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  • »Birkholz Productions« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 4. September 2009, 19:00

MANNEQUIN (Schwarz/Weiß - Psycho-Thriller)

MANNEQUIN

Birkholz Productions präsentiert

Einen Daniel Birkholz Film




Story:

Der junge Mann Norel Dudelces lebt abgekapselt und zurückgezogen, zusammen mit einer Frau, in einer dunklen Wohnung. Er redet nicht, trinkt und scheint nur noch auf seinen kaputten Fernseher zu starren. Als es zu einem Zwischenfall kommt, sieht Norel keinen Ausweg mehr. Er muss nach draußen...
Hinweis --> Der Film spielt über mehrere Tage

Zum Film:

Ich freue mich euch nach fast neun Monaten, die durch einige längere Pausen und diverse Verzögerungen zustande kamen, meinen Film „Mannequin“ präsentieren zu dürfen. „Mannequin“ stellt den in meinen Augen bisher „erwachsensten“ Film meinerseits dar. Noch Mal einen großen Dank, an alle die mitgeholfen haben, danke an Michael Donner, der diesen genialen Score beigesteuert hat und einen besonderen Dank an meinen Vater, ohne den der Film überhaupt nicht entstanden wäre.
Bin mal gespannt, wie ihr ihn findet und freue mich auf Kommentare, konstruktive Kritik und natürlich Interpretationen der Handlung! ;)

Randdaten:

Genre: Psychothriller / Drama
Länge: 25 Minuten
Auflösung: HDV 1280 x 544, Cinemascope, schwarz-weiß, Stereo
Drehtage: 09. und 10.01.2009
Drehorte: Schwalmstadt - Treysa (Hessen, Deutschland)
Produktionsdauer: Januar bis September 2009
Equipment: Camcorder - Sony HDR-HC1E, Richtmikrofon - Rode NTG-2, Mikrofonangel, Studiokopfhörer, Stativ Manfrotto 058B, Baustrahler, Digitalkamera - Canon Digital IXUS 75, Rollstuhl

Cast:

Norel Dudelces - Tom Ries
Freundin - Franziska Wilde
Chaser - Martin Haupt
Disabled Friend - Martin Haupt
Friend I - Tilman Ginzel
Friend II - Marvin Will

Crew:

Camera / Editing / Lighting - Daniel Birkholz
Music - Michael Donner
Additional ideas - Tom Ries and Martin Haupt
Boom operator - Tilman Ginzel and Martin Haupt
Wheelchair operator - Tilman Ginzel
Visual effects supervisor - Sven Riebeling
Special effects supervisor - Daniel and Wilfried Birkholz
Still photographer - Daniel and Wilfried Birkholz
Location provided by Wilfried Birkholz
Catering - Wilfried Birkholz

Teaser:



Bilder:





















Download:

Dateiformat: avi
Größe: Entpackt 253mb

Mannequin - Part I
Mannequin - Part II
Mannequin - Part III

Vimeo - Stream:



DVD:

Ich plane den Film auch auf DVD zu veröffentlichen. Wäre natürlich mit Cover und bedruckten DVDs und dem Film in hoher Auflösung. Bonusmaterial wären wohl Outtakes, Bildergalerie, ein kleines Making of (hatten leider nicht mit einer zweiten Kamera gefilmt), Regiekommentar und wahrscheinlich auch der Soundtrack. Würde da Interesse bestehen? Preislich hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber ich werde sicher nicht so viel verlangen… Muss mich da selbst erst Mal damit befassen.

Weitere Infos und Behind The Scenes Bilder gibt’s auf:
www.birkholz-productions.de

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Birkholz Productions« (6. September 2009, 17:49)


Selon Fischer

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2

Freitag, 4. September 2009, 21:04

[20:01] Ich starte den Film.

[20:26] Der Abspann ist zuende. Mensch...Meister Birkholz. Moment bitte, ich muss erstmal ne Mail beantworten, bevor ich hier weiterschreiben kann.

[20:28] Okay. Nun. Ähm. Also. Soso. Das isser also. Huiuiui. Schon bissl verstörend. Hmm. Ich brauch noch ne Pause.

[20:30] Wow. Ich glaub, ich bin soweit. Erstmal vorweg: Den Teaser fand ich unglaublich seltsam und mochte die Fülle an interessanten Einstellungen.

[20:33] Da isses also, das neueste Kind der Birkholz Reihe. Tatsächlich hat es 9 Monate zur Geburt benötigt. Das zur Zeugung nicht nur zwei, sondern 9 (wenn ich richtig gezählt habe) Personen notwendig war, sieht man dem gruseligen Kind durchaus an - und wieder auch nicht. Doch, der Reihe nach.

[20:36] Schwarz-weiß kann gefallen, muss aber nicht. Nun, mir schon, wenn es sinnvoll eingesetzt wird und nicht nur fehlende Farbkorrekturfähigkeiten oder sonstige Designunzulänglichkeiten verbergen soll. Dem schwarz-weißen Kind mit Namen "Mannequin" gelingt es in meinen Augen, die fehlende Farbigkeit effektiv zu nutzen. Besonders schön fällt das bei den verdammt geilen Lichteinsätzen in den Wohnzimmerszenen auf. Das hat sich absolut natürlich angefühlt. Leider waren nicht alle Räume so spärlich beleuchtet. Ich denke gerade an die Küchenszene, die mit ihrem gleißenden Licht die berohliche Atmosphäre fast zerstört hätte.

[20:43] Fast aber nur, denn einer der Miterzeuger hört auf den klagvollen Namen Donner und schafft es, die zum Teil banal-simpel wirkenden Szenen in eine beklemmende Stimmung zu tauchen. Vorbei ist's mit der scheinbaren Banalität. Da wird das Füllen und Leeren eines Wasserglases zum Angelpunkt einer bizzaren Story.

[20:46] Eine Story, die eigentlich keinerlei Namen bräuchte und auch vollkommen ohne Beschreibung auskommt. Nichtmal die gegebene Info, dass die Geschichte über mehrere Tage spiele, hat wirklich Relevanz. Man ist am Ende genauso schlau wie zuvor. Nein, eigentlich ist man schlauer: Man sieht den Abrund des "Norel Dudelces" (dessen Name ein Anagramm oder ähnliches sein muss. Die Frage ist nur: In welcher Sprache. Allein in Deutsch gibt es da 743 Möglichkeiten)

[20:54 - ich hab die Anagramme überflogen]Bis hierhin hat mich "Mannequin" begeisert: tolle Musik, komische Story, glaubhafte Darsteller (mit einer Abzügen bei den Details), teilweise richtig geiler Lichteinsatz. Kommen wir zur Schattenseite des Films: Die Kamera. Sie war jetzt nicht wirklich schlecht, aber der Teaser deutete mir ein Niveau an, dass du leider nicht halten konntest. Es biginnt mit einem (für mich sogar fast überflüssig-langen) Intro, in dem "Norel Dudelces" mit dem Auto fährt und die Kamera wackelt und ruckelt, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Ebenso hat mich der eine Shot gestört, wo "Norel Dudelces" um die Ecke biegt um dann auf die Kamera näher zu kommen - mit dem Resultat, dass man seinen Bauch sieht. Da hab ich mich gefragt, welchen Sinn das jetzt hatte...Ohne jetzt zu viel ins Detail gehen zu wollen: Handcam wackelig, die Schwenks zu ruckelig, die Zooms zu zuckelig. Ich glaube, da kannst du mehr.

[21:01] Ich hab mich jetzt eine Stunde lang mit deinem Film auseinander gesetzt. Hätte ich das gemacht, wenn ich den Film scheiße gefunden hätte? Hätte ich das gemacht, wenn ich den Film mittelmäßig gefunden hätte? Wohl eher nicht. Ich warte auf den Stream und schau ihn mir gleich nochmal an - hoffentlich ohne kompressionsbedinge Artefakte.

[21:03] Meister Birkholz und die anderen Zeuger: vielen Dank für dieses sehr intim wirkende Stückchen Kunst.

Spoiler Spoiler

Edit: Eine Interpretaion der Handlung liefere ich absichtlich nicht ;) Ich hab mich so sehr mit Norel Dudelces identifizieren können, dass mir eine "offizielle" Interpretation den Film nur vermiesen könnte.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Selon Fischer« (4. September 2009, 21:14)


MichaMedia

unregistriert

3

Samstag, 5. September 2009, 00:57

Ich bin leider zu 87% enttäuscht und nur zu geringen 13% begeistert. Die Begeisterung bezieht sich dabei nur auf wenige Szenen und einige Teile der Schnittfolge, sowie Donners musikalische Untermalung.

Der Rest ist leider weit weg von „Erzählen einer Geschichte mit Audiovisuellen Mitteln“, selbst Deine Storyvorgabe deckt sich nicht mal passend, auch das Fehlen von Dialogen bis nahe zum Schluss, dienten der Story sicher nicht. Am Anfang bemerkte man sofort wieder typische „Film-Streck-Szenen“, welche bekannt sind aus Hollywood um Filme auf Kinolänge zu bringen, diese werden aber der Story dienlich oft geschickt eingesetzt, bei diesem Film war es aber recht Überflüssig.
Das Wiedergeben, oder Erzählen einer Geschichte, ist Dir leider absolut misslungen, und gerade das ist doch das A und O. Mir kommt es so vor, als ob das beim Drehen und PP auch vollkommen Zweitranging war, wichtig sollte es sein, professionelle Perspektiven der Szenen zu erhalten und auch für entsprechendes Ambiente zu sorgen, aber ohne wirklich vermittelte Geschichte, hat dies wenig Sinn.
Das Schwarz/Weiß, hatte da absolut keinen Sinn, nicht mal als Still, war selbst zu den vermittelten Szenen mehr Störend als für mehr Atmosphäre zu sorgen. In den Haus-Aufnahmen wer ein niedrig gesättigter, mit Blaustich versehender Look vielleicht passender gewesen.

Die Wackel-Kamera, machte in ein paar wenigen Szenen schon was aus, aber nicht durchgehend bei allem, die meisten Szenen erfordern da mehr eine stille Kamera auf Stativ.

Warum haben die Darsteller für den Film Namen? In keiner Szene wird auch nur einmal jemand bei Namen genannt, die Protagonisten bleiben Anonym bis zum Schluss, die Charakteren werden nicht eingeführt, sondern identifikationsfrei aufgedrückt. Der mittlere Teil des Films könnte als Szenenfolge eines „richtigen“ Films dienen, wo die Story annähernd vermittelt wurde, aber in dieser Form bleibt es eine Szenenfolge, der man da eher einem Testclip zuweisen kann.

Warum schaute ich es mir zu Ende? Nach einigen Minuten war man nur noch von der musikalischen Untermalung gefesselt, unterhalten wurde man nur noch in Sachen Augenschmaus aus filmerischen Interessen, aber nicht aus Unterhaltung zu einer Geschichte, auch Szenen die auf andere Art fesseln, wie Action, Splater oder Humor, waren nicht vorhanden, nichts. Ein wenig fesselte noch die Neugier, was das jetzt alles mit der Storyvorgabe und einer Schaufensterpuppe auf sich hat, auch da ist im Bereich, im wichtigsten Bereich für Film sogar, nichts raus zu holen.

Weiter gab es Zahlreiche Logikfehler und Szenenfehler, die das Gesamte so stark die Pseudo-Story beeinflussten, das in diesem Bereich der Unterhaltungswert weiter sank, Stichwort Pistole dazu.

Ein Film besteht nicht aus „irgendwie“ gut in Szene gesetzten Szenen, sondern aus Szenenfolgen die etwas vermitteln, war hier absolut in keiner Form zu erkennen. Sorry Daniel wenn ich jetzt da echt hart kritisiere, aber der Film vermittelt nun mal keinen Sinn, ich kann ihn daher auch nicht als Unterhaltsamen Kurzfilm sehen oder Ähnliches, ich sehe es eher als Testclip, für filmisches Ambiente, wobei man selbst da noch viel negative Kritik üben muss, z.B. wegen Wackel-Kamera oder S/W Look.

Positive waren sicher einige Szenen, welche in Sachen Licht und Perspektive gut umgesetzt waren, wie weitere kleine Details in der Szenerie, aber im Ganzen muss man sich die positiven Aspekte schon genau raus fischen.

HTS_HetH

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4

Samstag, 5. September 2009, 10:53

So, hab mir dein neusstes Werk gestern abend noch bei schummrigen Licht via Media Center auf meiner Glotze reingepfiffen. So entfaltet sich die Atmo bei Filmen einfach besser als am PC Monitor.

Leider muss ich aber Michamedia in einigen Punkten zu stimmen. Für mich macht ein Großteil der düsteren bedrückenden Atmosphäre einzig und allein leider Michael Donners Musik aus. Aber mal der Reihe nach.

Der B/W Look hat für mich auch nicht wirklich funktioniert, einfach weil du in meinen Augen nur wenigen Settings stimmungsvoll genug ausgeleuchtet hast, dass der Look sinnvoll erscheint. In den meisten Szenen war die Beleuchtung leider komplett flach und haudrauf. In vielen Szenen ist der Darsteller einfach extrem grell angestrahlt und wirft nen riesen Schatten hinter sich an die Wand. Durch den krassen Kontrast sieht man dadurch vom Hintergrund oft gar nichts mehr. Dazu gesellen sich dann noch Shots, in denen halt hauptsächlich weiße Wände zu sehen sind, nur Struktur oder Tiefe im Bild. Die Aussenaufnahmen hingegen wirken halt meist nach nichts, Kamera draufgehalten und dann Farbe raus und Kontraste ordentlich hochgedreht. Das wird spätestens dann zum Problem, wenn wir zur Kameraarbeit kommen.
Leider ist im gesamten Film zu beobachten, dass die Kamera ständig automatisch die Blende verstellt. Andauernd säuft das gesamte Bild in kompletten Schwarz ab, wenn die Blende bei einem Schwenk kurz mal dicht macht, gepaart mit den krassen Kontrasten der Postpro bleibt da echt nichts mehr vom Bild über. Ganz großes No-Go beim Filmen. Dazu noch die häufige Freihandkamera welche leider wirklich übertreiben oft sehr verwackelt war, da kam leider beim schauen oft nur wenig Freude auf.
Der Sound klang für mich okay, wenn auch etwas unausgewogen hier und da. Schien mir auch überwiegend der O-Ton zu sein, ihr hattet ja auch geangelt wie ich las. Die Musik hingegen von Donner war sehr stimmungsvoll, bedrückend, unbehaglich und passend. Wie gesagt, leider kommt für mich das meiste der bedrückenden Atmo nur durch die Musik und weniger durch die Bilder.
Das einzige wirklich interessante Setting war eben das Wohnzimmer mit dem Mannequin, dem Fernseher und dem mit Flaschen zugemüllten Tisch. Die restlichen Settings wirkten auf mich nicht sehr bedrückend.

Zur Story. Im Gegensatz zu Micha will ich dir nicht unterstellen, dass es keine wirklich Story gibt. Ich denke schon, du hast dir da so deine Gedanken macht, nur glaube ich, dass der Film diese einfach nicht klar genug transportiert. So verwendest du am Anfang des Films sehr viel Zeit für die Autofahrt und zeigst immer wieder die Tüte auf dem Beifahrersitz. Gehst aber später im Film wie es scheint überhaupt nicht mehr auf diese ein. Das die Handlung an mehreren Tagen scheinbar spielt wird wird mehr nur dadurch klar, dass es Szenen am Abend und am Tag gibt, im Haus sieht es scheinbar immer gleich aus.

Den Rest setze ich mal in Spoiler tags:

Spoiler Spoiler

Ich tu mich schwer damit, eine eindeutige Interpretation der Story zu finden. So ist es für mich zum Beispiel nicht nachvollziehbar, wie die Freunde am Ende überhautp in das Haus gelangen konnten, wenn der Hauptdarsteller da offensichtlich alleine wohnt. Das seine Freunde nen eigenen Schlüssel haben, erscheint mir ansich unwahrscheinlich bzw. unrealistisch.

Ich will aber dennoch mal wagen und ne These aufstellen, wie ich die Story jetzt interpretieren würde.

Der Hauptdarsteller hat seine Freundin verloren, dass sie existiert bzw existiert hat, zeigt der Schlüsselanhänger mit ihrem Foto im Auto am Anfang. Das sie nun aber weg ist bzw. vielleicht auch tot, zeigt der Schluss wo an ihrer Stelle die Puppe liegt. Ich würde jetzt einfach mal reindichten, dass der Hauptdarsteller halt den Tod der Freundin nicht verwunden hat und sich seit dem zuhause einigelt, nur noch trinkt und nen ausgebildeten Verwolgungswahn entwickelt hat. Das Mannequin ist quasi der Ersatz für die Freundin und das so extrem das er selbst daran glaubt und ihr auch immer noch was zu trinken einschenkt, deswegen halt das überlaufende Glas. Die Verzweiflung und der Verlust wäre auch nachvollziehbar, weil der Protagonist sich offensichtlich das Leben nehmen will. Der Fernseher wirkt für mich allerdings inder ganzen geschichte irgendwie nur wie ein Stilelement für die Atmo. Die Tatsache das du den Darsteller auch versuchen lässt, den Fernseher auszuschalten, dies ohne Erfolg, lässt darauf schließen, dass du dir dabei schon was gedacht hast. Was genau bleibt mir leider verschlossen.
Der Schluss ist dann wie ich finde wieder schrecklich banal, er platzt in seine eigene Geburtstagsfeier rein und schiesst in seinem Wahn bevor er denkt. Da wie gesagt wundert es mich, warum die Freunde in seiner Wohnung sind, bzw. wie sie reingekommen sind.
Damit komme ich zum makaberen Teil meiner Interpretation *g* Da der eine der Freunde im Rollstuhl sitzt, könnte man jetzt reininterpretieren, dass dieser damals mit der Freundin des Protagonisten zusammen Auto gefahren ist, einen selbstverschuldeten schweren Unfall verursacht hat und dadurch dann an den Rollstuhl gefesselt wurde. Die Freundin des Rotagonisten kam um´s Leben. Jetzt durch diesen schrecklichen Irrtum bei der Überraschungsparty erwischt es den Unfallfahrer letztlich doch noch. Eine düstere Form später Gerechtigkeit. Das aber ist jetzt wirklich sehr spekulativ. Genauso gut kann es sein, dass der Darsteller des Schussopfers wirklich im Rollstuhl sitzt und diese Sache keinerlei bedeutung hat. War mir nur halt extrem aufgefallen, weil man sowas meist nur selten in Amateurfilmen sieht.

So viel also zu meiner etwas ausschweifenden Interpretation ;)


Abschließend also ein Film der schon irgendwo Potenzial hat, oder zumindest den Eindruck vermittelt er könnte Potenzial haben. Ich bin auf Daniels eigene Version der Story gespannt nud wieviel wirklich dahinter steckt. Technisch leider wenig solide mit eingen ärgerlichen Schwächen in Sachen Kameraführung und Beleuchtung etc. Durch den starken Score von Michael Donner aber dennoch kurzweilig genug, um die 25 Minuten zu schauen und sich schlussendlich doch von der Neugier treiben zu lassen, was da eigentlich abgeht. Ob der Schluss einem das wirklich verrät sei mal dahingestellt.

Borgory

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Samstag, 5. September 2009, 11:42

Da ich immer das Glück habe im Falschen Thread zu posten, schreib ich meine Freude noch mal hier rein^^

Da ist er endlich :D Ich kannte zwar die Vorab-Version und freu mich jetzt auf die "Donner-Vertonte" Version!
Ich lade ihn mir runter und werde ihn auf DVD Verbannen, weil er ziehmich unterhaltend und Gedankenanregend ist :thumbup:

Meine Punkte gibt es später noch mal, wenn ich es mit Musikuntermalung geschaut habe :thumbsup:

mp-cw

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Samstag, 5. September 2009, 13:05

Einleitend wäre zu sagen, dass es mir schwer fällt, das Gesehene mit dem über mehrere Monate offensiv Angekündigten in Einklang zu bringen. Was jetzt nicht heißen soll, dass ich mit einer Erwartungshaltung an den Film herangegangen wäre, im Gegenteil. Nach den Antworten auf meine letzten Beiträgen zu diesem Projekt hatte ich gar keine mehr und wollte eigentlich auch keine Kritik üben. Nur die Tatsache, dass du dich auch meist bemühst, anderen (konstruktive) Kritik zu geben, "rettet" dich. Von mir jetzt also auch mal eine Kritik, ohne andere vorher gelesen zu haben: ;)


1. WAS (Handlung)
Die Handlung zieht sich, schon der Anfang/"Weg zum Haus" ist viel zu lang. Irgendwo in der sechsten Minute habe ich dann dem Drang abzuschalten widerstehen müssen. Irgendwann im Wohnzimmer ("Mannequin", Fernbedienung, überfüllte Gläser, TV) dachte ich mal: Hat nen Touch von Phantome des Hutmachers (das Buch, nicht der Film) auf misslungenem Existenzialismustrip. Als dann die Waffe ins Spiel kam, dachte ich "Na klar, musste ja sein". Bei der Verfolgung auf der Straße verlor ich dann die Lust an der Handlung. Ob es an ihr selbst oder an der Erzählweise lag, sei mal dahingestellt. Nur soviel:

"Die Story... Naja... Fand ich nicht gut! Wirkte in meinen Augen [...] so pseudo-tiefsinnig." Egal, ob man nun den Lynch raushängen lassen will oder nicht: es ist doch wichtig, eine Geschichte zu erzählen, die fesseln kann (was bei mir nicht gelang), und nicht eine, die einfach nur verwirrend dargestellt wird, damit man sich in (pseudo)-intellektuelle Höhen versteigen muss, um die "richtige" Interpretation zu finden.



2. WER (Figuren)
Die Hauptfigur ist – eigentlich – gut gespielt. "Eigentlich" deshalb, weil es für einen Laiendarsteller auch wesentlich leichter ist, wenn er ohne Dialog auskommen darf. Außerdem konnte sich die Schauspielführung auf eine einzige Figur konzentrieren, es gab ja nur eine "echte" Figur, der Rest war mehr oder weniger Staffage; was bedeutet, dass man weder andere Figuren erarbeiten noch mehrere miteinander koordinieren musste. Also alles Punkte, die eine Leistung leicht steigern oder als besser darstellen können, aber nicht wirklich mit anderen Filmemacher-Situationen vergleichbar ist.

Das Davonrennen auf der Straße sah allerdings etwas seltsam aus. Ob das gewollt war oder an einer glatten Straße lag, ist schwer auszumachen. Insgesamt aber darstellerisch eine solide Leistung.



3. WIE (film-/erzähltechnische Bauformen)

Licht
Auch wenn es sehr schön beleuchtete Einstellungen gibt, ist es gerade in Verbindung mit der Farbkorrektur streckenweise sehr mühselig, den Film zu schauen. Viele Szenen sind zu flach oder zu dunkel oder reißen zu stark auf. Gegen Ende (nachdem der Rollstuhlfahrer tot am Boden liegt) steht ein Scheinwerfer im Bild (am Boden unter der Treppe), was ich als groben handwerklichen Schnitzer empfinde. Man sieht aber, dass ihr euch in dem Bereich sehr große Mühe gemacht habt.

Kamera
Einer der Schwachpunkte des Films. Belichtungsautomatik an, Kadrage ab und zu selbst für "außergewöhnliche" Einstellungen zu ungewöhnlich. Handkamera in nahen Einstellungen sehr anstrengend, Zooms mit Handkamera brachten es auf die Spitze. Viele extreme Kamerapositionen ohne Aussagekraft, was sie dann, wenn sie welche haben, überstrapaziert. Was schade ist, denn ich finde es immer toll, wenn man den Mut hat, extreme Kameraperspektiven zu wählen. Allerdings sollten diese die Szene unterstützen und nicht aus dem Fluss reißen. Die wenigen (Halb-)Totalen, die der Film hat, wirken dagegen sehr erfrischend.

Schnitt
Die Laufwegs-/Auto-/Schlüsseleinstellungen zu Beginn sind oft überflüssig und bringen die Story nicht wirklich voran. Der Gang mit Tüte (Beginn der Verfolgung) ist sehr komisch geschnitten, da die Reihenfolge der Einstellungsgrößen nicht mit der intendierten Wirkung übereinstimmt. Hier merkt man, dass entweder nur Verwirrung um der Verwirrung willen erzeugt werden sollte oder der Editor selbst verwirrt und sich nicht im Klaren war, was er wollte.

Ton & Musik
Da der Ton selbst im Verhältnis zur Musik doch sehr untergeordnet wurde, frage ich mich, warum du hier im Forum mehrfach Wert darauf gelegt, dass ihr mit dem NTG-2 gedreht habt und dass du davon begeistert bist. Hier hätte man mehr erwarten können. Die "Schock-Bangs" waren zu flach, um schocken zu können. Die Mystery-Musik sollte vieles retten, und ist in sich sicherlich auch gut gelungen, schafft diese Aufgabe aber leider nicht ganz. Dennoch ist sie die eigentliche Kraft hinter der Handlung und Spannungsträger.

Farbkorrektur
Die starken Kontraste und das extreme Schwarz-Weiß können natürlich als Stilmittel ausgelegt werden. Dennoch wirkt es auf mich, als ob hier Farbkorrektur zum einen um ihrer selbst willen gemacht wurde, zum anderen um vieles zu vereinfachen. Der Look kann den Film in meinen Augen leider nicht unterstützen und funktioniert nur sehr widerwillig.

Credits
Die "Gags" im Abspann passen so gar nicht zum Hauptfilm, der ja nach eigener Aussage sehr erwachsen wirken soll. Außerdem wäre mir aufgefallen, dass im Thread kein Regisseur genannt wird. Ein Versehen oder stehst du nicht hinter deinem Werk? :D

Produktion und Regie
Das Projekt wirkt gut durchdacht und individuell, auch wenn keine großen Herausforderungen in puncto Produktion dahinter steckten. Man kann sicherlich sagen, dass da eine solide Leistung abgeliefert wurde, aber noch "Luft nach oben" ist, zumal eine Vielzahl von Aufgaben durch die Art des Projekts hier (noch) relativ einfach waren.



4. WOZU (Message)
Grundsätzlich halte ich es für schwierig, sich mit Filmen auseinanderzusetzen, die bzw. deren Handlungen schon im Vorfeld durch ihre "breite Interpretationsmöglichkeit" entschuldigt werden. Wer einen Film produziert, der genau darauf abzielt, muss doch auch solche Filme mit noch mehr Konsequenz für sich selbst sprechen lassen als alle anderen. Vor diesem Hintergrund – und da ich schon genügend "Was will der Autor damit sagen"-Sessions hinter mir habe – erspare ich mir einfach eine inhaltliche Interpretation – auch wenn ich hier eine klassische Analyse-Vierteilung vorgenommen habe.



Fazit:
"It's kind of... you know... interesting..." würde der höfliche Amerikaner sagen. Es hat mir gefallen, dass versucht wurde, einen eigenen Stil zu entwickeln – was aber nicht ausreichte, damit der Film mich fesseln konnte; weder in inhaltlicher noch formaler Hinsicht. Zum Produktionstechnischen wäre zu sagen, dass das ganze wohl an zwei Drehtagen abgedreht wurde und ein großer Preproduction-Aufwand nicht ersichtlich war. Was es bei der Postpro alles für Anforderungen, Ansprüche, Probleme gab, sei dahingestellt, da will ich mir kein Urteil anmaßen. Aber unterm Strich ändert das aber nichts an der Ansicht, dass dieses Projekt für mich ehrlich gesagt kein Film fürs "Große Kino" ist, obwohl eine solide Leistung mir Potential abgeliefert wurde.

Insgesamt wirkt die Kritik vielleicht hart, aber vor dem Anspruch, den du (vermutlich) an dich selbst und (wie bisher gezeigt) an andere hast, ist dir damit mehr gedient, als wenn ich nichts schreiben würde.

TATORT CALW: HEXENSABBAT mit Vorfilm "Die Rotkäppchen und der Wolf"
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Mr Dude

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Sonntag, 6. September 2009, 13:32

Nachdem ich mit dem Teaser nicht viel anfangen konnte, war ich doch gespannt was hier kommt und muss sagen: Ich habs nicht bereut. Mir hat der Film gefallen. Sicher er hat seine schwächen, aber an sich ist die Machart sehr experimentell und interessant.

Das S/W gefiel mir persönlich sehr, auch wenn es stellenweise mal zu dunkel war und sehr oft auch die Kamera das Bild noch reguliert hat, was etwas störend war. Aber der Look hat eine ziemlich beklemmende Stimmung ausgelöst und mir wurde noch kälter. Hättest du den Film nicht vor 3 Tagen rausbringen können, als ich mich halbnackt bei 35°C im Zimmer saß? ;) *zweites paar Socken anzieh*

Der Ton war ganz ordentlich, aber stellenweise hätte da etwas mehr korrektur reingehört... Als er das Auto abschließt, musste ich das erste Mal meine Boxen leiser drehen. Dass das Rauschen vom Fernseher lauter wird, nur weil du drauf schneidest, ist genauso komisch, wie dass der Sound blieb, obwohl er in die Küche ging... Aber naja...

Die rucklige Kamera wurde ja schon genug angesprochen aber trotzdem: Wenn das Bourne Ultimatum von einem Parkinsonkranken gedreht wird, dann ist das okay und wenn ein Amateur das macht ists auf einmal bescheuert... Stellenweise hätte mehr Ruhe reingehört. Als du hinter dem Schneeberg gefilmt hast, wirkt es als würde dort ein Beobachter hocken. Das hilft zwar der Spannung, aber k.a. ob das deine Intension ist... Ich liebe Low-Angle-Shots und Detail-Aufnahmen, aber wenn die ruckeln machst du damit viel kaputt. Die Einstellung mit der Zigarette wäre einen ticken ruhiger absolut Mega gewesen, sie war aber schon so richtig geil. Das einzige was gefehlt hat, war der Qualm beim ausatmen...

Zur Story sag ich nicht viel... Ich hab eine Theorie, aber ich lass die mal im Schädel. Auf eden Fall sehr interessant aufgezogen, vor allem der letzte Shot von der Puppe im Sessel... Fand ich toll.

Insgesamt ein toller Film, der noch ein paar Krankheiten hat, die aber mit ein wenig mehr Fleiß und Arbeit am Set behoben werden können. :thumbsup:


PS: Product Placement für Heinz Ketchup geht ja mal gar nicht ;-)
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8

Sonntag, 6. September 2009, 21:30

Danke schon Mal für das Lob und die ausführlichen Kritiken! :)

Ich wollte eigentlich heute noch auf einige Punkte eingehen, hab aber nicht mehr die Zeit gefunden. Ich fahre ab morgen erst Mal für ne Woche auf Abschlussfahrt nach Holland und werd das dann danach nachholen. Hab mir die Kritikpunkte allerdings schon Mal in Bereiche gegliedert und versuche dann später auf alles einzugehen.

Wie gesagt danke schon Mal und ich freue mich auf weitere Kommentare und Kritik! :)

PS: Einige scheinen ja massive Probleme mit der Story gehabt zu haben, andere haben sie schon recht gut durchschaut bzw. auch vieles für sich selbst hereininterpretiert. Das wollte ich ja auch damit erreichen, wenn auch ich mir für alles meinen Teil gedacht habe und ich natürlich eine "ultimative" eigene Interpretation von Anfang an parat hatte. Nur wollt ihr wirklich dass ich euch diese verrate? Einigen würde ich vielleicht so den Spaß verderben. Ich kann natürlich später noch ein paar Tipps und Anhaltspunkte geben, eine völlige, detailreiche Auflösung aller Storyelemente würde aber meiner Meinung nach nicht der Sinn der Sache sein und würde dem Gesamtwerk eher schaden. Liegt an euch.

Mr Dude

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9

Sonntag, 6. September 2009, 21:48

Du solltest als Regisseur selbst entscheiden, wie viel du erklären willst und wo du den Zuschauer seine eigene Interpretation überlassen möchtest. Ansich würde mich auch so manches interessieren. Am besten du packst die Erklärung, wenn sie denn kommt, in einen Spoiler und jeder kann für sich entscheiden ob er es ließt.
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MisesRa

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10

Montag, 7. September 2009, 14:18

Hmmm

Also für jemanden, der so austeilt hätte ich erwartet, das er sich mehr an seinen eigenen Ansprüchen orientiert...
War ja ganz nett, aber die Story liess doch zu wünschen übrig, kein Spannungsbogen, der nachvollziehbar gewesen wäre.
Zudem, für jemanden, der sich so von der Welt zurückgezogen hat, sieht der mir doch sehr modern und stylisch gekleidet aus, auch die Haare von Verwahrlosung ist da nicht viel zu sehen, das macht die Figur ein wenig unglaubwürdig...

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11

Montag, 7. September 2009, 14:42

Zudem, für jemanden, der sich so von der Welt zurückgezogen hat, sieht der mir doch sehr modern und stylisch gekleidet aus, auch die Haare von Verwahrlosung ist da nicht viel zu sehen, das macht die Figur ein wenig unglaubwürdig...


Sowas sind halt Amateurfilmfehler... Aber an sich finde ich das auch richtig so: Anfangs wirkt die Person eher verängstigt und verfolgt als zurückgezogen. Immerhin sitzt seine Freundin mit im Wohnzimmer und er kommt auch gerade von draußen. Wenn er da schon wie ein Penner ausgesehen hätte, hätte das verwirrt glaube ich. Außerdem steigen in Hollywood Frauen nach einem Autounfall mit 13 Überschlägen ja auch mit frisch gemachten Haaren aus dem Auto...
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Darth FJ

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Mittwoch, 9. September 2009, 01:23

*hand-vors-gesicht-klatsch*

//Review wie immer ohne großes Hintergrundwissen und bisherige Kommentare gelesen

Da nun die Amateurfilm Awards vor der Tür stehen, fang ich mal an mit den ganzen "großen" Anwärtern auf die beliebteste Trophäe der Amateurfilmszene *schleim*.

Eindruck: Wieder son WTF-Film. *umpf* (mein letztes Video war "4.Person Singular", darauf komm ich noch zu sprechen). Bin eher gelangweilt. Und das nachn "Psycho-Thriller"? Nicht gerade das, was man erreichen will, oder?

Das gute vorneweg: Atmosphäre - stimmig... wunderbarer Mix aus verstörenden Gerräuschen und lieblichem Detailflüstern (ich mags halt wenns Wässerle ins Glas tröpfelt). Dazu kommt die passende Hintergrundmusik. Die wirkt ja richtig professionell! Von der Seite, habt ihr das Pferd richtig gesattelt... da überzeugt ihr und seid echte Anwärter im Bereich Soundkulisse und Atmosphäre. Das Bild ist brilliant (schärfer als die Realität.. wuuuuuhh 8o ) und der Herr Schauspieler macht sein Ding "relativ" gut. Nice fand ich den eingefügten Effekt mit dem Fernseher... weis ist nichts weltbewegendes.. aber in der Kürze liegt die Würze!

Dennoch habt ihrs einwenig mit dem Kontrast an manchen Stellen übertrieben... also nun rein schwarzes Bild will ich nicht sehen. So hatte ich manchmal das Problem hier und da was zu erkennen z.b. Auto oder das was da auch immer im Bad unten liegt ?(

Ähm oben laberte ich was von "Kürze.. Würze...und so weiter" ... da fällt mir das Timing ein: Das laggt nämlich ganz schön von Zeit zu Zeit. Da wäre die Fernbedienung - auch nach dem 20.Mal kloppen geht die nicht an.. ACH NE 8| ??. Dann diese Tablettendose.. Ja, Kinder.. auch wenn man hinten drauf haut, kommt da nix - ist keine Ketchupflasche.
Versteht ihr? Ihr könnt kein Gramm Teig nehmen und es so lange ausrollen bis ne Pizza draus wird. So auch die Verfolgungsjagd... der Kerl kam 20 mal hinterher und das aus allen Richtungen... ich hatte Angst, dass gleich ne Bataillon um die Ecke kommt ;)

Dann hätte ich mir mehr Spannung und mehr Schock gewünscht - der Typ steht vorm Waschbecken und da hab ich mir schon die Daumen gedrückt: "Jez zerreißt er sich gleich das Gesicht wie bei Poltergeist, WETTEN, WETTEN 8o .. doch ne :( " Da hätte man mehr rausholen können. Wie auch aus dem Ende...

Spoiler Spoiler

erschießt er doch glatt den Freund im Rollstuhl!!! Ich dachte schon Lassie kommt hinzugeflogen und legt seinen Kopf auf den Schoß ;(


Birki nimm es mir nich übel, aber hier haste viel heiße Luft aufgezogen. Hätte wirklich mehr erwartet. Technisch kannste dir ne Kerze anzünden, aber Story und Timing sind für die Katz. So finde ich, "4. Person Singular" den besseren "Schwarz-Weiß-Wackel-Cam-Psycho-Gehirn-Zermürber".

zu guter letzt, ein Tipp für die Leiche am Ende im Bezug auf die Augen - Hans Landa würde sagen "Da zuckt er" :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darth FJ« (9. September 2009, 01:30)


Selon Fischer

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Mittwoch, 16. September 2009, 15:16


Ich wollte eigentlich heute noch auf einige Punkte eingehen, hab aber nicht mehr die Zeit gefunden. Ich fahre ab morgen erst Mal für ne Woche auf Abschlussfahrt nach Holland und werd das dann danach nachholen. Hab mir die Kritikpunkte allerdings schon Mal in Bereiche gegliedert und versuche dann später auf alles einzugehen.


Wann ist denn dieses ominöse "später"? Ist vielleicht auch gut, dass du etwas gewartet hast, denn so konntest du etwas Abstand gewinnen. Aber nu schieß los. :)

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Mittwoch, 16. September 2009, 23:13

Sorry dass es so lange dauert, aber war halt letzte Woche in Holland, dann am Wochenende hatte ich auf unserer Kirmes Dienst und anschließend noch einiges an Zeug zu erledigen. Hoffe morgen auf alle Kritikpunkte und die Story eingehen zu können. ;)

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:59

Erst Mal danke für die ganzen Comments. Lob war ja zum Glück auch dabei und da freu ich mich natürlich drüber! :) Auch vielen Dank für die Kritik. Ich werde mich bis zu meinem nächsten Filmprojekt mal intensiv mit allen genannten Punkten auseinandersetzen, sodass es ich mich auch steigern kann. Bei so vielen Meinungen gerät schnell Mal was in Vergessenheit, deswegen mach ich mir ne Liste! :D

So, will ich nun endlich Mal versuchen auf all eure Kritikpunkte einzugehen. Ich mach’s Mal gegliedert.

Vorweg: Einige angesprochene Makel sind mir natürlich auch aufgefallen. Problem war nur, dass es keine großen Möglichkeiten für Nachdrehs gab. Wir hatten lediglich ein paar nicht nennenswerte Nachdrehs, die wir beim Dreh (zwei Tage) nicht umsetzen konnten (z.B. überlaufendes Glas). Einiges habe ich versucht in der Nachbearbeitung zu kaschieren, ist mir aber leider nicht immer gelungen. Ein lustiges Beispiel ist das Fernseher. Der Grund, warum wir das Rauschen nachträglich eingefügt haben ist einfach, dass der Fernseher beim Dreh kaputt war! :D

Kamera

Nun ja. Ich gebe euch da so ziemlich Recht. Mit der Ruckelei hab ich’s manchmal wirklich übertrieben, was hauptsächlich an der fehlenden (bzw. für die aktuelle Kamera ungeeignete) Steadycam liegt. Den Rollstuhl, den wir das erste Mal eingesetzt hatten, konnte wir nur in den Innenaufnahmen nutzen, da draußen alle Wege aus dicken Pflastersteinen bestanden. In der Stadt (zumindest bei der Verfolgung) empfand ich die Wackelcam jedoch als recht passend (bis auf die erwähnte „Schneehügel-Szene“). Drinnen ist es wirklich störend und eine ruhigere Kameraführung hätte oft wirklich nicht geschadet. Im Auto hätten wir eigentlich unser Vakuumstativ einsetzen müssen, aber aus diversen Gründen ist daraus nicht geworden. Die Schwenks ruckeln manchmal, da das alte Stativ meines Vaters schon ein wenig „eingerostet“ war. Ich muss es unbedingt Mal ölen. Zu den ruckeligen Zooms. Kann mir jemand mal einen Tipp geben, wie man schöne, fließende Zooms machen kann? Wir haben auch die Möglichkeit, mit dem Fokusrad zu zoomen, aber das ist auch nicht ganz ohne…
Großer Fehler meinerseits: Die automatische Blende! Ich kannte damals das Problem, wusste nur keinen Begriff dafür, bzw. wie man es bei der Kamera einstellen kann. Wird nie wieder vorkommen! ;)

Zitat von »mp-cw«

Viele extreme Kamerapositionen ohne Aussagekraft, was sie dann, wenn sie welche haben, überstrapaziert. Was schade ist, denn ich finde es immer toll, wenn man den Mut hat, extreme Kameraperspektiven zu wählen. Allerdings sollten diese die Szene unterstützen und nicht aus dem Fluss reißen. Die wenigen (Halb-)Totalen, die der Film hat, wirken dagegen sehr erfrischend.


Könntest du mir da vielleicht noch konkrete Beispiele nennen? Ich war mit den Kameraperspektiven eigentlich ziemlich zufrieden. Es sollte auch etwas extrem wirken, um das Umfeld surrealer erscheinen zu lassen.

Licht/Schwarz-Weiß

Der Schwarz-Weiß Look wird ja von euch sehr geteilt aufgenommen. Er diente auf keinen Fall dazu, um meine mangelnden Farbkorrektur-Fähigkeiten zu kaschieren! Er war einfach von Anfang an so geplant. Desweiteren wollte ich unbedingt Mal etwas in Schwarz-Weiß ausprobieren (ich steh drauf). Dass ich den Kontrast sehr hochgeschraubt habe und es deshalb manchmal zu dunkel wirkt stimmt. Hab’s wohl manchmal übertrieben. Das Hintergründe untergehen finde ich persönlich eher gut. Die Wohnung wirkt real nun Mal äußerst freundlich und alles andere als unheimlich oder beklemmend. Ich empfand es als toll, wenn man nicht immer gleich seine komplette Umgebung mit allen Details erkennen kann und alles ein wenig ungewiss ist. Farbe hätte dem Film mehr als geschadet. Die Sofas sind gelb, die Pflanzen grün… Wie gesagt… Wirkt alles viel zu freundlich und glaube kaum, dass IRGENDEINE Farbkorrektur besser als das Schwarz-Weiß gewesen wäre.
Beim Licht musste ich zum Dreh mit nur einem (bzw. am Ende zwei) Baustrahlern auskommen. Das waren dann auch die einzigen Lichtquellen im Raum, die wir beim Dreh angemacht haben. Ein Mal war in der Tat einer im Bild. Dachte eigentlich ich hätte alle „Scheinwerfer-im-Bild-Szenen“ bearbeitet, aber eine muss mir wohl entgangen sein.

Sound/Musik

Wir hatten das erste Mal mit dem NTG-2 geangelt und ich bin mit der Version (ohne Musik) auch ziemlich zufrieden. Habe halt lange dran gesessen alle möglichen Störgeräusche herauszufiltern und zumindest eine Art konstantes Umgebungsgeräusch drin zu haben. Von der Musik bin ich noch immer absolut begeistert. Unterstützt meiner Meinung nach super die Atmosphäre des Films und passt jeden Moment. Jegliches Lob geht natürlich an Michael Donner! :)

Schauspieler

Nun gut, die Nebenrollen hatten ja keine all zu großen Parts, aber zum Hauptdarsteller hätte ich von manchen noch gerne etwas gehört. Mp-cw ist ja schon darauf eingegangen. Die Verhältnisse sind bei diesem Projekt natürlich etwas anders, als bei anderen Filmen, wie er schon sagt. Trotzdem finde ich persönlich, dass Tom seine Sache echt super gemacht hat. Er hat zwar keine Dialoge (dank mir^^) bringt die Anspannung und Konflikte des Charakters aber mimisch gut rüber. Zum Rennen draußen: Es war wirklich sauglatt und wir haben uns einige Male auf die Schnauze gelegt! :-D Das Laufen sieht an einer Stelle allerdings so komisch aus, da wir im Stand gefilmt haben und ich dann noch wackelnd in Tom reingezoomt habe. Na ja… Wahrscheinlich nicht die beste Lösung.

Schnitt

Zitat von »mp-cw«

Die Laufwegs-/Auto-/Schlüsseleinstellungen zu Beginn sind oft überflüssig und bringen die Story nicht wirklich voran. Der Gang mit Tüte (Beginn der Verfolgung) ist sehr komisch geschnitten, da die Reihenfolge der Einstellungsgrößen nicht mit der intendierten Wirkung übereinstimmt. Hier merkt man, dass entweder nur Verwirrung um der Verwirrung willen erzeugt werden sollte oder der Editor selbst verwirrt und sich nicht im Klaren war, was er wollte


Verwirrung der Verwirrung willen wollte ich damit nicht erzeugen. Hatte durch die hastige Produktionszeit (Drehbuch wurde einen Abend vorm Dreh fertig gestellt) keine Zeit für ein Storyboard und musste alles recht spontan entscheiden. Somit sind fast alle Perspektiven eher eine Art Spielplatz für mich gewesen. So sehe ich übrigens den ganzen Film. Ich habe hier das erste Mal unser ganzes Equipment ausprobiert und viele Sachen zum ersten Mal versucht. Das es nicht immer gelingt war mir klar, aber ich konnte trotzdem viel lernen. Die Schnitte habe ich einfach so gesetzt wie ich es für richtig hielt, ohne ein großes Konzept. Da ich vorher schon Mal eine Version für die Schule geschnitten hatte, waren mir bereits einige Fehlgriffe in Sachen Schnitt klar, der Rest war eher Intuition. Vielleicht hast du noch ein paar Tipps für mich, was ich beim Schnitt falsch gemacht habe und was genau ich dort verbessern/beachten muss. Ein Storyboard wird denke ich schon Mal viel helfen! :)

Credits

Zitat von »mp-cw«

Die "Gags" im Abspann passen so gar nicht zum Hauptfilm, der ja nach eigener Aussage sehr erwachsen wirken soll. Außerdem wäre mir aufgefallen, dass im Thread kein Regisseur genannt wird. Ein Versehen oder stehst du nicht hinter deinem Werk?


Nun ja… Es wäre kein Film von mir, wenn nicht irgendwo ein bisschen Schwachsinn vorkommen würde! :D Diesen am Ende des Abspanns zu platzieren (den eh die wenigsten Normalzuschauer lesen) schien mir daher passend. Direkt vor dem schwarzen, dunklen Abspann liest man doch „Music by Michael Donner“ , „Written and Directed by Daniel Birkholz“ , „Mannequin“ und dann geht’s los. Eine weitere Nennung als Regisseur sieht man im Vorspann. Mich noch Mal in den Abspann zu kloppen wäre doch unnötig gewesen, oder? In professionellen Filmen hab ich es auch oft auf diese Weise gelöst gesehen.

Und endlich… Die Story

@Selon: Ja, Norel Dudelces ist in der Tat ein Annagramm! :) Soll ich’s denn verraten? :D

Die Autoszene: Da wollte ich dieses typische „Was befindet sich in dem Koffer - Thematik“ einbauen. Scheint mir nicht ganz so gelungen zu sein. Fakt ist, dass Norel ziemlich angespannt beim Blick auf die Tüte zu sein scheint und dass er sie auf den Rücksitz wirft, um sie erst Mal „aus den Augen, aus dem Sinn“ zu haben. Was in der Tüte ist und warum verrate ich nicht, aber man sieht es noch später im Film.

@mp-cw (und allgemein zur Story): Ich sehe im Nachhinein ein, dass ich es nicht wirklich geschafft habe, die Story an den Mann zu bringen. Super intelligent wollte ich nicht wirken, indem ich alles so verwirrend wie möglich darstelle. In den Testvorführungen (jaaa… mit Freunden…) gab’s bisher auch keine großen Probleme und ich habe immer mal nachgehakt, ob die Leute denn wissen, was gerade Sache ist, scheint aber bei Außenstehenden nicht so zu funktionieren. Ich wollte nicht wirklich die Leute verwirren und die Hauptstory ist (in meinen Augen natürlich) recht simpel und offen liegend, wird aber dennoch nicht weiter erläutert, da Mr. Norel ja in seiner eigenen Welt lebt und zu keinerlei Menschen großartigen Kontakt hat. Selbstgespräche wären auch fehlplaziert gewesen. Ich wollte lediglich mit der Tüte, eigentlich allem was Norel sieht und hört, sowie dem Ende einen Interpretationsspielraum schaffen. Ich mag’s nun Mal, wenn man ein wenig knobeln kann. Meine Freunde sind bisher fast immer (ja, ja… ich weiß…) auch ohne meine Hilfe immer auf den richtigen Pfad gekommen, wenn ich sie um Interpretationen gebeten habe. Ich finde es schade, dass ich eher Verwirrung, als Spaß beim interpretieren geschaffen habe. Das waren nicht meine Intentionen und in dem Sinne habe ich wohl versagt.

@Micha zu den Namen: Wir hatten ja im ICQ bereits eine ausführliche Diskussion über deine Kritik. Ich will hier noch Mal auf die Namen eingehen. Namen werden im Film nicht genannt da es (Interpretation abwarten) absolut unnötig und unrealistisch wäre. Sie dienen lediglich dazu, im Abspann die Schauspieler Charakteren zuordnen zu können. Also wenn da „Frau“ steht weißte ja wer gemeint war! ;)

Interpretation:
Ich will noch immer nicht so ganz eine Auflösung, mit all meinen Intentionen preisgeben, da es dieses Spiel mit dem Interpretieren (für manche) zerstören würde. Dennoch gebe ich ein paar Tipps.

Spoiler Spoiler

-Im Film gibt es nur eine Person
-In der Tüte ist etwas, dass Norel Angst macht und dass man später noch im Film sieht
-Der Mannequin ist ein Mannequin
-Norel erschießt nur eine Person im ganzen Film


Das sind schon mal einige (vielleicht schon zu viele) Tipps, um dem Film beim nächsten Mal schauen hoffentlich mehr abgewinnen zu können.

Und noch ein Mal:
Es gibt absichtlich keine Namen und Dialoge (bis auf einen), die direkt im Film fallen.
Schwarz-Weiß muss meiner Meinung nach sein.

Meine Schlüsse im Nachhinein:

Ich wusste, dass es schwer wird, eine Geschichte völlig ohne Dialoge zu erzählen. Ich dachte mir wäre es gelungen (vielleicht ist es das auch für manche), aber für die Allgemeinheit habe ich mich wohl in zu vielen Interpretationsspielräumen verworren, die sogar manche darauf schließen lässt, es gäbe GAR KEINE Story (was ich schon ziemlich hart fand…).
Filmisch hab ich bei Mannequin in kurzer Zeit, ohne all zu große Planung viel versucht und ausprobiert. Manchmal ist es mir gelungen, manchmal nicht. Lernen konnte ich viel dabei. Stolz auf das Gesamtwerk bin ich trotzdem allemal.
Ich werde mir hier alles genannte nochmals stichpunktartig herausschreiben und dann (wie gesagt) intensiv versuchen, diese Kritikpunkte theoretisch und praktisch mir anzueignen, so dass diese nicht bei meinem nächsten Film erneut genannt werden müssen. (Bei „Reasons“ werde ich wohl leider einige technische Fehler wiederholt haben. Nehmt’s mir nicht übel! Beim nächsten Mal wird’s besser!)

Noch Mal großen Dank an alle und ich würde mich sehr über weitere Kritiken und Kommentare freuen (besonders von Schattenlord, da er immer so ausführlich schreibt ;))

eggbert

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16

Freitag, 18. September 2009, 20:35

Norel dudelces =

Spoiler Spoiler

Secluded Loner, würde ich sagen ... :whistling:

Selon Fischer

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17

Freitag, 18. September 2009, 21:17

Hey, das is echt gut. Könnte passen :thumbsup:

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Freitag, 18. September 2009, 21:49

Also Herr eggbert (übrigens danke fürs Vimeo-Comment! ;)), dafür kriegen sie ein riesiges Himbeer Bobon! :thumbsup:

Schattenlord

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Samstag, 19. September 2009, 19:24

Mannequin. Nun. Da ist er. Ich bin leider nicht eher zum Bewerten bekommen.
Zum einen hat ich keine Zeit bisher mir den Film ganz anzuschauen, zum anderen musst ich das erstmal setzen lassen.

Verstörend. Verstörend triffts meiner Meinung nach sehr gut.
Ich wollte eigentlich eine ausführliche Bewertung schreiben, aber ehrlich gesagt, ist mir das nicht möglich. Warum? Weil ich den ganzen Film nicht verstanden hab. :)

Die Interpretationsansätze von einigen hier find ich gut, aber nicht zum Film passend.

Ich liebe Filme, die offen sind, oder wo man gezielt mitdenken muss, um sie zu verstehen. Ich gucke mir auch ab und an mal solche Streifen an und versuch sie zu interpretieren. Und auch bei Mannequin hab ich natürlich einen Ansatz, auch wenn ich ihn insgesamt nicht verstehe.

Spoiler Spoiler

Norel hat seine Frau verloren. Er fühlt sich allein. Verfolgt. Wie hat er seine Frau verloren? Wurde sie erschossen? Ich glaube es zumindest. Norel versucht es zu überspielen, das Leben geht für ihn normal weiter. Er benutzt den Mannequin um den Verlust zu überspielen, stellt sich diesen als seine Frau / Freundin (wohl eher ^^) vor. Aber dadurch das nichts passiert, wird seine Einsamkeit immer stärker. Er versucht sich das Leben zu nehmen, schafft es aber nicht. Er ist wie die Puppe… willenlos, ohne Ziel. Ohne Gedanken.

Tja, und dann kam die Geburtstagsparty. Ab da war für mich Schluss. Ich habe das Ende einfach nicht verstanden. :)

So.

Technisch ist der Film in Ordnung. Das Licht fand ich manchmal zu krass gesetzt, manchmal aber auch genau richtig. Die Blende war manchmal zu weit offen.
Von der Farbkorrektur her war es nicht mein Geschmack. Ich steh auf Schwarz-Weiß, das hat dem Film auch sehr gut getan, aber Schwarz-Weiß ist nicht immer so leicht zu korrigieren. So hat an manchen Stellen der viel zu starke Kontrast einfach die Stimmung genommen. Manchmal wäre auch im Hintergrund weniger Kontrast besser gewesen.
Im Großen und Ganzen aber in Ordnung.

Kameratechnisch war der Film in Ordnung….großteils. Viel Luft nach oben. Die Shots waren abwechslungsreich, aber viele auch relativ unnötig. Das Gezitter hat an manchen Stellen leider nur tierisch genervt und rausgerissen. Also da ist ja wohl mehr möglich. ;)

Ton: Nunja, sehr unterschiedlich. Manchmal wars zu laut abgemischt, vor allem am Anfang, dann mal wieder zu leise alles. Dieses Rauschen war sehr störend.
Schade waren die Übersteuerungen, die manchmal aufgetreten sind.

Musik: Großer Pluspunkt. Tolle Musik, hat die Stimmung auf jeden Fall unterstützt und einen mitgenommen. Die Musik war eigentlich das Element, was einen noch so ein bisschen geführt hat. Ein bisschen mehr Polarisierung hätt dem ganzen aber denk ich noch mehr Sinn verschaffen können. :)

Insgesamt ein Film, bei dem ich im Nachhinein genauso schlau bin wie vorher. Die Erzähltechnik hat einfach nicht ganz funktioniert, sie war zu undurchsichtig. Das kannst du besser. ;)
Stimmungstechnisch hat ja alles geklappt. Freu mich auf die Auflösung der Story.

Bewertung möchte ich keine geben. Denn dazu bin ich einfach viel zu…unentschlossen. Hin und her gerissen. Das ist weder negativ, noch positiv gemeint.

Bin auf deinen nächsten Film gespannt. :)

Schattenlord


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20

Samstag, 19. September 2009, 20:14

So schwer es mir auch fällt, aber da die meisten so große Probleme mit der Story haben, werde ich nun meine Intentionen offen legen.

Ich bitte doch alle, die den Film noch nicht gesehen haben, folgenden Spoiler erst nach Schauen des Films zu lesen!

Spoiler Spoiler

Norel Dudelces leidet seit langem unter starker Paranoia, die immer extremer wird. Anfangs sehen wir, wie neben ihm im Auto eine Tüte liegt. In dieser Tüte befindet sich eine Waffe, die er sich nach starkem Überlegen als Selbstschutz zugelegt hat. Er fühlt sich ständig verfolgt. Egal wo er hingeht, irgendwo ist immer Gefahr und Bedrohung. Durch seine Ängste ist er alkohol- und tablettenabhängig geworden und selbst der kaputte Fernseher scheint ihn kaum noch zu stören. Abwesend starrt er auf eine Schaufensterpuppe, die in seinen Augen seine Freundin ist. Norel hat keinerlei Kontakte. Er ist in sich gekehrt und kapselt sich völlig von der Außenwelt ab. Das Fenster an dem er abends steht ist gar sein einziges „Fenster zur Außenwelt“. Norel befürchtet Eindringlinge weil die Tür offen steht, die er offen stehen lassen hat. Norel hört das Wassergeräusch der Dusche, weil er das Wasser laufen lassen hat. Norel sieht Dinge, die nicht da sind, wie Schatten, oder vermeintliche Wanzen, die plötzlich wieder verschwinden. Er wird von seiner Krankheit und seinen Ängsten soweit getrieben, dass er kurz davor ist, sich das Leben zu nehmen. Als seine Drogen zu Neige gehen, muss er sich selbst überwinden und alleine in die Stadt gehen. Auf dem Rückweg fühlt er sich verfolgt und greift das erste Mal zu seiner Waffe. Als er um die Ecke kommt und schießen will ist niemand da. Schon wieder hat ihm sein Gehirn einen Streich gespielt. Daheim angekommen, steht die Tür erneut offen. Der verbitterte Norel stürmt herein und erschießt einen vermeintlichen Freund. Ungläubig, nun wirklich alles verloren zu haben und selbst einen seiner Freunde auf dem Gewissen zu haben, nimmt er sich selbst das Leben. Symbolisch verschwinden seine Freunde, die selbst nur Einbildung waren. Norel hatte niemals Freunde. Auch er verschwindet und zurück bleibt in der düsteren Wohnung nichts weiter, als der leblose Mannequin…


Ich sehe wie gesagt selbst ein, dass man sich so manches niemals hätte selbst zusammenreimen können. Aber ich fand es trotzdem toll, einen Film zu machen, indem so viel Interpretationsraum besteht. Die Möglichkeiten waren ja schon recht weitreichend und ich fand es auch interessant, was sich so mancher bei dem Film gedacht hatte. Ich hoffe trotzdem, dass nun manche einsehen, dass ich mir sehr wohl bei der Story etwas gedacht habe. Diese einigermaßen herüberzubringen scheint mir nur nicht ganz gelungen zu sein. Hoffe trotzdem, dass ihr beim Schauen und interpretieren euren Spaß hattet und für manche der Film beim erneuten Anschauen nun mehr Sinn macht. :)

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