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LaFleur

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  • »LaFleur« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Dabei seit: 7. August 2017

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1

Montag, 7. August 2017, 16:49

Expose zum Drehbuch "Märchenprinz" - Meinung?

Titel: "Märchenprinz" (prince charming)

Beschreibung:
Das ist meine allererste Kurzfilmidee, die ich irgendwie schon ziemlich lange im Kopf hatte und jetzt endlich mal versucht habe aufzuschreiben. Ich hab auch schon ein grobes Drehbuch dazu verfasst, aber wollte erstmal paar Meinungen zu der Idee allgemein einholen. Wie gesagt, das ist mein erster Versuch in dieser Richtung,also habe ich nicht wirklich Ahnung wie man sowas macht. :S


Logline
Ein junges Mädchen, das mit ihrem Leben sehr unzufrieden ist
und sich oft machtlos fühlt, verliebt sich in die Vorstellung einer Romanze mit
einem Musiker und droht Realität und Traumwelt zu vertauschen.


Expose
Bei dem Film handelt es sich um einen längeren Kurzfilm
(schätzungsweise 30-45 Minuten)ohne Ton. Zumindest sind keine Dialoge
enthalten, sondern die Stimmung einer Szene wird immer mit unterlegter Musik
deutlich gemacht und ich habe auch überlegt Geräusche, wie das Zuschlagen einer
Tür mit rein zu nehmen. Die Traumwelt von Soa (Protagonistin) soll durch eine grellere
Farbgebung symbolisiert werden, da sie nur da das Gefühl hat
"wirklich" lebendig zu sein. Nachdem sie verstanden hat, dass nur sie
etwas an ihrem Leben ändern kann, werden auch die Farben der
"Realität" für sie greller.




Zur Handlung:




Soa ist ein junges Mädchen, das mit ihrem jetzigen Leben
sehr unzufrieden ist. Ihre Mutter ist Alkoholikerin, weswegen auch ihr Vater
dauernd mit dieser streitet und sich somit beide Elternteile nicht um sie kümmern.
Dazu kommt, dass sie in der Schule gemobbt wird, weil sie sich von ihrer
Außenwelt eher abschottet und sie selbst ihrer besten Freundin langsam
"peinlich" wird. Aus dem Gefühl heraus, niemand würde ihr Beachtung
schenken, resultiert, dass sie sich hässlich und viel zu dick fühlt und somit
langsam Selbsthass entwickelt, der irgendwann zur Selbstverletzung führt. Sie
selbst textet gerne und träumt von einer Musikkarriere, aber traut sich nicht
ihre Werke jemandem zu zeigen. Eines Tages lernt sie die Band "Seventy
-Seven" durch einen Song, der ihr zugeschickt wird, kennen und somit auch
den Frontsänger "Jay-Kay". Sie fängt an für ihn zu schwärmen und
stellt sich ihre eigene Romanze mit ihm vor. In ihren Träumereien wird jedes ihrer
oben aufgeführten Probleme durch ihn gelöst, indem er sie von dem Streit zu
Hause ablenkt, sie von der Schule abholt und dadurch beliebter macht,
verspricht ihre Songs groß rauszubringen etc. Diese Vorstellung ist für sie so
schön, dass sie sich fast vollständig darin verliert und jedes Mal total
geschockt und durcheinander ist, wenn sie in die Realität zurückkehrt und
feststellen muss, dass alles nur ein Traum war. Das ganze findet seinen
Höhepunkt, als sie träumt ihr erstes Mal mit ihm erlebt zu haben, am nächsten
Tag aber feststellen muss, dass sie die ganze Nacht nur draußen rumgeirrt ist.
Danach ist sie psychisch total am Ende, wird aber doch dadurch aufgemuntert,
dass ihre "Freundin" für sie beide Konzertkarten für Seventy-Seven
besorgt hat. Soa macht sich total große Hoffnungen, dass sie ihren Schwarm dort
zum ersten Mal treffen wird und packt sogar extra ihre selbstgeschriebenen
Texte ein. Dort angekommen stellen sie sich in die Schlange und als er zum
Autogramme geben vorbeiläuft, interessiert er sich wenn, dann nur für ihre
Freundin. Für Soa bricht eine Welt zusammen, da sie erwartet hatte, dass er
eventuell ja das selbe für sie empfindet, wie sie für ihn. Kurzerhand fasst Soa
den Entschluss ihr Leben zu beenden und macht sich auf den Weg, um vor eine
Bahn zu springen. Als sie ihre Texte dabei wegschmeißt, hebt sie jedoch ein
Fremder auf und nickt ihr anerkennend zu. Genau das bringt sie dazu ihren
Suizid nochmal zu überdenken. Als die Bahn einfährt, bleibt sie schließlich
davor stehen ohne zu springen. Sie merkt, dass es nur in ihrer Hand liegt ihr
Leben zum besseren zu verändern und sie darum auch nur vergeblich darauf
gewartet hat, jemand anderes würde es für sie tun. Am nächsten Tag geht sie
schließlich ins Tonstudio und versucht da ihr Glück.

Romberto

Registrierter Benutzer

Beiträge: 5

Dabei seit: 8. Mai 2016

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2

Montag, 28. August 2017, 01:17

Ich meine hier gerade das Tagebuch einer Teenagerin zu lesen.

Für ein dramatischen, konflitkgeladenen Film reicht es nicht - für ein niedliches Kunstprojekt schon.

Ich, als jemand, der meint sich mit der Materie um Drama auszukennen, würde sagen, dass die Bedrohung fehlt.

"Soa ist ein junges Mädchen, das mit ihrem jetzigen Leben
sehr unzufrieden ist. Ihre Mutter ist Alkoholikerin, weswegen auch ihr Vater
dauernd mit dieser streitet und sich somit beide Elternteile nicht um sie kümmern."

Brauchen wir das? Kann das weg? Psychologisieren nennt man das und man muss es nicht immer machen. Je nach dem, ob es wichtig für das Thema ist.
Das Thema ist anscheinend etwas mit Erwachsenwerden zutun. So Verantwortung und Selbstvertrauen aufbauen.

Ich hab das Problem, dass das alles ziemlich unsortiert daherkommt. Eben wie ein Tagebuch, das nur einer chronologischen Ordnung folgt. Aber es ist auch kein Film für mich. Aber trotzdem: erst die Eltern und Schule, danach Selbsthass und Träume, danach das Verlieben, dann das Selbstvertrauen. Es fängt von ganz akuten Problemen wie Eltern und Schule an und geht zu Gefühlen über.

Meine Idee wäre, eher mit einem Suizidversuch anzufangen. Dann weiß jeder: Da sind Konflikte in ihr und man muss diese auch nicht wirklich groß erklären (es sei den es gibt einen stilvollen off-Monolog). Es würde auch gleich ein Fokus auf den inneren Konflitk des Erwachsenwerdens setzen. Man kann nämlich auch sehr kunstvoll all diese ersten dramatischen Punkte währenddessen oder danach einarbeiten.

Verwendete Tags

Drehbuch, feedback, Kurzfilm

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