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StalkersTv

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1

Montag, 20. Juni 2011, 20:08

Ein paar Fragen zum Drehbuch

HI Leute

Ich möchte langsam mein Drehbuch zu Ende bringen. Doch allerdings gibt es auch ein paar Kampfszenen. Ich hab die Szenen erstmal ausgelassen, aber wie kann man am besten eine Kampfszene schreiben?? Und habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps, worauf man besonders achten muss beim schreiben eines Drehbuchs( nicht nur Kampfszene).

Vielen Dank für alle Antworten 8-)

Mr Dude

schlägt zurück!

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Montag, 20. Juni 2011, 20:20

Also Kampfszenen schreibe ich meistens als "Sie kämpfen" :D So stand es im Drehbuch von Herr der Ringe auch damals XD Du kannst dir ein paar Ideen für den Kampf aufschreiben, wenn irgendwas spezielles passiert - zB einer nen Stuhl packt und dem anderen über den Schädel zieht oder sowas. Aber ansonsten würde ich da nicht so detailiert rangehen - Die meisten Ideen kommen dann eh erst beim Dreh und da schaut man dann ja auch weniger ins Drehbuch und handelt instiktiv.
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Thandom Media

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Montag, 20. Juni 2011, 22:01

Ich würde den umgekehrten Weg gehen und schon etwas detaillierter Kampfszenen beschreiben. Das ist vor allem in Drehbuchbesprechungen bei denen ja auch der Stuntmen /Fight Choreographer anwesend ist, sinnvoll, denn wenn man eine gewisse Umschreibung hat, kann man darauf aufbauen und die Ideen weiterentwickeln oder neue ausdenken und im Film perfektionieren. Der Verantwortliche hat dann eine Ahnung was du willst und kann darauf eben seine Vorbereitungen aufbauen. Damit kann man unnötiger Mehrarbeit aus dem Weg gehen. Und es ist wichtig, wenn die Kampfszenen etwas mit der Story zu tun haben und es im späteren Verlauf der Geschichte eine Entwicklung gibt, für die eine Kampfszene verantwortlich war.
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Gerlinde

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Freitag, 30. Oktober 2015, 11:03

Ich habe einige Drehbücher von Hollywoodfilmen, darunter "True Lies". Dort werden die Kampfszenen detailliert beschrieben: https://sfy.ru/?script=true_lies

Bei drehbuch24 hatte ich die Szene, die im "Restroom" (Toilette) spielt, gepostet.

Szene 84 aus True Lies:

Zitat

HARRY'S POV - In the video glasses Harry sees himself and Mahmoud. Yusif comes into the restroom, seemingly ignoring both Harry and Mahmoud, as if heading for the stalls. As he passes behind Harry he reaches into his coat--Harry spins lightning fast. He knocks away the SILENCED PISTOL aimed at the back of his head with a sweeping block, capturing Yusif's arm in an arm-lock. The shot goes wide, shattering a
urinal.
Harry slams his palm into Yusif's face like a piledriver, and spins him against the steel stalls. The silenced pistol goes skittering across the floor. Mahmoud whips a pistol out of his waistband. Still holding the bear-like Yusif, Harry draws his Glock so fast we can barely see him move. BLAM! BLAM! BLAM! Three .45 slugs go through Mahmoud's chest, shattering the mirror behind him. He flops on his butt, slumping against the wall.
Yusif, who is easily Harry's size, bellows and grabs his gun arm. They smash against the walls, struggling for the gun. Yusif, locked to Harry, hurls him against the stalls. They hit a locked door, which pops open, banging inward.
Yusif drives Harry to the floor. Harry's head is between the shoes of an OLD GUY sitting on the can, who looks down uncomprehendingly at him.
Yusif slams Harry's gun hand repeatedly against the doorframe of the stall. He twists Harry's wrist brutally. He even pounds against Harry's hand with his knee. The old guy winces. That's got to hurt. Harry cries out in pain and the gun drops. Yusif reaches for it, but Harry kicks it under the stalls.
He punches Yusif in the face, driving him back. They grapple, spinning. Harry drives Yusif's head into the counter. Then he elbows him in the throat and they crash together on the filthy floor. Harry grabs Yusif's hair and pounds his face repeatedly against the rim of a urinal. In case you haven't noticed, this is a messy, nasty fight. Survival is like that.
Yusif sags into submission. Harry pulls a nylon zip-strip out of his pocket and uses it like hand-cuffs, securing Yusif's wrists.


Übriggens: POV bedeutet "Point of View", und bezeichnet das, was die Person sieht. Hoffe, es war hilfreich.
Als Gott den Mann erschuf, hat sie nur geübt - Feministischer Witz

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Gerlinde« (30. Oktober 2015, 11:10)


comic74

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5

Freitag, 30. Oktober 2015, 12:43

der choreograph entwickelt meist den fight und der regisseur sagt ihm vorher was er sich vorstellt. meist ist das was im drehbuch steht mit unseten budgets eh nicht umsetzbar oder scheitert an praxisnähe deswegen finde ich das "sie kämpfen" auch am sinnvollstem

Gerlinde

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6

Freitag, 30. Oktober 2015, 13:11

In meinen Drehbüchern gibt es wenig Kampfszenen. Aber wenn es sie gibt, dann umreiße ich die Szene kurz. Z.B.:

Max schlägt auf Leo ein. Leo kann die Schläge abwehren. Mit Hilfe eines Besens bringt leo Max zu Fall.

So ist die Handlung grob umrissen, und jemand anders (Stunt Koordinator, Regisseur) kann sich die Einzelheiten ausdenken.
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Tyler Durden

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7

Sonntag, 8. November 2015, 16:10

Hallo StalkersTV,
Kampfszenen sind typische Konfliktszenen in Filmen. Genau genommen ist es die letzte Stufe des Konflikts da sich die Konfliktparteien nicht mehr anderes zu helfen wissen und zu Gewalt greifen und ihr Ziel zu erreichen.

Als erstes musst du deine beiden Konfliktparteien definieren. Meistens ist es dein Protagonist und dein Antagonist. Dann musst du für beide Figuren ihre Ziele definieren, damit du weißt, was die Figur erreichen will. In den meisten Fällen sind die Ziele komplett Gegenläufig. Z.b. Der Protagonist will den Antagonisten töten und der Antagonist den Protagonisten. Wichtig ist dass nur EINER von beiden sein Ziel erreichen kann.

Als Autor musst du den Kampf schon bis zu einem gewissen masse auch beschreiben. Du kennst ja deine Figuren du musst wissen was können sie und zu welchen Waffen werden sie greifen. Ein Bürokampf zwischen zwei Frauen in einer Komödie wird mit anderen Mittel geführt als ein Duell in einem Mantel und Degenfilm. Überlege dir was deine Figuren besonders macht. Zu welchen Mitteln greifen nur sie. Der Zuschauer hat sehr viele Kämpfe gesehen und kennt sehr vieles. Für ihn wird es interessant wenn er etwas zu sehen bekommt, was er nicht kennt. Aber das sind im Grunde nur erzählerische Mittel. (Die aber trotzdem wichtig sind.)

Viel wichtig ist aber dass du deinen Konflikt ausarbeitest. Stell dir den Konflikt wie ein Autorennen über mehrere Runden vor. Wenn der Protagonist ab der ersten Runde mit Vorsprung führt, ist das Rennen langweilig. Du muss also zu sehen, dass die Führung in jeder Runde wechselt. Hier ist deine Kreativität gefragt. Deine Figuren müssen Tricks oder Manöver anwenden um die Oberhand zu gewinnen. Du darfst nie zweimal das gleiche Manöver anwenden, dass lässt deine Figuren wie Idioten da stehen, da sie dauernd auf den selben Trick herein fallen. Hier bist du gefragt sei kreativ.

Sei dir im Klaren, dass es ein Konflikt ist. Du musst wissen, wie deine Geschichte weiter geht, wenn der Antagonist den Kampf gewinnt, auch wenn du planst, dass der Protagonist gewinnt. Der Zuschauer muss das Gefühl haben, dass dies nicht vorher schon klar war, sonst wird es für ihn nicht spannend.

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the machine one

Benno4

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8

Donnerstag, 12. November 2015, 16:07

Ich finde das hängt ganz von deinen Schauspielern ab. Wenn diese gut improvisieren können dann wirkt es definitiv authentischer wenn sie nichts direkt vorgeschrieben bekommen und sie einfach "kämpfen" können. Nur der Ausgang sollte klar festgelegt sein, so dass deine Story auch noch passt!