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Superlapse

Fotoblogger, Student und Zocker

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Donnerstag, 22. Oktober 2015, 18:08

Inspiration/Ideen finden bei begrenzten Ressourcen

Hallo,

ich und mein Freund würden gerne wieder gemeinsam einen Kurzfilm drehen. Wir stehen aber nun vor dem Problem der Ideenfindung. Konkret ist das Problem bei uns, dass wir nicht keine Kreativität hätten, aber nur begrenzte Ressourcen (wenige bis keine Schauspieler) zur Verfügung haben. Vielleicht habt ihr ja speziell für diesen Fall Ideen, die uns bei der Suche helfen, mit diesem Problem umzugehen und trotzdem ein gutes bzw. brauchbares Resultat zu erzielen.

Ich bedanke mich schon mal im voraus für jegliche Hilfe.

Grüße,
Euer Superlapse
Meine Website: https://superlapsedeluxe.wordpress.com/

Hei-kor

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Freitag, 8. Januar 2016, 10:25

Limitierungen als Rahmen, nicht als Hindernis begreifen

Euer Problem kenne ich sehr gut, weil es mir lange Zeit ähnlich ging. Ich empfehle euch eine neue Herangehensweise:

Von Regisseuren wie Lars von Trier weiß ich, dass ihm Limitierungen sogar eher helfen, als ihn einzuengen. Er setzte sich damals auf seiner Filmhochschule über alle Vorgaben seitens der Uni hinweg und machte was er wollte. Das Ergebnis muss wohl mangelhaft gewesen sein. Irgendwann kam er dann mit Freunden und Kollegen darauf, sich selbst Regeln aufzuerlegen, um bessere Filme zu machen. So entstand Das legendäre Manifest Dogma 95.

Ohne euch zu kennen, wage ich mal die Unterstellung, dass ihr zu sehr Hollywood im Kopf habt. Vergesst Hollywood. Macht lieber ganz kleine Filmchen mit den Mitteln, die euch zur Verfügung stehen, richtig gut, als Umfangreiche Filme, die irgendwie improvisiert aus den Rippen geleiert werden müssen, in mäßiger Qualität.

Schaut euch mal die Kurzfilme an, mit denen die großen Regisseure unserer Zeit angefangen haben: z.B. Eraserhead von David Lynch oder Doodlebug von Christopher Nolan.

Du schreibst von dem Problem, dass du keinen Zugang zu Schauspielern hast. Dann würde ich vielleicht einen dokumentarischen Ansatz empfehlen. Sprich: ihr bringt Menschen unter deren Einverständnis in reale Umstände und lasst sie selbst handeln und dokumentiert deren Handeln.
Wenn ihr unbedingt inszenieren wollt mit Laiendarstellern, solltet ihr lieber eine Handlung entwickeln in denen eure Helden viel physisch handeln müssen, statt emotional zu sein. Gerade die Emotionen bekommen Laiendarsteller in der Regel nicht glaubhaft hin. Das ist nun mal die Königsdisziplin der Schauspielführung.
Habt ihr eine Geschichte entwickelt in der Emotionen gespielt werden müssen, habt ihr viel Arbeit vor euch, wenn es gut werden soll. Ein erster Schritt ist Bildung. Lest z.B. "the power of the actor" von Ivana Chubbuck, oder "die Schule der Schauspielkunst" von Stella Adler. Die Teilnahme an Schauspielworkshops wäre auch hilfreich. Und dann natürlich mit Darstellern üben üben üben üben üben üben...

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Davinci

Lutz Dieckmann

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Freitag, 13. Mai 2016, 02:22

Hi,

denk mal an Filme wie "Gott des Gemetzels". Geniale Idee, vier Leute, ein Raum. Produktionskosten minimal. Die Story ist es. Sagt Dir der Begriff "Conflict Design" etwas? Oder "Thought Value" Damit kommst Du sicher weiter. Google das mal. Sowas mache ich immer in meinen Drehbuchseminaren.

Liebe Grüße
Lutz Dieckmann
Danke für´s Lesen. Mehr auf: http://hd-trainings.de und http://hd-filmschule.de

Lutz Dieckmann auf Facebook oder 06102/75 64 85

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Davinci

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