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Tofuhuehnchen

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  • »Tofuhuehnchen« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 19. März 2017, 21:09

Matte Paintings - PC oder Glas?

Hallo Leute,

ich habe mal eine Frage, früher waren Matte Paintings ja Glasscheiben mit mehr oder weniger detaillierten gemalten Objekten und Hintergründen - heutzutage wird das meines Wissens alles am PC gemacht.
Abgesehen davon dass man dafür künstlerisch so einiges auf dem Kasten haben muss, wäre "klassisches Matte Painting" mit gemalten Umgebungen/Objekten mit heutigen Kameras (Camcorder, DLSR) für einen Amateur umsetzbar bzw. praktikabel? Oder sollte man als Amateur auf VFX setzen?

lg
Euer Tofuhuehnchen

LennO

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Sonntag, 19. März 2017, 21:28

Theoretisch könntest du das heute noch genauso machen, allerdings mit Abwandlungen… Allerdings stellt sich die Frage: Wieso solltest du das tun? Es gibt keinerlei Vorteil davon. Auch heute ist es egal wie das Painting an sich ensteht (die meisten sind halt ein Mix aus 3D CGI + Photomanpiluation, aber die können auch genausogut gut gebrusht sein, ob digital oder mit ner Sprühpistole oder nem Pinsel speilt dabei keine Rolle). Was aber natürlich heute digital sauberer, schneller und effizienter geht, ist das Einsetzen der Paintings. Schau dir mal alte Filme an (und nicht überarbeiteten irgendwelche Spezial-Versionen) – Matte Outlines in Form von schwarzen Rändern und weitere Artefakte sind eigentlich immer vorhanden, die Comps an sich sind beschissen (aus heutiger Sicht – damals waren viele dieser Shots revolutionär schön). Das geht digital alles heutzutage völlig sauber.

Heutzutage benutzt du eher lichtstarke Beamer und Leinwände (was früher aber auch schon gemacht wurde, teileweise auch einfach mit dem Painting auf ne simple Wand gemalt als Window-Backdrop) , teilweise 180° oder 360° dein Set umspannend mit den Mattes/CGI projiziert, wenn du sie beim Dreh direkt haben willst und es technisch möglich ist im Shot. Siehe Oblivion Set und ähnliche.

Wie bereits gesagt, wie das eigentliche Painting genau entsteht ist völlig offen heute – einfach halt das benutzen, was am schnellsten zum Ziel führt. Es kann für einen geübten Painter absolut effizienter sein, ein Bild eines bestimmten Hintergrundes odes teile davon zu brushen, wiederum andere halt definitiv ein Fall für 3d und Photos, was genausoviel künstlerisches Know-How verlangt, wie den Pinsel in der Hand zu halten.

Das eigentliche Compositing von Vordergrund und Hintergrund, sei es über eine Blue oder Greenscreen, oder andere Methoden, falls kein Colorkey, ist erstmal völlig unabhängig davon wie das Mattepainting entsteht. Und natürlich ist heutzutage digitales Compositing deutlich besser als frühere analoge Methoden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LennO« (19. März 2017, 21:33)


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