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ToXic pictures

TeeTrinker

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21

Samstag, 26. Dezember 2015, 11:47

Ich habe jetzt aber noch ein paar Fragen im Kopf dazu, die ich beim googeln noch nicht konkret die Antwort gefunden habe. Ist die Aufgabe des Autors wirklich nur das Schreiben allein (mit den verschiedenen Etappen usw., das ist mir bekannt) oder legt man auch schon irgendwie Bildeinstellungen, Bildgestaltung, Musik usw. fest? Wenn es ja darum geht dass man eine bestimmte Wirkung/Stimmung damit erzeugen möchte... Mal stand das bei den Aufgaben, mal nicht. Und ist man als Autor dann auch vor Ort beim Dreh mit dabei oder nicht? Ich weiss einfach, dass man sich laufend mit dem Regisseur und Produzent austauscht und Dinge bespricht... hat man als Autor aber auch Kontakt mit den Schauspielern?
Also mal zu den 3 Fragen...

--> "hat man als Autor aber auch Kontakt mit den Schauspielern?"
Nicht wirklich, nein... Kontakt ist natürlich ein dehnbarer Begriff... letztlich hat das Team am Set ja auch Kontakt zu den Schauspielern. Wirklich mit den Schauspielern arbeiten, das tut der Regisseur und Regieassistent und Schauspieler casten, da spricht der Regisseur und der Produzent mit.


--> "Und ist man als Autor dann auch vor Ort beim Dreh mit dabei oder nicht?"
Auch hier die Antwort, eher nein. Es gibt Autoren, die gelegentlich mal am Set vorbeischauen, aber das ist eine große Ausnahme, weil das oft von Regisseuren auch nicht gewünscht ist. Pauschal kann man da also sagen, der Autor hat am Set nichts zu suchen.


--> "Ist die Aufgabe des Autors wirklich nur das Schreiben allein (mit den verschiedenen Etappen usw., das ist mir bekannt) oder legt man auch schon irgendwie Bildeinstellungen, Bildgestaltung, Musik usw. fest? Wenn es ja darum geht dass man eine bestimmte Wirkung/Stimmung damit erzeugen möchte..."
Das ist eine etwas schwierigere Frage, wo ich auch meine Hand nicht ins Feuer für legen würde. Also natürlich ist die Hauptaufgabe des Autoren zu schreiben. Heißt Story, Dialoge, Figuren ect. Dabei spielt Stimmung / Atmosphäre eine wesentliche Rolle. Heißt Ambiente zu beschreiben, Geräusche, Licht können mit in das Buch geschrieben werden, meiner Meinung nach auch spezielle Blickwinkel. Das Drehbuch ist ja auch nicht in Stein gemeißelt. Musik gehört - würde ich sagen - weniger in den Bereich des Autors.


Korrigiert mich gern :-)

tevauloser

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22

Samstag, 26. Dezember 2015, 12:49

Hoi Schweizerin,
Habe gute Verbindungen zu einer vielseitigen, jüngeren ausgebildeten Kamerafrau/Regisseurin hier im Raume Zürich. Bei Interesse könnte ich für dich ein Treffen vereinbaren, wo du mal von der Front her aufgeklärt wirst.

Liv Fantasy

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23

Samstag, 26. Dezember 2015, 15:22

Danke für die Antwort auf meine Fragen Toxic. :)
Ist noch schwierig, ich bin eben auch gut im Schreiben, habe Ideen und bin ein Geschichtenerzähler, es würde zu mir passen, aber die Arbeit mit den Schauspielern und vor Ort beim Dreh finde ich eben auch sehr interessant und macht mir Spass. Ach, mich fasziniert einfach vieles. ._.

Wie gesagt, ich muss natürlich ausprobieren, Erfahrung sammeln und mehr Informationen um letztendlich meinen Platz zu finden. :) Aber ich habe einen Plan, wies weiter geht und das ist gut.
Aber es ist ja auch vielseitig und es gibt immer wieder Leute, die dann auch zwei Aufgaben machen... vielleicht gibt es da auch einen Weg für mich...

Hoi :D

Jaa, sehr gerne *-* Da habe ich auf jeden Fall Interesse. Wäre sehr lieb, wenn wir hier mal etwas vereinbaren könnten. Unbedingt! Ausserdem wäre es ein weiterer Kontakt. Netzwerken ist immer gut.

Stefan.dyck

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24

Donnerstag, 14. Januar 2016, 20:56

Hey Liv Fantasay,

also ich arbeite momentan als Drehbuchautor und Regisseur an einem No-Budget-Kinofilm und habe mal deinen Thread überflogen.
Als erstes, als Drehbuchautor ist es verpöhnt, Musikeinsätze, Kamera-Einstellungen, etc ins Drehbuch zu schreiben.
Das wird als D.o.P. Directing on Paper bezeichnet und als respektlos gegenüber dem Regisseur verbucht.
Und du hast da nie Kontakt mit Schauspielern.

Drehbuchschreiben ist unfassbar schwer, ich habe 4 Jahre gebraucht um das erste vollständige, sehr gute Drehbuch auf die Beine zu stellen, mit sehr vielen Hindernissen unterwegs und sehr viel Leidenschaft.
Außerdem ist es sehr schwer, in der Branche fuß zu fassen.

Ich kann dir eigentlich nur abraten von der Filmbranche, wenn ich ehrlich bin.
Such dir lieber einen vernünftigen Beruf.

Liebe Grüße, Stefan

OTB.Filmrproduktion auf Youtube

Falls du Fragen hast und ich das lese, antworte ich natürlich gerne.

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TeeTrinker

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25

Freitag, 15. Januar 2016, 07:42

Ich kann dir eigentlich nur abraten von der Filmbranche, wenn ich ehrlich bin.
Such dir lieber einen vernünftigen Beruf.
Eh was is das denn für ein Kommentar...
Also wenn sich jemand leidenschaftlich für die Filmbranche interessiert, in welchem Department auch immer, so möge dieser Jemand seine Chance bekommen sich zu behaupten. Dass die Filmbranche schwierig ist, dass denke ich ist jedem klar, aber kein Grund davon abzuraten.

Und @vernünftiger Beruf... also bitte... auch da muss ich doch Einspruch erheben.

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LennO

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26

Freitag, 15. Januar 2016, 12:23


Und @vernünftiger Beruf... also bitte... auch da muss ich doch Einspruch erheben.


Haha, ja, ich musst auch lachen über den Kommentar. Vor allem sehr begründungslos. Klar, gibt es auch Menschen die schlechte Erfahrungen in der Filmbranche machen. Wieder andere gute. Ist halt wie in jeder Branche.

Stefan.dyck

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27

Freitag, 15. Januar 2016, 14:30

Habt ihr beide Branchenerfahrung?

Selon Fischer

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28

Freitag, 15. Januar 2016, 15:39

Geh auf ihre Profile. Dort findest du nähere Informationen über die User. Darunter auch die letzten Beiträge oder weiterführende Links. Beides wird dir zeigen, dass sich dieses Forum zwar Amatuerfilm-Forum nennt, sich aber auch einige professionelle Filmemacher hier tummeln ;)

Little Idiots

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29

Freitag, 15. Januar 2016, 16:34

Also da frag ich mich doch sehr wie deine Branchenerfahrung ist, wenn du vom Filmen abrätst und doch ein Filmer zu sein scheinst.

Ich muss meinen Vorrednern zustimmen, pauschal zu sagen du solltest nicht beruflich in diese faszinierende Welt eintauchen ist quatsch. Dir muss aber tatsächlich bewusst sein, dass es auch hart sein kann. Manchmal auch mehr als einem lieb ist.
Wenn du solche Momente aber überstehst kannst du am Ende eines Projekts zurückblicken, stolz sein und dich freuen mit deiner Leidenschaft/deinem Hobby/mit Spass an der Arbeit deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Fazit: Ausprobieren, Praktika, mit Branchenerfahrenen unterhalten und auf keinen Fall drauf hören, wenn dir jemand sagt du solltest es garnicht erst probieren.

LennO

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30

Freitag, 15. Januar 2016, 17:34

Habt ihr beide Branchenerfahrung?


Ja, Jahre sonst hät ich mich nicht so bestimmt geäussert.

Wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast, dann ist das natürlich einfach so, aber dann solltest du da auch was spezielles dazu sagen, als eine Anfängerin einfach abzuschrecken, vor allem gleich vor der "ganzen Branche" anstelle spezifisch auf einen Bereich einzugehen, den du meinst. Das würde ich nie tun. Dass man gute und schlechte Zeiten beispielsweise als Freelancer hat, das ist doch auch jedem klar, und noch weiss ja niemand in welche Department es Liv dann wirklich zieht, kann man auch überhaupt nicht abschätzen wie die Arbeitsbedingungen sein werden. Und manche Positionen sind halt auch kreativer und freier, manche weniger, manches ist in anderen Länden anders. Scheisse kann einem auch als Architekt, Banker, oder Arzt passieren (sind das vernünftige Berufe? :D), oder halt auch gutes. Mein Job ist derbe stressig, aber ich könnte mir trotzdem nie vorstellen irgendwas anderes zu machen.

Oder wird das an der WAM gelehrt dass die Filmbranche so schlimm ist? ;)

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L Lawliet

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TeeTrinker

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31

Samstag, 16. Januar 2016, 07:12

Habt ihr beide Branchenerfahrung?
Genug um für mich einschätzen zu können, was ich von der Branche halte. Ich studiere den Kram und hab auch in die Welt der "Großen" bereits reinschauen können.
Was einfach klar sein muss ist, dass es nicht die wunderbare Zuckerbäckerwelt ist, die man als Kino- & Fernsehzuschauer vielleicht vermutet und die Making-Ofs von Kinoproduktionen gern vorgaukeln. Es ist ein Job und dem kann man entweder aus Leidenschaft oder / und zum Geldverdienen nachgehen. Und klar, da gibt es nicht selten Tage, wo man aufsteht und denkt: ach muss ich wirklich heute drehen gehen? Das gebe ich absolut zu und auch ich hab öfters so Tage, wo ich auch mal keine Lust habe. Dennoch, wenn ich am Set bin, dann ist es idR. so, dass ich sehr gern da bin und mich da wohl fühle. Ich stimme meinem Vorredner absolut zu - es ist ein Job wie jeder andere (der vielleicht ein bisschen durchgeknallter ist) - aber der für mich zumindest ein Traumjob ist - mit allen Höhen und Tiefen.

Vielleicht nicht uninteressant... ich habe vor meinem Studium ein Jahr an der Semperoper in Dresden in der Beleuchtung gearbeitet (Licht und Kamera sind ja mein Bereich). Für mich ist der Kontrast dieser beiden Welten nach wie vor sehr interessant, weil sie so viel miteinander zu tun haben und sich doch so wahnsinnig unterscheiden. Auch das ein Tipp für alle, die sich für den ganzen Spaß interessieren... Schaut auch mal in einem Theater hinter die Kulissen... vielleicht ist für einige das der Richtigere Weg.

joey23

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32

Samstag, 16. Januar 2016, 09:20

Den Theaterausflug kann ich nur unterstützen! Ich habe als Beleuchter im Theater gearbeitet, bevor ich dann angefangen habe Lichtdesign zu studieren. Ich war auch im Malersaal und in der Kostümwerkstatt. Das sind Erfahrungen, die ich nicht missen will.

Ich arbeite nicht in der klassischen Filmproduktion, sondern abeite für ein Medienhaus als Videoproduzent. Wir haben ein richtiges, kleines TV-Studio eingerichtet mit allem Drum und Dran. Und so gibts viele Jobs, die zwar in diese Richtung gehen, aber nicht "beim klassischen Film" angesiedelt sind. Ich muss mich zum Beispiel nicht um Finanzierung und Vermarktung kümmern, was mir persönlich sehr recht ist, mache aber sonst quasi alles: Filmen, Schneiden, wir machen Live-Produktionen mit mehreren Kameras, ich spreche die Texte..

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