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Marcus Gräfe

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1

Dienstag, 18. Mai 2004, 20:56

Greenscreen zum Selberbauen

Hinweis: Dieses Tutorial wurde von unserem User "Purzel" verfasst



Ein Greenscreen ist nichts anderes als ein Bluescreen, nur eben in Grün.
Eine grüne Wand also, vor der der Darsteller agiert und später in eine andere Szene per Computer eingefügt werden kann. Das Grün sollte möglichst nah an das Computer-RGB-Grün (0,255,0) rankommen, damit man später bessere Kontraste hat und besser ausschneiden kann. Im Grunde genommen langt hier eine Stoffbahn mit den Maßen 3x4m, diese gibt es günstig z.B. bei IKEA oder beim örtlichen Stoffhändler. Der Stoff sollte hinter dem Darsteller aufgehängt werden und faltenfrei sein. Auch die Schatten der Darsteller sollten nach Möglickeit nicht auf den Stoff fallen, sonst hat man hinterher ein kleines Problem bei der Nachbearbeitung.

Möchte man einen Greenscreen selbst herstellen, kann man das wie folgt tun.

Man benötigt dazu folgende "Zutaten":

- 3 x 4m grüner Stoff (Hellgrün, Maigrün, Giftgrün,...)
- 120 Ösen mit 5mm Lochdurchmesser
- ca. 30m 5mm breites Hosengummi
- 10 Rohre á 2m zur Kabelverlegung (Typ 23)
- 4x 90°-Rundwinkel für die Rohre Typ 23
- einen Sektkorken und einen alten Bohrer (Durchmesser: ca.5-7mm)
- zwei je ca. 20cm lange Holzstangen (Durchmesser 23mm)
eine Nähmaschine, Hammer, spitze Schere, Gummihandschuhe.

Zuerst näht man die Ränder des Stoffs dreifach um, damit die Ösen auch halten.


Dreifaches Umnähen

Mit der Schere wird jetzt alle 15cm ein Loch gebohrt und dieses dann mit einer Öse versehen. Das Ganze bitte rundum den Stoff machen, er soll ja später mal gespannt sein


So soll's aussehen

Jetzt wird wie bei einem Spiralblock das Gummiband durch die Ösen gezogen und da, wo man beim Spiralblock so gerne den Bleistift reingesteckt hat, kommen jetzt jeweils zwei zusammen gesteckte Stangen rein.


Die Aufhängung

Diese werden an den Ecken mit den Rundwinkeln verbunden. Für Zimmeraufnahmen muß man zwei der Rohre kürzen, daß man den Screen aufstellen kann (Kürzt die richtigen Enden, sodaß die Steckverbindungen weiterhin in dieselbe Richtung verlaufen!). In die obere Quer-Verbindung wird nun die Holzstange gesteckt, 10cm rechts und 10cm links rein.
Zusätzlich wird die Mitte durch zwei weitere zusammengesteckte (evtl. gekürzte) Rohre gestützt. Diese versieht man oben mit dem Korken, in den der alte Bohrer eingeschraubt wurde. Zum sicheren Abstützen bohrt man ein entsprechendes Loch in die Verbindung der beiden oberen Stangen und steckt dann alles zusammen.
Jetzt muß man nur noch rundum vorsichtig das Hosengummi so spannen, daß die grüne Fläche glatt ist - fertig!


Vorderseite


Rückseite


...und Action bitte!

Tipps zum Dreh mit Greenscreen:

Ausreichende Beleuchtung ist ein Muß. Am Besten dreht ihr draußen nur, wenn es windstill ist, denn der Greenscreen ist ein "Segel", das schon bei wenig Wind wegfliegen will...
Stellt Eure Schauspieler wegen des Schattenwurfs in genügend großem Abstand zum Screen und stellt die Schauspieler scharf, denn der Greenscreen sollte eine gleichmäßig grüne Fläche sein. Wenn er unscharf ist, fallen schon manche Falten weg...
Am Besten hierbei ohne Autofocus arbeiten und statt dessen mit der Hand scharfstellen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (13. März 2006, 22:06)


Purzel

Medienmogul

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2

Mittwoch, 19. Mai 2004, 17:21

Zum Preis:
Alles in allem habe ich knapp 90,-€ ausgegeben, das Teuerste dürfte der Stoff werden, wenn man ihn nicht grade zum Meterpreis von um die 3,-€ bei IKEA bekommt.
Meine Stoffbahnen aus dem Fachhandel haben ca. 60,-€ gekostet, die Rohre pro Stück 0,99 € (Angebot im Baumarkt) Der Rest (Gummibänder und Ösen) 10-15,-€. Demnächst werde ich noch einen farblich dazu passenden Teppich suchen, dann kann man auch die Füße mitfilmen...


Natürlich funktioniert das Ganze auch mit blauem Stoff... (annähernde Farbe dann in RGB: 0,0,255)
Gerade dieses reine Blau bekommt man oft als Teppich, dann ist das aber so eine Sache mit dem Transportieren... und preislich müßte man mal schauen, ob es nicht zu teuer wird.

Vorläufige Test´s können hier unter "Greenscreen" angeschaut werden und wenn ich Zeit habe, werde ich mal bessere Ergebnisse posten...

Gruß Purzel

P.S.: Danke Marcus für´s Bereitstellen...
Wenn Amateurfilmen einfach wäre, hieße es RTL.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (13. März 2006, 22:07)


Bg Films

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3

Montag, 13. März 2006, 21:08

Hi

Wie ist das mit dem zusammenklappen? Geht das? Oder muss man alles auseinandernehme?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bg Films« (13. März 2006, 21:08)


BlitzChecker

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4

Donnerstag, 15. Juni 2006, 20:57

Wie stehts mit der Belauchtung wenn man drinnen filmt? Wenn man die Scheinwerfer vor den Screen stellt wirft die gefilmte person ja Schatten auf den Screen. ich hatte vor ein paar Halogenscheinwerfer hinter den Screen zu stellen. Meine Frage ist jetzt: Geht das oder wie macht ihr das?

HTS_HetH

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5

Donnerstag, 15. Juni 2006, 21:07

Es reicht aus wenn du für jeden Strahler einen Gegenstrahler hast damit sich deren Licht kreutzt und die sich bilden Schatten diffuser werden. Sprich zwei 500 Watt Strahler links und rechts aufstellen so das sie sich nicht komplett kreuzen (sonst gibt´s nen dicken hotspot in der Mitte), dadurch werden die Schatten schon sehr diffus die geworfen werden, wenn man dann nicht unmittelbar vorm Screen steht sondern am besten so das einen das Licht der beiden Spots nicht mehr direkt trifft, gibt das für ->Amateurfilmer Verhältnisse<- schon mal brauchbare Bedinungen. Auch denkbar ist es einen 1000W Strahler oder mehrere 500W Strahler an die umliegenden möglichsten leeren und hellen Wände und die Decke zu richten und nur mit der Lichtreflektion zu arbeiten, das gibt eine schöne Umgebungshelligkeit und seeehr diffuse Schatten auf dem Screen die sich recht gut keyen lassen. Schwer wird es dann aber noch Lichtakzente auf den Schauspielern selbst zu setzen, wenn dies für Szenenvonnöten ist.

MichaMedia

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6

Donnerstag, 15. Juni 2006, 21:22

Zitat

Original von HTS_HetH
...... Schwer wird es dann aber noch Lichtakzente auf den Schauspielern selbst zu setzen, wenn dies für Szenenvonnöten ist.


.... welches sich aber auch aus bügeln lässt, in dem man Lampen mit einer anderen Farbtemparatur zum direkten anleuchten der Darsteller verwendet, zum Beispiel ein paar Energiesparlampen mit einer sehr weißen Farbe (e.g. Tageslicht), halt eine Lichtfarbe, welche sich vom Halogenlicht unterscheidet, somit hat man das Problem der Akzente gelösst (Farbkorektur natürlich noch dazu).

gruß Micha

cold316

achad, schtaim, shalosh

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7

Mittwoch, 3. September 2008, 18:22

Wegen der Beläuchtung und dem schatten, kann man auch (sofern ich es überlesen haben sollte) - ein recht licht durchlässigen stoff vor den Strahler befästigen, das streut das licht und wird somit weich, weich, weich... :thumbsup:


Ich bin Pragmatiker. Wenn es paßt, der Kunde es nicht sieht, es zeitlich vertretbar ist, dann mach ich es so.

ToBY_95

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8

Samstag, 20. Dezember 2008, 10:11

Ich hab stoff (Blau) aber nur in mehreren Teilen kann ich auch so nen Ramen Bauen? :?:
Ich habs sie zwar schon einmalo im Keller aufgebaut und es ging auch gut mit keyen aber ich find ich muss die Tolleranz viel zu hoch stellen (45)
Möge die Macht mit euch sein 8|

Möge der Saft mit euch sein (Spaceballs) :D

http://fan-film-forum.forumieren.com/forum.htm

Flo.P1

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9

Samstag, 20. Dezember 2008, 15:56

1 wenn es funktioniert sei doch froh das muss doch langen
2 wenn du mehr teile hast lass sie zusammen nähen und bau dann den Rahmen

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