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Clubstar

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Dienstag, 25. Januar 2011, 08:41

Fördergelder oder eigenes Geld für Projekt?

Hallo

Mich würde mal interessieren woher ihr euer Geld hernimmt für eure Projekte?! Und ist es nicht so das manche von euch auf Filmfestivals geht euer film dort vorstellt und hofft kontakte zu knüpfen um auf einen Geldgeber zu stoßen der den Film mit höheren Budget verfilmt haben will zb fürs Kino?

Wie sieht es dann mit einem Teaser aus den man evt machen könnte um die leute auf einen kommenden Film aufmerksam zu machen?! Ich meine so ein Teaser spart Geld und zeit .


Der hintergrund ist dieser. Ich bin auf eine Idee gekommen wo ich denke es lohnt sich dies zu verfilmen. Wenn ich also anfange ein Drehbuch zuschreiben, und dieses fertig habe geht es ja ins eingemachte. Kostüme müssen her, crew muss her, Darsteller müssen her und so weiter und sofort. Das kostet bekanntlich Geld :-) Man könnte als normalbürger sicherlich parr Tausend euro reinstecken aber dabei wird nicht viel rumkommen es sei denn man macht was ala Blair witch project. Also könnte man doch auch mit weniger aufwand versuchen einen spannenden hochwertigen Teaser anzufertigen und versuchen dadurch leute zu gewinnen die mehr einfluss in der branche haben. zb auf einem Festival?! Oder gibt es gewisse Fördermittel vom Staat ?


Wäre schön wenn ich ein parr ratschläge bekomme wie man sowas angehen könnte auch wenn ich danach keine lust mehr habe weil es aussichtslos ist :)

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (25. Januar 2011, 23:13)


SR-Pictures

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Dienstag, 25. Januar 2011, 09:06

Die Kunst des Amateurfilms ist es, ohne viel Kohle, Großes auf die Beine zu stellen!

Es gibt Filmförderer, die dich aber nicht finanziell sondern mit Technik unterstützen. Sonsoren suchen kannst du immer. Das ist eine ganz andere Sache.
Auf Festivals sollst du mit deinem (Kurz-)Film überzeugen, nicht mit Teaser werben. Du bekommst da vielleicht Preigeld, aber gefördert wird dein nächstes Projekt dabei nicht.

Ansonsten sparen, selbst finanzieren und alle Erlöse am vorigen Projekt ins nächste stecken.





Blubberfisch

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Dienstag, 25. Januar 2011, 12:17

Nun, du schreibst ja selber, das man als Normalbürger sicherlich´n paar Tausend Euro selbst reinstecken kann. Genau so ist es. Anders machen es die meisten hier auch nicht (wobei viele nichtmal diese paar Tausend haben). In meinen allerersten Film habe ich rund 3000€ aus eigener Tasche reingesteckt. Das Ergebnis war ein 70 Minüter mit professionellen Darstellern und ziemlich passabler Technik, der sogar regional im Kino lief. Und wenn ich damals schon vieles von dem gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich da sicher noch weit weniger Geld reinstecken müssen.

Aber wie schon gesagt, die Kunst ist es, auch wenig viel zu machen.

The7th

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Dienstag, 25. Januar 2011, 13:01

Man könnte als normalbürger sicherlich parr Tausend euro reinstecken aber dabei wird nicht viel rumkommen es sei denn man macht was ala Blair witch project.
Nicht ganz richtig.

Robert Rodriguez z.B. hat für seinen ersten Spielfilm "El Mariachi " nur 7000$ hingeblättert. Christopher Nolan für "Following " nur 6000$.

Wo ein Wille ist, ist also auch ein Weg. ;)

Clubstar

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Mittwoch, 26. Januar 2011, 08:52

ok.Das hört sich ja erstmal nicht so gut an. @Blubberfisch . hast du denn wenigstens das Geld wieder eingefahren für deinen Film? Finde es cool das er im regionalen Kino lief nur muss man ja auch irgendwie dran verdienen sonst wären die parr tausen euro ja fürs klo.
Und wie ging es bei dir danach weiter? Und mit dem Film?

sollthar

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Mittwoch, 26. Januar 2011, 09:14

So gerne Beispiel wie Rodriguez oder Blair Witch herbeigezogen werden, die Realität ist tatsächlich die, dass Indiefilme (insebsondere, wenn sie noch Amateurfilme sind) ein finanzieller Totalreinfall sind. Von den mehreren Tausend solcher Produktionen jedes Jahr sind eine handvoll finanziell rentabel.

Daher gehts erstmal um de Grundsatzfrage: Wieso machst du den Film?

A) Du machst es als Hobby. Dann muss der Film nicht rentabel sein und du steckst halt so wenig wie möglich rein, weils einfach ein Hobby ist. Wenn dann irgendwo noch n Batzen dazu kommt, ist es toll. Es wird aber vermutlich nicht passieren.

B) Du willst mit dem Hobby geld verdienen, also semiprofessionell, dann wirds halt schwieriger. Und vorallem: Dann sollten ja alle für ihre Arbeit am Film was verdienen, oder nicht?

Grundsätzlich ist Film eher ein Verlustgeschäft für einen privaten Investor. Selbst bei den grossen Studios - auch wenn natürlich die Leute die grossen Budgets und Zahlen im Kopf haben. Aber Geld verdient wird beim Film, gerade in Europa, zu einem grossen Teil mit anderen Mitteln als dem direkten Einkommen - wenns das überhaupt je gibt.

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Donnerstag, 10. Februar 2011, 18:38

@SR-Pictures: Kannst du mir welche dieser Filmförderer nennen? Weil genau Equipment das ist, wobei bei mir das meiste weggeht!

SR-Pictures

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Freitag, 11. Februar 2011, 10:28

Zum Beispiel "in eigener Regie": http://www.jff.de/ier/





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Freitag, 11. Februar 2011, 11:46

So gerne Beispiel wie Rodriguez oder Blair Witch herbeigezogen werden, die Realität ist tatsächlich die, dass Indiefilme (insebsondere, wenn sie noch Amateurfilme sind) ein finanzieller Totalreinfall sind. Von den mehreren Tausend solcher Produktionen jedes Jahr sind eine handvoll finanziell rentabel.

Daher gehts erstmal um de Grundsatzfrage: Wieso machst du den Film?

A) Du machst es als Hobby. Dann muss der Film nicht rentabel sein und du steckst halt so wenig wie möglich rein, weils einfach ein Hobby ist. Wenn dann irgendwo noch n Batzen dazu kommt, ist es toll. Es wird aber vermutlich nicht passieren.

B) Du willst mit dem Hobby geld verdienen, also semiprofessionell, dann wirds halt schwieriger. Und vorallem: Dann sollten ja alle für ihre Arbeit am Film was verdienen, oder nicht?

Grundsätzlich ist Film eher ein Verlustgeschäft für einen privaten Investor. Selbst bei den grossen Studios - auch wenn natürlich die Leute die grossen Budgets und Zahlen im Kopf haben. Aber Geld verdient wird beim Film, gerade in Europa, zu einem grossen Teil mit anderen Mitteln als dem direkten

Einkommen - wenns das überhaupt je gibt.


Hallo Sollthar,

kann ich also meinen Hintergedanken, mit Filmen Geld zu verdienen (bzw. davon zu leben) abhaken? Wie schaut es eigentlich bei Dir aus?

freezer

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Dienstag, 22. Februar 2011, 20:20

Zum Thema Rodriguez und El Mariachi und den angeblichen $7000 möchte ich auf folgende Postings von mir verweisen:
"Amateurfilm" – Versuch einer Definition
IMMEMORIAL - 5000 Euro Low-Budget Film

Und eine ganz aktuelle Info von jemandem der es wissen muss, weil er selbst dabei war (Farbkorrektur von El Mariachi):

Zitat

Der Originalton war asynchron und wies eine schlechte Qualität auf.

Sobald der Film an Sony Pictures verkauft worden war, flog RR nach LA und sie warfen die alte Tonspur raus und nahmen alles komplett neu auf, inklusive neu gecasteter Darsteller für die Voice Over. Alleine die Neumischung kostete knapp $250.000 - für einen Film der ursprünglich $7.000 gekostet hatte.


Original-Quelle (Englisch)
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

Matze72

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11

Mittwoch, 23. Februar 2011, 11:18

Zum Thema Rodriguez und El Mariachi und den angeblichen $7000 möchte ich auf folgende Postings von mir verweisen:
"Amateurfilm" – Versuch einer Definition
IMMEMORIAL - 5000 Euro Low-Budget Film

Und eine ganz aktuelle Info von jemandem der es wissen muss, weil er selbst dabei war (Farbkorrektur von El Mariachi):

Zitat

Der Originalton war asynchron und wies eine schlechte Qualität auf.

Sobald der Film an Sony Pictures verkauft worden war, flog RR nach LA und sie warfen die alte Tonspur raus und nahmen alles komplett neu auf, inklusive neu gecasteter Darsteller für die Voice Over. Alleine die Neumischung kostete knapp $250.000 - für einen Film der ursprünglich $7.000 gekostet hatte.


Original-Quelle (Englisch)



Möchte mich jetzt hier auch mal einklinken:

Das hört sich frustrierend an, weil ich jetzt auch nicht sooooo wahnsinnig viel Kohle reinstecken kann (max. 15000,00 €)! Kann ich das also für eine Vermarktung trotz gutem Equipment, Team und guten Darstellern vergessen? Sollte ich das nur als teures Vergnügen sehen mit dem Zweck meinen Enkelkindern irgendwann mal erzählen zu können:"... damals habe ich einen Spielfilm gedreht?" Hatte schon mal gepostet von wegen neue berufliche Perspektive in der Filmbranche...kann dann also hier im Call Center verschimmeln...:-( Tolle Perspektive!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Matze72« (23. Februar 2011, 11:23)


sollthar

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 11:20

Zitat

Sollte ich das nur als teures Vergnügen sehen mit dem Zweck meinen Enkelkindern irgendwann mal zu erzählen, damals habe ich einen Spielfilm gedreht?


Ja.

Alles andere zu erwarten wäre schlicht realitätsfremd. Es ist alles möglich, aber nichts wahrscheinlich.

Matze72

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 11:28

Zitat

Sollte ich das nur als teures Vergnügen sehen mit dem Zweck meinen Enkelkindern irgendwann mal zu erzählen, damals habe ich einen Spielfilm gedreht?


Ja.

Alles andere zu erwarten wäre schlicht realitätsfremd. Es ist alles möglich, aber nichts wahrscheinlich.


Wie ist es denn bei Dir, Du hast doch tolle Filme gemacht? Ich denke da besonders an NightCast (habe ich mir übrigens besorgt!)!

sollthar

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 11:39

Danke sehr. Aber es ist genau so: Ein teueres Hobby, mit dem man durchaus etwas Geld machen kann - aber gerademal so, dass man am Ende finanziell vielleicht bei Null ist und nichts ausgegeben hat. Wenn man ganz viel Glück hat, liegt ein Taschengeld drin, dass man aber nicht auf die Stunden an Arbeit aufrechnen darf, wenn man keinen Herzinfarkt oder schwere Depressionen will. :)

NightCast wurde in 5 Länder verkauft und erschien offiziell im Handel. Finanziell gesehen ist "Flop" gar kein Ausdruck dafür. :D
Aber meine Meinung zu dem Film selbst kennt man ja. Er war auch schwach.

Bei Motive siehts (eventuell) anders aus. Da geh ich ja zum ersten Mal in meinem Leben den Fördergelder Weg und da wird der Film als ganz normale Filmproduktion gehandelt, drum ist der Kostenpunkt auch schnell mal bei 2 Millionen. Denn so viel kostet es nun mal einfach, einen Film zu machen, wenn man Leuten Lohn für ihre Arbeit bezahlen will - Und sobalds mehr als ein Hobby sein soll, kommt man daran kaum vorbei. Ob das geht oder nicht, sehen wir bald, wenn die Entscheidung gefallen ist, ob unser Projekt gefördert wird oder nicht.
Und für Förderung musst du einen Produzenten hinter dir haben, den man im Business kennt. Niemand gibt einem dahergelaufenen Typen viel Geld um einen Film zu machen, wenn der nicht peinlich genau nachweisen kann, dass da zig Leute involviert sind, die Ahnung haben und einen entsprechenden Lebenslauf haben. Ausnahmen gibts auch hier, wenn dein Projekt wirklich super ist und die Leute findet, die das auch so sehen.

Und: Ohne bereits mindestens ein paar Kurzfilme gemacht zu haben die Beweisen, dass du was kannst, stehen die Chancen gleich nochmal kleiner.

Ausser wir reden von kleinen Beträgen, aber dann suchst du eher Sponsoren für ein Hobby. Das geht. Da kannst du auch den Aldi oder den netten Nachbarn fragen - auch da kommt Geld zusammen. Nur eben: Wenn du Geld verdienen willst, dass es sich lohnt (und ich meine nicht "reich werden", die Filmerei ist ein Brot-Job ausser für die paar Ausnahmen, die immer so gern als Beispiel herbeigezogen werden), dann hast du einen langen, schweren Weg vor dir.

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 12:00

quote]
NightCast wurde in 5 Länder verkauft und erschien offiziell im Handel. Finanziell gesehen ist "Flop" gar kein Ausdruck dafür.
Aber meine Meinung zu dem Film selbst kennt man ja. Er war auch schwach.


Warum flop? Warum schwach? Kann es sein, dass zu perfektionistisch bist?

Ich habe vor Rückstellungsverträge zu machen. Das macht doch Sinn, oder? Kannst Du was dazu sagen?

sollthar

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 12:21

Zitat

Warum flop?


Okay, einfache Rechnung:

Der Film hat gut 25'000 Franken an Bargeld verschlungen (Computer, Kameras, Software, Ausrüstung etc inbegriffen, auch wenn das so gerne weggelassen wird - es wächst ja nicht an Bäumen. Dann Kostüme, Reisespesen, Essen, Requisiten, MakeUp und alles, was halt so anfällt, auch wenns nicht explizit für den Film gekauft wurde). Im Vertrieb hat er nicht mal das eingespielt. Minusrechnung.

Sagen wir mal er lief verhältnismässig erfolgreich und spielt 50'000 ein - sei dir bewusst, das ist SEEEEHR viel für einen Indie-Fim. Macht Gewinn von 25'000.

Nun schauen wir mal weiter: In dem Film stecken von rund 50 Beteiligten mit einem Jahr Pre-Produktion, 28 Drehtagen und anderthalb Jahren Postproduktion gute 10'000 Arbeitsstunden oder mehr (Selbst an einem einzigen Drehtag von 10 Stunden sind mit Regie, Kamera, Licht, Aufnahmeleitung, 4 Schauspielern und zwei Helfern ja 10 Personen anwessend, also 100 Arbeitsstunden pro Drehtag.)

Macht 2.50 pro Arbeitsstunde. Toller Lohn, nicht? ;)

Zitat

Kann es sein, dass zu perfektionistisch bist?


Kann es sein, dass du zu illusorisch bist? :)

Wenn du deinen Film ernsthaft vermarkten willst, dann musst du dich mit den grossen Filmen messen. Punkt. Das kann NightCast nichtmal Ansatzweise und das ist mir auch bewusst - ich bin ja nicht grössenwahnsinnig. :)
Selbst für einen Amateurfilm hat er markante Schwächen.

Wenn du deinen Anspruch nicht auf "Hammer" stellst, gehst du unter in der Vermarktungswelt, weil da niemanden interessiert, ob das dein erstes Mal ist oder ob du wenig Geld zur Verfügung hast. Die wollen einen Film, der in jeglicher Hinsicht mit dem mithalten kann, was du im Kino oder im DVD Laden siehst. Und zwar technisch wie künstlerisch. Und auch wenn man sich in Amateurforen gerne mal mit "Wow, das war ja super" auf die Schultern klopft - das ist weeeeeit von der Realität entfernt, wenn man sich mit den Big Boys messen will, was man muss, wenn mans ernsthaft in den Vertrieb schaffen will, sodass sich die Arbeit auch rechnet. Siehe oben.

Zitat

Ich habe vor Rückstellungsverträge zu machen. Das macht doch Sinn, oder? Kannst Du was dazu sagen?


Ja, das macht Sinn, weil du sonst deinen Film nie machen kannst. Aber: Sofern du keinen grossen Verleih im Rücken hast, der den Film mit Werbung und dem vollen Programm in die Läden oder Kinos bringt (was er nur machen wird, wenn er ernsthaft das Gefühl hat, dass sich dein Film auch verkaufen wird) werden diese Personen niemals Geld sehen. Oder wenn, dann eher ein Trostpflästerchen.

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:32

Ich habe vor Rückstellungsverträge zu machen. Das macht doch Sinn, oder? Kannst Du was dazu sagen?

Für den unwahrscheinlichen Fall, das dein Projekt Geld abwirft, sei dir bewusst, das für deine ausgezahlte Gage diverse Sozialbeiträge an verschiedenste Kassen fällig sind, die DU abführen musst. Sozialkassen sind extrem humorlos, was nichtgezahlte Beiträge angeht.
Mfg
Theo

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 15:27

Ich habe vor Rückstellungsverträge zu machen. Das macht doch Sinn, oder? Kannst Du was dazu sagen?

Für den unwahrscheinlichen Fall, das dein Projekt Geld abwirft, sei dir bewusst, das für deine ausgezahlte Gage diverse Sozialbeiträge an verschiedenste Kassen fällig sind, die DU abführen musst. Sozialkassen sind extrem humorlos, was nichtgezahlte Beiträge angeht.



Moment mal, dass ganze läuft freiberuflich! Da muss sich doch jeder selbst um Versteuerung und Sozialabgabengedöns kümmern! Da habe ich echt keinen Bock drauf!

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 16:34

Da habe ich echt keinen Bock drauf!

Worauf du Bock hast, interessiert keine Vollstreckungsbehörde. Im dem Augenblick, wo du jemanden Geld zahlst, bist du der Arbeitgeber. Und als solcher hast du Pflichten.
Mfg
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Mittwoch, 23. Februar 2011, 16:54

Zitat von »Matze72« Da habe ich echt keinen Bock drauf!
Worauf du Bock hast, interessiert keine Vollstreckungsbehörde. Im dem Augenblick, wo du jemanden Geld zahlst, bist du der Arbeitgeber. Und als solcher hast du Pflichten.


Moment mal, die arbeiten doch FREIBERUFLICH für mich und sind keine Arbeitnehmer!

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