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ToXic pictures

TeeTrinker

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41

Sonntag, 17. September 2017, 17:28

Ich finde daran garnichts "unprofessionell"...und nach "UNSERER" Sicht....
Stellt sich doch die Frage, wer ist "Uns". Anders formuliert, wer nimmt sich das Recht zu solch einem Urteil heraus und wieviele Kinofilme stehen die "Uns" in der Vita...

[...] jedoch ist ja die verwackelte Kameraführung nun schon gang und gebe in vielen Spielfilmen. [...] Werden von uns als sehr unprofessionell abgestempelt. Ein richtiger guter Popcorn-Movie braucht einfach aus unserer Sicht eine ruhige Führung.
Unabhängig von der Frage nach dem: Wer ist "Uns" - versuchen "Wir" doch mal eine sachlich fundierte Antwort auf diese gewagten Thesen zu finden.

Geschmack ist wohl hier das Stichwort und Geschmack sei jedem ganz individuell gegönnt. Es gibt Filme die mag man oder eben nicht und gleichermaßen gibt es Stile die man mag oder eben nicht. Ulrich Seidl, der Spielfilme extrem nüchtern dokumentarisch erzählt - kann man mögen oder auch nicht, gleichermaßen wie ein Wes Anderson, der so extrem stilisiert, dass keinerlei Realismus in seinen Filmen übrig bleibt - hier gilt dasselbe. Beides aber Beispiele für hoch professionelle Herrschaften, die in ihren Filmen nichts dem Zufall überlassen.

Grundlegend gilt bei Handkamera, gleichermaßen wie auch beim Einsatz eines Dollys oder Gimbals - warum nutze ich es. Welchen inhaltlichen Grund gibt es für ein derartiges Stilmittel. In den meisten Fällen, bin ich der Überzeugung, dass die Profis sich sehr bewusst darüber sind, warum sie in dem Moment eine Handkamera nutzen, nicht zuletzt, weil der Einsatz der Handkamera nicht unbedingt eine Erleichterung beim Drehen ist.
Gleichermaßen folgt der Einsatz von Stilmitteln durchaus auch der Mode - zu beobachten war das zB. in den letzten Jahren beim Thema One-Shot oder Verzicht auf Schnitt, selbiges kann sicherlich auch beim Einsatz der Handkamera zu beobachten sein, das ist möglich. Mit unprofessionell hat das aber nichts zu tun. Möglicherweise ist der Blick über den Tellerrand des Popcorns beim Genuss eines Filmes hin und wieder auch empfehlenswert, um zu verstehen, warum ein Filmemacher das ein oder andere tut.

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