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Mr Dude

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21

Freitag, 28. Mai 2010, 22:11

Wir heißen ja nicht ohne Grund movie-goofs ;)
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JoeFX

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22

Samstag, 29. Mai 2010, 17:20

Also mit kreativer meine ich, dass bei Dialogen Großteils immer gleiche Einstellungen sind, die jeder kennt, und eigentlich die meisten Einstellungen auf Augenhöhe gedreht sind. Alles was dem statischen geraden entspricht, ist "undynamisch". Mehr Winkel peppen Dialoge schon sehr auf.
Aber das ergibt sich auch von selbst, denk ich mal. Bei der Verfolgungsjagd fand ich die Kamera eig. sehr gut, nur bei Dialogen war sie mir zu langweilig.

mMn= meiner Meinung nach

mfg

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23

Sonntag, 30. Mai 2010, 12:05

Alles klar. Danke für die Erläuterung.
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Freitag, 4. Juni 2010, 13:32

Ich werde mir den Film auch gleich mal anschauen. Bin schon total auf den Dialekt gespannt. Das hört sich sicher sehr lustig an, aber ich finde das eigenlich nicht weiter schlimm. Die Handlung scheint mir auch sehr spannend zu sein, deshalb bin ich mal gespannt was jetzt so auf mich zukommen wird.

*Muss sowas sein? Bitte nicht noch so einen Beitrag in der Art, mehr als Spam ist das nicht, da du den Film noch nicht mal gesehen hast. Der Kommentar mit dem Dialekt ist unnötig! MfG Schattenlord*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schattenlord« (4. Juni 2010, 16:19)


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25

Freitag, 11. Juni 2010, 11:45

Zumal ich leider keinen Kommentar bekommen hab... :( Laut deinem Beitrag musst du den Film doch schon gesehen haben, oder? Her mit dem Kommentar. ;)
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26

Mittwoch, 16. Juni 2010, 20:03

Ich verstehe nicht was an einem Dialekt lustig sein soll. Wenn ein Film gut gemacht ist oder zumindest unterhaltsam ist spielt der Dialekt keine Rolle. Es sei man macht eine Kömödie denn da lässt sich mit Dialekten viel Komik rausholen und dann ist es egal ob Sächsisch, Bayrisch, Plattdeutsch, Friesisch, Hamburger slang, Schwäbisch oder einer unserer vielen Dialekte die wir in unserem Land haben. Peinlich wird es wenn einen einen Dialekt versucht den er nicht beherscht ! Spreche aus eigener Erfahrung !

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27

Mittwoch, 16. Juni 2010, 20:17

Ich verstehe nicht was an einem Dialekt lustig sein soll.


Der Ossi-Dialekt wirkt nun mal für manche Menschen unfreiwillig komisch! Geht mir zumindest so, wenn er ziemlich krass ist... Das selbe gilt für Hardcore-Beyrisch. Man assoziiert heutzutage nun Mal leider irgendwelche klischeehaften Parodien aus der Fernsehlandschaft mit solchen Dialekten. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch bei anderen Dialekten der Fall ist. Persönlicher Geschmack spielt wohl auch ne Rolle. Ich persönlich find zum Beispiel Berlinerisch recht lässig und bin auch anderen Dialekten nicht abgeneigt.
Da wo ich herkomme wird ursprünglich SCHWÄLMISCH gesprochen... Nun ja... Von uns haben die Brüder Grimm viele ihrer Märchen und Rotkäppchen wurde von der lokalen Tracht beeinflusst. Heutzutage kann hier jedoch bis auf meine Großeltern keiner mehr Schwälmisch. Wir spreche hier nun Hochdeutsch mit nem Hauch Hessisch und Schwälmisch... Oft fällt einem das nicht mal auf! Aber wir sagen "als" für ständig, dauernd und "net" für nicht und "es schickt" für "es genügt". Ein paar kleine Sachen die mir erst letztens bewusst geworden sind...^^

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28

Donnerstag, 17. Juni 2010, 11:05

*Klugscheiss-modus an*Ossi-Dialekt gibt es in diesem Sinne nicht. in Mecklenburg reden sie Platt, in Brandenburg Berlinerisch und in Sachsen Sächsich. Du meinst wohl letzteres... Das alle aus den neuen Bundesländern Sächsisch reden ist leider etwas einigen schlecht informierten Leuten zu verdanken, die sich über uns lustig machen sollten :D *Klugscheiss-modus aus*

Dem unfreiwillig komischen stimme ich aber uneingeschränkt zu... Der Ausspruch "Ich glaube da will mcih einer gehörig verarschen" ist in meinem Studiums-Freundeskreis mittlerer Weile Kult.

PS: Ich hatte mal wieder die Ehre in einem Artikel zu erscheinen. Diesmal als Campusgesicht der Hochschule Mittweida. Da werden öfters mal "besondere" Studenten der HS MW vorgestellt....

http://medien-mittweida.de/artikel/items…-mittweida.html
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HobbyfilmNF

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29

Donnerstag, 17. Juni 2010, 11:16

Glückwunsch zu dem Artikel. Finde es gut das du und deine Arbeit gewürdigt werden. Scheinst dir ja schon einen Namen gemacht zu haben. Wenn ich mir den Verlauf deiner Filme ansehe hast du dich emens gesteigert und ich bin sicher das deinem Berufsziel nichts im Wege stehen wird. Kannst Stolz auf dich und deine Arbeit als Filmemacher sein. :thumbup:

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Sonntag, 22. August 2010, 16:26

Der Film gefällt mir wirklich sehr gut. Fast jeder Schnitt ist begründet und die Dialoge leben richtig. Ein riesen Pluspunkt hat euch das Drehbuch geliefert.
Dass die Kameraeinstellungen, die Farbkorrektur und der Dialekt nicht ganz ok waren, spielt finde ich dabei keine Rolle. Der Film erzählt eine >gute<
Geschichte >sehr gut< und ist daher wirklich sehenswert.
Freue mich auf neues von euch :)

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31

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 15:47

Dass wir bei den Awards in 5 Kategorien nominiert sind, muss doch heißen, dass noch mehr den Film gesehen haben. Mag noch jemand was sagen?

*tread hochpush*
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sollthar

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Dienstag, 19. Oktober 2010, 08:58

Aaalso, dann meld ich mich auch mal zu Wort. Hab mir den Film im Zusammenhang mit den Nominationen angeschaut und mir vorher auch ein paar der Kommentare hier durchgelesen.

Ich will ehrlich sein, ich kann mich den ganzen Wow's und Genial's und so nicht anschliessen. Ich kenne deine früheren Werke nicht und es mag sein, dass ihr euch immens gesteigert habt. Ich versuche einfach das zu beurteilen, was ich hier letztenendes gesehen habe. Und das zeigt tatsächlich vieles, was in die richtige Richtung geht, halt aber auch einiges, was noch sehr in den Anfängen steckt bzw einfach schlicht gar nicht funktioniert.

Also erstmal: Ihr versucht, eine wirkliche Geschichte zu erzählen und das hebt euch sehr positiv von vielen anderen ab. Daher find ich: Das ist auf jeden Fall sehr gut! Dafür kriegt man von mir immer Lob und mein ich auch ganz ehrlich!
Allerdings muss ich auch sagen, das Drehbuch wirkt nach einem "first draft" - also einer ersten Fassung, der es deutlich an Überarbeitung und Dramaturgie fehlt. Es hat ein durchdachtes, spannendes Grundkonzept, viele Wendungen und auch Momente, die auf dem Papier durchaus emotional sein mögen, es leidet aber auch unter krassen Klischees, Unlogik und schwachen Dialogen. "Echte" Figuren mit echten Emotionen und Motivationen sind darin eigentlich kaum zu finden. Was man findet, sind wandelnde Klischees aus Actionfilmen.

Dann kommen die Darsteller. Und das ist halt so ein Punkt, wo ich wohl einfach merke, dass ich keine 17 mehr bin... Deine Darsteller sind allesamt zu jung. Ich kauf ihnen die Rollen schon beim Anblick nicht ab. Nicht nur der mit dem Stock, da wirds einfach am offensichtlichsten lächerlich, sondern auch alle anderen. Irgendwie scheint die ganze Welt in deinem Film aus knapp 20 jährigen zu bestehen, die Chefs sind, 5 Jahre für die gleiche Firma gearbeitet haben, verheiratet sind, Profikiller sind, für die Mafia arbeiten, Kriminalbeamte usw. Sorry, aber das funktioniert nicht und unterwandert die Punkte, die am Drehbuch funktionieren halt gleich nochmals, weil man schon auf zwei Ebenen beide Augen zudrücken muss um sich emotional hineinzuversetzen. Da werden mir auf drehbuchebene klischierte Figuren präsentiert, die dann noch nicht mal passend besetzt sind. Da kommt bei mir keine echte Emotion beim schauen auf und die Frage stellt sich, wieso überhaupt eine solche Geschichte, wenn ihr die gar nicht glaubhaft erzählen könnt?

Das klingt jetzt sehr kritisch und das ist es auch. Warum sag ich dir das überhaupt? :)

Weil ich finde, du hast ganz klar Talent! Deine Bildmontage finde ich gut! Sicher, die Bilder sehen bildästhetisch schwach aus, sind typisch amateurfilmig (und haben mich ehrlich gesagt bisher auch abgeschreckt, mir den Film überhaupt anzusehen), aber sie sind in der Erzählich zweckmässig und klar geführt! Das sieht man einem Screenshot nicht an. Aber da merkt man eine klare Regie und jemand, der weiss, was er erzählen will und sich mit dem auseinandersetzt, was er erzählen will. Zumindest auf der Ebene. Bessere Beleuchtung und eine hübschere Kadrierung würden die Bilder aufwerten, aber was viel wichtiger ist bei der Bildsprache, ist die Klarheit. Und die ist schon gut da.

Dein Schnitt finde ich zu lang. Ich würd erneut behaupten, der Film ist 20% zu lang. Aber das ist normal. Man mag seine Sätze und sein Material und glaubt, man brauche alles. Man will jeden noch so bedeutungslosen Blick zeigen (zum Beispiel als der Chef dem Arbeiter kündet. Da ist die Szene schon längst vorbei, aber du lässt ihn rauslaufen und gibst dem Chef dann auch noch zeit, despektierlich zu kucken... Solche Sachen hats noch zahlreich in deinem Film - die würde dir jeder gute Cutter einfach rausschneiden)

Du hast einen absolut guten Weg eingeschlagen, gehst ihn aber noch nicht konsequent. Es gibt die "Ich dreh einfach was ich Lust hab" Amateurfilmer, die ihre Trashsachen drehen, sich gegenseitig die Birne einschlagen oder grundlos losballern oder peinliche Sketches inszenieren und das ganz lustig finden. Und es gibt die, die sich an ernsthafte Geschichten wagen und damit bewegen und unterhalten wollen. Erste sind für mich ziemlich uninteressant, letztere sind die Spannenden. Und nach diesem Film tu ich dich mal in die Kategorie 2. (Nicht zuletzt wegen deines Avatars, der ja hohe Erwartungen schürt, wenn du grad ein Bildnis eines Meisterregisseurs verwendest) :)

Und da finde ich, könntest du noch konsequenter sein. Dein Drehbuch macht noch nicht den Eindruck, als ob du tatsächlich eine Geschichte nimmst, die dich interessiert und ehrlich bewegt, sondern als ob da immernoch stellenweise deine DVD Sammlung durchdrückt, die du ganz cool findest und auch gerne mal machen willst - Da muss geballert werden, alle sterben und die Emotionen sind halt noch nicht echt, sondern Aufgrund von nicht gänzlich verarbeiteten Seherfahrungen konstruiert. Zumindest wirkt das so auf mich. (In etwa wie bei mir "Face to Face" und "NightCast", welche ich im ähnlichen Alter wie du geschrieben habe).

Es gibt imo nichts, was einem als ernsten Filmemacher mehr hilft als einen gnadenlosen, kritischen und unerbittlichen Blick - Gerade als Autorenfilmer. Funktioniert das WIRKLICH? Ist das Drehbuch wirklich wasserdicht? Kann es Emotionen transportieren? Können es meine Darsteller? Ist das mein Fandom, der mich motiviert, oder ist die Geschichte wirklich gut? Bin ich ein einfaches, blasses Abbild von dem, was ich zu kopieren versuche, oder habe meine eigene Identität, die für sich stehen kann?

Nachdem ich deinen Film gesehen habe finde ich, das sind Fragen, mit denen du dich mal ernsthaft auseinandersetzen solltest. Ich persönlich habe das Gefühl, da liegt noch deutlich mehr drin bei dir. Daher bin ich auch gespannt auf dein nächstes Werk. Und spare mir das "Wow, genial!" für ein kommendes Werk. Das hier ist ein vielversprechender Anfang. :)

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33

Dienstag, 19. Oktober 2010, 10:42

Aber ich sei ein weiteres "wow genial" genehmigt :D Ich denke das ist das erste Mal, dass ich eine schlechte Kritik bekomme und mich hinterher gut fühle :D Die Punkte die du ansprichst sind vollkommen berechtigt und begründet und ich arbeite sehr an mir.

Das Drehbuch hat wirklich zu viele Schwächen.. An einer Stelle ertrinkt man in Klischees und an anderer Stelle wird einem einfach irgendwas als selbstverständlich hingeknallt. Ich hoffe, dass ich das mit dem aktuellen Drehbuch stark reduziert habe. Das habe ich aber auch nicht allein geschrieben. Ich denke mir fehlt ganz oft der kritische Blick von außen. Eine Art Beobachter sozusagen. Ich denke das mit den Klischees, ist auch so eine typische Sache von mir, weil ich sonst immer nur Komödien gemacht hatte und dort mit Absicht derartige Überspitzungen engebaut habe und dann geschah das hier ohne dass ich es bemerkt hatte.

Das mit dem unpassenden Alter lässt sich wohl so schnell noch nicht abstellen.

Danke nochmal für die ausführliche Kritik. :)
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sollthar

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Dienstag, 19. Oktober 2010, 11:25

Zitat

Ich denke mir fehlt ganz oft der kritische Blick von außen.


Genau darum wollte ich nicht einfach nur "Super, toll gemacht!" schreiben. Ich hatte bei deinem Film echt den Eindruck, dass da jemand das Medium Film ernst nimmt und erforscht - und darum nehme ich auch dich ernst. Und für ist es halt nutzlos, einem ernsthaft bemühten, talentierten und sich entwickelnden Filmemacher auf die Schulter zu klopfen, sämtliche Unzulänglichkeiten zu ignorieren und zu sagen "passt scho".

Das Problem mit dem kritischen Blick von aussen kenn ich. Ich bin sehr froh um mein kleines Netzwerk von Leuten, die mir immer wieder so richtig penibel auf die Finger schauen und mir helfen, meine Arbeit ständig neu zu hinterfragen und schlussendlich genau dadurch Lernschritte ermöglichen, die ein "Alles gut so!" nie ermöglicht hätte.
Aber sowas ist Gold wert! Es nervt manchmal und generiert Arbeit, aber ermöglicht Fortschritt.

Zitat

Das mit dem unpassenden Alter lässt sich wohl so schnell noch nicht abstellen.


Eben das stimmt nicht. Da gibts zwei Möglichkeiten: Entweder du schreibst Geschichten, die glaubhaft dem Alter deiner Darsteller entsprechen - oder du nimmst halt keine Freunde und Bekannte sondern suchst dir Schauspieler für ein Projekt. Und glaub mir, mit einem einigermassen guten Skript kriegst du die! Theatergruppen, Crew United.de, Spieler die Demomaterial und Erfahrung suchen. Das geht alles. Und wenn du glaubst, die kämen nicht zu dir, dann siehst du dich unter deinem Wert. :)


Es ist schade, dass der Film nicht mehr Aufmerksamkeit und Kommentare bekommt. Vielleicht kommt ja noch was!

spielbergo

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Mittwoch, 20. Oktober 2010, 12:32

Ich schließe mich der Kritik von sollthar an. Dein Film gehört sicherlich zu den besseren Amateurwerken, kratzt aber leider wie viele andere nur an der Oberfläche.

Es wird bei mir weder Empathie noch irgendwelche Emotionen ausgelöst. Das dein Protagonist am schluß stirbt lässt mich kalt.
Du erklärst zwar "mechanisch" warum er diese Verzweiflungstat durchführt (weil er alles verloren hat, Frau, Job, bester Freund) bleibst aber dabei oberflächlich. Ein gutes beispiel ist die Szene in der seine Freundin erschossen wird, zum einen fehlt die beziehung zwischen den beiden (dann muß die grünhäutige Gift und Galle speiende Freundin des Hauptdarsteller eben vom Set wegbleiben), sie wirken recht distanziert.
Der Freundin stirbt und schwubbs, im eifer der Verfolgungsjagd ist sie auch schon wieder vergessen.

Das Script ist die Grundlage des Films, oder wie Alfred Hitchcok einmal sagte: Die drei wichtigsten Dinge bei einem Film sind; das Drehbuch, das Drehbuch und das Drehbuch.

Gruß

SamDaBam

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Freitag, 26. November 2010, 23:37

hi
ich kann mich der Kritik der beiden Vorgänger nur anschließen... Kritik in Foren dieser Art ist dafür da, dass Anregungen und Tipps zur Vermeidung von gemachten Fehlern gegeben werden und zukünftige Projekte besser werden. Nimm deshalb auch meine Kritik nicht zu hart auf, bitte, wenn sie auch sehr direkt ist!
Also: ich finde der Film ist mindestens 5 Minuten zu lang. Ich versteh nicht warum Amateurfilme immer so lang sein müssen... Durch die Länge des Films halst ihr euch eine Last auf, die ihr nicht tragen könnt. Es wird keine Spannung erzeugt und somit streckt sich der Film immens. Ich denke er hätte bei der Hälfte der Zeit viel mehr Spannung gehabt und extrem viel unnötiges einfach weglassen können.
Du hast zwar schon das Alter der Schauspieler als "Ist-So" entschuldigt, aber warum schreibt ihr dann ein Drehbuch über ältere Figuren. Das wirkt unfreiwillig komisch und ist ein weiterer Aspekt der jegliche Spannung nimmt. Der Akzent ist störend aber dazu sag ich einfach nicht mehr, da es schon zur Genüge diskutiert wurde. Habt ihr geprobt? Hat sich jeder wirklich Gedanken über seine Rolle gemacht? Es fehlt dem Protagonisten ganz klar an Mimik und es können Gefühle nicht immer durch Gesten nachgestellt werden. Das durchschaut jeder und es erzeugt null Empathie. Generell ist keiner der Darsteller überzeugend und es wirkt so als ob ihr alles nur ein mal gedreht habt (keine Unterstellung). Ehrlich gesagt muss man entweder richtige Schauspieler casten, oder so viel Proben/Coching machen, sonst werdet ihr immer nur ok'e Amateurfilme machen--- Genug dazu...
Ich versuche mich bei den technischen Unzulänglichkeiten kurz zu fassen, da es sonst den Rahmen sprengen würde.
Zur Kamera: Es sind meiner Meinung nach viel zu viele Einstellungen in manchen Szenen (Bspw. das Gespräch zwischen dem Boss und dem Protagonsiten am Anfang von Teil 3/4). Es ist unnötig und viel schöner in wenigeren aber gut gewählten Einstellugnen das Geschehen zu zeigen.
Zum Licht: teilweise wurde gegen Fenster gefilmt, was für mich ein absolutes No-Go ist und bei dem Film dazu geführt hat, dass ihr sehr viele lichttechnische Anschlussfehler habt. Viele Szenen sind wirklich zu dunkel. Klar es unterstreicht Atmosphäre, aber wenn man nichts erkennt? Habt ihr überhaupt geleuchtet oder nur vorhandene Lcihtquellen genutzt.... sieht nämlich so aus. DIe Lichtfehler sind unzählig
Zum Schnitt: wie gesagt viel zu lang...
Zu Kostüm: ein weiteres Problem was ähnlich wie bei den Darstellern dafür sorgt, dass es absolut unglaubwürdig und lächerlich wirkt. Skimaske mit Sonnenbrile? Nicht originell, alles sehr sehr stereotypisch.
Zu den Drehorten: Man merkt allen Innendrehs an, dass es Privathäuser oder ähnlcihes ist. Da hättet ihr eifnach mehr Requisiten und mehr Mühe beid er Einrichtung an den Tag legen müssen.
Zum Drehbuch: zu lang und teilweise sind Szenen einfach unnötig. Warum eine so lange Verfolgungsjagd, warum immer alles erklären. Der Zuschauer ist assoziationsfähig und kann durch Bilder genau das gleiche erfahren... DIe Dialoge wirken zusammengeklebt und unpassend in fast allen Szenen und oft habe ich mich gefragt ob der Film sich ernst nimmt. "Die Spagettiefresser haben meine Freundin getötet..." oder so ähnlich... Das sagt ein Mann nur Stunden nach dem seine geliebte Frau getötet wurde... Naja... Warum weint er nicht? Die Fragen setzen sich endlos fort....
Eine weitere Schlüsselszene (eigentlich der Story, aber auch was Fehler angeht) ist die Aufklärung durch Alex. ALs der protagonsit herausfidnet was passiert ist. Normalerweise streube ich mich davor Logikfehler anzuprangern, aber "unsere Kontonummern sind gleich, bis auf die letzte Ziffer" Hallo? Das ist die theoretische Grundbasis eures Films und da sind wir wieder beim Grundproblem: die Geschichte gibt deutlich zu wenig her. Man hat alles schon gesehen, alles stereotypisch und alles zu lang. Und die Geschichte ist wirklich nicht sehr originell... Das ist glaube ich das Hauptproblem. Selbst wenn all die genannten Fehler nciht gemacht worden wären, würde immer noch eien dürftige Geschichte da sein.
Das einzige was mir gefallen aht, wohl eher der Kategorie 'unfreiwillig komsich' zuzordnen war der Rachfeldzug am Ende des Films. Das wirkte so unecht, albern und setzte dem ganzen den Deckel auf. Wenn der Film nicht ernst gemeint wäre, sondern ind er Kategorie Trash dann hätte die Szene wirklich (das meine ich ernst) Spaß gemacht. Die Bluteffekte, die Schusslöcher und das Feuern der Knarren, alles in Slowmo....
Ich hoffe du kannst irgendetwas aus meienr Kritik mitnehmen und verstehst meine Bedenken.

Renier

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Samstag, 27. November 2010, 14:41

Ich finde ihr habt euch wieder mal verbessert und bis auf ein paar Minuten war der Film nicht zu lang. Die Story fand ich ganz ok. Dass das Finanzamt sofort die Überweisung mitkriegt und der Protagonist beurlaubt wird, war schon etwas komisch. Am besten fand ich die Verfolgungsjagd.

Wie mein Vorgänger SamDaBam fand ich auch das komplette Ende unpassend und "unfreiwillig komisch". Der Hauptdarsteller ist doch weder der Desperado noch Bruce Willis. Die Ereignisse sind doch erst höchstens einen Tag her, da wird er zum Rambo? Da der Film ernst sein will, wirkt das merkwürdig. Komischerweise sagt der Hauptdarsteller es sei seine Freundin, der Gangsterboss sagt am Telefon aber: "Wir haben ihre Frau." Nachdem die Tür witzigerweise mit einer Gitarre verbarrikardiert wurde, stirbt die Freundin / Frau auch eher komisch. Die häuslichen Locations wirken nicht so gut, aber irgendwo muss man ja sparen.

Man merkt die Verbesserungen. Ich habe aber wie solthar die Vermutung, du wolltest alles mal reinpacken was du kennst. Der böse Gangsterboss, der sich rächende Unschuldige und am Ende muss künstlerisch fast jeder sterben. Das Ende gefällt mir nicht.

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Samstag, 27. November 2010, 16:20

Danke für die Kommentare, auch wenn sie alles andere als gut ausgefallen sind :D

@SamDaBam: Danke für die äußerst ausführliche Analyse. Viele von deinen Kritikpunkten wurden ja bereits angesprochen. Besonders solche Sachen wie die Kostüme stören mich ganz besonders. Nachdem der letzte Drehtag des Films bereits ein Jahr zurück liegt und ich seit 3 Monaten schon an einem neuen Film arbeite, sehe ich den Film heute auch vollkommen anders. Das Drehbuch hätte noch einige Überarbeitungen gebraucht. Zu viele Logiklücken sind mir aufgefallen, die von euch (incl Renier) angesprochenen auch bereits. Das mit dem Finanzamt lässt sich noch im Rahmen der küstlerischen Freiheit erklären, das mit den Kontonummern ist jedoch ziemlich aus dem Arsch gezogen... Zu dem falschen Alter stehe ich. Wenn 12 Jährige mit MGs durch den Wald rennen, dann darf ich auch meine Darsteller 5 Jahre älter machen. Einzig der Mafiaboss stört mich mittlerer Weile. Dass der Film zu lang ist, da steht ihr beide relativ allein, andere meinten sogar, er wäre zu kurz. Ich finde der Film hat die ideale Länge nur hätte ich an manchen Stellen etwas weniger und an anderen etwas mehr machen müssen. Viele Sachen werden einfach zu selbstverständlich hingenommen. Zum Beispiel die Beziehung zur Freundin. Dass der Hauptdarsteller angst vor seiner eigenen Freundin hatte und deshalb keine Emotionen unserer Darstellerin gegenüber zeigen konnte, ist ein klares Amateurproblem. Wir haben nicht geprobt, haben aber recht viel in die Ausarbeitungen der Rollen gesteckt, indem wir viele Besprecheungen hatten. Die Proben waren dann direkt am Drehtag bevor die Kamera lief. Sicher nicht ideal, aber die Leute hatten einfach keine Zeit für mehr. Eine Zwickmühle. Leider übersehen es auch viele, dass Haupt nach der Verfolgungsjagt in dem Pavilion verzweifelt zusammenbricht. Während der Jagt wäre es ja wohl schlecht gewesen, wenn der geheult hätte. Zum Dialekt sage ich nichts mehr. Interessiert ja auch keinen. Tiefbayrisch, Pattdeutsch, Schwäbisch, Schweizerdeutsch - Wunderbar, aber bitte kein Sächisch, dass ist der Dialekt der RTL2-Doku-Assis. Das Licht ist technisch gesehen mein persönliches Hauptproblem. Die Innenszenen wurden eigentlich alle künstlich ausgeleuchtet, leider nicht sonderlich geschickt, sodass wir da sehr viel Potential liegen gelassen haben. Wenn ich den Film schneller geschnitten hätte hättest du dich sicher noch mehr beschwert, dass keine Emotionen rüberkommen. Dass der Film dir zu lang ist, hat nicht viel mit dem Schnitt zu tun, eher mit dem Drehbuch. Und die Verfolgungsjagt... Nach deinem Empfinden hätte ich sie wohl eher rauslassen müssen... Kürzer wäre zu kurz gewesen, weil sie dann schon vorbei gewesen wäre bevor sie richtig losgeht.

Also nochmal danke, dass du den Film komplett angeschaut hast, obwohl du ihn so beschissen fandst. Wir bessern uns stetig und jedem kann man es eh nicht recht machen :)

Der einzige Punkt, den du nicht angekackt hast ist letzten Endes die Musik. Was sagst du zu der?

@Renier: Das Ende muss ja ebenfalls nicht jedem gefallen. Warum soll immer alles gut ausgehen. Im richtigen Leben läuft auch nicht immer alles so wie man es will. Dass diese scheinbar Lammfromme Mann völlig durchdreht ist für mich eine normale Sache. Irgendwann ist in jedem ein Punkt erreicht in dem er nicht mehr weiter weiß. Dass unauffällige Menschen zu solchen Sachen fähig sind, wissen wir ja alle.

PS: Der Mafiaboss weiß ja nicht unbedingt wie es um den Familienstand von Andreas Haupt steht ;) Am Anfang sagt dieser ja auch "Wenn ich die Beförderung bekomme heiraten wir"
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SamDaBam

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Montag, 29. November 2010, 14:09

Hey also wenn du Aspekte der Geschichte erklären musst, dann ist ein Zeichen dafür das dramaturgische Ungereimtheiten vorhanden sind.
Zu der Musik, generell etwas billig wirkend, beim Ende fand ich die Musik schön, zumindest für den Moment nach dem der Protagonist seine ENtscheidung gefällt hat Rache zu nehmen....
Der Ton hatte aber öfters unschöne Klänge, ich nehme an ihr habt nicht gepegelt sondern einfach Mikro irgendwo hingehalten?
Nach wie vor bin ich der Meinung das ihr unheimlich viel verschenkt durch junge Darsteller, es nimmt alles an Ernsthaftigkeit auch wenn du als Regisseur es OK fidnest. Aussenstehende werden immer denken das es ein Witz ist, nicht ernst gemeint oder einfach dilettantisch!
Werde mir mal euer nächstes Projekt angucken und schauen ob ihr euch die zahlreiche Kritik zu Herzen nehmt.... ;)

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Donnerstag, 3. Februar 2011, 16:31

Ich hab jetzt mal ein paar Outtakes hochgeladen. Viel Spaß :)

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