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Patrick96

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Sonntag, 3. Februar 2013, 11:31

Wie Filmmusik herstellen?

Hallo Leute,

ein paar Leute und ich planen demnächst einen eigenen Film zu drehen (aber nicht Kinofilm, sondern eher so Folge für Folge in Staffeln...also eine Serie).

Nun brauchen wir ja Musik...aber wir wollen ja keine Musik von irgendwelchen anderen Serien klauen, sondern einen eigenen Soundtrack!

Jetzt lautet meine Frage dazu, wie man so eine Musik denn herstellt? Ich habs schon mit meinem Keyboard am PC versucht, aber da kommt dann nur so hässliches MIDI-Gedudel heraus...

Am besten, dass es so klingt, wie z.B. bei der Serie "Die Rettungsflieger", "Cobra 11", usw...

Gibt es irgend ein Programm, dass die MIDI-Dateien besser klingen lassen kann...oder wie ist das mit dem MAGIX Music Maker Soundtrack Edition...den habe ich zwar, aber kenne mich halt leider zu 0% damit aus!

Ich wäre um jeden Ratschlag, den ihr mir geben könnt dankbar!

Grüße
Patrick

Telliminator

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Freitag, 15. Februar 2013, 18:59

Filmmusik erstellen ist leider keine Einknopfdrückmausschubsaktion wobei der MagixMusikMaker, den Du schon kennst, da schon eine sehr einfache Sache ist um halbwegs gut klingende "Songs" zu kreieren. Die neuste MusikMakerVersion kann auch Midi verstehen und hat je nach Version brauchbare virtuelle Instrumente zur Verfügung, wenn Du selbst einspielen kannst. Der beste Weg ist natürlich man hat Musiker an der Hand oder jemanden der auch was von Komposition versteht.

Du kannst natürlich auch mit Hilfe von anderen DAW-Programmen und sogenannten Samples Musik arrangieren und Samples mit Effekten bearbeiten. Problem bei der Sache ist die rechtliche Geschichte zur Benutzung von Samples. Magix erlaubt lediglich non-kommerzielle Nutzung seiner Samplepools, d.h. Geld verdienen auf Youtube wäre rechtlich gesehen nicht möglich, wenn Du mit Magix erstellte Musik unter Dein Video legst.

Du könntest aber auch mal hier die Forensuche gebrauchen, es gibt hier einige Musiker und Komponisten die gerne für Film-Projekte tätig werden.
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Borbeckvideo

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Samstag, 16. Februar 2013, 13:53

Schau Dir mal Band-in-a-box an. Damit kannst Du Styles und Songs erzeugen, die Du frei verwenden kannst. Ein bischen Harmoniekenntnisse wären vorteilhaft, sind aber nicht Bedingung.

http://www.bandinabox.com/bb.php?os=win&lang=de
Viele Grüße
Rainer

docjameson

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Donnerstag, 21. März 2013, 23:43

Ist Deine Frage wirklich ernst gemeint? Ich befürchte, ja ...

Das einfachste wird sein, dass Du Dir jemanden dazu holst, der so etwas kann. Mit ein paar Knöpchen drücken, oder einem entsprechendem Programm, ist es nicht getan. Da wirst Du ein wenig mehr brauchen, als das. Ich verstehe nicht, warum das Thema Musik oftmals als Nebenprodukt gesehen wird. Du betreibst ja anscheinend auch einen größeren Aufwand, um gleich eine ganze Serie zu drehen. Ähnlich solltest Du es auch betreiben für Dinge, die Dein Produkt am Ende zu dem machen, was Du willst. Dazu gehören auch der Schnitt, die Nachbearbeitung, evtl. Nachvertonung und eben die Musik!

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pikk, HusumMovie

pikk

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Donnerstag, 21. März 2013, 23:50

Ich schreib nun zufällig auch weite Teile meiner Filmmusik (semiprofessionell) selbst und sorry, dass ich das jetzt hier an so unpassender Stelle raus lasse, aber ich krieg echt nen wahnsinns Hals, wenn Leute meinen, sowas Wichtiges und Wunderschönes wie Musik müsste einem mal eben von einer Software ausgespuckt werden.
Leute, es ist ja keine Schande, sowas nicht selbst zu können, aber dann sucht euch bitte wenigstens jemanden, der das kann und es mit genug Respekt vor der Sache tut! Angebote gibts reichlich, auch hier im AFF mit 5 Minuten Suche.

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funkefloh

vobe49

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Freitag, 22. März 2013, 06:53

Ich kann pikk nur zustimmen. Ich sehe des öfteren gut gemachte Filme, die miserabel vertont sind, weil der Ersteller überhaupt kein Feeling für effektvolle Musik hat. Als ehemaliger Musiker (habe u.a. 12 Jahre eine Bigband geleitet und dort für alle Stücke selbst die Arrangements geschrieben) habe ich mich auch schon mal mit eigener Vertonung meiner Filme versucht - und das mit recht teuren guten Notenschreibprogrammen. Ich hab's wieder gelassen. Um da effektvolle Sounds zustande zu bringen, reicht nicht ein PC und die Software aus. Leute, die so etwas können, haben da in ihren Studios mehr rumstehen - und diese Anschaffungen werden richtig teuer. Dann schon lieber mal nachsehen, ob es hier was Fertiges gibt, was bezahlbar ist.

http://www.gemafrei-mp3.de/ http://www.hartwigmedia.com/Index/de/roy…ros-extros.html

Gruß vobe49

nino_zuunami

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Freitag, 22. März 2013, 08:14

Magix erlaubt lediglich non-kommerzielle Nutzung seiner Samplepools


Na, das stimmt nicht ganz: Alle "normalen" Soundpools bis Soundpool 17 sind tatsächlich noch "royalty-free", erst danach haben die das das geändert.

Ansonsten kann ich als ganz gute Quelle für Musik noch magix catooh (www.catooh.de) empfehlen - da gibt´s brauchbare Musik relativ preiswert.
"Wo ein scheiß Wille ist, da ist, Gott verdammt, auch ein scheiß Weg." (Don Logan)


Musikvideo "made by Zuunami" - Videoproduktion Berlin

knobi94

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Freitag, 22. März 2013, 12:58

Schau doch einfach mal auf dem Marktplatz hier im Forum die das hier anbieten.
Mit eaglemusic habe ich bereits gute Erfahrung gemacht.
lg knobi94

Jan_

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Freitag, 22. März 2013, 17:08

Ich kann pikk nur zustimmen. Ich sehe des öfteren gut gemachte Filme, die miserabel vertont sind, weil der Ersteller überhaupt kein Feeling für effektvolle Musik hat. Als ehemaliger Musiker (habe u.a. 12 Jahre eine Bigband geleitet und dort für alle Stücke selbst die Arrangements geschrieben) habe ich mich auch schon mal mit eigener Vertonung meiner Filme versucht - und das mit recht teuren guten Notenschreibprogrammen. Ich hab's wieder gelassen. Um da effektvolle Sounds zustande zu bringen, reicht nicht ein PC und die Software aus. Leute, die so etwas können, haben da in ihren Studios mehr rumstehen - und diese Anschaffungen werden richtig teuer. Dann schon lieber mal nachsehen, ob es hier was Fertiges gibt, was bezahlbar ist.

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Gruß vobe49

Das halte ich für nicht ganz richtig.
One-Klick-Lösungen, wie pikk sie meinte, sind sicher nur ein Hilfsweg. Aber eben auch ein Weg.
Wer weiß was er tut, kommt auch mit einfachen Werkzeugen aus; man denke an Stummfilme die mit nur einem Klavier begleitet wurden.
Das Festhalten an der Technik bringt einen, zumindest am Anfang nicht weiter.
Sehen was man hat oder im Rahmen der Möglichkeiten liegt und dann einfach anfangen, dass funktioniert ganz.
Wenn man andersrum darauf wartet, bis man die Ausrüstung von halb Hollywood im Wohnzimmer aufgetürmt hat, wird man eher keinen Film drehen.

bratpiet

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10

Freitag, 22. März 2013, 18:21

Filmmusik erstellen ist leider keine Einknopfdrückmausschubsaktion

haha das stimmt! Ich denke die beste Möglichkeit für Dich um Filmmusik zu erstellen ist nach Filmmusik/Kompositions/Musik Productions Studenten Auschau halten und sie kontaktieren..Also möglicherweise erst Unis ausfindig machen und dort ein Gesuch aufhängen. Möglicherweise wirst du bei der SAE fündig
Sie suchen oft projekte um Ihre Referenzen aus zu bauen und machen es entweder gratis oder für wenig Geld.. :)
Midi Dateien werde nicht einfach so gut klingen.. Du musst Sie bearbeiten richtig instrumentieren, die velocity (den Anschlag) der Instrumente natürlich verlaufen lassen, möglicherweise dequantifizieren.. leute studieren jahrelang um sich dei Eigenschaften an zu eignen..

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pikk

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Samstag, 23. März 2013, 08:32

Leute, die so etwas können, haben da in ihren Studios mehr rumstehen - und diese Anschaffungen werden richtig teuer.

Ich meinte eigentlich nicht, dass man teures Equipment braucht. Genauso wenig finde ich, dass die Ergebnisse handwerklich perfekt werden müssen. Was mich stört, ist der zunehmende Trend, immer und immer mehr automatisch von Computern ausführen zu lassen. Mal ehrlich, ist das noch Kunst?

Wer würde einen Maler respektieren, der sich Bilder bei Ikea kauft und diese nur noch "verbessert"?!

Hab neulich mal mit einer Nachbarstochter gesprochen und die sagte: "Photoshop ist mir zu anstrengend. Brauch ich aber auch gar nicht, weil bei mein Handy muss ich nur ein Knopf drücken, dann sehen meine Fotos genauso gut aus."

Die digitale Revolution hat uns (klein)Künstlern wirklich unfassbare Möglichkeiten in die Hand gegeben, aber ich finde, wir sollten dafür einfach dankbar sein und nicht immer noch nach einfacheren Anwendungen schreien, die uns auch das letzte Bisschen Arbeit noch abnehmen.

Will echt nicht überheblich klingen. Meine eigenen Werke sind durchweg alle noch deutlich ausbaufähig, aber wenn ich mir das nicht Frame für Frame bzw. Note für Note selbst erarbeiten würde, könnte ich es eigentlich auch gleich lassen. Ist jetzt nur meine persönliche Meinung.

mdtmusic

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Samstag, 23. März 2013, 12:56

Ich muss sagen das mich das auch immer ein wenig grübeln lässt wenn die Musik eher als Nebenprodukt angesehen wird.
Für jemanden wie mich, der machmal auch Stunden an einer 20 sekündigen Sequenz bastelt, lässt mich diese "hauptsache da kommen Töne raus" Einstellung ein wenig mit den Zähnen knirschen ;)
Wäre in etwa so, wie wenn ich nachdem ich ein Stück komponiert habe auf die Idee kommen würde mal "nebenbei" einen Film dazu produzieren.
Ich kann dir nur raten entweder den Soundtrack von jemanden komponieren zu lassen der schon Erfahrungen damit hat oder schon vorgefertigte "creative commons" Musik zu benutzen.

filmfreakherbert

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13

Samstag, 23. März 2013, 14:49

Klar ist es schön, wenn im Hintergrund nicht nur ein "komisches Gedudel" läuft, nur was will man machen, wenn das eigene Budget (sofern vorhanden) nicht mehr hergibt?

Wie verhält es sich den mit der "Creative Commons" Lizenz für Musik ... ähnlich wie bei den Bildern?

HornkleeTV

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14

Samstag, 23. März 2013, 14:54

Genau gleich. Immer Namensnennung, weitere Auflagen betreffend Kommerzialiesierung, Veränderung etc sind im Detail der jeweiligen CC-Lizenz festgelegt.
"Zeit ist Geld." - "Warum bin ich dann immer pleite?"
Quelle: Lyrialia (Werk: Er, Ich und das Irgendwann)

bratpiet

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15

Montag, 25. März 2013, 11:14

Pikk und mdtmusic,

ja bin auch ganz eurer meinung.. Es liegt so vieles vorgefärtig vor... die leute drücken ein paar Knöpfe und denken das sie das Resultat erschaffen haben? 8|

FlorianLinckus

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16

Montag, 25. März 2013, 12:25

Liebe junge Filmemacher,

ich muss jetzt mal einiges loswerden, und hoffe es wird mir nicht allzu böse genommen, aber ich denke mdtmusic etc stimmen mir da voll zu.

Vor vielen Jahren habe ich angefangen kleinere Filme (auch für junge Filmemacher hier im Forum) zu vertonen, habe viel Erfahrung gesammelt, so dass ich die Musik zu Hauptberuf machen konnte.
Eines habe ich in den Jahren aber auch gelernt, dass die Ansprüche von unbekannten, kleinen und (man möge es mir verzeihen, aber die realität ist fakt) unbedeutenden Filmern weit dem ihrer eigenen Filme übersteigt.
Die meisten wollen die größte Hollywoodmusik für ihre Filme, dabei ist das Filmmaterial zu 99% dem gar nicht gewachsen und mehr als Schrott. Hinzu kommt, dass viele nicht bereit sind ihren Komponisten eine kleine Gage zu zahlen, eine Aufwandentschädigung sozusagen, denken einige wirklich, dass Musik eine 1-Knopfdruck Geschichte ist?

Wir sitzen manchmal länger an einer einigen Note als ihr am ganzen Drehbuch. ;) (Das variiert natürlich qualitativ sehr)

Man muss auch mal die relationen sehen, verlangt von den Komponisten nicht etwas, was ihr gar nicht bieten könnt, ihr könnt keinen Hans Zimmer verlangen, denn der würde sich wahrsten Sinne des Wortes nicht die Bohne für eure Filmchen interessieren. Seid realistisch, lasst auch den Komponist mitentscheiden, denn auch sie haben Ideen und meistens gar bessere als der Filmemacher selbst.

Nur weil wir in der Lage sind, die Musik ähnlich derer aus Hollywood klingen zu lassen heißt es nicht, dass jedes kleine Filmchen einen epischen Score benötigt ;) Und wenn, so bitte ich doch in Zukunft, dass ihr Millionenbudgets für die Musiker aufbringt, denn sie tun im Grunde nichts anderes was ein Debney, Zimmer, Williams etc macht ihr Herzblut in eure Hand legen.

Nicht jeder kleine Film braucht eigene Musik, es gibt genügend Stock-Free Music die man für seine Projekte verwenden kann und gerade wenn man anfängt Filme zu machen muss man auf dem Teppich bleiben und erst einmal sehen was man liefern kann. Die Arbeit eines Komponisten sollte auch gewürdigt werden, einige von euch tun das sehr dankbar, für andere widerum ist Musik nicht so wichtig. Vergesst aber nicht, dass die Musik 50% eures Filmerlebnisses ausmacht. Ihr seid keine Spielbergs und co. also verlangt auch keinen Zimmer und co.

Des weiteren ... viele schrieben mich in der Vergangenheit an ... ob ich kurzfristig mal Zeit hätte ebenso nen absolut sinnfreies Projekt zu vertonen... natürlich möchte man Fluch der Karibik als Tempmusik... allerdings der beste Spruch dem man einen Komponisten entgegensetzen kann:
"Du wirst auch in den Credits gezeigt". Darf ich dazu sagen, kein Mensch interessiert sich dafür. Wieviele 3 Hansels werden die Filme sehen, so dass die Arbeit des Musikers auch entsprechend gewürdigt wird? Kaum einer. Ich will nur sagen, seht euren Aufwand als Filmer und seht den eines Musikers, meistens hat der Musiker deutlich mehr Aufwand mit euren Freitag nachmittagsfilmen als ihr selbst.

Ab und an muss man Menschen mal auf den Boden der Tatsachen zurückholen und jetzt ist der Punkt gekommen. =)

My 2 Cents.

(PS: Das es gute Ausnahmen hier gibt brauche ich denke ich nicht dazu schreiben)
Facebook - Webseite - Soundcloud
Ab 2. April erhältlich (Amazon, iTunes, Spotify etc): Original Alien Picture Score "Proll Out", Music composed by Florian Linckus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FlorianLinckus« (25. März 2013, 12:35)


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Victor_Gangl, Schattenlord

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Montag, 25. März 2013, 13:11

Dem letzten Post schließe ich mich an,

ABER

wer sagt denn, dass Patrick gleich einen super Hollywood-Streifen drehen möchte?

Die Frage war, wie einfach oder schwer es ist, Musik selbst zu machen.

Es gibt DAWs mit guten Simulationen und Samples, die nix kosten. Braucht aber auch einen guten PC und viel Zeit, sich da einzuarbeiten. Ich blicke da auch erst durch, seit ich Konzerte live mische. Oder man besorgt sich ein Mikro, ein Audiointerface und nimmt Sounds selbst auf. Ich stell es mir schon cool vor, in ner Verfolgungsszene oder so einfach einen Suspense-Beat zu haben, der nur aus nem Klopfen auf nem Karton und nem Wasserglas besteht. In ner Gratis-DAW ein bisschen verfremden, Effekte rein, gut auspegeln, in ein brauchbares Format exportieren, in den Film schneiden und fertig ist die Lauge.
Also ich denke - ohne Musiker, die von ihrer Musik leben, diskreditieren zu wollen - dass es möglich ist, mit sehr beschränkten Mitteln gute Musik selbst zu machen.

Bin aber ebenfalls der Meinung, wenn man sich da nicht einarbeiten möchte, dass man sich Tontechniker oder Musiker ins Boot holen sollte. Viele bieten ganze Songs, die auch gut produziert sein können, gratis an. In einer Serie seine Musik unterzubringen, ist hervorragende Werbung, da findet sich doch bestimmt jemand. Wenn das Geld da ist, ist es aber nur fair, Musikern was abzugeben. Selbst nur als Hobby Musik zu machen, geht ganz schön ins Geld.

Telliminator

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Montag, 25. März 2013, 17:51

Ich weiß ja nicht ob es Euch aufgefallen ist, aber der Threatersteller hat sich schon eine ganze Zeit lang nicht mehr zu Wort gemeldet. Vielleicht ist die Diskusion hier schon lange hinfällig und führt zu gar nichts. :sleeping:
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Montag, 25. März 2013, 18:25

Was mich stört, ist der zunehmende Trend, immer und immer mehr automatisch von Computern ausführen zu lassen. Mal ehrlich, ist das noch Kunst?
Das größte Problem liegt hier finde ich darin, dass diejenigen dann auch noch der Überzeugung sind, das geschaffene sei ihr Werk. Tatsache ist aber insbesondere bei Loopbaukasten u.Ä., dass immer ein kleiner bis sehr sehr großer Teil der Arbeit im Voraus erledigt wurde - von jemandem der wusste was er tut.
Ein Kommilitone hat mich mal gefragt, womit ich denn arbeite, wenn ich so Filmmusik mache, ob ich denn da wie er auch mit ProScores arbeiten würde. Als ich ihm dann erzählt habe, dass Note für Note, Instrument für Instrument bewusst gesetzt werden muss, war er ziemlich überrascht.
Ich finde diese Entwicklung recht gefährlich, da viele gar nicht mehr wissen, wie viel Arbeit das ist. Und dann kommen eben die Anfragen ob ich nicht dies und das mal machen könnte - wär doch keine große Sache. Am besten gestern.
Consumer-Musikprogramme wie der Magix Music Maker (ich kann nur für die 2005er version sprechen, mit der ich früher mal rumgespielt habe - mag sein dass die neuen ganz anders sind) gaukeln einem leicht mal vor, dass man krass Musik geschrieben hat, obwohl man nur ein paar spuren übereinandergezogen hat.

Wenn man wirklich die Musik von Anfang an selbst erstellen will, ohne dass man Sachen zusammensetzt, die jemand anderes schon vorbereitet hat, muss man sich da wirklich reinknien und ich kenne sehr sehr wenige die das neben dem Filmemachen ebenfalls auf ein wirklich respektables Niveau gebracht haben. Ich habe selbst mit Filmemachen angefangen und habe nebenher die Musik selbst dafür gemacht. Mit der Zeit habe ich mich dann immer mehr und schließlich fast ausschließlich der Musik zugewandt.
Ich denke die besten Ergebnisse erzielt fast immer die Teamarbeit mit spezialisierter Arbeitsteilung. Auch wenn es möglich ist viele Gebiete solide zu beherrschen: Man kann nie ein Meister in so vielen werden.

Wenn man sich wirklich damit beschäftigen will, bietet das Internet eine Menge Möglichkeiten. Es gibt im Internet einige größere Beiträge, endlose Forenthreads zu
verschiedensten Einsteigerthemen - da hilft google grundsätzlich.
Auch hier im Forum gibt es einige Threads.
Aber es geht nicht nur um die Technische Umsetzung - das Komponieren und arrangieren ist eigentlich viel viel wichtiger, als die Werkzeuge die man dazu benutzt. Und da geht es dann richtig los. Orchestration, Harmonielehre, Satztechnik... Man kann den Kram nicht umsonst studieren.

(Ein paar Überschneidungen mit anderen Antworten sind recht logisch, ich hab den Beitrag vor knapp zwei Tagen geschrieben und vergessen abzuschicken...)

Florians Beitrag stimme ich einfach mal zu :D

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Schattenlord

pikk

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Montag, 25. März 2013, 18:46

Das größte Problem liegt hier finde ich darin, dass diejenigen dann auch noch der Überzeugung sind, das geschaffene sei ihr Werk. Tatsache ist aber insbesondere bei Loopbaukasten u.Ä., dass immer ein kleiner bis sehr sehr großer Teil der Arbeit im Voraus erledigt wurde

Eben das finde ich auch sehr gefährlich. Ich sehe schon die erste App fürs iPhone, mit der man nur noch ein Foto des Hauptdarstellers knipsen muss und die App animiert einen Film samt Musik, der dann 2,6 Millionen Klicks bekommt, weil er so gut gemacht ist.

Man gibt sich heute in der Kunst oft lieber mit mittelmäßigen Ergebnissen zufrieden, wenn man dafür dann aber wenig Arbeit hat, als das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen. Eigentlich will ich gar nicht nur kritisieren, sondern solchen (meist jungen) Leuten gerne die Augen öffnen für die etwas betagten Ansichten, die ja in der "Szene" bislang zum Glück noch weiter verbreitet sind, denn die gibt es aus gutem Grund.

Na gut, wird jetzt wohl alles ein Bisschen Off-Topic hier... ^^

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HusumMovie

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