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JoeFX

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Dienstag, 15. Juni 2010, 14:12

Wie dreht man eine Serie?

Hey liebe Community!

Ich habe vor, nachdem ich ='http://www.amateurfilm-forum.de/allgem…2010/']Wolfclaw beendet habe, eine kleine Web- Serie zu drehen. Jetzt stellen sich mir aber einige Fragen, bei denen ihr mir hoffentlich weiterhelfen könnt.
Zur Info, geplant ist die Staffel mit ca. 10 Folgen und einer Länge von ca. 20min pro Folge, eine Sci-Fi-Horror Serie.

Wie funktioniert der dramaturgische Aufbau einer Serie im Detail?
Beim Film gibt es die Plots, die Akte und den Höhepunkt. Wie schreibe ich eine Folge, ohne dass die Spannung abreißt und trotzdem die ganze Staffel auf einen Höhepunkt zustrebt, oder funktioniert das nach einem eigenen Prinzip?

Wie dreht und veröffentlicht man die Serien am besten?
Sprich Wo, in welchen Abständen.

Hat Jemand Erfahrung im Dreh mit solchen Serien und kann mir vll. sagen was ich unbedingt vermeiden sollte?
Wäre toll, wenn mich Jemand vorwarnen kann^^

Wisst ihr vll. Lektüre die ihr mir in die Richtung empfehlen könnt?

Das Projekt befindet sich noch in der ganz frühen Phase und möchte es deswegen derweil bei Dramaturgie posten, da es mir im Moment prinzipiell um den Aufbau der Serie geht.

Danke schon im voraus all jenen die mir weiterhelfen können :)

lg
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Dienstag, 15. Juni 2010, 14:21

Hat Jemand Erfahrung im Dreh mit solchen Serien und kann mir vll. sagen was ich unbedingt vermeiden sollte?
Wäre toll, wenn mich Jemand vorwarnen kann^^

Wisst ihr vll. Lektüre die ihr mir in die Richtung empfehlen könnt?
Zum Thema "Erfahrung mit Serien drehen" hatte ich mal hier nen ähnlichen Thread aufgemacht, vielleicht interessiert es:
Amateurfilm-Serienprojekte: Hat da jemand ne Übersicht?

Zum Lesen als Einstieg hilft vielleicht:
Dramaturgie von TV-Serien [PDF] von Dramaworks

TATORT CALW: HEXENSABBAT mit Vorfilm "Die Rotkäppchen und der Wolf"
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JoeFX

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Dienstag, 15. Juni 2010, 14:37

Danke für die Antwort!

Den Thread kenne ich schon, leider erfährt man da auch nicht wirklich viel über die Dramaturgie von Serien.
Danke für die PDF, werd mir das mal genauer ansehen :)

lg
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Dienstag, 15. Juni 2010, 14:48

Den Thread kenne ich schon, leider erfährt man da auch nicht wirklich viel über die Dramaturgie von Serien.
Aber er zeigt, dass es nicht viele "echte" Amateurfilm-Serien gibt... ;)

Was ich vorher irgendwie überlesen habe: 10 x 20 Minuten hieße ja 200(!) Filmminuten!? Willst du die am Stück produzieren? So was dreht man mal nicht eben in den Ferien runter. Wie viel Zeit würdest du denn für das Projekt einplanen und wie viel Zeit würdest du dir für die Planung nehmen wollen?

Oder noch allgemeiner: Was reizt dich daran, deinem Film (gibts dazu eigentlich ein Release-Datum?) eine Serie folgen zu lassen? Noch so viel zu erzählen? Ginge nicht auch ein zweiter Teil oder eine Miniserie mit 3 oder 4 Folgen? Bisher sind, soweit ich deinen ersten Post richtig verstehe, ja noch viele Eckdaten nicht klar?

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Dienstag, 15. Juni 2010, 16:44

Amateurfilm-Serien gibts wirklich nicht viel :/

Wolfclaw hat nichts mit der Serie zu tun (dieser erscheint hoffentlich Herbst 2010)

Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Arbeitstitel ist derzeit "Thanatos" und geht in die Richtung Suspense-Thriller und Run-and-Chase.
Der Stoff gibt sicher genug her für 2 Stunden Filmmaterial:
-Das in einem durch abzudrehen ist mehr als schwierig, und ich denke die Motivation durch fertige Folgen zu steigern.
-2 Stunden Amateur/Independent-Film sind schon ein harter Brocken, Serien sind sicher leichter fürs Publikum anzusehen
-Einen solchen Film würde ich auch nicht im Inet veröffentlichen, sondern sicher vertreiben (lassen). Durch ne Serie hätte ich auch sicher mehr Zuschauer.

Doch im Moment bin ich noch ganz am Anfang in der Planungsphase, weshalb ich noch nicht sicher bin ob Film oder Serie.
Ich möchte wissen ob es grundlegende Unterschiede zwischen Film und Serie gibt, welche die Verfilmung des Stoffes unmöglich machen.

Einen Mehrteiler aus der Sache zu machen finde ich auch nicht schlecht, nur hoffe ich, dass die Motivation nach dem ersten Film nicht schon erschlafft.

Wenn du davon abrätst eine Serie aus dem Stoff zu machen, würde ich auch nochmal das ganze gründlich durchdenken :)

lg
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Dienstag, 15. Juni 2010, 18:00

Zitat

Ich möchte wissen ob es grundlegende Unterschiede zwischen Film und Serie gibt, welche die Verfilmung des Stoffes unmöglich machen.
Eine Serie ist bekanntlich in Folgen gegliedert, jeden einzelne Folge sollte gewissermaßen für sich stehen können, einen Klaren Anfang und einen Schluss haben. Also ich glaub nicht dass man ne Serie aus einem einzigen großen Plot machen kann. Da braucht es für jede serie irgendetwas das es klar begrenzt wobei aber kein Zuschauer denkt "Hä. Wo ist der schluss?"
Da musst du geschickt schreiben, damit man am ende quasi das gefühl hat "Hey es ist was passiert".
Da sind bekannte bücherreihen das beste beispiel. z.B. Harry Potter, Sieben bände, wird von Band zu band härter brutaler und spannender. Aber jeder Band hat einen Klaren anfang und ein Finale.
Mein bescheidenes halbwissen.
Aber tu mir bitte den gefallen und steck deine Energie erstmal in die wolfsklaue, damit ich den score hinter mich kriege ;)

JoeFX

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Dienstag, 15. Juni 2010, 18:10

Jojo Steffen^^... am 3.Juli wird Massenszene gedreht, dazwischen hab ich ja noch genug Zeit für neue Projekte ;)

Ich denke aber, dass du da nen Denkfehler machst, du beziehst dich auf Serien die mit Status Quo enden und beginnen und auf Filmserien.
Serien wie FlashForward oder Blade-Die Jagd geht weiter hingegen haben keinen fixen Anfang und Schluss und scheinen wie ein langer Film zu sein.

Ich möcht mal wissen, worin der dramaturgische Unterschied zwischen eben solchen Serien und Film liegt.
Und wie es am besten zu planen wäre, oder ob es überhaupt eine gute Idee ist, an so was ranzuwagen.

lg
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Dienstag, 15. Juni 2010, 18:58

Ich möcht mal wissen, worin der dramaturgische Unterschied zwischen eben solchen Serien und Film liegt.
Und wie es am besten zu planen wäre, oder ob es überhaupt eine gute Idee ist, an so was ranzuwagen.

Prinzipiell besteht da kein Unterschied. Es ist beides nur ein bißchen anders gegliedert. Bei einem langen Film hast du ja auch oft mehrere Subgeschichten. Wenn z.B. der Held zwischenzeitig gefangen genommen und von seinen Freunden wieder befreit wird. Bei einem Film ist eben alles extrem stark zeitlich komprimiert und zusammenhängend an einem Stück.
In der Serie kann man sich bei sowas ein bißchen mehr Zeit lassen. Ausführlichere Dialoge einbauen und einfach mehr zeigen. Nur sind diese Subgeschichten bei Serien eben mit dem Ende einer Folge erst mal abgehakt. Man hört einfach wirklich auf. Als wenn du einen Film ansiehst und regelmäsig an passenden Stellen unterbrichst.
Das wäre zumindest so der klassische Aufbau von Serien ala "Lost" oder "Flash Forward".
Natürlich steht es dann frei, die eben dargestellten Ereignisse in der nächsten Folge wieder direkt aufzugreifen.

Eine Episode muss übrigens nicht mal zwingend eine abgeschlossene Geschichte haben. Viele Staffen-Enden von Serien, z.B. "Star Trek" haben oft als krönenden Abschluss eine Doppel- oder Dreifachepisode oder noch mehr. Da wird die Handlung teilweise mittendring einfach unterbrochen. Natürlich mit der für den Zuschauer nervendsten Einblendung, die es überhaupt gibt: "Fortsetzung folgt" ;)
Das hat natürlich auch was. Da der Zuschauer kein Ende gesehen hat, ist der Drang nach der nächsten Folge natürlich noch stärker.

Ich denke, beim Schreiben kann es helfen, wenn man sich erst mal einen Gesamtplot einer Staffel ausdenkt und ganz normal in einem groben Treatment zusammenfasst. Dann kann man sich überlegen, welche kleinen Geschichtchen man dazwischen schieben kann. Schließlich zerhackt man das ganze dann in die entsprechende Anzahl Folgen. Dann muss man eigentlich nur noch definieren, mit welchen "Parametern" die Folge beginnt und mit welchen sie aufhören muss, um die Rahmenhandlung fortzusetzen.

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Dienstag, 15. Juni 2010, 19:50

Danke Jumperman für die ausführliche Antwort!

Das mit den Subplots wusste ich zwar schon vorher, hab sie aber bisher noch nie in Filmen eingesetzt, jedenfalls nicht bewusst.
Da es sich bei der Serie die ich vorhabe auch um einen Film handeln könnte, werd ich mal das Treatment schreiben. Wenn Subplots enthalten sind die vorantreiben und auch abschließen, werd ich vll. sehen ob ne Serie Sinn macht.

lg
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Dienstag, 15. Juni 2010, 19:55

Letztens habe ich die Serie STATE OF PLAY gesehen, von dem es ja bekanntlich auch den Film mit Russel Crowe gibt. Falls du also mal einen Direktvergleich von der gleichen Geschichte brauchst, wäre das mein TV-Tipp ;)

Du kannst - falls du eine Serie machen willst - die auf unterschiedliche Arten angehen. Zum Beispiel mit nem Aufhänger, wie es u.a. bei Flashpoint vorkommt. Es wird zu Beginn eine spannende Szene aus einem späteren Kapitel gezeigt, damit man sieht, was auf einen wartet und dann beginnt man am Anfang. Bietet sich aber sicher nicht immer an.

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Dienstag, 15. Juni 2010, 22:32

Das mit den Subplots wusste ich zwar schon vorher, hab sie aber bisher noch nie in Filmen eingesetzt, jedenfalls nicht bewusst.

Die kommen im Grunde genommen ja automatisch. Jede längere Filmhandlung besteht ja aus vielen kleinen aneinandergereihten Handlungen. Oft schon einfach bei Ortswechseln. Die Protagonisten sind an einem neuen Ort, dieser wird durch ein paar Bilder vorgestellt. Durch weitere Bilder oder Dialoge wird erklärt, was die Leute dort machen oder machen wollen. Sie machen es schließlich auch und beenden es erfolgreich oder nicht. Dann verlassen sie den Ort wieder.
Das ist ein ganz klassisches Paradigma, also ein Spannungsbogen. Einleitung, Hauptteil, Schluss. Fast jede Szene wird so aufgebaut. Dehnt man jetzt diese Minihandlung aus und zeigt sie einzeln, hat man die Folge einer Serie :)

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Dienstag, 15. Juni 2010, 23:42

Einfach mal das PDF lesen. Es geht bei Serien nicht nur um Plots und Subplots, sondern vor allem auch um Charakterzeichnung...

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Montag, 21. Juni 2010, 15:10

Danke für eure Antworten! Melde mich wieder wenn es was Neues zu berichten gibt! :)

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