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Mittwoch, 12. März 2008, 20:57

Die Todesfuge - Kurzfilm

Guten Abend,

ich würde euch gerne einen kleinen Kurzfilm vorstellen, den wir für den Deutsch Leistungskurs der zwölften Stufe produziert hat.



Screenshots







Download
Todesfuge.wmv (ca. 73 Mbyte)


Inhalt

1944 - Ein deutscher KZ-Aufseher experimentiert an jüdischen Gefangen und überwacht die Aushebung ihres eigenen Grabes. Am selben Tag schreibt er einen Brief an seine Geliebte.


Erläuterungen

Der Arbeitsauftrag lautete, das Gedicht Die Todesfuge von Paul Celan auf eine beliebige Art und Weise zu interpretieren. Zum Verständnis des Kurzfilms sei dieses Gedicht auch empfohlene Lektüre ;-)

Mein Team hat sich - naheliegenderweise - für eine filmische Interpretation entschieden. Das Ergebnis könnt ihr oben herunterladen. Vielleicht erkennt ihr das ein oder andere Motiv wieder. Bei Bedarf kann ich auch Auszüge aus unserem damals angefertigten Interpretationstext veröffentlichen. Die Drehzeit beläuft sich auf drei Tage, die Nachbearbeitung fand innerhalb zwei Wochen statt.

Zugegebenermaßen haben wir das Gedicht recht frei interpretiert um so etwas wie einen Spannungsbogen zu erzeugen. Gleichzeitig haben wir versucht die abschreckende und verunsichernde Wirkung des Gedichts durch dunkle Bilder und rasche Schnitte beizubehalten.


Mein Lehrer fand es sehr gut, bin mal gespannt auf die Kritik von Leuten, die auch vom Fach sind :-)

MovieVision

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Sonntag, 16. März 2008, 18:47

Nunja... was soll ich dazu sagen. Ich finde den Film nicht gut.
Erstens mal kann ich dem Film keinen wirklichen Sinn entlocken. Falls er eine Moral hat, ist die bei mir nicht angekommen. Ich fand die Umsetzung von eurer Idee recht schwach. Ich hab mir den Inhaltstext durchgelesen und dachte mir es wäre ja recht spannend, aber dann wurde ich ziemlich enttäuscht. Es wurde nur genau das gezeigt, was im Text steht und das war nicht gerade atemberaubend.
Der Schauspieler hat meiner Meinung nach ziemlich übertrieben gespielt, was das ganze ins lächerliche gezogen hat (was bei so einem Thema ja nicht gerade angebracht ist).
Dann fand ich es etwas anstrengend dauernd diese Requiem for A Dream Musik zu hören, ich hätte mir einpaar Dialoge erhofft. Dann war die Aufmachung nicht 1A, also der karrierte Papierfetzen mit dem Hakenkreuz drauf war jetzt schon arg unauthentisch. Ich weiß ja nicht unter welchem Zeitdruck ihr den Film machen musstet, aber das hätte man sorgfältiger machen können. Zum Beispiel fand ichs auch seltsam, dass auf dem Tisch ein Tetrapack stand. Ich glaube kaum, dass sowas in den 40ern erhältlich war.
Zudem hab ich nicht recht verstanden, was ihr mir mit dieser Tisch-Szenen sagen wolltet. Es fehlt einfach die Aussage, wie ich finde. Die Bilder zum Schluss waren dann noch die Krönung, das fand ich dann schon ziemlich peinlich. Da man nicht recht versteht, was ihr einem mit dem Film sagen wollt und da es irgendwie auch rechtsradikal zu verstehen sein könnte (so nach dem Motto: Tötet den Juden), habt ihr die Bilder von den Schicksalen einfach drangeklebt um irgendwelche Emotionen zu wecken? Also falls das so gedacht war, bin ich persönlich nicht drauf angesprungen. Man hat es tot gehört dieses ganze plumpe Nazi-Moral-Zeug. Ich hab mir erhofft, dass eure Moral aus dem Film hervorgeht, dann wären die Bilder zum Schluss unnötig gewesen.

Es sind leider viele Kleinigkeiten, die dem Film einfach die nötige Qualität für so harten Tobak genommen haben, wie ich finde. Ich möchte euch mit dieser Kritik nicht angreifen, ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch. Ich weiß es klingt hart was ich alles sage, aber ich spreche von meiner Meinung.

Mehr werde ich jetzt auch nicht meckern, ich wills ja nicht übertreiben.

Greetz,

Movie Vision

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