Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Amateurfilm-Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

pixelcrusher

Ebenfalls Anwesend

  • »pixelcrusher« ist männlich
  • »pixelcrusher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 90

Dabei seit: 12. Januar 2012

Hilfreich-Bewertungen: 12

  • Private Nachricht senden

1

Mittwoch, 12. September 2012, 22:20

DIY LED-Panel als Videoleuchte

In letzter Zeit stolperte ich online immer öfter über kleine LED-Videoleuchten, sowie über größere LED-Panels, die in Filmprojekten verwendet werden.
Die Vorteile waren klar:
  • laaaange Lebensdauer (zwischen 10k - 100k Stunden)
  • geringe Wärmeentwicklung
  • geringes Gewicht
  • Hohe Resistenz gegenüber starken Vibrationen, Schlägen, Sand, Staub usw.
  • Geringer Stromverbrauch (ermöglicht längeren Betrieb per Akku)


Aber die ganzen Vorteile bringen natürlich nur etwas, wenn am Schluss auch brauchbares Licht rauskommt.
Und das ist natürlich der Knackpunkt, denn alles, was günstiger als 200-500€ ist und die Worte "LED Video Light" im Namen hat, ist zwar hell, liefert weder eine Farbtemperatur, die bei zwei Exemplaren des selben Artikels auch nur ähnlich wäre, noch sind die Dinger anständig gebaut.
Über die Farbtemperatur könnte ich noch hinwegsehen, jedoch sollte es gerade eine mobile und Akku-betriebene Beleuchtung locker überleben, wenn sie mal zu Boden kracht.

Da kam mir glatt der Gedanke: "Warum nicht gleich selber bauen?"
Die Idee ist simpel: Einfach eine flächige LED-Anordnung, die NICHT aus den billigsten LEDs besteht, die mit 12V DC laufen soll und die im Idealfall billiger als 100€ ist.
Aber wie groß soll das Teil überhaupt werden und wieviele LEDs sollen drauf?
Um diese Frage zu beantworten, habe ich einen (sehr schäbigen) Testaufbau mit ein paar "untere-Mittelklasse"-LEDs gemacht.



Nach ein paar Test-Fotos mit dem Ding in einem dunklen Kämmerchen, war ich überzeugt, dass das was werden könnte.

Also ran ans Zeichenbrett. Als Format für die Leuchte bot sich aus Herstellungsgründen das Format 160x100mm sehr an.
Die LEDs sollten beim ersten Prototyp nicht allzu dicht beieinander sitzen, damit sich später im Gehäuse keine Hitzestaus entstehen.
Und so enstand der Entwurf für eine 2x48 LED-Leuchte.
Ich bestellte mir beim LED-Shop meines Vertrauens ordentliche LEDs (weit besser als die vom Test-Aufbau) und lies mir die Platine fertigen.

Fertigung und LEDs+Widerstände haben in etwa 50€ gekostet, also ist es preislich noch im Rahmen ;)

Als alles beisammen war, hab ich alles ruckzuck zusammengekleistert und fertig war der (erste Teil des) Prototyps.



Nicht mehr ganz so schäbig, wie ich finde.
Die Platine ist 2mm dick und man müsste schon richtig richtig viel Energie aufwenden, um das Ding kaputt zu kriegen.

Gleich mal 12V rangehalten und BÄM, sah ich nurnoch weiße Punkte, das Ding war heller als ich in dem Moment erwartete :thumbup:

Dann habe ich mir das Ding mal näher angeschaut. Alles LEDs leuchten gleichmäßig hell und, wie erwartet, in perfektem kalten weiß :D

Natürlich ist das Ding nicht hell genug, um damit großartig etwas auszuleuchten. Gedacht ist das Ding hauptsächlich für Close-Ups bei Drehs, die abseits irgendwelcher Stromanschlüsse stattfinden :thumbsup:
Man müsste das Panel aber keinesfalls einzeln verwenden, da es an der Längs-seite anreihbar designed ist, d.h könnte man ohne Probleme 10 oder 20 dieser Panele zu einer größeren Flächenleuchte zusammenfügen.

Ich hab ein kleines Video gemacht, mit dem man sich hoffentlich ungefähr die Helligkeit ausmalen kann, es sind nur eine handvoll Dinge auf einem Tisch verteilt.
In dem Video sind jeweils 5 Clips in 3 verschiedenen Licht-Setups: Einmal nur das diffuse Licht eines abgedunkelten Raums, ohne zusätzliche Beleuchtung.
Danach kommt der kleine schäbige LED-Streifen vom Testaufbau zum Einsatz und zum Schluss das fertige LED-Panel.



In Planung ist eine Dimmer-Einheit für das Panel, sowie ein neues Design, dass bei gleicher Größe 2.5 mal soviele LEDs besitzt, wobei ich letzteres schon fertig entworfen habe. :P

Kommentare und konstruktive Kritik werden erbeten ^^

Mr. B

Registrierter Benutzer

  • »Mr. B« ist männlich

Beiträge: 479

Dabei seit: 26. Oktober 2009

Wohnort: Schweiz

Hilfreich-Bewertungen: 30

  • Private Nachricht senden

2

Freitag, 14. September 2012, 02:34

Sehr interessant, nur schon weil ich mich momentan gerade selbst mit dem Thema LEDs beschäftige und allerelei Reviews und Berichte durchstöbere um an ein halbwegs brauchbares LED-Panel für wenig Geld heranzukommen (vor allem bezüglich einer mobilen Lösung bin ich mir da unsicher, da V-Mounts zu teuer sind).

Du hast in deinem Video nun schonmal gezeigt, dass das Eigenbau-Panel auf kurze Distanz ein schön gleichmässiges weisses Licht abgibt, jedoch war hier der Weissabgleich wahrscheinlich auf das LED-Panel abgestimmt. Sehr interessant wäre es also, wenn du manuell 5600K einstellst und dann mal schaust, ob es weiss bleibt. Auch wäre es interessant zu sehen, ob sich das Licht mit anderen Lichtquellen vermischen lässt (echtes Tageslicht oder eine Tageslicht-Lampe) und sich dabei nicht unangenhem davon abhebt (z.B. durch einen falschen Farbton).

Jedenfalls eine coole Idee sowas selbst zu bauen, vielleicht wagst du dich ja mal an ein noch grösseres Panel ran (500 oder mehr) :)

pixelcrusher

Ebenfalls Anwesend

  • »pixelcrusher« ist männlich
  • »pixelcrusher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 90

Dabei seit: 12. Januar 2012

Hilfreich-Bewertungen: 12

  • Private Nachricht senden

3

Freitag, 14. September 2012, 15:24

Aus eben diesen hohe Kosten, hab ich es ja versucht :D
Wenn ich mobil sein will, schnapp ich mir einen beliebigen 12V-Akku und klemm ihn an. (z.B. einen 12V Blei-Akku mit 10Ah (=über 6 Stunden Laufzeit) gibts ab 16€) :thumbsup:

Wie gesagt, die LED liefern sehr kaltes Weiß.

Hier mal ein Testbild mit WB auf 5600K. (da wird einem schon fast kühl um die Augen ;) )



Und hier zum Vergleich mit WB auf 8000K. (Schon weit angenehmer)



So wie alle anderen Lichtquellen, kann man auch dieses LED-Konstrukt problemlos mit anderen gemeinsam einsetzen, wenn man sie mit Filtern aneinander angleicht. :thumbsup:

Etwas größeres ist, wie gesagt, in Planung.
Eine Version mit 480 bzw 960 LEDs baue ich, sobald ich Kohle dafür hab, bzw. Lieferanten finde, die sinnvolle Preise haben.

Die 480er-Version kostet mir 130€ (85€ für die LEDs + 45€ für die Boards)
Die 960er-Version kostet mir 230€ (170€ für die LEDs + 60€ für die Boards)

Mann, ich brauche einen anderen LED-Händler, ich zahl doch keine 17 Cent pro LED, zu dem Preis könnte ich mir ohnehin gleich ein fertiges Panel kaufen :thumbdown:

LucasHD

Späher

  • »LucasHD« ist männlich

Beiträge: 25

Dabei seit: 24. September 2010

Wohnort: Lüneburg

Hilfreich-Bewertungen: 2

  • Private Nachricht senden

4

Freitag, 14. September 2012, 15:33

Das kenn ich doch irgendwo her!

Die Idee hat ich auch schon, allerdings mit LED-Streifen und bin dann hierauf gestoßen:
http://cheesycam.com/diy-flexible-led-strip-lighting/


Ausserdem ein tolle Idee:
http://cheesycam.com/diy-flexible-led-video-light-reflector/


Ich freue mich auf deine Beispiele und Bilder!

LG

Lucas

pixelcrusher

Ebenfalls Anwesend

  • »pixelcrusher« ist männlich
  • »pixelcrusher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 90

Dabei seit: 12. Januar 2012

Hilfreich-Bewertungen: 12

  • Private Nachricht senden

5

Freitag, 14. September 2012, 16:47

Konstruktionen mit LED-Streifen hatte ich vorher auch schon überlegt, aber nach kurzer Zeit wieder verworfen.
LED-Streifen sind zwar oft billig, aber man weis dann leider nie, wer sie hergestellt hat bzw. was die LEDs liefern, die auf den Streifen verarbeitet wurden.
Darüber hinaus sind flexible Leiterplatten, für sich genommen, alles andere als stabil und nicht besonders toll zu verarbeiten, da man alle paar Meter den Strom neu einspeisen muss, weil sie sonst wegschmelzen :P (Daher habe ich mich für meinen Aufbau mit 2mm dicke Platinen entschieden, die halten einiges aus)
Aber wenns einfach nur "HELL" sein soll, und es nicht mobil bzw in rauhem Umfeld eingesetzt wird, sind die Dinger ganz toll.
Besonders wenn man sonst keine brauchbaren Lichtquellen besitzt. ;)

Ich halte ohnehin ständig ausschau nach billigen Stripes.
Sollte ich mal einige 10m günstig finden, werde ich sicher etwas damit anfangen und es euch umgehend digital um die Ohren hauen. :D

djleitno

Registrierter Benutzer

Beiträge: 2

Dabei seit: 1. Juli 2012

  • Private Nachricht senden

6

Montag, 22. Juni 2015, 17:13

Hat schon jemand mal versucht mit den LED-Streifen immer abwechselnd mit warmen Weiß und kaltem Weiß ein Panel zu bauen? Wenn man die verschiedenen Streifen einzeln ansteuern kann müsste sich doch die Farbtemperatur leicht einstellen lassen.

Und noch eine Frage. Macht es einen unterschied wenn man viele schwache LEDs nimmt oder wenige starke? LEDs gehen ja schon bis über 100 Watt und sind auch noch richtig günstig.

joey23

Super-Moderator

Beiträge: 4 858

Dabei seit: 12. September 2009

Hilfreich-Bewertungen: 1099

  • Private Nachricht senden

7

Mittwoch, 24. Juni 2015, 09:33

Ja, aber schau dir da mal die Daten zu an. Ein RA-Wert von 70 ist da schon selten, und eigentlich will man mindestens 90, eher 95 haben. Und schwupps, kosten die Dinger wieder RICHTIG Geld, wenn man überhaupt an sowas ran kommt.

Social Bookmarks