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Liv Fantasy

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Sonntag, 18. Januar 2015, 12:07

Berufslehre/Studium, was ist alles eine gute Grundlage, um später etwas in der Filmbranche zu machen?

Hallo zusammen

Also, ich weiss nicht so recht, was ich denn nach der Schule überhaupt machen soll.
Es gibt einiges, was mich interessiert. Soll ich lieber eine normale Grundausbildung machen, oder ein Studium?
Ich möchte später die Möglichkeit haben, etwas in der Filmbranche zu machen.
Für eine Grundausbildung, wäre Interactiv Media Design bestimmt nicht schlecht, dieser Beruf würde mir auch gefallen.
Oder Grafiker, wobei, das schon weniger.
Studieren würde ich auch gerne Philosophie und ich habe schon gelesen, dass Geisteswissenschaften auch gut wären, um in der Filmbranch etwas anfangen zu können, gerade auch als Regie. Z.B. kann man ja mit einem Philo-Studium dann auch Dramaturg werden.

Was gibt es denn sonst noch so alles für Berufe/Studien, die einem etwas für die Filmebranche bringen? Würdet ihr etwas empfehlen? Möchte mir mal einen Überblick verschaffen, um besser entscheiden zu können, was ich nach der Schule machen soll.
Spielt das überhaupt eine wichtige Rolle, oder ist es grundsätzlich egal, was man macht, bevor man etwas in der Filmbranche macht?

Danke für eure Antworten. :)

jk86

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Sonntag, 18. Januar 2015, 12:55

Hallo zusammen
Soll ich lieber eine normale Grundausbildung machen, oder ein Studium?

Wenn du eine "Grundausbildung" machen willst, musst du zur Bundeswehr gehen.
Wenn du eine Berufsausbildung machen willst, schau dir mal Berufenet an, das ist ne Webseite von der Arbeitsagentur, wo alle Berufe eigentlich ganz gut erklärt sind. Mediengestalter Bild und Ton ist so der Standardberuf für Film und Fernsehen. Ansonsten ist die Filmbranche nicht von einem bestimmten Berufsbild geprägt, sondern sie ist eine eigene Industrie, mit vielfältigen Möglichkeiten, da einzusteigen - das wollen allerdings viele und der Weg dahin ist hart. Am besten fragst du dich mal selbst, was möchte ich konkret machen und was kann ich, was begeistert mich? Du kannst als Tontechniker ebenso einsteigen wie als Kostümschneider oder Tischler oder mit kaufmännischen Kenntnissen. Je nachdem wo du genau hinwillst.

Zitat

Studieren würde ich auch gerne Philosophie und ich habe schon gelesen, dass Geisteswissenschaften auch gut wären, um in der Filmbranch etwas anfangen zu können, gerade auch als Regie. Z.B. kann man ja mit einem Philo-Studium dann auch Dramaturg werden.

Ein Dramaturg ist was anderes als ein Regisseur.
Philosophie ist so ein Studiengang, mit dem du hinterher zwar voll der Brain bist, aber mit Film hat es nicht wirklich was zu tun. Allerdings kannst du eigentlich jedes geisteswissenschaftliches Studium gut mit Philosophie verbinden (als Nebenfach), du könntest dann z.B. eine Sprachwissenschaft studieren (Romanistik, Germanistik, Skandinavistik...) und einen Fokus auf die Literatur und Stoffentwicklung legen. Ein gutes Drehbuch ist die Grundvoraussetzung für einen guten Film. Es gibt auch den Studiengang TFM (Theater-, Film- und Medienwissenschaft), mit dem du wohl noch am ehesten in die Branche reinrutschen kannst, und Philosophie spielt da auch eine Rolle. Filmhochschulen setzen oft ein bestimmtes Alter und eine Vorerfahrung voraus, wollen also eine Bewerbungsmappe mit deinen bisherigen Projekten sehen.

Frag dich selbst, möchte ich einfach nur ab und zu Filme machen oder das wirklich beruflich 24/7 machen? Ein Beruf ist dazu da, dass du eine finanzielle Basis für dein Leben hast. Idealerweise macht dir die Arbeit Spaß und du verdienst das Geld gerne. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit, Film einfach als Hobby zu betreiben und seinen Lebenslauf so auszubauen, dass man irgendwann mal Arbeit und Freizeit verbinden kann. Du wirst nicht bis zur Rente im selben Beruf arbeiten, sondern auch mit 30 oder 50 noch an deinem Lebenslauf feilen. Ich selbst habe mich daher entschieden, nach dem abgebrochenen Studium, mir einen komplett filmfremden Ausbildungsberuf zu suchen, mit dem ich genug Kohle verdiene, um filmische Freizeitprojekte finanzieren zu können. Ich werde immer wieder gerne filmen, aber meine finanzielle Zukunft sehe ich nicht darin. Es ist eine harte Branche, mit krassen Arbeitsbedingungen, viel Stress und finanzieller Unsicherheit, da man - wenn man nicht bei einem Sender fest angestellt ist - nur von Projekt zu Projekt engagiert wird. Ich kenne viele Leute in der Medienbranche, die vielleicht drei Monate im Jahr effektiv das machen, was sie sich immer gewünscht haben, und den Rest des Jahres an der Supermarktkasse arbeiten oder von Hartz IV leben.

Frag dich auch selbst, warum möchtest du ausgerechnet in der Filmbranche arbeiten?

Wenn du dich branchenmäßig bisher nicht auskennst, wäre ein Praktikum angebracht. Im Rahmen der Schule oder hinterher. Es wird von jungen Menschen heute erwartet, dass sie möglichst schnell nach der Schule berufsmäßig unter Dach und Fach kommen, und finanziell gesehen ist das leider auch dringend notwendig. Was aber nicht bedeutet, dass du nicht mal ein paar Monate als Praktikant irgendwo arbeiten könntest, um reinzuschnuppern.

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Liv Fantasy

Dr_Allcome

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Sonntag, 18. Januar 2015, 12:59

Oh je, Philosophie ist so ziemlich das brotloseste Studium das du dir aussuchen kannst. Dann lieber eine Ausbildung!

Bei solchen Überlegungen solltest du immer im Hinterkopf behalten was du denn machen willst, wenn es mit dem Filmen nichts wird. Mit einem Philosophie-Studium hast du Null Möglichkeiten dich anders zu orientieren.

Auch solltest du dir überlegen ob du das Filmen eventuell nur als Hobby betreiben willst. Das ist oftmals die wesentlich angenehmere Alternative.

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Liv Fantasy

Liv Fantasy

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Sonntag, 18. Januar 2015, 13:44

Ja, bei meinen Beruflichen Wünschen für später wäre eine Ausbildung schon von Vorteil, damit ich eine Einnahmequelle habe. Danach kann ich ja eigentlich studieren, was immer ich dann will. (vielleicht auch Teilzeitstudium)

Schriftstellerin ist auch ein Berufswunsch von mir, also damit meine ich Romane sowie auch Drehbücher schreiben. Wenn das sonst mit den Filmen nicht klappen würde, dann würde ich einfach schreiben, filmen als Hobby und nen Job noch, damit Geld rein kommt.
Das sind ja auch sehr brotlose Berufe und für die braucht man nicht zu studieren oder sonst was. Wobei das eine oder andere bestimmt noch hilfreich wäre, aber wenn man es gut macht, dann geht es auch so. :)
Von dem her...Germanistik oder Skandinavistik würde mich schon noch interessieren. Und sonstige Geisteswissenschaften, je nachdem auch Psychologie...
(Aber es gibt im Fall schon noch einige Berufe, die man mit einem Philo-Studium machen kann, hätte das auch nicht gedacht, aber ja, ist genauso schwierig denke ich)
Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich auch keine Lust so lange zu studieren und finanziell abhänging von den Eltern zu sein...

Und ja eben, da bräuchte ich unbedingt etwas, damit ich etwas sicheres habe, wenn das mit den Filmen nicht klappt. Aber dann kann ich das mit dem Filmen auf jeden Fall versuchen.

Max__Ha

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Sonntag, 18. Januar 2015, 14:58

Ich stand vor gut einem halben Jahr vor einer ähnlichen Frage. Ich wollte nach dem Abi ebenfalls mein Hobby, nämlich das Filmen, zum "Beruf" machen und das am liebsten mit einer Ausbildung.

Allerdings musste ich leider die Erfahrung machen, das die wenigen Ausbildungsplätze zum Mediengestalter Bild und Ton (was so der typische "Einsteigerberuf" in der Filmbranche ist), die es in meiner Umgebung gibt größtenteils nur an Personen, mit sehr guten Vorkenntnissen im Bereich Film oder eben mit "Vitamin B", vergeben werden.

Da beide Punkte auf mich leider nicht zutreffen, habe ich mich dann nach einem Studium umgeschaut. Da gibt es in Deutschland ,laut meinen damaligen Recherchen, grob gesehen "nur" zwei Einrichtungen die wirklich auf Film & Fernsehen spezialisiert sind.
Das ist zum einen das SAE Institut, welches aber monatlich Geld kostet. Desweiteren genießt das Institut, wenn man den Berichten von Studenten im Netz glauben schenken mag, keinen besonders guten Ruf, weshalb ich von dieser Idee ebenfalls abschied genommen habe.
Ganz anders sah es wieder rum an der Filmakademie Baden- Würtenberg aus. Diese Hochschule hat viele, in der internationalen Filmbranche, sehr erfolgreiche Personen hervorgebracht, von denen einige sogar für einen Oskar nominiert wurden. Abgesehen davon ist die Schule staatlich, es fallen also keine monatlichen kosten an. Außerdem hat mich hier die Aufmachung, sprich die Homepage und die vielen Filme der einzelnen Studienbereiche auf Youtube, sehr angesprochen.
Letztendlich habe ich aber auch von dieser Idee Abstand genommen, da, wenn ich mich richtig Erinnere, die Aufnahmebedingungen nur schwer erfüllbar für einen 18 jährigen Abiturienten waren, der bisher nur Hobbymäßig gefilmt hat. Obwohl ich sehr gerne dort studiert hätte.
Ich bin dann sozusagen mit Plan B gegangen und studiere jetzt, seit einem Semester, Elektrotechnik :D .


Die "Moral der Geschichte" ist also, das es verdammt schwer seinen kann, in der Filmindustrie Fuß zu fassen, wenn man nicht gerade der nächste Steven Spielberg ist.


ich hoffe ich konnte dir damit irgendwie weiterhelfen und dir eventuell sogar ein paar neue Möglichkeiten darlegen :)
lg

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Liv Fantasy

stimp

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6

Sonntag, 18. Januar 2015, 18:21

Du bist hier ja aktuell recht aktiv mit deinen Themen.

Erstmal solltest du dich generell näher mit der Materie auseinander setzen bevor du überlegst in welche Sparte der Filmbranche du später einsteigen sollst/willst/kannst.

Hast du dich schon mit Drehbüchern auseinander gesetzt, bzw. schon welche geschrieben?
Wie schauts mit dem Drehen selbst aus?
Schon mit Freunden ein kleines Projekt umgesetzt und dabei geschaut wie es ist Regie zu führen oder mit der Kamera die Bilder einzufangen?

Versteh mich nicht falsch, aber das mit dem Filmen ist keine Hollywood Romantik und nichts das man "einfach mal so macht".
Es macht keinen Sinn in den Berufszweig einsteigen zu wollen ohne einen Bezug dazu zu haben.
Laut deiner anderen eröffneten Themen weißt du ja selbst noch nicht einmal ob du lieber Regie machen möchtest, Drehbücher schreiben willst oder doch der Beruf als Kamerafrau oder Cutterin was für dich ist.
Motto des Tages:
Wir sind der Brokkoli in der Currysoße der Vernunft...

Liv Fantasy

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7

Sonntag, 18. Januar 2015, 20:36

Ja, das bin ich ja momentan noch am herausfinden, was ich am meisten will, und was das beste für mich ist.
Aber trotzdem kann ich mir doch schon mal die einen oder anderen Gedanken dazu machen. Heisst ja nicht, dass es jetzt gleich soweit sein muss. Schaden tuts ja auch nicht, wenn ich mich mal so nebenher ein wenig erkundige, was da so machbar wäre. ^^

Ja, auch wenn ich erst seit kurzem damit angefangen habe, ich habe mich mit Drehbüchern auseinandergesetzt, habe und bin welche am schreiben und will mich dabei unbedingt verbessern.
Drehen bin ich ebenso dran, auch wenn es noch nicht viel ist.

wabu

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Sonntag, 18. Januar 2015, 23:12

Man wundert sich manchmal wenn man den (bildungs)hintergrund von Filmemachern kennenlernt.

Psychologie, Philosophie und Germanistik bildet durchaus eine Basis ab für eine Filmarbeit im Bereich Regie, Drehbuch oder Redaktion.

Um an der Kamera zu stehen wäre Kunst ein Thema - denn der Kameramann heisst im englischen: director of photography auf deutsch: Chef des Bildes. Er sitzt nämlich eher nicht an der Kamera sondern am Monitor um das richtige Bild zu bekommen - sein Assistent sitzt an der Kamera und ackert...

Du hast durchaus noch Zeit um dich mit Dingen zu beschäftigen die dir Spaß machen - meist kommt da irgendwo die Stelle wo man sich verwurzelt...

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Liv Fantasy

Selon Fischer

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9

Montag, 19. Januar 2015, 10:48

Ich bin in der letzten Zeit wieder ein bisschen zu meinen Theaterwurzeln zurückgekehrt. Aus dieser Perspektive kann ich dir sagen: egal ob Dramaturgin, Regisseurin, Bühnenbildnerin, Schauspieldirektorin oder Intendantin: alle haben ziemlich querbeet studiert. Natürlich ist ein Studium, das dein Lieblingseinsatzgebiet irgendwo streift, von Vorteil. Germanistik oder Romanistik bieten oft theaterwissenschaftliche Seminare an, die Theaterwissenschaft ist immer gut, aber auch mit Kommunikationswissenschaft und nem Stückchen BWL kommst du weit. Das wichtigste sind aber Hospitanzen! Geh in die Produktionen (egal ob Film oder Theater!), schau dir die Arbeitsabläufe an, analysiere, wie die Menschen miteinander kommunizieren, wie sie streiten oder versuche dich an eigenen Projekten.

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