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HansSchulte

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1

Donnerstag, 17. Dezember 2015, 19:25

Kaum besser als ihr

Filmtitel:
[Kaum besser als ihr]

Beschreibung:
Drama mit Horrorelementen. Eine vierfache, eng mit einander verknüpfte Parallelhandlung derselben Geschichte um vier junge Frauen, die 20 Jahre lang in einem kommerziell betriebenen Folterhaus in Osteuropa mißhandelt worden sind. Die Handlung der Trilogie setzt erst ein, nachdem sie fliehen konnten. Zuvor waren sie eine Zeit auf sich allein gestellt eingesperrt und konnten nur durch Kannibalismus überleben.
Der in diesem Film gezeigte Abschnitt des Geschehens beschäftigt sich mit den Versuchen, diese Frauen zu resozialisieren und einem breiten gesellschaftlen Querschnitt von sehr unterschiedlichen Menschen, die den verwilderten Mädchen begegnen. Einige wollen helfen, andere möchten sie für absurde Versuche einer Bekehrung zum christlichen Glauben nutzen, welche schon durch den Umstand, daß die Frauen keine Sprache zusammenhängend sprechen, sondern nur einzelne Worte aus 12 verschiedenen Sprachen aufgeschnappt haben, bereits unmöglich sind. Wieder andere suchen Opfer für neue Quälereien und übelste Triebe.
Nur ahnt keiner der Menschen, wie bissig und gefährlich die Tiermädchen in Wirklichkeit sind. Vom Rentner über freche Lümmel bis hin zu kleinen Kindern begibt sich jeder, der ihnen begenet in die Gefahr, zerfleischt zu werden.

Der Film spielt ständig sowohl mit der Gefahr, die von den Kannibalinnen ausgeht als auch mit der Bedrohung, die manche anscheinend solide Bürger für diese Frauen darstellen. Das wechselseitige Spiel wer ist Opfer und wer ist Täter sorgt bei einer Vielzahl von Szenen dafür, daß der Zuschauer nicht abschätzen kann, was passieren wird. Es gibt keine typischen Horrorklischees, bei denen man vorher weiß, ob jemand getötet wird. Die Verteilung auf 17 Hauptrollen (und 13 Nebenrollen), davon je 4 Tiermädchen und 4 Studenten, die sie suchen um zu helfen, ermöglicht zusätzlich, daß absolut alles passieren kann: Jeder kann jederzeit getötet werden. Es kann in einer Szene aber auch etwas Schönes oder sogar Amüsantes passieren. Unberechenbar, wie das Leben selbst.

Durch die vier Handlungsstränge besteht ein ständiger Wechsel zwischen schaurigen, harmonischen, dramatischen, lustigen, reizvollen und erschütternden Szenen, der Abwechslung für den Zuschauer gerantieren soll.

Dementsprechend hat auch die Musik aus Österreich keine Eintönigkeit, sondern bringt unheimliche Klänge ebenso wie sanfte und verträumte Töne, schräge Untermalung für Qualen und sogar idyllische Country-Musik.

Der Blutgehalt ist trotz 18er Freigabe noch im erträglichen Bereich, denn es ist zu 80 % ein Drama und nur 20 % Horror. Trotz der Effekte von Marc Rohnstock, Lars Rohnstock und Dominik Ruf ist dies also eher ein leiser, anspruchsvoller Film als die typische deutsche Amateur-Splatter-Orgie.


Am wichtigsten war mir besonders gute Dialoge zu schaffen und die Schauspieler als ganz normale Menschen rüberkommen zu lassen. Keine Überfiguren aus Hollywood und keine unüberzeugenden Reality-Komparsen. Einfach die Frage, wie würde der normale Menschen, würden wir auf so eine Siatuation reagieren, wenn wir solchen Tiermädchen begegnen? Darum auch der gesellschaftskritisch gemeinte Titel "Kaum besser als ihr".

Besetzt mit zahlreichen Theaterschauspielern, von denen viele schon über 15 Jahre Bühnenerfahrung haben, hoffen wir darstellerisch den ersten Teil "Kaum mehr als Tiere", der eher kammerspielartig war, sowohl schauspielerisch als auch in einer temporeicheren und strafferen Dramaturgie übertroffen zu haben.





Infos zur Entstehung:
Kamera: Blackmagic Cinema Camera (mit Videos Devices Rekorder)
Sonstiges Equipment: mehrere Scheinwerfer
Schnittsoftware: DaVinci Resolve 11 Lite, Movie Studio Platinum 12.0
Sonstige Software: Konvertierungsprogramm SuperKonverter
Geringes Budget von 5000 €

Screenshot(s):

Filmlänge:
z.B. 106'05" Minuten


Stream:
Trailer:


*Topic verschoben, da nur der Trailer vorgestellt wird*

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »HansSchulte« (18. Dezember 2015, 14:05)


Selon Fischer

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2

Donnerstag, 17. Dezember 2015, 21:26

Ich habe leider nur wenig von dem im Text angesprochenen Elementen im Trailer wiederfinden können. Das sah alles trotz "Profikamera" nicht nach "kinoniveau" aus, sondern nach einem langen, flachen Amateurfilm.

Vielleicht ist der Film besser, der Trailer hat mich eher abgeschreckt. Wann und wie wird der Film veröffentlicht?

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3

Donnerstag, 17. Dezember 2015, 21:35

Was war das genau für eine Kamera ?

LennO

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4

Freitag, 18. Dezember 2015, 00:56

Ich muss mich da leider anschliessen…weder Bild noch Grading, noch Licht sehen nach "Kinoniveau" aus. Wenn man in der Beschreibung auf die Kacke haut, muss man auch mit so ner Antwort leben.

Was wars denn?

Zum Trailer… hat Selon eigentlich alles gesagt.

L Lawliet

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5

Freitag, 18. Dezember 2015, 04:02

Ich habe mir den Text durchgelesen, dann den Trailer angeschaut, dann wieder den Text durchgelesen.

Du solltest für eine Werbeagentur schreiben.
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
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Julian-Rolf

7River

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6

Freitag, 18. Dezember 2015, 08:47

Vielleicht hättest Du besser beischreiben sollen, dass das der Auftakt zu einer Trilogie ist, der noch mit herkömmlichen Kameras gedreht wurde, und bei den anderen Teilen Profikameras zum Einsatz kommen.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Lierov

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7

Freitag, 18. Dezember 2015, 09:48

very entertaining! vor allem wenn man sich weitere Youtube-Videos anschaut oder sich die Infos bei der Startnext-Kampagne durchliest. Ein Matratzenverkäufer, der in einem absolut sehenswerten Erklärvideo betont, dass sie mit einer "glasklaren Bildqualität" arbeiten bei der die natürlichen Farben "unverfälscht rüberkommen", der dort die gängige Praxis moderner Filme "Farben rauszufiltern" oder "Szenen zu dunkel" zu gestalten kritisiert... das alles ist schon ziemlich lustig. Vor allem wenn er erzählt, dass der "Film sich Zeit lässt seine Story zu entwickeln", was auch durch "die technische Seite unterstrichen wird", denn "es gibt zwei lange Szenen in denen die Darsteller frei improvisieren können...................ohne Schnitt!".
Anfangs dachte ich, dass das alles nur Satire ist... aber ich fürchte das ist alles ernst gemeint :/
Kritik ist die höchste Form der Zuneigung

L Lawliet

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8

Freitag, 18. Dezember 2015, 11:31

Vielleicht hättest Du besser beischreiben sollen, dass das der Auftakt zu einer Trilogie ist, der noch mit herkömmlichen Kameras gedreht wurde, und bei den anderen Teilen Profikameras zum Einsatz kommen.

Es ist aber nicht der Trailer zum Auftakt, sondern für den zweiten Teil der Trilogie, wie dem letzten Absatz zu entnehmen ist.
Die Kamera allein ist ja auch nicht das Problem. Das Schauspiel ist weit davon entfernt, die Darsteller "als ganz normale Menschen rüberkommen zu lassen"; "besonders gute Dialoge" lassen sich, zumindest basierend auf dem Trailer, auch nicht erahnen.
Anfangs dachte ich, dass das alles nur Satire ist... aber ich fürchte das ist alles ernst gemeint :/

Same here. :D
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

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HansSchulte

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9

Freitag, 18. Dezember 2015, 14:02

Stimmt fast alles, was ihr anmerkt. :thumbup:

Der Trailer gibt tatsächlich sehr wenig vom Inhalt wieder, denn ich gebe offen zu daß ich ein großes Problem beim Schneiden von Trailern habe. Schon der vom ersten Teil "Kaum mehr als Tiere" (2012) war katastrophal schlecht. Den hab ich mittlerweile gelöscht und durch einen rein misteriösen, aber leider nicht aussagekräftigen ersetzt.

Von Teil 2 "Kaum besser als ihr" (2015) sind jetzt im Netz 3 Trailer zu finden, die einfach dasselbe Material nur optisch und musikalisch verändert wiedergeben. Den längsten seht ihr hier.

Weshalb ich auch beim zweiten Teil einen so aussageschwachen Trailer gemacht habe, ist schnell gesagt: Ich komme mir gegenübern den heute üblichen smashigen, fetzigen, wilden und lauten Trailern aus Hollywood unterlegen vor. Man weiß doch nur zu gut, daß das heutige Publikum einen Trailer sehen will z.B. in dem Aufbau:
>mysteriösen Szenenschnipsel---turbulenten Actionflash---cooler Spruch---spektakuläre Sequenz---cooler Dialog---Crash---zündender Spruch<

Und ganz ehrlich, das kann meine Trilogie nicht bieten. Es ist eine im grunde dialoglastige Sache, die auf sensible Charakterschilderung und auch eine Entwicklung der Personen innerhalb der Geschichte aufgebaut ist. Die Angelegenheit hat mehr von einem Problemfilmdrama als von einem Horrorfilm.
Hinzu kommt, daß gerade der zweite Teil in den spannenden Szenen (die gibt es wirklich) so viele Überraschungen birgt (womit ich nicht die typischen Wendungen meine, die alles plötzlich ins Gegenteil verkehren, sondern einfach den Umstand, daß man bei einer Konfrontation nicht abschätzen kann, was passieren wird). Würde ich also die spektakulärsten Szenen auch nur ansatzweise einbauen oder auch nur zu viele von den Begegnungsszenen, so wüßte die Zuschauer bereits bevor er sich den Film ansieht, was dort passieren wird. Das soll je gerade nicht sein.
Und glaubt mir, ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich unter Vermeidung dieser Dinge einen zündenden Trailer basteln soll.

Weil ich aber davon ausgehe, daß ich mit einigen sensiblen Szenen, die sich zudem auch noch langsam entwickeln und aus denen folglich 15 Sekunden in einem Trailer gar nichts bringen würden, keine jungen Zuschauer ansprechen werde, habe ich als Notlösung einen Trailer gebastelt, der weder das Eine noch das Andere ist. Ein Kompromiß-Zwischending. Etwas Blut und Geschrei, um irgendwie spektakulär zu wirken und einen Fetzen von der sensiblen Szene, wo die verschüchterte Stumme den Studeten vorgestellt wird. Dazu noch etwas von der unterschwelligen Gemeinheit der frommen Leute.
Ich will auch das Horrorpublikum haben, obwohl die Leute, die sich so richtig wohlfühlen, wenn alles nach bekannten Klischees verläuft und Jason Vorhees vorhersagbar eine Screamqueen nach der anderen schlitzt, werden meinen Film hassen, weil er eben mit so vielen Klischees bricht.


Was sind überhaupt die Horrorbestandteile? Es gibt schon Gemeinsamkeiten zu Jack Ketchums "Beutegier" und "The Woman", die ich beide verehre, aber nicht imitiere.
Ferner eifern die beiden Snuff-Movie-Typen der "Saw"-Reihe nach und wollen soetwas auf ihre unbeholfene, amateurhafte Art nachmachen. Also Durchschnittsleute, die hinterhältige Fallen bauen und sich dabei pfiffig vorkommen, obwohl ihre Fallen nur primitiv sind gegen Saw.
Außerdem beschreibt die Hintergrundgeschichte (die in der Trilogie fast gar nicht gezeigt wird, sondern nur erzählt) ein Folterhaus aus der "Hostel"-Klasse. Dort sind die Mädchen, wie bei "3096 Tage" zusammen mit vielen anderen gefangengehalten und gequält worden. Nur vier haben es überlebt...

Mein Film zeigt nun, eher in Richtung "Nell" gehend, die Rehabilitierungsversuche durch die Studenten und deren fieberhafte Suche nach den Mädchen, die am Anfang des zweiten Teiles getrennt werden.

**********************************************

Kamera: Blackmagic Cinema Camera mit Videos Devices Rekorder.


**********************************************

Teil 1 wurde mit einer Amateurkamera, aber einer neuen und recht hochwertigen gedreht. Sogar ohne Tonarm und mit nur einem Scheinwerfer, also ganz einfach und der ganze 92-Minuten-Film an einem Tag in 14 Stunden und 8 Minuten. Das der Ton bei dieser Angelegenheit an manschen Stellen nicht toll ist, versteht sich sicher von selbst. Das ist ein echter Amateurfilm, der praktisch kein Geld gekostet hat.
Für mich ging es darum, zu versuchen ob man in so kurzer Zeit einen dialogreichen Film mit 50 Szenen abdrehen kann oder nicht. Ohne Theaterschauspieler, die kaum Wiederholungen einer Szenen brauchen hätte es nicht geklappt.

Mir fiel dabei auf, daß Darsteller Streßsituationen besonders glaubhaft spieln, wenn sie bei den Dreharbeiten auch den Streß haben, fertig werden zu müssen. Das habe ich deswegen beim zweiten und dritten Teil ansatzweise beibehalten. Den zweiten Teil (106 Minuten und 66 Szenen) haben wird an 8 Drehtagen gedreht, die 12 - 14 Stunden hatten. aber wir haben diesmal sehr viel mehr Wiederholungen gemacht um mehr Schnittmaterial zu haben und auch weil eben nicht nur Theaterleute mitspielen (30 Darsteller, davon die Hälfte aus dem Theater).

Das Verrückte ist, daß mir ganzu persönlich sogar die hellen und mit extrem frischen, saftigen Farben versehenen Bilder des ersten Teils besser gefallen. Es wird einfach alles 1:1 so abgebildet, wie man es mit bloßen Augen sieht. Und genau das ist es, was ich mir filmisch wünsche. Viele sagen heute: "Ein Film sollte auch nach Film aussehen." Aber genau das mag ich gar nicht. Wenn man beim Zappen auf einen Kinofilm schaltet und sofort an den verfälschten Farben (heute: zu matt meistens) und der viel zu dunklen Beleuchtung merkt: Das ist ein Film.
Ich meiner künstlerischen Vorstellung sollten auch Kinofilme mit einer realistischen Optik wie ein Fußballspiel oder "Wetten daß..." oder eine TV-Studio-Talkshow gefilmt werden. (Für die Gorehounds: Wie krass wirkt dabei ein Bluteffekt, wenn er nicht durch Schatten gemildert ist?).

Ich vergöttere die Optik der 80er und 90er Jahre, bei der selbst Nachtszenen so hell waren, daß man nur am dunklen Himmel darüber erkennen konnte, daß es Nacht ist, aber das Geschehen war wahnsinnig hell und deutlich gefilmt.
Man kann mich gerne dafür hassen, aber ich hasse die Optik der heutigen Filme, z.B. "Stirb langsam 5" oder "James Bond" oder "Sinister".


Teil 2 + 3 wurden nun mit sehr viel mehr Aufwand in Kamera, Beleuchtung (viele Scheinwerfer) und Ton (Tonarm, Voicerecorder extren) gemacht. Obwohl sie sehr viel dunkler sind als meine geliebte Optik aus Teil 1 muss ich dem Kameramann ein großes Kompliment machen. Er hat wirklich in jedem Themanabschnitt eine eigene Atmosphäre gezaubert mit dem Licht. Und das ist kein Selbstlob, denn ich habe dazu gar nichts beigetragen. Die düstere Stimmungim Verließ bei den Frommen, die kalte Atmosphäre bei den Snuff-Leuten, die föhlichen Bilder wenn der junge Mann einem Tiermädchen in seiner Wohnung hilft, usw.

Und im Gegensatz zu Teil 1 mussten diese Bilder künstlich nachträglich eingefärbt werden. Empfinde auch dies als gelungen (auch wieder durch den Kameramann, denn ich kann das nicht).

***********************************************

Mal zu meinem Hintergrund.
Ich schreibe seit 1985 Filmkritiken und habe eine Genreabhandlung von 3000 Seiten geschieben, die ich wenn ich Zeit habe kostenlos ins Internet stellen werde. Und solange, also 30 Jahre, möchte ich schon eigene Filme drehen. 2010 gründete ich meine Filmproduktion (seit 2005 gehört mir ein Matratzenladen, der mir die Zeit läßt Drehbücher zu schreiben und Filme zu schneiden). Wenn man jahrelang Kritiken schreibt, daß weiß man genau, wie das Endprodukt aussehen soll, daß man sich erträumt hat. Wenn man 25.000 Filme in seinem Leben gesehen hat (ich lebe nur für Filme), dann hasst man es, die immer wieder gleichen Dialoge und viel zu oft auch gleichen Handlungsabläufe zu sehen. Dann entsteht die Sehnsucht etwas zu schaffen, das zu den seltenen (aber auch in Hollywood heute manchmal noch vorhandenen) Filmen gehört, die andere Handlungsabläufe und andere Dialoge zeigen.
Wenn sich diese Sehnsucht dann noch paart mit dem Wunsch, mehr Filme von der Art wie "The Woman" zu sehen und nicht warten zu wollen, bis die USA mal wieder etwas in der Art vom Stapel lassen, dann ist eine Idee geboren.


Und ich gebe ohne Scham zu, daß ich von technischen Dingen Null Ahnung habe. Ich interessiere mich nicht für Verschlußzeiten, Brennweiten, Grading und das ganze Fachchinesisch. Dafür gibt es Techniker und Experten, die das für mich machen. Ich bi eigentlich nur ein Drehbuchautor, der daß Glüchk hat auch als Produzent seiner eigenen Filme zu fungieren. Im Unterschied zu Hollywood. Dort gibt ein Autor sein Drehbuch ab und ein Regisseur schreibt es um, dann gibt noch ein Produzent seinen Senf dazu. Und am Ende kommt dann so etwas dabei heraus wie bei Ridley Scotts "Robin Hood", bei dem der erste (und sehr gute) Drehbuchentwurf vorsah, daß Robin Hood der Böse ist und der Sheriff von Nottingham der Gute. Nachdem zwei weitere Schreiber und Regisseur Scott sebts das Ganze vermurkst hatten, kam ein Film raus, der den gleichen Mist erzählt wie immer: Robin Hood ist der Gute. Gähn.

Regie fürhe ich nur notgedrungen und lasse auch gerne anderen bei unseren Filmen den Vortritt, wie z.B. Nina Rosenbohm, die das während des Dreh sehr viel besser organisiert hat, als ich das kann.

Ich mach Drehbuch und Schnitt und habe als Produzent auch die Macht über das Ergebnis, damit genau das rauskommt, was ich mir wünsche. Und bei der Regie passe ich nur auf, daß nichts gegen die Ausrichtung der Geschichte läuft.


So, jetzt dürft ihr mich steinigen oder was euch beliebt, hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir ;) :P

HansSchulte

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10

Dienstag, 5. Januar 2016, 18:05

Ich war im Ferhsehinterview über diesen Film. Beginnt bei 3:40 Minuten.




Darin ist noch ein anderes bearbeiteter Trailer.

Einen dritten Trailer, aus dem Material, und wieder anders gemacht seht ihr hier:




Ich habe sehr ehrlich und offen hier geschrieben. Wenn ich soetwas von jemand lese, ist es mir meistens einen freundlichen Kommentar wert.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HansSchulte« (10. Januar 2017, 11:04)


7River

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Dienstag, 5. Januar 2016, 18:32

Das Interview mit Dir fängt ab 3:40 an! Wäre sicherlich von Vorteil, das beizuschreiben ;-) Na ja, so ein Fernsehauftritt ist ja auch schon was.

Bei dem dritten Trailer ist einfach stumpf Musik drüber geknallt worden. Passt gar nicht, finde ich.
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Mittwoch, 7. Dezember 2016, 12:51

Noch einige Trailer erstellt:


Dieser von einem Freund




Und dieser von mir


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13

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 16:37

Die Aufnahmen sehen ganz ordentlich aus. Bei diesem Info-Trailer hättest Du aber an den Texten noch etwas feilen können. Einen vorhersagbaren Film, dem Zuschauer ständig andere und unberechenbare Situationen auftischen... Hört sich etwas seltsam an.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

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14

Freitag, 9. Dezember 2016, 11:45

"Einen vorhersagbaren Film, dem Zuschauer ständig andere und unberechenbare Situationen auftischen"
Danke, daß du es dir aufmarksam angeschaut hast.

Das "vorhersagbaren Film" bezieht sich nicht auf unseren Film, sondern darauf, wie die meisten anderen Filme im heutigen Horrorbereich sind, nämlich vorhersagbar / berechenbar. Man weiß doch bei einem B-Picture (und leider auch bei vielen A-Pictures), in denen eine Gruppe von Leuten mit einem Monster oder einem Schlitzer oder Zombies komfrontiert wird, bereits nach 5 Minuten wer überleben wird und in welcher Reihenfolge die Leute sterben werden (die heiße Schönheit zuerst, dann der Looser, dann die coolen Typen und zuletzt der fiese Quertreiber) und was passieren wird.

Ich greife damit offen die Mehrheit der Horrorfilme der letzten 20 - 30 Jahre an. Man sollte dabei nicht glauben, ich würde mir anmaßen diese technisch toppen zu können. Darum geht es nicht. Diese Filme haben ein Budget zwischen 200.000 und 20 Millionen. Unsere Trilogie hat insgesamt kaum 8.000 € gekostet. Aber gerade daraus ziehe ich einen Vorwurf gegen die Macher von Genre-Filmen heute: im Vergleich zu uns schwimmen sie im Geld, aber sie liefern keine guten Inhalte ab.

Und genau hier ist unsere Reihe anders. Sie ist eben nicht vorhersagbar, sondern bietet unberechenbare Siatuationen und Geschhnisse.

"Wer nun aber einen vorhersagbaren Film, bei dem einer nach dem anderen gefressen wird, erwartet, hat sich geirrt. Unsere Trilogie tischt dem Betrachter ständig andere und unberechnbare Siatuationen auf."

Heisst also man könnte aufgrund der Konstellation (4 Stundenten treffen in Waldhütte auf 4 Kannibalinnen) ein primitives Einer-nach-dem-anderen-wird-geötet erwarten, und genau dann, wenn man das erwartet, liegt man ganz falsch.

Zwischen den Texttafeln die Sequenz von einem, der genervt nach oben schaut als wenn er gerade einen großen Irrtum seinerseits bemerkt hat.
Nach der zweiten Texttafel das unwissende "Neue" von Langhaar und die in diesem Zusammenhang etwas kesse Bemerkung von Torsten "Ja, ich weiß, du hast nichts verstanden, aber wir machen das jetzt trotzdem" als dreister Seitenhieb an Zuschauer, die sofort skeptisch sind, bzw. nichts damit anfangen können, wenn ein Film etwas komplizierter ist und nicht nach dem ihnen vertrauten Schema abläuft.
Im Film haben diese Passagen zwar eine andere Bedeutung, aber ich hab mir erlaubt sie mal etwas provokativ einzusetzen. 8-) :D


maximus63

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Freitag, 9. Dezember 2016, 16:54

Mal abgesehen davon dass Dein Film sehr schlecht umgesetzt wurde trotz der sehr guten Beschreibung, warum schreibst Du nicht noch größer ?
Die Thematik Deines Films ist nicht neu. Siehe " Hostel ". Die Qualität mag ja recht anschaulich wirken und aussehen, aber die Kunst , wenn man sie so nennen kann in deinem Film, der " Schauspieler " zu spielen, ist weit davon Entfernt, sie auch nur ansatzweise als Laienhaft zu Beschreiben. Man merkt den " Schauspielern " in jeder Szene an, dass sie sich zusammenreisen mussten, um keinen Lachanfall zu bekommen über den Blödsinn, denn sie da verkörpern oder spielen sollen.
Hättest du mehr Energie in einen 30 Min. Film gelegt, die Darstellung der wilden Weiber dezenter gehalten, wäre vielleicht was draus geworden.

HansSchulte

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Samstag, 10. Dezember 2016, 11:55

@maximus63:
Das hat mit dem wie die Filmreihe ist nun wirklich wenig zu tun.

a) Keiner der Schauspieler musste sich zusammenreißen, um nicht zulachen. Es wurde mit großem Ernst gespielt, den ich mir bei anderen Amateurproduktionen wünschen würde, die hauptsächlich ironisieren oder eine Persiflage abliefern, weil sie sich nichts Ernstes zutraun.

b) Wieso "Schauspieler" in Anführungszeichen? Das sind überwiegend erfahrene Theaterschauspieler. Wieso führen die jedes Jahr 58 Vorstellungen auf, wenn sie so schlecht sind. Wieso ist dann immer ausverkauft?

c) "Blödsinn, den sie verkörpern sollen": Was ist denn daran Blödsinn Menschen, die Furchtbares erlebt haben zu resozialisieren?

d) "Thematik nicht neu": Daß aus Zinn und Kupfer Bronze wird ist dir aber schon bekannt?
Die Kunst des Drehbuchschreibens besteht zum einen daraus, eine Vielzahl bekannter Themen zu nehmen und sie so miteinder zu verbinden, daß etwas Neues, in dieser Form noch nicht Dagewesenes entsteht. Zum anderen besteht sie daraus eine Handlung, also die einzelnen Ereignisse, so zu weben, daß diese nicht etwas sind, was in genau dieser Form schon mal oder oft da war.
Ich weiß nicht, ob du in den Filmen der letzten 15 Jahre (Hollywood, aber auch Europa) mal auf die Dialoge geachtet hast. Weiß auch nicht, ob dir dabei schon mal etwas aufgefallen ist. Extrem häufig wiederholen sich von Film zu Film die gleichen Sätze. Könnte jetzt eine ganze Liste präsentieren von Sätzen, die wir in den lesten Jahren fast in jedem Film, besonders in Filmen, die in der Gegenwart spielen, hören.
Ich mag technisch (wie in einem alten Posting erwähnt) nicht viel Fähigkeiten haben, aber die Fähigkeit Sätze zu formen, die erstens nicht zu den üblichen Klischeesätzen heutiger Filme gehören, und zweitens auch noch interessant sind (ein für mich typische Mischung aus theatralischer Schwere und relativen Realismus), habe ich.

e) "Hostel": Daß der Film aber da weiter macht wo Hostel aufhört, ist dir schon klar, oder hast du die Reihe nicht gesehen? Ich glaube kaum, daß du die ganze Trilogie gesehen hast, denn die laienhafte und bruchstückhafte Beschreibung klingt nach jemand, der nur den an einem Tag gedrehten ersten Teil gesehen hat und nicht die anderen Teile, die eine ganze andere Intensität und mehr Professionalität haben (auch viele Drehtage), Schauspieler, die auch bei "Stromberg" und dem neuen "Winnetou"-Film mitgespielt haben.
Es gibt Elemente aus "Hostel", "Saw", "Nell", "Beutegier", "The Woman", "Plötzlich im letzten Sommer" und vielen anderen. Aber eben keine Handlung wird übernommen oder nacherzählt, sondern es werden andere Szenen gebaut.
Und eines sollte selbst der größte Meckervogel zugestehen: Die Szenen in meinem Film sind nicht vorhersagbar. Bei 17 Hauptrollen und 13 Nebenrollen ist nicht berechenbar, was passieren wird. Das ist der Unterschied zu vielen B-Pictures. Wenn es nur zwei Hauptrollen gibt, weiß man, die werden bis zum Schluß überleben. Wenn es nur ein Monster gibt, weiß man, es wird bestimmt nicht in der vierten Szene schon getötet. Und die Monster sind eindimensional, d.h. haben meistens keinen Charakter.
Bei uns sind es Menschen, die eine ambivalente Schwelle zwischen Opfer und Ungeheuer, zwischen gefährlich und hilfbedürftig darstellen.

Es wird so verdammt viel auf die technische Form geachtet, aber der Inhalt ist für mich das Wichtigere.


Deine unzutreffende und falsche und teilweise grundlos beleidigende Beurteilung deckt sich nicht mit 90 % aller Kritiken, die ich gelesen habe über die Reihe:

https://www.facebook.com/permalink.php?s…412746085499284

http://forum.filmundo.de/dvd-sonstiges/k…html?akt_page=5

http://www.worteffekte.de/kaum-besser-al…-dem-sauerland/



Bis jetzt haben nur 4 Leute sich negativ über die Filme geäußert, du bist der Fünfte. Und über 300 haben sie gesehen (schätzungsweise). Eventuell bist du sogar der Typ, der in einem gewissen Horrorforum mal als Einziger unangemessen Negatives geschrieben hat. Dann wärst du einer der 4.

Diramus

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Samstag, 10. Dezember 2016, 15:11

Hallo HansSchulte,
schön zu sehen, dass es noch weitere Menschen hier im Forum aus dem Sauerland gibt :) Deinen Film habe ich bislang nicht gesehen, habe jedoch hier fleißig gelesen und auf deinem Youtube-Kanal mich umgesehen. Du selbst schreibst, dass du von technischen Dingen keine Ahnung hast, was ein erfrischendes Eingeständnis einer deiner Schwächen ist. Es verwundert dann jedoch, dass du selbst deinen Trailer (hoffentlich nicht den Film) schneidest. Man sieht dort sehr deutlich, dass du dies nicht gut beherrscht. Also wieso nicht jemand schneiden lassen, der es besser beherrscht. Das Problem, was sich hier nämlich sehr schnell aufgetan hat ist die berechtigte Vermutung, das dein Film (ich kenne ihn nicht) die gleiche Qualität aufweist, wie der schlecht geschnittene Trailer oder Clips auf deinem Youtube-Kanal, welche ebenfalls nicht ansehnlich sind. Auch wenn sich das hart anhört, aber dein YouTube-Kanal lädt sehr stark dazu ein, sich über deinen eventuell gar nicht so schlechten Film lustig zu machen.
Mein Tipp an dich -> Schnittarbeit auf jeden Fall abgeben oder erlernen.
Weiterhin trifft das von den anderen Forenmitgliedern Gesagte für mein Empfinden ebenfalls zu, zumindest lassen deine Trailer keinen anderen Schluss zu, dass der Film, auf sauerländisch gesagt "Miste" ist. Man merkt jedoch, dass du sehr viel Herzblut in diese Trilogie steckst und sie dadurch sicherlich Potential hat.

Ein weiteres Thema ist deine hoch angepriesenen schauspielerischen Leistungen. Der Trailer, besonders bezogen auf das alte, gläubige Ehepaar, lässt eher schlechte, ja geradezu miserable schauspielerische Leistungen vermuten. Da trügt auch keine Theatererfahrung drüber hinweg.
Mich würde brennend interessieren, ob du dich zuvor bereits mit Kurzfilmen in dem Bereich bekannt gemacht hast und wenn ja, ob man diese irgendwo sehen kann. Wenn nicht, lege ich dir dies ebenfalls sehr ans Herz. Dann wäre es auch nicht so dramatisch mal "Miste" zu produzieren, weils nicht so aufwendig ist. Ich persönlich würde mich momentan niemals an einen Langfilm, geschweige denn, eine Trilogie wagen. Wobei ich bei meinen Filmen auch eine andere Position einnehme, als "nur" Drehbuchautor/Cutter.

Grüße aus dem Schmallenberger Sauerland

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Diramus« (10. Dezember 2016, 21:06)


HansSchulte

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Samstag, 10. Dezember 2016, 16:35

Hallo Sauerländer,

aufgrund der netten Ansprache will ich auch nett und wiedermal ehrlich antworten.

Habe seit 2010 mit einem Freund diese Filmfirma und wir haben mittlerweile 7 Filme gedreht, davon 2 Kurzfilme. Einen alten Kurzfilm fand ich nicht gut genug um ihn zu veröffentlichen. Prüfe schon kritisch die Sachen, die ich rauslasse, wobei ich dies bei den Trailern am besten auch so gehalten hätte, denn da hab ich viel zu viele schwache rausgelassen. Den ersten Trailer von Teil 1 der Trilogie habe ich mittlerweile gelöscht.

Den "Kurz-Trailer" und den "Kaum mehr als Tiere (Trailer Nr.3)" hat unser Komponist aus Österreich geschnitten und farblich verfremdet (der kann mehr als ich und hatte selbst die Ideenden vorletzten Trailer (2016) hat ein anderer Freund, der technisch besser drauf ist, geschnitten. Den letzten dann wieder ich.

Die Filme hat zunächst der andere Freund geschnitten, der mit mir die Filmfirma hat. Aber Teil 2 (dieser Teil ist für mich wirklich das Beste, was uns bisher gelungen ist) habe ich die Filme selbstgeschnitten, denn ich habe in der Zeit nach meinen Postings vor einem Jahr bei einem Profi für Geld Unterricht im Schnitt genommen. Deswegen bin ich noch lange kein Top-Cutter, aber ich lebe für's Filme machen. Alles andere im Leben ist nur Mittel zum Zweck um Geld für weitere Filme zu beschaffen. Darum will ich mich immer mehr in den Dingen, wo es möglich ist, weiterentwickeln. Schneide mit dem Resolve-Programm.

Ich bitte folgenden Unterschied zu bemerken: Das Schneiden von Filmen fällt mir leichter als das Schneiden von Trailern. Der auf Realismus angelegte Rhythmus meiner Filme benötigt keinen Hollywood-Cutter, denn einer der Gründe, weshalb ich selbst Filme drehe ist der, daß ich diese schnellen Schnitte von heute als Zuschauer hasse wie die Pest. Zu dunkel, zu viel Kamerabewegung, zu hektischer Schnitt. Das sind die Kritikpunkte, die mir das Sehvergnügen an der Mehrheit der US-Filme der letzten 15 Jahre vermiesen.
Denke, ohne überheblich zu sein, daß ich bei Teil 2 + 3 den Schnitt der kompletten Filme, teilweise mit Beratung von einem anderen Filmemacher, der mit den Filmen selbst nichts zu tun hat, gut hingekriegt habe.

Trailer sind für mich sehr problematisch, weil dort Etwas Fetziges, zündendes erwartet wird. Boom-Geräusche, Zischen, schnelle Bildfolge. Denke für meine Filme wird es unmöglich sein, typische Trailer zu machen, selbst für einen der tausend mal mehr kann als ich. Es gibt noch nicht einmal die wirkungsvollen Einzeiler, die man in Hollywood-Trailern so gewohnt ist (z.B. "Was erwartet uns in diesem Haus?" - "Ärger.")
Mit dem letzten, dem "Ultimate Info Trailer" bin ich zum ersten mal richtig zufrieden, weil ich die krampfhaften Versuche flott zu sein über Bord geworfen habe und auch nicht mehr mit allem Inhalt hinter dem Busch halte, sondern massiv und auf meine typische Art auf die inhaltlichen Besonderheiten hinweise. Das ist kein richtiger Trailer, sondern mehr eine Grundübersicht über die Reihe. Aber sie verrät auch nicht zuviel, denn 4 Minuten aus über 4 Stunden Film, da halte ich noch genug Inhalt im Verborgenen. Die Musik, die neben 30 anderen Songs auch in dem Film vorkommt, finde ich umwerfend, weil sie ich Klang und Text genau die gewünschten Emotionen ausdrückt.

Die youtube Statements und Interviews sind technisch nix. Die Botschaften sind sogar noch katastrophal beleutet. Ich setze halt bei diesen Sachen ausschließlich auf das, was gesagt wird, also inhaltlich zu überzeugen, und Null auf Technik. Eigentlich habe ich immer gehofft, daß Diskussionen sich mehr auf das inhaltlich gesagte beziehen würden und weniger auf das "Gesamterscheinungsbild".

Tja, die Dame, welche die "Fromme Frau" einer christlichen Sekte spielt, ist Berufsschauspielerin. Ihr Film-Mann ist sher schräg in seinen Darstellungen, hat aber viele Theaterahuptrollen hier. Diese Art, welche diese Leute an den Tag legen, ist so gewollt von mir. Habe jahrelang zu einer christlichen Gruppe (von der es tausende auf der Welt gibt) intensiven Kontakt gehabt. Es sind Menschen, die wie im Jahre 50 n.Chr. leben wollen, also ohne Fernsehen, Computer und die versuchen sich nach Möglichekit nur in Bibelzitaten zu unterhalten, oder wenisgtens nur Worte zu benutzen, die auch in der Bibel vorkommen. Das Weltfremde, eigenartige ist genau getroffen worden. Natürlich wirkt das auf den Zuschauer fremd, aber diese Menschen sind wirklich so.

Schauspielerisch bin ich der ehrlichen Überzeugung, daß in den meisten Hollywoodfilmen die Personen (trotz großer Fähigkeiten) nicht so spielen, wie sich der normale Mensch verhalten würde. Ferner sind besonders in den meisten deutschen Film- und Fernsehproduktionen katastrophal steife und unglaubwürdige Leistungen zu beobachten. Hinzu kommt, daß man sich in vielen professionellen deutschen Produktionen das Nuscheln angewöhnt hat (sieh dir mal einen "Tatort" aus Dortmund an).
Ich versuche die Leute bei mir agieren zu lassen, wie ich es auch tun würde in so einer Situation und wie es die Menschen, die ich intensiv beobachte, tun würden.
Bin der Meinung, daß viele Zuschauer heute gar nicht mehr erkennen, wie wirklich reale / realistische Darstellung funktioniert, weil sie viel zu viel "typisches Spielen" aus deutschen, amerikanischen und anderen Filmen gewohnt sind. Wenn Menschen sich in einem Film genauso verhalten, wie es in der Realität der Fall wäre und nicht so, wie es eine filmische Tradition vorgibt, dann kommt den Leuten das merkwürdig vor und wird schnell als "schlechte Schauspielerei" abgetan.
Schlechte Schauspielerei sehe ich jedoch eher in den Amateurfilmen meiner deutschen Horrorfilmer-Kollegen, die ich nicht mit Namen benennen möchte, weil ich viele von ihnen persönlich sehr mag. Aber dort wird groteskes Overacting praktiziert.


Beste Grüße
Hans Schulte

MMotion

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19

Samstag, 10. Dezember 2016, 20:53

Verstehe nicht so ganz was du eigentlich möchtest ? Du präsentierst hier einen miserablen Trailer nach dem anderen und rechtfertigst dich für jegliche Kritik, versuchst irgendwie zu erklären, dass dieses und jenes so gewollt war.....

Dann lese und höre ich hier immer wieder heraus, dass wir doch bitte den Inhalt, die Story, die starken Dialoge bewerten sollen. Dazu müsste man sich den Film aber ansehen!
Ich glaube allerdings, dass keiner dieser Trailer jemals eine Person anregen werden sich deine Filme zu besorgen !!

Vielleicht betreibst du das ganze ja mit viel Herzblut, dann aber bitte in allen Bereichen und dazu gehört auch "ein" Trailer

maximus63

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20

Samstag, 10. Dezember 2016, 21:59

Theater ist nicht Film. Film ist gut gespielte Illusion. Beim Film gibt es den Schnitt. Beim Theater nicht. Man kann und darf in einem Film nicht so sprechen wie im realen Leben. Funktioniert nicht. Gute Dialoge sind nicht einfach zu schreiben. Solltest du wissen als Drehbuchautor. Die unzähligen Charaktere mit ihren verschiedenen Nuancen können von einigen sehr guten Regisseuren wohl umgesetzt werden, zu denen du nicht gehörst. Zu viele " wichtige " Charaktere, wie sie in deinem Film vorkommen, zerstören den den Handlungsfluss. Der Zuschauer hat keinerlei Orientierung mehr. In deinem Trailer wird von einer Kannibalin gesprochen. Warum nur eine, wenn alle vier das selbe Martyrium durchlebt haben ?
Du wirfst die Frage in den Raum, was wohl passieren würde, wenn die Beißerin auf ein Kind trifft. Sehr gewagt, sehr anrüchig, sehr überborden angekündigt. Die Trailer sind schlecht, die Musik Effekthascherisch, die Schauspieler spielen zu sehr bemüht.

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