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Pilotvonwesten

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1

Donnerstag, 7. August 2014, 20:54

Von Amatuerfilmer bis zum Regisseur?

Guten Abend,

meine Ausbildung nährt sich zum Ende hin und ich muss nun wissen, was ich nach der Ausbildung machen will (meine Ausbildung hat nichts mit Film zu tun!). Seit einigen Monaten durchstöbere ich das Netz nach Filmhochschulen die einen Studium zum Regisseur anbieten. Wenn ich Regisseur sein möchte will ich keine Schule besuchen, denn sonst muss ich Ideen haben. Das wird aber bei mir nicht klappen da meine Ideen einfach so ohne daran zu denken kommen. Ich habe mich dann gefragt, ob es möglich wäre keine Schule zu besuchen. Halt vom Amateurfilmer sich hocharbeiten bis hin zum professionellen Regisseur. Meint ihr das könnte klappen?
Vielen Dank


Pilotvonwesten

7River

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Donnerstag, 7. August 2014, 21:27

Bemannter Raumflug ist möglich!


Such Dir doch erst einmal eine Arbeitsstelle. Ist doch schon mal 'n Anfang. Geld muss doch auch verdient werden. Danach kannste immer noch weitersehen.

Rockstar2

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3

Donnerstag, 7. August 2014, 21:28

Das Studium, auch wenn du dich genötigst fühlst, auf "Knopfdruck" kreativ zu sein, ist ein unglaublicher Zeitfaktor den du nicht unterschätzen darfst. Denn hier wird dir kompakt beigebracht, was du als Regisseur alles wissen musst. Während du im Selbststudium womöglich viel länger brauchen könntest, all das zu erlernen, was dir in deiner Studienzeit beigebracht wird.

Wenn du keine Lust auf ein Studium hast, gibt es auch noch das Autoren-Volontariat bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Dort erlernst du in 18 Monaten das Handwerk des Filme machens. Du machst zwar keine Kinofilme, bekommst aber eine sehr gute (praktische) bezahlte Ausbildung, die (nur) 18 Monate dauert und danach hast du gute Chance in der Medienwelt zurecht zu kommen.

Um abschließend noch auf deine Frage zu antworten: Ich denke aber, dass das klappen könnte. Es wird ein harter steiniger Weg werden und ohne Kohle, Kontakte für Praktika oder kleine Setjobs, wird es sehr sehr schwierig dein Ziel zu erreichen. Lass dich davon aber nicht entmutigen. Wer weiß, vielleicht sehen wir eines Tages was von dir im Kino?

Grüße
Rockstar

jk86

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4

Donnerstag, 7. August 2014, 21:41

In deinem Text ist ein großer Widerspruch drin: Professionelle Regisseure zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit ihrem Job gutes Geld verdienen können. Dadurch wird es nötig, dass sie nicht nur arbeiten, wenn ihnen die zündende Idee kommt, sondern sie müssen Ideen haben. Die Kreativbranche ist offen für Quereinsteiger, aber wenn du nur Regisseur sein kannst , weil dich gerade die Muse küsst, wird es auf keinen Fall etwas.
Keiner kann das Ideen haben müssen einfach so bewerkstelligen - dafür gibt es eine Fülle von Kreativtechniken und etablierten Übungen, die man lernen kann. Ob man das nun als Filmstudent lernt oder als Autodidakt, ist egal.
Allerdings: Wenn du dir die Stellenanzeigen von Regisseuren anschaust, wird schnell klar, dass du einen Hochschulabschluss brauchst. Am besten natürlich in einem naheliegenden Fach, plus Praktika, Hospitantenstellen und Volontariaten. Als Regisseur jenseits von etablierten Film- und Fernsehanstalten und kommerziellen Bühnen wirst du wenig Chancen haben, genug Geld zu verdienen, um davon leben zu können. Die meisten Filmfirmen produzieren relativ kurze Beiträge, mit kleinen Teams, in denen reine Regisseure nicht unbedingt notwendig sind und deshalb die Posten, die am ehesten eingespart werden. Dann übernehmen Filmemacher die Regie, die sich das am ehesten zutrauen, oder die Regiearbeit wird im Team übernommen.
Wenn du Regisseur sein willst, dann sei es einfach - es ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Eigne dir alles an, was du für sinnvoll und wichtig hältst. Das ist eine ganze Menge, denn als Regisseur bist du Chef von allem (abgesehen vom Produzenten) und musst daher nicht nur die Schauspieler anleiten, sondern auch wissen, was technisch umsetzbar ist, du musst das Drehbuch genauestens kennen und die kulturellen Hintergründe, in die Zuschauer das Filmwerk setzen werden. Du bist Personalchef, Chefredakteur, Kaufmann, Künstler und Kritiker in einem. Gleichzeitig Psychologe, Dramaturg, Werbefachmann und Schauspieler. Ein enorm herausfordernder Job.
Nach Hollywood wirst du autodidaktisch wohl kaum kommen, die haben genug eigene, gute Regisseure, und es ist höchst zweifelhaft, oft du jemals einen Kinosommer-Blockbuster produzieren wirst. Aber du kannst dir immer noch als Filmer mit guten Ideen einen Namen machen. Das Web bietet ja glücklicherweise Veröffentlichungsformen jenseits hierarchisierter Fernseh- und Kinostrukturen, und wenn du da gute Konzepte hast, kann es durchaus was werden mit der Regiekarriere.

edit, zur Filmhochschule: Meines Wissens wird vorausgesetzt, dass du bereits kleine Filme oder Bühnenstücke realisiert hast, bzw. du solltest Arbeitsproben einreichen können. Das wäre also schonmal ein Ziel, das du anpeilen kannst.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »jk86« (7. August 2014, 22:02)


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Jackman

Pilotvonwesten

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5

Freitag, 8. August 2014, 12:47

Eure Beiträge Haben mich gestern den Schlaf gekostet :P . Hab die ganze Nacht darüber nachgedacht und mir natürlich Gedanken gemacht.
Das ist genau so wie in der Drogenszene. Du fängst erst klein an und nach und nach machst du dir einen Namen und dann machen sich die großen Bosse auf dich aufmerksam und du kannst großes Geld verdienen. Komisches Beispiel, ich weiß. Nur leider hab ich diese Erfahrung gemacht.
Wie schon jk86 gesagt hat muss ich als erstes einigen Filme zeigen, das ist ja wohl klar. Das wird ein langer und schmerzhafter Weg, aber es ist ein Weg da.

ToXic pictures

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Freitag, 8. August 2014, 13:31

Das ist genau so wie in der Drogenszene. Du fängst erst klein an und nach und nach machst du dir einen Namen und dann machen sich die großen Bosse auf dich aufmerksam und du kannst großes Geld verdienen. Komisches Beispiel, ich weiß. Nur leider hab ich diese Erfahrung gemacht.
Wie schon jk86 gesagt hat muss ich als erstes einigen Filme zeigen, das ist ja wohl klar. Das wird ein langer und schmerzhafter Weg, aber es ist ein Weg da.
Hinzu kommt, dass Fimemachen selbst eine Sucht ist :-D

Naja, also das Beispiel mit der Drogenszene ist ja so ein Bisschen Idealfall - American Dream mäßig. Wenn das so läuft, dann hast du natürlich großes Glück & es gab schließlich auch Leute (zB. der Rainer Werner Fassbinder), die haben das auf dem Weg geschafft.
Leider haben sich aber die Zeiten ein Bisschen geändert & das wurde ja auch schon angesprochen. Du musst heute mehr als genial sein, um dich gegen die Masse zu behaupten, denn selbst die fertigen Kommilitonen von den Filmhochschulen haben teils große Probleme überhaupt irgendwo unter zu kommen, weil der Markt recht stark gesättigt ist.

Der Haken an der Sache ist weiterhin, dass du deine Filme finanzieren musst. Und wenn du Filme präsentieren willst, die die Leute aus den Socken hauen, dann ist das schon eine ganz schöne Summe, die da auf dich zu kommt. Ich erlebe das ja selbst immer wieder... da hat man Semesterferien und schöpft schon aus einem großen Pool von Technik aus der Hochschule, Kommilitonen, die einen in Team unterstützen, und trotzdem hast du am Ende eine 4 stellige Summe auf der Kalkulation. Wenn du den Luxus der kostenlosen Technik nicht genießt, dann ist diese 4 stellige Summe nicht mal die Technik für einen Drehtag.

Was noch hinzu kommt bei einem Studium, was du nirgendwo sonst so genial nutzen kannst sind die Kontakte, die du knüpft & die sind es letztlich, die dir die Türen zur professionellen Welt öffnen. Ohne die Kontakte hast du keine Chance.
Der letzte riesige Vorteil des Studiums ist ganz klar der "geschützte Raum". Du kannst produzieren ohne permanent an die Vermarktung zu denken, du darfst und musst Fehler machen, die dir auf dem freien Markt sofort das Genick brechen, du darfst ausprobieren und Sachen machen, die unkonventionell sind. Weiterhin hast du Leute, die sich um deine Filme kümmern, diese auf geeignete Festivals einreichen und da hast du schnell eine Plattform und deine Filme werden von Leuten gesehen, die sich vielleicht mal an dich erinnern & schon sind wir wieder bei den Kontakten.

Letztlich zu der Angst Ideen haben zu müssen - ich kann da nur von meiner eigenen Hochschule sprechen... Da wirst du zu nichts gezwungen und hast sehr viel Zeit und sehr viele Leute die dich auf deinem Weg unterstützen. Letztlich ist Film eine Gemeinschaftsproduktion und ich stelle immer wieder fest, wenn ich mit Regisseuren an Projekten arbeite, wieviel diese in Sachen Ideen von den Gesprächen mit mir als Kameramann profitieren, wieviele neue Blickwinkel dich da eröffnen.

Klar ist aber, der Weg in die Filmhochschule ist nicht weniger schwer und steinig, aber wenn du den gemeistert hast, dann profitierst du unheimlich davon. Als Autodidakt sieht das, so wie ich das einschätze, mehr als düster aus.

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jono

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Dienstag, 12. August 2014, 20:45

Wenn ich dass hier alles so lese,dann frage ich mich ob oder was ich hier verstanden habe.

Will hier jemand in den Krieg ziehen.
Sieht hier jemand einen Berg von Problemen,die er erst einmal weg schaufeln muss um sich fragen zu können ,ist das überhaupt etwas was ich kann,was mir liegt,was ich will.

Ich mache es kurz.
Wo siehst du dein Talent in sachen Regie,was du ja brauchst wenn du der meinung bist nichts lernen zu müssen.

Wenn ich dir jetzt eine Geschichte erzählen würde,könntest du diese dann als Filmszenen vor deinen Augen schon sehen,oder müsste dir jemand ein Bilderbuch hierzu male.
Du verstehst was ich dir sagen möchte.

Nochmal,warum bist du der Meinung das die Regie dein leben ist.

innerer_zensor

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Mittwoch, 13. August 2014, 11:27

Ich möchte euch eines nicht vorenthalten. Vor einigen Tagen habe ich ein Interview mit Uwe Boll angesehen. Lassen wir den Regisseur und seine Filme mal außen vor. Was zum Thema passt ist am Ende ab Minute 41, da erzählt er über die Aufgaben des Regisseurs. Ich sehe das genauso wie Boll.


Zum anderen betone ich, was er nochmal gesagt hat. Es muss Leute geben, die sich in ihrem Bereich, manchmal ist das eben nur ein Metier, supergut auskennen und mit Herz dabei sind. Das vermisse ich heutzutage oft. Es kommen mir viele Filme unter, bei denen Regie und Autor eine Person sind. Aber weder das eine noch das andere ist Überragend. Bzw. am Ende sitzt man da, und weiß, das ist kein Film, den ich ein weites Mal ansehen werde. Ich glaube, diesen Fehler machen heute zu viele, Regisseure sind auch Autoren. Lieber sollten sich Regisseure auf die Regie konzentrieren, und nur das. (Selbstverständlich haben sie auf gewisse Weise überall ihre Finger im Spiel, was ja auch deren Aufgabe sein kann)



Gruß

innerer_zensor
Konstruktive Kritik ist dazu da, um an ihr zu wachsen.

Buddymobil

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9

Mittwoch, 13. August 2014, 11:45


Ich mache es kurz.
Wo siehst du dein Talent in sachen Regie,was du ja brauchst wenn du der meinung bist nichts lernen zu müssen.

Wenn ich dir jetzt eine Geschichte erzählen würde,könntest du diese dann als Filmszenen vor deinen Augen schon sehen,oder müsste dir jemand ein Bilderbuch hierzu male.
Du verstehst was ich dir sagen möchte.

Nochmal,warum bist du der Meinung das die Regie dein leben ist.
Ich sehe das genau so.
Gruß Buddy

.

www.buddymobil.de

Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter.

jono

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10

Mittwoch, 13. August 2014, 11:55

Erst einmal danke für die Info.

Meinung, der Uwe hört sich aber schon gerne selbst auch Reden.Muss er aber auch ,in der Position der Regie.

Einige sachen die er da erzählt (ab min41 ) waren mir als Kind schon bewust,als ich die anderen Kinder beim Cowboy und Indianer Spielen positionierte und die anweisungen gegeben habe wer was machen muss.Und wehe es hat nicht jemand das gemacht wie ich es mir vorstellte,dann wurde ich laut.

Nein aber,für den jemand dem das was Uwe hier sagt nicht selbstverständlich ist und erscheint (Stuhl anstatt Boden etc.) der hat auch im Film nichts zu suchen.

Für mich wäre das klar,aber wohl nicht für jeden.

MagnoliaDriver

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11

Mittwoch, 13. August 2014, 22:50

Zum anderen betone ich, was er nochmal gesagt hat. Es muss Leute geben, die sich in ihrem Bereich, manchmal ist das eben nur ein Metier, supergut auskennen und mit Herz dabei sind. Das vermisse ich heutzutage oft. Es kommen mir viele Filme unter, bei denen Regie und Autor eine Person sind. Aber weder das eine noch das andere ist Überragend. Bzw. am Ende sitzt man da, und weiß, das ist kein Film, den ich ein weites Mal ansehen werde. Ich glaube, diesen Fehler machen heute zu viele, Regisseure sind auch Autoren. Lieber sollten sich Regisseure auf die Regie konzentrieren, und nur das. (Selbstverständlich haben sie auf gewisse Weise überall ihre Finger im Spiel, was ja auch deren Aufgabe sein kann)

JanH

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12

Dienstag, 19. August 2014, 13:51

Ich mache es so: Filmregisseur sehe ich als Traum an, werde mich aber erst einmal auf Trampelpfaden bewegen, sprich: Studium in einem "richtigen" Fach abschließen. Währenddessen kann ich immer noch Filme machen; Robert Rodriguez hat bereits gezeigt, dass das Verhältnis hohes Budget & Filmqualität eine Illusion ist - zumal im digitalen Zeitalter alles noch viel günstiger ist, auch Kulturen/Eigenheiten verschwimmen, sodass man als unabhängiger Geist wiederum größere Chancen hat, sich durch eigene Gedanken von der Masse abzuheben (auch wenn sich das leichter schreibt als zu machen).

Wer wirklich das Zeug zu Hollywood hat wird dort auch landen, da bin ich mir sicher. Wenn das nicht das Ziel ist, sollte man sich tatsächlich fragen, wie oben schon angemerkt: Warum unbedingt Regisseur?

jk86

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13

Dienstag, 19. August 2014, 16:04


Wer wirklich das Zeug zu Hollywood hat wird dort auch landen, da bin ich mir sicher. Wenn das nicht das Ziel ist, sollte man sich tatsächlich fragen, wie oben schon angemerkt: Warum unbedingt Regisseur?

Na ja, Hollywood ist nur einer von vielen möglichen Narrativen. Hollywood ist sehr eng verknüpft mit Schlagworten wie american dream, manifest destiny und american way of life. New Hollywood setzte sich kritisch mit diesen Idealen auseinander, als die USA sich in den bisher tiefgreifendsten Umwälzungen ihrer Geschichte befanden.
Hollywood ist somit eine (teilweise verklärte) nationale Geschichtsschreibung und Identitätsstiftung. Hollywood vermittelt Werte, Codes und Ideale, die sich aus der US-amerikanischen Geschichte ergeben, für andere Nationen aber nicht zwangsweise richtig geschweigedenn kulturell verständlich sind. Man muss dieses System aber verstehen, wenn man damit Karriere machen möchte.
Andere Länder und Filmindustrien haben andere Narrative, die nicht richtiger oder falscher sein müssen als Hollywood. Es ist vielleicht nicht das hundert millionen Dollar schwere bombastische Popkornkino, aber seit wann ist das das Indiz für einen guten Film?

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Birkholz

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Dienstag, 19. August 2014, 16:37

War nur als Volksmund-Metapher gemeint. Dass Hollywood kein Qualitätsgarant ist zeigt sich ja schon an den Filmplakaten... aber die Leute fahren trotzdem drauf ab. Ist vielleicht auch der Zeitgeist...

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