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  • »Birkholz Productions« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 18. Juni 2009, 21:50

Filmstudium vs „The Independent Way“

Hier möchte ich mal ein allgemeines Thema in den Raum stellen, was den ein- oder anderen von uns in gewisser Weise beschäftigen wird.

Ich bin ein totaler Filmfreak, Filmemachen ist mein Hobby und der einzige Job den ich mir für mich vorstellen kann ist es, seine Ideen aufzuschreiben und zu verfilmen. Am meisten für mich geschaffen wäre also der Job des Drehbuchautors und Filmregisseurs.
Ich könnte ganz klar beim Hobby bleiben, will Filmen aber mein Leben lang voll und ganz meine Zeit widmen können. Alternativjobs kommen für mich eigentlich kaum in Frage. Man möchte natürlich auch von der ganzen Sache leben und trotzdem seine Träume verwirklichen können.

Nun zu meinem Anliegen:
Ich bin momentan an meinem Abitur und strebe danach ein Filmstudium an einer der deutschen Filmhochschulen an. Würde auch gerne direkt nach Amerika gehen, habe mich aber damit noch nicht direkt auseinander gesetzt und habe nur im Hinterkopf, dass man dort schon ordentlich Kohle haben muss, um sich solch ein Studium überhaupt erst leisten zu können.
Bei einem Studium auf einer Deutschen Filmhochschule ist ja alleine die Aufnahme schon mal ein ganzes Stück. Man muss gewisse Vorraussetzungen erfüllen (weshalb ich mich momentan überhaupt erst mit dem Abi quäle), muss Filmpraktika im Voraus absolvieren und eine harte Aufnahmeprüfung meistern. Schafft man es, dann studiert man meines Wissens durchschnittlich ca. 8 Semester (vier Jahre) und sammelt einiges an Erfahrung in Theorie und Praxis. Während dem Studium, wobei man eine eigene Wohnung, Studiengebühren und andere Kosten decken muss, ist ein Nebenjob schon vorprogrammiert.
Anschließend stellt sich mir die Frage: Was kommt danach? Ich höre immer wieder, dass viele nach dem Studium erst mal arbeitslos sind und das ein Studium keineswegs der sichere Weg in den Filmbereich ist.

Dann gibt es natürlich als Alternative noch den „Quereinsteigerweg“. Viele von uns bestreiten diesen Weg ja jetzt und hier schon, indem sie neben einem „normalen“ Job fleißig an ihren filmischen Qualitäten arbeiten und Amateurfilme produzieren. Doch inwiefern hat man mit diesen Amateurfilmen eine Chance von Produktionsstudien entdeckt zu werden? Ist so was überhaupt realistisch?

Das Talent will ich hier gar nicht in Frage stellen. Meine Frage lautet eher, wie der Weg dahin zu beschreiten ist. Was sind Vor- und Nachteile der verschiedenen Wege? Festes Einkommen und Filmen als Hobby, oder Filmstudium und ungewisses Einkommen? Was ist besser? Was habt ihr für Erfahrungen machen können? Gibt es hier im Forum Filmstudenten oder Leute die vorhaben zu studieren, bzw. Leute die gezielt den entgegengesetzten Weg eingeschlagen haben?

Freue mich auf eine angeregte Diskussion, die hier im Forum meiner Meinung nach zu kurz kommt.

2

Donnerstag, 18. Juni 2009, 23:22

Also ich habe mir auch schon öfters diese Frage gestellt! Ich würde auch gerne mehr darüber erfahren.
Allerdings hätte ich direkt noch ein paar fragen. Mit dem Thema habe ich mich immer nur gedanklich beschäftigt also noch nicht wirklich recherschiert.
-Du hast von einer der Filmhochschule in Deutschland gesprochen! Brauch man da denn auch irgendwelche "schulischen" Vorrausetztungen die man haben muss außer ein Abitur? Denn wenn man z.B.: Mediziener oder so werden will ist ja ein latinum Voraussetztung. Ich würde das gerne wissen, da ich in der 9. Klasse bin (komme jetzt in die 10.). Und in der 10. muss ich die Fächer für die Oberstufe wählen.
Brauche ich bestimmte dafür?

Aber sonst freue ich mich auch schon auf die folgenden Posts und ich denke du hast mit dem Thread genau das erstellt, was sich die meisten jüngeren hier aus dem Forum schon öfters Fragen :thumbsup:

MfG
C4m4N

Mr Dude

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3

Donnerstag, 18. Juni 2009, 23:40

Die Filmhochschulen setzen teilweise nicht mal das Abi voraus... Die wollen Vorerfahrungen und keine Matrizenrechnung :D Praktika und Vorzeige-Filmchen von dir, sind alles was die wollen. Wobei gerade die Aufnahmethemen teilweise dermaßen hart sind, dass sie sich manchmal nur bearbeiten lassen, wenn man echt gar nichts anderes zu tun hat... ZB mehrere fertige Filmthreatments für Filme in Spielfilmlänge, wo ich dann immer denke, dass die die Ideen der nicht genommenen an Produktionsfirmen verscherbeln :D

Prinzipiell würde ich jedoch bei den Leistungskursen im Abi auf künstlerische Fächer gehen, also kein Mathe sondern eher Deutsch, Englisch oder Geschichte... Halt Fächer die dich als Filmemacher interessieren könnten, wobei ich nicht wüsste, dass die auf deine Leistungskusre Wert legen... Die Kriterien sind natürlich auch von Schule zu Schule unterschiedlich.
Aktueller Film: "Zwei Donuts schlagen zurück" Filmthread

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4

Freitag, 19. Juni 2009, 00:38

Die Kriterien sind natürlich auch von Schule zu Schule unterschiedlich.
Falls dazu jemand im Vergleich auch mal jemand eine Art Zusammenfassung hätte, wäre ich mehr als dankbar!
Habe (als absoluter Mathepro - nicht) natürlich auch eher künstlerische und sprachliche Fächer gewählt, die mir in dem Sinne auch liegen. Finde am Deutschunterricht übrigens SCHLIMM, dass man mit uralter Kunstliteratur gequält wird und der eigentliche Aspekt des Schreibens und Geschichtnerzählens völlig vernachlässigt wird. Kreativität ist in dem Deutschen Bildungssystem ohnehin total "unerwünscht", wie ich das Gefühl habe.
Ich wäre wie gesagt dankbar für eine Zusammenstellung der Bildungswege und Studiengänge/Schulen in Deutschland, die mit dem Medium Film zusammenhängen, mit jeweiligen Voraussetzungen um aufgenommen zu werden, Aufnahmeprüfungen, Qualität und Nutzen der Einrichtung mit möglichen Zukunftschancen nach erfolgreichem Abschluss, Finanzierung und Vor- sowie Nachteile.

Solch eine Zusammenstellung wäre genial, zur Entscheidung seines weiteren Werdegangs und dürfte für einige hier von Interesse sein! :)

Hoffe auch von Alternativwegen, die so mancher hier eingeschlagen hat. Immerhin dürften wir auch einige hier haben, die (mittlerweile auch) beim "professionellen" Film tätig sind und es vielleicht auch so geschafft haben.

Thom 98

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5

Freitag, 19. Juni 2009, 08:14

Ich muss leider gleich weg, aber ich kann dir empfehlen dir mal die Filmfellas anzuschauen. Ist echt sehr interessant und in einigen Episoden reden sie auch ausführlich über "neue" Wege für Distribution, z.B. im Internet. Es geht viel um Self-Promotion und wie man sein Publikum im Netz finden kann und damit dann am Ende auch Geld verdienen kann.
Das wäre eben eine Alternative zum normalen Filmstudium, das ich eigentlich auch vorhatte. Doch zum Glück habe ich noch ein paar Jahre bis ich mich entgültig entscheiden muss und wenn ich mir auschauen, wie schnell das das Web in den letzten 5 Jahren entwickelt hat, kann ich mir gut vorstellen, dass es bald auch dort einige interessante Wege zu bestreiten gibt.

6

Freitag, 19. Juni 2009, 08:36

Vorneweg sei gleich mal gesagt, dass ein Platz an einer Filmhochschule zu ergattern, einem Lottogewinn gleichkommt. Insofern sollte man immer den Plan B in der Tasche haben und ich halte es ganz besonders auch in diesem Bereich für sinnvoll, erstmal eine fundierte Ausbildung im Medienbereich zu haben und sich dann bei einer Filmhochschule zu bewerben. Zum einen sind Vorkenntnisse immer gern gesehen (so dass man mit Lebenserfahrung und ohne Blauäugigkeit an die Sache geht), zum anderen hat man so schon was in der Tasche falls der wahrscheinlichste Fall eintritt und man Ablehnungen bekommt.

Eine Ablehnung, auch wenn die Hochschulen das gerne so darstellen, bedeutet nicht, dass Du als Künstler gescheitert bist. Sie haben so ihre eigenen Maßstäbe, die wahrscheinlich kein Außenstehender versteht. Du warst wahrscheinlich nicht formbar oder abgehoben genug in ihren Augen.

Fakt ist jedenfalls, dass ein Filmhochschulabschluss nicht heißt, dass Du ein besserer Filmemacher bist, als einer, der nie eine besucht hat. Ich hab einen Absolventen der KHM mal am Set erlebt und mir nur gedacht, dass wenn so was da sein Diplom bekommt, ich niemals auf diese Schule wollen würde ...

Allerdings öffnet einem solch ein Abschluss natürlich mehr Türen in der Branche. Man kann sich auch - je nach gewünschtem Zielberuf - über Set-Jobs hocharbeiten, man braucht aber einen langen Atem und ggf. ein finanzielles Polster, da grad die Einstiegssachen miserabel bezahlt werden.

Nur über die eigenen Filme was zu erreichen, halte ich für völlig illusorisch, bzw. wenn die Filmhochschulannahme schon einem 5er oder 6er im Lotto gleicht, dann ist es hier der 6er mit Zusatzzahl und noch gewonnenem Spiel77 und Super6. Du wirst u.a. wahrscheinlich gar nicht die finanziellen Mittel und/oder notwendigen Connections haben, um so ein Werk drehen zu können, was richtig die Aufmerksamkeit bekommt ...

NHP

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7

Freitag, 19. Juni 2009, 11:46

filmhochschulen in deutschland haben ein großes problem.
Die filmhochschulen sind "kommerzialisiert",wenn man das so sagen kann. die nehmen ja, wenn man sich das so anschaut, eigentlich nur leute, wo man sich fragt: "warum will der eigentlich noch aufne filmhochschule?"
wenn man an der filmhochschule einen film dreht und gewinnt damit z.B. bei einem wettbewerb muss man von der gewinnsumme die genutzte technik bezahlen und zwar zu konditionen wie beim verleih. die filmhochschulen verdienen geld mit diesen leuten...
desweiteren ist das studium selbst unglaublich unaussagekräftig. ich hab das so von internen mitbekommen wie das in ludwigsburg läuft...
da gibts einen dozenten, bei dem läuft das so: für gute filme gibts eine 1- für schlechte filme eine 1-2 und eine 2 für nicht abgegebe arbeiten. immer...
d.h. nicht zwangsläufig, dass das alle so machen, aber die tendez ist da und sowas weiß man in der branche. da kommst du dann an und bewirbst dich mit einem schnitt von 1,2 und wirst erstmal schief angelächelt...
es gab in der geschichte der filmhochschule ludwigsburg nur eine einzige person, die den abschluss nicht bekommen hat. der typ is nämlich vor den prüfungen gekickt worden, weil er nebenher kommerziell gearbeitet und einer der sfx-supervisors bei "independence day" war...

no comment at all...

Frederik Braun

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8

Freitag, 19. Juni 2009, 12:11

Generell denke ich genauso über das Thema wie du, will auch in die Richtung Drehbuchautor gehen, wobei ich parallel auch weiter als Schauspieler und Cutter arbeiten möchte.

Ich hatte das Glück zusammen mit dem restlichen "Chorambo"-Team vor zwei Wochen die Filmhochschule in Babelsberg zu besichtigen, an manchen (Schauspiel-)Kursen teilzunehmen und mir ein paar Abschlussfilme zu Gemüte zu führen. Am Ende war für mich klar: Hier möchte ich hin - nicht unbedingt nach Babelsberg (nur aufgrund der Entfernung, ansonsten eine riesige und geniale Hochschule!), aber allgemein auf eine Filmhochschule. Mir geht es also ähnlich wie dir.

Tendentiell ist sowas auch keine schlechte Sache. Viele Absolventen können durch die während des Studiums erlangten Kontakte auch nach dem Abschluss in der Film-Welt weiter bestehen, einige schaffen auch den Sprung ins TV- oder Kino-Businness (einer der Abschlussfilme war sogar für den Kurzfilm-Oscar nominiert!). Aber wenn du denkst direkt nach dem Abi - vielleicht nach einem Praktikum (was ich auch gerade mache) - auf die Filmhochschule zu gehen, muss ich dir knallhart sagen: Vergiss es! Mach erstmal eine Ausbildung als Mediengestalter oder Ähnliches oder studier Medientechnik oder Design auf einer staatlichen Hochschule. Dann erst hast du Chancen. Und wenn es dann nicht klappen sollte, hast du wenigstens einen Abschluss bzw. eine Ausbildung in der Tasche.
Hab mich kurz mit dem Präsidenten der HFF unterhalten und der meinte auch, dass fast alle Studenten zu Beginn zwischen 24 und 26 Jahre alt sind (abgesehen von denen in Fächern wie Schauspiel z.B.) und daher entweder schon im Medienbereich gearbeitet haben oder durch ein Studium andere Erfahrungen sammeln konnten.

Aber generell sag ich dir: Streb diesen Weg an, lass dir deine Träume nicht durch Sätze wie "Das ist nicht sicher genug, studier was Anständiges." kaputt machen.

Kajika

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9

Samstag, 20. Juni 2009, 09:46

Jau, es ist wirklich ein harter Weg bis nach oben.

Ich selber strebe auch ein Studium an der Filmakademie in Ludwigsburg an. Ähnlich wie Birkholz gibt es auch bei mir kaum Alternativen, ich WILL etwas in der Filmbranche tun. Ob Animation oder Regie weiß ich noch nicht genau. Es wird auf jeden Fall nicht leicht, da mache ich mir keine Illusionen, aber ich denke wenn man hart arbeitet und mit ein bisschen Glück kann man es auch schaffen und gerade eine Filmakademie ist der beste Start in die Filmbranche, denn gerade durch das Studium dort bekommt man die Kontakte.
Viele der Dozenten sind ja auch schon aus der Filmbranche und gerade durch Akademien werden die eigenen Werke am besten publiziert. Gerade wenn man mit dem Abschlussfilm für Preise nominiert ist und diese sogar gewinnt, dann sind das die besten Aushängeschilder für eine spätere Karriere.

Schattenlord

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10

Samstag, 20. Juni 2009, 11:54

Okay, jetzt möchte ich mal meine Meinung kund tun. Um das Fazit gleich einmal vornweg zu nehmen, ich bin genau der gleichen Meinung wie Birkholz.
Mein größter Traum, und absoluter Herzenswunsch ist es, einmal Filme zu produzieren und davon auch leben zu können. Nun muss man sich aber einmal die Frage stellen, wieso. Man muss selbst wissen warum. Klar, einerseits ist da der Spaßfaktor, es macht einfach höllisch Fun einen Film zu produzieren. Man kann seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Bei mir ist es so, das ich sehr fantasiereich bin (in jeglicher Hinsicht hehe ^^). Während andere im Kindergarten noch mit Autos spielten, saß ich in der Ecke und laß Harry Potter und der Stein der Weisen. ;) Verrückt. Lesen war von Anfang an mein allergrößtes Hobby, einfach, weil ich dort in Fantasiewelten verschwinden konnte, mit den Darstellern mitfühlen und mitkämpfen konnte, und es absolut spannend ist. Ich habe dahingehend auch ein sehr gutes Vorstellungsvermögen. Wenn ich lese, dann stell ich mir das alles gleich in Filmform vor - verrückt, ich sags ja. ^^ Naja, irgendwann kam ich auf die Idee - hey, wie kann ich denn eigene Geschichten anderen näher bringen? Ich wollte von Anfang an meine Fantasie auf andere übertragen. Schreiben konnt ich da noch nicht so, also probierte ich es mit Comics. ^^ Klappte auch nicht so ganz, bin halt kein allzu großer Zeichner. Nebenbei fing ich an mit der Kamera meines Großvaters kleine Filme zu drehen. Irgendwann passierte das, was passieren musste - genau, ich drehte meinen ersten Kurzfilm, STAR WARS - Der Schatz der Jedi. :D :D :D
Schon ewig her. Langsam aber sicher wusste ich, das ich damit mein Hobby gefunden habe. Nicht nur mein Hobby, sondern auch mein Ziel. Filme sind das beste Mittel um seine Fantasie mit anderen zu teilen. Ich begann mit dem schwierigsten aller Bereiche - der 3D Animation. (Fragt bitte nicht, woher ein 10-jähriger ein 3D Programm hatte. ^^) Naja, irgendwann musste ich ja zwangsläufig auch mal die Worte "Lichtschwert Tutorial" bei Google eingeben. Mit Erfolg hehe. Über die Jahre weg versuchte ich mir immer mehr Kenntnisse im Bereich Film anzueignen. Und das ist einfach das schöne beim Film - es ist nie das Gleiche, und man lernt IMMER was dazu. Ich bin einfach lernbegierig. Jedenfalls in der Hinsicht. Denn leider passierte es auch, das ich das Thema Schule immer mehr vernachlässigte, um irgendwelchen Tutorials auszuprobieren und andere Dinge zu lernen. Ich muss sagen, ich ging vorsichtig an das Thema Film heran. Damals konnte ich mir noch nicht vorstellen, Film einmal beruflich zu machen. Schon weil meine Eltern absolut dagegen waren. Sie sagten, "such dir einen vernünftigen Beruf, das wird eh nichts. Denk realistisch!!" Es gab sehr viel Streit um das Thema, und den gibt es immer noch. Aber ich denke realistisch. Jedenfalls realistischer als sie.
Ich bin der Meinung, wenn man wirklich fest an eine Sache glaubt und sich dieser hingiebt, nicht aufgibt und immer versucht das Beste zu geben, wenn man sich nicht unterkriegen lässt und eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein mitbringt, und an seinem Glauben festhält, dann ist alles Möglich im Leben. Alles. Nur weil der Bereich Film nicht gerade einfach ist und es nur die wenigsten nach ganz oben schaffen (nicht immer die Besten, und auch nicht immer die, die es eigentlich verdienen), heißt das nicht, das man es deshalb nicht versuchen sollte. Ich werde nicht aufgeben. Mein Ziel ist es nicht irgendwie nach ganz oben zu kommen, oder immer irgendwelche Preise oder was weiß ich abzuräumen, mein Ziel ist es schlicht und einfach, Leute zu faszinieren, mit Fantasie und mit Bildern. Und damit sind wir wieder bei der Ursprungsfrage. Wie erreich ich das?
Es gibt nunmehr viele Wege die nach Rom führen. Filmhochschule ist halt das eine und genau deshalb quäle ich mich auch noch mit dem Abi rum, wie es Birkholz schon so schön formulierte. ^^ Die Filmhochschule Babelswerk ist wirklich ein Prachtexemplar, da muss ich Freddy zustimmen. Ich war letztes Jahr zum Tag der offenen Tür dort und werde auch dieses Jahr wieder hingehen (wollen wir eine Amateurfilm-Forum-Gruppe bilden? ^^) Im Moment seh ich auch keinen anderen Weg, wie ich sonst das Ziel erreichen könnte. Klar, gibt noch den Quereinstieg, aber leider ist da die Wahrscheinlichkeit auf der Strecke zu bleiben viel Größer. Es gibt auch einige, die haben gerade jetzt durch das Forum schon einige sehr gute Kontakte knüpfen können. Ich auch.
Ich habe mit sehr vielen Leuten gesprochen. Studenten, ausgebildeten Regisseuren... Alle haben ungefähr das Gleiche gesagt: Der Weg ist lang und steinig. Nicht aufgeben ist die Devise. Man muss sich irgendwie durchschleichen und nach oben hinarbeiten. Auf den ein oder anderen Wege. Am liebsten würde ich ja mit der Schule ganz aufhören und sofort loslegen. Aber da sind dann auch meine Eltern wieder, die halt genau das nicht gutheißen. Es ist schade. Genau deshalb hab ich schon ein Ein-jähriges Praktikum fallen gelassen, bei jemand, der genau dort ist, wo ich hin will (Namen spielt jetzt mal keine Rolle. ;) )
Wie auch immer, ich finde diese Diskussion sehr interessant und werde dabei bleiben, denn auch mich interessiert das, was Birkholz interessiert. ^^

Aber eins sollte sich jedem Bewusst werden, der Weg ist wirklich hart. Und man sollte mit ganzem Herzen und Gewissen dabei sein. Man muss auch daran glauben, das man etwas schaffen kann. "Selbst der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern..."
;)

Schattenlord

P.S.: Ahja, Birkholz, finde gut, das du das Thema nochmal aufgegriffen hast, hatten wir ja schon mal . ;)
P.P.S: Ich empfehle den folgenden Bericht sich mal durchzulesen: *Klick* Wirklich interessant!


Letztes Projekt - unser Film Noir Kurzfilm "FALSCH":
Epic Vision Pictures - FALSCH - Kompletter Film Noir Kurzfilm Online!

Der Unaussprechliche

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11

Samstag, 20. Juni 2009, 12:24

Viele haben hier schon noch eine sehr romantisierte Vorstellung von dem ganzen. Aber die meisten verstehen schon ganz gut wies läuft. Erstens braucht man praktische Erfahrungen, so viele wie möglich. Und auch wenn viele was anderes sagen, man darf sich auch nicht zu schade sein, mal bei nem Set am Catering oder als Fahrer zu helfen. Nur muss man auch vorrankommen, also man sollte versuchen sich mit jedem Praktikum zu steigern. Wer nach dem 3. Praktikum immer noch Kaffee kocht, sollte sich überlegen wie ihn das weiterbringt. Dennoch sollte man am Anfang annehmen was man bekommt, weil besonders der Einstieg ist schwer, wenn man bereits ein paar Sachen hat wirds bedeutend einfach. Ausserdem kommt man an viele Stellen auch nur über Leute die man kennt. Da darf man dann auch nicht zu schüchtern sein und muss Leute bitten die man vielleicht auch nicht so gut kennt, ob sie einem nicht einen Gefallen tun können. Alternativ zu Praktika ist eine Ausbildung oder ein verwandtes Studium natürlich auch super.

Dann das zweite ist ein gewisses Alter, unter 23, 24 hat man an ner Filmhochschule eigentlich keine Chance. Der Großteil wird auch beim ersten Mal abgelehnt, um zu sehen ob man es wirklich will und es nochmal versucht.

Der dritte wichtige Punkt ist dann das eigentliche Talent. Und genau da scheitern dann auch viele, trotz ihrer praktischen Erfahrungen. Wobei es dabei auch nur um das Talent geht, dass man in den Augen der Filmhochschulbetreiber hat. Wie talentiert man wirklich ist, steht auf einem anderen Blatt. Was auffällig ist, ist das Leute die irgendeine bewegte Vorgeschichte haben (Migrationshintergrund, Ausgefallenes vorheriges Berufsbild, etc), gerne genommen werden. Wer sowas nicht hat, muss in anderen Bereichen punkten.

Mit Aussagen wie, trotzdem schafft mans, wenn man sich reinhängt etc halt ich mich nochmal zurück, ich werde alles versuchen um da hinzukommen wo ich hin will. Aber obs wirklich klappen wird kann ich nicht sicher sagen, dafür bin ich nicht optimistisch genug. Momentan ist das Medium Film für mich sowieso in einer Krise (gehts noch jemanden so?), alles was rauskommt scheint irgendwie belanglos zu sein, alles schonmal da gewesen, wo bleibt DER Film, der einen komplett umhaut und neue Wege aufzeigt? Für sowas müssten vermutlich die jungen Leute rangelassen werden, werden sie aber nicht.

Aber ich bin wirklich gespannt, würe mich gar nicht mal wundern, wenn man den ein oder anderen, den man aus dem Forum kennt in 10 Jahren im Abspann eines Kinofilms wiederfindet.

RMSTUDIOS

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12

Mittwoch, 9. September 2009, 09:35

das problem, selbst wenn du es bis zum vorsprechen schaffst, kommt noch... die meisten filmhochschulen sind privater natur... somit werden die nicht gefördert.. und 8000 euro/ jahr muss man dafür erstmal zusammenlümmeln... es gibt in deutschland nur wenige staatlich anernkannste, geförderte filmhochschulen.... und diese sind von der leistung her nicht unbedingt immer dieselbe "klasse" private...

13

Montag, 21. September 2009, 22:58

Hallo! Ich bin unrigens neu hier! Ich habe mich jetzt einige Tage eingelesen und finde euch top!
Aber das nur am Rande.

Ich habe exakt auch siese Situation. Ich habe gerade Abi gemacht, und möchte auch den Film zum Beruf machen. Zumindest träume ich davon. Träumen darf man ja. Ich bewerbe mich gerade, sozusagen als ersten Schritt um einen Ausbildungsplatz zum Mediengestalter Bild und Ton. Also Kamera-, Ton-, Schnitt-, Sendetechnik und Licht sowie Hörfunk. Danach möchte ich auch gerne an eine Filmhochschule (HFF München, HFF Konrad Wolf Potsdam [bald: Babelsberger Film Universität], DFFB Berlin, oder, oder, oder,...) Die Bewerbung ist natürlich happig, aber da ich ein recht schlechtes Abitur habe (3,5 mit LKs Musik, Französisch, Chemie) setze ich voll und ganz auf meine dann wahrscheinlich vorhandene "Berufserfahrung" und mein technisches Know-How, dass ich einen Bomben-Bewerbungsfilm auf den Tisch knalle, und sie mich nehmen MÜSSEN!

Allesdings bin ich dann nach dem Studium ja auch nicht weiter. Ich stehe erstmal wieder im Regen, und habe keinen festen Job. Und freiberuflicher Künstler in diesen beinharten Zeiten...das ist nicht ohne! Deshalb bin ich gerade stark am zweifeln, ob das der richtige Weg ist!

Übrigens: Bei der HFF München haben die Studenten für ihre Abschlussfilme im Schnitt 400.000€ Budget...nur so.

Auf Youtube gibt es viele Bewerbungdsfilme für die drei genannten Hochschulen, einfach mal suchen.

nächtlicher Gruß aus dem wunderbaren Mainz am Rhein.

SR-Pictures

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14

Montag, 21. September 2009, 23:07

aber da ich ein recht schlechtes Abitur habe (3,5 mit LKs Musik, Französisch, Chemie)
Ich glaub der Schnitt ist dafür egal. Ich habe 1,9 und was bringt es mir? Die Bewerbung ist die selbe, NC gibt es nicht... aber warum 3 LKs? Bei uns gab's nur 2!

Allesdings bin ich dann nach dem Studium ja auch nicht weiter. Ich stehe erstmal wieder im Regen, und habe keinen festen Job.
Hab ich hier glaub ich schonmal geschrieben. Wennste von der hff gehst, haste einen Namen, da kommt der Job von alleine...

Übrigens: Bei der HFF München haben die Studenten für ihre Abschlussfilme im Schnitt 400.000€ Budget...nur so.
Bestätigt obere These!





Kajika

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15

Montag, 21. September 2009, 23:25

Hi allerseits, lange nichts mehr geschrieben ^^

Ich habe die letzten zwei Wochen auf einem Filmset gearbeitet, um genau zu sein bei einem Diplomfilm eines Regiestudenten der Filmakademie Ludwigsburg.
Dort kam ich natürlich mit vielen LEuten in Berührung (bzw. bin immer noch in Kontakt) welche schon mit beiden Beinen im Filmbusiness stehen, unter anderem dem Schauspieler Tim Bergmann , Produzent Teymour Tehrani und Kameramann Wolfgang Busch .

NAtürlich ahbe ich mich viel über die verschiedenen Wege ins Filmbusiness erkundigt und was ich vorallem erfahren habe ist, das der "Independent Way" gerade in Sachen Regie so ziemlich unmöglich ist. Zwar gibt es immer wieder Ausnahmen wie Tarantino, Kevin Smith oder Neill Bloomkamp, doch im Großteil ist es aussichtslos.
Da hat man als VFX Artist oder Schauspieler bessere Chancen.

Bei den Filmakademien sieht es meistens so aus dass 50% der Regieabsolventen es schaffen und von ihrer Arbeit leben können. Manche haben das Glück direkt von der Akademie abgeworben zu werden, viele unterbrechen ihr Studium auch für ein Jahr da ihnen Jobangebote gemacht wurden (Unser Tonassistent hat uns nach 2 Tagen verlassen da er einen Job in München angeboten bekommen hat, danach setzt er sein Studium fort).

Die meisten Diplomfilme werden durch richtige Produzenten wie zB Teymour Tehrani unterstützt (er wird von der Filmaka bezahlt), gerade sowas bringt dann auch genug Connections mit sich, womit man bei einem weiteren Punkt wäre: Connections sind das A und O. Ohne sie ist es schwer nach abgeschlossenem Studium Arbeit zu finden. Große Filmakademien bieten aber zum Glück reichlich Angebot in der Richtung.

Boony

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Dienstag, 22. September 2009, 12:43

... aber warum 3 LKs? Bei uns gab's nur 2!
Wir haben das gleiche System. Man wählt 3 Leistungskurse und stuft dann einen ab, das heißt, man hat weiterhin Leistungskursniveau unterricht, muss aber nur Grundkursleistungen - Prüfungen - bringen.


Ich denke auch über die ganzen Möglichkeiten nach, bin erst in der 12 und ganz froh darüber, dass ich mich nicth von heute auf morgen entscheiden muss, auch wenn man natürlich überall seine Fühler ausstracken sollte.
Magie ist für die, die nicht daran glauben
-Robert Pfaller- "Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft"

Nisel

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Dienstag, 22. September 2009, 18:09


Ich habe die letzten zwei Wochen auf einem Filmset gearbeitet, um genau zu sein bei einem Diplomfilm eines Regiestudenten der Filmakademie Ludwigsburg.


Darf man fragen wie es zu der Ehre kam? :thumbup:


auf regie.de gibts mehrere Erfahrungsberichte über Filmakas
Zum Beispiel dieserErfahrungsbericht der DFFB LUDWIGSBURG Aufnahmeprüfung 09

Irgendwo gabs auch einen sehr netten Bericht über einen Filmstudenten der es nach München geschafft hat. Finds aber gerade leider nicht :huh: .
Edit:
Gefunden

Wie ja schon gesagt wurde, wenn ihr bei einer Filmakademie genommen werdet seid schon echt gut, allerdings ist dafür die Praktische Erfahrung sehr wichtig. Deshalb wird in Ludwigsburg beispielsweise mindestens 1 Jahr Praktikum für Regie gefordert. Für Produktion sogar 2 Jahre. Reines Praktikum!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nisel« (22. September 2009, 18:18)


DecoyCollective

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Donnerstag, 8. Oktober 2009, 12:49

ich habe mich dieses jahr für zwei filmschulen in der schweiz beworben (die einzigen deutschsprachigen staatlichen filmschulen der schweiz). leider habe ich von beiden eine absage erhalten. begründung bekommt man leider keine.

damals war ich extrem angepisst, dass ich nicht genommen wurde. unterdessen habe ich jedoch mit diversen leuten gesprochen, die langjährige professionelle erfahrungen im filmbusiness haben und JEDER hat gesagt, dass mir eine filmschule genau nichts gebracht hätte und dass ich mich dort nur gelangweilt hätte, dass es zeitverschwendung gewesen wäre und dass ich besser meine eigene firma gründen und mein eigenes ding durchziehen soll. das sehe ich unterdessen auch so.
es wäre wohl wirklich zeitverschwendung gewesen, denn wenn ich selbst ne firma hab und ständig eigene produktionen mache, bin ich in drei jahren wohl schon viel weiter als nach drei jahren filmschule. vor allem wenn man beachtet, wie grottenschlecht gewisse abschlussfilme von den filmschulen sind. und für sowas drei jahre verlieren?
klar, manchmal wünschte ich mir schon auch mehr theorie-wissen in gewissen bereichen wünschen. aber an dieses wissen kommt man auch durch gute bekanntschaften. und somit sind wir beim - meiner meinung nach - wichtigsten, um gut und erfolgreich zu werden: so viele eigene produktionen wie möglich machen (=learning by doing), auf andere filmsets arbeiten gehen (gibt neue connections) und gutes networking betreiben (gute kontakte können bei fragen weiterhelfen, jobs vermitteln etc.)... so lernt man sicher am meisten.

und noch ein tipp aufgrund meiner erfahrungen: mach NIE, NIE, NIE eine privatschule! insbesondere nicht die SAE (=grösster witz den ich je gesehen habe)!

Mac Mave

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19

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 13:13

Vielleicht ist das für manche der falsche Weg, ich bin der Meinung dass ich mit meinem "Hobby-Weg" genau richtig bin. Ich sehe diverse Filmteams die einfach den Arch hochkriegen "echte" Schauspieler zu casten und dann einfach einen Film zu drehen, koste es was es wolle. Und diese Filme erscheinen dann bei Labels und da bleibt mit der Zeit auch der ein oder andere Groschen hängen. MatadorFilm ist ein gutes Beispiel. Die Filme werden besser, professioneller. Da wird mit Ittenbach zusammengearbeitet ect. Die Jungs haben Spass an dem was sie machen und sind auf dem besten Weg. Nach dem Filmstudium davon Leben zu MÜSSEN und vielleicht Sachen zu filmen die mich überhaupt nicht interessieren - nein Danke!
Ich kann von meinen VFX Arbeiten für andere Filmteams auch nicht leben, aber es ist der Spass der mich antreibt. Als VFX Mann irgendwo sitzen und ein beschissenes Musikvideo bearbeiten müssen- ebenfalls nein danke!
Ich liebe Film und alles was damit zu tun hat, aber ich könnte mir niemals vorstellen nur um davon leben zu können Dinge zu tun, auf die ich keinen Bock habe. Der Vorteil der Quereinsteiger mag wohl die Freiheit sein zu tun was man will und das werde ich niemals aufgeben wollen, auch wenn solche Anfragen schon kamen.
Mit der richtigen Nase fürs Geschäft, einer prise Glück und dem nötigen Talent sehe ich die richtige Mischung um irgendwann davon leben zu können, zumindest ist das der Weg den ich gehen will.

Edit: kommt mir gerade: ihr glaubt gar nicht welcher Amateur Schwachsinn auf DVD raus kommt, ich hab hier Filme im regal die hätte jeder 14jährige mit seinen Freunden besser gedreht und trotzdem ist der Mist bei einem Label erschienen und bestimmt auch der ein oder andere Euro geflossen. Von den Steuergeld-Kulturfonds-Abschlussfilmen irgendwelcher Studentenfilme hab ich herrlich wenige gesehen, ausser von Emmerich vielleicht. Connections sind die nächste Sache, da sind wir wieder bei Punkt eins: irgendwo einen Werbespot oder da ein Musikvideo - zwar durch Connections bekommen, aber mein Traum sieht anders aus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mac Mave« (8. Oktober 2009, 13:19)


DecoyCollective

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Donnerstag, 8. Oktober 2009, 13:39

Nach dem Filmstudium davon Leben zu MÜSSEN und vielleicht Sachen zu filmen die mich überhaupt nicht interessieren - nein Danke!

naja, das seh ich etwas anders... auch als quereinsteiger muss man häufig sachen machen, die einem nicht wahnsinnig interessieren, sobald man das ganze nicht mehr nur als hobby betreiben will.
und ich bin halt mittlerweile bei nem punkt angelangt, wo ich das ganze nicht mehr kann und will als hobby machen. denn einen 100% hauptjob zu haben und das ganze video-zeug in der freizeit zu machen, geht irgendwann extrem an die substanz (musste ich merken, als wir bei nem grossen auftrag ca. einen monat lang jeden abend nach der arbeit bis um mitternacht daran arbeiten mussten). und auf sowas hab ich keine lust mehr und ich hab auch die energie dazu nicht mehr.
und klar, wenn man davon leben will und nicht ein übernatürliches wunderkind-supertalent ist, wird man vor allem anfangs sicherlich jede menge aufträge machen müssen, die einem langweilen. aber ich seh das eben so: wenn man aufträge hat, die zwar nicht wahnsinnig spass machen, jedoch gut bezahlt sind, kann man dafür zwischendurch schlecht oder unbezahlte projekte realisiseren, bei denen der spass im vordergrund steht.

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