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Danielleinad

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Dienstag, 6. Dezember 2016, 14:02

RAMSTEIN - Das letzte Gefecht **Alternativer Medienpreis 2017**

Filmtitel:
RAMSTEIN - DAS LETZTE GEFECHT

Beschreibung:
Dieser Film behandelt ein brisantes und topaktuelles Thema: Ramstein. Alles Verschwörungstheorie? Erst vergangene Woche mussten die deutsche als auch die US-amerikanische Regierung mit Zähneknirschen zugeben, was sie im vergangenen Jahr noch geleugnet haben: die Airbase Ramstein in Rheinland-Pfalz spielt eine zentrale Rolle im Drohnenkrieg.

Während ganz Europa von einer Flüchtlingskrise abgelenkt ist, in deren Folge immer mehr EU-Staaten politisch nach rechts rücken, bereitet sich die NATO mittels massiver Aufrüstung in Osteuropa offensichtlich auf einen Krieg gegen Russland vor. Und wie lief eigentlich noch mal genau der Machtwechsel in der Ukraine ab?
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vor den Vereinten Nationen erklärt hat, die Fluchtursachen bekämpfen zu wollen, regiert mit dem EU-Türkei-Abkommen gefährlich an der erlebten Realität der Kriegsflüchtlinge vorbei. Denn die wahren Fluchtursachen schlummern, von der öffentlichen Meinung immer noch weitgehend unbeachtet, auf einem Luftwaffenstützpunkt der USA, im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland bei Ramstein-Miesenbach in Rheinland-Pfalz.

Infos zur Entstehung:
Bei diesem Film war ich in Kamera, Ton und Schnitt beteiligt. Umfangreiche Dreharbeiten fanden im September und November 2015 in Ramstein-Miesenbach und Kaiserslautern, im April 2016 in Leipzig statt. Die Premiere erfolgt im am 10.06.2016 im Union-Theater Kaiserslautern im Rahmen der "Stopp Ramstein Kampagne". Weitere Aufführungen waren am 15.06.2016 in der StudioLounge in Leipzig, am 13.07.2016 im Babylon Berlin, ein weiteres Mal am 16.07.2016 im Union-Theater Kaiserslautern, am 13.09.2016 im Kinocafé in Taufkirchen, am 14.09.2016 im Cinewood Waldkraiburg und zuletzt am 22.11.2016 im Adlberger in Erding.

Kamera: Panasonic Lumix GH4 + Panasonic Lumix G Vario 14-140mm f3.5-5.6, Canon FD 50mm f1.8, Panasonic AG-AC90, Blackmagic Pocket Cinema Kamera
Schnittsoftware: Adobe Premiere CC 2015
Sonstige Software: Adobe Audition CC 2015, Adobe Photoshop CC 2015

Filmlänge:
95.15 Minuten


Ex-CIA-Analyst Ray McGovern empfiehlt ihn, sich anzuschauen.
Historiker Prof. Dr. Daniele Ganser findet ihn gut.
Und selbst Oskar Lafontaine (LINKE) hat ihn bereits zu hause stehen.

Trailer:


Film:



Aufführung im Babylon Berlin am 13.07.2016


Wolfgang Jung verklagt die Bundesrepublik Deutschland. Extralegale Tötungen von Zivilisten kann er einfach nicht hinnehmen.


Das System der Signal-Relais-Station in Ramstein für die Drohnen-Steuerung.


Der Film ist auch auf DVD erhältlich.

Dieser Beitrag wurde bereits 24 mal editiert, zuletzt von »Danielleinad« (22. Juni 2017, 12:15)


7River

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Mittwoch, 7. Dezember 2016, 17:39

Ich habe nicht studiert usw, um das alles beurteilen zu können. Mir fehlen auch die Ambitionen und der Intellekt dazu.

Aber so was wie bei 1:13:45: Zwei Männer besprechen ihre Vorgehensweise. [ZITAT] "Vor der deutschen Polizei habe ich zwar keine Angst, aber die US-Truppe scheint mir immer unberechenbarer zu sein."

Bei dem Nebensatz werden kurz zwei US-Soldaten beim Kampftraining/Kampfsport(Judo, Karate) eingeblendet. Warum werden die überhaupt gezeigt?! Was haben die konkret mit dem Kamerateam zu tun, das schon zuvor vom Sicherheitspersonal kontrolliert wurde?

Der Reporter steigt nach der Besprechung in sein Auto und fährt los. Schnitt zu der Zufahrtsstraße zur Air Base. Dazwischen werden kurz die zwei US-Soldaten beim Kampftraining gezeigt! Scheint mir bewusst hineingeschnitten zu sein. Soll hier etwa der Eindruck erweckt werden, dass vom US-Sicherheitspersonal eine direkte Bedrohung ausgeht oder dass es gewalttätig ist?

Ich werde mir den Film noch mal in Ruhe anschauen...
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Buldogs

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Mittwoch, 7. Dezember 2016, 21:12

Sehr interessantes Thema!

Beschäftige mich mit dem Thema schon seit längerem und man weiß nicht, ob man wütend oder traurig sein soll, was uns alles vorenthalten wird.
Man muss sich halt wirklich tief in die Materie rein lesen, um alles halbwegs zu durchblicken.

Werde versuchen die Doku die nächsten Wochen zuende zu gucken (dauert ja sehr lange).

Allerdings würde ich mich auch für eine Antwort auf 7River's Frage interessieren...

Danielleinad

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Samstag, 10. Dezember 2016, 19:13

Die Bildauswahl bei 1.13.45 sollte die Sorgen des Filmautoren, eben die "Unberechenbarkeit" unterstreichen. Berechtigte Sorgen, da der Autor bereits zwei Monate zuvor keine guten Erfahrungen mit den US-Soldaten gemacht hat, welche ihn dazu nötigten entgegen des pfälzischen Pressegesetzes die Videoaufnahmen zu löschen. Die Sorge, dass US-Soldaten beim nächsten Drehversuch notfalls auch mit Gewalt vorgehen. Unberechenbar auch, weil die Soldaten nach der Meinung des Autors kein Recht hatten, als fremde Soldaten gegen deutsche Pressevertreter auf deutschem Boden vorzugehen.

Die Kampferfahrung wollte ich halt mit den Soldaten beim Kampfsport exemplarisch darstellen. Beim Durchforsten des Internets nach lizenzfreiem Bildmaterial von US-Soldaten fiel mir eben dieser Clip vor die Füße und ich bauten ihn ein. Dass die Bildauswahl in diesem Fall nicht allzu gelungen ist, sehe ich durchaus als berechtigte Kritik.

Aber es freut mich, dass der Film bei euch auf Interesse gestoßen ist :)

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Donnerstag, 22. Juni 2017, 12:12



"Ramstein - Das letzte Gefecht" gewinnt den Alternativen Medienpreis 2017 in der Kategorie "Macht"! "Der Alternative Medienpreis geht an Medienschaffende, die unsere Welt kritisch und aus einer ungewohnten Perspektive betrachten. Es braucht Mut, die Welt mit anderen Augen zu sehen, Missstände aufzudecken und über Unrecht zu berichten. Alternativer Journalismus wird in unserer Gesellschaft Veränderungen bewirken." (Zitat: Alternativer Medienpreis)

Der Preis wird unter anderem gefördert von der Friedrich Ebert Stiftung, der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union von Ver.di, dem Kulturreferat Nürnberg und der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur Leipzig.

Laudatio des Alternativen Medienpreises zu Ramstein - Das letzte Gefecht:

„Norbert Fleischer kombiniert die hintergründige Berichterstattung über den tödlichen Drohneneinsatz mit anderen Aspekten des Kriegshandwerks, zum Beispiel den Bunkern für Atomwaffen, die es in Ramstein ja auch noch gibt.

Er fragt nach der Verantwortung der Bundesregierung und zeigt Regierungssprecher Steffen Seibert bei der Beantwortung dieser Frage als menschliche Verschlusssache. Dabei wird klar, dass Ramstein zum festen Baumbestand in Angela Merkels Zauderwald gehört, und in welch weitreichender Weise die Taktik der Bundesregierung, das Ramstein –
Problem durch Ignorieren und Aussitzen zu erledigen, völkerrechtliche und moralische Standards verletzt.

Die Ramstein – Problematik ist ein schwieriges Thema. Journalisten, die das völkerrechtswidrige Töten von Menschen durch Drohnen thematisieren und dabei auch die Duldung durch die Bundesregierung ansprechen, laufen Gefahr, zum Sicherheitsrisiko für diesen Staat erklärt zu werden. Noch trauen sich einige wenige Journalisten, dies zu tun.
Bei den Tageszeitungen findet man diese Kollegen oft nicht mehr. Journalisten, die bei Nachrichten – Magazinen arbeiten, sind nur noch vage mutig und haben den Biss früherer Zeiten schon längst verloren. Den größten Restbestand an furchtlosen Journalisten finden wir derzeit noch in öffentlich-rechtlichen Funkhäusern.

Deshalb ist es so wichtig, dass Themen, wie sie Norbert Fleischer mit seiner Dokumentation „Ramstein – das letzte Gefecht“ aufgenommen hat, auf einer möglichst breiten zivilgesellschaftlichen Basis in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden. Genau das ist ein Fall für den Alternativen Medienpreis.“

Webseite: http://www.alternativer-medienpreis.de/

7River

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Samstag, 1. Juli 2017, 20:14

Glückwunsch!

Also, ich weiß nicht, die Doku hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Das liegt in erster Linie an die einseitige Betrachtungsweise. Die Macher scheinen mir auch zu sehr damit bemüht, die Amerikaner in ein schlechtes Licht zu rücken. Andererseits geben Fragen und Spekulationen dem Ganzen einen verschwörungstheoretischen Anstrich. Die ständige Wiederholung, es ist kurz vor Zwölf, sowie die Einblendungen von aufsteigenden Atomraketen/-pilzen sollen scheinbar eine Art Weltuntergangsstimmung beim Zuschauer erzeugen. Möchte man einen Atomkrieg herbeireden? Jetzt zum Schluss auch noch Anwohner zu Wort kommen zu lassen, die einem nach dem Mund reden, mutet wie eine nachgeschobene Bestätigung an. Hat man es wirklich nötig, auf solche Personen zurückzugreifen, um Stimmung zu machen?

Hinter der Dokumentation steckt sicherlich eine gute Absicht. Ja, die Weltlage ist hoch brisant. Jedes zivile Opfer ist eines zu viel. Der Irakkrieg 2003 war widerrechtlich und hat viel Leid hervorgerufen. Dem bin ich mir alles bewusst.

Was ich bei der Doku vermisse, ist die nötige Sachlichkeit. Mir scheint einiges bewusst reißerisch gestaltet zu sein, wie z. B. auch der Titel.


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Freitag, 4. August 2017, 17:11

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit! :)

Das Thema des Films ist ja die Ramstein-Airbase, welche eben nun mal eine US-amerikanische ist. Das dürfte wohl niemand bestreiten. Fragwürdig ist auch die Weiterleitung von Signalen für den Einsatz von Kampfdrohnen, welche mit den Menschenrechten und dem Völkerrecht in Konflikt kommt. Ich denke, es ist nicht wirklich nötig die US-amerikanische Außenpolitik ins schlechte Licht zu rücken, sie steht bereits dort. Nicht umsonst haben sowohl die Deutsche und Amerikanische Regierung sowohl vor als auch nach den Enthüllungen von Edward Snowden die Rolle Ramsteins im Drohnenkrieg bis Dezember 2016 geleugnet! Das kommt doch nicht von ungefähr?

Mit theoretischen Verschwörungen wohl kaum zu tun. Dass Politiker vorgeben dem Wohle der Bevölerkerung zu dienen, oftmals aber lobbygesteuert sind, fremden Interessen dienen, das dürfte wohl auch niemand bestreiten. Und das ist mit Sicherheit auch in Washingten nicht groß anders. Aber ja, das ist auch eine Verschwörung und die ist offensichtlich.

Die Lage ist nach wie vor zugespitzt, die Weltuntergangsstimmung nicht weit her geholt. Selbst in den Leitmedien war oft schon von einem Neuen Kalten Krieg die Rede, die Kuba-Krise hätte damals beinahe einen Weltuntergang herbeigeführt. Ramstein - Das letzte Gefecht ist zweifelsohne ein Film, der auch vor solch einem Szenario warnt. Herbeireden möchte man so etwas definitiv nicht.

Die Anwohner sind was öffentliche Äußerungen zur Airbase betrifft, besonders zurückhaltend. Entweder weil man als Befürworter sich kritischen Fragen nicht stellen möchte, oder als Kritiker befürchtet, von der Gemeindemitgliedern gemieden zu werden (was man uns bei ausgeschalteter Kamera mehrmals versicherte). Es ist dort ein Reizthema. Ich habe den Film geschnitten und kann versichern, dass wir von vier zufällig auf der Straße Interviewten, drei in den Film herein genommen haben (das entfallene Interiew war nicht allzu aussagekräftig). Weitere zwei mit versteckter Kamera Befragte hatten dabei auch einen kritischen Ton. Die alte Dame hat schon ser geschimpft, die andere sich nur über die Friedensbewegung gefreut, den Herren jedoch störte die Airbase nicht. Von "nach dem Mund reden" kann nicht wirklich die Rede sein. Wir wollten die Dorfbewohner einfach mal zu Wort kommen lassen.

Sachlichkeit ist alles eine Frage der Perspektive. Ich denke jedoch, dass der Film schon ziemlich voll gepackt war mit belegbaren Fakten inklusive eingeblendeter Quellenangaben.

Bewusst reißerisch ist der Film und Filmtitel gestaltet, das stimmt. Man möchte ja auf sich aufmerksam machen. Und um Aufmerksamkeit und die Aufmerksamkeitsspanne muss man in Zeiten medialer Reizüberflutung heutzutage leider schon sehr kämpfen. Und viel Aufmerksamkeit zu diesem damals noch recht unterrepräsentiertem Thema ist uns durchaus wichtig.

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