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HTS_HetH

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1

Montag, 7. Juli 2003, 01:36

DV Deinterlacing in After Effects Tutorial

Wer von euch inzwischen mit einer digitalen Videokamera bzw. MiniDV Kamera
arbeitet, der kennt bestimmt diese lästigen Streifen, die immer dann auftreten,
wenn ihr die Kamera schnell bewegt oder euer Motiv rasche Bewegungen macht.

Interessanterweise, taucht dieses Phänomen allerdings nur auf, wenn ihr euer
Video auf den PC captured, nicht aber, wenn es auf einem Fernseher abgespielt wird.
Was nun? Firewire Karte kaputt? Scheiss Kamera gekauft? Nein.



Was ihr da seht ist das Resultat eines alten Kompromisses, welcher noch aus den zeiten der
älteren TV Geräte herrührt. Das sogenannte Interlacing oder auch Halbbilder genannt.

PAL Fernsehgeräte zeigen pro Sekunden scheinbar 25 Bilder an, um uns die Illusion eines sich
flüssig bewegenden Bildes vorzugaukeln. Die älteren Fernseher-Generationen konnten
allerdings diese 25 Bilder in voller Größe nicht rasch genug liefern. Was wurde also gemacht?
Die alte Flimmerkiste zeigt stattdessen lediglich halbe Bilder an und zwar 50 pro Sekunde. Was
wiederum 25 scheinbar komplette Bilder pro Sekunde ergibt. Sprich das Fernsehbild baut sich 50
mal pro Sekunde auf, wobei jedes mal nur ein halbes Bild angezeigt wird. Das Bild wird
aufgeteilt in gerade und ungerade Zeilen.

Diese eingangs angesprochenen Streifen, die man auf dem PC sehen kann, wenn man sein
DV video auf dem Rechner hat, entstehen dadurch, das diese Halbbilder sichtbar werden.
Bei schnellen Bewegungen unterscheidet sich nämlich der Inhalt der beiden Halbbilder
voneinander. Ein schnelles Auto ist im 1. Halbbild noch nicht ganz soweit gefahren wie im
unteren, dem 2. Halbbild. Dadurch hat man diesen Verzug und somit diese Streifen im Bild. Je
schneller die Bewegung der Kamera / des Motivs, desto stärker der Unterschied
zwischen den beiden Halbbildern.

Ich möchte euch an dieser Stelle gerne einen realtiv einfachen Weg zeigen, wie man diese
lästigen Streifen in eine angenehme Bewegungsunschärfe umwandeln kann, mithilfe von After Effects.
Der Vorteil dabei ist, das die Streifen verschwinden und euer Video auf diese Weise
auch gleich ein ganzes Stück näher an das "Film-Feeling" rankommt, das jeder Hobby-Filmer so
gerne erreichen möchte.

Hier erstmal ein direkter Vergleich zwischen einem unbearbeiteten Video und der gleichen Szene
nach dem "Deinterlacing":



Links sieht man sehr schön, wie stark die Streifen zu sehen sind (die Kamera wurde in dieser
Szene gerade realtiv schnell nach links geschwenkt). Rechts hingegen haben wir eine
augenfreundliche Bewegungsunschärfe, wie man sie schon eher aus Kinofilmen gewohnt ist.

Hier nun die wenigen Schritte, die man in After Effects benötigt, um diesen Effekt zu
erreichen:

Als erstes startet eine neues Projekt und erstellt eine neue Komposition mit dem typischen
PAL DV 1 Preset (720x576, 25 fps etc.).

Ladet nun das gewünschte Video ZWEIMAL in euer Projektfenster. Klickt das obere Video an und
wählt anschließend wie im Bild unten beschrieben "interpret Footage -> Main".
Ich arbeite mit der englischen AE 5.0, ich denke mal die Funktion sollte in der deutschen Version ähnlich
heißen:



Im folgenden Fenster einfach die folgenden Einstellungen vornehmen:

- Upper Field first
- Motion Detect



Anschließend auf OK bestätigen. Das gleiche macht ihr mit der zweiten Version des Videos,
welches ihr vorher geladen habt, dieses mal allerdings wählt ihr Lower Field First aus:



Nachdem ihr nun festgelegt hab, das After Effects im ersten Video NUR die gerade Zeilen (upper
fields) und im zweiten Video NUR die ungeraden Zeilen (lower fields) verwenden soll, könnt ihr
jetzt beide Videos in die Timeline ziehen.

Achtet darauf, das das zweite Video mit lower field first unten ist, darüber das erste Video
mit upper field first:



Als letztes öffnet ihr die Einstellungen des oberen Videos und wählt bei der Opacity
(Transparenz) einen Wert von 50%:


Gut. Nun haben wir´s eigentlich schon geschafft. Als letztes rendert ihr diese Komposition mit
den folgenden Einstellungen:




Das nun neu erstellte Video wird keine störenden Streifen, sondern eine viel
angenehmer zu betrachtene Bewegungsunschärfe haben. Das alte Originalvideo könnte ihr
anschließend pinzipiell löschen. Achtet darauf, dieses Deinterlacing als erstes zu machen,
bevor ihr die Videos weiterbearbeitet und beispielsweise mit Special Effects usw. erweitert.



So, ich hoffe ich konnte einigen von euch mit diesem kleinen Tutorial ein wenig weiterhelfen! Viel Spass!


Hab die Bilder mal gefixt (HTML zu bbcode)
Heller

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Heller« (3. April 2006, 21:37)


Marcus Gräfe

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2

Donnerstag, 10. Juli 2003, 20:14

Eine Frage hätte ich dazu: Wo kann ich denn diese Render-Einstellungen wählen? Ich habe die Einstellungen in deinem Screenshot leider nicht gefunden.

HTS_HetH

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3

Donnerstag, 10. Juli 2003, 23:09

Der letzte Screenshots ist aus dem Fenster, welches erscheint wenn du auf make movie gehst und dann das fertige video speicherst. In der deutschen Version müsste es sowas wie "beste Einstellungen" und "Verlustfrei" sein.

Das Ding was da erscheint ist diese Rendering Warteschlange wo man oben rechts auf Render klickt um den fertigen als AVI etc. zu speichern.

Marcus Gräfe

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4

Sonntag, 13. Juli 2003, 12:42

OK, danke, ich habe diese Einstellungen gefunden. Aber seit wann muss man denn die ganzen Sachen erst rendern? Ich klicke immer nur auf "Datei" - "Exportieren" - "AVI" und speichere die Datei (als DV PAL). Damit geht es auch. Sollte man dennoch erst diese Rendering Liste benutzen?

HTS_HetH

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5

Sonntag, 13. Juli 2003, 15:17

Ich kenne es nur mit dem exportieren über die Render Queue, aber wenn der normale Export auch alle Effekte berechnet usw. dann kannst du die Funktion vermutlich genauso verwenden, dsa Speichern dauert scheinbar bei beiden Optionen gleich lang.

dosensteck

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6

Mittwoch, 6. August 2003, 18:31

deinterlacing kann man auch schon beim capturen verhindern indem man volle einzelbilder und keine halbbilder capturen tut! is im premiere glaub ich aber nicht möglich!

HTS_HetH

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7

Mittwoch, 6. August 2003, 18:46

Klar könnte man es vermutlich beim capturen verhindern, aber wie du schon treffend formuliert hast, Premiere scheint so eine Option nicht zu besitzen. Abgesehen davon finde ich, dass die AE Methode bessere Ergebnisse liefert, als die De-Interlacing Funktion von Premiere. Dafür geht´s in Premiere aber auch viel einfacher und schneller.

Muss jeder für sich entscheiden, was am geeignesten für ihn ist.

dosensteck

unregistriert

8

Mittwoch, 6. August 2003, 20:34

ja, mit scenalyzer hat man diese option, nur hat man dann in premiere keine möglichkeit nachzucapturen!

edit:

bei premiere auf aufnahme dann bei den videoeinstellungen auf bearbeiten dann auf keyframes und rendern, keine halbbilder... das wars

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dosensteck« (6. August 2003, 20:37)


HTS_HetH

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9

Mittwoch, 6. August 2003, 21:53

Ach sieh an, da war er wieder, der berüchtigte Wald den man vor lauter Bäumen nicht gesehen hat... D'oh!

dosensteck

unregistriert

10

Mittwoch, 6. August 2003, 23:28

Zitat

HTS_HetH schrieb am 06.08.2003 20:53

Ach sieh an, da war er wieder, der berüchtigte Wald den man vor lauter Bäumen nicht gesehen hat... D'oh!


geiler spruch... naja premiere kann ja doch mehr als man vermutet

lord_helmchen

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11

Samstag, 14. Februar 2004, 14:08

Tach erstma...

ich hab das jetz mit dem deincerlacen gemacht... is auch jut geworden, nur das dumme is nur, das der media player die datei aus AE nich so wirklich doll abspielen kann, also muss ich sie nochma rendern (??? ?( ???) ! mit welchen Einstellungen? soll ich das mit Premiere machen???
der Helm_Lord

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lord_helmchen« (14. Februar 2004, 14:09)


Marcus Gräfe

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12

Samstag, 14. Februar 2004, 14:11

Ähm... natürlich musst du die Datei nochmal rendern, wie kannst du sie denn sonst mit dem Media Player abspielen? Rendern heisst doch nichts anderes, als dein Video als Datei zu exportieren.

Edit: Natürlich mit diesen Einstellungen:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (14. Februar 2004, 14:12)


lord_helmchen

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13

Sonntag, 15. Februar 2004, 00:21

sooooo

is klar, aber wenn ich sie render, dann ist zwar jute quali, aber der media player lässt 'ne ganze Reihe Frames aus!!! (es ruckelt also echt derbe!)

Der Helm_Lord

Killer-Bob

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14

Sonntag, 15. Februar 2004, 00:59

Ich glaube ich weiß was du meinst.
Ich hab auch das Problem, das mein Media Player und noch son paar andere sehr stark ruckeln, aber nur bei umkomprimierten Videos. Was ich aber leider auch nciht verstehe (hatten wir das nicht schonmal??).
Ich komprimier die dann einfach immer, wenn ich die am pc sehen will.
Oder wenn die halt dann schon fertig sind pack ich die einfach auf ne S-Video/Video CD. Dann kann ich das auch so gucken
Gruß Killer-Bob

Marcus Gräfe

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15

Sonntag, 15. Februar 2004, 13:39

Ich glaube, ihr habt einfach langsame Festplatten. Denn wenn die Videos eine bestimmte Datenrate pro Sekunde haben (=gute Qualität), dann muss die Festplatte natürlich stärker arbeiten und kommt eventuell nicht mehr hinterher. Daher das Ruckeln. Wenn ich unkomprimierte Videos abspiele, ruckelt es auch bei mir. Daher vor dem Anschauen erst komprimieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (15. Februar 2004, 13:39)


Killer-Bob

unregistriert

16

Sonntag, 15. Februar 2004, 16:45

Nagut, daran kanns vielleicht liegen. Wundert mich halt nur, weil meine Festplatte 7200 u/min hat.
Dachte da müsste das gehen.
Gruß Killer-Bob

lord_helmchen

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17

Sonntag, 15. Februar 2004, 20:10

Das kann natürlich sein... so'n mist!
Der Lord_Helm!

lord_helmchen

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18

Dienstag, 17. Februar 2004, 16:40

achso... wenn ich 'ne Lichtschwert sequenz in einen anderen Film einfügen will, muss ich die sequenz in premiere importieren...
dann rendere ich das und dann läuft das zwar flüssig aber die quali is nich so der hamma!
Und ich hab null sound in der vorschau und auch nach dem rendern (???) (ich weiß, dass es schon mehrere Themen mit diesem problem gibt, hab das aber nicht so gerallt...).
Der Lord

<font color="red"> Hier nur Fragen zu diesem Tutorial stellen! Für alles andere: Neuen Thread eröffnen! </font>

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (17. Februar 2004, 17:31)


Echnolon

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19

Sonntag, 13. Februar 2005, 02:09

Der letzte Beitrag zu diesem Thema ist zwar schon fast "verjährt", doch leider habe ich kein Adobe Premiere und musste das Video (30 min) per M$ Movie Maker übertragen. Und wie zu erwarten hatte ich diese störenden Halbbilder und eine 6.19 GB große Datei. Nachdem ich nach diesem Tutorial das Video bearbeitet habe, war das fertige Video auf einmal nach fast 11 std. Renderzeit als 53.4 GB große Datei auf der Platte.
Meine Frage ist nun: Ist die Renderzeit immer so hoch (hab nen Pentium 4 mit 3 GHz , 768 MB DDR-Ram , WinXP Home SP2 ) und wieso ist das Endprodukt so unerhört :D hoch ?

MfG
ËMP|Ëchnolon

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Echnolon« (13. Februar 2005, 02:36)


Obi-Wan

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20

Sonntag, 13. Februar 2005, 02:22

Weil es dann nicht mehr komprimiert ist sondern du es dann unkomprimiert auf platte hast und ja das rendern kann lange dauern!

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