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MrMansionIV

Kameramann, Video Editor und Sprecher

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1

Freitag, 2. Dezember 2011, 16:52

Grundsätzliches Kamerawackeln in professionellen Filmen?

Als ich gestern mal wieder einen Film gesehen habe (Saw 4) ist mir eine Sache aufgefallen. Keine Szene war völlig bewegungslos. Entweder es gab Kamerafahrten oder bei den stationären Einstellungen immer ein kleines Kamerawackeln. Nachdem ich bei einigen anderen Filmen nachgesehen habe, ist mir aufgefallen, dass Saw da nicht das einzige Beispiel war und auch viele andere Filme in stationären Einstellungen ein grundsätzliches leichtes Kamerawackeln haben. Es ist wie gesagt nur ganz leicht, nur "unterbewusst" zu bemerken.
Ich muss gestehen, ich finde eine Szene wirkt sehr viel lebendiger wenn die Kamera ganz leicht wackelt und nicht völlig bewegungslos ist. (Im Vergleich von Amateur- zu professionellen Filmen ist mir das auch aufgefallen.)

Ist dieses grundsätzliche Wackeln Absicht?

Und wenn es Absicht ist, wird das in der Szene selbst gemacht oder wird da hinterher in der Post-Pro ein Effekt drübergelegt?

Ich würde hier gerne ein Beispiel zeigen, weiß aber nicht, wie es urheberrechtlich und jugendrechtlich aussieht, wenn ich hier das Ende von Saw 4 poste :D Einfach mal auf YouTube suchen ;)

Viele Grüße,
MrMansionIV

rick1000

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2

Freitag, 2. Dezember 2011, 17:03

Mir fällt das seit einiger Zeit bei Serien wie CSI und Konsorten auf. Ich denke dieser "Dynamikzuwachs" ist ein Trend der letzten Jahre. Sowie ich den Eindruck habe, daß die Schnittintervalle immer kürzer werden. Ob der Effekt nachträglich über die Post kommt, darüber habe ich nie nachgedacht, es würde mich jedenfalls wundern. Mich stört dieses Schwipp-Schwapp am Bildschirmrand allerdings in 90 Prozent der Fälle.

joey23

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3

Freitag, 2. Dezember 2011, 17:14

Das hat unterschiedliche Gründe. Häufig liegts auch an der Abtatsung, wenn der Film nicht ganz sauber vor dem digitalen Auge entlanggeführt wurde, bzw eben im Kino direkt daran, dass der Film im Projektor "schlingert".

Mr Dude

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4

Freitag, 2. Dezember 2011, 18:31

Dieses Kamerawackeln wird seit Jahren immer stärker eingesetzt. Es soll dem Zuschauer eine gewisse Nähe vermitteln. Man soll sozusagen das Gefühl bekommen, mittendrin zu sein, anstatt nur als starrer Beobachter regungslos in der Distanz zu stehen. Leider wirst du als Amateur ganz oft als Volltrottel der die Kamera nicht richtig festhalten kann abgestempelt, wenn du das auch machst.

Ich denke, das Schütteln wird beim Dreh gemacht. Die Kamera wird einfach nur auf die Schulter gesetzt und der Kameramann gibt sich weniger Mühe ruhig zu sein^^ Nein, ich denke da wird schon mehr system dann in den Bewegungen sein, k.a.
Aktueller Film: "Zwei Donuts schlagen zurück" Filmthread

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Ezio

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5

Freitag, 2. Dezember 2011, 18:46

Nein, ich denke da wird schon mehr system dann in den Bewegungen sein, k.a.

Schon mal irgendeiner das Making of von Bourne gesehen? Das ist die Antwort auf die Frage. ^^

................(Filmkanal).................................(Zeichnungen)................

Marcus Gräfe

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Samstag, 3. Dezember 2011, 00:25

Hier ein Zitat der IHK Köln: Kamerawackeln macht man NUR bei Comedy.

joey23

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7

Samstag, 3. Dezember 2011, 09:31

Gleich die erste Einstellung, Blick von oben in den Verhandlungssaal:



Das ist definitiv kein gewolltes Kamerawackeln. (Und auch keine Comedy, ganz nebenbei. IHK = Industrie und Handelskammer?)

Marcus Gräfe

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8

Samstag, 3. Dezember 2011, 13:30

Ich sehe da überhaupt kein Kamerawackeln. Höchstens ein Wackeln des Films (also der Filmrolle). Aber die Qualität des Trailers ist jetzt auch nicht unbedingt die beste.

IHK = Industrie und Handelskammer?

Ja, genau. Das Zitat bezog sich auf meinen Film zur Abschlussprüfung Mediengestalter Bild und Ton.

Ezio

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9

Samstag, 3. Dezember 2011, 14:26

Zitat

Kamerawackeln macht man NUR bei Comedy.

Seltsam... Ziemlich viele Leute machen das auch in ganz anderen Filmen und zwar gewollt, weil es einfach besser aussieht. Kommt natürlich auch auf die entsprechende Szene an.

................(Filmkanal).................................(Zeichnungen)................

Marcus Gräfe

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Samstag, 3. Dezember 2011, 14:35

Wie gesagt, das ist die Meinung der IHK Köln. Ich sehe das nicht so.

Lutz Dieckmann

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Montag, 5. Dezember 2011, 01:37

Hi,

wir machen das auch seit geraumer Zeit und haben es vielfach auf unserer neuen Schnitt II DVD, sowie bei den letzten Industriefilmen, eingesetzt. Man macht das sowohl mit der Kamera, die dabei aber immer auf einem Stativ steht, als auch in der Post. Post ist allerdings schwieriger, dauert länger, ist aber besser kontrollierbar.
Warum? Weil es dem menschlichen Sehen näher kommt aber auch weil man, wenn es schnell geschnitten wird, die Dynamik des Bildes erhöhen kann. Für mich ist ersterer Grund jedoch wichtiger.

Viele Grüße

Lutz
Danke für´s Lesen. Mehr auf: http://hd-trainings.de und http://hd-filmschule.de

Lutz Dieckmann auf Facebook oder 06102/75 64 85

rick1000

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12

Montag, 5. Dezember 2011, 05:41

Zitat

Man macht das sowohl mit der Kamera, die dabei aber immer auf einem Stativ steht...

Kann man sich das so vorstellen, wie permanente kurze Vertikal-Schwenks, oder ist es eher ein Antippen des Neigers ?

Marcus Gräfe

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13

Montag, 5. Dezember 2011, 15:18

die Dynamik des Bildes erhöhen kann

Genau darum habe ich das damals bei meinem Abschlussfilm angewandt, was bei der IHK sehr schlecht ankam, ja sogar als Fehler angesehen wurde (obwohl es im Konzept erwähnt wurde).

Ezio

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14

Montag, 5. Dezember 2011, 15:43

was bei der IHK sehr schlecht ankam

Was sind denn das für Leute dort? Was wollen die sehen? Stille Draufhalte-Shots ohne irgendwelche Bewegung? Hört sich irgendwie total langweilig an. Was glauben die, wie man einen Actionfilm dreht? Da rennt der Kameramann ja meist wild durch die Gegend, mitten im "Kugelhagel".

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vobe49

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15

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 15:50

Hallo zusammen,

ich denke, dass man mit dieser Bewegung tatsächlich beabsichtigt, etwas mehr Dynamik in die Szene zu bekommen. Ich selbst (ambitionierter Amateur) verarbeite in meinen Filmen (Berichte von Fernreisen) auch eine gewisse Anzahl an guten Fotos, nämlich immer dort, wo man ergänzen und zum näheren Hinschauen animieren kann. Diese Fotos werden bei mir nie 100% statisch angezeigt, sonder weisen immer eine leichte Bewegung auf (z. B. leichtes Hinein- oder Herauszoomen). Solche "Fotoeinblendungen" wirken dadurch deutlich lebendiger. Ich kann mir vorstellen, dass die Aufnahme einer statischen Dreh-Situation (z. B. sprechende Person) dadurch auch etwas belebter wirkt. Nur macht es wahrscheinlich wenig Sinn, die Bewegung erst beim Schnitt hinein zu bringen, weil man damit die Auflösung der Aufnahme verringern würde.

Gruß vobe49

janiboy18

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16

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 17:20

Hallo Leute

Das Kamerawackeln kommt immer mehr in Mode und wird während dem Dreh schon angewendet. Schaut euch nur mal die Werbung an. Da findet man es immer mehr. Auch bei uns wird vermehrt so gedreht.
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben

rick1000

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17

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 18:07

Zitat

...weil man damit die Auflösung der Aufnahme verringern würde.

Hängt ja von der Aufnahmeauflösung ab und dem Seitenverhältnis in der Ausgabe.

Zitat

Das Kamerawackeln kommt immer mehr in Mode...

Darum finde ich es gar nicht so schlimm, wenn z.B. die IHK, dieses Element nicht gerne sieht. Das Medium Film ist 80 Jahre lang gut ohne gewolltes Gewackel ausgekommen und ich behaupte, daß es mehr stört wenn es auffällt, als das es positiv vom Zuschauer aufgenommen wird, da die meisten es nicht bewußt wahrnehmen.

Aber Vielleicht kannst Du ja meine Farge aus Beitrag 12 beantworten - wie es gemacht wird ?

alconamediastudios

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18

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 20:58

Ich glaube es ist so ein grundsätzliches Kamerawackeln wie hier gemeint.

Das kommt, denke ich, einfach daher, das das mit Schulterkamera gedreht wurde.
Wird oft dann eingesetzt wenn, wie in diesem Fall, viel Action ist, oder, wie schon gesgagt, einfach um die Dynamik zu erhöhen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alconamediastudios« (7. Dezember 2011, 21:49)


rick1000

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19

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 21:25

Zitat

DEas kommt, denke ich, einfach daher, das das mit Schulterkamera gedreht wurde.

Lutz Dieckmann hat doch gesagt, daß die Kamera dabei auf einem Stativ steht.

alconamediastudios

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Mittwoch, 7. Dezember 2011, 21:48

Ja, stimmt.
Ich denke aber, das MrMansion mit dem gewackle in Saw eher sowas gemeint haben könnte.
Nachträglich das Bild zu verwackeln finde ich persöhnlich nicht so toll.Entweder gleich am Set mit Schulterkamera drehen oder halt eine ruhige Stativeinstellung.

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