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wabu

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Dienstag, 13. Dezember 2016, 21:45

Von einem Film lasse ich mich berühren oder abstossen, da nützen auch seitenlange Erklärungsversuche nichts...entweder die Zündung funktioniert oder ich zappe weiter. Wer das nicht versteht, sollte sich von der Filmerei abwenden wegen Zeit- und Ressourcenverschwendung.



Genau darum geht es. Abgesehen das es nicht mein Genre ist, was soll mich zum Kauf (ver)leiten? Der Trailer oder die ellenlangen Texte?

Ich habe mir die fromme Frau angesehen - und ja, so kenne ich Duktus und Inhalt. Aber der Ton ist miserabel und das Bild eine Zumutung. Wozu soll ich mir eine Wasserflasche anschauen? Schwenken kann man - andere schneiden die Perspektive. Voll aus das Gesicht der "Gläubigen" dann dem Text folgen und genauso das Mädchen - nicht Ketten klirren lassen sondern das Gesicht sprechen lassen usw.

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Mittwoch, 14. Dezember 2016, 12:05

@wabu

Das ist mal sachliche, hilfreiche Kritik. Da kann ich was mit anfangen. Danke. Klicke sofort hilfreich an. :thumbsup:

Zum Ton muss ich sagen, daß er bei Teil 1 (und das stand sogar in der überschwänglichen Kritik) sehr schwach ist, bei Teil 2 viel besser, aber auch da gibt's Trotz Profi-Einsatz) einige Szenen, die im Ton nicht gelungen sind. Zwei der fünf Kellerszenen haben das Problem der übertriebenen Kettengeräusche. Bei beiden Waldszenen ist der Voicerecorder, der mit der Tonangel verbunden war, beschädigt worden, darum nur der Kameraton mit Rauschen des Lüfters. Versucht zu kaschieren mit "rauschiger" Musik drüber, genauso, wie ich in einer anderen Szene, in der zu starke Windgeräusche waren, Musik mit Gewittergeräuschen drübergelegt habe. Ein glücklicher Zufall (und nicht mein Geschick) ergab, daß diese Musik dann genial zur Szene passte. Die habe ich aber hier nicht veröffentlicht. :wacko:


@NHP
"Langweiligen Bildgestaltung" teilweise richtig :thumbup: , aber bitte dran denken: Meine persönliche Vorstellung vom Bildgestaltung ist (wie in Teil 1 verwirklicht) minutenlang aus der gleichen Perspektive gefilmt, wie ein Mensch, der ganz ruhig dabei steht und sich das Ganze ansieht. Den Zuschauer als unsichtbare Person werten. Und dies nicht, wie es mies heutige Hollywoodfilme tun, mit leicht schwankenden Bildern, sondern unbeweglich, denn ich schwanke auch nicht, wenn ich ganz ruhig dastehe und glotze. :-)
Ich weis, diese Bildfolgen in Teil 1, besonders die Gartenfütterung von fast 8 Minuten, sind für manche (ggf. viele) Zuschauer eine Qual. Einzelne sahen es so wie ich und feierten es als Realismus.
Überigens verlangt so eine Sequenz den Schauspielern, die damals alle 8 gleichzeitig im Bild waren, Extremes ab. Jede(r) muss verinnerlicht haben, was sie tun sollen und wenn sie nicht mehr weiter wissen, um die Zeit zu füllen, einfach improvisieren, also ihre Rolle leben.

Um dem Publikumsgeschmack etwas entgegen zu kommen, habe ich von Teil zu Teil kürzere Schnitte gemacht, also z.B. im zweiten Szenen von 30 bis 90 Sekunden (nur in Ausnahmen länger) und dann 3 bis 8 Schnitte pro Szene. Im dritten dan noch wesentlich mehr Bildwechsel.

Präsentation: Ich gabe aber hier unheimlich viel von mir preis, andere noch nicht mal ihren Namen oder welche Filem sie gedreht haben. :D

Mal abgesehen davon dass Dein Film sehr schlecht umgesetzt wurde....
...aber die Kunst , wenn man sie so nennen kann in deinem Film, der " Schauspieler " zu spielen, ist weit davon Entfernt, sie auch nur ansatzweise als Laienhaft zu Beschreiben. Man merkt den " Schauspielern " in jeder Szene an, dass sie sich zusammenreisen mussten, um keinen Lachanfall zu bekommen über den Blödsinn, denn sie da verkörpern oder spielen sollen.
Im Gengensatz zu den beiden Erstgenannten ist diese Kritik hier spekulativ und vermutet kess etwas, das einfach nicht stimmt. Besonders das mit dem Lachanfall und Blödsinn empfinde ich als Autor des Ganzen als grundlos herabwürdigend ohne den geringsten Beweis. Also das ist für mich kein, wie der andere Kollege schrieb "2 + 2 = 4", sondern ein Vermuten ins Blaue, das die Wahrheit nicht mal streifte.



Und wenn man hier zeitweise alleine gegen eine ganze Meute andiskutieren musste, dann beruft man sich auch mal gerne auf andere Zuschauer / Kritiker. Außerdem gebe ich zu bedenken, ein hier von wem auch immer geäußertes "Die spielen schlecht" ist auch kein wissenschaftliches Faktum, sondern auch nur eine Meinung, wie meine Meinung ist, daß 20 der 30 Leute in Teil 2 sehr gut spielen. Meinung gegen Meinung, nicht "2 + 2 = 4", sondern eher ein "ich halte den Farbton für eher blau" - "Nein, ich halte den Farbton für eher grün". :rolleyes:





@rick
Zitat


Bin ich denn crazy,..
Ja, auf eine sehr unterhaltsame Art :)
:love:


Nach dieser Logik wäre es also vernünftig bei Dir die Matratze zu kaufen, über die ich am meisten meckere ?
Ich glaube über die "Sache" wurden deutlich weniger negative Worte verloren, als über Deine Form der "Werbung" für die Sache.
Es gibt oder sollte in einer Demorkratie, zu einer Sache immer mindestens zwei Meinungen geben. Und da ich z.B. in filmundo sehr ehrliche Kritik von recht vielen Leuten bekommen habe, die auch Schwächen anmerkte und z.B. Verbesserungen für den nächsten Teil vorschlug, aber eben objektiv war mit Bewertungen 6 von 10 Punkten für die Darsteller, 9 von 10 für die Story, 3 von 10 für den Ton (Teil 1), war ich der Hoffnung, daß es auch hier abweichende Meinungen geben würde, denn sooo schlecht, daß keiner es mögen würde, ist die Sache nun wirklich nicht.

Ja, und richtig, genau das, daß über die Sache zu wenig geredet wurde und viel zu viel die Diskreditierung meiner Person oder gar des Teams versucht wurde, genau dies hat mich so auf die Palme gebracht. Hab halbe Nächte wach gelegen.
Bei der Komplexität der Erzählstruktur und des Inhalts hätte ich mir auch Fragen zu bestimmten Zusammenhängen (hätte dann sogar gespoilert) gewünscht anstatt wie einige (nicht du) das gemacht haben, einfach wild Vermutungen anzustellen, was für ein Unfug der Inhalt ist oder daß ich ein so schlechter Regisseur wäre, daß ich gar keine Übersichtlichkeit bei so extrem vielen Hauptrollen herstellen kann. Ach, kann man wirklich einen Regisseur beurteilen ohne wenigstens einen kompletten Film von ihm gesehen zu haben?
Bin ich nicht wenigstens in den Punkten bescheiden genug, daß ich schon vor einem Jahr geschrieben habe, was für ein schlechter Techniker ich bin, und daß ich immer wieder, auch jetzt noch, darauf hingewiesen habe, daß ich einen Großteil der Regie an (zwei) andere abgegeben habe. Wenn also jemand so genau seine Schwächen erkennt und auch benennt, dann kann man ihm vielleicht, mit ein wenig Wohlwollen, zugestehen, daß er sich dann auch nicht unbedingt irrt, wen ner glaubt ein brillanter Stroyschreiber zu sein (ich sage bewußt nicht "Drehbuchautor", denn wenn ihr sehen würdet, wie abnorm falsch meine Drehbücher formatiert und gestaltet sind, würdet ihr mich lynchen).


Es wäre doch leicht Deine Kritiker (bezogen auf den Film) Lügen zu strafen, wenn Du meinetwegen eine 2-3 Minuten Szene, die Du für eine der besten hälst, zeigst.
Dann müßtest Du uns nur ein klitzekleines Bißchen "belohnen" und hättest die Chance z.B. mich zum käuflichen Erwerb einer DVD zu überzeugen. Zumindest könntest du zeigen, dass die Trailer nicht im krassen Missverhältnis zum Inhalt stehen, darum ging es ja anfangs. Ist denn nochmal ein Vorführung im Kino geplant, oder stehen noch Festival-Termine auf dem Programm ?
Okay, ich werde extra für dich und die 2 - 3 anderen Objektiven hier eine Szene hochladen, die wir als letzte der ganzen Reihe gedreht haben, und bei der wir jeden Take ein Dutzend Mal wiederholt haben, das Beste herauszukitzeln. Für mich in Bezug auf die Studenten der schauspielerische Höhepunkt. Die beiden haben sich wirklich die Seele aus dem Leib gespielt. Es sind die beiden, die bei keinem Teil mit ihrer eigenen Leistung zu unkritisch umgegangen sind, Die immer wieder auf mehr Wiederholungen und noch besseres Spiel plädiert haben. Eine davon spielt seit über 10 Jahren.
Wenn diese Szene nicht wirkt, dann weiß ich auch nicht mehr.
Aber es wird dauern. Also diese Szene dann morgen oder übermorgen. :sleeping:




Um die Zeit zu überbrücken jetzt heute erstmal eine halbe andere Szene (ungefärbt), die nicht so überragend, sondern ganz okay ist. Einfach deswegen, weil sie schon hochgeladen ist:

7River

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Mittwoch, 14. Dezember 2016, 13:07

Der Ausschnitt ist jetzt nicht überragend, da gibt es natürlich viel viel Schlechteres. Hier im Forum gibt es aber auch ganz ansehnliche Filme. Nur so als Info. ;)

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Mittwoch, 14. Dezember 2016, 13:43

Zitat

Denn jeder Cent, der in meine Hände kommt, wird zu Film. Pfeiffe auf Rentenversicherung und alles andere. Nur sich filmisch zu verewigen ist wichtig. Zumindest für mich...

Für soviel Leidenschaft gibt es doch gleich Pluspunkte.

Um die Zeit zu überbrücken jetzt heute erstmal eine halbe andere Szene (ungefärbt), die nicht so überragend, sondern ganz okay ist.

Ist diese Szene ein gutes Beispiel für das was Du als "realistischen" Dialog ansiehst ? Ich zähle viermal das Wort "Echt", zweimal "schätze mal" und ein zeitgleiches "Was denn". Das lenkt mich ungemein vom relevanten Inhalt des Dialoges ab. Ich muß ja auch noch das "dialektische" parallel verarbeiten/filtern "...die ich bei den Kärlen gefunden hab..." , "...zuviel Blut abgekriecht...". Ich würde auch im realen Leben eine "Kriese" bekommen wenn jemand so spricht und im Film wünsche ich mir dann doch sehr gerne didaktische etwas cleanere Dialoge.

Da ich den Kontext nicht kenne, hier noch eine Verständnisfrage. Das Aufgenommene Material war dem mit der Latzhose (Johnston ???) so wichtig, dass er heute die Arbeit früher verlässt, aber nicht wichtig genug um am Vortag direkt nach seiner Pause den beiden davon zu berichten (z.B. telefonisch) ?

Abgesehen davon das die Szene zu früh einsetzt (er steht noch mitten auf der Treppe und wartet auf seinen Einsatz), hätten die Schnitte auch etwas schneller sein können (nicht hecktisch, aber so das irrelevantes eben weggeschnitten wird), aber das ist natürlich eine ganz persönliche Meinung. Ein Kamerawackler am Anfang und eine etwas langweilige Kadrage hätte ich noch zu bemängeln. Aber auch hier ist letzteres natürlich eine Geschmacksfrage.

Ich will jetzt nicht sagen das mir die halbe Szene gefällt, aber es ist auch nicht so, dass sie mich extrem stören würde (innerhalb der Amateurfilmparameter).Ich kann ihr halt, aus oben genanten Gründen, nicht wirklich das Dramatische entnehmen, was sie eigentlich enthält. Ich bin gespannt auf die andere Szene die Du raussuchst.

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Mittwoch, 14. Dezember 2016, 14:08

Tatsächlich finde ich den Dialog durch seine Halb-Improvisationen relativ nah an einer guten Umgangssprache, die unter Umständen auch in Filmen funktionieren kann. Das größte Problem im gezeigten Dialog ist aber ganz klar die Redundanz des Gesagten und die mangelnde Inszenierung, die es nicht schafft, alltägliche Aktivitäten auf das Medium Film zu übertragen.

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Mittwoch, 14. Dezember 2016, 15:32

Langsam fange ich an, euch zu mögen, Jungs.
Für soviel Leidenschaft gibt es doch gleich Pluspunkte.
:thumbup:
Ist diese Szene ein gutes Beispiel für das was Du als "realistischen" Dialog ansiehst ? Ich zähle viermal das Wort "Echt", zweimal "schätze mal" und ein zeitgleiches "Was denn". Das lenkt mich ungemein vom relevanten Inhalt des Dialoges ab. Ich muß ja auch noch das "dialektische" parallel verarbeiten/filtern "...die ich bei den Kärlen gefunden hab..." , "...zuviel Blut abgekriecht...". Ich würde auch im realen Leben eine "Kriese" bekommen wenn jemand so spricht und im Film wünsche ich mir dann doch sehr gerne didaktische etwas cleanere Dialoge.
Da hab ich jetzt eine Verständnisfrage. Was ist an den Formulierungen schlecht. Okay, die sind etwas flapsig, aber der Torsten ist halt völliger Laie (ein Filmsammler und sehr guter Freund von mir), der ganz viel Probleme mit den aufgeschriebenen Dialogen hatte und da hab ich ihm erlaubt "frei nach Schnauze" zu improvisieren - hauptsache der Inhalt kommt rüber. Er spielt quasi sich selbst.
Bei meinen aufgeschriebenen Dialogen, wenn sie nach Drehbuch gesprochen werden, ist stets eher die Gefahr, daß sie zu gewichtig klingen also mehr nach "Braveheart" im Ruhrpott als nach "Tatort Dortmund". ;( Darum fand ich es ganz gut, wenn auch mal der Einzelne seine Art zu reden einbringt.

Ansonsten liebe ich aber meine leicht überfrachteten, bedeutungsschwangeren Dialoge in anderen Szenen. Ich weiß, diese Mischung aus Dialogen, die gleichzeitig natürlich klingen sollen und trotzdem ein Drama-Volumen haben, ist sehr schwer hinzukriegen (damit meine ich nicht diese Szene).

Da ich den Kontext nicht kenne, hier noch eine Verständnisfrage. Das Aufgenommene Material war dem mit der Latzhose (Johnston ???) so wichtig, dass er heute die Arbeit früher verlässt, aber nicht wichtig genug um am Vortag direkt nach seiner Pause den beiden davon zu berichten (z.B. telefonisch) ?
Torsten (Latzhose) arbeitet nun zusammen mit den Studenten an der Auffindung und Rehabilitierung der Tiermädchen. Sie sind sich einig, daß man die Öffentlichkeit nicht über ihre "Schützlinge" informieren sollte, darum bringt er so unheimlich brisantes Material, in dem es übrigens auch um schwere Gewaltverbrechen geht, lieber persönlich vorbei.

Abgesehen davon das die Szene zu früh einsetzt (er steht noch mitten auf der Treppe und wartet auf seinen Einsatz), hätten die Schnitte auch etwas schneller sein können (nicht hecktisch, aber so das irrelevantes eben weggeschnitten wird), aber das ist natürlich eine ganz persönliche Meinung. Ein Kamerawackler am Anfang und eine etwas langweilige Kadrage hätte ich noch zu bemängeln. Aber auch hier ist letzteres natürlich eine Geschmacksfrage.
zu früh: Korrekt. Ist auch die fast ungeschnittene Fassung, also der Rohschnitt.
Kadrage: akzeptiert.
Tatsächlich finde ich den Dialog durch seine Halb-Improvisationen relativ nah an einer guten Umgangssprache, die unter Umständen auch in Filmen funktionieren kann. Das größte Problem im gezeigten Dialog ist aber ganz klar die Redundanz des Gesagten und die mangelnde Inszenierung, die es nicht schafft, alltägliche Aktivitäten auf das Medium Film zu übertragen.
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47

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 00:29

Zitat

Darum fand ich es ganz gut, wenn auch mal der Einzelne seine Art zu reden einbringt.

Kannst Du ja machen, nur hier kommt ja das Improschauspiel dazu. Die Textunsicherheit hört man aus dem Dialog raus, darum wiederholt er sich ja auch in der Wortwahl und verhaspelt sich auch. Wenn Du da noch einen "Dialekt" drauf setzt kommt noch mehr dazu, was einfach nicht rund klingt. Wenn jemand Deine geschriebenen Dialoge nicht sprechen kann (und sich das nicht vorher schon rausstellt, bei Proben oder gar im Casting), dann ist es ja okay jemanden mit seinen Worten spielen zu lassen um den Sinn zu vermitteln, nur auch diese eignen Worte sollten dann sauber gespielt/gesagt werden und das tut Latzhose meiner Ansicht nach nicht.

Die Redundanz von der Selon spricht, gilt für mich nicht nur für die Informationen sondern eben auch für sich wiederholende Worte oder Phrasen. Ich bin mir sicher das Du beim Schreiben darauf achtest das sich Worte wie "Echt" nicht viermal innerhalb einer 56 Sekunden Szene wiederholen. Habt ihr von der Einstellung mehrer Takes gedreht ? Die unentschlossenen Schwenks und der überlappenden Begrüßungssatz, hätte das auf alle Fälle gerechtfertigt.

Zitat

darum bringt er so unheimlich brisantes Material, in dem es übrigens auch um schwere Gewaltverbrechen geht, lieber persönlich vorbei.

Genau das meine ich. Wenn ich "Beweismaterial" für eine heftige Straftat auf Video habe, dann warte ich nicht 20 Stunden bis ich das den Personen vorbeibringe. Ich würde ausflippen und sofort zum Handy greifen und meinen Freunden davon erzählen. Ist mir nur so aufgefallen und kann ja sein das sich andere nicht daran stören.

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Donnerstag, 15. Dezember 2016, 12:49

Der Ausschnitt ist jetzt nicht überragend, da gibt es natürlich viel viel Schlechteres. Hier im Forum gibt es aber auch ganz ansehnliche Filme. Nur so als Info. ;)
Dem stimme ich voll und ganz zu. Danke ! :thumbup:







Ich bin mir sicher das Du beim Schreiben darauf achtest das sich Worte wie "Echt" nicht viermal innerhalb einer 56 Sekunden Szene wiederholen.
Doch genau auf sowas achte ich. Mich stört schon, wenn in einem 90-Minuten-Hollywood-Film sechmal "Hör'n sie" gesagt wird. Solche Worte wie "echt" (Teil 3) oder "echt jetzt" (Teil 1) sind immer Improvisation der Darsteller.

Zitat


darum bringt er so unheimlich brisantes Material, in dem es übrigens auch um schwere Gewaltverbrechen geht, lieber persönlich vorbei.
Genau das meine ich. Wenn ich "Beweismaterial" für eine heftige Straftat auf Video habe, dann warte ich nicht 20 Stunden bis ich das den Personen vorbeibringe. Ich würde ausflippen und sofort zum Handy greifen und meinen Freunden davon erzählen. Ist mir nur so aufgefallen und kann ja sein das sich andere nicht daran stören.
Ähm, die haben Tage vorher schon Langhaar blutüberströmt in mitten einiger Leichen gefunden und es auch nicht gemeldet, sondern alles liegengelassen, die Kamera mitgenommen und Langhaar auch.
Und noch längere Zeit vorher haben sie sich nicht gelmeldet als sie in der Zeitung gelesen haben, daß ein Teenager totgebissen wurde, obwohl sie wußten, daß es wahrscheinlich "Die Bissige" war, die es getan hat.
Es gibt im zweiten und dritten Teil immer wieder Diskussionen unter den 4 Studenten (+ Torsten als Fünfter), ob es richtig ist, die Behörden und andere Experten (Ärzte) nicht einzuschalten, sondern alles nur alleine regeln zu wollen. Ist einer der wichtigen psychologischen Faktoren in der Reihe, ob Hilfsbereitschaft auch mal mit einem durchgehen kann und man durch den Willen alles persönlich im engsten menschlichen Kreis regeln zu wollen, nicht eventuell mehr Schaden angerichtet wird als wenn man den offiziellen Weg gehen würde.
Es gibt nur eine allgemeingültige Verhaltensweise für solche speziellen Fälle, in denen man versucht verwilderte Menschen zu resozialisieren. Kein Handbuch. Die Studenten betreten damit Neuland.
Zunächst war auch die wissenschaftliche Neugier (es sind immerhin Psychologiestudenten) und der Forscherdrang maßgeblich, eventuell eine Dissertation darüber zu schreiben. Dann aber wurde das Ganze immer mehr zu einer persönlichen Sache. Die Beziehungen zwischen einzelnen Studenten und bestimmten Tiermädchen wurden immer enger. Die Bindung und das Verantwortungsgefühl überwog über die klare Analyse. Das Gefühl, es sind unsere Tiermädchen für die wir besser sorgen können als das andere tun könnten.

Die schweren Gewaltverbrechen (damit verrate ich sehr viel) die erstens Langhaar durch die Snuff-Movie-Typen angetan wurden, und die zweitens Langhaar dann deswegen verübt hat, wirken auf die Gruppe der Helfer (die Studeten + Torsten), trotz abscheu und Schock, wie ein Erlösung: Endlich wird mit der Kamera bewiesen, daß unsere liebe Langhaar nicht Schuld ist und nicht grundlos zwei Menschen getötet hat. Und dies treibt die Helfer noch mehr zu der Einschötzung, gerade jetzt Langhaar nicht an die Behörden ausliefern zu dürfen, weil ihr eine Bestrafung drohen würde für Taten, für die sich moralisch gar nicht verantwortlich gemacht werden kann. Aber diese Haltung ist innerhalb der Gruppe der Helfer immer noch sehr umstritten.


Danke für die interessierten Fragen.

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Freitag, 16. Dezember 2016, 13:59

Hier eine komplette Szenen (allerdings ungefärbt).

Genauso sprechen die auch, wenn wir uns über filmische Dinge auseinandersetzen. Auch die kleinen Holperer drin habe ich ganz bewußt genommen, hatte ja ein Dutzend Aufnahmen von jeder Einstellung, weil der Mensch sich beim normalen Sprechen auch mal "vertut", d.h. den Anfang von einem Wortspricht und dann auf ein anderes Wort umschwenkt.

Auch der Umstand, daß sich Jessica manchmal die Antworten noch Sekundenbruchteile überlegen muss, ist passend, denn sie befindet sich in der Defensive. So intensiv und persönlich ist sie Sven noch nie angegangen. Sie ist aufgeregt und nervös, weil sie Angst hat die Stumme zu verlieren.



Selon Fischer

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Freitag, 16. Dezember 2016, 15:42

Finde ich deutlich besser als alles, was du bislang gepostet hast. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass sich Regie und Script auf Amateur-Niveau bewegen und in keiner Form deine überlangen Texte und Kritikresistenz entschuldigen.

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Freitag, 16. Dezember 2016, 17:56

Er neigt leider zum physischen Overacting (Theater halt), vom Gesprochenen finde ich ihn bis auf eine Stelle gut. Sie finde ich durchwachsen, aber stellenweise sieht man das sie mehr Potential hat, als abgerufen wurde. Ansonsten schließe ich mich Selon an und gehe auch nicht weiter auf andere Defizite wie Kamera(führung), Licht, Set, Grading ein.

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Samstag, 17. Dezember 2016, 11:26

Er neigt leider zum physischen Overacting (Theater halt), vom Gesprochenen finde ich ihn bis auf eine Stelle gut. Sie finde ich durchwachsen, aber stellenweise sieht man das sie mehr Potential hat, als abgerufen wurde. Ansonsten schließe ich mich Selon an und gehe auch nicht weiter auf andere Defizite wie Kamera(führung), Licht, Set, Grading ein.
Du meinst ggf. die Handbewegungen von Sven. Ja, okay. Da hat er sich auch gegenüber Teil 1 verändert.
Eine Stelle vom Gesprochenen nicht gut: Ich glaube du meinst: "Langhaar hat zwei Menschen getötet" das betont er etwas übertrieben und ist dadurch unnatürlich.

Finde ich deutlich besser als alles, was du bislang gepostet hast. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass sich Regie und Script auf Amateur-Niveau bewegen und in keiner Form deine überlangen Texte und Kritikresistenz entschuldigen.

Wir sind Amateurfilmer. Richtig.
Bin nur ein Autodidakt, der sein Möglichstes versucht, und habe nie eine Filmschule oder Uni (außer für Theologie) von innen gesehen.

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Mittwoch, 21. Dezember 2016, 16:28

Jetzt haben wir ja ausgiebig die technischen* (Kamera, Licht, Ton) und formalen (Darstellung, etc.) besprochen. Aber der eigentliche Inhalt, der sich ja teilweise auch durch die Diskussion in der Szene andeutet, kommt immer bei der Betrachtung zu kurz. Die nicht gerade sehr verbreitete Heransgehensweise ein Horrorthema (Kannibalismus, Folter, Snuff, Psychoterror) so eng mit den Problemfilm-typischen Dingen wie Beschreibung und Diskussion über Seelenzustände und menschliche Angelegenheiten, zu verbinden, ist im grunde der Kernpunkt der Sache. Nicht ob A oder B mehr oder weniger gut gespielt hat oder ob man einen modernen Schnitt hat.


* = Ich frage mich langsam, warum ich einen Profikameramann genommen habe, wenn an der Optik noch viel krititisiert wird. Was soll ich denn sonst noch machen? Dante Spinotti holen?


Eine Sache ging mir noch durch den Kopf. Einige scheinen zu glauben, ich wolle mich unbedingt mich als Super-Regisseur oder toller Techniker präsentieren. Das ist aber ganz und gar nicht so. Darum habe ich ja auch weite Teile der Regie an die sehr begabte Nina Rosenbohm abgegeben, die das teilweise beim Theater macht und die nebenher dort auch den Ton macht und bei unserem Film für den Kostümwechsel geworgt hat. Wenn ich das alleine inszeniert hätte, dann hätten alle Leute in jeder Szene die gleiche Kleidung getragen - bei einer Handlung die über mehrere Wochen geht.

Ich hätte keine Probleme damit, bei einem Projekt die Regie an einen ganz anderen abzugeben, die Film- oder Fernseherfahrung hat. Ich will nur die Kontrolle über das Projekt behalten, damit die jungen Regisseure nicht auf bescheurte Methoden verfallen, wie sie in den letzten 15 Jahren immer häufiger bei Kinofilmen verwendet werden: schneller Schnitt, matte Farben, zu dunkel etc.
Für mich als Schriftsteller und Filmliebhaber ist es eigentlich nur wichtig, daß ein neuer oder durch Verknüpfung vieler bekannter Dinge andersartig verschmolzener (Legierung) Inhalt nach meinen Vorstellungen erzeugt wird. Wie das zustande kommt, ist mir im Prinzip egal, wer meine Träume umsetzt auch. Ich bin dabei nicht wichtig, sondern das Werk.

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Mittwoch, 21. Dezember 2016, 16:57

Zitat

Wenn ich das alleine inszeniert hätte, dann hätten alle Leute in jeder Szene die gleiche Kleidung getragen


In diesem Satz von dir wird deutlich, dass wir wohl einen unterschiedlichen Regie-Begriff haben. Natürlich hat ein Regisseur als kreativer Leiter auch einen Blick für das große Ganze (wo Kostüme und Postproduktion hineinfallen). Was aber deinen geposteten Szenen total abgeht, ist eine dynamische, lebensechte Spielweise. Und das liegt nicht (nur) an den Schauspielern, sondern (vor allem) an der lahmen Inszenierung. Rechercheauftrag für dich: Erarbeite dir die Kernkonzepte hinter "Spielweisen" bzw. "Spielmethoden", "Staging" und "Schauspielführung".

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 16:09

Zitat

Wenn ich das alleine inszeniert hätte, dann hätten alle Leute in jeder Szene die gleiche Kleidung getragen


In diesem Satz von dir wird deutlich, dass wir wohl einen unterschiedlichen Regie-Begriff haben. Natürlich hat ein Regisseur als kreativer Leiter auch einen Blick für das große Ganze (wo Kostüme und Postproduktion hineinfallen). Was aber deinen geposteten Szenen total abgeht, ist eine dynamische, lebensechte Spielweise. Und das liegt nicht (nur) an den Schauspielern, sondern (vor allem) an der lahmen Inszenierung. Rechercheauftrag für dich: Erarbeite dir die Kernkonzepte hinter "Spielweisen" bzw. "Spielmethoden", "Staging" und "Schauspielführung".
Nee, daran wird deutlich, wie ehrlich ich bin, daß ich zugebe, daß ich so einen Mist gebaut hätte, wenn nicht andere da aufgepasst hätten.

Dann möchte ich jetzt mal, und zwar nicht im 500.000 € aufwärts Bereich, sondern im günstig produzierten Bereich einen oder zwei deutsche Filme bzw. Ausschnitte sehen, die du ja sicher nennen kannst, wo "eine dynamische, lebensechte Spielweise" vorliegt.

Was würdest du schätzen, wieviel % der deutschen Filmemacher (Amateuere und Profis zusammengenommen) haben verinnerlicht: Kernkonzepte hinter "Spielweisen" bzw. "Spielmethoden", "Staging" und "Schauspielführung"? Ist keine Fangfrage, aber da ich sehr gut im schätzen bin, bin ich mal so höflich es dir aus zuzutrauen, und wenn's nur etwas vie Dreiviertel ungefähr ist.

Ansonsten sind wir ja schon wieder bei der Form (Inszenierung, Schauspiel) und nicht beim eigentlichen Inhalt. Meine wortreichen Beschreibungen des schlecht in reiner Bildform darzustellende Inhalts sind quasi die eigentlichen Trailer. Fände es sogar gut, wenn es funktionieren könnte, einen Inhalt so interessant zu beschreiben, daß niemand mehr einen Trailer sehen muss. Aber es wird ja so extrem auf die Form und so wenig auf den Inhalt ausgerichtet.



Also, wie gesagt, nicht kneifen, sondern mir mal, weil es mich wirklich interessiert, enige Beispiele für gute Inszenierung zeigen. Vielleicht kann ich noch was lernen.


rick

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 17:10

Aber es wird ja so extrem auf die Form und so wenig auf den Inhalt ausgerichtet.

Da ist er schon wieder der Fehler den Du konsequent machst. Nicht der Zuschauer hat Dirgegenüber eine Bringschuld in der Form das er sich einen Film wegen des Inhaltes anschaut, wenn ihn die Inzenierung nicht anspricht oder ihm der Inhalt aus Deiner Beschreibung im krassen Gegensatz zu dem erscheint was ihm gezeigt wird. Ich sage es nochmal Du hast entweder das falsche Medium für Deinen Inhalt gewählt oder Du ignorierst die Funktionsweise des Mediums Film oder Dein Inhalt ist nicht interssant genug für den Zuschauer (was unterscchiedliche Gründe haben kann). Nicht wie haben mit dem "Schauspiel" angefangen sondern Du hast es uns als besonders gut, autentisch und einfühlsam "versprochen", aber in meinen Augen nicht gehalten.

Du verstehst auch nicht wie Kritik funktioniert. Selon hat Dir gegenüber genauso wenig eine Bringschuld um Dir Film aufzählen zu müssen, in denen andere es besser gemacht haben. Er sagt Dir was Du in seinen Augen hättest besser machen sollen, bzw. was Deine Regisseurin nicht gut gemacht hat. Nimm das an oder lehne es ab, aber diskutiere nicht immer auf dem Niveau "Beweise mir erst mal dies oder das".

Ich wünsche ein frohes, besinnliches Fest :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rick« (22. Dezember 2016, 17:28)


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7River, L Lawliet

HansSchulte

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 17:52

Auch frohes Fest an alle.


Trotzdem hat man doch wohl ein Recht zu sehen, wie etwas richtig aussieht.
Der Bäckermeister, der sagt, daß der Lehrling den Brötchen eine falsche Form gibt, macht ja auch ganz automatisch dann ein Brötchen als Musterbeispiel: "sieh mal, so macht man das richtig". Oder er zeigt wenigstens: "Sieh dir mal an, wie der Geselle das macht. so ist das richtig."


Genaus, wie du Recht hast, daß eine Filmwerben eben (leider) nicht ohne Trailer funktioniert, so habe ich, gerade aufgrund dieser Tatsache, daß es eben auch ein optisches Medium ist, einen berechtigten Anspruch, daß mir mal eine Szene gezeigt wird, die euren Ansprüchen genügt.


"der Inhalt aus Deiner Beschreibung im krassen Gegensatz zu dem erscheint was ihm gezeigt wird"
Bezogen auf den Inhalt des Films kann das nicht sein. Allenfalls bezogen auf Spiel und Technik. Aber Inhalt, also das Thema und die mentalen Kernpunkte des Films, würden nur von der Beschreibung abweichen, wenn ich z.B. viel über die Behandlung seelischer Probleme und die Abwägung der moralischen Verantwortlichkeit geschrieben hätte, dann aber ein fast wortloser Film folgen würde, der ganz andere Dinge behandelt.

Um diesen Inhalt aus dem vorvorletzten Posting drückt ihr euch immer herum:
"Die nicht gerade sehr verbreitete Heransgehensweise ein Horrorthema
(Kannibalismus, Folter, Snuff, Psychoterror) so eng mit den
Problemfilm-typischen Dingen wie Beschreibung und Diskussion über
Seelenzustände und menschliche Angelegenheiten, zu verbinden,"


Ihr vergesst, daß ich seit 1985 Kritiken schreibe und 3000 Seiten füllen sich auch nicht nur mit xxxxxxx. Schreibe wahrscheinlich schon länger Kritiken als die meisten Leser hier auf der Welt sind. :D

Zu guter Kritik gehört nämlich auch, daß man nicht die Punkte, in denen eine ungeliebte Sache dann doch punkten kann, immer ausspart. Oder ggf. gleicht mit einer überlagernden anderen Sache verknüpft, nach dem Motto: "Der Inhalt mit so viel Tiefe könnte ja vielleicht interessant sein, aber bei der Art der Inszenierung funktioniert er nicht."
Das ist eine zerstörerische Verknüpfung. Wenn man über den Inhalt spricht, dann in dem Moment wirklich nur über den Inhalt, und der Inhalt geht nun mal aus den Beschreibungen hervor, denn Trailer ist eben nur ein Flackern.


Um es mal ganz krass zu sagen, und mal meine verklausulierten Worte bei Seite zu lassen:
Angesichts der langweiligen Scheiß-Themen, die heute verfilmt werden, und da meine ich auch die teuren Mainstreamfilme, und der Tatsache, daß ich 80 - 90 % der Filme der letzten 15 Jahre zum Erbrechen langweilig finde, weil sie meistens nur ein ausgetretenes Schema herunterkurbeln, habe ich alles Recht stolz auf meinen Inhalt zu sein.


Und es soll erst mal einer nachmachen mit 5000 € so einen Film zu drehen.


Als kleinen, nicht bös gemeinten Scherz möchte ich das "Black Rain" Zitat anfügen: "Besser machen oder Klappe halten"

7River

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 18:06

Es geht hier doch um Filme. Wenn Dein Trailer schon technische Schwächen offenbart und die Zuschauer nicht packt, kannst Du noch so viel schreiben. Es ändert nichts an den Tatsachen.

Du bist von Deiner Filmgeschichte überzeugt. Verstehe ich natürlich.

In dem Film "Hostel", wo Dein Film gewisse Anleihen nimmt, ist die Bedrohung nachvollziehbar. In einem Trailer von Dir kann man sehen, wie ein junger Mann in einem Wald eins dieser vier Tiermädchen begegnet. Was macht er? Er wirft ungelenk mit kleinen Stöckchen nach ihr, um sie abzuwehren. Er ergreift nicht die Flucht, schnappt sich keinen dicken Knüppel. (...) Am Ende liegt er hilflos am Boden, das Mädchen beißt genüßlich zu. Er hat die Hände aber noch frei...

In der Dialogszene ist die Rede von drei Toten, die von Langhaar und die Bissige getötet wurden. Tote haben Angehörige, die sie vermissen, die rufen die Polizei... Mir stellt sich auch die Frage, warum die Tiermädchen sich fast wie Zombies verhalten. Schon klar, sie haben Fürchterliches durchgemacht, waren jahrelang eingesperrt. Aber warum können sie sich nicht mehr richtig artikulieren, warum haben sie den Gang von Affen angenommen?! Es gibt ja durchaus authentische Fälle, wo Menschen gefangen gehalten wurden. Also ich habe da meine Zweifel...

rick

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 18:19

Zu guter Kritik gehört nämlich auch, daß man nicht die Punkte, in denen eine ungeliebte Sache dann doch punkten kann, immer ausspart.

Im Gegensatz zu Dir schreibe ich aber keine umfänglichen Kritiken sondern äußere nur meine Meinung und das in der Regel auch nur in den Bereichen von denen ich "Ahnung" habe.

Zitat

Um diesen Inhalt aus dem vorvorletzten Posting drückt ihr euch immer herum:
"Die nicht gerade sehr verbreitete Heransgehensweise ein Horrorthema
(Kannibalismus, Folter, Snuff, Psychoterror) so eng mit den
Problemfilm-typischen Dingen wie Beschreibung und Diskussion über
Seelenzustände und menschliche Angelegenheiten, zu verbinden,"


Ich habe keine Ahnung von den Genres Horror oder Torture-Porn, sie interessieren mich nicht. Ich verabscheue z.B. "Hostel", also kann ich nicht mal beurteilen ob Du im Ansatz irgendwas Neues oder Tolles erschaffen hast. Ich verstehe Deine Intention dort anzuknüpfen wo "Hostel" endet, aber mir konntest Du Deinen Inhalt nicht schmackhaft machen. Angenommen Du hättest einen prima Trailer und einen technisch überzeugenden Film und super Schauspieler und und und, dann würde ich das Thema vermutlich auch nicht interessant genug finden (für mich persönlich), lediglich eine geniale Inzenierung könnte mich da locken.

Zitat

Und es soll erst mal einer nachmachen mit 5000 € so einen Film zu drehen.

Hast Du super gemacht. Entschuldige, dass sich meine Euphorie (und die vieler anderer hier) darüber in Grenzen hält, denn Du bist hier in bester Gesellschaft von Leuten, die unglaublich viel mit oft unglaublich wenige erreicht haben. Das ist auch so ein bißchen Dein "Verderben" hier, bei so vielen Talente die schon Erstaunliches geleistet haben und deutlich "bescheidener" dabei auftreten. Ich kann ja den Frust verstehen wenn man sich in eine Sache reingekniet hat und auf besonders positives Feedback hofft, welches dann nicht kommt, aber ich würde da echt mal überlegen das positive Feedback dann eher in einem Autorenforum zu suchen und nicht in einem Forum wo Dir die Hälfte der Mitglieder vorrechnen wird, was sie alles "Geiles" mit 5000,- Euro angestellt haben.

Zitat

Ihr vergesst, daß ich seit 1985 Kritiken schreibe...

Du vergisst, dass hier Leute sind die schon länger Filme machen und Geschichten schreiben und schon zahllose "Filmemacher" mit ganz tollen Ideen und Inhalten haben kommen und gehen sehen. Wie kannst Du denn seit 1985 Kitiken schreiben wenn Du erst seit ein paar Jahren selber Filme machst. Du hättest doch in den 80er und 90er Jahren die Klappe halten müssen, wenn Du es zu dem Zeitpunkt nicht selber besser gemacht hast ;)

Zitat

"Besser machen oder Klappe halten"

Besser als 200 verkaufte DVDs oder was meinst Du ?

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 22:56

Robert Rodriguez hat das gemacht. Mit 5000 Dollar einen Film gedreht. Wie hieß der Film ? " El Mariachi ". Gut, kann man mit deinem Werk jetzt nicht vergleichen. Ist auch immer schwer, nicht nachvollziehbare Handlungen durch Darsteller logisch zu erklären. Der Zuseher WILL aber die Aktionen und Handlungsweisen verstehen können. Auch wenn er Fantasie gebrauchen muss. Man lässt sich auf ein Thema ein. Siehe " Star Wars " z. B. Da wird man wissen, dass Raumschiffe auf einen zukommen. Da wird man wissen, dass mit Laserkanonen geschossen wird. Die gleiche Erwartungshaltung wird vorausgesetzt, wenn man einen Thriller serviert bekommt. Oder Kriegsfilm. Oder Action. Oder Zombie Gedöns. Man weiß es einfach. Und wenn der Zuseher bereit ist, sich darauf einzulassen, kann er den Film genießen.
Der Zuseher will auch Logik erleben. Warum tut die Person das und dies. Man kann und darf den heutigen, aufgeklärten Zuseher, der ja mit allen filmischen Wassern gewaschen ist, nicht der Verarsche preisgeben. Er wird sich abwenden.
Wenn du im ersten Akt eine Pistole zeigst, muss spätestens im dritten Akt damit geschossen werden. Ansonsten brauchst du sie nicht zu zeigen.

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