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cody

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Montag, 11. Januar 2010, 13:24

Man of Conspiracy (Neuer Tent Graphix Streifen)

Hallo ihr Amateurfilmer da draußen!

Nach langem überlegen und zurückhalten wurde ich nun doch überredet das Projekt hier online zu stellen :)
So möchte ich also hiermit unser neustes (Ausnahmsweise sogar bereits fertiges) Projekt vorstellen, mit dem schönen Titel,


Man of Conspiracy

Story
In dem Film geht es um einen jungen Agenten der beim FBI arbeitet. Der genarbte Jung-Agent Daniel Ferris muss sich vor seiner härtesten Prüfung stellen.
Am Boden zerstört, in den Anfängen seiner Karriere stellt er sich einem Komplott von ungeahnten Ausmaße gegenüber.

Eines Tages wird er zu einem Fall gerufen indem ein brutaler und schrecklicher Mord aufgeklärt werden muss.
Doch auf seinem Weg zur Lösung beginnt er zu begreifen, dass hinter diesem Mord eine große Verschwörung steckt....


Gut das alles klingt jetzt erstmal wenig neu, oder spannend, da dieses Thema schon in etwa 1000-mal behandelt wurde.

Aber wir haben dennoch versucht den Film möglichst Spannend zu gestalten, und denken das er die eine oder andere Überraschung
parat hält. Also lasst euch nicht von der Story-Beschreibung täuschen und schaut ihn euch an. :)



Hintergrund Info´s

Die Idee zu Man of Conspiracy entstand im Sommer 2008 in einem Team-Urlaub. Im Winter fingen wir an das Drehbuch zu schreiben.
Januar-Mai 2009 lief dann die Pre-production, und im Juli wurde schließlich 2 Wochen lang gedreht.
Und dann "Zack-zack", nach 5 Monaten PostProduction war der Film schlussendlich fertig.

Am 22.12.2009 war der offizielle Realese auf unserer Homepage.

www.tent-graphix.de


Es gibt ein paar Produktions-Tagebücher online, die anderen gibt es nur auf DVD:


Tag 1


Tag 4


Tag 5









Den Download des Films gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen:

HD_h.264 (ca.1,4GB)
DV_high (ca.640MB)
DV_low (ca. 350MB)

Laufzeit etwa 1,10 Stunden.


Viel Spass!


mfg
Cody
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HTS_HetH

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2

Montag, 11. Januar 2010, 16:09

Ich kann mich bereits zu Wort melden, da ich bereits vorweg in den Genuss des Films kommen durfte, bevor er nun seinen Weg hier in´s Forum gefunden hat :)

Man merkt euch an, wie stark ihr euch habt inspierieren lassen und wie sehr ihr dieses Genre und die Art der der amerikanischen Inszenierung liebt. Und ich muss sagen, mir hat es auch gefallen. Der Film bietet einige schöne Story-Twists, einige offensichtlicher, andere weniger. Was ich dem Film hoch anrechne, ist die Tatsache, dass ich in der gesamten Spieldauer gut unterhalten wurde. Es kam eigentlich nie Langeweile auf und der Plot würde ständig angenehm vorran getrieben. Die Story als solche ist auch sehr passend gewählt und entfaltet sich sehr schön erst nach und nach so richtig.

Das sicherlich größte Problem ist euer Alter, keine Frage. Aber das geht hier vielen, wenn nicht den meisten so. Seien wir mal realistisch, keiner hier will warten bis er mitte 40 ist, um endlich seinen Krimi zu drehen ;) Für mich gehört zum Schauen eines Amateurfilms auch immer ein Stück weit dazu, die Fantasie zu bemühen und solche Details so gut es geht auszuklammern. Sicherlich hilfreich dabei ist, das du Niko in der Hauptrolle recht überzeugend bist, hölzernes Schauspiel sucht man hier vergebens. Die Nebendarsteller variieren da schon eher in ihrer Performance. Die eingesetzten Effekte waren fast alle extrem genial, allem vorran das interaktive Display im Office des Protagonisten, das freut das VFX-ler Herz :) Die Autofahrten waren da leider ein wenig schlechter, in erster Linie aber nur weil die Aufnahmen teilweise so unmotiviert dunkel und schattig waren (im Hintergrund ist heller Tag). Der leider extrem kurze Loop von VC für die Fahrten war mit der Zeit leider doch etwas arg auffällig, hier hätte man vielleicht lieber selbst nen längeren Loop in einem Industriegebiet oder so filmen können.

Musikalisch wwar´s natürlich dank Hollywood Scores extrem unterhaltsam, die gewählten Stücke wurden auch sehr effektiv eingesetzt, um die Stimmung entsprechend zu untermalen, obgleich man auch ständig erwartet hat, dass gleich der Joker um die Ecke kommt ;)

Kleine Spoileranmerkung:

Spoiler Spoiler

Da ich euer Team ja nun schon ein wenig kenne, war´s für mich bereits sehr früh klar, wer der Killer ist, der den Großteil des Films gejagt wird, bis er im Haus gestellt wird. Man weiß halt wer im Team immer in den größeren Rollen zu sehen ist und wenn am Anfang des Films jemand absichtlich nicht gezeigt wird, weiß man das er wohl noch kommen wird ;)


Dennoch, ein sehr sehr unterhaltsamer kurzweiliger Streifen und bei der Spieldauer ein sehr überzeugendes Ergebnis!

cody

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3

Montag, 11. Januar 2010, 16:25

Vielen Dank für das Feedback Heiko! :)

Es freut mich das der Film alles in allem doch das rüberbringt was er sollte. Umso mehr das mein eigenes Schauspiel wirklich oft so gut ankommt, wo ich mich darauf doch eigentlich nie wirklich konzentriere. ^ ^

Die Autofahrten waren wirklich sehr dunkel und das trotz 6 Bauscheinwerfer, es war leider an dem Tag soo hell draußen das wir die Blende runterdrehen mussten damit die Greenscreen nicht weiß war, dann wars im Auto aber echt dunkel.
Dann könnte ich mich aber auch in den Arsch beißen^^ denn der Loop war teils mit Bildern aus dem VC Autofahrt Video aber auch aus eigenen Fahrtaufnahmen zusammengebaut und ging 1minute bevor er loopte. ABER ich dummchen hab beim Rendern das Video verschoben so das nur die letzten 2 Sekunden geloopt wurden. Ein scheiß, dass ich das erst beim Mastern gemerkt hab^^

Die LCD Wand war quasi der Horror eines jeden VFX-ler´s :D pures Rotoscoping und teils echt komplizierte Kamerabewegung, bei den hinsetzt-Szenen wo die Kamera den Darstellern folgt. Matchmoving und rotoscoping, alles Sachen die ich ja bekanntlich total "gerne" mache.

Nochmals danke für die Kritikpunkte. Ich denke bei den kommenden Projekten werden wir versuchen weniger Altersabhängige Rollen zu schreiben. Denn wenn man jetzt nicht so nett ist wie du Heiko und seine Fantasie benutzt, werden viele schon aus dem Film herausgerissen wenn es z.B. heißt... "Er war 6 Jahre bei den Spec Ops"...

Ich bin mal gespannt was die anderen User so zum Film sagen.
Also haltet mit eurer Meinung nicht hinterm Berg! Raus damit! :)

mfg
Cody
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Darth Obi Wan Kenobi

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4

Montag, 11. Januar 2010, 16:58


Ich bin mal gespannt was die anderen User so zum Film sagen.
Also haltet mit eurer Meinung nicht hinterm Berg! Raus damit! :)

mfg
Cody



Erstmal in ruhe heut Abend auf der Glotze anschauen ... ^^
Findet uns hier auf Youtube :)

cj-networx

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5

Montag, 11. Januar 2010, 19:11

Das wäre mal ne super Gelegenheit das MakingOf mal zu einem bestehenden Thread zu verfrachten :D
wenn du weißt was ich meine? @Cody
werds mir mal bei Zeit anschauen.
-------------------------------------
Amateurfilmer+Hobbyfotograf
www.cj-networx.de

fotografische Postkarten
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thedirector

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6

Dienstag, 12. Januar 2010, 17:29

Echt ein sehr gelungener Streifen!
Das Displey im FBI Office sieht wirklich sehr cool aus! War bestimmt ne riesen Arbeit mit tracken usw... :thumbup:
Bei der Computer-Hack Szene kommt echt richtig Suspense auf! Klasse! :)

Was ich witzig fand, ist, dass die Agents beim Autofahren immer am selben Ort vorbeigefahren sind. :D ;)
Der Film war wirklich sehr unterhaltsam! Bin gespannt auf weitere Projekte von euch!
Das Making of ist auch sehr cool!
Independent Frames | www.independentframes.ch

BiTo Pictures

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Dienstag, 12. Januar 2010, 19:28

Nur mal so als Tipp:
H.264 in .avi ist gaanz böse, nimm in Zukunft lieber mkv oder mp4, die lassen sich auch besser streamen.

Marcus Laubner

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8

Dienstag, 12. Januar 2010, 20:26

Nur mal so als Tipp:
H.264 in .avi ist gaanz böse, nimm in Zukunft lieber mkv oder mp4, die lassen sich auch besser streamen.

Was sollte das bringen, den H.264 Codec in einem anderen Containerformat anzubieten? Und die Streamingfähigkeit ist doch wurscht, cody hat es schließlich als Download angegeben.

9

Dienstag, 12. Januar 2010, 22:19

Na dann... ich hab auch mal ne Kritik geschrieben (sieht jetzt ziemlich öde aus weil ich die Bilder nicht nochmal mit reinnehmen wollte):
Thriller sind im Amateurfilmbereich nun keine Rarität… gute jedoch schon eher. Zumeist sind die Handlungen ähnlich denen der amerikanischen Vorbilder und wirken mit den meist viel zu jungen Darstellern dadurch fast immer haarsträubend unglaubwürdig. Zwar kann sich “Man of Conspiracy” diesem Trend nicht ganz entziehen, jedoch wurde hier einiges besser gemacht, ohne dabei auf die typischen Elemente zu verzichten, wodurch sich das Werk als durchaus sehenswert bezeichnen lässt.

Daniel Ferri (Niko Junge) ein FBI-Agent, der sich gerade am Anfang seiner Karriere befindet wird mit einem zunächst vergleichsweise wenig komplex erscheinenden Fall beauftragt. Seine traumatischen Erlebnisse (die Ermordung seiner Frau) holen ihn indess immer wieder ein und so wächst der Druck im Laufe des Films immer weiter, einerseits durch den immer vielschichtiger scheinenden Fall und andererseits durch den Druck seitens seines Chefs.

Unterstützung findet Ferri dabei in seinen Mitarbeitern Bob Groudezki (Daniel Ixkes), der Ferri praktisch überallhin begleitet und Ryan Taylor (Dominik Lützen), dem Computer-Spezialisten. Genau wie diese beiden, so hat man auch den erwartungsvollen, Druck ausübenden Chef, den verfeindeten Agenten des Geheimdienstes (hier William Kethrey (Christian Kühn)) oder den Klassik hörenden Killer schon des öfteren gesehen, wodurch sich die Sache mit der Originalität erledigt hätte und die Einflüsse offengelegt wären. Man könnte noch eine ganze Reihe anderer Elemente aufzählen, aber das soll nicht Sinn dieser Kritik sein, denn es ist noch kein Vergehen sich inspirieren zu lassen.

Ein Versäumnis wurde im Zuge der Storyentwicklung aber doch gemacht. So ist das Ende, also die Offenbarung der Schlüsselperson keine allzugroße Überraschung mehr, da auch sie in großem Maße spiegelbildlich zu amerikanischen Thrillern zu betrachten ist. Ansonsten bietet der Film aber durchaus die ein oder andere Überraschung und verliert fast nie an Spannung oder Unterhaltungswert, was bei 68 Minuten eine durchaus beachtliche Leistung ist.

Ein weiterer Punkt, in dem sich die Macher selbst ein Bein gestellt haben ist die Ansiedelung der Handlung in den USA. Erstens reden natürlich alle Deutsch, was die Glaubwürdigkeit schon beträchtlich senkt und zweitens sind trotz großer Bemühungen dies zu kaschieren hier und da immer wieder Schilder mit deutschen Aufschriften, deutsche Nummernschilder oder einfach weichgezeichnete Nummernschilder zu sehen. Das wäre nicht nötig gewesen und man hätte sich eine Menge Arbeit gespart, hätte man das Ganze einfach in Deutschland spielen lassen – es wäre dem Film nur gut bekommen.

Auch beim Betrachten der Dialoge erkennt man sofort die Parallelen zu anderen Werken. Dieser Aspekt ist in diesem Fall aber leider ein großer Kritikpunkt, denn so sehr sich die Darsteller auch bemühen authentisch zu spielen, umso alberner wirken Sätze wie “Wer bist du und was wolltest du erreichen”, gepaart mit einem völlig überzogenen scharfsinnigen Gesichtsausdruck. Hinzu kommen eher geringfügigere Fehler wie zum Beispiel “SIE können ihn nicht wegschicken und das weißt DU”. Das ist zwar kein Weltuntergang, drückt die Qualität der Dialoge aber dennoch nach unten.

Ein riesiges Lob dagegen verdient der Film bezüglich der Setgestaltung. Hier wurde sich wirklich viel Mühe gegeben Details einzuarbeiten. So hängen in den Büros beispielsweise Landkarten oder die Mitarbeiter haben Fotos von Familienangehörigen auf ihren Schreibtischen um nur ein paar Beispiele zu nennen. An Mordschauplätzen herrscht Bewegung durch andere Darsteller im Hintergrund (beispielsweise einen Fotografen) was die Qualität ungemein anhebt (auch wenn dadurch wohl teilweise eine Person mehrere Rollen übernehmen musste, aber das ist das geringere Übel).

Die Schauspieler machen ihre Arbeit zumeist relativ solide, trotz der bereits genannten Tatsache, dass ihnen das Drehbuch nicht gerade dabei hilft authentisch zu wirken. Es gibt zwar einige Rollen die wirklich absolut deplatziert erscheinen, aber diese sind so nebensächlich dass man das verschmerzen kann, mit Ausnahme vielleicht von Christian Kühn als William Kethrey, dessen Aussprache und Mimik in manchen Passagen einfach maßlos überzogen wirkt.

Ein Punkt allerdings an dem viele Darsteller zu scheitern scheinen ist die Mimik. Sie verleiht relativ gut gespielte Szenen oft doch noch einen Hauch Albernheit, weil man den jungen Darstellern diese Coolness einfach nicht abkaufen kann.

Die Kamera bleibt in dem Werk eher im Hintergrund. Sie liefert solide Bilder, kann aber auch nicht gerade beeindrucken. So sind einige (wenige) Aufnahmen unnötig wackelig oder es wird ganz aprubt gezoomt, ohne erkennbaren Grund.

Ähnlich ist es mit dem Schnitt, es gibt zwar nur wenige Schnittfehler, aber hier und da hätte man das Ganze doch weitaus rasanter gestalten können… zumindest in Szenen, in denen viel Bewegung herrscht, denn die Dialoge sind eigentlich ziemlich dynamisch geschnitten, soll heißen die Perspektive wechselt nicht nur mit dem Ende eines Satzes.

Eher negativ fällt hingegen wieder der Ton auf. So sind in den meisten Szenen die Darsteller sehr gut verständlich, in anderen aber auch fast gar nicht, und auch die Szenen in denen nachsynchronisiert wurde bemerkt man sofort (dieser Fehler könnte allerdings auch dem Videoformat zuzuschreiben sein).

Die musikalische Untermalung dagegen ist wunderbar gelungen. Sie trägt die Stimmung fast immer nahezu perfekt und dringt nicht in den Vordergrund. Schade nur dass es sich dabei um Hollywood-Titel handelt, doch das schmälert den Filmgenuss in keiner Weise.

Auch wenn dieser Punkt jetzt erst zur Sprache kommt, so ist er leider dennoch (optisch) das größte Manko an “Man of Conspiracy”, die Ausleuchtung. Hier wurde sich zwar bemüht Szenen dramatisch oder interessant ins Bild zu setzen, das Resultat ist aber ein kunterbuntes Sammelsurium von Lichtquellen, die den Darstellern immer wieder viel zu nahe Rücken. In scheinbar jeder Innenszene wurden rote, grüne oder blaue Lichtquellen aufgestellt und trüben die Authenzität der Drehorte leider enorm. In diesem Bereich wurden scheinbar gerade die ersten Gehversuche unternommen.

Wenn nun auch das Licht nicht stimmt, so tuen es die visuellen Effekte umsomehr. 3D-Hochhausaufnahmen, Blutspritzer, Muzzleflashs, explodierende Autos oder ein hochmoderner LCD-Monitor im Büro der Ermittler sind absolut überzeugend (außer vielleicht das Keying im Auto und die Explosionen, was allerdings auch annähernd unmöglich ist) und werten den Film enorm auf. Auch eingefügte amerikanische Nummernschilder, oder die “Computeroberfläche” wirken extrem überzeugend. Allein die Farbkorrektur hätte hier und da noch verbessert werden können, wenigstens bei den Rückblenden (beispielsweise in Schwarz/Weiß), aber das ist wohl eher eine stilistische Frage.

Zusammenfassend ist “Man of Conspiracy” ein extrem unterhaltsamer Thriller auf einem wirklich guten Niveau der aber vor allem storytechnisch (ein obdachloser Junkie, der dazu gezwungen wurde sich als Mörder zu stellen? Die deutsche Armee als Sturmeinheit beim FBI und das auch noch mit Tarnfarbe beschmiert in einem Hochhaus?), aber auch bezüglich Kamera, Schnitt und Ausleuchtung noch Luft nach oben gehabt hätte und andererseits das gewohnt hohe Niveau in Sachen VFX liefert, das man von Tent Graphix kennt.

Marcus Laubner

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10

Dienstag, 12. Januar 2010, 23:15

Ich kann Carlis Kritik voll und ganz nachvollziehen, nach mehrmaligem Schauen fallen mir auch einige Ungereimtheiten auf, aber beim ersten Durchgang war ich so mitgerissen, dass ich mich kaum auf die technischen Aspekte konzentrieren konnte. Sowas passiert mir sehr selten.

Die meisten Kritikpunkte empfinde ich als nebensächlich - unlogische Farbgebung, Ungereimtheiten in der Story; sowas sieht man in jedem zweiten Hollywoodfilm. Und dass man Deutsch spricht ist ja logisch, Hollywoodfilme werden ja schließlich auch synchronisiert ;) Das größte Manko für mich war die unterschiedliche Qualität der Darsteller - wenn einige sehr überzeugend wirken, fallen andere natürlich dadurch auch auf. Außerdem muss man natürlich wie Heth bereits sagte, seine Fantasie einsetzen, um das Alter auszublenden.
Der Ton war nicht immer optimal, aber wurde gut abgemischt, damit alles flüssiger wirkt. Die Kamerarbeit war solide bis hervorragend, beim Schnitt hat man nochmal ne Menge rausgeholt. Das nächste Mal leihe ich Euch meinen Adapter, dann wirkt das ganze noch ne Ecke besser ;)

Nachdem ich von den Making Of Clips eher Angst hatte, dass es sich um ein spontan gedrehtes Projekt ohne festes Skript handelt, umso überraschter war ich natürlich vom Ergebnis. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass es der beste und unterhaltsamste Amateurfilm-Thriller ist, den ich bisher sehen durfte. Deshalb hab ich auch keine Lust, mir den Film nochmal anzuschauen, nur um irgendwelche Fehler zu finden.

Mann, ich hab so Bock mit Euch zu drehen ^^ Schade, dass Ihr so weit weg seid.

11

Dienstag, 12. Januar 2010, 23:19

Nun hab ich mir auch mal den Film angeschaut und war gefesselt von der ersten bis zur letzten Minute.
Besonders gefällt mir dein eigener Look! Besonders die vielen kleinen Details, wie der schon oft erwähnte Monitor, sind ein absoluter Blickfang.

Leider fand ich auch zwei Dinge die Carli erwähnt hatte sehr störend:
1) Der Ton
Bei manchen Dialogen musste ich die Lautstärke hochdrehen, damit ich überhaupt was verstanden konnte. Kurze Zeit später sind mir dann die Ohren bei Explosionen oder Schüssen wieder abgefallen. Es sollte nicht zu schwer sein, alle Sounds auf ein einigermaßen gleiches Niveau zu bringen.
2) Die Beleuchtung
Ich finde es schön, dass ihr Farben als Stilmittel einsetzt, aber ihr braucht sich ja auch nicht in jeder Einstellung zu wechseln. Das zum einen und zum anderen merkt man eine unnatürliche Lichtstimmung. In Räumen kommt normalerweise das meiste Licht von oben, aber denoch sind bei den meisten Einstellungen, immer Schatten an der Wand direkt hinter den Personen.

Das also zwei Kritikpunkte von mir, welche aber sich aber mit der Zeit und Erfahrung ausmerzen sollten. Schließlich lernt man aus Fehlern und man hat etwas, was man beim nächsten mal besser machen kann. So freu ich mich schon auf euer nächstes Werk, besonders da ich vor deinen VFX Fähigkeiten echt den Hut ziehen kann und du schon fast ein kleines Vorbild für mich bist. :thumbsup:

Ach ich hätt da ja noch drei kleine Dinge die ich witzig finde:

Spoiler Spoiler

Ich weis man kann ja nicht immer der Technik glauben und auch wenn nun auf dem Bildschirm beim Autokennzeichen (Min 0:14:09) KB-370 steht, dann muss man ja sagen was im Drehbuch steht, halt dann KB-270.

Spoiler Spoiler

Ihr scheint eure Technik so sehr zu lieben, dass sie umbedingt mit im Bild sein muss. Entweder das Stativ muss als Statist das Absperrband halten oder die Scheinwerfer versuchen sich ins Bild zu drängeln.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sephry« (12. Januar 2010, 23:25)


12

Dienstag, 12. Januar 2010, 23:35

Die meisten Kritikpunkte empfinde ich als nebensächlich - unlogische Farbgebung
Echt? Also das hat mich wirklich von Anfang an massiv gestört... ich fand das viel zu krass, hat für mich irgendwie echt die Atmosphäre eingeschränkt. Ist wohl Geschmackssache.
Und dass man Deutsch spricht ist ja logisch, Hollywoodfilme werden ja schließlich auch synchronisiert
:) Ja das ist aber kein Hollywoodfilm und warum muss man das ganze in den USA spielen lassen wenn der ORIGINALTON nicht auf Englisch ist ;) da mag ich mit meiner Meinung allein stehen aber ich kann auch Anglizismen nicht besonders leiden... Ich verstehe halt nicht warum das die klügere Wahl sein soll... kommt so mehr Thriller-Feeling auf? Also bei mir eher nicht.

Achja und ich hab mir den Film 1 mal angesehen und mir halt Notizen gemacht... also ich hab ihn mir jetzt nicht so oft reingezogen bis ich auch ja ganz viele kleine Fehler entdeckt hab... das könnte ich gar nicht vertreten so eine Herangehensweise.

Marcus Laubner

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13

Dienstag, 12. Januar 2010, 23:37

Spoiler Spoiler

Ihr scheint eure Technik so sehr zu lieben, dass sie umbedingt mit im Bild sein muss. Entweder das Stativ muss als Statist das Absperrband halten oder die Scheinwerfer versuchen sich ins Bild zu drängeln.

Das mi dem Stativ ist mir zwar aufgefallen, aber ich fand es in dem Moment sogar glaubwürdig, dass der Fotograf sein Stativ opfern musste, weil keine Säule für das Absperrband in der Nähe war ;)

Bezüglich des Tons wars bei mir nicht so schlimm, mit meinen Kopfhörern waren die Dialoge immer verständlich. Ich hab da eher noch Probleme bei Original-DVDs und meinen Stereolautsprechern, da ist die Sprache bei mir immer zu leise.

Wieso habt ihr eigentlich dieses Bildformat genommen? Ist ja nicht wirklich gängig ;)

HTS_HetH

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14

Mittwoch, 13. Januar 2010, 12:41

Die Tatsache Handlungen in Amerika spielen zu lassen während man in offensichtlich deutschen Locations dreht, kennt man ja von vielen Projekten. In meinen Augen passt es sehr gut zu meiner Ausführung dsa man bei solchen Filmen immer auch ein Stück weit die Fantasie spielen lassen muss. Man kann ja schlecht argumentieren, dass man relativ schnell das falsche Alter der Darsteller akzeptiert, aber die nicht exakten Locations als störend empfindet.

Da der Film von A bis Z eben extrem auf die typisch amerikanischen Thriller Filme oder auch Krimiserien abzielt, finde ich es nur konsequent es eben auch laut Handlung in Amerika spielen zu lassen. Ich sehe einen solchen Film eher als Genre-Fanfilm an, der sich nicht schämt eben seine Inspirationen klar offen zu legen und diese auch ein Stück weit zu feiern.

Diese Art Film funktioniert eben einfach nur, wenn man bereit ist gewisse Aspekte beim schauen auszuklammern. Das dies nicht jedem gleich gut gelingt, ist denke ich auch klar.

15

Mittwoch, 13. Januar 2010, 15:51

Da der Film von A bis Z eben extrem auf die typisch amerikanischen Thriller Filme oder auch Krimiserien abzielt, finde ich es nur konsequent es eben auch laut Handlung in Amerika spielen zu lassen
Da hast du natürlich recht, konsequent ist es auf jeden Fall, aber ich würde meinen kleinen Finger verwetten dass der Film noch besser mit Deutschland als Handlungsort funktioniert hätte... für mich jedenfalls :). So ganz objektiv kann man so eine Filmkritik dann wohl doch nicht schreiben...

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Mittwoch, 13. Januar 2010, 17:48

Wurde im Film nicht von einem Täter geredet, der hingerichtet worden ist? Das kann doch nicht Deutschland sein, oder doch? ;)

Ich will zu den vorgehenden Kritiken auch gar nichts grosses mehr hinzufügen. Im Grossen und Ganzen kann ich sagen (bwz. schreiben):

Der Film hat unterhalten und mich inspiriert.

Und obwohl ihr sicher noch viel an der schauspielerischen Leistung arbeiten könnt, muss ich euch vorallem in diesem Bereich loben (Vielleicht, weil ich selber in anderen Bereichen nicht so viele Erfahrungen habe)


Was wäre eigentlich, wenn du deine Arbeit am Set auf Hinter der Kamera oder Vor der Kamera beschränken würdest?

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17

Mittwoch, 13. Januar 2010, 18:18

Bei dem LCD-Wand-Display ist dem FBI wohl das Geld ausgegangen... jetzt müssen die armen Kerle in Röhrenbildschirme starren;)





JonasKaufmann

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Mittwoch, 13. Januar 2010, 19:58

auch ich will nicht mehr viel hinzufügen, den Film fand ich im grossen und ganzen Klasse, Farbkorrektur und Visual Effekts waren gut, Ton
fand ich verständlich, hatte auch Kopfhörer.
Zum Punkt Amerika: Ich hätte die Handlung ebenfalls in Deutschland spielen lassen, einmal sah man zum Beispiel 2 kleine Häuser und in der nächsten Szene ne Grossstadt, das sah komisch aus.
Zum Thema Kamera: Erinnerte mich an die Bourne-Trilogie, etwas wackelig, hält den Film spannend.
Im grossen und ganzen allerdings toller Film.


lg
Jonas

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Mittwoch, 13. Januar 2010, 20:47

Mensch ich hab mir mal seid langem eure Page angeschaut.
Diesen Larp Trailer fand ich Hammer Hart!
Sehr geiler Clip über diesen Hof. Sehr schön Filmisch umgesetzt.

-

Nach der geilen Kritik hier und da ich noch gar nix von dem Film wußte und ich mich gefragt habe wie der sich so vorbei schleichen konnte hab ich mir den in HD gezogen und schau ihn mir gleich auf der PS3 an. =)
Freu mich drauf!

Selon Fischer

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20

Mittwoch, 13. Januar 2010, 21:30

Dann müsstest du ja gleich fertig sein, Dave :)



Mir hat der Film wahnsinnig gut gefallen, besonders hervorheben muss ich die zwar klassische, aber toll umgesetzte Kaffeepause-Hacker-Szene :thumbsup:

Ich kann mich Carlis Kritik nicht so recht anschließen, der Film funktioniert erstaunlich gut auf einer amerikanischen Ebene (Pardon aber Carli dein Sprachenargument ist ziemlicher Blödsinn. 8|) auch die Kamera wackelt schön dynamisch.



:)

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