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Linda

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Donnerstag, 6. April 2017, 08:36

Gedanken zum Filmemachen

Ein guter Film ist wie ein gutes Drei-Gänge-Menü, sagte einmal meine Lehrerin an der VHS. Und ich stimme ihr zu. Bei einem Film muss alles harmonisch zueinander passen. Was nützt die beste Location, wenn das Drehbuch Scheiße ist, oder, die beste Kameraführung, wenn der Schnitt unterirdisch ist?
Darum finde ich, dass PLANUNG das A und O beim Filme machen ist!
Zuerst hat man ne Idee, aus dem man das Drehbuch entwickelt. Lässt das Drehbuch von anderen lesen, und verbessert es dann. Dann sucht man die Location und die Schauspieler, sowie den Kameramann oder die Kamerafrau, und, was man sonst so alles braucht zusammen, und plant jede Szene, jede Einstellung im Voraus.
Dann dreht man, und hält sich eng an den Plan. Beim Schneiden denkt man darüber nach, welche Wirkung man erzielen will, und wie man das am besten durch Ton und Schnitt erreicht. Man macht eine Rohfassung, wirft das übrige Material aber nicht weg. Zeigt die Rohfassung anderen, die ihren Senf dazu geben, und erstellt dann die endgültige Fassung.
Ich weiß, ne Menge Arbeit und Stress, aber es lohnt sich! Weil es so die Profis machen.
Ich bin Laiin, kenne mich nur bei Drehbüchern etwas aus. Ich würde mich freuen, bei einem Dreh in Berlin mal Mäuschen spielen zu dürfen. Denn, vielleicht irre ich mich ja, und es funktioniert auch anders?
Wir mögen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir. - Mark Twain

Lierov

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Donnerstag, 6. April 2017, 11:29

Hey Linda...

Ich weiß jetzt nicht genau was du mit dem Text aussagen möchtest. Er liest sich erstmal wie eine Anleitung, dann aber relativierst du es wieder bzw. stellst es infrage. Ich finde man merkt mal wieder stark, dass du dich nur im Bereich Drehbuchschreiben auskennst. Was an sich ja kein Problem darstellt, aber wenn du hier jetzt eine Anleitung geben möchtest, wie ein Film entsteht, finde ich das doch schon etwas seltsam. Wer sagt denn, dass jemand der eine Idee zu einem Film hat und dann sogar ein Drehbuch verfasst, sich dann um Location, Schauspieler, Kamera etc. kümmert? Sicher gibt es diese Menschen, speziell im Amateurfilmbereich wird man da wahrscheinlich viele finden. Ansonsten eher nur bei einigen wenigen Autorenfilmern. Oder frag mal 7River wieviele Filme er schon gedreht hat. Oder besser: bei wievielen deiner Drehbücher hast du das getan?
Und deine Behauptung, dass Planung das A und O ist zeigt auch, dass dir einfach Erfahrungen fehlen. Du weißt was A und O bedeutet? Planung ist sicherlich wichtig! Aber ich glaube es gibt kaum einen Film, bei dem alles genau so lief, wie man es geplant hat. Das spielt das Wetter plötzlich nicht mit oder ein Schauspieler fällt kurzfristig aus oder oder oder. Das kannst du planen soviel wie du willst, ohne Kreativität und Flexibilität wirst du da nicht sehr weit kommen.
Ich glaube dein Vorhaben bei einem Dreh anwesend zu sein ,würde dir wirklich sehr helfen deinen doch relativ beschränkten Horizont zu erweitern. Das hört sich jetzt fies an, ist aber gar nicht böse gemeint.
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joey23

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3

Donnerstag, 6. April 2017, 14:47

Sicherlich ist Planung wichtig. Noch wichtiger finde ich aber:

Flexibiliät
Bei keinem Film läuft alles so, wie es mal geplant war. Immer kommt was dazwischen: Wetter, Licht, Location, Schauspieler, irgendwas ist immer. Da hilft dann auch die beste Planung nichts.

Erfahrung
Ich habe in den letzten 10 Jahren geschätzt knapp 2000 Filme gemacht, das meiste dokumentarisch. Und ich lerne bei jedem weiteren Film etwas dazu.

Vor allem was den zweiten Punkt, die Erfahrung angeht, halte ich dein Vorhaben mal bei einer echten Produktion dabei zu sein für sehr Unterstützenswert. Wenn ich dir aber noch einen Rat mitgeben darf: Beschränkte dich wirklich aufs zuschauen, und versuche nicht, das Team mit Drehbuchtheorien zu beglücken, Sonst bist du vermutlich relativ schnell wieder zu Hause ;)

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7River, Vordhosbn

Linda

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Donnerstag, 6. April 2017, 18:06

Ich weiß jetzt nicht genau was du mit dem Text aussagen möchtest. Er liest sich erstmal wie eine Anleitung, dann aber relativierst du es wieder bzw. stellst es infrage. Ich finde man merkt mal wieder stark, dass du dich nur im Bereich Drehbuchschreiben auskennst.
Ich weiß viel in der Theorie, aber wenig in der Praxis. Da stimme ich Dir unumwunden zu! Und da, wo ich mich gut auskenne (Drehbuch) habe ich auch Schwachstellen (z.B. Dialoge, die sind bei mir oft zum davonlaufen).
Und deine Behauptung, dass Planung das A und O ist zeigt auch, dass dir einfach Erfahrungen fehlen. Du weißt was A und O bedeutet? Planung ist sicherlich wichtig! Aber ich glaube es gibt kaum einen Film, bei dem alles genau so lief, wie man es geplant hat. Das spielt das Wetter plötzlich nicht mit oder ein Schauspieler fällt kurzfristig aus oder oder oder. Das kannst du planen soviel wie du willst, ohne Kreativität und Flexibilität wirst du da nicht sehr weit kommen.
Man hat IMMER einen PLAN B zur Hand, und oft auch einen PLAN C. Denn solche Dinge (Wetter, Schauspieler fällt aus, technische Probleme) passieren immer wieder. Aber sie Leute in Hollywood, Bollywood und sonstwo, haben immer Ersatz. Da wird der Drehplan umgeschrieben, das Drehbuch geändert, oder sich neues Equipment gesucht.


Vor allem was den zweiten Punkt, die Erfahrung angeht, halte ich dein Vorhaben mal bei einer echten Produktion dabei zu sein für sehr Unterstützenswert. Wenn ich dir aber noch einen Rat mitgeben darf: Beschränkte dich wirklich aufs zuschauen, und versuche nicht, das Team mit Drehbuchtheorien zu beglücken, Sonst bist du vermutlich relativ schnell wieder zu Hause ;)
Ich wäre gerne bei der Produktion dabei, um zu lernen, denn nur durch lernen verringert man eigene Fehler.
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tevauloser

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Donnerstag, 6. April 2017, 19:31

Erfahrung
Ich habe in den letzten 10 Jahren geschätzt knapp 2000 Filme gemacht, das meiste dokumentarisch. Und ich lerne bei jedem weiteren Film etwas dazu.


Wooow, echte Fliessbandarbeit also? Und du hast dich auch nicht mit einer Null zuviel verrechnet? Aber diese Filme hast du nicht von A bis Z alleine gemacht, oder?
Ich habe es in den letzten zehn Jahren auf genau 2 Filme gebracht. Hiermit ergibt sich ein Durchschnitt von 1001 (-er Nacht) :thumbsup:

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HansSchulte, zodiax

rico77

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Donnerstag, 6. April 2017, 20:31

Ich habe in den letzten 10 Jahren geschätzt knapp 2000 Filme gemacht, das meiste dokumentarisch. Und ich lerne bei jedem weiteren Film etwas dazu.

Respekt!.....wenn man Wochenenden, Feiertage, Ferien, Schlechtwettertage Krankheitstage usw abzieht, ist das ca. 1 Film pro Arbeitstag!

maximus63

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7

Donnerstag, 6. April 2017, 21:00

Würde gerne mal einen sehen von joey23.

tevauloser

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Donnerstag, 6. April 2017, 22:02

Ich auch. Der Einfachheit halber den schlechtesten und den besten...ich möchte gerne wissen, wo ich stehe.

Lierov

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Donnerstag, 6. April 2017, 23:06

Ich auch. Der Einfachheit halber den schlechtesten und den besten...ich möchte gerne wissen, wo ich stehe.

wer zeigt schon gerne sein schlechtestes Werk?! Die nächste Frage wäre, was du davon hast? Wenn ich dir meinen schlechtesten Film zeigen würde, wäre das mein erster Film von vor 25 Jahren.
Was für eine Relevanz hätte das für dich, wenn du einen solch alten Film anschaust? Ich glaube es macht wenig Sinn, wenn du deine Fähigkeiten anhand von Joeys Filmen einordnest. Dein erster Film "howdy Cindy", den du damals vorgestellt hast, war doch ganz solide. Klar habe ich immer was zu meckern, aber soweit ich mich erinnere war der schon besser als der Durchschnitt hier. Produziere Filme und präsentiere sie hier, da bekommst du meiner Meinung nach eine bessere Einschätzung "wo du stehst"
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LennO

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Freitag, 7. April 2017, 01:33

Leute ^^ Vermutlich meinte joey entweder 200 oder es war eine grob überschlagene 2000 wobei die richtige Zahl vermutlich dann eher um die tausend läge. Aber was ihr hier rechnet ist goldig. Kein freischaffender in der filmbranche hat 165 Urlaubstage im Jahr, oder anderweitige Ausfalltage. Als Cutter irgendwo kommst du locker auf ne große Summe Projekte innerhalb kürzester Zeit. Bei mir sammeln sich im Jahr auch ne Menge Produktionen an, natürlich nicht so viele, da mein Department halt länger an Dingen sitzt, aber als er kamermann/Frau oder eben Editor oder Tonmann/frau kommt man schnell auf einige Dutzend Produktionen im Jahr ;) Man sagt dann auch mal "gemacht" wenn man eigentlich natürlich "mitgewirkt" meint. Da Joey meines Wissens nach nunmal das Ganze auch als Job macht (auch wenn ich nicht weiß ob als editor, Beleuchter, whatever) ist eine hohe Zahl an Produktionen absolut nicht unwahrscheinlich. Mann muss ja nich alles so wörtlich nehmen.

joey23

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11

Freitag, 7. April 2017, 08:07

Nein, ich meine schon 2000, und nicht 200. Und einer pro Arbeitstag trifft es ziemlich genau, wobei "Filme" vielleicht der irreführende Begriff ist. "Videos" (In AFF-Sprech "Clips") trifft es eher. Das sind alles keine szenischen Filme, mit Schauspielern und Drehbuch, sondern sind kurze, dokumentative Stücke, Interviews, News, Berichterstattung, viele Livesendungen mit Bildmischer, jede Menge Kameras etc. Aber auch ein paar Szenische Sachen, Musikvideos etc sind dabei. Ansonsten habe ich szenische Filme (im Sinne des AFF) eher privat gemacht. Von den privaten findet man ein paar alte auch hier im Forum.

Ich mache das aber auch nicht als Hobby, sondern verdiene meinen Lebensunterhalt damit. Der YT-Account meines Arbeitgebers hat jetzt knapp über 1400 Filme, 99% davon habe ich in den letzten 6 Jahren gedreht, geschnitten und vertont. Filme mache ich jetzt seit 10-11 Jahren, davor eben selbstständig. Die Zeit kann ich schwerer spontan überschlagen, daher die geschätzten 2000 Filme.

Ihr werdet mir sicher nachsehen, dass ich meinen Arbeitgeber hier nicht verlinken möchte. Wer mag, kann mir eine PN schicken.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »joey23« (7. April 2017, 08:16)


HansSchulte

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12

Freitag, 7. April 2017, 14:29

@ Joey23

Für mich hört sich das nach den Brocken, die ich in Gesprächen mit Leuten aus dem Bereich aufgeschnappt habe, ein wenig nach Reality-TV an.

Zitat

Ich habe in den letzten 10 Jahren geschätzt knapp 2000 Filme gemacht
Und wenn ich mal schreibe, ich habe 25.000 Filme gesehen, werde ich gekreuzigt. :thumbsup:

(Das Ansehen von Filmen wird oft unterschätzt. Es gehört zum Handwerkszeug des Filmemachers, weil man sich ein nÜberblick verschaffen muss, was es gibt, was zu oft und was funktioniert)

Zitat

Mich zum Beispiel lässt der tausendste Amateur-Horror-Film völlig kalt, der mit schwachen Schauspielern, amateurhafter Kamera und einer angeblich total innovativen Story versucht meine Zeit zu stehlen. Den ignoriere ich dann einfach, und gut ist.
Da wäre ich ja wirklich mal gespannt, ob deine Massenproduktion, die jeden Roger Corman wie einen Faullenzer aussehen lässt, alle deine genannten Ausschlußkriterien vermeiden. 8o :)

Mich läßt der tausendste Fernsehspot eben völlig kalt. :D

***********************************************************************************************
Aber zurück zum Toppic.
Den Antwortern, die geschrieben haben, daß Plaunung nicht alles ist, sondern man auf unzählige unvorhergesehene Ereignisse reagieren muss, und wenn's nur der Mähdrescher ist, der auf dem nächsten Feld sein Unwesen treibt...

Etwas putzig finde ich den belehrenden Unterton von jemand, der / die anscheinend noch nicht die große Produktionserfahrung hat.

Dann gibt es auch unterschiedliche Herangehensweisen. Man zeigt nicht unbedingt das Drehbuch etlichen anderen, besonders nicht dann, wenn man Angst hat, daß die Idee geklaut wird. ggf kennen sogar die Schauspieler nur ihre Szenen und das Gesamtkonzept erschließt sich ihnen erst bei der Premiere. Wes Geld ich nehm, des Film ich spiel (in Abwandlung eines alten Sprichworts).


Ich würde nicht von mir behaupten, daß ich mich mit Irgendwetwas, was einen filmischen Beruf darstellt, wirklich auskenne. Auch nicht mit dem Schreiben korrekt formatierter und branchenüblich systhematisierte Drehbücher. Nee, ich schreibe einfach ne Story auf, die mir gefällt.

Bei der Umsetzung habe ich ein komplett andere Reihenfolge als die gute Linda.

Als erstes sehe ich nach, welches Budget ich habe (da spricht dann der gelernte Kaufmann), dann siebe ich unter den rund 20 Filmideen, die mir ständig wirr im Kopf herumgeistern, diejenigen aus, die für das Budget zu teuer sind. Danach hake ich nach, welche Schauspieler überhaupt im nächsten Quartal verfügbar sind und wie weit die Leute gehen würden. Als Nächstes die Räumlichkeiten, die ich auftreiben kann (kann ggf auch später erfolgen).

Erst dann schreibe ich die Geschichte auf und passe dabei bereits die Handlung und die Rollen der Ausstrahlung der Darsteller und den Räumen an. Der Rest ist beten (kein Scherz), daß der Kameramann die Aufnahmen in der zur Verfügung stehenden Zeit in den Kasten bekommt, und daß uns kein Regen die Tour vermasselt.

Bei Schnitt bin ich allerdings wieder bei Linda. Ich mache ihn mit Leuten zusammen, die in vielen Dingen andere Auffassungen haben als ich, um eine kontroverse Meinung zu haben. Den fertigen Film zeige ich guten Freunden und eventuell muss ich was umarbeiten.

Und wie bereits an anderer Stelle erwähnt: Vor dem Schreiben der ersten Zeile veruteile ich mich dazu das Genre so weit zu kennen, daß ich nicht der 400.bin, der ein Handlungsmuster durchzieht. Kontrastär zu den verbreiteten Genre-Stories arbeiten.

joey23

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13

Freitag, 7. April 2017, 15:06

Zitat

Für mich hört sich das nach den Brocken, die ich in Gesprächen mit Leuten aus dem Bereich aufgeschnappt habe, ein wenig nach Reality-TV an.


Gott bewahre!

HansSchulte

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Freitag, 7. April 2017, 15:20

Ja, davor bewahre Gott uns beide.

EvilMonkey

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Freitag, 7. April 2017, 22:10

@ Joey23

Für mich hört sich das nach den Brocken, die ich in Gesprächen mit Leuten aus dem Bereich aufgeschnappt habe, ein wenig nach Reality-TV an.


Ich schmeiß mich weg... :thumbsup:

Tja Joey, das hast du davon wenn du so wirkungsvoll teaserst! Ich glaube die Diskussion hier sollte sich nicht so unbedingt auf diese schnell rausgeschmissene Zahl von Joey konzentrieren. Ich weiß was er macht (und schätze es sehr, ist eine total seriöse Sache) aber das ganze hat tatsächlich sehr wenig (Joey, nimms mir nicht krumm) mit szenischem Film im klassischen Sinne zu tun. Deswegen finde ich die Zahl auch etwas irreführend, obwohl sie natürlich technisch genommen stimmt.

tevauloser

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Freitag, 7. April 2017, 22:27

Wer der Aufforderung zur Info via PN gefolgt ist, ist klar im Vorteil. Aber das ist halt mit einem kleinen Aufwand verbunden.

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Thoma

Linda

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Samstag, 8. April 2017, 06:33

So arbeiten Profis

Der Ablauf, bis zur Fertigstellung eines Films, läuft in etwa im professionellen Bereich so ab:

1. Ein Autor schreibt aus sich heraus ein Drehbuch, oder wird von einem Produzenten dazu beauftragt. Der Autor lässt das Drehbuch durchs Lektorat gehen, und, wenn er es selbst vermarktet, schickt er es entweder selbst, oder durch seine Agentur, an einen Produzenten/Fernsehsender.

2. Der Produzent/Sender (Redeakteur) liest es, will Veränderungen, die der Autor schreibt (er will ja was dabei verdienen). Dann wird das Drehbuch abgenommen. Der Autor erhält das Geld.

3. Der Produzent stellt das Team zusammen, ein Drehplan wird erstellt, Drehgenehmigungen werden eingeholt. Das ganze Zeugs halt.

4. Dann wird gedreht. Der Komponist bekommt die Szenen, schreibt die Musik dazu. Nach dem Wunsch des Regisseurs und/oder Produzenten, wird der Film geschnitten. Früher wurden die Filme in Hollywood dann einem Testpublikum gezeigt (heute nicht mehr).

5. Die Werbetrommel wird gerührt, der Trailer läuft in den Kinos oder/und im Fernsehen.

Natürlich kann und soll ein Amateur nicht so handeln! Wo bliebe sonst der Charme der Amateurfilme? Aber das eine oder andere kann man, so denke ich, doch verwenden. Z.B., das gute Planung das A und O ist, aber man immer einen Plan B und C in der Hinterhand haben muss.
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LennO

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Samstag, 8. April 2017, 07:20

Gerlinde: Bei diesem durch Wikineinträge ergoogleten Allgemeinposten der rein garnichts mit Filmrealität zu tun hat(und was Planung und das "A und O" unterschiedlicher Bereiche einer Produktion sind weißt du ganz einfach nicht) empfehle ich dir, wie jemand vorher, echt mal an einer Produktion teilzunehmen, und dabei zuzuschauen. Deine Verkürzung von vielleicht noch ansatzweise richtigen Bestandteilen eines Produktionsablaufes ist eine so arge Verknappung von Tatsachen, dass ich genausogut behaupten könne der Himmel wäre blau und vermutlich hab ich damit recht. Nur damit habe ich niemand auch nur einen Ansatz von Wissen vermittelt. Die Hälfte deiner Aussagen ist falsch, die andere Hälfte hat absolut keine Substanz außer "so könnte ich mir vorstellen dass das so sein mag". Was soll dein letzter Post aussagen? Du hast nicht einen blassen Schimmer "wie Profis arbeiten" und darüber hinaus würde auch ich mir nicht anmaßen wirklich zu wissen wie manche Dinge funktionieren, selbst wenn ich tagtäglich mit ihnen konfrontiert bin, selbst wenn sie mein Berufsfeld ständig tangieren. Nichts gegen dich, aber was du da geschrieben hast im letzten Post ist einfach... Egal. Und wenn du wirklich glaubst dass ein "Plan C" existiert, oder überhaupt schon allein Plan B, so er denn überhaupt vorhanden wäre, einer beliebigen Produktion nicht arg wehtut, dann weiß ich auch nicht was ich dazu sagen soll. Schonmal am Drehtag an ner Location gestanden und es gab für Situation x keinen Plan z und es müsste trotzdem gedreht werden? Schonmal mit Unvorhersagbarkeiten konfrontiert gewesen? Schonmal im Deadline Stress gewesen und von Faktoren abhängig über die du Null Kontrolle hast? Anscheinend nicht. Ich weiß noch nichtmal wie ich deinem Post antworten soll außer völlig inkonkreten Gegenfragen.

Um mir mal nen Punkt rauszugreifen: "4. Dann wird gedreht. Der Komponist bekommt die Szenen, schreibt die Musik dazu. Nach dem Wunsch des Regisseurs und/oder Produzenten, wird der Film geschnitten. " Wtf –? Der Komponist bekommt im Regelfall nen Scheiß bevor kein erster Rohschnitt steht und vor allem nicht "irgendwelche Szenen" und schon garkein Rohmaterial von denen, und davor haben schon ne Menge Leute das Material in den Händen gehabt, allen vorran ein DIT am Set heutzutage und minimum ein Editor. Und Ob der Regisseur Einfluss auf den Schnitt hat, ist auch von Produktion zu Produktion abhängig. An nem großen Kinofilm? Ja. Aber das alles läuft nicht ansatzweise in der Reihenfolge die du da darlegst. Und ich meine damit nicht ansatzweise.

Du schreibst "Man hat IMMER einen PLAN B zur Hand, und oft auch einen PLAN C. Denn solche Dinge (Wetter, Schauspieler fällt aus, technische Probleme) passieren immer wieder. Aber sie Leute in Hollywood, Bollywood und sonstwo, haben immer Ersatz. Da wird der Drehplan umgeschrieben, das Drehbuch geändert, oder sich neues Equipment gesucht."
. Was glaubst du eigentlich was davon ein vorher existierender, durchgedachter PLAN B oder PLAN C ist? Ich geb dir einen Tipp: Nichts davon.

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »LennO« (8. April 2017, 07:50)


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Samstag, 8. April 2017, 09:24

Danke LennO! Ich glaube damit ist alles gesagt :)
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7River

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Samstag, 8. April 2017, 13:04

Ich bin Laiin, kenne mich nur bei Drehbüchern etwas aus. Ich würde mich freuen, bei einem Dreh in Berlin mal Mäuschen spielen zu dürfen. Denn, vielleicht irre ich mich ja, und es funktioniert auch anders?
Vielleicht hat Gerlinde sich einfach nur unglücklich ausgedrückt und wollte sich halt nicht als völlige Amateurin geben. Geht es womöglich darum, mal bei einem Dreh dabei zu sein?

@Lierov

Einen Film habe ich selbst noch nicht gemacht. Das stimmt. Ich habe aber schon öfters bei einem Bekannten, der Trashfilme dreht, ausgeholfen. Die angesprochenen Probleme wie Zeitdruck, Wetter und nicht erscheinende und zu spät kommende Darsteller kenne ich nur zu gut. Daher behaupte ich mal, dass ich eine Vorstellung davon habe, wie viel Arbeit in einem Film steckt.

Persönlich halte ich Planung im Amateurbreich für wichtig. Es macht nicht viel Sinn, wenn die Darsteller ihren Text nicht können, weil ein richtiges Drehbuch nicht existiert, und sie erst den Text am Set vorgesagt bekommen.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

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HansSchulte

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Drehbuch, film, kamera, location, Schnitt

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