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EorlBruder

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Dienstag, 21. Juli 2009, 13:39

Steadycam Selbstgebaut: Tutorial im Forum

Im weitem weitem Netz gibt es viele Anleitungen für den Bau einer steadycam. Doch im Forum findet sich bis jetzt noch kein Tutorial zu diese Thema, weshalb ich jetzt mal eins schreibe.

Die Steadycam, die ich beschreibe, ist vom Typus der "Poor Mans Steadycam" Mit ein paar Veränderungen.


Material und Werkzeug



Also, die Materialkosten betragen um die 30€, wenn man die Werkzeuge schon zuhause hat.

Materialien

Man braucht:

01. 3 Metallrohre; 30 cm lang, 1/2 Gewinde
02. 1 T-Stüch passend zu den Rohren
03. 3 Rohrkappen passend zu "01."
04. 1 M8 Schraube mit Mutter und (großer) Unterlegscheibe
05. 1 Hantelscheibe; Gewicht unter 5 kg, ich benutze 1 kg
06. 1 ausgemustertes (Billig-)Stativ, oder Stativkopf
07. 1 lange Schraube mit Mutter und Unterlegscheibe, beliebige Größe, solange sie durch Loch vom Handbohrer passt
08. 2 Unterlegscheiben die größer als das Loch der Hantelscheibe sind
09. 3 Rollen (ca. 30cm) Lenker-/Tennisschlägerband

Für den unteren Zusatz (wichtig wenn Kamera in Bodennähe sein soll):

10. 2 Winkel; die Kamera sollte, wenn sie ein "U" formen dazwischen passen
11. 2 kleine Schrauben mit Muttern die durch Löcher im Winkel passem
12. 1 Flügelmutter passend zu "08."
13. 1 Rohrkappe passend zu "01."
14. 1 weitere Schraube mit Mutter wie in "08."

Werkzeug

1. elektrischer Bohrer, mit Metallbohrern
2. feine Säge (elektrisch)
3. Schraubenzieher, -schlüssel etc.
4. Hände (extrem wichtig)


Bau


Zuerst schraubt man alle Rohre an das T-Stück. An das außen stehende kann man schon jetzt die Rohrkappe schrauben.

In die beiden anderen Kappen bohre ich jetzt die Löcher (ACHTUNG: MIT METALLSPLITTERN IST NICHT ZU SPAßEN!!!). In die eine bohre ich ein 8er Loch, in die andere ein Loch der Schraubengröße von der anderen Schraube ("8."). Jetzt ist der schwerste Teil geschafft.

Ich füge nun an die eine Kappe (8er Bohrung) erst eine der großen Unterlegscheiben dann die Hantel, dann die kleinere Unterlegscheibe am und Schraube das mit der M8er Schraube fest.

Nun kann ich diese Konstruktion unten an das Rohr schrauben.





Jetzt komme ich zu dem Stativ. Da ich nur den oberen Teil vom Stativkopf brauche, säge ich den Rest ab.

In diesen Teil, er sollte aus Plastik sein, bohre ich mit dem Handbohrer ein Loch (Wechselplatte vorher abnehmen). Jetzt schraube ich den Kopf auf die letzte Rohrkappe und bringe diese an dem Rohr an.





Dann muss ich nur noch alle Rohre mit Lenkerband umwickeln und dann habe ich die steadycam.





Unterer Zusatz


Damit die Kamera auch in Bodennähe "schwebt", habe ich unten noch eine Zusatz angebracht.

Erst einmal schraube ich die Winkel zu einem "U" zusammen.

Dann bohre ich in die Rohrkappe ein weiteres Loch, passend zu der Schraube und schraube eine der Seiten des "U's", an er keine Schrauben sind, an die Kappe an.

Um Jetzt zu wechseln Schraube ich die Kappe mit dem Stativkopf ab und bringe die lange Schraube, die herausragt mit der Flügelmutter am unteren Bereich des "U's" an. Danach bringe ich die obere Kappe am Rohr an und drehe das Gestell um.





Links


Hier ist die Seite des Entwicklers (englisch)


Ein Tutorial von Mac Mave
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »EorlBruder« (21. Juli 2009, 16:51)


H_P

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2

Dienstag, 21. Juli 2009, 14:07

ich find das sehr gut das du hier ein tutorial zur einer steadycam machst . Aber ich fände es noch besser wenn du noch zu den jeweiligen arbeitsschritten, bilder hinzufügst.



Mfg H_P

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »H_P« (21. Juli 2009, 14:35)


EorlBruder

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3

Dienstag, 21. Juli 2009, 16:52

Bilder von der gesamten steadycam findet ihr auf dem erstem Link.

Ihr müsst eine Weile üben um das richtig hinzubekommen, versucht die Oberschenkel nicht allzu sehr zu bewegen. Aber ansonsten sind die Ergebnisse ganz gut.
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Enno

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Mittwoch, 22. Juli 2009, 00:09

Das ist gar nicht mal so schlecht. :) Wen ich Urlaub habe dann werde ich mich mal an die Konstruktion setzen. Mac Mave selbst so ein Ding gebaut hat. :S Sahen aber schon recht gut aus deine Schritte.

Mr Dude

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Mittwoch, 22. Juli 2009, 00:11

Ich denke vom Prinzip ist das Teil doch nichts anders, als wenn du ein leichtes Stativ in die Hand nimmst oder? Steady-Cams sollen ja ansich deine Bewegungen ausfedern können und eine fließendere Bewegung erzeugen, wenn du dich mit der Kamera bewegst... Das ist bei dem Teil ja genauso wenig gegeben, wie als wenn du sie in die Hand nimmst oder halt das Stativ hälst... Ich will damit natürlich nicht dein Tutorial angreifen, mir geht's nur um die Funktionsweise. Ich benutze schon länger ein leichtes Stativ, welches ich an den Beinen halte, da kann ich auch sehr viel Ausbalancieren und mich hat das ganze keine Arbeit gekostet.

Hilft das Teil wirklich so viel? ?(
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Bentinho

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Mittwoch, 22. Juli 2009, 10:38

Ich denke vom Prinzip ist das Teil doch nichts anders, als wenn du ein leichtes Stativ in die Hand nimmst oder?

Ich dachte immer, ein möglichst schweres Stativ ist eine Alternative, da es ruhiger in der Hand liegt... ?(

EorlBruder

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Mittwoch, 22. Juli 2009, 12:25

Mit einem leichtem Stativ in die Hand nehmen habe ich keine Erfahrung.

Es federt die Bewegungen durch das Gewicht schon aus, man muss eben diese größeren Schwenker noch ausbalancieren, aber ist das nicht immer so? Jedenfalls kriege ich langsam immer bessere Ergebnisse, noch ein wenig Übung und es sieht wie die Videos auf dem ersten Link aus.

Mac Maves Testvideo sieht ja auch nicht schlecht aus. Ich denke es gibt halt unterschiedliche Funktionsweisen und diese ist eine, die man nicht oft sieht, aber für mich gibt es schon einen Unterschied, obwohl ich keine Erfahrungen mit anderen steadycams hatte und das mit dem Stativ nie versucht habe.

Es ist ja auch nicht so, als ob man es nicht ausprobieren könnte, oder?
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Mr Dude

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8

Mittwoch, 22. Juli 2009, 12:33

Ich dachte immer, ein möglichst schweres Stativ ist eine Alternative, da es ruhiger in der Hand liegt...


Das kann schon sein, aber je schwerer, desto mehr Kraftaufwand ist nötig und wenn man 20 Minuten mit einem 3,5 kg Stativ herumrennt wird auch das schwer in den Armen und man zittert und wackelt am Ende mehr... Ein gutes Mittelmaß ist hier gesucht... Und natürlich viel Übung...
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Mad-Mike

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9

Mittwoch, 22. Juli 2009, 13:50

Ich habe mir auch eine solche Steadycam, allerdings aus Holz, gebaut und schon bei einigen Projekten eingesetzt. Meine Erfahrungen sind, dass es für kurze Schwenks sehr gut geeignet ist. Bei längeren Geschichten zwingt einen das Gewicht inklusive Kamera aber in die Knie. Zudem wird nur die Pendelbewegung zur Seite und nach vorne und hinten ausgeglichen. Schritte werden dadurch nicht wirklich aufgelöst.

EorlBruder

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10

Mittwoch, 22. Juli 2009, 14:06

Es ist ja auch keine 10000 Euro Steadycam, man darf nicht allzu viel von so einer steadycam erwarten.
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HobbyfilmNF

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11

Freitag, 5. März 2010, 16:49

Gibt es die Möglichkeit mal aufnahmen von euch zusehen die mit einer solchen Steadicam gemacht wurden.

Yggdrasil

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12

Freitag, 5. März 2010, 17:34

Hab das auch gebaut, aber vor längerer Zeit. Was nicht gesagt wird, und das ist das teure und wesentlich wichtige, dass man in die Endkappen jeweils ein Loch bohren muss. Mit einer Standbohrmaschine am besten. Oder am allerbesten wenigstens in die Endkappe für die Gewichte noch ein Loch mit Gewinde reinschneiden lassen. Ich hatte keine Standbohrmaschine zuhause, habs bei meinem Vater in der Firma machen lassen, sonst hätte ich das nie bauen können.

Hier ein Bild von der aufgebohrten Endkappe:

Die Endkappe wird dann praktisch nur noch samt der Gewichtsscheibe aufgeschraubt. Auf dem Bild sieht man jetzt den oberen Teil, habe eine 1/4 Zoll Schraube durch die Endkappe gegeben und in den Kopf meines Velbon Statives geschraubt. Klappt alles eigentlich super, auch das Bild ist sehr stabil. Wenn man eine Standbohrmaschine hat oder jemanden kennt, der einem die Löcher bohren könnte, dann ist das auf jedenfall ne Investition wert. Man muss noch bedenken, dass man einen Stativkopf braucht und eine 1/4 Zoll schraube (meine habe ich aus den USA mitbringen lassen, bekommt man aber bei Amazon für ein paar cent.

EorlBruder

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13

Freitag, 5. März 2010, 18:10

Zitat

In die beiden anderen Kappen bohre ich jetzt die Löcher (ACHTUNG: MIT METALLSPLITTERN IST NICHT ZU SPAßEN!!!). In die eine bohre ich ein 8er Loch, in die andere ein Loch der Schraubengröße von der anderen Schraube ("8."). Jetzt ist der schwerste Teil geschafft.


Ich habe es schon erwähnt, aber ich habe es ohne Standbohrmaschine (Mit viel Aufwand) gemacht.
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Yggdrasil

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14

Freitag, 5. März 2010, 20:55

Zitat

In die beiden anderen Kappen bohre ich jetzt die Löcher (ACHTUNG: MIT METALLSPLITTERN IST NICHT ZU SPAßEN!!!). In die eine bohre ich ein 8er Loch, in die andere ein Loch der Schraubengröße von der anderen Schraube ("8."). Jetzt ist der schwerste Teil geschafft.


Ich habe es schon erwähnt, aber ich habe es ohne Standbohrmaschine (Mit viel Aufwand) gemacht.

Ups, mein Fehler^^

EorlBruder

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15

Freitag, 5. März 2010, 20:58

Ich sags mal so...:

Ich hab den Kopf durchbohrt und nur die Schnellwechselplatte immer abgemacht. Aber ich hatte auch ein billiges Fotostativ gekauft
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HobbyfilmNF

unregistriert

16

Freitag, 5. März 2010, 22:10

Schade das niemand aufnahmen im Netzt hat die er mit der steadi aufgenommen hat.

Yggdrasil

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17

Samstag, 6. März 2010, 10:51

Schade das niemand aufnahmen im Netzt hat die er mit der steadi aufgenommen hat.
Werd heute mal welche machen :-) Hab noch nie mit der Steadicam gefilmt, also kein großartiges Referenzmaterial erwarten^^

HobbyfilmNF

unregistriert

18

Samstag, 6. März 2010, 19:17

Oh cool, bin ja mal gespannt. Wenn hier das Wetter besser wird werde ich auch versuchen bessere aufnahmen zu machen.

sphifanpro

achad, schtaim, shalosh

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19

Samstag, 6. März 2010, 19:55

Schade das niemand aufnahmen im Netzt hat die er mit der steadi aufgenommen hat.



... na gib doch mal in youtube Steadycam ein... glaube da findest viele Deutsch und Englisch sprachrige Clips... sogar Chinesische und Russische. :thumbsup:


Ich bin Pragmatiker. Wenn es paßt, der Kunde es nicht sieht, es zeitlich vertretbar ist, dann mach ich es so.

MP-Digital

Steadicam Operator

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20

Samstag, 6. März 2010, 20:02

Ich habe dazu einen alten Beitag (Clip). Da wackelt es noch etwas. Mit der Zeit habe ich es weiter umgebaut und die richtigen Gewichte gefunden.

Aber schaut selber, so war mein Anfang damit.
http://www.sf-modellbau-production.de/Steadicam.mov

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