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TroubadixRhenus

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Dienstag, 12. September 2017, 00:30

Frust mit wenig bis kein Feedback auf Videoprojekte?

Hallo liebe Videogemeinde,

kennen andere Kollegen hier das auch? Da werkelt man mitunter Wochen an einem Videoprojekt herum, hat ggf. so richtig "Herzblut" eingebracht und präsentiert das fertige Video schliesslich - und bekommt doch wieder nur 1,2 höchstens 3 ernsthafte Rückmeldungen, ggf. auch gar keine? Nicht dass ich nur aufgrund des oft wenigen Feedbacks eigener Projekte manchmal enttäuscht bin. Auch wenn ich sehe wie wenig Reaktionen oft auf fremde Videos kommt, wundere ich mich zuweilen. Das krasseste war da mal eine Livevorführung eines wirklich tollen und aufwendigen Musikvideos eines Bekannten bei einem Treffen, wo die Leute teilweise einfach weiter gequatscht haben...

Kann es sein, dass wir in dieser Reizüberfluteten Welt kaum noch eine Chance haben mit unseren oft sehr ambitionierten Videos Augen und Gehör zu finden - wenn man nicht fürchterlich laut schreit?

Und mir kann kein Filmer erzählen, dass ihm die Reaktionen der Leute egal sind. Wie sagte der Dichter Christian Morgenstern: "Ein rechter Künstler schafft nicht um zu gefallen, sondern um zu zeigen!" Allerdings schrieb der selbe Dichter auch: "Es gibt keine grössere Enttäuscheng, als wenn man mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommt!" Letzteres trifft es ja immer dann voll, wenn man irgendetwas filmisch umgesetzt hat, was einen selbst emotional sehr berührt, und was man sehr gerne mit anderen Menschen teilen würde.

Ich muss sagen, dass es mich die letzten Monate mehrfach tief getroffen hat, dass auf Videos, in die man viel Arbeit gesteckt hat, mitunter nichtmal eine einzige Reaktion kam - nicht mal von Freunden. Mag sein, dass die Videos nur durchschnittlich waren, aber es trifft ja auch fremde Videos, die zumindest ich großartig finde - und dann der Einzige bin, der etwas dazu schreibt.

Wie gehts Euch dabei?

Grüsse:
Thomas

*Thema verschoben*

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Selon Fischer

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Dienstag, 12. September 2017, 08:56

Ja, ich glaube, dass kennen andere hier auch. Ganz viele Nicht-Filmer wissen einfach nicht, wie viel Arbeit drin steckt und dass ein nettes Wort zwischendurch auch ganz schön sein kann. Als Amateur macht man das ja nicht fürs Geld, sondern aus Leidenschaft. Möglicherweise liegt aber auch genau dort das Problem: Laien erkennen Hobbyfilme meist sofort. Nicht 100%-iger Ton, keine Tiefenunschärfe, lahme Perspektiven/Schnitte? Da kommt sofort das Prädikat "Amateur" drauf. Ich glaube, deswegen schlug der DSLR-Trend auch so mega ein, weil man plötzlich die Möglichkeit hatte, relativ schnell krasse Tiefenunschärfen hinzukriegen. Das sieht für unsere Sehgewohnheiten (vermeintlich) filmischer aus und bekommt mehr Lob.

Andererseits finde ich, dass man auf den Festivals noch gutes Feedback bekommt. Im Freundeskreis hol ich mir schon lange keine Bestätigung für mein Hobby mehr ein. Dafür ist es aber auch genau das: ein Hobby.

Eine Frage hab ich aber auch an dich: du bist seit 2015 hier angemeldet und, wenn ich richtig gesehen habe, hast bislang zu einem Projekt einen Kommentar hinterlassen. Warum gibst du hier im Forum nicht mehr Feedback?

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7River

joey23

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Dienstag, 12. September 2017, 09:07

Das kenne ich ebenfalls selbst gut. Allerdings: Es ist ein geben und nehmen. Wann immer ich hier bin und Zeit habe, versuche ich irgendwo einen Kommentar zu einem Projekt abzugeben. Sehen die Leute deinen Namen oft als guten Kommentator, interessiert sie automatishc mehr, was du so treibst. Der Schlüssel zu mehr Kommentaren lautet also: Vernetze dich! Hilf anderen, schreib Kritiken, misch dich ein.

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7River

Vordhosbn

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Dienstag, 12. September 2017, 09:25

Das ist wie bei vielen Dingen im Leben...was dir teuer und lieb ist kann den Anderen in ihrer Welt egal sein...wenn ich ein Interview oder Kurzfilm mache, präsentiere, steckt so viel Arbeit,Leidenschaft und Begeisterung von mir drin das es schwer fällt dies zu akzeptieren...aber ich arbeite daran! Dazu: Fußball ist mir "......." egal!

Ich hatte das aber auch schon öfters da ich "nur" Interviews und Kurzfilme mit/von Kindern u. Jugendlichen mache und das interessiert....

;)

TroubadixRhenus

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Dienstag, 12. September 2017, 11:23

...Eine Frage hab ich aber auch an dich: du bist seit 2015 hier angemeldet und, wenn ich richtig gesehen habe, hast bislang zu einem Projekt einen Kommentar hinterlassen. Warum gibst du hier im Forum nicht mehr Feedback?


Eine berechtigte Frage!

Als ich mich damals hier angemeldet habe, ging es mir zunächst rein um technische Fragen. Dann habe ich fast zwei Jahre garnichts mehr geschrieben, bzw. war auch lange nicht mal mehr als Leser hier im Forum.

Ich bin bislang reiner Einzelkämpfer mit der Kamera. Zeige meine Filmchen auch eigentlich nur Leuten, die ich kenne, also etwa in Facebookgruppen, in privaten Foren oder auch mal direkt am Monitor. Das allerdings bislang auch eher, weil ich leidenschaftlich gerne Filme mit Musik kombiniere, und da gab/gibt es ja die bekannten Probleme mit GEMA und den Musikverlagen. Wobei sich das allerdings bei Youtube auch geändert hat - nicht nur mit der GEMA, sondern auch viele Musiklabel haben Musikstücke zur "nichtmönetären Verwendung in Videos" freigegeben - wenn man Youtube denn glauben mag. Dafür darf die Tube dann Werbung einblenden. Und dann ist das Desinteresse an meinen Filmen sogar vorteilhaft, denn aufgrund der geringen Zugriffszahlen sind die Videos dann auch für Werbung anscheinend völlig uniteressant! :D

Was mein Feedback hier angeht: Ich denke, wenn ich hier im Forum generell aktiver werde (das mit dem geben und Nehmen sehe ich auch so), dann wird sich das sicherlich auch ändern.


Grüsse:
Thomas

Lierov

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Dienstag, 12. September 2017, 13:45

Das krasseste war da mal eine Livevorführung eines wirklich tollen und aufwendigen Musikvideos eines Bekannten bei einem Treffen, wo die Leute teilweise einfach weiter gequatscht haben...


ich glaube gerade Musikvideos sind da etwas problematisch. Musikvideos sind in der Regel wenige Minuten lang und eigentlich gar nicht dafür gedacht, dass man da gebannt die volle Zeit hinstarrt. Das war vielleicht in den 80ern noch so, wo es im Gegensatz zu heute wenig Möglichkeiten gab, Musikvideos zu sehen. Und wenn dann so, wie sie einem vorselektiert präsentiert wurden ("Formel Eins" oder "Ronnys Popshow"). Ich glaube, dass es so ein Hype wie damals bei Michael Jacksons "Thriller" heute nicht mehr möglich ist. Zum einen weil sich unsere Sehgewohnheiten stark verändert haben und zum anderen, weil Musikvideos (im Profi- sowie im Amateurbereich) inflationär und beliebig geworden sind und die 24/7 Verfügbarkeit und ein "Man-hat-sowieso-schon-alles gesehen"ein wirkliches Interesse an neuen Videos stark einschränken. Daher sollten meiner Meinung nach die Macher von Musikvideos ihre Erwartungen an die Reaktion des Publikums realistisch sehen. Ein "Huddu-fein-gemacht" ist da wohl eher nur von Freunden und Familienangehörigen zu erwarten.
Bei szenischen Kurzfilmen sieht die Sache etwas anders aus. Wo eine Geschichte erzählt wird, ist es schon ziemlich doof sich nebenher zu unterhalten. Dass das Menschen trotzdem tun (und das tun sie - oft genug sogar im Kino!) ist wohl nicht zu ändern. Wobei ich glaube, dass es sich dann um Einzelfälle handelt oder der Film vielleicht einfach zu langweilig ist.
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TroubadixRhenus

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Mittwoch, 13. September 2017, 00:13

Tja.... was soll ich sagen: Sicherlich hängen wir alle gewissen Modeerscheinungen hinterher. Wie sich unsere Wahrnehmung steuern und beeinflussen lässt ist sicherlich eine interessante Frage für die entsprechenden Wissenschaften.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir "Moden" im Allgemeinen relativ Wurst sind. Ich ziehe gerne "mein Ding" durch. Vielleicht ist es dann einfach auch irgendwie "Schicksal", ob man gehört wird oder auch nicht.

Ohne mich jetzt auch nur ansatzweise auf eine Stufe mit zahllosen, heute hochpopulären aber längst verstorbenen Künstlern stellen zu wollen: Es ist aber nichts Neues, dass viele Kunstschaffenden, die heute in ihrem Fach richtungsweisend sind, zu Lebzeiten keinerlei Wertschätzung genossen haben. Dies nur als Anmerkung, was "Moden" bewirken können. Nun ja.

Hier mal ein Beispiel für ein Video, was ich mir selbst immer mal wieder gerne anschaue. Sicherlich auch unter Amateurkreisen nicht so wirklich der große Knaller, aber irgendwie mag ich das Thema. Die Musik habe ich mir übrigens beim Filmen über Kopfhörer "live" angehört", damit man etwas mehr Gefühl für das Timing aber auch für die Stimmung bekommt.



Aber sicherlich kann es auch zum Problem werden, wenn man persönlich allzu "verliebt" in eine Thematik ist. Dann kann einem schnell der objektive Blick abhanden kommen. ;)

Tiger

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Mittwoch, 13. September 2017, 01:17

Geht es hier um Feedback im Amateurfilm-Forum oder in der richtigen Welt? Hier im Forum ist das Feedback oft eher analytisch als emotional. Das ist aber auch kein Wunder, viele hier haben im Leben tausende Clips und Filme gesehen und Feedback kommt nur wenn der vorgestellte Film irgendwie etwas besonderes ist, im Positiven oder im Negativen. Ein Film, der nicht irgendwie heraussticht, wird leicht als belanglos abgehakt und geht im allgemeinen Rauschen unter. Wenn du Feedback willst, mach was mit Mädels und Gewalt, da gibt es immer ein paar Reaktionen ;)

Wichtiger finde ich aber, was außerhalb des Forums passiert. Da ist die Aufgabe, den richtigen Film zum richtigen Publikum zu bringen. Wenn du z.B. Extremsport filmst, poste das Ergebnis in den passenden Sport-Communities und eher nicht bei den Kleintierzüchtern. Wenn du Publikum außerhalb vom Internet suchst, reiche den Film bei Festivals ein. Veranstalte eine Premieren-Feier zusammen mit anderen Filmern in einem lokalen Dorfkino. Wenn du in die künslerische Richtung gehst, platziere den Film bei entsprechenden Kunstveranstaltungen. Es gibt viele Möglichkeiten, deine Werke zu präsentieren. Wichtig ist, du musst die Zielgruppe und den Film zusammenbringen. Wenn Film und Publikum zusammenpassen, kommt auch Anerkennung und Feedback. Das ist wie bei Musikern, man muss die eigene Band auf die richtige Bühne bringen, wenn man Publikum will.

Allerdings muss der Film gewisse Mindest-Standards erfüllen. Der gepostete Clip mit dem Schiff ist vorsichtig formuliert nicht das ideale Beispiel. Man sieht ein wenig Schiff und viel Gegend. Alles irgendwie schön aber sehr schnell langweilig. Da steckt bestimmt eine Geschichte dahinter, der Film erzählt sie aber nicht. Das kommt maximal in einem ganz kleinen Kreis bei den Leuten an, die mit dem Schiff direkt etwas zu tun haben. Für den Rest der Welt ist das vollkommen uninteressant und nach einer Minute schon zu viel. Dazu kommt die sicherlich schöne Musik, die aber thematisch durch einen anderen Film bereits besetzt ist und nichts mit einer gemütlichen Ausflugsfahrt auf dem Rhein zu tun hat.

Noch etwas zum Thema GEMA und Musik: Es gibt massenweise GEMA freie Musik, teilweise gratis, teilweise für geringe Lizenzkosten. Auch hier im Forum bieten immer wieder Musiker ihre Dienste an. Daran sollte es wirklich nicht scheitern. Und wenn es unbedingt GEMA Musik sein muss, kann man auch diese gegen Einwurf mehr oder weniger vieler kleiner Scheine lizensieren. Je nach Verwendungszweck ist das nicht einmal so extrem teuer. Ich habe z.B. schon verschiedene Filme für Messestände gemacht, da kann man für überschaubare Kosten die Musik bei der GEMA "freischalten".

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Seaman

TroubadixRhenus

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Mittwoch, 13. September 2017, 11:45



Allerdings muss der Film gewisse Mindest-Standards erfüllen. Der gepostete Clip mit dem Schiff ist vorsichtig formuliert nicht das ideale Beispiel. Man sieht ein wenig Schiff und viel Gegend. Alles irgendwie schön aber sehr schnell langweilig. Da steckt bestimmt eine Geschichte dahinter, der Film erzählt sie aber nicht. Das kommt maximal in einem ganz kleinen Kreis bei den Leuten an, die mit dem Schiff direkt etwas zu tun haben. Für den Rest der Welt ist das vollkommen uninteressant und nach einer Minute schon zu viel. Dazu kommt die sicherlich schöne Musik, die aber thematisch durch einen anderen Film bereits besetzt ist und nichts mit einer gemütlichen Ausflugsfahrt auf dem Rhein zu tun hat.



Danke für die Stellungnahme. Das Filmchen entstand im Nachgang zu einer Vereinstour auf eben diesem Schiffchen, und wurde ursprünglich auch nur in diesem Kreis gezeigt. Das Schiff war dem Publikum also im Prinzip bekannt und musste nicht groß gezeigt werden.

Tja - die Musik. Genau, erstmal finde ich sie einfach schön. Die Assoziationen die Filmmusik mit sich bringen, können sicherlich problematisch sein. Aber auch ohne Eisberge und 1500 absaufende Menschen fand ich hier die Thematik nicht so ganz unpassend. "An Ocean of Memories" passte meiner Meinung nach auch zur letzten Fahrt des Schiffes nach einem schönen Sommer. Und das Schiff ist Baujahr 1913, und passt daher auch zumindest in die Zeit, die der Blockbuster beschreibt zu der die Filmmusik gehört - wenn man sich denn doch auf diese Vergleiche einlassen möchte. Und ich muss zugeben, dass das zumindest auf mich selbst einen gewissen Reiz hat.

Aber sicher ist es hier das falsche Publikum, weil niemand einen Bezug zur Sache hat, das ist sicherlich richtig. Dafür war das Filmchen allerdings auch nicht gedacht, sondern als Erinnerung an einen Vereinsausflug.


Zitat

Noch etwas zum Thema GEMA und Musik: Es gibt massenweise GEMA freie Musik, teilweise gratis, teilweise für geringe Lizenzkosten. Auch hier im Forum bieten immer wieder Musiker ihre Dienste an. Daran sollte es wirklich nicht scheitern. Und wenn es unbedingt GEMA Musik sein muss, kann man auch diese gegen Einwurf mehr oder weniger vieler kleiner Scheine lizensieren. Je nach Verwendungszweck ist das nicht einmal so extrem teuer. Ich habe z.B. schon verschiedene Filme für Messestände gemacht, da kann man für überschaubare Kosten die Musik bei der GEMA "freischalten".


Was das betrifft reichen mir die derzeitigen Regelungen von Youtube mit den Verwertungsgesellschaften wie GEMA sowie den Musikverlagen, die in vielen Fällen nun die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Musikwerken in Videos zur "nichtmonitären" Verwendung erlaubt. Im Gegenzug räumt man als Videofilmer den "Partnern" das Recht ein, das eigene Video in Form von (eventuell) eingeblenteter Werbung zu monetarisieren.

Ich glaube so eine Regelung gab es bislang tatsächlich noch nie.


Grüsse:
Thomas

PS: So ganz folgenlos war der Film allerdings doch nicht: Immerhin haben wir daraufhin die Tour mit drei Leuten spontan wiederholt. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TroubadixRhenus« (13. September 2017, 12:02)


TroubadixRhenus

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Samstag, 16. September 2017, 11:49

Weil sich das Thema bereits totgelaufen hat, vielleicht mal eine Kritik zur Kritik:

Ich finde da sollte vielleicht doch etwas mehr im Konjunktiv geschrieben werden. Kritik ist letztlich auch immer subjektiv und keine festzementierte allgemeingültige Tatsache. Gerade bei solchen Themen sollte man anstatt "so ist es, weil ich das sage" vielleicht eher mit "meiner Meinung nach...", "ich finde..." ect. formulieren. Das macht den Umgang (meiner Meinung nach) deutlich lockerer.

Ich werde jedenfalls bei meinem Stil bleiben - Weiterentwicklung natürlich nicht ausgeschlossen. Aber Irgendwelchen angeblichen Sehgewohnheiten werde ich mich nicht beugen oder ihnen hinterher rennen. Dann bleibt es eben bei Filmchen "die die Welt nicht interessieren". ;) Und wer weis: Vielleicht sucht man in 20 - 30 Jahren genau nach soetwas - mit langen Einstellungen wo man auch etwas erkennen kann, und ohne die heute "hippen" nevösen Schnitte im Sekundentakt. ^^

Trotzdem vielen Dank für die deutlichen Worte. :)

society_of_geeks

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Sonntag, 17. September 2017, 11:09

Gerade bei solchen Themen sollte man anstatt "so ist es, weil ich das sage" vielleicht eher mit "meiner Meinung nach...", "ich finde..." ect. formulieren. Das macht den Umgang (meiner Meinung nach) deutlich lockerer.


Ich finde oft das negative Kritik schon bedeutet das etwas nicht stimmt, die Analyse ist nur oft falsch. Wenn ich Freunden einen Film zeige, dann sagen die was Ihnen gefällt und was nicht, und ihr Verbesserungsvorschläge oder Analysen warum es noch nicht ideal ist sind oft quatsch. Aber das Gefühl, dass etwas noch nicht ganz stimmig ist liegt nicht falsch. Deshalb denke ich sollte man Kritik schon ernst nehmen, aber eben selbst entscheiden woran es wirklich liegt.

TroubadixRhenus

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Sonntag, 17. September 2017, 13:05

Ich denke mal, dass selbst technisch und künstlerisch perfekte Filme (wovon meine Amateurfilmchen meilenweit entfernt sind!) immer noch ihre "Kritiker" finden.

Man sollte konstruktive Kritik schon ernst nehmen, sicher. Aber allzusehr andienen sollte man sich ihr auch nicht - erst recht nicht, wenn man nicht davon leben muss, sondern das Ganze als Hobby betreibt.

Sicher ist es schade, wenn kaum positives Feedback kommt, aber andererseits habe ich auch nichts davon, wenn nun die große Lobhudelei los geht, aber einem selbst die eigenen Erzeugnisse nicht mehr gefallen.

Und wie bereits mehrfach gesagt: Alles ist eben absolut subjektiv.

Und der Blick auf die eigenen Erzeugnisse ist nun mal besonders schwierig, besonders bei eigenen Videos, die man beim Schneiden und Vertonen zig mal und Szene für Szene selbst durchgenudelt hat. Aber sicher auch, wenn man selbst an einer Thematik sehr hängt.

Ich bin eben so drauf, dass ich mich auf so ein Schiffchen setzen kann, und mir dort 11 Stunden den Wind um die Nase wehen lasse (so lange dauert die komplette Tour!) Und am Ende der Reise gerne noch zwei Stündchen dran hängen würde. Diese Ruhe und diese friedliche Stimmung, die einen oft auch erst nach Stunden so richtig erfasst... Ich finde es immer wieder faszinierend zu spüren, wie man dabei so nach und nach "runter kommt". Und Musik ist dann manchmal auch live auf dem Schiff via Kopfhörer dabei. Einfach nur "Gänsepelle", sich einen Noise-cancelling-Kopfhörer aufzusetzen und dann sein eigenes "Privatvideo" zu geniessen. Und wenn schon "Programmmusik", dann gerne auch mal richtig: ;)


(fremdes Beispielvideo - geht nur um die Musik!)

Das 39-Minutenstück passt auch zeitlich genau in die Passage um den namensgebenden Felsblock, und gerade jetzt im Herbst ohne den Postkartenwetterbetrieb fällt man da von einem Gänsepelleschub in den nächsten. das hat dann fast schon etwas sakral-erhebendes! :thumbup:

Solch eine Stimmung würde ich gerne in einem Video ein wenig rüber bringen. Sonst nichts. ;)

Tiger

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Sonntag, 17. September 2017, 14:06

Alles ist eben absolut subjektiv

Das würde ich so nicht zu 100% unterschreiben. Wenn du Filme nur für dich machst, um dich selbst daran zu erfreuen, kannst du machen was du willst. Wenn aber andere Leute sich für deine Werke interessieren und sie konzentriert bis zum Ende anschauen sollen, musst du auch deren Ansprüche zufriedenstellen. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und die Bewertung eines Films ist immer ein Stück weit subjektiv. Es gibt aber viele Dinge, die eine ganz große Mehrheit sehr ähnlich wahrnimmt. Ob ein Film langweilig oder spannend, düster oder fröhlich, brutal oder zurückhaltend, berührend oder distanziert ist usw. wird von vielen Leuten sehr ähnlich empfunden. Es gibt in gewissen Grenzen schon einen Konsens, was ein guter Film ist, auch wenn die Bewertung unterbewusst abläuft. Nur so lässt sich auch erklären, daß manche Filme totale Kassenschlager werden und andere ein völliger Flop sind (oder viele/wenige Klicks bei Youtube, gute/schlechte Quote in der Glotze usw. bekommen). Wenn man mit seinen Werken andere Leute erreichen will, muss man schon versuchen, sich auf deren Geschmack einzustellen. Das gilt für Filme wie auch Bücher, Musik, Fotos, Kunst, Kochen, Reden/Vorträge und eigentlich fast überall im Leben wo man es mit "Publikum" zu tun hat.

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Seaman

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Sonntag, 17. September 2017, 15:07

Ich schließe mich der Meinung von Tiger an, Vernetzung ist eines der wichtigsten Wege Resonanz zu erhalten. Wir betreiben mit einem guten Dutzend Machern das Bürgerfernsehen CAS-TV und haben ganz schnell gemerkt das ohne Vernetzung gar nichts geht. Dazu nehmen wir oft örtliche Musiker mit ins Boot um für den Sound zu sorgen. Das hat natürlich mehrere positive Nebeneffekte für alle Beteiligten - kann ich nur empfehlen. Vor allem schraubt es die Erwartungen an das Video-Werk nicht so hoch als wenn man einen Blockbuster Titel wählt, und das Video den mit der Musik verbundenen Erwartungen nicht entspricht.
Wir haben zum Beispiel den Bürgermedienpreis (Publikumspreis) NRW gewonnen, nicht weil wir das beste Video eingereicht haben, sondern weil unsere Vernetzung einfach Klasse ist, so ist das im Leben halt.

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