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HansSchulte

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101

Donnerstag, 12. Januar 2017, 15:22

Ich glaube, die Lösung sollte nicht die Post sondern ein guter Konverter sein ;)

Encodierst du das ganze einfach als 10mbit h.264 im Adobe Media Encoder oder xMediaRecode hat das Filmchen nur noch irgendwas zwischen 8-12GB und das sollte auch in erträglicher Zeit hochzuladen sein.

Kanonen auf Spatzen und so :whistling:

Danke sehr.
Habe nun mit Hilfe eines Freundes mit einem kleinen Converter den Film von

47,465059 GB

auf

1,052049 GB

runtergebracht. Die Qualität in Bild und Ton ist bei einem 47fach geringeren Datenvolumen natürlich bescheiden. Werde jetzt versuchen das hochzuladen. Morgen.


Übrigens:
Grad ist ist eine Kritik der Gesamtreihe rausgekommen. Teil 1 schneidet nicht so gut ab. Erwartungsgemäß. Ich mag ihn trozdem :)

http://www.worteffekte.de/regisseur-hans…noch-zu-finden/

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HansSchulte

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Samstag, 14. Januar 2017, 11:53

Habe es jetzt geschafft, nach einigem rum-murksen, den zweiten Teil online zu stellen. Danke für die Hilfe.

Hatte es erst runtergebracht auf mpg4, aber nach dem Hochladen meldete youtube, daß es nur mpeg frisst. Dann hab ich das Ganze nochmal konvertiert auf wmv, was dann allerdings nur 0,9 GB von ursprünglich 47,5 GB ist. Fünfzigmal schlechter also. Man sieht's am Bild.

Wer sehen will, die die Szenen mit guter Bildqualität und gefärbt aussehen: "Ultimate Info Trailer".
Den sollte man sich vor Betrachtung des Filmes sowieso nochmal ansehen, weil die komplette, ausführliche und langsame Einführung der Personen nicht vorhanden ist, wenn man denersten Teil nicht sieht. Der "Ultimate Info Trailer" kann das größtenteils ersetzen und man kommt nicht ins Schleudern bei den Charakteren, deren Unterschiedlichkeit ja ein großer Reiz beim Ganzen ist.


Als besonderen Reiz empfinde ich die Musik.
Es sind alles bestehende Musikstück (Songs), also keine Sachen, die auf den Film im nachhinein komponiert wurden (wie das die Hollywoodfilme bequemerweise machen können).
Trotzdem habe ich es hinbekommen, daß etwas Anderes zu sehen ist, wenn sich die Musik verändert. Zwei Varianten, die ich abwechselnd angewendet habe:

a) manche Szenen habe ich zu der Musik geschrieben, d.h. ich hörte während des Schreibens immer wieder die Musik und stellte mir vofr dem inneren Auge genau vor, welche Bewegungen dann zu erfolgen hätten. Ich kann gar kein professionelles Drehbuch schreiben, ich bin Laie. Aber ich habe erstmals bei diesem zweiten Teil bereits im Drehbuch vermerkt, wieviele Sekunden welche Sequenz sein sollte (z.B. schiebt sie weg 1 sec., kratzt 1,5 sec.) .
---beim ersten Teil war alles viel schlampiger, da habe ich die Musik nur in Szenen gekloppt, wo nicht gesprochen wurde---

b) andere Szenen habe ich erst im Schnitt dem dafür passenden Song angepaßt. Habe also die Bilder und Bewegungen so geschnitten, daß sie genau zur Veränderung in der Musik passen. Eine Art "Bildchoreographie zur Musik".
Manchmal habe ich die Musik auch erst während der Szene einsetzen lassen, z.B. in dem Transporter. Das setzt die Musik erst ein als bei der Dunklen die Panik ausbricht.

**********************

Ein ganz komplexer Fall die erste Action-Szene, das Totbeißen im Wald.
Die Lümmel kommen an, um die Tiermädchen zu ärgern. Die Musik ist zickig und unangenehm, aber verstohlen.
Einer der Typen fängt an die Bissige mit Stöckchen zu bewerfen. Die Musik beginnt mit Schlagzeug zu toben während sie tobt.
Er öffnet sterbend die Hand. Die Musik entspannt sich.
Langhaar eilt zurück. Die Musik bekommt etwas Eiliges dazu.
Langhaar hält kurz inne, weil sie von weitem das Übel sieht, was die Bissige angerichtet hat. Die Musik verstummt fast, hält ebenfalls inne.
Langhaar protestiert. Die Musik wird wieder heftiger.
Der Kampf beginnt. Die Musik driftet ins Unwirkliche ab, eine Stumme Spannung liegt in der Luft.
Die Leiche der toten Jungen wird gezeigt. Die Musik schlägt dumpf, wie ein vor Entsetzen pochendes Herz.
Der Kampf wirbelt. Die Musik wird lebhafter.
Langhaar entkommt. Die Musik geht in eine Art Fluchtmodus über.

***********************

Natürlich machen professionelle Filme das besser mit der Musik. Aber ich bin sehr stolz auf das, was mir da mit unendlichem Zeitaufwand gelungen ist.


Nun bin ich gespannt, ob es einige gibt, die über ihren Schatten springen können und schreiben, daß der Film doch einige Vorzüge hat, oder ob jeder nur unbedingt beweisen will daß er Recht hatte. Meine Schwächen gebe ich jedenfalles zu (z.B. wenn der Junge in der o.g. Szene in die Kamera sieht, oder daß die Sprache in der Szene einfach akustisch ganz mies ist, weil der Voicerecorder bei allen Waldszenen durch Regen abgesoffen ist).

Die 12 "Auserwählten" werden nun eine Mail mit dem Link erhalten (bzw. haben sie gestern schon bekommen). Kopieren und Weitergabe des Films streng untersagt.

Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HansSchulte« (14. Januar 2017, 12:13)


7River

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Samstag, 14. Januar 2017, 20:15

Vielen Dank noch mal für Deine Bemühungen und dass ich den Film sehen durfte. :)

Also für mich wirkt der Film wie eine Amateurproduktion. Auffällig sind die abrupten Schnitte und teilweise abgeschnittenen Köpfe in manchen Szenen. Gelegentlich werden Dialoge sogar von Musik überlagert. Die Credits sehen sehr simpel aus, mehr nach YouTube.

Wo wir gerade bei der Musik waren: Die passt gar nicht zu den Szenen, finde ich. Beim nächsten Film würde ich bei einem Filmkomponisten anfragen. Hier im Forum gibt es talentierte Musiker, die sich über ein Angebot sicher freuen würden. Eine andere Möglichkeit wäre: Michael Donner Soundpacks (ex-Darkside-DVDs)

Spoiler Spoiler

Die Reaktionen der Anwesenden bei der Todesnachricht des jungen Mannes wirkten sehr unrealistisch. Die Einführung des Jägers war auch eher schwach. Wie der Mann dem "Porschefahrer" auf die Spur gekommen ist, war ebenso banal. Paar Dialoge waren erklärend.


Die Story ist wirklich nicht schlecht. Das gebe ich zu. Nur in manchen Szenen hapert es an der nötigen Glaubwürdigkeit.

In der Trilogie steckt sicher eine Menge Arbeit. Wie schon in der verlinkten Kritik zu lesen war, sind die Filme weder Fisch noch Fleisch. Wäre es nicht sinnvoller und auch lukrativer, mit dem nächsten Film sich ganz einem Genre zu verschreiben?

Es ist ein Amateurfilm. Ist ja nichts Schlimmes. Die großen Schwachpunkte sind der Schnitt, die Musik und die Credits. Meiner Meinung nach.

Lieber Hans, ich hoffe Du bist jetzt nicht böse. Ich hätte nämlich lügen müssen, wenn ich gesagt hätte, dass alles gut war. Und damit wäre Dir ja auch nicht geholfen. Oder? Erst recht nicht, wenn Du in Zukunft planst Filme zu produzieren.

Viele Grüße

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Samstag, 14. Januar 2017, 23:20

Hallo Hans,
Vorausschicken vor der eigentlichen Kritik möchte ich folgende Punkte:
- Diese Kritik ist meine persönliche Ansicht.
- Ich übe mich im Filmen und manchmal auch in Kritik: Auf dem 2. Feld bin ich relativer Anfänger, dh die Möglichkeit besteht, daß ich nicht objektiv nach anerkannten Regeln der Filmkritik vorgehe, aber wie gesagt, ich übe ja und es kann Zustimmung wie Einspruch von dir oder anderen Mitgliedern hier im Forum gerne kommen.

Zur Kritik:
Grundsätzliches: Die Idee ist gut und hat Potential!
Du stehst zu deinem Film! Das ist auch gut, verhindert aber manchmal den Blick auf Verbesserungswürdigkeiten.

Ort der Handlung: Das Ganze in einer biederen Siedlung spielen zu lassen kann produkdionsbedingter Zufall sein oder Absicht, um die verborgenen Abgründe dieser Gesellschaft aufzuzeigen, verhindert aber den Aufbau mystischer Stimmung und Atmosphäre, die an einem andern Ort besser umzusetzen wäre. Was aber das Gravierendste ist: Im Zusammentreffen mit den oft leienhaft wirkenden Schauspielern ergibt sich eine Amateur-Zuhause-beidenEltern-Dreh Atmo.
Einige Szenen im Wald sind da erheblich besser und stimmiger.

Logik der Handlung: Nach 15 bis 30 Minuten fragt man sich: Warum holen die keine professionelle Hilfe? Ärzte, Psychologen, Notdienst?
Wo haben die Jungs plötzlich das Betäubungsmittel her und als der "Freund" vom Baumstamm losgekettet wird: "Lass uns erstmal hinsetzen" Hallo? Die Freundin in Gefahr und man quasselt im Plauderton......
Spätestens als der Jäger im Wald zugegen ist steht bei mir die Frage im Raum: Da ist vorher ein Mord passiert, ich glaube da stand auch was in der Zeitung, wilde Frauen turnen durch Ort und Wald.....Wo ist die Polizei, Schaulustige, Presse? Das Geschehen müsste Scharen von Menschen aktiviert haben.
Es erklärt sich nicht völlig logisch, warum die beiden Frauen unter tausenden Einwohnern ausgerechnet an 2 brutale Parteien geraten. Bei ersten Partei mit dem dicken Looser hätte ich psychologische Konflickte in sein Partner eingebaut, aber der hat ja alles einfach so mitgemacht, obwohl er nicht von dem Dicken abhängig war, so zumindest mein Eindruck.
Der Junge im braungestreiften Pulli wehrt sich gar nicht richtig......Der wird getötet und wartet nicht darauf daß die Frau vieleicht doch noch auf Sex umschwenkt!!

Schauspieler: Die Dialoge der Schauspieler wirken zu häufig hölzern und steif.

Inszenierung: Ich hätte mir mehr Nahaufnahmen von den Gesichtern und Gefühle gewünscht. Du kannst ruhig mutiger im Schnitt sein. Zuviele totalen und zu wenig experimentelle und ungewöhnliche Perspektiven.
Der Einsatz von durchdachtem Licht wäre ein weiter Gewinn gewesen.
Etliche Szenen sind einfach zu langatmig.
Noch mal zu den Dialogen: In den Gesprächen der Gruppe spricht oft einer und die anderen schauen relativ regungslos zu......da muss mehr Leben und Gefühl rein.
Die Szene wo das religiöse Paar die Frau mit lecker Essen anlockt und dann schnappt, erinnert an schlechte Hundetrainer/Hundefänger Videos.

Insgesamt ist ein roter Faden, eine Kausalitätskette welche die Handlung treibt und auf eine finale Situation zusteuert zu wenig sichtbar.

Eine Frage habe ich noch: Wer ist eigentlich das Zielpublikum? Du möchtest doch zumindest die Produktionskosten wieder einspielen!? Dieses Klientel würde ich analysieren und darauf noch etwas mehr hinarbeiten.

Es tut mir leid daß mir persönlich der Film nicht so zugesagt hat, aber ich hoffe, daß die Kritik dich bei deinen nächsten Produktionen weiterbringt......und ich würde erstmal einen Kurzfilm einschieben und versuchen den perfekt zu machen.

viele Grüße: Burkhard

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L Lawliet, 7River

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105

Sonntag, 15. Januar 2017, 00:32

Lieber Hans... vielen Dank dafür, dass du den Film auf Youtube hochgeladen hast. Langfilme (und dann gleich noch eine Trilogie) gibt es hier leider selten zu sehen. Im Gegensatz zu manch anderen hier weiß ich was es bedeutet, einen Film mit einer Lauflänge wesentlich länger als 5 Minuten zu produzieren und kann daher sehr ganz gut einschätzen wieviel Arbeit und Herzblut du in deine Filme gesteckt haben musst und ziehe meinen Hut davor.
Leider kann ich jedoch nicht viel mehr positives zu der ganzen Angelegenheit sagen... :-/
Kritik ist die höchste Form der Zuneigung

HansSchulte

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Montag, 16. Januar 2017, 12:38

Vielen Dank noch mal für Deine Bemühungen und dass ich den Film sehen durfte. :)

Also für mich wirkt der Film wie eine Amateurproduktion. Auffällig sind die abrupten Schnitte und teilweise abgeschnittenen Köpfe in manchen Szenen. Gelegentlich werden Dialoge sogar von Musik überlagert. Die Credits sehen sehr simpel aus, mehr nach YouTube.

Wo wir gerade bei der Musik waren: Die passt gar nicht zu den Szenen, finde ich. Beim nächsten Film würde ich bei einem Filmkomponisten anfragen. Hier im Forum gibt es talentierte Musiker, die sich über ein Angebot sicher freuen würden. Eine andere Möglichkeit wäre: Michael Donner Soundpacks (ex-Darkside-DVDs)

Spoiler Spoiler

Die Reaktionen der Anwesenden bei der Todesnachricht des jungen Mannes wirkten sehr unrealistisch. Die Einführung des Jägers war auch eher schwach. Wie der Mann dem "Porschefahrer" auf die Spur gekommen ist, war ebenso banal. Paar Dialoge waren erklärend.


Die Story ist wirklich nicht schlecht. Das gebe ich zu. Nur in manchen Szenen hapert es an der nötigen Glaubwürdigkeit.

In der Trilogie steckt sicher eine Menge Arbeit. Wie schon in der verlinkten Kritik zu lesen war, sind die Filme weder Fisch noch Fleisch. Wäre es nicht sinnvoller und auch lukrativer, mit dem nächsten Film sich ganz einem Genre zu verschreiben?

Es ist ein Amateurfilm. Ist ja nichts Schlimmes. Die großen Schwachpunkte sind der Schnitt, die Musik und die Credits. Meiner Meinung nach.

Lieber Hans, ich hoffe Du bist jetzt nicht böse. Ich hätte nämlich lügen müssen, wenn ich gesagt hätte, dass alles gut war. Und damit wäre Dir ja auch nicht geholfen. Oder? Erst recht nicht, wenn Du in Zukunft planst Filme zu produzieren.

Viele Grüße
Alles klar, mit der Kritik kann ich leben. Empfinde sie als objektiv.
Die Musik habe ich bewußt so gewählt. Psycholdelisch bei einigen Waldszenen. Sehr intensive Musik, nicht das unterschwellige Geseusel heutiger Filme. (mehr dazu unter dem nächsten Zitat)
Ich denke ohne die etwas aufdringliche Musik, die auch meistens wirklich sehr schön ist, wäre das Ganze viel zäher. Du kannst dir ja mal den ersten Teil ansehen, da fällt auf, wie trocken es fast ohne Musik ist.

"weder Fisch noch Fleisch"
bezog die Zeitungskritik auf Teil 1, der wirklich zwischen den Stühlen hängt. (1,5 von 5 Punkten)
Teil 2 kam dort sehr gut an (3,5 von 5 Punkten) und
Tiel 3 dann wieder schlechter, weil zu kurz (2,5 von 5 Punkten)



"Die Story ist wirklich nicht schlecht"
Das ist eigentlich genau das, was ich hören wollte. Mehr konnte ich als Autodidakt, der nix Filmisches gelernt hat und der sich kostenlose oder sehr preiswerte Darsteller zusammensuchen musste, auch nicht vollbringen.

Stell dir einfach mal die Trilogie vor mit einem Budget von 80.000 € und einem richtigen Regisseur (also weder ich noch Nina, sondern ein erfahrerer und gelernter Regiosseur). Mehr Drehzeit, mehr Effekte, und 30 von 40 Schauspielern ersetzen (einige -zehn- sind so gut, daß ich sie auch in den großen Film mitnehmen würde, aber nicht alle).
Zur Kritik:
Grundsätzliches: Die Idee ist gut und hat Potential!
Du stehst zu deinem Film! Das ist auch gut, verhindert aber manchmal den Blick auf Verbesserungswürdigkeiten.
Danke

Ort der Handlung: Das Ganze in einer biederen Siedlung spielen zu lassen kann produkdionsbedingter Zufall sein oder Absicht, um die verborgenen Abgründe dieser Gesellschaft aufzuzeigen.
Einige Szenen im Wald sind da erheblich besser und stimmiger.
Genau das war die Absicht. Am meisten Stolz (musikalisch) macht mich die Szene, in der das fromme
Paar die Dunkle schnappt. Da wird wundervoll harmonische Musik gespielt,
biedere Leute bringen Essen und dann plötzlich verwandelt sich die
Szenerie in eine fies Entführung...und die schöne Musik läuft weiter als
Ausdruck dafür, daß auf der Oberfläche alles idyllisch und solide ist, aber darunter gährt religiöser Fanatismus, Selbstherrlichkeit und Menschenschinderei.


Logik der Handlung: Nach 15 bis 30 Minuten fragt man sich: Warum holen die keine professionelle Hilfe? Ärzte, Psychologen, Notdienst?
Wo haben die Jungs plötzlich das Betäubungsmittel her und als der "Freund" vom Baumstamm losgekettet wird: "Lass uns erstmal hinsetzen" Hallo? Die Freundin in Gefahr und man quasselt im Plauderton......
Spätestens als der Jäger im Wald zugegen ist steht bei mir die Frage im Raum: Da ist vorher ein Mord passiert, ich glaube da stand auch was in der Zeitung, wilde Frauen turnen durch Ort und Wald.....Wo ist die Polizei, Schaulustige, Presse? Das Geschehen müsste Scharen von Menschen aktiviert haben.
Es erklärt sich nicht völlig logisch, warum die beiden Frauen unter tausenden Einwohnern ausgerechnet an 2 brutale Parteien geraten. Bei ersten Partei mit dem dicken Looser hätte ich psychologische Konflickte in sein Partner eingebaut, aber der hat ja alles einfach so mitgemacht, obwohl er nicht von dem Dicken abhängig war, so zumindest mein Eindruck.
Der Junge im braungestreiften Pulli wehrt sich gar nicht richtig......Der wird getötet und wartet nicht darauf daß die Frau vieleicht doch noch auf Sex umschwenkt!!
Das diskutieren die Studenten ja auch in Teil 1 und 3.
Das erstmal Setzen ist sinnvoll, weil er doch benommen ist von dem Chlorophorm. Der Dicke könnte es einfach im Auto haben, weil er schon immer vor hatte, Frauen zu mißbrauchen, aber nur auf eine Gelegenheit gewartet hat...

Polizei, Schaulustige...wie sich schon mal in einem Spoiler geschrieben hatte: Unterschätze nicht die Größe der Sauerländer Wälder. Da läuft man sich nicht zwangsläufig über den Weg. Außerdem ist unsere überlastete Polizei sich nicht in der Lage, Tage nach einem Verbrechen unablässigen mit vielen Leuten den Wald zu durchsuchen.

Die Frauen begegnen nicht nur zwei bösen Gruppen, sondern auch anderen Leute (wie dem Engländer, der die Gießkanne fallen läßt), aber die meisten Leute machen nichts. Ursprünglich war geplant, noch sehr viele Begegnungen am Dorfrand bzw. auch mehr Befragungen von Anwohnern zu zeigen, aber das wäre alles zu langatmis geworden. Wollte nicht wieder so shcleppend wie Teil 1 sein.

Okay, der Junge hätte sich mehr wehren müssen. Das ist etwas, was ich selbst auch immer bei Monsterfilmen der 80er Jahre kritisiert habe, also muss ich mir selbst auch diese Kritik gefallen lassen. Du hast recht.
Schauspieler: Die Dialoge der Schauspieler wirken zu häufig hölzern und steif.
Die Frau von Jäger spielt sehr schlecht. Der Jäger auch, nur der Satz "was geht sie das an" kommt gut bei ihm. Ist übrigens mein Vater und den habe ich eingebaut, weil er immer so redet, daß er Leuten, die seinen Kindern oder Verwandten etwas tun würden, "die Brunftklötzchen (Hoden) abmachen würde." Der war vom Charakter her goldrichtig für die Rolle, hatte nur leider Schwierigkeiten sich selbst zu spielen. :)

Ein Schriftsteller hat mir mal ehrlich im Vertrauen gesagt: "Die Mimik der Studenten ist gut. Aber sie sprechen zu förmlich, zu starr. Aber alle, die nicht sprechen, wie die Tiermädchen spielen gut."
Wir unterhalten uns schon seitenweise immer über die Studenten und die Nebenrollen, aber das Wichtigste sind doch die Tiermädchen und da finde ich den Ausdruck (der ist ja ihr zentrales Element) gut. Siehe die Foto Serie von Langhaar aus einem früheren Posting.

Inszenierung: Ich hätte mir mehr Nahaufnahmen von den Gesichtern und Gefühle gewünscht. Du kannst ruhig mutiger im Schnitt sein. Zuviele totalen und zu wenig experimentelle und ungewöhnliche Perspektiven.
Der Einsatz von durchdachtem Licht wäre ein weiter Gewinn gewesen.
Etliche Szenen sind einfach zu langatmig.

Du musst unbedingt Teil 3 sehen. Genau diese Dinge haben wir in Teil 3 gemacht. (als ob ich's geahnt hätte :D )

Insgesamt ist ein roter Faden, eine Kausalitätskette welche die Handlung treibt und auf eine finale Situation zusteuert zu wenig sichtbar.
Der Faden ist ja auch in vier Stränge gesplittet, die erst wieder in Teil 3 zusammenlaufen.

Eine Frage habe ich noch: Wer ist eigentlich das Zielpublikum? Du möchtest doch zumindest die Produktionskosten wieder einspielen!? Dieses Klientel würde ich analysieren und darauf noch etwas mehr hinarbeiten.
Am ehesten absolute Fans von "Beutegier" und "The Woman". Mir geht es so, wenn ich Filme einer bestimmten Art sehe, die mir extrem gefallen, dann möchte ich gerne mehr Filme dieser Art sehen. Aber von den besten Arten von Filmen gibt es einfach dann zu wenige. So etwas, wie diese Jack-Ketchum-Filme ist wirklich selten. Kannibalinnen, die animalisch und gefährlich sind, wild und unebrechenbar. Das hat doch für sehr viele Männer etwas Reizvolles. Es reizt zu Gedankenspielen. Allein die Szenen in "Beutegier" wo ein Gefangener von einer Kannibalin vergewaltigt wird...das knistert (da gibt's übrigens im anhang des dritten Buches noch mehr von...hat wohl noch anderen gefallen).
Aber statt solche reitvollen Monster zu präsentieren, werden wir im Horror zugeschüttet mit tumben, dämlichen Schlitzern wie Jason, Michael Myers, TCM, und unzähligen anderen. Das ist doch im Grunde gar nicht reizvoll und bedient u.a. sehr stark Jungs, die bei vielen Frauen abgeblitzt sind und sich dann daran erfreuen, die Jason hübsche Mädels aufschlitzt oder Paare beim Geschlechtsakt. Vorhersagbar und stupide.

Man findet einfach nix von der Sorte von "Beutegier" + "The Woman".

Ich bin denn noch einen Schritt weiter gegangen. Statt einfach zu imitieren (das hasse ich), hab ich das Ganze mit der schon lange vorher in mir schlummernden Sache von dem Folterhaus in Osteuropa (hatte ich gesehen viele Jahre bevor es "Hostel" gab) und Thematiken wie "3096 Tage" und sogar "Nell" zu kombinieren. Also anstelle einer primitiv Immitation das Ganze sogar noch höher zu heben auf eine vielschichtigere Ebene indem ich aus den brutalen Kannibalinnen differenzierte und unterschiedliche Personen mache. Die sind sich doch gar nicht einig, wie man auf andere Menschen reagieren soll. Die Charaktere der Tiermädchen unterscheiden sich extrem.

Also ist das Zielpublikum Leute, die intelligenten Horror mögen und zwar einige bekannten anmsätze gern wieder sehen, aber trotzdem etwas Neues wollen. Und unberechnbar ist die Handlung doch, oder?

Es tut mir leid daß mir persönlich der Film nicht so zugesagt hat, aber ich hoffe, daß die Kritik dich bei deinen nächsten Produktionen weiterbringt......und ich würde erstmal einen Kurzfilm einschieben und versuchen den perfekt zu machen.
Das war jetzt der 5.Film, den du gesehen hast. Teil 3 ist der Sechste. Und siehe da, als siebten habe ich letztes Jahr einen davon völlig unabhängigen Kurzfilm von 11 Minuten gedreht. :rolleyes:


Ja, die Kritik hilft.

Am allermeisten würde Geld helfen, denn es mussten aus Kostengründen so viele Abstriche gemacht werden. Man kann mit Geld sehr viel mehr Drehtage machen (nicht nur 8 wie für Teil 2, bei dem wir immer noch durchschnittlich sieben Szenen an einem Tag gedreht haben und diese spielten dann oft an zwei weit von einanderer entfernt Drehorten. Wir kloppten 12 bis 14 Stunden pro Drehtag runter).

Habe auch aus Rücksicht auf die Darsteller sehr viel von der Sinnlichkeit und auch Brutalität, die ursprünglich im Kopf war, weggelassen. Wenn ich mal ein richtiges Budget hätte, dann würde es viel mehr Erotisches (nicht im Sinne von Porno, sondern im Sinne von noch relativ dezenter, knisternder Erotik der animalischen Art) geben und mehr Blutszenen - diese dann auch aufwendiger inszeniert = 1 Effektszene allein an einem ganzen Drehtag.
---Wenn man im Originaldrehbuch mal liest, wieviele körperliche Bewegungen und Perspektivwechsel und Aufnahmen bei der Totbeiß-Szene im Wald und bei der finalen Abrechnung mit den Snuff-Typen geplant waren.....und wie wenige es dann letztendlich geworden sind, dann mekrt man den Zeitdruck---

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »HansSchulte« (16. Januar 2017, 13:12)


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Dienstag, 17. Januar 2017, 17:13

Das war jetzt der 5.Film, den du gesehen hast. Teil 3 ist der Sechste. Und siehe da, als siebten habe ich letztes Jahr einen davon völlig unabhängigen Kurzfilm von 11 Minuten gedreht.
Und was war das für ein Film, wenn man fragen darf? Gibt es den auf YouTube?

HansSchulte

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Dienstag, 17. Januar 2017, 19:08

Den hab ich vor einem dreivierteljahr gedreht. Mittelfristig plane ich, den mit anderen Kurzfilmen auf einer DVD zu vermarkten.

Er ist sexy (aber keinesfalls zu extrem), hat ein wenig Gewalt (eher im Bereich FSK 16), lustige Ekelszenen (erträglich) und erzählt seine Geschichte in einem Tempo, wie ich es bis jetzt noch nicht fabriziert habe. :)

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Gestern, 18:59

Wenn ich einen Film differenziert bewerten will, dann gehe ich es meist so an



Bewertung mit Schulnoten von 1 – 6.


1 am besten, 6 am schlechtesten.





Story:


Spannung:


Dialoge:


Schauspieler (Tiermädchen):


Schauspieler (Studenten):


Schauspieler (Fromme + Snuff):


Schauspieler (Nebenrollen):


Musik:


Ton (Sprach-Akustik):


Ton (Tonschnitt):


Schnitt:


Kameraführung:


Beleuchtung:


Bildbearbeitung (Farbe / Format / Schrift):


Effekte:


Dekoration / Orte:


Erotik:


Härte / Brutalität:

vielleicht macht ihr das für mich hier auch :love:

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