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Squirrelprincesss

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1

Mittwoch, 16. November 2016, 22:06

Ideen für Szenenprobe mit Laiendarstellern

Bei uns ist an Drehtagen oft das Problem überhaupt erstmal ein Take hinzukriegen, wo alles sitzt, vor allem das jeder seinen Text ohne große Aussetzer oder Versprecher durchbekommen hat.

Und deswegen komme ich erst relativ spät dazu Regieanweisungen zu geben, da es wenn die Schauspieler noch mim Kopf beim Text lernen sind, es wenig bringt.

Das Geheimnis dafür wäre ja den Text vorher zu lernen, deswegen bestelle ich jetzt alle Schauspieler mit Text ne halbe Stunde früher zum drehen, dass sie da den Text lernen, bzw miteinander üben, damit wenn der Rest des Teams kommt, die nicht vor Langweile umfallen, weil sich der Dreh so zieht, da es so ewig dauert bis man überhaupt einen brauchbaren Take hat.

Wenn dann alle da sind wird geprobt, dass ist jetzt auch viel sinnvoller, da man bei der Probe jetzt auch schon auf die Mimik und so eingehen kann. Was bei uns, da wir alles Schauspielanfänger sind, sehr wichtig ist, da wir Handarbeit, Bewegungen teils planen müssen. Sonst würden alle zu außdruckslos spielen .

Meine Frage wäre, hat jemand Ideen wie man z.B so eine Szenenprobe für Laiendarsteller anleiten könnte, (die nach der Textprobe , ihren Text beherrschen).

Ich will meine Darsteller ermuntern mit dem ganzen Körper zu Schauspielern, bisher sind sie froh, wenn sie ihren Text können und leicht überfordert teilweise, wenn sie auch noch z.B was mit den Händen dazu machen sollen. Ich versuche schon mir vor dem Dreh zu überlegen, was ich Leuten in die Hand geben kann, z.B ein Handy, weil ihre nebenher noch mit ihrem Bruder schreibt oder dass er/sie vor Verlegenheit mit ihrer/seiner Mütze spielt.

Es gibt haufenweise Impro/spiele, wie man üben kann mit dem ganzen Körper zu Schauspielern, aber ich würde es gerne mit meinen Darstellern die Szene üben, die wir gerade drehen.

Hoffe jemand hat mal so ähnliche Erfahrungen gemacht/macht sie gerade und hat einen Vorschlag/Vorschläge.

Selon Fischer

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2

Mittwoch, 16. November 2016, 23:00

Möglicherweise gehst du zu verkopft an die Sache ran. Am Theater kommt der Text eigentlich immer zuletzt. Zuerst muss die Figur gefunden werden: Motivationen, Ziele, Haltungen, Beziehungen zu den anderen Figuren, Konflikte. Erst wenn das klar ist, lohnt sich die Textarbeit. Deine Schauspieler sollen schließlich spielen und nicht einen Text aufsagen. (Dann aber sollte der Text sitzen. Nicht-textsichere Laien würde ich sofort nach Hause schicken.)

Ein typischer Arbeitsablauf könnte sein: 1) Regie skizziert die Szene (inkl. staging, wir sind schließlich beim Film), 2) Schauspieler probieren und bieten an. 3) Regie nimmt das Angebot an und arbeitet damit weiter. Danach Schritte 2+3 solange ausführen, bis alles klappt (aber vor dem berüchtigten "Totprobieren" aufhören!) Die besten Regieanweisungen sind übrigens die, die gar nicht als Anweisungen verstanden werden ;)

Bei dir klingt es so, als ob deine Darsteller zu bestimmten Stichworten die Hand heben müssten. Sowas wird immer sofort unnatürlich sein und mega schnell demotivieren. Lass deine Laien lieber zu wenig machen als zu viel! Deine Idee mit den spielbegleitenden Aktivitäten ist gut, muss aber aus der Figur heraus motiviert sein und darf keine Beschäftigungstherapie für Darsteller werden. Und ganz wichtig: Lob deine Darsteller! Gerade Laien, die unsicher sind, brauchen das!

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7River

7River

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3

Mittwoch, 16. November 2016, 23:38

Bekommt denn jeder Darsteller ein Drehbuch, damit er zuhause (für sich) üben kann?
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Squirrelprincesss

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4

Donnerstag, 17. November 2016, 19:11

Das Drehbuch hat jeder und ich schicke jedem inzwischen eine Woche vorher, die Szene die wir drehen wollen als PDF via Whats app.

Seitdem funktioniert das selbstständige Text lernen viel besser. Aber nicht dass es ohne diese halbe Stunde (je mehr Text, desto länger) Text üben vor Drehanfang geht.

Ich weiß, dass man eigentlich nicht so Regieanweisungen gibt wie "an Stelle XY tust du dies, an Stelle YZ dann das mit deiner Hand", aber das Problem ist, das meine Darsteller, wenn ich keine solche Anweisungen mache, eben nicht wissen was sie machen sollen und wann sie es machen sollen.

Und ein großes Problem ist ja auch, eine Szene hat verschiedene Perspektiven und deswegen muss man ja schon eine Choreographie als Schauspieler machen, damit es ähnliche Takes gibt, denn wenn man z.B eine Perspektive nur vom Gesicht hat und eine vom ganzen Oberkörper, und die beiden zusammenschneiden will, muss ja der Schauspieler, da an den selben stellen, z.B die Hand vom Kinn nehmen und sich auf den Tisch aufstützen.. sonst kannst du es ja unmöglich zusammenschneiden ohne Filmfehler.

Selon Fischer

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Freitag, 18. November 2016, 09:34

Tatsächlich meine ich genau das mit "verkopft". Für mich klingt es aus der Ferne so, als ob du dich mehr um die "Choreographie" und Kontinuität sorgen würdest, als um richtige Figurenarbeit. Wenn du mit deinen Darstellern die Figuren richtig ausarbeitest (und auch deren Ideen zulässt!), können sie dir auch was anbieten.

Die Reihenfolge Leseprobe, trockene Probe, Spielprobe ist übrigens normal.

Ich wäre übrigens nie auf die Idee gekommen, in einem Amateurprojekt Szenen einzeln an die Darsteller zu schicken. Damit werden doch Szenen voll aus ihrem Kontext gerissen, oder?
edit: ah, "das Drehbuch hat jeder." Und damit auch die Möglichkeit es ausgedruckt mitzubringen, richtig? Sorry, hab ich überlesen ;)

7River

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Freitag, 18. November 2016, 10:07

Als Regisseur oder Regisseurin solltest Du die einzelnen Szenen mit dem Kameramann planen und durchgehen. Die Szenen sind ja eigentlich soweit klar, da sie ja im Drehbuch beschrieben stehen. Zu der Aufgabe des Regisseurs gehört es den Schauspielern zu erklären, wie der genaue Ablauf einer Szene ist.

Mir scheint es so, als ob Du Dir zu viele Gedanken machst. Geh's locker an. Probt mal eine Szene, lass die Darsteller improvisieren. Vielleicht kommt das sogar noch authentischer rüber.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »7River« (18. November 2016, 11:07)


Squirrelprincesss

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7

Freitag, 18. November 2016, 18:30

Erstmal danke für eure Rückmeldungen:

Aber das mim improvisieren ist leichter gesagt als getan. (bei uns klappt das noch nicht so wirklich) Dafür braucht man Schauspielerfahrung und Talent.

ABER man kann alles lernen. Deswegen wäre meine Frage, wie könnte man das trainieren?

Ich will auf jeden Fall noch ein Schauspieltraining mit meine Schauspielern machen um das "schauspielern mit dem ganzen Körper" zu üben. Übungen gibt es ja diverse im Internet.

Aber ideal wäre es wenn es irgendwelche Spielchen gebe, die man vielleicht zwischen "Textprobe" und "proben" machen könnte. Die, den Schauspielern helfen " nicht nur den Text zu sagen, sondern mim ganzen Körper ihre Gefühle darzustellen". UND die man mit der Probe der Szene verbinden kann.

Als Beispiel, mir hat es einmal unheimlich geholfen, bei einer emotionalen Szene " mit Händchen halten" als wir nur mal uns auf unsere Hände konzentriert haben (weil wir mussten, es war eine Perspektive, wo man nur die Hände gesehen hat"

Also Beispiel 1 für eine Übung " sich z.B mal bei einem Szenendurchlauf, nur auf die Hände zu konzentrieren.

7River

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Freitag, 18. November 2016, 18:53

Es geht um Szenen aus Deinem Drehbuch. Jetzt irgendwelche Spielchen veranstalten wie dieser niederländische Motivationstrainer "Tsjakkaa", ist auch etwas übertrieben.

Vielleicht mal in Ruhe zusammensitzen, bei einem Fläschchen Bier. Hm? Lockert die Stimmung auf und entspannt.

Aber nicht zu viel trinken, es müssen ja schließlich Szenen geübt werden.
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