann kannst du auch mal als Beleuchterin oder als 2. Kameraassi mitmachen usw. Und da lernst du das Zeug kennen, womit man so arbeitet.

Dann schau hier im Forum, wer da auch der Region kommt und mit wem du da mal ein Projekt machen kannst.

@Wie fängt man denn richtig alleine an?
Das ist gerade als Kameramensch richtig schwer & beim Film generell ein Problem. Film ist Gemeinschaftsarbeit und je nach Größe des Drehs hast du eben zwischen 10 / 15 Leuten Team, bis hin zu mehreren Hundert Leuten.
Was du allein machen kannst... Fotografieren, Beobachten, Licht studieren, Filme analysieren. Drehen musst du mit anderen zusammen.



Hm..Wenn das so ausschaut, bringen dann auch 4 wöchige Praktika etwas? Zum Beispiel beim NDR? Aber selbst da hab ich das Gefühl, dass sie schon etwas an Vorwisse von den Praktikanten erwarten..
Praktika bringen nur dann was, wenn du am richtigen Platz bist. Beim NDR wirst du Fernsehen erleben und wenn du da im Kamerabereich bist, dann gehst du auf EB-Drehs für die Berichterstattung. Das hat mit szenischem Film überhaupt nichts zu tun und mit dokumentarischem ebenfalls wenig. Vorwissen brauchst du 0, weil du da eh nur mitgehst - das war zumindest meine Erfahrung beim BR, auch wenn ich das nicht missen möchte... gebracht hat es mir wenig. Nochmals der Tipp... geh zu Studentendrehs, geh an Filmsets (crew-united).

@Hornklee
Ich sehe das weniger schwarz... Für Praktikanten gab es vorher auch Regelungen und die wurden auch erfolgreich mit Verträgen umgangen... insofern... Es finden sich immer Lücken.

Timmy

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Mittwoch, 18. November 2015, 12:56

also in Hamburg gibt es doch gerade für Amateurfilmer die www.filmstube.de eine sehr große interessante Gruppe für alle die irgendetwas mit Film machen wollen

ich biete zb in München derzeit auch ein Lichtpraktikum bei einer Profiproduktion an.

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10

Mittwoch, 18. November 2015, 13:41

Wir haben gerade in der Schule das Thema Ausbildung und Jobs und ich kann dir davon Abraten Mediengestalter zu werden das macht jeder 2te

Mac Mave

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Mittwoch, 18. November 2015, 13:51

"Wir haben gerade in der Schule das Thema Ausbildung und Jobs und ich kann dir davon Abraten Mediengestalter zu werden das macht jeder 2te"

Das kommt mir auch so vor, wobei selbst studierte Medienleute händeringend in dem Bereich Jobs suchen. Mittlerweile kann auch ziemlich jeder eine Kamera halten und halbwegs ein Schnittprogramm bedienen, da musst du schon aus der Masse rausstechen.

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12

Mittwoch, 18. November 2015, 13:54

Ja man muss richtig Gut sein mach lieber Fotograf und Filme nebenbei ist besser Denke ich

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