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Neo

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Montag, 3. November 2003, 20:19

Oldfilmstyle (Film alt erscheinen lassen)

Hallo, wie ich vor ein paar Wochen schon angekündigt habe, kommt nun mein erstes großes Tutorial für After Effects.

Da ich es in meine Homepage noch einbauen will (ich habe vor eine Videohompage zu machen), habe ich es gleich allgemein geschrieben, also gut geeignet für Anfänger.

Hier ist das Tutorial:
--------------------------

<h2>Oldfilmstyle Tutorial</h3>
<h3>Einleitung</h3>
In diesem Tutorial will ich euch zeigen, wie man mit ein paar Tricks einen Film mit einem "alten" Look zu versehen. Ihr kennt doch sicher die alten Kinofilme, die schon so oft abgespielt wurden, das sie von dem ganzen hin- und hersgespule Streifen und jede Menge Staub und Kratzer haben. Solch einen Effekt wollen wir in diesem Tutorial erstellen und anschließend ein Video damit versehen.

<h3>Vorbereitung</h3>
Zuerst brauchen wir natürlich ein Video, auf dem der Effekt angewendet werden soll!
Dazu habe ich mit dem Freeware Programm Fraps einfach ein paar coole Szenen aus dem Game Battlefield 1942 aufgenommen (gecaptured), und diese dann anschließend in Adobe Premiere zusammengeschnitten und als unkomprimiertes Video exportiert. In diesem Tutorial werden wir mit den Programmen Adobe Photoshop (7.0) und Adobe After Effects (6.0) arbeiten. Vorraussetzungen sind ein paar Grundkenntnisse in beiden Programmen! Ich werde aber sehr genau erklären, deshalb müsst ihr euch nicht so sehr auskennen. In diesem Tutorial werde ich mit einer Videoauflösung von 768 x 576 Pixeln arbeiten, weil dies die Standartauflösung für das Videoformat DV PAL ist.
</p>


<h3>1. Staub und Kratzer erstellen</h2>
Wir öffnen Adobe Photoshop und erstellen ein neues Bild mit den Daten:



Breite: 768

Höhe: 576

Hintergrundfarbe: Weiss



Wie man sehen kann verwende ich hier wieder die Auflösung des Videos, falls euer Video eine andere Auflösung haben sollte, nehmt die entsprechenden Werte eures Movies!

Danach gehen wir auf Bild - Arbeitsfläche. In dem darauf erscheinenden Fenster stellen wir die Werte von cm auf Prozent. Da wir erstmal Staub und Kratzer erstellen, und diese später von oben nach unten laufen sollen, müssen wir das Bild in der Höhe vergrößern. Tut man das nicht, merkt man später, das ständigs die selben Kratzer durch das Bild laufen! Das wollen wir natürlich vermeiden, deshalb stellen wir die Höhe auf 3000 % und die Breite auf 300 %. Falls nun die Arbeitsfläche wieder schwarz ist, färben wir diese weiss (Bearbeiten - Fläche füllen - Weiss). Nun nehmen wir die Lupe und rechtsklicken auf das Bild, wählen Tatsächliche Pixel. Dann wählen wir den Pinsel (Werkzeugspitzen-Werkzeug) :) aus und klicken oben auf den 2. Pfeil von Links (dort wo Pinsel steht), hier können wir die Größe des Pinsels einstellen, doch zuerst stellen wir die Pinselspitze ein. Dazu klicken wir in dem nun erschienen Fenster auf den Pfeil rechts oben und wählen Werkzeugspitzen laden oder klicken in dem Menü unten eine Kategorie an, falls wir vorher schon welche geladen hatten. Dann auf OK klicken und nur noch eine gescheite Spitze aussuchen, die eine Ähnlichkeit mit Staub oder Kratzern hat. Gute Spitzen sind z. B. in der Kategorie Pinsel für nasse Farbe die 3. Spitze von oben. In dieser Kategorie gibt es noch weitere gute Spitzen die man dafür wählen kann. Welche ihr nehmt, ist euch überlassen. Ich arbeite mit der Kategorie für nasse Farben, dort sind eigentlich die besten Spitzen für solch einen Effekt. Nun kommt ein aufwendiger Teil: Das gesamte Bild muss mit dieser oder besser verschiedenen Werkzeugspitzen gefüllt werden, natürlich auch in verschiedenen Größen, doch macht den Pinsel nicht zu groß! Übertreibt aber nicht mit den Staubkörnern, macht auch mal an manchen Stellen weniger, mal mehr, und möglichst ungleichmäßig und an verschiedenen Stellen. Ich habe einen Großteil des Bildes mit der von eben erwähnten Pinselspitze und einer Größe von 38 Pixel gefüllt. Das ganze könnte ungefähr so aussehen:







Ich hoffe mal das ihr einen guten Rechner habt, denn dieses Bild wird ziemlich viel Speicher fressen! Wenn ihr zufrieden seid, dann speichert zur sicherheit das Bild als *.psd (Adobe Photoshop) Datei, damit ihr später evtl. noch Änderungen vornehmen könnt. Und anschließend das ganze nochmal als *.bmp oder *.tga speichern, und wir sind mit dem Staubkörnern fertig!

<h3>1.1 Staubbild in Adobe After Effects einbinden</h3>
Als nächstes starten wir in After Effects und erstellen eine neue Komposition mit den Größen eueres Videos (768 x 576). Als Dauer tragt ihr dementsprechend auch die Dauer eures Videos ein. Danach importiert ihr eurer Video und das soeben erstellte Staub Bild. Da das Staub Bild riesig groß ist, kann der Vorgang schon mehrere Minuten dauern, also habt Gedult! Wenn dann beides importiert ist, schiebt ihr zuerst das Video und dann das Staub Bild in die Zeitleiste. Das Staub Bild müsste jetzt eine Ebene über dem Video sein, und somit es auch verdecken. Um nur die schwarzen Staubflecken zu sehen, stellen wir den Transfermodus auf Multiplizieren (Ebene - Füllmethode - Multiplizieren). Jetzt klicken wir die erste Ebene mit dem Video an, und wenden den Effekt Bild einstellen - Farbbalance (HLS) an. Hier stellen wir die Sättigung auf -100. Somit haben wir ein graues Video mit den Staubkörnern.





###2. Teil im nächsten Post!###

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Neo

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Montag, 3. November 2003, 20:20

###2. Teil###



<h3>1.2 Staub animieren</h3>
Nun kommen wir zu dem Punkt, wo wir den Staub animieren, d. h. von unten nach oben durch das Bild laufen lassen.

Zunächst wählen wir die Ebene mit dem Staub Bild, ändern den Ankerpunkt in x- und y Richtung auf 0. Das gleiche machen wir mit der Position. So haben wir nicht mehr die Mitte von unserem Bild, sondern die linke obere Ecke. Nun gebt ihr bei Position y die Höhe des Bildes ein, allerdings mit einem - davor. In meinem Beispiel wäre das -17280. Nun haben wir das untere Ende des Bildes genau an der oberen kannte unserer Komposition. Da dies etwas zu weit ist verschieben wir das Bild noch etwas weiter nach unten, sodass die untere Kante des Bildes mit der unteren Kante der Komposition übereinstimmt. Dazu einfach bei gedrückter linker Maustaste den y Wert nach rechts ziehen. In meinem Beispiel ist das der Wert -16704.

Danach klicken wir auf die Uhr links neben der Position, um für diese die Keyframes zu aktivieren. Im rechten Fenster der Zeitleiste wird ein Keyframe mit den jetzigen Positionswerten erstellt. Um erstmal eine bessere Übersicht zu erhalten, blenden wir die Video Ebene aus (auf das Augensymbol ganz links klicken). Nun gehen wir in der Zeitleiste 1-2 Sekunden vor. Dann stellen wir die y Position auf 0. Nun erstellen wir eine erste RAM-Vorschau (Ziffernblock 0). Wichtig bei den Staubkörnern ist, das sie sich sehr schnell durchs Bild von unten nach oben bewegen, schließlich sind die Staubkörner ja auf der Filmrolle, die sich enorm schnell dreht! Falls ihr eine andere Größe für das Staub Bild habt, müsst ihr die Keyframe in der Zeitleiste etwas vor bzw. zurück schieben, falls die Staub körner zu langsam bzw. zu schnell sind. Für unser Beispiel sind 1:12 sek optimal. Da wir vorher das Bild in Photoshop von der Breite her verdreifacht haben, können wir diese Flächen auch noch ausnutzen. Wir müssten nun in der Zeitleiste bei 1:12 sek stehen (1 sek 12 millisek). Von hier aus gehen wir ein Frame weiter und stellen dort die Position wieder auf -16704. Nun ist das Bild wieder ganz unten angelangt. Da wir ja das Bild verdreifacht haben, und erst einen Teil davon genutzt haben, haben wir noch 2 weitere Spalten des Bildes zur verfügung. Um die 2. Spalte zu benutzen, stellen wir die x-position auf -768, also die Breite des Orginalvideos. Dann gehen wir wieder 1 sek 12 ms vor, das wäre in meinem Beispiel bei 3 sek. Hier stellen wir die y Position des Bildes wieder auf 0 um, damit es wieder nach oben läuft. Danach gehen wir wieder eine Frame weiter, setzen die y Position wieder auf -16704 und stellen für die x Position -1440 ein. Wir haben wieder 768 zu dem vorherigen Wert abgezogen und sind nun in der 3. Spalte des Bildes angelangt. Nun wieder 1:12 sek nach vorne, das wäre in meinem Beispiel 4:12 sek. Hier stellen wir die y Position wieder auf 0. Da wir nun alle 3 Spalten des Bildes ausgenutzt haben, können wir uns einerseits mit den knapp 4 sek zufrieden geben, oder wir können noch das Bild so verschieben, das man ein Teil der ersten und zweiten Spalte oder ein Teil der zweiten und dritten Spalte sieht.
In meinem Beispeil machen wir das mal. Dazu gehen wir wieder eine Frame vor, und stellen die y Position auf -16704 um das Bild wieder unten zu haben, und die x Position auf -360. Dieser Wert ist einfach die Hälfte von der Breite des Videos. Somit nutzen wir nun die Staubkörner zwischen der ersten und zweiten Spalte aus. Dann wieder 1:12 sek vor, in meinem Beispiel wären wir dann bei 6 sek angelangt. Dort die y Position wieder auf 0 stellen damit das Bild nach oben wandert. Dann wieder eine Frame vor, y Position auf -16704, und diesmal die x-Position auf -1080. Diesmal mussten wir 768 abziehen, hätten wir nur 360 abgezogen wären wir ein eine bereits gebrauchte Spalte gekommen. Nun wieder 1:12 vor, und wir sind bei 7:12 sek. Hier die y Position auf 0, damit das Bild wieder nach oben wandert.

Jezt haben wir knapp 7 sek, in denen der Staub von unten nach oben läuft. Jetzt stellen wir die Zeit der Komposition auf diese 7:12 sek. (Komposition - Kompositionseinstellungen). Zum Schluss entfernen wir das Orginalvideo aus der Komposition und erstellen eine neue, weisse Farbfläche unter der Ebene mit dem Staubbild (rechtsklick in der Zeitleiste - Neu - Farbfläche). Diese soll genausogroß sein wie unser Video (Button: Wie Kompositionsgröße). Dann können wir die Komposition rendern (Komposition - Film erstellen).

<h3>1.3 Staubeffekt auf Video anwenden</h3>
Dazu erstellen wir im selben Projekt eine neue Komposition mit der Zeitlänge des Videos was den Effekt bekommen soll. Nun importieren wir das von eben erstellte Staubvideo. Dann wird das Orginalvideo und das Staubvideo in die Zeitleiste geschoben, sodass das Staubvideo über dem Orginalvideo ist. Dann wieder den Transfermodus des Staubvideos auf Multiplizieren stellen und bei dem Orginalvideo wieder die Sättigung auf -100 stellen. Nun wird es Zeit, von dem Video eine kleine RAM Vorschau zu erstellen, um zu sehen wie der Staub Effekt sich auf das Orginalvideo auswirkt. Falls sich die Staubkörner noch zu langsam bewegen, wie es in meinm Beispiel ist, kann man das ganz einfach verändern.

Staubvideo anwählen - Menü Ebene - Zeitdehnung. Dort gibt man nun einen Wert unter 100 % ein, um das Video zu verschnellern. Hier muss man etwas herumprobieren, damit die Staubkörner die richtige Geschwindigkeit haben. In meinem Beispiel stellen wir die Zeitdehnung auf 50 %. Mit diesem Wert haben wir eine realistische Geschwindigkeit für den Staub. Nun ist das Staub Video nur noch 3:18 sek lang. Da der Effekt noch etwas zu stark ist und eher vom Orginal Video ablenkt, stellen wir die Deckkraft etwas herunter, in meinem Video habe ich sie auf 50 % gestellt. Je nach Video muss man mit diesem Wert etwas herumexperimentieren, sodass es gut aussieht.

Um den Staub Effekt auf die gesamte länge des Videos zu übertragen, klicken wir auf die Ebene des Staub Videos und dublizieren (Strg + D) diese so viel mal, das ungefähr alle Staubvideos zusammengezählt die Länge des Orginalvideos ergeben, ihr könnt erstmal die Ebene um die 10 Mal dublizieren, und könnt später immer nochmal dublizieren, falls es nicht ganz reicht. In meinem Beispiel habe ich 10 Mal dubliziert, da mein Video kapp 1 min 11 sek lang ist, das war etwas zu wenig, deshalb muss ich noch ein paar Mal dublizieren. Jetzt müssen wir die dublizierten Videos nur noch so verschieben, sodass die gesamte Orginal Video Länge damit gefüllt ist. Dazu gehen wir in der Zeitleiste auf 3:19 sek (eine Frame nachdem die erste Staub Video Ebene zuende ist) und ziehen die Ebene darunter soweit nach rechts, bis man im Vorschaufenster wieder den Staub sehen kann, sprich: das das 2. Staubvideo genau bei 3:19 sek anfängt. Den selben Schritt wiederholen wir für alle anderen dublizierten Videos. Dann müsste es ungefähr so aussehen:







Das letzte Staubvideo kann ruhig über die Gesamtlänge des Orginalvideos gehen, wir wollen ja nur das das gesamte Video mit den Staubvideos gefüllt ist!







Nun können wir die Komposition exportieren, um zu sehen, wie sich der Staub und Kratzer Effekt sich auf das Orginalvideo auswirkt. Da dieser Vorgang sehr viel Zeit in anspruch nimmt, rendern wir das Video nur ein paar Sekunden, danach stoppen wir den Rendervorgang und schauen uns das Ergebniss an. Wenn wir nun mit dem Staub und Kratzer Effekt zufrieden sind, können wir mit dem nächsten Schritt fortfahren.



###3. Teil im nächsten Post###

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Neo

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Montag, 3. November 2003, 20:21

###3. Teil###



<h3>2. Streifen erstellen</h3>

Hierzu starten wir wieder Adobe Photoshop und erstellen ein neues Bild mit den Maßen des Videos (768 x 576) und einem Weissen Hintergrund.

In dem nun erstellten Bild wollen wir einen Streifen erstellen. Zuerst gehen rechtsklicken wir mit der Lupe auf das Bild und wählen Tatsächliche Pixel. Dann noch das Bild evtl. links und rechts größer ziehen, sodass wir das gesamte Bild im Blickfeld haben. Um nun einen Streifen zu erstellen gehen wir mit dem Auswahlrechteck zu dem oberen Rand des Bildes und markieren von oben nach unten einen ca. 1-2 Pixel schmalen Streifen. Dann füllen wir diesen mit schwarz (Bearbeiten - Fläche Füllen - Schwarz).

Danach können wir den Streifen noch mit dem Filter Weichzeichnungsfilter - Gauscher Weichzeichner mit einem Radius von etwa 0,4 Pixeln versehen. Vorher aber unbedingt die Markierung aufheben (irgenwo im Bild klicken). Nun können wir diesen Streifen schonmal speichern (als *.psd und *.bmp). Da wir uns mit einem Streifen noch nicht zufrieden geben, wollen wir noch weitere Streifen mit verschiedenen dicken erstellen. Dazu erstellen wir eine neue Ebene und blenden die Hintergrundebene mit dem ersten Streifen aus. Da diese Ebene nun leer ist, füllen wir diese erstmal komplett mit weiss. Danach wird wieder ein schmaler bzw. etwas breitere (etwas 1-3 Pixel) Streifen markiert. Diesen dann wieder mit schwarz füllen und evtl. den Gauscher Weichzeichner anwenden. Diesen 2. Streifen können wir dann als *.bmp speichern oder ihn zuvor noch mit dem Abwedler Tool links in der Werkzeugleiste an manchen Stellen heller gestalten.







Nun haben wir ein recht ansehnliches Streifenvideo. Noch fehlen aber ein paar Streifen, die mal ab und zu auftauchen und auch mal verschwinden. Dazu fügen wir einen unserer Streifen in das Video ein, animieren ihn wieder für 30 sek. Dieser Streifen sollte sich ungefähr in der Mitte bewegen, kann aber auch mal im Video nach links oder rechts schlendern. Man sollte aber dringend darauf achten, das es nicht zu übertrieben ist und das das Video später noch als "Schleife" verwendet werden kann, also das man es mehrmals hintereinander abspielen kann ohne das man großartig merkt das es dasselbe Video ist.

Ist das getan, kann man noch einen Streifen aus der Sammlung hinzufügen und dasselbe wie vorhin tun. Dieser kann sich in der Mitte oder nahe der Streifen links oder rechts bewegen. In meinem Beispiel habe ich nicht den "Doppelstreifen", sondern einen Streifen, den ich vorher schonmal hatte, verwendet. Diesen habe ich nicht so oft im Bild sich bewegen lassen. In meinem Beispiel habe ich den Streifen 2-3 mal kurz inst Bild kommen lassen aber auch nur ein paar Sekunden. Ansonsten ist er nicht zusehen. Haben wir das geschafft, rendern wir das Video. Danach können wir zum nächsten Schritt übergehen.


###4. Teil im nächsten Post###

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Neo« (3. November 2003, 20:24)


Neo

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Montag, 3. November 2003, 20:22

###4. Teil###



<h3>2.3 Streifen auf Video anwenden</h3>

Wir gehen nur genauso vor wie im Schritt 1.3. wir fügen das soeben gerenderte Video in der Komposition mit dem Orginalvideo und dem Staub & Kratzer Effekt ein, stellen den Transfermodus auf Multiplizieren und stellen die Deckkraft auf 50%. Danach wieder das Video mehrmals dublizieren bis es die Zeit des gesamten Orginalvideos füllt.

Damit wäre das Video fast fertig. Eine Kleinigkeit fehlt jedoch noch. Wir wollen dem Video den letzen Schliff geben!


<h3>2.4 Unregelmäßige Effekte dem Video hinzufügen</h3>

Da das Video so noch etwas langweilig ist, fügen wir noch ein paar wenige Details ein.

Zunächst erstellen wir in Adobe Photoshop (wie in Schritt 1: Staub und Kratzer erstellen) ein neues Bild mit der Auflösung, mit der wir bisher gearbeitet haben. Danach wählen wir eine nasse Pinselspitze, und erstellen einen recht großen Flecken. In meinem Beispiel habe ich diesen Flecken in der rechten Oberen Ecke erstellt, ihr könnt jedoch entscheiden, wo ihr euren hinhaben wollt. Als Pinselgröße habe ich 350 Pixeln gewählt. Danach das Bild als .BMP abspeichern und in After Effects importieren.
Nun kann dieser Effekt an eine beliebige Stelle des Videos eingefügt werden. Achtet unbedingt darauf, dieses Staubkorn nur ganz seltend zu nehmen, ich habe es nur an einer Stelle ganz kurz aufblinken lassen (mittels Deckkraft, in meinem Beispiel für max. 2 Frames). Als Deckkraft habe ich 60 % gewählt. Wenn ihr wollt könnt ihr noch ein großes Staubkorn erstellen und es an einer anderen Stelle im Video auftauchen lassen.

Nun aber gut mit dem Staubeffekt. Als nächstes füge ich in meinem Beispiel meinen Doppelstreifen in das Video ein. Nun dessen Deckkraft und Transfermodus wieder wie gewohnt einstellen. Dann wir dieser Streifen in dem Video an nur einer Stelle sich kurz durchs Bild bewegen. Haben wir diesen letzten Streifen nun fertig animiert, kommen wir zum letzten Schritt.



<div align="left"></div>



<h3>2.5 Video färben</h3>

Zum Schluss muss das Video noch einen leichten Gelbstich aufweisen. Dieser Effekt kann auftreten, wenn z. B. eine Filmrolle länger unbenutzt irgendwo herumliegt. Desweiteren bekommt das Video noch einen ganz leichten "Rausch" Effekt.

Beide Effekte wenden wir auf das Orginalvideo an. Dazu klicken wir jenes an, gehen im Menü auf "Effekte - Bild einstellen - Einfärben". Hier wählen wir anstatt der Schwarzen Farbe ein krasses gelb (255,255,0). Nun noch die Stärke auf ca. 5-8 % stellen und das Video erscheint leicht gelb. Als letztes wenden wir den Effekt "Rauschen - Rauschen" auf das Video an.


Nun kann das Video gerendert werden, was wegen den Vielen Effekten einige Zeit in anspruch nehmen kann. Außerdem nimmt es sehr viel Speicherplatz auf der Festplatte weg. Lasst deshalb das Video auf eine Festplatte mit genügend Speicherplatz rendern! Wenn der Rendervorgang beendet ist, könnt ihr das Video entweder in Adobe Premiere weiterverwenden und schneiden, oder ihr könnt es in dem Freewareprogramm VirtualDub laden und mit DivX komprimieren. Natürlich könnt ihr es auch unkomprimiert anschauen, was jedoch den Rechner etwas mehr belastet!



Viel Spass beim anschauen!



Mein fertiges Video mit dem Effekt könnt ihr unter folgendem Link runterladen:

Oldfilmstyle Final DivX

Zum abspielen benötigt ihr DivX 5.1!


------------------

So das wars *uff*

Schreibt mir eure Meinung und Vorschläge zu dem Tutorial!

MFG Neo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Neo« (3. November 2003, 20:25)


Soldier X

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5

Montag, 3. November 2003, 22:01

Boah .. Fett !! Hast dir viel mühe gegeben !
thx :D
Sei kein Noob. Benutze die Forensuche! :D

6

Montag, 3. November 2003, 23:14

kann mich meinem Vorredner nur anschliessen (obwohl ich das FETT nicht ganz kapier)

ein sehr schoenes TUT und wird in einem unserer naechsten Projekte sicher eingebaut!

Gruss

KingCerberus

unregistriert

7

Montag, 3. November 2003, 23:36

Erstmal herzlichen Dank dafür, dass du dir soviel Mühe gemacht hast.
Werde den Effekt bestimmt in nächster Zeit in irgendein Filmprojekt einbinden.

Danke

HTS_HetH

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8

Dienstag, 4. November 2003, 08:09

Ich hatte noch keine Gelegenheit, dass Tutorial komplett durchzulesen, aber schon dickes Lob von mir, für die Mühe und die Ausführlichkeit! Wirklich vorbildlich und detailliert.

Neo

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Dienstag, 4. November 2003, 13:26

Danke an alle :D :D

Habt ihr das Video schon runtergeladen? Wie gefällt
euch der Effekt?

@Matsch, KingCerbus
Wäre nett wenn ihr mir Bescheid gebt wenn ihr es verwendet und wenn ihr auch meinen Namen in den Credits erwähnt ;)

MFG Neo

Purzel

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Dienstag, 4. November 2003, 22:05

Teilweise ziemlich aufdringlich die Streifen, aber kommt gut rüber. Sehr ausführlich und genial gemacht..!
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Purzel« (4. November 2003, 22:06)


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